SeraphinaZoe
SeraphinaZoe hat sich Mon, 19 Nov 2012 21:49:40 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon 10 Filme bewertet und hat schon 10 Kommentare geschrieben. Mehr
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Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe
SeraphinaZoe 9.5 "Herausragend" Mon, 08 Apr 2013 18:41:32 -0000
Eine perfekte übersinnliche Romanze.
Nicht mehr und nicht weniger. Vergesst endlich TWILIGHT (welcher augenscheinlich wie ein drohender unheimlicher Schatten über allen Genrefilmen hängt). Das hier ist viel besser. Nicht so eintönig und langwierig. Die Romanze ist überzeugender. Die Phantastik-Elemente vielschichtiger und einfach cool anzuschauen. Zu Letzterem muss ich sagen, daß ich Hexen…
Eine perfekte übersinnliche Romanze.
Nicht mehr und nicht weniger. Vergesst endlich TWILIGHT (welcher augenscheinlich wie ein drohender unheimlicher Schatten über allen Genrefilmen hängt). Das hier ist viel besser. Nicht so eintönig und langwierig. Die Romanze ist überzeugender. Die Phantastik-Elemente vielschichtiger und einfach cool anzuschauen. Zu Letzterem muss ich sagen, daß ich Hexen sowieso interessanter finde als Vampire. A'propos Hexen: Ich teile nicht die Meinung der Charaktere hier, daß der Begriff "Hexen" zu negativ klingt. Sie nennen sich zwar lieber "Caster", aber ich finde dieses Wort eher doof (v.a. wenn man sich die dt. Übersetzungen - es gibt mehrere - davon ansieht, z.B. Gießerin). Sie sollten sich mit Stolz Hexen nennen. Deshalb werde ich in meiner Rezi sie auch so bezeichnen.
Übrigens: Ich bin ein Fan der Buchvorlage (welche allerdings den dt. Titel "Sixteen Moons" trägt). Und nein, es stört mich nicht die Bohne, daß die Handlung etwas anders ist, Dinge weggelassen werden oder verdreht worden sind, etc. Ganz im Gegenteil. Wenn sich eine Verfilmung sklavisch an die Vorlage hält, bin ich enttäuscht. Das ist langweilig. Ich habe dann immer das Gefühl eine billige Kopie des Buches zu sehen. Dabei ist eine etwas andere Version mit eigenen Ideen doch soviel interessanter.
Kurzum: Ich liebe zwar den Roman, aber den Film liebe ich auch (selbst wenn dieser dem Buch trotzdem nicht das Wasser reichen kann - schon alleine wegen der vielen schönen Roman-Details). Aber das ist schon ein Naturgesetz bei Verfilmungen.
Die Romantik-und Phantastik-Elemente halten sich die Waage. Keines von Beiden nimmt überhand. Allerdings muss man bedenken, daß dies eben auch ein Liebesfilm ist. Also wer kein Interesse an "Liebes-Gesülze" und Knutschereien hat, der soll eben gleich die Finger von dem Film lassen. Der Untertitel lautet ja auch "eine unsterbliche Liebe", also bitte.
Wie schon am Anfang erwähnt, sehen die Magie-Darstellungen super aus. Wetterbeeinflussungen, ultraschnelles Pflanzenwachstum, etc. Ein magisches Highlight ist das "verwirrbelte" Familienessen. Zum Einen wird dem Zuschauer die ganze Dramatik um die Familienverhältnisse der Ravenwoods bewusst gemacht, zum Anderen wind die Szene aber auch durch kleine humorvolle Einlagen gelockert (v.a. dank Lenas Tante und Cousin).
Und natürlich der finale Kampf. Dieser wird nicht nur mit magischen Tricks ausgefochten, sondern ist auch ein Wort-Duell, bei dem aufgestaute Emotionen herausgelassen werden.
Die Darsteller sind toll.
