craax

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craax hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 518 Filme bewertet und legendäre 256 Kommentare geschrieben. craax‘ Filmverentwicklungen betreffen ein Geflecht von crx & (dem) Film. Wer (warum immer) crx nicht-, sondern n u r den Film will-&-mag, sollte in den Spiegel schauen: da gucken ihm genügend Gesichter /wohlig entgegen. crx kennt seine Züge aber sucht andere: das dauert und zieht sich, und fordert einige ungeduldige Länge: der nähernden Unbekanntschaft. Der Meister im Spiegel vermag’s kürzer... Du! Lieber! - -SOYLENT GREEN war ein saftiges Steak nebst Beilage in Pillenform. Ich hätt gern ein Besteck+Tischtuch dazu. Auch* bei gemeinsamen Verzehr in Gesellschaft : aber bitte mit Stil. Denn Form und Inhalt ergänzen sich. Deswegen sollte man ihre Erfordernisse (liebevoll)(be)achten. Tut einem selber gut! Mehr


Waltz with Bashir
Waltz with Bashir

craax 9.5 "Herausragend"

Im Angesicht des Verbrechens
Im Angesicht des Verbrechens und 3 weitere ...

craax 8.5 "Ausgezeichnet"

Oblivion
Oblivion

craax

Um es kurz zu machen: das Beste an Oblivion ist die Optik der Endzeit-Settings von Kosinsky (Tron). Die sind spektakulär.
Das Bedenklichste – im sorgenvollen Sinne – ist Tom Cruise, mit dem (bzw. dessen Finanzliktorenbündel im Hintergrund,- nicht einmal dem als Schauspieler-) das Projekt steht oder fiel. Hauptdarsteller UND bewußt gewußter Geldgarant– das ist ein Blankoscheck, eine Allmachtsstellung. Seinen Jack Harper konnte er also anlegen wie ihm beliebte, und was ihm beliebte, war, oh je, Winnetou und OldShatterhand zusammen – in 1 (?) Person – die auch noch fliegen (und sich die augenaufschlagenden Superfrauen aussuchen) kann. Superman? – Im Ernst, nichts kann T. ‚Rex‘ C. stoppen – nicht einmal er selbst. Man fragt sich, wer von den 49 oder 52 je gewinnen können sollte – im gordischknoten-Zweifelsfall einfach: derjenige Tom Cruise, der momentan besser ins persönliche Konzept paßt – natürlich nicht eines so Geringen wie des‘ Film etwa,- sondern TOM CRUISEs‘ natürlich, und im Augenblick paßt besser, das der Bessere schnürbar gewinne.

Im Grunde spielt er hier nur gegen, oder auch mit, sich selbst. Das einzige Movimentum der Psychologie dieses Films sind allein Regungen des Helden in & für sich (das KANN interessant und muß kein Gegenargument sein); und alles Außenwerk dreht sich um IHN den Einen und folgt jedem Fingerzeig und Augenbrauenlocke-Hochziehen. Vickie dient als bloße emanzipierte Haushüte(am Terminal)-Stichwortlieferantin (oder wenn man kryptisch so will der Anpassungssucht) und, was Frauen bevorzugt (immer noch) können, sich im planetenreflektierten Himmelspool von Wolkenkuckuckheim vor ferneren Aussichten dekorativ (und ohne Angst vor Voyeuren, die da überall befiedert mit Fern- und Nachtsichtgläsern unterwegs sind) zu räkeln. Seine vom Olymp gestürzte Sterntaler-HimmelsEx (...dient...) nur dazu, den Moment freudvoll zu erwarten, in dem er sich ihrer in besseren Zeiten (natürlich in NY, DC) erinnern mag um wieder ihre Hand zu kuscheln und sorgenvolldurchblickt zu halten,- am liebsten auf umplätscherter Blumenwiese zu Evergreens (statt das sie die aus dem Fenster befördert als Falsche im Erweis). Und dann ist da noch Morgan Freeman (hat sich in keinem Blockbuster rar gemacht)- hier allerdings: bleibt auf der Bühne, die ein T„Rex“C beansprucht, nur begrenzt verfügbarer Raum übrig,- den er aber wie in eine rechtenge Kiste gepreßt ('wieviel Erde braucht ein Mensch'? Tolstoij) weitmöglichst und auch noch mit Zigarre nach durchlöcherten Kräften ausfüllt bis zum letzten gemeinschäftlichen Händedruckhauch,- sogar polaroidet mit im Bilde (keineswegs hierorts selbstverständlich weil) – da ist ja immer noch übrig TC.

Und der schaukelt das schon, als gewohnter AutoPilot. - Die bösahnende Tet-Maschine lädt (unser TetraPac im Weltraum), wohlinformiert, das 10 Brennstoffzellen vakant sind, jedoch urvertrauensvoll (wie Maschinen romantisch veranlagt eben so sind) (übrigens wird es allmählich hip in Hollywood, dem möglichst radikal auszuradierenden Gegner eine Maschinenidentität zu verpassen, da das elementare Eliminieren von auch Bösewichts-Menschenformen – welche zur schwankenden Rechtfertigung immer absolut radikaler personifiziert dämonisch !!BÖSE!! werden müssen, immer mehr sich selbst diskreditiert (ich hab mich wohl verhört?!) - -) lädt also einen ihrer repräsentativsten feindkontaktlädierten Ameisenklone direkt zum Rapport ins elterliche Schlafgemach des tiefstinnersten Führerhauptquartiers ein, quasi ins bauchweich empfindliche wolfschanzliche Boudeoir, und muß selbst zusammenreimen was es sich davon verspricht außer Scherereien. -Ich sollte auch mal bei Putin oder Obama anrufen und ihm/ihr in erbetener Aufwartung meine aktuelle Auffassung darlegen.- Doch es war ja nicht irgendjemand, welchen es freihändig über die Schwelle trugend bat: es war – Prominentenstatus (und er wußte sehr wohl davon, seiner Erpressungs-Verfügbarkeit-) Tom Cruise. Wurde er zum Schluß erleuchtet und steht für derlei Heldentum nicht mehr zur Verfügung - keine Sorge. Den gibt’s, wie könnte es anders sein im Falle die Welt ihn nötig hat, unverzichtbar,- jederzeit ein Held, nochmal, weil : etwas so Gutes simpel einfach nicht ausreicht in monogamen PlayOff für solche Verhältnisse. So kann man gar nicht für heimlich genug Bevorratung dafür sorgen: In the refridgerator.

Das hätte, hätte man Kosinski weiterprökeln gelassen (der all den Krimskrams Kinkerlitzchen jahrelang mühsam zusammengeschraubt hat,- und zwar vortrefflich!--) ein genialer Film werden können. Aber es gibt ja gottseibeiuns die entschlußfreudigeren Typen, die kurzerhand zupacken, und das ganze ultimativ aufs Ende beschleunigen. Gib ihnen ein Extraktions-Bike, oder sogar chicken Bubblehopperkopter,- und schon preschen sie los, und erledigen innerhalb von Minuten 'tschuldige Tom 'Sekunden, wozu andere Jahre im Werkelschrauben zustande brauchten. All die kleinen liebevoll rasanten Terminatordrohnen, -gestrandeten Rostriesen (deren gewöhnliches Lebenselixier schon abgepumpt ist, -die ausgedehnten unbelebten karstigen Strahlungswüsten (munter mit der Enduro die atomaren Einschlagskrater hinauf, in Bibliotheken hinunter (schon wieder!) oder mal eine andere Perspektive von Periskopplattform des Chrysler-Center – all dies liebevoll desastriert Zerstörte Verklumpte Devaste– umsonst. Umsonst die Mühe, über den Wolken zu wohnen und seine Zeit sinnvoll zu verwerten, die gesammelte Hydrogen-Energie, schwebende makellose Fabriktrichter, erst recht der Triumph im abgewrackten Yankee-Stadion (Cruise, hat’s ihm keiner gesagt, armereißend und frenetischem körperlosem Jubel lauschend zwischen >Global< und >Champion<-)?

Die Settings, die Aussichten, die technischen Schnickschnacks: das hätte schnackeln können, das die Wände, gäb’s noch mehr einige davon, gern dazu gewackelt hätten. Jedoch müssen sie leider alle sich mit Spieglein Spieglein bekleiden: in denen Tom seinen geschmackvoll derangierten Anzugsitz – mit perfekt symmetrischer Nasenschmiße- souverain kontrollieren und sich mächtig ohnzwinkernd bewundern kann. Die in jeder Szene und Einstellung spürbare athletisch altersrefüsierende Selbstverliebtheit ist im Abfall zur Kulisse tatsächlich phänomenal.

Ergo: dem Maschineninteresse wäre ratsamer gewesen, sich mit Zweiter Garnitur zur Herrschaftszwecken zu begnügen statt sich „Eines unserer Besten zu bemächtigen und ihn gegen uns einzusetzen“. Hättest du das rechtzeitig beherzigt, oh unser TetraPac im All, - und ich könnte dir funktionierende Beispiele, viele sogar davon, nennen ,- - so schlürftest du am Strohhalm unserer beteiligten Ressourcen heute noch, frei, akklamiert sogar gewählt und unbehelligt, wie auf diesem Planeten üblich. Aber so sind die hergelaufene Xenogene: kommen herübergestreunt und wollen alle Gepflogenheiten mirnicht dirnichts auf den Kopf stellen. Das haben sie nun davon. Verdient würde ich sagen. Und jetzt: zurück zum Haus am See. Da wartet die Musik auf mich, dazu noch eine letzte Bemerkung (nichts gegen „Whiter shade of pale“, hören Sie, denken Sie, ich bin beknackt?) (okay!?) - :

-paßt der musikalische Untergrund _für meinen Geschmack_ in seiner extrahiert poliertgechromten Magersucht-Dünne (ich zähle jede einzelne Rippe) ganz an verschleierter Oberfläche, darunter nichts an/ auf Dauer sich verflüchtigend, bis man sie gar nicht mehr merkt/ bevor sie anfängt zu nerven,
-genau zum wässrigen immer himmelblaueren verlorenen Dunst leider nicht der Kulissen, sondern des Films, der, ob es paßt oder nicht, leider ein Gesamt-Resultat bleibt: und aus den besten sehenswertesten Zutaten ist leider möglich, zu verkochtem, statt knackigen Brei zu verbraten.

Trotzdem: wegen der Settings: verlieren Sie nichts, wenn Sie sich derart limitiert mit dem Look dieses Films vertraut machen; geniessen Sie ihn,- soweit es der Durchblick gestattet. Der Originaltitel sollte übrigens wohl lange >Horizons< heißen.

