Dunkelblaufastschwarz - Kritik

Azuloscurocasinegro

ES · 2006 · Laufzeit 105 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Der Film lebt von der Härte, stellenweise grotesker Komik und der behutsamen Verflechtung unterschiedlicher Lebenssituationen. [...] Dunkelblau, fast schwarz sei eine Farbe der Zwischentöne sagt Regisseur Daniel Sanchez Arévalo, und auch sein Film lässt sich nicht auf eine grundsätzliche Tonalität festlegen, sondern verbindet virtuos verschiedene Episoden und Handlungsstränge in ihren ganz unterschiedlichen, tragischen, dramatischen, sozialkritischen, komischen und skurrilen Stimmungslagen.

    7
    • 7

      [Der Film ist] interessant - trotz seiner mehr oder weniger grauslichen Vorstellungen von Mann und Frau. Mit unerwarteter Härte führt er Spaniens Klassengesellschaft vor. Oder vielleicht mehr noch ein Denken, das alle an ihrem angestammten Platz verwahrt sehen möchte und Fluchtvisionen als naiv abtut. Aufgrund der eingesetzten durchaus cleveren Narrations- und Montagetechniken hat man zunächst gar nicht bemerkt, welch geradlinig reaktionäre Denkhaltung dem Plot zugrundeliegt.

      • 7

        Der spanische Filmemacher Daniel Sánchez Arévalo hat sich für seinen Erstling "dunkelblaufastschwarz" eine Geschichte ausgedacht, die so noch niemand vor ihm erzählt hat, und sein eigenes Drehbuch wunderbar unsentimental verfilmt. Zu dem charmanten Haupt-Erzählstrang gesellen sich noch mehrere ähnlich dichte Nebenhandlungen, alles immer gerade so auf der Kippe zwischen tragisch und lustig und durchweg gut besetzt.

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