Allen voran Jeremy Irons als Lenas Onkel Macon Ravenwood und Emma Thompson als Serafine bzw. Mrs Lincoln. Etwas anderes habe ich von den Beiden auch nicht erwartet. ^^ Doch auch Emmy Rossum als böse Hexen-Cousine Ridley ist super (zudem sieht sie echt sexy aus). Natürlich überzeugt auch das Hauptpaar Alden Ehrenreich als Ethan und Alice Englert als Lena in ihrem Spiel. Visuell wirken die Beiden (v.a. Ehrenreich) allerdings ein wenig deplaziert. Sie verhalten sich zwar wie Teenager, sehen aber überhaupt nicht wie welche aus. Man hätte vielleicht etwas jüngere Darsteller wählen sollen, oder die Charaktere zu College-Studenten statt Highschool-Schülern machen. Na egal.
Optisch hat der Film einige Schmankerl zu bieten.
Das Ravenwood-Anwesen sieht klasse aus. Alleine das guseiserne Tor schreit schon "Mystik". Die riesigen uralten Bäume unterstützen das Feeling noch. Überraschend fand ich allerdings das moderne Innenarchitektur-Design des alten verwachsenen Herrenhauses. Sieht aber echt schick aus.
Hübsch mysteriös erscheint auch die alte unterirdische Hexen-Bibliothek. Oder die zerfallene Ruine.
Die Kostüme haben mir ebenfalls gefallen. Damit meine ich nicht die normalen Klamotten, sondern die altmodischen Sezessionskrieg-Kleidung und auch die Hexen-Gewänder (allen voran die von Ridley).
Der Film hat - genauso wie die Buchvorlage - einen in sich abgeschlossenen Erzählbogen. Das bedeutet, es gibt hier keinen Cliffhanger. Man fühlt sich nicht gezwungen eine Fortsetzung anschauen zu müssen. Das Ende ist zwar etwas abrupt, aber nicht offen (jeder intelligente Mensch kann sich denken, wie die letzte Szene weitergehen wird).
Eine Fortsetzung wird es allerdings nicht geben. Dazu hat der Film wohl zu wenig eingespielt. Die ist zwar auch nicht nötig, aber trotzdem ... Schande über all die Nicht-Zuschauer, die WIRKLICH gute Genrefilme nicht zu schätzen wissen solchen Filmen fernbleiben, weil sie automatisch alle Genrefilme für TWILIGHT-Kopien halten (in diesem Fall ein völliger Unsinn).
FAZIT:
Ich kann den Film allen wärmstens empfehlen, die sich für übersinnliche Romanzen mit Pep interessieren.
Wer die Vorlage noch nicht kennt ... diese ist noch empfehlenswerter ->Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe
PS:
Anmerkung von mir -> Die Verfilmung eines Megaseller-Romans sorgt automatisch für die nötige Zuschauerzahl und damit auch für das nötige Einspielergebniss. Deshalb sind Filme wie TWILIGHT auch so erfolgreich. Die riesige Masse der neugierigen Fans zieht es ins Kino und voilá! ist der Film finanziell erfolgreich. Egal wie die Qualität letztlich auch sein mag. Deshalb haben Filme, die "nur" auf Bestseller beruhen (statt auf Megasellern), es auch so schwer. Ich fürchte dasselbe Schicksal wird auch die Verfilmung von "Die Chroniken der Unterwelt" treffen. Dessen Bücher sind kein Megaseller (nicht so wie TWILIGHT, "Harry Potter" oder "Die Tribute von Panem"). Aber ich hoffe, ich irre mich diesmal.
Ein etwas langes Nachwort, doch ich musste mir mal von der Seele schreiben.
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Schisma Thu, 16 May 2013 20:13:11 -0000
Antwort löschenIch entschuldige mich für meinen Kommentar und den Vergleich mit Twilight. Manchmal urteilt man etwas vorschnell.