Wer noch Lust hat: folgende zum Film -wäre er so viel Beschäftigung weiter wert- fand ich fein und sinnig:
http://cellurizon.de/2013/04/11/review-oblivion/
http://www.ndr.de/kultur/kino_und_film/oblivion103.html

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dannydiaz

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das prequel dazu ist auch gut "La terre outragée" auch mit olga


Bob Loblaw

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@danny: "la terre outragée" sieht ja toll aus... den ganzen Film gibt es auch auf youtube, aber leider nur auf russisch mit französischen Untertiteln. :(
Vielleicht schau ich mir den trotzdem mal dort an... man muss ja nicht immer verstehen, was so geredet wird,


Prometheus 2
Prometheus 2

craax

wahrscheinlich schaffen Die /was ja sogar bis hierher schwappt/ die den durchaus interessant aufgeworfenen Fragen von Pr. nichts abgewinnen konnten (wohl weil sie keine 'Division Weltraumsoldaten kloppt sich mit Hundertschaft Weltraummonster' a la Cameron bekommen haben, dessen Schwächster) - 'es, Ridley Scott dem Genie /nach solchen Reaktionen auf die erste echte Fortsetzung von #Alien#/ die Lust zu nehmen, die dringend nötige (geplante) zweite Hälfte (Vervollständigung) des Gedankens um die Konstrukteure /Wendungen Geschaffenes gegen Erschaffer oder auch Erschaffer gegen Geschaffenes (da paßt aktuell viel rein, die Situation in der wir stecken) - - doch noch zu drehen statt uns mitten im angerissenen Cliffhanger allein zu lassen. Gemeinheit aber verständlich/ sieht und bedenkt man wie gemein auf Ridley's Angebot (völlig inadäquat) publikumstumb kollektivneurotisch kuschel'lemmingisch unverständig statt offen reagiert wurde. Peinlich! Das Publikum bestätigt seinen Ruf (also 'bekommt was es verdient). Im Übrigen entschuldige ich mich für den Satz.
Wir werden wohl mit diesem halb-Halben-Meister-werk allein im Raum bleiben. Mit all diesen kundgebungs-blindkommentarwütigen eigen'enttäuschungsenttäuschten irdischen Aliens. Schade, schade ... wenn man es nicht mittlerweile so gewohnt wäre, Übung darin zu haben (haben zu müssen). Was soll's ... Reagieren wir wie gewohnt: Dankbarkeit schon für das wenige, was uns anfangsweise vorgeschenkt wurde... ist immerhin schon eine Erste Hälfte - auch wenn es schade um die so wohl fehlend bleibende, nur vorstellbar'+ denkend unersetzliche Zweite zum Ganzen bleibt - :..(
- - ;)

PSSS es wäre doch wirklich interessant, ?wäre z.B? zu erfahren, daß Konstrukteure? sich gegen Menschen (ihr Erschaffenes) wenden?, weil sie herausgefunden haben, das Menschen? für die eigenbedrohliche Existenz-Werdung von Aliens? verantwortlich /Voraussetzung sind? das "Menschen" (obwohl aus ihnen/den besserperfekten'bösen' Konstrukteuren stammend - die existenzvoraussetzlichen Entstehungs-Keime zu Aliens, die ihre eigene ?Existenz schließlich bedrohen, sind/waren/wurden? (wäre logisch, wo sonst soviel von >Logiklöchern? die Rede ist ?) am besten selbstverständlich denk'nicht weiter drüber nach
...?
(Argumentationskette also etwa:
Ausgangspunkt menschliche Gegenwart/ jetzige Ungeklärtheit zwischen Himmel und Höllen schwebend, nur sich selbst momentan wie wir jetzt in diesem Augenblick /unreflektiert/ erlebend:
erforscht "göttlichen" perfekten Ursprung /Hoffnung auf das Ideal-Gute ("soviele Fragen"=Beantwortungen)
entdeckt/widerfährt "Böses" (Alien personifiziert)
schließt vom Bösen in der Welt auf Widerlegung des "perfekt"-"Göttlichen"= Gott (menschlich perspektiviert, ist nicht wirklich "Gott") "wird" schließlich selbst böse (erlebt), verschmilzt mit dem Bösen
entdeckt (ausstehender 2. Teil) - das perfektGott 'böse' ist weil der Mensch dem Bösen zum Ursprung /Herkunft dient (Identität Alien-Mensch-Kopplung)
Mensch/Sarah erkennt (DarthVader-Effekt) den Eigen-Ursprung-Identität des Bösen, das "Gott" (sind immer die "Konstrukteure") in ihm sich gegen den (unbewußten) Menschen wendet um die Welt zu retten
Zuschauer erkennt, daß das Böse : wie das Gute: nur potentiell aus ihm entstammt, und nicht Teil der Welt >des Außen< ist: daß, ob das Böse ('Alien') existiert, davon abhängt, ob e r es (in seiner Gut-Böse-Entscheidung) in die Welt setzen /manifest Gestalt ("Handlung") sich annehmen läßt. Kreis: 'Welt : Mensch :-Spaltung: Gut: Böse : Entscheidung : Welt' :schließbar. -Schon gut, ich weiß, so gut wie keiner hat's diese Weise kapieren können.)

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craax

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Ja, wenn es GESICHERT ist in einem (das spürt man, fest genug) sind Außenkontakte, die gern sich sogar bis aufs Mechanische erstrecken mögen (der Mensch hat ja sogar Sex um Liebe zu machen),- mehr als erwünscht: denn was ist Kunst anderes als erbetener erwünschter aufgeforderter Austausch! Wenn jeder in sich selbst schmorend genug wäre ... ist es aber nicht. Zellen fangen kaum gezeugt an sich zu teilen. Das ist wohl ein Naturvorgang. Und der menschliche Gesellschafts-Zellenkörper hört erst dann auf zu wachsen, wenn seine gemeinsame Haut alle lebensfähig zusammengeschlossenen Organe (bis zu unnützen Keratinen in Zehfingernägeln und Haar /auch die nütze) umspannt. Wenn ein Herz abgeschlossen anfängt zu schlagen ("abgeschlossen"), und es seine Funktion genügend bereit ist aufzunehmen und erfüllt,- tut es das einfach,- unterschieden von benachbarter Lunge und Milz. Und in der Regel weiß eine Zelle: wann sie (und wohin zu wem sie) ab- und angeschlossen und zugeteilt,- und zum Loslegen bereit ist, im definierten (und ab da genügenden) ZUSAMMENHANG. Und dann ist sie ganz einfach: Herz oder Lunge, und funktioniert, so vor sich hin. Zur vollen Zufriedenheit! und im Betrieb mit dem Körper, der als Ganzes - ebenso funktioniert, und lebendige Säfte Lymphe Nährwert Ergänzung
-hin und herrauschen läßt. In diesem Fluß steckt was alle bedürfen und mehr als bedürfen: sich wohlfühlen (hoffentlich) lassen läßt. Und darauf kommt es doch an: nicht nur Zucker zu verbrennen-, zu bewerkstelligen-, zu bevorraten- umzubauen, von diesem zu jenem zu wandeln, - sondern es dabei zu genießen, zu fühlen, und, in diesem einen- j e d en Zucker allerzeit für jetzt zu verbraten, zu b e m e r k e n , und auf der Zunge sich zergehen zu lassen. Denn dieses Einzelne ist Alles, und Jetzt ist Immer -egal wie lange es währt, und wo die Grenze fern außer uns, des Körpers (es sei denn wir sind das im Wind wehende Haar, gehört es einem Eskimo, Pech gehabt-)- verläuft. In der Regel zumeist sind wir i n n e n und gehören dazu, und, kommen Säfte an, die wir moduliert weiterleiten,- dann sind wir : in diesem Austausch intakt und wohlgefällig; und unsere Herz-Lungen-Eigenschafts-Spezialität bemerken wir kaum: wir sind Körper,- Mensch. Wenn wir Glück haben: sogar aufwärts, Richtung Gehirn, wo mitzubemerken ist,- und nicht nur ein osmotisches Gefälle Druckausgleich anfordert,- kaum registriert – im Erfüllen, solange erfüllt gilt. So eine Geschmacksknospe hat’s gut.
Ok, das sollte genügen. Schade, ich muß jetzt einen anderes festblinkendes Termingefälle – spezialisiert ausgleichen. Bis später, vielleicht nachher, mein Lieber. -


craax

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PS manchmal hat der Körper, mitsamt ferner Geschmacksknospe, ein unerfülltes vordergründig drängenderes Mangel-,- gar ein Fehlfunktions-Problem (Krankheit). Dazu, weil das kaum unbemerkt sich nicht unter den Tisch fallen einfach so lassen läßt, oh nein! : - steht noch etwas Weiteres im (meinem unten) Gästebuch für heute (+ein paar Wochen) dazu-...


The Act of Killing
The Act of Killing

craax 10.0 "Herausragend"

Durch das Nadelöhr der Kenntnisnahme dessen, was den Inhalt dieses ‚Films‘ ausmacht, muß, wenn es eine gibt, menschliche Zukunft - und zwar in jedem Einzelnen.
Wer noch zwei Sätze mehr lesen will: in meinem Gästebuch.

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Parkour
Parkour

craax 7.5 "Sehenswert"

Wie ein einziger Tag
Wie ein einziger Tag

craax

//Die Punktvorhersage entspricht, wie oft, absolut n i c h t meiner Meinung//

Wird eine notwendig komplexe Geschichte, und das Leben schreibt nur solche, unter ein gewisses Maß reduziert /dabei leicht auch nach persönlichem Vorzug die Seiten, die einem gefallen möchten, vor allem ins Auge gefaßt - entsteht Kitsch. Egal, wie gut die Geschichte ist. Sie muß komplex g e n u g bleiben.

Wird aus einer die Luft abgelassen, muß man aufpassen, das die Teile verhältnismäßig schrumpfen; ihre Größenverhältnisse und zueinander passenden Beziehungs-Orientierungen behalten und nicht verlieren. Ihre Ordnung-auch Unordnungen dürfen nicht verschoben werden. Kein Teil darf auf Kosten anderer übertrieben sein; wenn es ein Brechen oder Verschweigen der Tatsächlichkeit oder Wirklichkeit, auch auf das Maß eines Märchens reduziert, ist. Gerade dann nicht: gerade im Märchen steckt sowohl der Schmerz.

Auch wenn man seine Kinder a l l e liebt: darf doch keines vorgezogen: oder vielmehr (das erste wäre nur solange innerhalb des Kreises der Bevorzugung kein Problem) NACHGESETZT sich erkennen. Tut es dies jedoch, kommt mit Gefühl der Wahrheit dieses eine, Vernachlässigte, und schreit, zur Not mitten in diesen hinein, ins Gesicht : Kitsch! Kitsch! Kitsch!

(und darin steckte Schmerz ; und das Kind, von außerhalb des Kreises, alleingelassen, diesen störend und zerbrechend, hätte r e c h t !)

(Und wenn man dies, nur z.B., belegt haben möchte: der verabschiedete Verlobte,- das Trostpflasterchen der Kriegerwitwe: dringen Sie doch mal ins oldtimer-gepolsterte Innere dieses Films, greifen und fragen Sie sie, was sie von ihrer Rolle halten: würde hier einmal die Luft nicht a bgelassen, sondern auf Lebensgröße a u fgepumpt werden-). (Aber was rede ich – Sie w o l l e n es ja so – und halten das Kino für einen Ort, wo die Naturgesetze erlaubt nicht gelten ja nichts zu suchen haben (um der >höheren Wahrheit< um Gottes/ willen)! Sie irren: gerade im Kino, im Ort nicht des Lebens-, sondern der Erzählung vom Leben, MÜSSEN sie gelten, mehr als anderswo – sonst ist alles, weswegen es erbaut wurde, nichts wert, und diejenigen, die sich erzählen lassen, schrumpfen auf das Maß des fehlenden Falschen-
-).

