James Bond 007 - Casino Royale - Kritik

Casino Royale

GB · 2006 · Laufzeit 145 Minuten · FSK 12 · Thriller, Actionfilm · Kinostart
Du
  • 10

    Ich kann nicht wirklich viel sagen, was mir bereits viele schon vorweg genommen haben...
    Aber Casino Royale ist
    mal abgesehen vom Bonduniversum hin oder her...
    Auch als eigenständiger Film ein unglaublich toller Action-Thriller mit viel Herz und Seele bei dem mehrere Genrevertreter zu einem Kern fusioniert werden und einen perfekten, runden Film abgeben.
    Daniel Craig spielt überragend genauso wie der rest des Casts.
    Nur zu schade, dass nach dem fünften Teil und bereits wieder
    11 vergangenen Jahren,
    bis 2019 13 Jahre...
    Seine Ära als Bond schon wieder zuende sein wird!

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    • 8

      Als ich diesen James Bond vor 11 Jahren im Kino sah, fand ich den gar nicht so gut. Mittlerweile muss ich sagen, dass dieser Film eine Granate ist. So viele Kleinigkeiten die diesen Film über den guten Durchschnitt heben. Was danach kam, war James Bond nicht würdig.

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      • 7 .5

        Hätte ich eine Profilneurose, würde ich sie sicherlich nicht auf Moviepilot ausleben. Deshalb in Kürze:
        ein paarMängel / Fehler im Buch und ein viel zu langatmiges Ende sind die einzigen Kritikpunkte. Ansonsten: Super Action und tolle Stunts. Trotz teilweiser schneller Schnitte bleibt alles nachvollziehbar. Und oft hat sich der Schmerz übertragen. Merkwürdigerweise aber nicht in der schmerzhaftesten Szene. Schauspiel auf höchstem Niveau, Kamera super, Story bleibt größtenteils nachvollziehbar und ist spannend. Tolle Frauen, super Autos, coole Sets. Astreine Unterhaltung.

        • 8 .5

          Ein Film bei dem man nicht einfach sagen kann wie er ist sondern wo man zwei Punkte abarbeiten muss. Das Erste: wie ist der Film an sich? Nun, ich sags mal so: zufriedenstellend. Die generelle Ausrichtung ist es wohl Bond wieder menschlicher zu gestalten, daher tobt sich der Film in der Eröffnungszene und kurz darauf an einem Flughafen actionmäßig so richtig aus und setzt ab da wo der Pokerpart beginnt mehr auf Thriller. Das ist auch nicht schlecht - wenn man bedenkt wie der letzte Bond "Stirb an einem anderen Tag" zur sinnlosen Effektorgie verkam ist ein Film der sich wirklich auf seine Story stützt gar nicht so unwillkommen. "Casino Royale" ist dabei auch gelungen, die Handlung hat ein paar nette Wendungen und Überraschungen - leider aber auch Längen. Die will ich nicht näher beschreiben da ich dazu das Ende vorwegnehmen würde, nur so viel: die letzten 20 Minuten strecken den Film etwas ungünstig. Die zweite wichtige Frage ist aber: ist Craig denn nun der ultimative Bond? Die Antwort, zumindest die meine? Nein. Es ist unfair ihn mit anderen zu vergleichen da sein Bond ein ganz anderer ist: nicht der comichaft erhobene Superheld wie ihn Brosnan darstellte, sondern ein junger Agent der auch auf technischen Schnickschnack verzichten muss sondern seine Gegner selbst "von Hand" erledigt und auch noch allerhand Fehler macht (etwa wenn ein sichtbarer Ohrhörer ihn verrät). Mir gefällt das alles noch nicht so ganz, gebe aber u: eine Neuausrichtung von Bond war zwingend nötig, bei Craig passt zwar noch nicht alles, aber ausbaufähig ists allemal. In sofern: ein zufriedenstellender, aber nicht außergewöhnlicher Bond Film.

          Fazit: Für Bond-Verhältnisse etwas actionarm, aber alles in allem eine brauchbare Neuorientierung der Serie mit noch nicht ausgereiftem Helden!