Ich hatte nicht gedacht eine so aussagekräftige Rezension lesen zu dürfen. Danke dafür!
Es st zwar schon etwas länger her, seit ich "Rubinrot" las, doch merk ich, daß der Film ziemlich von der Buchvorlage abweicht (besonders zum Ende hin). Man gestattet sich hier ein paar chronologische Freiheiten und auch zusätzliche Szenarien.
Doch eine Frage sei erlaubt: Ist anders gleichbedeutend mit schlecht? Meiner Meinung nach - keinesfalls!
Durch die Andersartigkeit wirkt…
Es st zwar schon etwas länger her, seit ich "Rubinrot" las, doch merk ich, daß der Film ziemlich von der Buchvorlage abweicht (besonders zum Ende hin). Man gestattet sich hier ein paar chronologische Freiheiten und auch zusätzliche Szenarien.
Doch eine Frage sei erlaubt: Ist anders gleichbedeutend mit schlecht? Meiner Meinung nach - keinesfalls!
Durch die Andersartigkeit wirkt der Film frischer und weniger wie ein müder Abklatsch des Romans.
Die Hauptsache für mich ist, daß der Film mir - unabhängig von der Vorlage - gefällt. Und das ist hier der Fall.
Der Film besitzt gute Zutaten. Er ist abwechslungsreich, spannend, abenteuerlich und sehr humorvoll (v.a. dank Gwens skurriler Tante ^^).
Die Darsteller von Gwendolyn und Gideon passen.Die langsam aufkeimende Zuneigung (nach anfänglicher Antipathie) zwischen den Beiden wirkt auf mich überzeugend. Sie lässt sich viel Entwicklungszeit und erscheint dadurch nicht aufgesetzt.
Die Kulissen (London von 1912, die Schule, das Geheimlogen-Institut, etc.) sind einfach prächtig anzuschauen.
Ebenso die Kostüme. Ich fand besonders die Mode des 18.Jahrhunderts (mit ihrem Hang zu Übertreibungen und allerlei Firlefanz) schon immer interessant.
Zu schade, daß es (bisher) nur wenige Zeitebenen gibt, auf welche "gesprungen" wird (hauptsächlich sind es die Jahre 1912 und 1782). Ich habe die Folgebände nicht gelesen, daher weiß ich nicht, ob sich dies ändert. Ich würde dies aber gerne in einer filmischen Fortsetzung visuell erleben.
FAZIT:
Ich kann den Film "Rubinrot" allen empfehlen, die auf phantastische Jugendfilme stehen.
Auch Buchfans könnten den Film geniessen (zumindest diejenigen, welche den Film als eigenständige Version betrachten).
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Nach „Red Riding Hood“ und „Snow White and the Huntsman“ kommt eine weitere düstere Adaption der Grimm’schen Märchen.
Um es mal gleich zu sagen: Der Film wird niemals irgendwelche hochtrabenden Filmpreise gewinnen! Aber das macht nichts.
Der Prolog des Filmes erzählt das bekannte Grimm’sche Märchen flott nach.
Der eigentliche Film setzt allerdings mehr als ein Jahrzehnt später…
Nach „Red Riding Hood“ und „Snow White and the Huntsman“ kommt eine weitere düstere Adaption der Grimm’schen Märchen.
Um es mal gleich zu sagen: Der Film wird niemals irgendwelche hochtrabenden Filmpreise gewinnen! Aber das macht nichts.
Der Prolog des Filmes erzählt das bekannte Grimm’sche Märchen flott nach.