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Einfach zu haben
Einfach zu haben

craax vorgemerkt

Im Netz der Spinne
Im Netz der Spinne

craax 4.0 "Uninteressant"

Man braucht ja immer mehr Droge, um denselben Kick zu erhalten. So genügt es zum Beispiel auch nicht, daß Bös Wichtl, um seinen perfiden Plan umzusetzen, ein IT-Pädagogikstudium absolviert, um zwei Jahre die Mühe eines Mittelstufe-Lehrers perfekt auszufüllen, für die sich jeden Morgen akribisch einer Gesichtsmassage-Imageänderung lohnt zu unterziehen,- um schließlich die Freundin des russischen Botschafts-Kindes zu entführen, um an diesen per Zweit-Entführungs-Ablenkung zu kommen: nein,

auch wenn Wichtl endlich endsch(l)ossen schachmatt gesetzt und der Thriller für beendet erklärt werden und Morgan Freeman heimwärts wenden und entschlossen Feierabend machen könnte,- muß noch ein Thriller im Thriller den Zweit-Täter präsentieren: und dieser dann (ebenso entsch(l)ossen)(denn drunter geht es nicht) den/&die Dritttäter,- der/die übrigens vom Kind zur Strecke halb gebracht wird (es geht doch nichts über gesunde Instinkte). Übrigens: woher (??) wissen wir, das, wenn der Film zu Ende und Freeman mit ihr aus der Scheune um die Ecke gebogen ist, dieses (Opfer) tatsächlich Zuhause abgeliefert ankam?!

(ach ja, ich vergaß, weil es Morgan Freeman ist; allein dafür wenigstens 3 Punkte).

Wie gesagt, hängt man erst an der Nadel: ist nur mehr noch mehr.

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Andy Dufresne

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:D
"Soneji" heißt der Gute, hab grad geschaut :D


craax

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na das macht ja Sinn; jetzt verstehe ich alles.^^
Dschambdschijj heißt der Schlüssel, und ich dachte immer, 42...
:D ' '


Eagle Eye - Außer Kontrolle
Eagle Eye - Außer Kontrolle

craax 3.5 "Schwach"

am meisten nervt nicht mal das der Film als solcher in aller Hektik, üblem Soundtrack, flacher Typisierung oder gleich gar nicht vorhandenen Kriterien wie psychologischer Entwicklung/ nicht funktioniert, sondern
wie immer wo er auftaucht (wagt sich blicken zu lassen) dieser ranzige, faulige Hyperpatriotismus. Den merkt man an >wie selbstverständlich geltenden< Kleinigkeiten: z.B. in der Hochspannungsleitungs-Szene, wo der gezwungene Überbringer-Terrorist aussteigt, weil er nach Daseins-Jahren als "Schläfer" >korrumpiert< ("Ich bin Amerikaner!") die natürliche Überlegenheit des Systems, das er von innen kennengelernt hat, (wie sollte es anders sein?) überzeugt erkannt hat. Viel derart. So ähnlich muß amerikanischer (und nicht nur der) "Patriotismus" (der üblicherweise per Geburt wie ein Orden sich bereits verliehen fühlt) wohl empfinden: alternativlos. Wer >objektiv< bei Sinn und Verstand unvoreingenommen die Daten auswertet (ohne gekauft/dämlich/ein Schuft zu sein), muß unausweichlich zu dem Ergebnis kommen: >Amerika< ist nicht nur good - es ist best. /HighTech-, HighEnd-, das hängt sowieso scheint's aufs Beste indiziös zusammen./ Kann irgendjemand, der nicht Idiot ist, anders denken?

Und wie nennt man das, das solchen Glauben befördert? Logik? Wissenschaft? Anstand? Charakter? Courage? Vernunft? Einsicht? Menschenverstand? Selbstverständlichkeit?

Ich nenne es Dreck, sittlichen und moralischen. Und ein verfaultes Gehirn.
Und e i nmal Sehen lasse ich Ihnen durchgehen, weil man einfach neugierig zu erfahren ist, wie es ausgeht. Wem spätestens bei zweiter Musterung des Machwerks nicht sein modriger, skelettierter Geruch (wie von schlechten Fritten) auffällt, -das der Ketchup pilzig perlt, was man für Mayonnaise hielt gar keine ist, man sein eigenes Wort nicht versteht und das Hinhören auf andere sinnlos ist,- wem nicht auffällt das man sowieso nur ausnahmsweise sich sein Abendbrot bei der Frittenbude in Hauptbahnhofsnähe regelmäßig einzieht,- dem ist eh nicht mehr zu helfen : der hat sich wohl eingereiht, in die endlose Schlange derer, die nicht zählen. Und irgendwie bei Laune gehalten werden: laut, schnell, und endlos dumpf.

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dannydiaz

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http://www.youtube.com/watch?v=3ux1hpLvqMw
edward snowden 2008 ;)


craax

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wenn sogar Ulknudel LaBoef in ihrem höchststaatstragenden Vorhaben aufgezeichnet wird...
so wird Schwarzenegger /selbst mit Geburtsurkundeoperation
nie Präsident! (unehelich sowieso nicht mehr
/denn Maschinen können keine Kinder kriegen!)


Wenn die Gondeln Trauer tragen
Wenn die Gondeln Trauer tragen

craax

Die Geschichte schwach, die Bilder unvergeßlich. Venedig und dem Schauspiel zu verdanken. Alle Einzel-Beiträge kraftvoll, leider ergeben sie kein Ganzes. Das der Mann mit dem Zweiten Gesicht Einzelmomente seines eigenen Todes vorausschaut, ist dünn. Aber die Zeichnungen der Verbindungen zwischen den Menschen,- und auch ihrer Stadt, in der sie sich (unheimlich schön morbide) bewegen wie Gott sie schuf (das heißt höchstens auf dem Wasser gleitend), sehr fein und geschmackvoll. Die erotische Szene gehört zu den wahrsten Erzählungen zwischen Mann und Frau überhaupt, und hat mit dem schamvoll-schamlosen Rumgeficke-beobachten-Herzeigen Hollywoods nichts zu tun. Kraftvolles Kino ohne tieferen Sinn, die Spielerei mit SignalRot ausreichend schön, die Schatten und bröckelnden Mauern und Marmorböden viel aussagekräftig-tragender. Aber muß es unbedingt immer einen Sinn ergeben? Wer Augen hat zu sehen – der sehe. Und lasse wirken. Das gibt allein, manchmal, schon genug Sinn. In diesem Fall ja.

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lieber_tee

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Auf einen Besenstiel kann zauberhaft geritten werden...;)


craax

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;)


Blind Horizon - Der Feind in mir
Blind Horizon - Der Feind in mir

craax 4.0 "Uninteressant"

Film, dessen stilistisch begabte Macher und Machart ein sehr, sehr viel unendlich besseres Drehbuch verdient hätten. Und Val Kilmer Unglücksrabe, natürlich auch. Und zugleich bleibt eine Idee, wie ein Sam Sheppard annehmen und durch seine Teilnahme bestätigen konnte daß etwas Besonderes möglich sei.
So ein Gefühl Noir, wie Rauch in der Luft.
Voraussetzung: da muß Luft sein, damit sich etwas darin auflösen kann.
So muß sich Talent ohne Inhalt anfühlen.
4 satte Punkte von einem, der ohne Rücksicht auf Filmspezifik-charakteristika sonst zumeist die Geschichte bewertet, die hier desaströs ist.

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Im Rausch Der Tiefe
Im Rausch Der Tiefe

craax 10.0 "Lieblingsfilm"

Einer der Filme, für die Kino erfunden wurde.

Der schönste romantische Film über die Schmetterlinge beim Verlieben /wenn auch nicht die Liebe, den ich kenne.
Jean Renos größte Rolle, trotz Leon.
Ohne Double, alle Tauchszenen - sogar die im Eis - ECHT (!).
Ein opulentes Epos.
Bessons, des vormaligen Tauchlehrers, 2ter+ Bester,- trotz s.o. 5. Element.
Leicht angelehnt zwar nicht optisch aber ideel überhöht an die Freundesrivalität der beiden anverknüpften Apnoe-Tauchernamen.
- Und keine Sorge, ich werde den jetzt nicht weiter zerreden.

Aber versprechen Sie mir eins: Sie dürfen sich nicht in die unendliche, flutende Schwärze verabschieden, ohne den gesehen zu haben. Auch wenn die hübscheste Delphine von allem Ihrem Wesen gleich Sie lockt.

Und im Übrigen: nehmen Sie dazu gern die längste der verfügbaren Fassungen, die Sie kriegen können, am besten mit 166 min.
Und KEINESFALLS (es sei denn Sie sind wahnsinnig) O H N E etwa den Score von Serra der die Lungen nochmals doppelt weitet (haben die fertiggebracht).

Rosanna Arquette ist eine Göttin
ganz berührbar. Als würde im Tempel nebenan ein Mensch wohnen.

Wozu gab Ihnen Gott Augen?
(Und womöglich dahinter Seele?)
Ins Kino, ab!

Und wenn Sie einen Freund haben: behandeln Sie ihn pfleglich. Das geht auch ohne letzte Konkurrenz.
Bester< sein: müssen Sie nur derjenige von sich selbst.
Gilt auch für potentielle Elternschaft.
Und bürden Sie Ihrer Freundin Ihrer Liebe nicht, keine unmöglichen Entscheidungen auf.

Leben ist viel schwerer.

Nur Ideale sind schwerelos.

Aber trotzdem schön.
Capisce?

(insgeheim ist das ein Film über italienischen Patriotismus,- genauer gesagt sizilianischen. Im Grunde auf die einmalige besondere Art, Spaghetti zu bereiten.) Und jetzt:
habe ich Ihnen ja schon gesagt. Außer Sie waren schon drin. Dann können Sie ihn wiedersehn, wann immer Sie Lust verspüren. Möglichst wenn’s paßt bald.

Keine Lust sich mal wieder zu verlieben?

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Andy Dufresne

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Ebend ;)


jacker

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ich kann es ja kaum glauben..


Gravity
Gravity

craax 9.0 "Herausragend"

Wenn, nachdem er zuvor spielerisch Runde um Runde munter um’s Space Shuttle spazierengeschwebt ist, George Clooney‘s leichthochherziger Rolle Matt am Ende der Sprit fehlt, um die wenigen paar restlichen Meter zur rettenden Luke zurückzuimpulsieren, dann wird damit klar, worum der Film kreist wie besagtes Raumschiff die Erde: Hybris. Auch wir kreisen, oder vielmehr könnten es tun, wenn einem bespaßungsverfaulten Publikum der Sinn danach stehen würde, mit Lubetzkis Kamerablickwinkeln durch ein hochriskant-destruktives zunehmend sich explosionsrisiko gefahrenvermehrendes Trümmerfeld auf einer erdnahen Umlaufbahn um diese, die der Mensch mittlerweile erreicht hat, auf der jene Entscheidung fallen wird, die über Leben und Tod in naher Zukunft entschieden sein wird: Lösen von ihrer perfekten, lebensspendenden Hülle um in selbstverfertigten, ausgewählten bioboxen-Einzelexemplaren auch menschlichen ein hochtechnisiert fragiles Überleben in absolut unbiologischer Umgebung zu garantieren mit welcher Wahrscheinlichkeit sehen wir hier,-
oder
Rückkehr auf unser gemeinsames Raumschiff Erde, auf dem eine ganze aus ihr entstandene Spezies schon seit Jahrmillionen relativ sicher in ganzer wenn auch zerklüfterter biogener Gemeinschaft durch ebendiese, nun gerade erst entdeckte absolute Lebensunwirtlichkeit wie durch ein Wunder bewirkt reist, auch und indem sie davon – von der Qualität der Reise – kaum die geringste gerecht werdende Vorstellungsahnung hat.

