Caedes - Lichtung des Todes - Kritik

Caedes - Lichtung des Todes

DE · 2015 · Laufzeit 92 Minuten · FSK 18 · Horrorfilm, Komödie
Du
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    Um Gottes Willen. *facepalm*

    • 3

      Eine Gruppe junger Erwachsene machen einen Ausflug in den Wald und wollen dort campen gehen, doch sie haben die Rechnung ohne die bissigen Anwohner vor Ort gemacht. Dort angekommen feiern alle erstmal eine wilde Party, und am nächsten Morgen beim aufwachen, stellen alle fest das etwas nicht stimmt. Schon kann die Zombie-Jagd losgehen.

      Was ist in der Nacht passiert an das sich keiner mehr erinnern kann?
      Werden sie die Zombies wieder los?
      Wer oder Was steckt hinter allem?

      Das positive am Film ist die recht professionell wirkende Kameraführung und die echt ansehnlichen Splattereffekte. Der Rest insbesondere die Dialoge untereinander sind völliger Blödsinn und sorgen recht schnell für fremdschämen, plus schlechtes Acting und schlechte Schauspieler setzen dann dem ganzen die Krone auf . Wenn dann zum Ende hin noch eine Frau mit kinetischen Superkräften, eine Bande voller Nazi-Wissenschaftler samt dem Führer persönlich auftauchen, ist damit der maximale Tiefpunkt erreicht. Die Punktevergabe bezieht sich allein auf die Effekte und Kameraführung.

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      • 5 .5
        999CINEASTOR666 30.06.2016, 00:46 Geändert 31.05.2017, 10:10

        Caedes - Die Lichtung des Todes / DE / 2015

        >>> mit Vorsicht zu genießen /// enthält möglicherweise Spuren von leichten Spoilern <<<

        Eine Bande sprücheklopfender Vollhonks macht sich mit jeder Menge Alk auf in die Botanik zum Happy Camping. Am nächsten Morgen nach der feuchtfröhlichen Sause sind nur noch ein paar "Auserwählte" übrig und der Rest mutierte zu Zombies. Die Übriggebliebenen sind selbstverständlich völlig abgeklärt und mit Spaß beim Töten als hätten sie nie was anderes gemacht. Unter den Übriggebliebenen befinden sich eine Lara Croft, ein Tyrion Lannister, ein Daryl Dixon und ein paar Bruce Lees für Arme. Also wenn das nicht nach einem 1A Partyfilmchen klingt, weiß ich auch nicht.
        Mit solch einem Luxus wie Logik braucht man dem Streifen natürlich nicht zu kommen, denn er lebt einzig und allein von seiner flotten Erzählweise, die kaum Leerlauf zulässt. Außerdem von einigen recht amüsanten Sprüchen, irrwitzigen Szenen und insbesondere von den handgemachten und deftigen Effekten.
        Es gibt sogar eine ganz passable Wendung, aber natürlich ist und bleibt CAEDES - DIE LICHTUNG DES TODES auf Amateur-Niveau. Besonders hervorzuheben ist aber TOBIAS LICHT als Bösewicht Hans Gruber, denn er liefert tatsächlich eine tolle Performance ab. Außerdem ist es auch schön FLORIAN SIMBECK, besser bekannt als Stefan vom Komikerduo ERKAN & STEFAN, mal wieder zu sehen. Am witzigsten sind der Grammatikunterricht, die Soundeffekte bei den Kloppereien und der Bulle am Anfang, der ganz klar die zwielichtigen US-Cops aus etlichen einschlägigen Machwerken parodiert.