Der eigentliche Film setzt allerdings mehr als ein Jahrzehnt später an. Hänsel und Gretel sind zu berühmt-berüchtigten Hexenjägern geworden, d.h. sie jagen und vernichten jene Hexen, welche unbescholtene Bürger heimsuchen. Der neueste Fall bringt sie deshalb nach Augsburg, wo eine auffallend große Zahl von Kindern entführt worden ist. Wie die Geschwister recht schnell herausfinden, plant eine Hexen-Gruppe offenbar ein großes Ritual in der Nacht des Blutmondes. Was sie aber nicht wissen ist, dass die Oberhexe Muriel auch die Geschwister mit einbeziehen will. Zudem hat sie wie es scheint, was mit der nebulösen Vergangenheit der Beiden zu tun.
Soweit zur Handlung.
Um was für eine Art von Film handelt es sich bei „Hänsel und Gretel – Hexenjäger“ eigentlich? Der Film weist Elemente auf aus den Genren Horror, Fantasy, Comedy und Action.
Es gibt viel Splatter und Gore. Dementsprechend werden viele Leute (darunter v.a. die bösen Hexen) erstochen, zerschnitten, zermalmt, verbrannt, etc. Eigentlich mag ich So was gar nicht. Doch in diesem Film funktioniert es, dank der Comedy-Elemente, welche hier mit einfließen. Makabrer Humor sozusagen.
Durch die vielen akrobatisch anmutenden Kämpfe, weist der Film auch eine gehörige Portion an Action auf. Dank der Geschlechtergleichberechtigung dürfen sowohl Hänsel als auch Gretel sich martialisch austoben.
Phantastik spielt natürlich durch die Existenz besagter Hexen eine Rolle, aber auch durch die Existenz von Anachronismen (dazu später noch was).
„Hänsel und Gretel – Hexenjäger“ spielt in einer Art Pseudo-Deutschland des frühen 19.Jahrhunderts … genauer gesagt in Augsburg und den Wäldern Drumherum. Die Kostüme weisen zumindest darauf hin (doch selbst wer sich damit nicht auskennt … die Existenz von Schusswaffen deutet ganz klar darauf hin, dass die Story nicht im Mittelalter spielt).
Kulissen gibt es nicht viele. Es sind eigentlich nur einige Stellen in der Stadt Augsburg (klischee-mäßig aus Fachwerkhäusern bestehend) und das Lebkuchenhaus der Hexe sowie die Hütte, in welcher die beiden Geschwister als Kinder gelebt haben. Ansonsten gibt es viel freie Natur zu bestaunen (v.a. Wald).
Ein besonderes Augenmerk verdient die visuelle Darstellung der Hexen. Mit Ausnahme der Oberhexe Muriel sehen die Hexen eigentlich aus wie weibliche Dämonen … und verhalten sich auch so. Das Klischee der bösen Märchenhexe wird hier ausgereizt und in neue Höhen getrieben.
Nun komme ich zu den o.g. Anachronismen.
Da die Story eindeutig in der Zeit der Industrialisierung angesiedelt ist, mutet es etwas merkwürdig an, wenn auf dem Richtplatz von Augsburg eine junge Frau der Hexerei beschuldigt wird und verbrannt werden soll. Eigentlich wurde dies bereits in der Zeit der Aufklärung (18.Jhd) abgeschafft. Andererseits herrschen in diesem Film andere historische Regeln (eine davon ist, dass es hier eben tatsächlich echte Hexen gibt und die Menschen auch von ihnen wissen).
Doch auch die Ausstattung ist z.T. ziemlich anachronistisch. Ganz besonders die Waffen der Geschwister. Es sind eigentlich moderne Waffen im Retro-Look. Ziemlich „steampunk“ artig.
Nicht zu vergessen der Sidekick-Fan der beiden Hexenjäger mit seiner altmodischen inoffiziellen Merchandising-Sammlung.
Die moderne musikalische Untermalung mit Heavy Metal Sound passt da wie die Faust aufs Auge.
Wie man sieht, ist das Vorhandensein diverser moderner Elemente absolut gewollt.
Und das Ergebnis sieht entsprechend aus.