Hybris. Technische Hybris? Noch vielmehr lebensverachtende Hybris – ist etwas, was eine raumreisende am Anfang der Unendlichkeit kratzende Dr. Ryan Stone noch gerade eben am äußersten Ende der technischen, finanziellen, politischen und biologischen Möglichkeiten der jetzt lebenden Menschheit und immer noch in unmittelbarer Nabelschnurnähe der schützenden Planetosphäre, am eigenen Leibe realistisch experimentell erfährt – das wahnsinnige, vermessene Experiment, das Mensch mit sich, seinen Möglichkeiten, seinen Ressourcen und seinem Heimatplaneten zu genau dieser Zeit, jetzt, nun vorgehend, anstellt. Ryan >"Stone"< und Matt Kowalsky sind einige Laborratten Cuarons, und Lubetzki sein wissenschaftlich-technischer Berater. Und die Menschheit kann anhand des Verhaltens dieser wenigen Laborratten hochrealistisch eine Menge über sich erfahren, von ihrrem Dasein auf dieser das All durchkreuzenden geschmolzen umkrustenden Gesteinsmasse mit schillernd umflirrenden polarlichterndem Gashüllenlichtspielsonnenreflektierendemwunderschimmer.

Hybris. Auch das auslösende, fatale Ereignis ist menschenfabriziert: denn der russische Satellit (>...„sie schiessen auf ihren eigenen Satelliten?!“< was wie ein Witz daherkommt aber keiner ist, sondern eine genau berechnete Aussage, wie die Menschheit dabei ist, sich selbst zu torpedieren), dieser >russische< Satellit ist nicht zufällig oder von der Natur zerstört worden (auch nicht im Drehbuch), sondern diese (Zerstörung) hat menschlich-militärische Ursache: eine kleine, fatale Unschlüssigkeit eines komplizierten technisch-psychologischen Gewebes, wie vielfach eine Befürchtung bestand und besteht, der Atomkrieg könnte real nicht durch >rationale< Absicht,- sondern vielmehr durch >technisches< Versagen wie etwa 1983 eine Fehlfunktion der Radarschirme ausgelöst werden, die durch einen Computerfehler einen Raketenangriff der Gegenseite irrtümlich anzeigt, wie geschehen: in echt. Der Überlebenspfad der Menschheit hing damals wie schon weiter statistisch immer dünner werdende Male an einem hauch- nicht seidenen vernunftbegabten couragierten Faden, und wer ihn zufallsüberlassen himmelssterntalernd herabgerieselt wohl zitternd (der auch) hielt/fand, - hielt/fund das Schicksal der Menschheit: der Erdmission :in seinen schmalen Händen. Die gehörten 'da wie schwer? zum Beispiel zu einem statistzufälligen :Stanislaw Petrow: 26. September 1983 , oder Wassili Archipow /wer Neigung spürt: Wikipedia/.

...Hybris. So ein dummer verwickelter Fehler in ungeheuer verkomplizierten Abfolgegeweben abseits aller perfekten Berechnung ist schnell ereignet, und kann man alles bedenken? Die Menschen, die Ryan und Matt in diese biophobe-ja-phage Aufenthaltsumgebung – mit deren vollem Einverständnis ja vermutlich Belohnungswunsch und Karrierekrönung expediert haben – konnten es wohl, irgendwie kams dazu, nicht. Ob Special Missionist Ryan wohl auf eine zweite Mission gehen würde, nachdem sie ganz schlicht wie sie nur selbst - wie das Leben vor Jahrmillionen vom Wasser zurück auf das Land kroch?

Hybris... alles an diesem Film, und er ist realistisch, zeigt das Menschengemachte. Alles? Nein. Über den Köpfen schwebt die ungeheure Kugel der blau-braunen Planetenmasse, alles Dasein enthaltend und beherbergend, wie wir es kennen – unsere ganze/n Vorstellung/en davon. Davon sind wir imstande im Begriff, uns zu lösen. Dieser Film ist kein CGI (natürlich auch das), sondern zeigt weist vor Wirklichkeit/en. Jedes dieser Space Module gibt es so wirklich, und was Cuaron samt Hubble Teleskop munter zertrümmert, zerflammt, atomisiert, ist das gesamte milliardenjahrzehnteressourcenanstrengenverschlingende Weltraumprogramm der Menschheit – amerikanischen, russischen und chinesischen Menschheit, was wohl eine ausreichende auch für Hollywoodverhältnisse suffizient oberflächenhafttransportable Potentialkulisse bietet,- um 1 EIN mager reichbebildertes opulentes Film-Menschendrama daraus zu destillieren. Vielen Zuschauern kommt zuwenig Mensch darin vor. Und Handlung. Und Drama. Und zuviel Spannungsoberflächlichkeit Zufallskrampfhäufung. Wo keine ist: nur Stringenz. Da sind wir t a t s ä c h l i c h . Zu wenig Mensch?

Mir reicht das durchaus. Ich bin immer noch der Ansicht, die Bühne der Menschheit ist der Mensch, ja man kann sogar sagen, das Individuum – wenn dieses potentiell genug ist. Ryan gibt nicht viel her, sei viel zu ungeschickt, schwach, hysterisch, flatterhaft, unkonzentriert? Man hätte lieber Perry Rhodan, oder gleich Super-oder Batman schicken sollen? Wer von beiden entspricht der Repräsentanz wohl mehr? Wen schicken wir denn hinauf, in bisheriger Wirklichkeit? Kann jemand, dessen Raumschiff gerade unter ihm zertrümmert wurde, nicht etwas bloß rein panisch animalisch reduziert außer Atem geraten? M u ß er das wohl nicht? Befinden wir uns sonst nicht im Kino,- statt in Wirklichkeit? Ach – Sie WOLLEN das Kino gar nicht verlassen? Mein Lieber – Sie sind voll dabei, nicht nur das Kino, sondern das Raumschiff Erde zu verlassen, worauf der -Himmel falle Ihnen auf den Kopf- Film Ihnen einen verzweifelten Hinweis versucht zu vermitteln. Wenn auch nur als, und Verzeihung, recht unbedeutender Teil der Menschheit, die dabei ist, diesen Schritt zu vollziehen.

Sie argumentieren nun wahrscheinlich damit, daß Sie nicht vorhaben, für die Nasa (oder ESA oder...) aktiv zu werden. Aber Sie sind es doch schon! S i e zahlen die Steuern, deren Creme in den stählernen Röhren und Kupfernerven und Siliziumchips und vakuumnullpunktstauglichen Akkuschraubern verbaut sich wiederfindet, die ein hochherziger Cuaron da beschwingt verCGIt. Was übrigens auch ganz schön kostet – vor allem Seelenschmalz, in derart Dimension.

Sie sind Teil der Besatzung eines Raumschiffs, das seit Hunderttausend(en) Jahren durchs All reist – vivid, immer noch. Sie nehmen das selbstverständlich hin. Gravity bietet einen Perspektiven-Wechsel. Sie können einmal, EINMAL wie hier Lubetzkis sich Ryans Raumhelm-Konvexscheibe nähernde Kamera ganz langsam durch diese durchdiffundieren und den Wechsel atemberaubend vornehmen vom Blick AUF SIE durch den Blick VON IHR,- i h r e r Perspektive, und ihren Blick, den S i e so persönlich nie erleben werden aber s i e an Ihrer Stelle h a t ,- auf die Erde, riesenhaft nah unerreichbar in der Totalen unter Ihnen. Lassen Sie diesen Perspektivenwechsel zu. Es würde Ihnen Neues bescheren. Wichtiges.

Dieser Planet Erde reist mit seiner Besatzung durch die Zeit. Und die nähert sich einer magischen Schwelle. Wir treten aus dem Horizont, am Limit unseres technischen Vermögens, ja wir haben es bereits g e t a n – diese Raumstationen sind WIRKLICHKEIT! – ! - ,- wir treten aus dem Horizont unseres Heimatplaneten und betreten den Kosmos. Das ist nicht allein ein technischer Akt. Dazu verbrennen wir ungeheure Mittel an Summen von Erträgen und Anstrengungen, wie beim Bau der Pyramiden, bei denen Pharaonen sich entscheiden konnten, wofür sie die Ersparnisse ihrer Völker und Generationenerträge einsetzten,- um einmal für die Zukunft Zinsen anlegbar zu haben. Was haben sie geschaffen? Eine gerechte Welt? Wohlstand für alle? Für jeden ein Haus, eine stabile Heimat, Zukunftsverläßlichkeit? Eine Welt ohne Krieg (denken Sie an den >russischen Satelliten<)? Aber ein die Zeiten überragendes touristisches architektonisches kulturelles Mahn-Denkmal – einen Berghaufen Maßgestein übereinander, mit einer winzigen Hohlblase drinnen, in der in einem Gehäuse >der Pharao< - nein sein geweblicher Trockendörrrest, ist das das Beste von ihm, und seiner damals lebendigen Vollzugsgemeinschaft? – durch die Zeit dem heutigen – Jetzt – entgegen- mitreiste. Ob er zusieht?

Auch wir könnten Häuser bauen – vom Geld, was diese Stationen am Rande der bewohnten Welt bedeuten, jedem Erdbewohner ein Haus, einen Job, Schulen, eine Weltregierung, die vor allem am Geld, und Verteilung der Ressourcen-Zugangsregelung scheitert,- NICHT an ihren TECHNISCHEN Möglichkeiten. Sie scheitert, wie immer, und noch weniger am Gehirn, als am CHARAKTER, und der Kompliziertheit der MENSCHLICHEN Entscheidungen. Damit können wir allmählich zum Schluß kommen.

Denn es geht um Hybris. Die Menschheit erfährt hier ein realistisches Abbild. Ein keineswegs perfekter Mensch, ausgebildet für eine Spezialaufgabe, wird als ausgewähltes Spezialexemplar auf eine Mission geschickt, die sich verselbständigt nein totalisiert und zur konfrontativen Gegenüberstellung von Menschlicher Lebensfürsorgeübernahme durch sich selbst - gegen seine bisheriges gebärliches Fürsorglichkeitssystem, dem selbsterhaltenden Lebens-Schöpfungswundergewinn Erde, inmitten eines schwarzen Nichts und wie schwarz und nichtig ahnt man hier, und damit zugleich das atemschöpferische Wunder schon allein eines Luftholens, Atembewegung, nackten Schritts zu auf einen feuchtigkeitsbenetztem Strand, unter blauem! Himmel an dem Sternenfeuer kredenzt, dem Summen von Insekten umgeben von Vogelschrei Hundebellen Säuglingsgreinen oder auch einem gefrorenen Fischleib in der Arktis oder einer bloßen Gegenwartsstimme in einem anderen wenn auch in seiner eigenen Sprachabgeschlossenheit doch mitfühlbaren Wesens. Für das alles sorgte bisher unbesichtigt eine unmerkliche >Natur< und jetzt tritt Mensch selbst ad hoc an die Stelle und behauptet: ich bin kann das. Wie war es? Hybris? "Ich kann das schon" kindlich, der rote Schuh, ich habe alles berechnet? Ich mach das mal? Ich leg nun los? Technik ist soweit? Aber ist es der Mensch? Er sagt: ich schiebe all diese Fürsorgeautomatik zur Seite und erledige das jetzt selbst. Mit Automatik kenne ich mich aus. Sorge selbst für mich wie Erwachsene : bin ich. Doch! übernehme die Verantwortung. - Der Mensch: tritt aus sich heraus und hält sich für reif geeignet, für alle Folge des Geschehens bereits außer sich nun einzutreten, und die Steuerung leichthin zu übernehmen,- siehe Matt hochherzig - bis es ans Ausklinken geht, auch das hochehrzig, ein ferner Punkt. Der Mensch enklappttriegelt die Handstütze des manuellen beidhändigen Joysticks der schwerelos schwebenden Feuer-Modul-Steuerung mit weichen Gummizentralpuffern für raffiniert konstruierte (kann denn das Sünde sein/nicht hinhaun so PLIETSCH!!-) Stabilisierungsraketen und wagt sich: ich übernehm jetzt mal das Ganze, von meinen Handlungen her. Der Mensch wird Schicksalsherr, über das, was kommt. Bis hin zu Allem. Schreibt er willens zu in Zukunft an die and : für sich mich und alles Übrige (?) sorgend und pflichteinstehend. Könnend. Meinend. Zutraulich. Beauftragt. : Selbst-Verständlich? Autark. Da steht er nun, endlich auf eigenem Gehwerkzeug, und verlängerter Gliedmaßigkeit, der Mensch. Übernimmt das Ruder, samt Rettungsfallschirm. Und sagt: ich will. Ich riskiere. Ich vermag. Ich tue. Ich vollziehe. Ich übernehme. ICH übernehme. Wie war das Wort? -...für allen Rest, von Zeitmöglichkeit, und den Raum, und das Wesen. Ob er kann können wird?-
...ein Deutscher Bundeskanzler beeinflußt mit seinen Entscheidungen das Leben von achtzig - ?- Millionen Deutschen, Menschen,- aber wievielen darüber hinaus durch das ausgreifende Geflecht der ressourcenintensiv-abhängigen deutschen Exportwirtschaft? Wieviele Leben hängen von den Entscheidungen des amerikanischen oder russischen Präsidenten oder denen des chinesischen Parteivorsitzenden ab? Was hat das mit der Nasa oder diesem Film zu tun? :

