Das Mädchen aus dem Norden - Kritik

Sameblod / AT: Sami Blood

NO/SE/DK · 2016 · Laufzeit 113 Minuten · FSK 6 · Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Langsame, einfühlsame Szenen wechseln sich mit Tempo in der Erzählung ab, die Regisseurin findet das richtige Timing. Immer behält Kernell die Frage nach der Identität und die Herkunftsleugnung im Blick. Den Rassismus schildert die Autorenfilmerin in kluger abgemilderter Form, nie übertrieben [...]. [Michael Dlugosch]

    • 8

      Die Geschichte über die Mechanismen der Ausgrenzung von Minderheiten, den Mut zur Rebellion und ihre lebenslange Brandmarkung in einer westlichen Gesellschaft funktioniert als universelles Drama ebenso wie als zeitlose Coming-of-Age-Geschichte. Ein beeindruckendes Spielfilmdebüt! [Morticia Zschiesche]

      • 7 .5

        Das Mädchen aus dem Norden ist ein sehr zurückhaltender, unaufgeregter, geradezu reifer Film mit Stil, der sich keinem nostalgisch oder folkloristisch eingefärbten Zeitkolorit ergibt, sondern den Fokus auf die einzelnen Charaktere, ihre Erfahrungen, Empfindungen und Entwicklungen legt. [Stefan Volk]

        • 8

          Regisseurin Amanda Kernell überzeugt in ihrem Debüt auf allen Ebenen. [Tom von Arx]

          • 8

            „Das Mädchen aus dem Norden“ erzählt anhand einer Jugendlichen, wie das indigene Volk der Samen in den 1930ern von den Schweden diskriminiert wurde. Ruhig und doch tieftraurig schildert das Drama, wie sich ein junger Mensch nach Anerkennung sehnt und keinen anderen Weg findet, als die eigene Herkunft zu verleugnen, später auch zu zerstören.

            • 8

              Emanzipationsgeschichte eines jungen Mädchens im Schweden der 30er Jahre: Die Loslösung der Protagonistin von der samischen Kultur beglaubigt die Darstellerin Cecilia Sparrok mit stiller Intensität. [Dietmar Kanthak]

              • 8 .5

                In meist zurückhaltenden Farben und in wunderschönen Bildern zeichnet Amanda Kernell das differenzierte und gleichzeitig zärtliche Porträt eines ganz besonderen Mädchens, das sich nicht anpassen will und dafür ihre Herkunft verleugnet. Das ist tatsächlich große Filmkunst und auf unspektakuläre Art sehr ergreifend. [Gaby Sikorski]