Eigentlich hat der Film nur eine große Schwäche. Die Handlung ist ziemlich vorhersehbar. Ich konnte alle überraschenden Wendungen schon vorher erraten. Nun, eigentlich wird man durch die – nicht allzu subtilen – Andeutungen praktisch mit der Nase darauf gestoßen.
Aber, immerhin erfährt man hier die wirklichen Umstände der Aussetzung von Hänsel und Gretel als Kinder im Wald.
Eine kleinere Schwäche ist die Verwendung der Kindernamen der beiden Protagonisten auch im Erwachsenen-Alter. Bei Gretel kann man dies noch verschmerzen. Doch einen muskelbepackten Kerl Hänsel zu nennen, ist doch etwas komisch. Man hätte ruhig Hans zu ihm sagen können.
Doch es handelt sich hierbei um einen US-Film. Die Amis kennen sich mit deutschen Namen eben nicht besonders aus. Außerdem wollte man wohl nicht auf die Nähe zur Märchenvorlage verzichten und hat auf einen Wiedererkennungswert gesetzt.
Es wird auch im Film nicht geklärt, warum die Hexen überhaupt Kinder fressen wollen, doch das ist offenbar gar nicht von Belang (wer’s trotzdem wissen will, der kann sich ja mal ein Sachbuch zur historischen Hexenverfolgung besorgen ... da den vermeintlichen Hexen früher tatsächlich nachgesagt worden ist, sie würden Kinder fangen und verspeisen).
Die schauspielerischen Leistungen sind nicht wirklich nennenswert. Doch offenbar hatten die Darsteller viel Spaß beim Filmen.
Alles in Allem hat mir „Hänsel und Gretel – Hexenjäger“ jedoch gut gefallen.
Ich kann den Film erwachsenen Horror-Fantasy-Fans empfehlen. Ich sage bewusst „erwachsenen“, da mir die FSK 16 bei all den Splatter-Szenen etwas gering erscheint (und ich bin da nicht mal pingelig). Ich nehme an, dies ist dem Galgenhumor zu verdanken. Mit der Verbindung zur Comedy ist dies offenbar von ‚ner ganz anderen Seite zu betrachten als bloße Splatter-Filme.
Also, in dem Sinne: “Don’t eat the f***ing candy!”
Viel Spaß!
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Der Titel ist eine Verballhornung des Wortes "paranormal" (zu deutsch in etwa: außer- bzw. übersinnlich).
Ich mag Animationsfilme und auch Gruselfilme. Mit PARANORMAN erhält man hier 2 in Einem.
Norman ist ein typischer "underdog" (zu deutsch: Außenseiter), welcher von seinem Umfeld für nicht ganz voll genommen wird, weil er behauptet Geister nicht nur sehen zu können,…
/p>Der Titel ist eine Verballhornung des Wortes "paranormal" (zu deutsch in etwa: außer- bzw. übersinnlich).
Ich mag Animationsfilme und auch Gruselfilme. Mit PARANORMAN erhält man hier 2 in Einem.
Norman ist ein typischer "underdog" (zu deutsch: Außenseiter), welcher von seinem Umfeld für nicht ganz voll genommen wird, weil er behauptet Geister nicht nur sehen zu können, sondern mit ihnen auch zu sprechen. Selbst seine Familie versteht ihn nicht. Von den jugendlichen Stadtschlägern wird er regelmässig drangsaliert. Nur ein anderer "underdog" - ein rundlicher Bursche - hält zu ihm und versucht mit dem verschlossenen Jungen, einen freundschaftlichen Kontakt zu knüpfen.
Bis Norman eines Tages von dem "Stadtpenner" angesprochen wird, welcher ihm weismachen will, daß nur er den 300 Jahre alten Fluch einer Hexe brechen und so das Heimatstädchen retten kann.
Doch dann geht etwas gewaltig schief und plötzlich streifen Zombies durch die Straßen.
Ich bin zwar nicht pingelig, was diese Dinge betrifft, aber ich denke es ist gut, daß man sich hier für eine FSK 12 entschieden hat.