„Wir“ ruinieren gerade unseren Planeten, unser Raumschiff. Wir tun es mit technischer Effizienz – und jeder Menge Hybris. WIR Sie und Ich sind George Clooney, auf seinem spielerischen nutzlosen spaßhabenden sinnlosen Umkreisen des Raumschiffs, während Unvorhersehbares sich vorbereitet, weil „Das Unglück schläft nicht“,- so simpel. Wir könnten unsere gewonnene Zeit, des militärischen Friedens (nun ja, im Weltmaßstab), der erwirtschafteten investierbaren Erträge, der Zukunftsinvestitionen, des technologischen Vorsprungs, nutzen, um unser Haus zu bestellen – eine realistische Basis für die nächsten technikveraussichtigten Schritte zu schaffen. Wir tun es nicht. Ersparen Sie mir die Auflistung der Fehlhandlungen, die George Clooneys Umkreisen der Raumstation bedeuten. Zwei Beispiele? Verbrennen der millionenjahre gespeicherten fossilen Energievorräte für den blinden Konsumertrag von drei3vier4 Generationen /von 1000en in wenigen Jahrzehnten,- einem winzigen Zeitsplitter der menschlichen (hoffentlich auch zukünftigen und selbstverständlich persönlichen Wohlfühl-reservierten) Artendauer und erheblichen träumerisch wegverdrängten Risikokalkulationen für das fragile Atmosphärengefüge des Planeten („Treibhauseffekt“, der ein verniedlichender Kosename ist, vergleicht man die >Atmosphäre< der Venus oder des Mars von denselben unwägbar kalkulierbaren Ausgangsbasendaten wie des dritten engbenachbarten Planeten)
oder
die Verschwendung der wertvollen Zeitressource bei der Schaffung einer angemessen effektivglobalen politischen Verwaltungsstruktur,- um auch nur den HUNGER und den KRIEG – im technologischen aber nicht psychologischen Sinne überflüssige Atavismen im anthropologischen Jahre 2014 – zu bewältigen. Syrien muß nun in dieser Form wirklich nicht sein. Was hat das mit der Nasa zu tun, und Gravity?

Wenn Sie das nicht herstellen können, diese Verbindung, so wie man sie bei 2001 –Odyssee herstellen konnte ja mußte – erinnern Sie sich an den wirbelnden Knochen, den Walzertakt vor Raumesschwärze, die magisch säuselnde Stimme, den Schwarzen Monolithen, die Farben-Zeitwurmlochreise des schlohweißen Astronauten, den schwebenden Lebens-All-Gott-Fötus-? – wenn Sie all das, diese Brücken nicht begehen, diese Verbindungen nicht herstellen können, anhand der BILDER, und nicht weil irgendwelche Gummifiguren sabbeln, oder wie wild mit Armen und Beinen rumfuchteln, um irgendwelche (starken) Handlungen möglichst hochexplosiv zu begehen, um in IHNEN schwaches Reflektionsecho auszulösen,-
dann
haben Sie Gravity (noch) nicht gesehen. Es ist da drin. Lubetzki erzählt das Ihnen mit der Kamera und nicht irgendein fadenscheiniges Drehbuch. Zum Beispiel und apropos Fötus: in dessen Mutterleibs-Haltung Bullock beim endlichen Erreichen der Sojus-Atemgeborgenheit erschöpft retiriert, selbst die Nabelschnur ist vorhanden, nur das die Fruchtblase der Lebensspende (der bedrohten (Hybris))- aus Stahl-gewitter, Kunststoffen und künstlichem Konglomerat besteht. So ist Gravity ein Film fürs Auge, und den Sehnerv via dahinter verbundenen Gehirn-Erfahrungshintergrund,- und nicht für die in der Popcorntüte raschelnden Finger, die sich über die Lippen lecken. Was (sich) hier lecken muß, und soll, ist der NeoCortex. Schauen Sie nach, Sie verfügen über einen. Oben am Ende des Rückgrats. Vorne hängen Augen dran. Wenn Sie keine eigenen sich einbilden zu haben (hätten Sie zwar), nehmen Sie die von Ryan. Lubetzki und Cuaron bieten sie Ihnen an. Es ist keine Schande. Probieren Sie. Nehmen Sie einen Schluck. Matt weiß, wo die beiden den Wodka versteckt haben. Aber Sie haben es ja nicht nötig. Ihr Raumschiff reist sicher durch die Zeit. Denn ihr Kinosessel ist ihr Panzerglas. Denken Sie. Meinen Sie? Ihr Panzerglas ist aus Atmosphäre gewebt, und diese ist gerade dabei, sich aufzulösen, und bietet schöne Trümmerstreifen-Ansichten, während Ihre Zukunft in der Erdatmosphäre verglüht, derweil Sie mit Aningaaq telekommunizieren sollten, um I h r -persönliches- Haus zu bestellen, ‚DIESE STUNDE‘. Wollte ich Ihnen nur gesagt haben. Auch Sie sind Teil der technologischen Entwicklung der Menschheit, und diese bastelt gerade an Möglichkeiten, durch bloße Unachtsamkeit das Raumschiff in die Luft zu sprengen? Überraschung? Überraschung. Ok Superman - dann wollen wir mal sehen, ob, wenn es soweit ist, Sie nicht in die Flachatmung geraten wie dieses Weichei Ryan.

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craax

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lieber Monce, muß jetzt mal danke sagen :)


dannydiaz

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schön


Laurel Canyon
Laurel Canyon

craax 7.5 "Sehenswert"

Scream - Schrei!
Scream - Schrei!

craax 4.0 "Uninteressant"

Nach Pennälerhumor, Pennälersex, nun die Umwidmung von American Pie in Pennäler-Horror. Die Darstellerriege scheint allein nach Brustumfang und Oberflächeninhalt für die Bedeckungskontrastion mit Schweineblutsirup berechnet zu sein.
Die geradezu lächerliche Dämlichkeit von Motivation, Dekorum, Aktionage und Personell – scheinbar ausnahmslos einer Altersklasse gerade eben unreif künstlich der angekündigten um fünf Jahre hinterher- (bis auf den Schulrektor und 1 dickliche Hofschülerin) oder -vorhinkend (Übertragungs-„Reporterin“ /mit Lippenstift auf Alter getrimmt) – ist in ihrer Unbeholfen-wie-glaubwürdigkeit von nahezu epischem Ausmaß.
Pennälerhumor Pennälerwollesex und Pennälerhorror schal- ich sage Ihnen, und verrate nicht viel, von der unwiderstehlichen Reife und Durchschlagskraft eines in einem Kuhfladen steckenden Böllers, > Spiel-Sprengen von Kuhwaiti<. So bekleckert kommen etwa alle Teilnehmer und Verantwortlichen an dieser Chose heraus, und das ist nicht Ruhm, sondern bedauerlich. Das Ganze tut mir sehr leid. Ich schäme mich ein bißchen. Vielleicht sollte ich den Aufrechten Gang verlassen,- um mich zu konstatieren, und wieder auf Kniescheiben und Handflächen fortbeweglich veräußerlichen, aber dann kommt einer von diesen schreienden Dämlacks, pflanzt sich auf mein Hinterteil klatscht dran und grimassiert Hüah wie peinlich. Nein kommt (auch) nicht in Frage. Eine Horrorvorstellung man ist damit (wieder) konfrontiert etwas (immer stets) hilf-und ratlos. Fürchtet gleichzeitig, daß d a s jede Menge Folgen hat und zugleich, daß nicht k e i n e s w e g s die geringsten es haben+ sich je ändern wird. Denn es scheint ziemlich genau das zu sein was i s t und was ist, ist das. Nicht mehr und nicht weniger genau d a s. Und das ist, allerdings, zum Schreien Horror. Unfreiwillig.

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craax

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moin lieber Jacker - ich hoffe jetzt wirklich, das du den nicht unnötig revistest. Du hast natürlich recht ist - merkwürdigerweise aber Tasache - eine Art "Genre", und funktioniert innerhalb nach eigenartigen Gesetzen und 'Reglern ' der Regellosigkeit +Freddy Kruger weist ikonorgaphische Zähigkeit legitimierend vor wie die rockpustende Marylin oder Warhols Banane oder die Stones-rausgestreckte Zunge (nicht, wenn's nach mir ginge, geht aber nicht). Das achte ich zwar nicht, respektiere aber. Die doppelbödigen allgegenwärtigen >komischen< (soll lustig sein) "Spielereien" mit dem Genre, unübersehbar gipfelnd in der "Hinter Dir! Hinter dir!!"-Szene habe ich wohl auch gemerkt - bin aber nie Freund dieser Art flachstsiedelnden - sehr deutschwesigen auch - >Humors< oder 'Intelekts' gewesen. (Und halte das auch nicht mal ansatzweise für verstellte Gesellschafts-Kritzismen und Hinterfragungen, -sondern nur katzbuckelnde Liebedienereien und Schmeichelspecken, der Inferiorität). - Bin mir auch überaus bewußt (wenn auch überrascht), welche Genugtuung in den Punkte-Bewertungen bei mp der einfährt,- und das ich also der bin, der die Außenseiter-(nicht Pole-)Position einhält. Trotzdem: war ich von dem wahrgenommenen Unterniveau - und dem Kontrast zur Rezeption erstaunt. Manchmal - nochmal- erstaunt mich das Ausmaß meines instinktiven Fremdelns mit den ebenfalls instinktiv deduzierten (diagnostizierten) Gepflogenheiten der Welteinrichtung um mich herum. Manchmal merke ich, wie wenig Brücken zur Normalität umher für mich existieren. Ich bin oder die Welt ist anders. An einigen Punkten springt's an. Ich will das auch gar nicht (außer mir) erklären, nur (an einigen ausgesuchten Stellen wird es mir wichtig) konstatieren : da geht nichts.
Und nochmal (vorschlagsweise): bitte verschwende bloß nicht deine Zeit mit Re-visten. Sei froh wenn der/das hinter dir gelassen ist... jede Befüllt-Wegnahme von Gedächtnis-Kapazität ist damit bedauerlich und sei besser vewendet. Im Übrigen darfst du mir gerne widersprechen! sonst hätte Zustimmung keinen Wert. Ich danke dir für dein Selbst-Sein. Ick mog di' so doch so ! ) oder auch so :)


jacker

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Ich werde deine Warnung nochmal nachklingen lassen. Aktuell haben auch sicher hunderte von Filmchen höhere Priorität!
Das Gefühl, so gar nicht mit dem Sinn der Allgemeinheit übereinander zu kommen, habe ich (intereesanterweise) auch bei einem "selbstreflektierten" also neudeutsch "meta" Horrorfilm gehabt: THE CABIN IN THE WOODS. Was wurde auf den Streifen Lobeshymnen gesungen, er würde "gekonnt das ausgelutschte Genre DEkonstruieren", und Klischees genüsslich aufarbeiten (= bloßstellen). Nach dem Anschauen dachte ich mir nur: An sich eine tolle Idee, aber hinten raus kam genau der Unsinn, den der Film angeblich hinterfragt.
So ist das wohl manchmal!