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          • 9

            Als Bond Fan, habe ich natürlich sämtliche Teile gesehen. Der 21 Bond hätte mein Favorit werden können. Hätte es eine bessere Titelmusik gegeben und wäre da nicht Daniel Craig der hier den Geheimagenten zum ersten Mal verkörpert. Mich hat aber die Handlung überzeugt und die Beste Szene, wo ich mit James mitleiden musste (Folter auf Untergürtel-Ebene).

            • 10

              Der beste Bond seit Langem, fetzig, rabiat, frei von (technischen) Kinkerlitzchen. Hier wird noch "ehrlich" geschwitzt und beblutet, und der Witz kommt auch nicht zu kurz. Wie Craig etwa darauf reagiert, als ihn ein Barmann fragt, ob er seinen Wodka-Martini geschüttelt oder gerührt möchte: Das hätt's früher niemals gegeben!

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              • 8 .5
                FA_14 29.04.2017, 16:19 Geändert 01.05.2017, 17:15

                Für mich der beste Bond.

                4
                • 8

                  Die Geburtsstunde des neuen Superhero ähnlichen James Bond, klasse und höchst spektakuläres Debüt von Daniel Craig.
                  Mads Mikkelsen als Bösewicht ist einfach großartig und Eva Green als Bond Girl eine Augenweide.
                  Bond auf Hochglanz poliert und mit phänomenalen Action Sequenzen ausgestattet.
                  Casino Royale ist ein phänomenaler Bond, in dem Daniel Craig absolut überzeugt!

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                  • 7 .5
                    lieber_tee 21.03.2017, 13:36 Geändert 21.03.2017, 22:56

                    Wenn Daniel Craig, wie damals Ursula Andress, halbnackt aus dem Meer steigt, so sein kantig-durchtrainierten Körper demonstrativ zu Schau stellt, dann ist offensichtlich wie der Relaunch der Serie gedacht ist. Umkehrung und Neuanordnung des Bekannten. Bewusst nähert sich dieser Bond an die Vorstellung der literarischen Figur. Eine männliche Fantasiegestalt, die ein Schwanzkönig der westlichen Welt sein kann aber ein soziopathischer Killer ist, der sich wortwörtlich nach und nach körperlich und seelisch entblößt. Dieser Bond ist der Beginn seiner Selbstdemontage.
                    Eine eiskalte, verbissene, selbstgefällige Lizenz zum Töten entdeckt die Liebe, wird verwundbar. Das Glamouröse und Promiskuitive hat er abgestreift, er ist ein beinharter Arbeiter, der schnörkellos seinen Job erfüllt. Das Körperliche steht im Mittelpunkt, das Seelische folgt zusehends. Daniel Craig gibt dem Bond-Charakter eine Härte und auch Kälte zurück, die teilweise erschreckend ist in seiner Ambivalenz und noch nicht zu erfassenden Tiefe.
                    Besonders gegenüber Frauen ist er schwer berechenbar. Während das Weibliche im Film eher zu tragischen Opferverhalten tendiert, erfolgt bei der Krone der Agentenschöpfung ein Beschützergefühl, das wohl tief in ihm schon vorher steckte, aber jetzt ausbricht. Daher verliert der Film im letzten Drittel auch die äußere (Action-) Dynamik und erschöpft sich in etwas unbeholfen-schwülstigen Liebesbekundungen vom harten Kerl. Dank der überraschend cleveren und scharfsinnigen Regiearbeit von Martin Campbell ist aber gerade dieser vermeintlich schleppende Akt mit seinen zentralen Motiven der Bondfigur, das Pokerspiel und seine Beziehung zu ihm nahestehenden Menschen, eine clevere Annäherung an den „neuen“, geerdeten 007.
                    7,5 Martinis gerührt oder geschüttelt, scheiß egal.

