Mimuschka

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Mimuschka aus Marburg ist 34 Jahre alt. Mimuschka hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 3069 Filme bewertet und legendäre 263 Kommentare geschrieben. ich bewerte hier nur filme die ich ab 2010 gesehen habe, da erinnerungen oft trügen. weiterhin hab ich eine schwäche für b-movies, horror und trash, sowie experimentelles, surreales, provokatives und abseitiges, und neuerdings auch das sogenannte "weltkino", welches mich mit andersartigen erzählmustern lockt. aber eigentlich wird kein genre von mir verschmäht, überall gibt es was zu entdecken oder zu hassen | nicht leiden kann ich: synchronisation, geschlechter-stereotype & als kritik getarnte antiamerikanische ressentiments -:||||:- noch ein anliegen: da mein dashboard aufgrund zunehmender freundschaften mittlerweile ziemlich unübersichtlich wird, würde ich gerne nur noch anfragen von leuten annehmen, die mir vorher etwas persönliches gepostet/geschrieben haben und hier auch einigermaßen aktiv sind oder etwas interessantes zu sagen haben :-) Mehr


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AmeliaPond

Du fällst mir hier immer positiv auf und ich finde immer Kommentare von dir bei sehr unbekannten Filmen,ich würde dich gerne auf meinem Dashboard haben,wenns möglich ist. :)

schokone

Last Slumber Party nur 2 Punkte? Ich weiß aber auch selbst nicht, wie ich auf 4 Punkte komme :D

vannorden

Die einfache Antwort wäre, dass er mir rein gar nicht gefallen hat, aber das ist ja nicht hilfreich ... und auch als Einziges aus der Note zu erkennen. LETZTES JAHR IN MARIENBAD verehre ich. LA JALOUSIE ist einer meiner absoluten Lieblingsromane. Also am Werk Robbe-Grillet scheint es ja nicht kategorsich zu liegen. Viel mehr empfinde ich einen ähnlichen Unterschied, wie ich ihn hier (http://www.the-gaffer.de/blog/2011/01/30/ein-andalusischer-hund-1929-das-goldene-zeitalter-1930-rezension-kritik-analyse/) zwischen UN CHIEN ANDALOU und L'ÂGE D'OR versuchte zu beschreiben. Es ist sehr vage und wohl auch sehr subjektiv, aber ich würde den Unterschied Dringlichkeit nennen. Bei LETZTES JAHR IN MARIENBAD fühle ich mich angesprochen, da versucht mir jemand was zu sagen, bei EDEN UND DANACH habe ich nur das Gefühl Taschenspielertricks zu sehen, die sicherlich spannend durchdacht werden können, aber wo ich absolut keine Lust beim Erzählen fühle. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass Robbe-Grillet einen Schmuddelfilm im Kopf hatte ... oder im Gedärm ;) , er ihn sich aber verwehrte und bierernst Bedeutsamkeit und Anspruch suchte. Wo doch der Anspruch schon von alleine gekommen wäre, wenn er sich mal seinen ganzen misogynen Phantasien hingegeben hätte ... ohne sie hinter abstrakten Gesten von Bedeutsamkeit und Anstand zu verbergen. Die ganzen Spielerreien um Theater und Schauspiel, die Wiederholungen, welche grob die erste Hälfte zum Schauspiel machen und die zweite Hälfte zum Erzählen des Geschauspielten, dass fand ich alles lahm, lasch und uninteressiert. Halt ohne das ich Dringlichkeit gespürt hätte. Alles so lustlos und sich selbst reinigend. Ich weiß nicht ob das klar wird. Jedenfalls spüre ich es sehr deutlich und das lässt meine Lust gegenüber dem Film gen Null sinken ... auch und vor allem beim schauen. (Und selbst wenn Robbe-Grillet mit seinem ganzen Herzen dabei war, bei mir kommt das nicht an.)
Zudem ... und vll liegt da auch ein großes Problem, was die Ablehnung nur noch subjektiver macht ... sah der Film aus wie eine Hochglanzversion eines Godardfilm aus der zweiten Hälfte des 60er aussieht. Was auch an der Farbbeschränkung liegen kann, die du erwähnst und auch bei Godard zu der Zeit zu finden ist. Und da wo Godard sich eben bewußt immer mehr die coutardschen Schönheit verweigert und spröder wird ... oder eben das Ganze (Bild und Inhalt) bricht und mit (mitunter garstigen) Witz behandelt, da spüre ich bei EDEN UND DANACH nur bierernstes Wollen, aber nichtmal ein interessantes Scheitern ... nur Hochglanzleere, die mich an Filme voll Leidenschaft (Godards) erinnert.
Aber ich habe LA JALOUSIE fünfmal angefangen zu lesen und die ersten vier Mal habe ich aufgehört ... nach einem Absatz bis 3 Seiten. Ich fand die genauen Beschreibungen so jämmerlich und öde, bis ich weiterlas und erkannte, dass sich hier der Erzähler in seinen Erinnerungen herausnehmen möchte. Die Objektivität und Leere gerade eine leidenschaftlich beschriebene Selbst- und damit einhergehende Schuldleugnung war ... sein konnte ;) Jedenfalls war diese Öde plötzlich ein Rausch, ein Labyrinth, ein Gedächtnis, das sucht. Und vll werde ich EDEN UND DANACH auch irgendwann sehen und Tolles erkennen, so bleibe ich aber erstmal fast ohne Hoffnung und sehr enttäuscht.