Die Chroniken von Erdsee
Die Chroniken von Erdsee

craax 5.5 "Geht so"

Das Schloss im Himmel
Das Schloss im Himmel

craax 8.0 "Ausgezeichnet"

Gästebuch

craax

The Act of Killing ?IV
http://mentalfloss.com/article/24269/nuclear-quotes-crew-enola-gay

craax

The Act Of Killing

Was Sie hier, vielleicht, sehen können würden,-
was Sie vielleicht, sehen können würden,
was Sie vielleicht sehen würden-

hat eine große Ähnlichkeit mit dem, was sie,
als Sie geboren wurden, anfingen zu sehen und seitdem erleben:
und sehen, und erleben, und sich ereignet, während Sie es tun, leben und sehen,
und vielleicht darüber nachdenken, oder auch nicht,
wovon Sie lesen, wovon Sie erfahren,
was auf der Welt vorgeht, woanders (zumeist), während Sie ebenfalls da sind, zugleich,
ob Sie es bemerken oder nicht bemerken,
beachten oder nicht beachten:

auf die Weise, wie Sie bemerken, oder nicht bemerken, auf die gleiche Weise
ereignet sich der Film. Eigentlich wird er nicht gemacht, und nicht gefilmt. Er ereignet sich, wie sich das ereignet, wovon der Film – nein nicht er – wovon es spricht. Und er hat berufene Münder gefunden: denn die, die sprechen, sind die, die sonst immer schweigen. Deren eigene Stimmen niemals, bisher, kaum je, zu hören waren – und zwar nie unter fehlenden Orchestrierungs- und Regieanweisungen. Hier sprechen, einmal ganz aus sich heraus, diese Stimmen, wie im luftleeren – geschichtsinneren Raum heraus: ohne Anschuldigung (von außen), ohne Rechtfertigung. Hier sprechen Seelen aus sich: wie sie denken, fühlen, wahrnehmen – sich. Sie fangen, an, erheben ihre Stimme – und reden, sich von der Seele, aus der Hölle, sprechen mit sich. Hier wohnen Sie bei einem Dialog, den wir gerne gehört hätten, einem der wichtigsten je geführten Gespräche, der Menschheit mit und über sich, ohne Richter und ohne Ankläger. Hier lauschen Sie dem Selbstgespräch Hitlers oder Himmlers mitten in sich, ohne Beobachter, ohne Zuhörer, allein mit und in sich selbst. Hier hören Sie die Stimme Hitlers, wie er sich selbst – beruhigt? – beruhigen würde, käme er je in Situation, das Bedürfnis zu spüren, sich selbst zu erinnern und Taten in sich aufleben zu lassen, die er tat. Dieser Film ist keine geführte Anklage; er weiß, dies hat keinen Zweck: einzuteilen, in DIE und SICH. Er weiß, das es keinen Sinn macht, diese Männer von uns aus zu verurteilen; er weiß, daß, täte er’s, für jeden einzelnen bekannten Verurteilten zehn-, hundert andere aufträten (und treten werden), die genau dasselbe täten und dazu in der Lage wären,- ohne auch nur von diesen zu wissen oder je zu erfahren. Er will nicht, von außen, anklagen, rächen: er will nicht schreien,- anschreien. Er schafft Ungeheuerliches: er filmt, wie diese Männer sich mit sich selbst, und das nicht untereinander, unterhalten. Er filmt, eigentlich, das Gespräch, vor allem eines oder zweier unter diesen, mit sich alleine. Man spürt, neben der Kumpanei, der Kumpelei, dem Klammern an ihre Verbundenheit in Taten als letztem Halt, das unendliche Verloren- und Verlassen-Alleinsein dieser Männer, allein mit sich und den Geistern ihrer Taten, die sie begleiten. Was dieser Film filmt, ist:

das Gewissen, und sein Nagen, an verbotenen, verbarrikadierten Schlössern und Poren, durch deren jeder, verzweifelt verstopften Ritzen, der Gestank von tausenden verwesten Leichen, nur wenige Zentimeter Raumes von ihnen getrennt, zu ihnen, zu Anwar, diesem Anwar Congo,- der in diesen verschlossenen Raum ohne Fluchttür und Fenster, ohne Raum zu atmen, nur von Mauern umschlossen,- dringend eingesperrt ist. Man spürt, wie er jede neue Pforte und Ritze des Gestanks, der zu ihm gelangen sucht, nachspürt- und- kratzt und mit Tüchern, der Kleidung seines Leibes zerrissen, verstopft,- ohne das es ihm gelingt. Man spürt, wie Gewissen versucht die Stimme zu erheben, und wie
VÖLLIG UNMÖGLICH es ist, einem schwachen (und sei er auch noch so dumm, und unendlich fühl- und skrupellos und unbedarft, ja zurückgeblieben wie diese fühl- und merklosen, ja dämlichen Mörder, die sich allesamt für sonders talentiert halten („Sieger“-)),- wie völlig unmöglich dieser Stimme, des Gewissens, wäre, zu ihnen durchzudringen, ohne zu ZERSTÖREN: die schwachen seelkörperischen Behältnisse solcher untragbaren Schuld. Würden diese unseligen Gestalten je diesen Geruch, von Blut und Schande, eines Ozeans, an dessen Grund sie kriechen, ohne zu leben, zulassen wahrzunehmen,- sie würden, das spürt man jeder Faser, verrückt, - ihre leibesvermöglichen Gefäße des Wissens der Erinnerung des Seins würden zerspringen. Sie haben keine Alternative als die des Leugnens. Sie sind verurteilt die Wahrheit, ihrer ungeheuren Abartigkeit, zu spüren, - ohne sich ihrer erwehren zu können. Würde auch nur eine Ritze ihrer Deckung spröde und undicht: sie müßten vergehen. Das ist Ungeheuerlichkeit: lebenden Monstern, in menschlicher Larve, beim sich Winden und Zischen wie ein Reptil, zu beobachten, und ihre Qual wahrzunehmen: du siehst, wie ihre Deckung, an immer neuen Stellen, zerkocht und spröde geworden, Risse bekommt und Geisterhände durchdringen, verwesender Gestank und Knochen, von abtropfenden Fleischresten bedeckt, die nach ihnen greifen: in ihr Inneres hinein, von Verdammnis, der nie, NIE wieder, auch in nächsten Leben nicht, zu entkommen wäre; Schuld, die nicht aufzulösen ist, indem man wartet : indem sie sich selbst auflöse und an Kraft verlöre. Man spürt das Anwachsen dieser Schuld: mit jedem ungesühnten Tag.

Man spürt, wie verzweifelt, und hoffnungslos, dieses Verkrampfen in nicht eingestandener Schuld wächst und wächst, und jede Regung, einer taub, in Schönheit unwahrnehmbar gewordenen Welt erstickt. Man sieht diese Männer, wie sie ihr Dasein zu genießen scheinen: und wie diese, vor sich selbst errichtete Fassade, Brüche und Risse bekommt. Studieren Sie diesen Film gut: und Sie werden, lange bevor, in der kulminierenden, und zu Recht ans Ende dieses Dokuments plazierten Szene, auf der Dachterrasse des „Büros“, des „Tatorts“, spüren, was dem Film aus jeder Einstellung, jedem Bild auf- und ausschreit: pure, abgrundtiefe Verzweiflung und mangelnde Vergebung, und massive, unaushaltbare, unentrinnbare Anklage: nicht eines Staatsanwaltes, sondern eines unmöglich zum Schweigen zu bringenden Gewissens. Dieses Dokument ist gefilmtes Gewissen; und zwar – „schlechtes“, grauenhaftes – ist ein viel zu geringes Wort.

Bei einem Film, über den man sowieso nicht reden – und Worte sich entbinden – lassen kann.