Nicht nur wegen der gruseligen (aber unblutigen) Zombie-Szenen. Ich z.B. mochte schon als 8-Jährige Gruselfilme (Gruselfilme keine Splatter-Movies wohlgemerkt). Es gibt auch nicht wenige Kinder, die bei gruseligen Szenen keine Angst empfinden (bis auf den normalen Schauer-Faktor natürlich). Sensible Kinder hingegen, sollten einen weiten Bogen um PARANORMAN machen.
Nein, ich denke eigentlich, daß jüngere Kinder (welche Gruselfilme mögen) eher das Problem haben könnten, die Darstellung der psychischen Abgründe der menschlichen Natur in diesem Film nachzuvollziehen (und damit meine ich, die Hintergründe wirklich zu 100% zu begreifen). Und die sind irgendwie ziemlich "Hammerholz-mässig-Gesellschafts-satirisch".
Die Sache mit dem Hexenfluch ist nämlich nicht ganz so, wie man (kind) auf den ersten Blick meinen könnte. Die Auflösung ist ziemlich ... hm, "japanisch", finde ich ... und mehr dazu zu sagen, wäre nich gut. ^_~
Die Charaktere sind recht klischeehaft gehalten. Der seltsame Junge mit einer besonderen Gabe, der von den meisten gemieden wird. Der beste Freund, der ihn akzeptiert, aber nicht so recht begreifen kann. Der doofe Schlägertyp, der den Jungen mobbt, wo es nur geht. Die aufgestylte ältere Schwester, die ihren Bruder für einen Lügner und eine Nervensäge hält. Die verständnisvolle nachsichtige Mutter, die das Ganze nur für eine vorübergehende Phase hält. Der wütende Vater, welcher seinen Sohn ändern will. Und so weiter und so fort.
Auch der Name der Stadt "Blithe Hollow" ist quasi eine Hommage an andere Gruselfilme wie "Blithe Spirit" (zu deutsch: Geisterkomödie) und "Sleepy Hollow" (ebenso auf deutsch genannt).
Selbst die Handlung verläuft zunächst wie eine kindliche Version eines typischen Zombiefilmes ... macht jedoch im Laufe des Filmes eine drastische Wendung.
Die Klischees sind jedoch ganz eindeutig gewollt und eigentlich sorgen sie auch für den Charme des Filmes.
PARANORMAN wurde mit einer Stop-Motion-Technik gedreht, was man allerdings nur daran erkennen kann, daß die Bewegung der Münder der Charaktere beim Sprechen etwas ruckartig aussieht. Die anderen Bewegungen hingegen sehen - in meinen Augen - jedoch ziemlich flüssig aus.
Und noch etwas Spezielles.
In der deutschen Version wird es nicht so ersichtlich, aber am Ende stellt sich bei einem männlichen Charakter heraus, daß der schwul ist (englisches Original: my boyfriend, deutsche Übersetzung: mein Freund; ich fand schon immer, daß die deutsche Bezeichnung viel zu unverfänglich und uneindeutig ist). Das dürfte wohl das erste Mal sein, daß ein Chara dies offen in einem Kinderfilm zugibt, oder?
FAZIT:
Ich finde PARANORMAN ist ein gelungener Animationsfilm. Spannend erzählt, von ironischem Humor durchzogen und mit Gesellschaftskritik untermalt.
PS:
Wer auf animierte Gruselfilme steht, der kennt wohl auch die Tim Burton-Filme NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS und CORPSE BRIDE. Falls nicht, unbedingt kaufen! ^^
Auch der Vorgängerfilm der Filmemacher von PARANORMAN, der da wäre CORALINE, ist definitiv sehenswert für Fans.