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        • 6

          Ein deutscher Zombie-Splatter-Trash-Film. Klingt sehr ungewöhnlich, ist und wirkt auch so!
          Wenn man diesen Film fair bewerten möchte, sollte man einfach berücksichtigen was er sein will.
          Dieses "Projekt" wurde durch Fans und Befürworter finanziert. Die Schauspieler und die Story bewegen sich auf unterem Niveau. Ebenso der Humor, was ihn jedoch zu einem geeigneten Partyfilm macht, wenn man genügend Alkohol in der Birne hat. Nüchtern und allein schauen ist hier fast schon ein No-Go. Die handgemachten Splatter- und Gore-Effekte sind dagegen für die gegebenen Umstände sehr ansehnlich und machen Spaß. Man merkt das hier mit Leidenschaft gearbeitet wurde. Auch wenn die Darsteller zweit- und drittklassig sind, kann man nicht übersehen, das sie Spaß bei der Sache hatten und das macht den Film sympathisch. Wer mit Amateurfilmen und deutschen Filmen nichts anfangen kann, sollte die Finger von diesem Werk lassen. Ebenso diejenigen, die flachen Humor scheuen. Wer diesem Film aber ernsthaft eine Chance gibt und sich die Sache nebenbei noch schön trinkt, der kann durchaus positiv überrascht werden. Für mich war er allein schon einen Blick wert, weil diese Art von Filmen aus Deutschland nicht nur selten sind, sondern weil ich soetwas in der Art von hier noch nie gesehen habe. "Caedes" nimmt sich in keinem Moment selbst zu ernst, eher im Gegenteil. Bei den Infos, die ich vorab zu diesem Film hatte, war ich auf das Schlechteste eingestellt und ich bin vollkommen erwartungsfrei an die Sache herangetreten. Zur Belohnung wurde ich durchaus positiv überrascht, obwohl ich bei der Sichtung nüchtern und allein war.
          Deshalb gibt es von mir auch eine Empfehlung an alle Gorehounds, die sich an Trash und flache Partyfilme heranwagen. Bei mir wird er sicherlich auch noch einmal
          den Weg in den Player finden. Dann aber in einer feuchtfröhlichen und geselligen Runde. Bis dahin gebe ich 6 Punkte für einen Film der genau das umsetzen kann, was er sein will. (Natürlich mit einem leichten Bonus für den Mut soetwas in Deutschland zu realisieren).

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          • 5
            Friedsas 15.11.2015, 21:30 Geändert 23.11.2015, 00:36

            Caedes ist nicht das Kobefleisch des Zombiegenres - aber ein Schnitzel von der Ecke allemal.

            Blutig, lässig und dumm - aber oftmals einfach nur blutig und Over the Top ist der Film zumindest mal ein schöner Versuch, wenn man den Plottwist weggelassen hätte (und die Blonde Dame welche sich eingekauft hat), dann wäre das doch ein einigermaßen anständiger Streifen gewesen, so aber ist es eben ein einigermaßen anständiger Zombiestreifen.

            Aufjedenfall ist er aber besser als a) alles was Asylum auf den Markt wift (alleine die Bildqualität der Blu-Ray ist ziemlich gut) und b) meines Erachtens auch besser als die X-te Schweiger/Schweighöfer RomCom - natürlich sind das andere Genre aber hey auch dieser Schinken ist aus Deutschland.

            Fazit: Schonmal ein guter Anfang, ein Splatterfest was sich nicht zu ernst nimmt und das man mit gutem Alkohol und nem zugedrücktem Auge definitiv mal genießen kann - klar fliegen auch hier die Klischees wie die Körperteile dem Zuschauer mitten ins Gesicht, aber ich persönlich hab schon schlimmeres/verlogeneres gesehen.

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            • 7 .5

              Deutschland ist ein super Land. Wir wohnen im Luxus, haben alle Autos und Häuser oder Wohnungen, der Hartzer sein Bier , seine Kippen und RTL. Wenn wir etwas nicht haben, sind das zwei Dinge: 1. Eine fähige Regierung und 2.: geile Filme.
              Jedes gottverdammte EU-Land ist uns in Sachen "Filme machen" meilenweit vorraus. Lichtblicke wie "Das Experiment", Dieter Hallervordens "Sein letztes Rennen" oder der Knaller "Halt auf freier Strecke" sind Ausnahmen. Manchmal bekommen wir es sogar hin mit Komödien zu punkten "Fuck you Göhte", aber man kann sagen, dass 90 % der hier abgefilmten Scheiße peinliche Komödien sind.

              In Sachen Horror, mmmh, da gibt es gar nix. Das letzte Gute, an das ich mich erinnern kann, waren "Flashback - Mörderische Ferien, ein netter "Scream"-Abklatsch aus dem Jahre 2000 oder von mir aus noch "Anatomie 1 & 2 (ich fand beide gut), wobei sich diese beide Filme sich schon etwas vom Horror-Genre abgrenzen.

              Jeder schreit nach dem Lappen Ittenbach, doch der hatte auch im Jahre 2000 mit "Legion of the Dead", einem mittelmäßigen "From Dusk Till Dawn"-Abklatsch seinen Zenit überschritten.