Man braucht diese letzte Szene nicht zu sequenzieren. Es ist ein Wunder, das dieser Kamera gestattet war, solche einmalige Szene aufzunehmen, die nicht planbar- wäre, die nicht darstellbar wäre, die nur – sich ereignen kann, wie Wahrheit sich ereignet. Wie Anwar, um Fassung – seinen einzigen Schutz, ringend – die Fassade aufrecht erhält und immer wieder, von Krämpfen und würgendem, sinnlosen Erbrechen, +über sich selbst, sein Inneres aus dem Leibe kotzen mögend,- sich müht, in die Flucht dieser aufrecht erhaltenen, krampfhaften Fassade zurückzuweichen und Schutz zu finden – vor den Dämonen seiner selbst, vor dem Dämon, der er sich selbst ist. Es ist, als wäre ein Gespräch Himmlers oder Mengeles oder Eichmanns innerhalb ihrer aufgenommen – und es ist gut, das dieser Krieg vierzig Jahre vorbei war und Zeit hatte, zu reifen, was er ausbrüten mochte, denn zumeist – wie auch im Falle der Letztgenannten, wird jeder Versuch der Menschheit, sich ihrer Dämonen bewußt zu werden, vorzeitig abgebrochen und ausgesetzt unschädlich unverständlich gemacht – indem ihre Körper nicht ihre Bedeutung ex-trahiert-ausgezogen, abgestoßen, zugewiesen und fingergezeigt- ver-äußerlicht + ihrer sich, als solcher „von anderen“ – entledigt wird,- und Rache ihren Triumph in Vernichtung findet. Hier hatte das ‚Böse‘ Zeit zu reifen, und ganz sein Aroma zu verwirklichen und in sich aufzunehmen: und sich ganz zu schmecken. Es ist ungesühntes Böses, das göttlichem statt menschlichen Richter zur Sühne fiel: man hätte das Ganze mit etwas Gegenterror schnell aus dem Erinnern, und der Geschichte, schaffen können; ein geringer, zusätzlicher Völkermord – Holocaust – unter weiteren,- und erledigt. Er wurde es nicht. Dies Böse hatte Zeit, und Gelegenheit, zu überleben, aus dem Ei zu schlüpfen, und ganz unbehelligt seine Gestalt unter Menschen ein- und anzunehmen. Es will uns etwas sagen : nur deswegen erhebt es, immer wieder unablässig von uns – zu spät, NACHDEM es tat was es tat, gehindert, auszusprechen, was es uns sagen will, nach verrichteter Arbeit: es ist, wie einem Handwerker die Auszahlung vorzuenthalten-, ein Imperium, eine Zitadelle des Bösen zu errichten, mit zahlreicher Mühe, um dann, wenn es an die Vergeltung geht, verschollen zu gehen, -er verschwunden am Vorabend der Verwertung sein Ränzel wo, zu Nichts geronnen bei nächster Gelegenheit, unbeglichener Baustelle, aufschemt. HIER NICHT: hier nimmt, fixiert, beobachtet, das Böse, das unendlich Verkommene, mächtig unbeschreiblich unfaßbare BÖSE, seinen ihn von einer Existenz zugedachten LOHN vor Augen möglich in Empfang: und wenn es Sie beruhigt: das scheinbare Entkommen und die scheinbare Unvergeltung unmenschlich ruchloser Taten Ereignisse und Handlungen: sie werden, NICHT, in diesem Film gezeigt. Hier wird nicht demonstriert, wie jemand e n t k o m m t : hier wird gezeigt, wie jemand verfolgt und eingeholt wird. Hier wird Sühne gezeigt: nicht vor einem menschlichen Richter, einer Gesellschaft,- sondern viel schlimmer: vor dem schlimmsten, unbestechlichsten, unduldsamsten, grausamsten, gerechtesten Richter von allen: unser selbst, unserer Taten-Folgen, für uns selbst. Dieser Film, ja es ist so, es gelingt ihm, schafft, die Vollziehung göttlicher Gerechtigkeit vor Augen zu führen: wenn die Täter unbehelligt im offenen Automobil durch die Schand-Straßen ihrer Taten promenieren. Wenn Sie schaffen, den Anblick von Tätern – vor Ihrem inneren Auge – auszuhalten, dem Schildern ihrer Taten: werden Sie mit Ungeheuerlichem belohnt, für die Maßgabe Ihrer Schmerzen: Sie werden Zeuge (und erzittern) wie Gott straft, auch wenn menschliche Gerechtigkeit nicht vermag (sie vermag es nie, adäquat: denn der Mensch verurteilt nur einen festmachenden Körpergrund einer Wesensfreiheit, der Vergessen in Vergehen vielleicht Segen wäre. Hier wird gezeigt, die Kamera vermag das, Ungeheuerliches: wie Gott straft: im Menschen, der sich seiner bewußt wird, dessen, was er war, ist und wurde – und wie unentrinnbar das, weigert er sich zu erinnern, und zu bereuen, ist. Dieser Film zeigt das Herzinnere, der Sühne, in Abwesenheit von Herz, von jeder Regung, in Fühllosigkeit. Dieser Film ist personifizierte Härte. Dieser Film ist Flügelschlag-Rauschen der Erinnyen. Dieser Film ist ein Rachefeldzug, ein Vollstrecken göttlicher Rache: am Täter, der sich nicht erinnern kann, und nichts bereut. Dieser Film ist göttliche Strafe. Dieser Film : ist Atem Gottes, im Verweigern, und zeigt, was dem Bösen und mit ihm geschieht. Dieser Film hält den Atem an. Dieser Film raubt ihn. Dieser Film ist unzeigbar, unfilmbar, unherstellbar. Dieser Film hat Unmögliches möglich gemacht: er hat stillgehalten, wo Stillhalten unmöglich ist. Keine Ahnung oder Vorstellung, wie Joshua Oppenheimer es möglich war, die Entstehung dieses Beobachtungsmaterials , im Angesicht, auf Duz-Freundschafts-Odemnähe des Bösen, - auszuhalten; denn wes ganz anderen Geistes Kind er ist, ist klar. Keine Ahnung oder Vorstellung, wie möglich war, diesen Film – zu filmen, sich ereignen,- entstehen,- geschehen zu lassen. Dieser Film ist –
ein Dokument, wie in der ganzen bisherigen Menschheitsgeschichte kein anderes vorhanden.
Schwer auszuhalten; und doch. Es zeigt Rache, mächtig, vollzogen,- nicht Anklage, ohnmächtig, unvollzogen.

Wenn Sie dieses spüren können,
können Sie diesen Film aushalten. Es ist drin. Seien Sie beruhigt: es ist darin. Ich habe es gesehen. Aber Sie müssen schaffen: die letzten Szenen zu erreichen,- zu erleben. Dann werden Sie erlöst. Versprochen.

Dazu mag ein Leben nötig sein. Aber wenn es Sie nicht gibt, während es Dieses gibt: ist ein Leben, ist Ihr Leben, nicht wert, gelebt zu werden. Wenn es DIES gibt: werden Sie es auch erleben müssen. Danach, erst dann: fängt das, was Ihr lebenswertes Leben sein könnte, an: wenn es dieses gibt. Versuchen Sie es zu vergessen, zu tun als ob: werden Sie keines haben.
Glauben Sie mir: das wahre Leben liegt jenseits heute dieses Films.

..

III.
Diesem Zeugnis wird sehr schnell ein Ruf vorauseilen.
Sie werden Angst bekommen. Sie werden sich fragen, ob es gut -, ob es auszuhalten ist, für Sie, sich diesen Film anzuschauen.

Er ist sehr leicht anzuschauen. Er ist unspektakulär. Es wird gelassen erzählt, keine Illusionierung von Gewalt, nur Gestalten berichten. Stadtbilder, Enkel, Gänse, und Physiognomien, die sich darstellen; spreizen; leiden.

Dieser Anblick ist sehr wohl zu ertragen.
Was nicht zu ertragen wäre, ist, diesen Film, hinterher, wenn er in die Tiefen dringt- einsickert, in den Folgen auszuhalten – wenn, und im Maße, wie Ihnen beliebt zu entscheiden. Tun Sie es: werden sie ihn nie mehr, ab da, vergessen. Sie werden mit ihm leben, und es können. Es gibt dann: ein Davor und Danach. Anwar Congo könnte, womöglich, als Warnung, nicht Bedrohung, Sie durch Ihr Leben begleiten. Sie werden ihn und seine Spießgesellen, dieses äußerste Ausmaß ein Stumpfsinn, Ekel, und Dumpfheit, Niedertracht und sadistischer Grausamkeit, dieses zu sieghafter Legitimität gelangte unbegabte, kleinkarierte, Idiotisch-Unterbelichtete, das sich in seiner Unfähigkeit suhlt, brüstet, wälzt, + seine durchdrungene beschmutzte Schwärze herzeigt wie eine Auszeichnung, ein Kainsmal wie ein Orden,- nicht wieder los. Sie werden von da mit ihnen leben lernen und als Inventar ihres Lebens betrachten.

Es ist gut, wenn Sie das tun. Aus einem Grund: es i s t so. Es g i b t Sie, und das was die taten, und andere tun; und weitere tun werden. Es ist wichtig: weil die Verhältnisse, die zu ändern,- s o sind. Es ist unfaßbar: aber es ist so. Und Ruhe wird nicht einkehren.

Es wird gut sein, dieses Ereignis zu begreifen, denn es ist w a h r und hilft Ihnen, die Wahrheit, einen heute wichtigsten Teil davon, zu begreifen. Es ist schlecht, ohne oder mit einem verschwiegenen wichtigen Teil der Wahrheit zu leben : wie es ist,- immer noch: erst beginnt zu tun.

Sie werden, vielleicht, Angst vor diesem Film, „vor“ dem Film, bekommen. Sie brauchen es nicht.
Was Ihnen geboten wird, ist „unspektakulär“ – scheinbar. Nur ein paar – Mörder, Massenmörder, die erzählen. Denen niemand einen Vorwurf macht. Außer dem, was sie SIND, nicht einmal taten.

Sie mögen vor dem Ungerächten Angst haben; vor dem Sieg dessen, was Sie fürchten. Das werden Sie nicht sehen. Das wäre nicht auszuhalten.

Im Gegenteil: was Sie sehen werden, ist:
Einen Film, den Sie nie vergessen werden, weil
das was nicht sein darf, gezeigt wird, in dem Scheitern des Versuchs, es zu tun, & gelingen zu lassen, allen äußeren Siegesgebärdens zum Trotz : Nicht-Gelingen.
Es wird gezeigt, und erwiesen, und fühlbar gemacht, der Siegeszug „göttlicher“ empathischer Rache und Gerechtigkeit.
Es wird hergezeigt und vorgewiesen, von ihnen selbst, das unendliche Scheitern dieser Grauenhaftigkeit, in Menschengestalt.
Es wird gezeigt der Sieg des Besseren, Wahren, Guten, und das schrecklich anzusehende, zu fühlend warum- Scheitern des Bösen. Es wird gezeigt, wie ein Mensch viel zu schwach ist für das Gefäß des Bösen. Es wird gezeigt, wie dieses Gefäß zerfressen wird vom viel zu gefährlichen, unfaßbaren Inhalt gefährlicher Säure und Zersetzung, die in es gegossen ward. Was Sie sehen, ist das Scheitern des Bösen, und das Fühlen der Gründe, warum. Kein abschreckenderes Beispiel ward je gesehen: der göttlichen Strafe auf Mord; nicht erst in ‚einer‘ Hölle; die Hölle ist unendlich hier; Hölle auf Erden, hier und jetzt und immer. Sie werfen einen Blick in den Abgrund: der unentrinnbaren, unauflösbaren, SCHULD,- ihrer Schrecklichkeit, ihres Schreckens, ihrer Strafe. Sie brauchen keine Angst vor dem Film zu haben. Sie könnten gewarnt werden; vor den Folgen Ihrer Taten.

Was Sie hier fürchten lernten, vielleicht, ist nicht Anblick der ungestraften ungesühnten Ungerechtigkeit in Vergangenheit, oder Gegenwart; sondern
Ihre eigene Strafmündigkeit, in Zukunft, sollten Sie es wagen, sich zu versteigen.
Dieses Dokument hilft zu begreifen, warum das Sittengesetz, zuvor, behauptet und besteht – „Du sollst nicht töten“,- in jeder Religion, jeder Gemeinschaft, jeder Gesellschaft.
Es demonstriert die Strafe, der Furchtbarkeit, die auf ein Übertreten dieses Gebotes ausgesetzt, des Nicht-Tötens, ausgesetzt ist.

Dieser Film ist, wahrlich, das ist er, ein göttliches Gebot, einer Warnung, vor einer Grenze, zuvor. Er hilft Ihnen, diese Grenze zu erkennen, und zu begreifen. Überschreiten Sie diese Grenze nicht, unbedacht.
Dieser Film könnte Ihnen helfen. Er ist, in Eindringlichkeit, ein Akt der Warnung, rechtzeitig. Wenn es, wie leicht, kein Rechtzeitig mehr geben könnte – falls Sie zulassen, zu ignorieren. Dieser Film hilft: ihre Reinheit, so Sie denn noch welche hätten, zu bewahren. Dieser Film ist ein Vater, ein echter: der Sie vor Schlimmen und Schlimmeren bewahrt,- wenn Sie sein Flehen hören, erhören und beachten. Dieses Erleben kann Sie vor dem Abgrund bewahren,- nicht hineinstoßen. Hineinstoßen täten vielleicht Sie sich: wenn Sie am Abgrund wandeln, ohne ihn zu wissen. Danach, nach Kenntnisnahme dessen, was in diesem Zeugnis steht, gibt es keine Ahnungslosigkeit mehr: danach gibt es ihn, und sein Wissen wo, und wie. Es ist nützlich, nicht schrecklich, das zu erfahren. Irgendwann, wenn es rechtzeitig war, werden Sie froh sein, gewarnt worden, und bewahrt, vielleicht, zu sein, vor etwas, was niemand niemals – passieren darf und sollte. Nicht sein, nicht geschehen darf. Nicht Ihnen. Dabei hilft er: Bewahrung, nicht Verdammnis.
Vermiedene Verdammnis: heißt bedeutet Erlösung. Dieses Glas ist nicht halbleer, es ist halbvoll. Sie sollten es füllen, indem Sie es leeren, und leeren, indem Sie es füllen.

craax

Amazonen, hieß es, schnitten sich die Brust ab, um besser den Bogen spannen-, der zurückschnellenden Sehne kein Hindernis bieten zu können. Es handelte sich pragmatisch auch nur um die rechte Brust. Es war nicht etwa ein gegen Sexualität an sich gerichteter Akt.
Auch Amazonen wollen nicht aussterben. Jedenfalls nicht auf solche Weise.