Dementsprechend sollte man auch nicht den zukünftigen Trickfilm FRANKENWEENIE verpassen, welcher bald in die deutschen Kinos kommt. ^^
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Zwar lautet der deutsche Untertitel der Story "Schiffbruch mit Tiger", doch passiert besagter Schiffbruch erst nach einer längeren Vorgeschichte. Doch diese gehört unumstritten dazu, damit der Zuschauer Pis spätere Entscheidungen besser verstehen kann.
Die Bilder sind absolut grossartig (v.a. die Wal- die Insel- und die Unterwasserszenen).
Auch ein wenig Humor hat der Film…
Zwar lautet der deutsche Untertitel der Story "Schiffbruch mit Tiger", doch passiert besagter Schiffbruch erst nach einer längeren Vorgeschichte. Doch diese gehört unumstritten dazu, damit der Zuschauer Pis spätere Entscheidungen besser verstehen kann.
Die Bilder sind absolut grossartig (v.a. die Wal- die Insel- und die Unterwasserszenen).
Auch ein wenig Humor hat der Film zu bieten. Und sogar eine schöne Familien-und Liebesgeschichte (wenn auch eher kurz).
Die Epiphanien des jungen Pi erscheinen mir jedoch wenig nachvollziehbar. Doch Jedem das Seine.
Es hapert auch etwas an der Logik ... und zwar nicht wegen der Tatsache, daß ein Junge mit einem Raubtier über Monate in einem Boot sitzt, denn das ist ja der Kernpunkt der unglaublichen Erzählung ... sondern eher bzgl. der Einzelheiten (z.B. den paar deus-ex-machina, welche man allerdings hier als Gottes Fügung zu verstehen hat, auch wenn das Auftauchen Besagter just im entsprechendem Moment genau genommen ziemlich unglaubwürdig ist ... ich sag nur "schwimmende Insel" und "fliegende Fische").
Zum Glück fällt es mir nicht schwer letzten Endes darüber hinwegzusehen. ^^
Ein Pluspunkt des Filmes ist die Tatsache, daß der Tiger Richard Parker, immer ein Tiger bleibt und nicht zum Schoßkätzchen des Menschenjungen mutiert (auch wenn es eine "Schoßszene" gibt, doch die hat ganz andere Hintergründe). Und daß Pi keinesfalls so naiv ist und diese Tatsache mit der Zeit im falschen Verständnis einfach ignoriert, selbst wenn er dennoch vorsichtige Zähmungs-und Annäherungsversuche unternimmt.
Damit bleibt dem Leser ein unglaubwürdiges Buddy-Movie und damit eine kitschige Mensch-Tiger Freundschaft erspart. Eine existentielle Leidensgenossenschaft darf man stattdessen erwarten.
Das Ende ist eine Überraschung, welche allerdings keine endgültige Auflösung bietet. Das lässt der Erzähler offen.
FAZIT:
Der Film ist ein poetisch-philosophisches Abenteuer-Drama mit bombastischer Optik. Sehenswert.
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"The Cabin in the Woods" ist ein interessanter Horrorfilm. Genau genommen handelt es sich um eine Horror-Persiflage.
Fängt eigentlich ganz typisch an. Eine Gruppe Studenten fährt mit einem Wohnmobil zu 'ner einsamen Waldhütte für einen Wochenend-Aufenthalt.
Man fragt sich nur was denn diese Agenten, welche sie die ganze Zeit beobachten, von ihnen wollen könnten. Und dann…
"The Cabin in the Woods" ist ein interessanter Horrorfilm. Genau genommen handelt es sich um eine Horror-Persiflage.
Fängt eigentlich ganz typisch an. Eine Gruppe Studenten fährt mit einem Wohnmobil zu 'ner einsamen Waldhütte für einen Wochenend-Aufenthalt.
Man fragt sich nur was denn diese Agenten, welche sie die ganze Zeit beobachten, von ihnen wollen könnten. Und dann erkennt man, daß die jungen Leute von besagten Agenten absichtlich hergelockt wurden, um an einem mysteriösen Spiel teilzunehmen. Der Einsatz ist dabei nichts Geringeres als das Leben der Studenten. Doch dabei läuft nicht alles nach Plan.