              Nun kommt im Jahr 2015 Regisseur Slavko Spionjak mit "Caedes" um die Ecke, und haut mich tatsächlich (teilweise) aus den Latschen. Man sollte noch dazu sagen, dass der Film mit Crowdfounding finanziert wurde. Das ist verdammt traurig.

              Die Story ist schnell erzählt und wurschtelt von uns gar keinen, die Gehirnzellen anzuschalten: Vier Freunde fahren zum "Happy Camping", einer Art Springbreak für Arme im Wald. Es wird gefeiert und am nächsten Tag wachen alle entweder mit heftigen Kopfschmerzen auf (und das nicht vom Alk) oder mutieren zu fleischfressenden Zombies. Doch wer noch Mensch ist, und von der Anhöhe zu tief in den Wald flieht, bekommt einen Kopfschuss verpasst. Wer tötet die Menschen? Was steckt dahinter? Naja, die Überlebenden räumen ihre Lichtung auf und verteidigen hier ersteinmal ihre "Basis", vor Zombies und dem Unbekannten. Das Unbekannte lauert jedoch schon auf sie...

              Zugegeben, die Story ist 08/15, man will uns weiß machen, dass wir es hier mit vier Elitesoldaten zu tun haben, die aber wie Bübchen aussehen und wahrscheinlich 3 Monate in Afghanistan Bier gegen Beef mit den Amis ausgetauscht haben. Aber leg ´nen Haufen drauf! Die vier rocken im Nahkampf ab!

              Diese vier Leute werden als kleine Ninjas dargestellt, mit Hang, die Zombies mit Beil, Bogen, Holzstümpfen und Messern zu dezimieren, und - ohoo, hut ab. Der Film ist wirklich deftig heftig brutal, zumal er noch komplett ohne CGI-Effekte auskommt (ja, hier ist alles noch handgemacht), und es ist ein Wunder, dass "Caedes" eine FSK18 uncut bekommen hat. Vielleicht liegt das auch am schwarzen Humor, der hier und da öfters eingestreut wurde. Der Film nimmt sich selbst nicht ernst, aber die gut agierenden Schauspieler haben sichtlich Spaß dabei und das sieht man ihnen auch an. Selbst die Dialoge sind Spitzenklasse und ergeben immer Sinn.

              Das Quartett und ein paar Sidekicks überleben vorerst, wobei es mir Gabriela Wirbel besonders angetan hat, wobei ihre Rolle derb kacke ausgefallen ist. Dennoch: Gabriela, wenn das mit der Schauspielerei nix wird, bitte, heirate mich, ich massiere Dir auch die Füße und koche für Dich!

              Wie kann man sich nun "Caedes" nun visuell vorstellen? Also ich sag mal eins: Meilenweit entfernt von so Klabautern wie Andreas Schnaas, und auch weit entfernt von Ittenbachs "professionellen" Werken. Auf mich wirkt "Caedes" wie ein A-Film. Ich hasse das Wort B-Film. Hier sieht alles aus, als wäre es mit viel Geld gedreht worden und wirkt niemals abgestumpft (bis auf die Location).

              Okay, das Schlussdrittel, die Auflösung, da wird es grotesk, aber dem einen gefällt das vielleicht, dem anderen nicht. Ich bin ganz ehrlich: Mir hat es nicht gefallen, klatschte mir mit der flachen Hand an die Stirn und dachte: Wad-da-fagg???

              Aber selbst mir war die Auflösung egal, der nette Endkampf macht das wieder wett.

              Kurzum: Endlich mal wieder ein fantastisch gelieferter Horrorfilm aus Deutschland mit schwarzem Humor und derben Splattereffekten ohne Pausenfüller, der zumindest einmal sehenswert ist.

              Macht 6,5 + (1 Point Deutschland-Bonus)

              7,5/10

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              • 6

                Eine deutsche Horrorkomödie namens "Caedes - Lichtung des Todes"

                Gut, die kreischenden Mädles zu anfangs sind schon sehr leichte Beute, aber dafür wird man mit einem augenzwinkerndem Humor entlohnt.

                Wer ein Problem mit Logikfehlern hat, sollte allerdings die Finger von lassen,
                klar alle auch keine wirklichen Profis, aber nicht schlecht genung, um abzubrechen.