exNegativo

Coole Listen. Thx 4 dät.
Anti-antiamerikanische Grüße :)

Big_Kahuna

Hallöle Mimuschka,

da ich gesehen hab, dass du mit meiner geschätzten Bubo und Filmcritic Jacko in regem Kontakt stehst und hier aktiv diskutierst, schick ich dir mal eine Anfrage, um deinen Diskussionsradius noch etwas weiter auszudehnen (hoffentlich).
Interessante Lieblingsfilmliste, die ich recht ungewöhnlich finde.

LG Kahuna

DerDude_

Ich könnte mich über seinen ersten und über den AUßERFRIESISCHEN auch heute noch schlapp lachen. Alleine schon wegen solcher Szenen https://www.youtube.com/watch?v=qx9HEn8aq1c
Diese Filme sind liebenswert und wissen im Grunde das sie kompletter Schwachsinn sind. Außerdem drückt Otto seinem Publikum keine ekelhaft biederen Messages wie die Herrn Schweig(höfer) auf. Nach dem LIEBESFILM leider hat er es leider übertrieben und wenn man sich seine 7 ZWERGE Filme und OTTOS ELEVEN ansieht will man nur noch heulen. Aber die alten Filme liebe ich trotzdem.
viele grüße
Dude

S.Bendix

Ja, ich war in der Tat der mit der Geheimtipp-Liste, die allerdings habe ich gelöscht, weil sie mir zu .. unübersichtlich und ziellos wurde. Werde mich aber in absehbarer Zeit an eine ähnliche Liste wagen, die sich dann auf einen Geheimtipp pro Regisseur beschränken wird - so kann ich zugleich auf unbekannte Filme und übersehene Filmemacher hinweisen, zudem wäre die Liste auf diese Weise etwas kompakter.
Wie ich es geschafft habe, so viele Filme zu schauen .. nun, ich bin filmbesessen seit etwa meinem 13. Lebensjahr und seitdem spielt das Kino die möglicherweise wichtigste Rolle in meinem Leben - dafür räume ich mir *immer* die nötige Zeit ein, ganz egal, was der Alltag ansonsten von mir verlangt. So ist eben über die Jahre einiges an Filmen zusammengekommen.
Überhaupt: Willkommen auf meinem Dashboard!
Gruß
S.

Bubo

Vielen lieben Dank für die Tipps!

Nach Deinem Speakers' Corner habe ich MEIN LANGSAMES LEBEN angesehen...nachdem ich es nun zwei Nächte habe "durchziehen" lassen, kann ich nicht anders, als den Film mit 9.0 zu bewerten. Herausragend, ja. Die ruhigen, abeschweifenden, durch Glas, Regen oder aus der "falschen" Perspektive gehaltenen Einstellungen, die (wie Du es so schön genannt hast) Uneindeutigkeit der Charaktere und des Drehbuchs...das war eine ganz neue Erfahrung für mich, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat und mich nicht mehr loslässt! Hirnrattern und Seelenaufwühlen mal anders....Ich freue mich darauf, mehr in diese "neue Berliner Schule" einzutauchen.

Deine Tipps sind also vorgemerkt, und ich bin sehr gespannt auf diese Filmreise.

Schönes Wochenende, wir lesen uns!

S.Bendix

Hallo!
Ganz toller Text über Angela Schanelec, deren Filme ich erst vor einigen Monaten für mich entdeckt habe, und die (zu Unrecht) viel gescholtene Berliner Schule - würde Dich zukünftig gern auf meinem Dashboard lesen, Anfrage ist verschickt. :-)
Viele Grüße,
S.

Bubo

Sehr informativer, anschaulicher, als hervorragend empfundener Speaker's Corner! Bin froh, dir ne Anfrage geschickt zu haben;) Super, ich danke Dir dafür.

Und ich denke, dass diese "Neue Berliner Schule" (von der ich natürlich noch nie was gehört habe, ähem) was für mich sein könnte? Deine Beschreibung der Szene aus MEIN LANGSAMES LEBEN macht mir jetzt jedenfalls grosse Lust auf Angela Schanelec!


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