Die Filmemacher verwenden hierbei altbekannte Elemente (die typischen Horror-Klischees werden ABSICHTLICH aufgeführt) und fügen diese zu einem originellen Gefüge zusammen. Man kann sogar versuchen mitzuraten, aus welchen Genrefilmen besagte Szenen stammen könnten (ich selber konnte z.B. "The Cube" und Stephen King's "Es" auf Anhieb erkennen ... ansonsten dürfte sich die Hommage wohl eher an ältere Klassiker wenden, würde ich meinen).
Das Ende ist dabei das Überraschendste, denn obwohl während des Filmes ominöse Andeutungen diesbezüglich gemacht werden, erfährt der Zuschauer erst zum Schluss worum es hier WIRKLICH geht. Und das ist irgendwie krass. Neu. Unvorhersehbar. Selbst für absolute Horror-Freaks.
Auch ein bisschen Sozialkritik kommt auf, indem der schamlose Voyeurismus (einschliesslich der Kaltschnäuzigkeit) der Spiel-Zuschauer (wahrscheinlich auch uns den Filmzuschauern) vorgeführt wird. "The Hunger Games" lässt grüssen.
Der Film ist dabei recht blutig geraten. Schrammt wohl nur deshalb an einer FSK 18 vorbei, weil die brutalsten Szenen nicht ganz so eindeutig gezeigt werden bzw. recht schnell abgewürgt und auf eine anderweitige Szene geschnitten werden. Dennoch fliesst genügend Blut.
Übrigens ist dies der einzige Grund, warum ich nicht die volle Punktzahl vergebe. Ich stehe mehr auf Grusel und weniger auf Blutfontänen & Co. Hier sind sie aber wohl notwendig (wegen den o.g. notwendigen Horror-Klischees).
Die Dialoge sind recht amüsant bis hin zu bissig. V.a. die Sprüche von dem Kiffer-Studenten und dem Abteilungschef der Ageneten (Beispielzitat: Das sind Japaner. Die können mit Freizeit doch gar nix anfangen).
Dabei muss man auch sagen, daß der englische Originalton (mit dt. Untertiteln) einen besseren Effekt hat. Denn wenn der Agent auf den Bildschirm schaut, auf welchem kleine Mädchen drauf sind und frustriert mehrmals das F-Wort den Kindern entgegenbrüllt, ist dies irgendwie amüsanter, als wenn der nur das deutsche S-Wort von sich gibt. Oder? Finde ich jedenfalls.
Eine Fortsetzung ist ... eher unwahrscheinlich.
FAZIT:
Eine clevere Horror-Persiflage. Eine morbide Reality-Show mit überraschendem Twist.
PS:
Kein Mainstream und daher nicht für jeden Horror-Fan gleichermassen geeignet. Wie man an den negativen Kritken erkennen kann hatten viele Genrefans andere Vorstellungen vom Film gehabt. Schade, denn der Film ist zur Abwechslung mal kein tumbes Remake und absolut originell. Trotz unterschiedlichem Filmgeschmack wäre ein bisschen mehr Toleranz gegenüber neuartigen Ideen schön gewesen. Nicht alles ist Un-Sinn deren SINN sich einem nicht gleich erschliesst.
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Das kleine Volk und geschrumpfte Menschen-Helden!
Nach ARTHUR & DIE MINIMOYS kommt nun ein weiterer ähnlich thematisierter Film. Schon seit dem 90-er Zeichentrick FERNGULLY habe ich ein Faible für diese Art von Geschichten.
Dazu kommt noch, daß die Vorlage des Filmes von William Joyce stammt, welcher schon die Vorlage für DIE HÜTER DES LICHTS (eins meiner Favoriten) lieferte.