Es war ein Akt (er ist ja nicht geschichtlich), der zur Steigerung der unbedingten Kampffähigkeit die Selbstverstümmelung in Kauf nahm.

Allerdings: solch letzteres Kind-mit-dem-Bade-Verhalten ist jawohl geschichtsnotorisch.
So wäre keine Fama: um uns herum fallen täglich gesäbelte Brüste. Die Amazone lebt. Man faßt es kaum. Niemand ahnt es und doch ist es so. Es wird Zeit, daß wir den Geheimbund der Lebenden Amazonen endlich entdecken und aushebeln und uns bekannt machen, mit ihnen. Wenn auch nicht unbedingt, um Sex zu haben (das klappt eh nicht,- in dem Sinne der Ihnen vorträumt; mit dem Sex vielleicht wohl, denn auch heute wie niemals will nicht ausgekindert sein; mit der Romantik jedoch,- die Ihnen vorschwebt eventuell,- nicht sicher : sicher nicht.

Der Geheimbund, stoisch, grausam, selbstverachtend, schweigsam, ertragend, unmenschlich, hinnehmend, besteht. Unsere kuschelige Welt ist Illusion. Sie sind zahlenmäßig gering aber sie sind kampflüstern. Sie brennen darauf. Sie dominieren uns. Wir ahnen es nicht: sie bereiten sich.

Es wird Zeit, das wir uns vorstellen, wie es wäre-, wozu man fähig sein muß, wenn man es fertigbringt, sich für das Geringe, einen Bogen treffsicher besser zu spannen,- tatsächlich die Brust (selbst) amputiert. Natürlich ohne Narkose: einstmals. (Wie es heute gehalten ist, weiß ich nicht). Vermutlich aus rituellen Gründen (so etwas manifestiert fix) immer noch derart: stellen Sie sich vor, das Blut, den Dreck, das Beißholz, das (vermutlich) Lautlose, Unterdrückte, Grimme, das rotabtropfende Eisen, den Boden, den durchschimmernden Rippenkorb, die Mullbinden, die zusammengestrafft (von anderen) verzogen vernähte Haut, das Narbengewebe einstmals, den unerlaubten Schrei eben noch Stöhnen, das „gelassene“? Ertragen, die zerpreßten Lippenschlitze. Den erlöschenden Augenglanz. Die fortgeworfene, vielleicht verbrannte gelöste, sinnlose, erschlaffte Brust, ein Handklumpen Ekel. Wie eine Klitoris-Beschneidung, an jungen Mädchen, Kindern noch, mit Feuersteinklingen (haben chirurgische Schärfe, fürs vorbeugende Patriarchat). Stellen Sie, - Sie wollen nicht?- - sich die
unglaubliche Härte
vor. Können Sie das? Kann man das? Kann das irgendjemand, der >normal< „modern verweichlicht“ lebt? Leben solche Menschen?

Spricht etwas dafür, daß es diesen Geheimbund gibt?
Nichts. Außer, das wir, oft, mitunter täglich,
in den Nachrichten aus aller Welt Bezeugtes finden, von aufgefundenem, vorgefallenem Spurengewebe,
das, wenn nicht alles täuscht (das soll es)
am ehesten – plausibel– wenn man sich nicht täuschen lassen unbedingt will –

als organisches Restmaterial abgeschnittener, zur Lebensspende gedachter
geopferter Brüste – erkennen wir sie?-
zu deuten ist – vorgefunden, vorfindbar, sich findet : d a ist. Sich finden wird.

Und damit eine Spur der Härte, die es wohl gibt : wir glauben es kaum.
Ist es so, wird es Zeit sich einzugestehen : Wir dürfen nicht länger hinausschieben. Wir müssen unseren Kokon verlassen. Wir müssen Kontakt aufnehmen.
Und bereit sein, uns zu verändern; vielleicht sogar-, verändern zu lassen.

Damit auch von uns etwas in dieser neuen Daseinsform noch zu finden sein wird. Bevor es siegt.
Und wer zweifelt, fiele es, wenn es bereit ist, über uns her, es so sein und enden würde? Diese Härte? Gegen unsere Weichheit?
-Berühren wir sie: damit, wenn uns daran liegt, ein wenig von dieser Geschmeidigkeit, dieser Nachgiebigkeit, die Härte aufweichen möchte -–wenn auch sie, entdeckt, und noch nicht bereit, es zulassen muß, in Handberührung. Und vielleicht entdeckt, die übrige Brust, zärtlich berührt, das es mehr – und anderes gibt – als Härte nur und ganz allein.

jp@movies

Das mit dem "Auschwitz-Gedicht" möchte ich kurz gerade rücken - Das "Gedicht" steht ja nur stellvertretend für alle von Menschen geschaffenen Kultur, die diese Katastrophe am Ende nicht zu verhindern in der Lage war; es ist der Ruf und die Sehnsucht nach einer neuen, anderen Kultur, die leistet, was Gedichten nicht gelungen ist. Für unsere heutigen Ohren etwas unglücklich formuliert :)

ACT OF KILLING habe ich mir aus der Mediathek herunter geladen, aber noch nicht gesehen, was noch dauern wird. Aber er scheint dich auf dem richtigen Fuß erwischt zu haben, und ich mag diesen Satz sehr: "Man muß dazu übrigens nicht unbedingt d i esen ‚Film‘ gucken." Anderes zulassen - das ist doch fast schon alles, mehr darf man gar nicht erwarten.

craax

The Act of Killing

Durch das Nadelöhr der Kenntnisnahme dessen, was den Inhalt dieses ‚Film‘ ausmacht, muß, wenn es eine gibt, menschliche Zukunft. Und zwar in jedem Einzelnen. Und zwar wird es, ohne, niemals bis dahin, und vielleicht auch sonst nicht, eine geben. Kommt drauf an, wieviele sich wielange weigern. Man muß dazu übrigens nicht unbedingt d i esen ‚Film‘ gucken. Es geht auch anders. Aber es ist ungeheuer dränglich: beim Nicht-Weggucken-lernen.

„Nach Auschwitz ist kein Gedicht mehr möglich“
doch : wenn es gelänge (wir sind weit davon), Auschwitz nicht Vergangenheit,- sondern unmögliche Zukunft werden zu lassen : durch Begreifen, und Verhindern. Wir sind weit davon. Von beidem.

Wir genießen eine Zeit, die Auschwitz nicht enthält. –Eben-.
Und es stimmt nicht mal.

: bis jeder Lebende das Nadelöhr dessen, was diesen ‚Film‘ ausmacht, passiert hat-

--
Die Menschheit – „“- hat ihre Unschuld verloren. Früher war es möglich, solchem persönlichen Kenntnisnahme-Zwang zu entkommen und vorbeizuleben; es gab nicht notwendig Erfahrung, keine Bücher, keine Photographie, keine Medien, keine Kultur, kein Hörensagen, kein Außer-Europa oder Außer-Asien oder Außer-Heute - vor nicht einmal zweihundert, vor nicht einmal hundert Jahren. Ziemlich genau seitdem : mehr und mehr.
Heute ist es d a : das genügt.
Und niemand habe nicht gewußt : ist ein Urteil, das Sie sich selbst /nicht/ unterzeichnen, doch gültig – und vollstreckt werden wird.

craax

D i e P a n z e r k n a c k e r b a n d e hat den Staat geklaut
und sich unter den Nagel gerissen – nachdem sie das Projekt mit Onkel Dagoberts Geldvorrat für „beendet“ („Mission accomplished“) erklärt hatte. Der Staat gehört, nein i s t , jetzt eine/r Privatinitiative. Der Staat geht uns zwar alle an, aber kommen – und ankommen, tut er nur in eine Richtung, auch wenn alle /gern, begeistert, überzeugt?/ mit-gehen und/oder (ungern’er) mit-müssen. Das Ziel liegt nicht etwa irgendwo draussen, in freier Natur, sondern da, wohin die Knacker-Bande ihr ganzes Dasein lang immer nur einzig gewohnt war hinzustreben so auch jetzt, -wowie ihre Mission +Berufung, ihr Talent, ihr Sehnen, ihre einzige Konzentration und Kontemplation, ihr Fokus und Gewöhnung worauf immer zielte und hinorientiert war – in den VorratsBUNKER &das unbefugt verfügbar gestattete Innere jenes „uneinnehmbaren“ tierisch gesicherten Gebäudes – ein Bauwerk, ja, zuletzt doch von Menschenhand. (Im Mythos der einstmals zurückschauenden Legende wird es sich zu ‚von Götter-„Schicksals“hand errichtet &nur erdacht-können-worden-sein‘ wandeln). Von d o r t , aus i h m, dem endlichen Zielort ihres Strebens re(a)gieren sie nun – und wo ist bloß Dagobert geblieben (krallte ihn nach soviel‘ Jahr doch Altersschwäche sich? wurde er gar beseitigt?), -und WAS wurde aus seinem herzensgut cholerischen Neffen? -und den drei einstmals so pfiffigen Groß-Nifflein, die mittlerweile /längst/erwachsen sein dürften /müssten? Was aus GustavGans wurde kann ich Ihnen sagen – GuntherSachs ϯ. Und Daniel Düsentrieb schraubt immer noch, immer besessener. Und Mickey Mouse, mit jenen doch auch bekannt und familiar, in Entenhausen, deren detektivischer Spürsinn aber und Abenteuerlust immer war und ist von anderen Ereignissen genugsam involviert & absorbiert?- Moment, ich glaube – gerade hat sie gemerkt, dass sie gebraucht wird – auf jeden Fall dringend, endlich, WÜRDE, -einer, -der-, ernsthaft angemessenen und einzig bedrohlichen Art Sache gemäß-

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Einen einzigen gravierenden Unterschied gibt es: die Panzerknackerband‘ler im Roman wissen, das sie die Panzerknacker sind – die in Wirklichkeit nicht. Genaugenommen wissen sie gar nicht, wer sie in Wirklichkeit sind, wie und für was sie funktionieren, was sie bewirken und fürs Äußere in ihren Konsequenzen bedeuten. Sie wissen gar nichts, außerhalb des Inneren und der Bezüge und Belange des Bunkers. Sie sind wie Panzerknacker, deren Identität gelöscht wurde, indem man ihnen wie Simson sein Haar, ihre Masken im Schlaf entfernt hat, deren uralte Abdrücke ihrer Haut jedoch immer noch erinnerlich und spürbar eingedrückt ist. Ihre Masken fehlen, ihnen, als einziges noch. Die waren im Tausch, und die waren sie; ihr wahrheits- und wesensgemäßester Ausdruck wohl. Nun stimmt etwas nicht, und sie kommen nicht drauf, was.
Solange, wie sie das, unbehaglich, ahnen, halten sie sich, obwohl irgendwie dabei, ganz insgeheim, unwohl, - für b e d e u t e n d – ersatzweise – denn jedes Wesen braucht – und hat- seinen Wert.


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