                1 Punkt extra, da es eh sowenig "Horror" aus deutschen Landen gibt ^^

                • 6 .5

                  Ganz klar dass ist ein party film.
                  Hinsetzen, Chips und Bier , Hirn aus und abgröhlen.
                  Die Story ist natürlich sowas von Banane, dass sie doch wieder spass macht.
                  Der Humor kommt nicht zu kurz, ich sag nur Satzzeichen, und die Schauspieler passen perfekt rein.
                  Natürlich ist es ein amateurfilm, doch besonders bei den Effekten merkt man die liebe zur Handarbeit.
                  Die Jungs haben einfach spass an der ganzen Sache gehabt und ich hatte es als Zuschauer auch .
                  Für einen coolen abend mit den Freunden absolut ein Blick wert.

                  • 4

                    Geballte Film- und Schauspielerfahrung hat sich nicht versammelt, vor und hinter der Kamera tummeln sich viele Debütanten. Ein paar andere haben einschlägige TV-Erfahrung. Stellvertretend genannt sei da Hauptdarsteller Bernhard Bozian, in dessen Filmografie sich Preziosen vom Schlag „Marienhof“, „Anna und die Liebe“, „Sturm der Liebe“ und „Verbotene Liebe“ finden – noch Fragen? Klar, dass der Dialogregie nicht unbedingt großes Augenmerk galt. Halt die Fresse, Bushido! und Flickt den Führer! (ihm läuft ein grüner Saft aus einem Loch im Gesicht) gehen noch als beste Oneliner durch.

                    Mühe haben sich die fürs Make-up zuständigen Crewmitglieder gegeben. Die Gesichter der Zombies sind zwar wenig beeindruckend, einige der ungeschnitten zu bewundernden Splattereffekte sehen aber ganz annehmbar aus.

                    (...)

                    Macht der Film trotz seiner eklatanten Macken Spaß? Hm – mir nicht unbedingt, aber es soll da draußen in der Welt der Zombie-Komplettisten ja Filmgucker geben, die jedem Trash etwas abgewinnen können. Immerhin will „Caedes – Die Lichtung des Todes“ nicht mehr sein als ein durchgeknallter Spaß auf niedrigem Niveau. Dieser Anspruch wird erfüllt.

                    Ausführlich bei DIE NACHT DER LEBENDEN TEXTE.

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                      [...] Tatsächlich sind die Gore-Effekte – paradoxerweise etwas, was Geld kostet – mit Abstand das Beste am Film, für den Rahmen ist das okay. Selbstverständlich handgemacht (wie auch sonst?), sehr direkt (die FSK hat schon vergleichbare Dinger nicht durchgewunken) und insgesamt gar nicht so schlecht. Da wurde sich scheinbar Mühe gegeben oder sagen wir mal so, da sieht man es. Der Rest ist Amateur-Grütze hoch zehn, was auch noch entschuldbar wäre, wenn nicht so penetrant-nervig, gezwungen auf witzig gemacht und grausam umgesetzt. [...]
                      Wie schwer ist es, dass Soundeffekte halbwegs synchron mit dem gezeigten Bildern ablaufen? Muss man vielleicht drauf gucken, aber ist das zu viel verlangt? Da fällt jemand hin, es ist angerichtet, und noch bevor die zubeißen hört man bereits die Fressgeräusche. Wenn mir ein Film – MEIN Film -, egal wie billig, am Herzen liegt, dann mach ich ihn doch so gut es geht. Also DAS ist definitiv nicht der Fall. [...] Den großen Promi-Joker hebt man sich bis zum Schluss auf, denn nun – Achtung, Trommelwirbel… - Auftritt Florian Simbeck (bitte rasten Sie jetzt aus). Florian, who? Die Älteren werden sich erinnern, der Stefan von Erkan & Stefan, das anarchische Brüllerduo der Döner- und Schnellfickerhosen-Comedy, das nach „künstlerischen Differenzen“ vor Jahren auseinander ging. Der Flori geriet danach in leichte finanzieller Schieflage, aber es scheint ihm wieder prächtig zu gehen. Schließlich hätte er in der Drehzeit auch prima Prospekte austragen können und wahrscheinlich mehr Geld verdient, aber trotz seines Mega-Star-Status ist er mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben und pusht lieber kleine Künstlerinseln wie das hier mit seiner Präsenz (Sarkasmus off: Er tut einem eigentlich leid, ohne Frage der talentierteste Darsteller in diesem Schmarrn…arme Sau, ehrlich). [...]

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