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                    • 7 .5

                      Wenn auch insgesamt etwas zu lang geraten, fährt "Casino Royale" logischerweise alles auf, was ein Film im James-Bond-Universum ausmacht. Dagegen ist die Figur James Bond diesmal nicht ganz so stereotypisch geraten, erlaubt sich ein paar neue Gewohnheiten und spielt viel mit den Erwartungen des Zuschauers. Mit Eva Green und Mads Mikkelsen bekommt Daniel Craig starke Mitspieler an seine Seite gestellt, die neben der Action das Highlight darstellen.

                      • 7

                        Action war in dem Film natürlich sehr gut, aber sonst ist der Film einfach nur ein normaler Actionfilm.

                        • 9 .5
                          J.F.Lannister 25.10.2016, 16:41 Geändert 25.10.2016, 23:04

                          SPOILER:

                          Ein James Bond, bei dem es mir schwer fällt, die richtigen Worte zu finden. Was wahrscheinlich daran liegt, dass der Film emotional auf einer Ebene arbeitet, die ich rational nicht wirklich begreifen kann. Es ist die Liebesbeziehung zwischen James Bond und Vesper Lynd, die mich jedes mal fertig macht und betrübt.

                          Die Bilder, die Dialoge, die Musikuntermalung und zu guter Letzt das Spiel von Daniel Craig und Eva Green fügen sich zu einer vollkommenden Harmonie zusammen und kreieren ein Gefühlskino der ganz besonderen Art. Dabei beginnt das Zusammentreffen zwischen Bond und Lynd ja noch recht harmlos. Zwei unterschiedliche Charaktere, die sich in wortwitzigen, ironischen Dialogen auf den Arm nehmen. Während Lynd Bond sofort imponiert, sieht sie in ihm nur ein kaltschnäuziges, arrogantes und egozentrisches Arschloch, was er zu diesem Zeitpunkt ja tatsächlich auch ist.
                          Aus Tarnungszwecken führen sie eine Scheinehe, welche beide Schritt für Schritt einander annähert. Eine gemeinsame Suite im Hotel, ein hübsches Kleid als Strategie für das Pokerspiel, gefolgt von einem flüchtigen Kuss auf die Wange und schließlich einem richtigen, langgezogenen Kuss. Radikal durchbrochen wird diese Scheinehe und Vespers normales Leben durch die Extremsituationen in Bonds Dasein als MI6-Agent. Waffen, Kämpfe um Leben und Tod, Leichen, Vergiftungen. Vesper Lynd zerbricht daran, nicht nur an den grausamen Bildern sondern auch an Bonds empathielosem Umgang mit diesen Erlebnissen und seiner eigenen Schuld. Emotionalen Halt findet Vesper dabei paradoxerweise in Bond selbst, weil dieser sich ihr annimmt. Somit entsteht zwischen beiden eine sehr intime Bindung, welche aufgrund des Sieges beim Pokerspiel auf eine schmerzhafte Probe gestellt wird. LeChiffre lässt Vesper entführen, kann Bond nach einem Autounfall überwältigen und möchte aus beiden die Kontodaten herausfoltern. Zwar hält sich Bond eisern an die Agentenverschwiegenheit, trotzdem bringen ihn Vespers Schreie zur Verzweiflung.
                          Gerettet werden sie durch Mr. White, die langfristigen Konsequenzen werden Bond jedoch erst später bewusst. Vesper hat sich durch einen Deal Bonds Leben erkauft. Kurzfristig muss er erkennen, dass es für sein seelisches Wohlbefinden und für seine Beziehung zu Vesper nur eine Möglichkeit gibt: der Austritt aus dem MI6. In einer Montage zeigt Campbell daraufhin, wie Bond und Vesper ihre Beziehung vollkommen befreit ausleben können. Schließlich muss Vesper ihren Teil des Deals, die 115 Mio., einhalten, sieht für sich selbst langfristig keine Überlebenschance und begeht Suizid. Im gesamten Film, aber insbesondere in der Montage wird die Liebe zwischen Bond und Vesper durch oben genannte Harmonie als so rein und ehrlich dargestellt, dass ich Vespers eigentlich sinnlosen und ungerechten Tod nicht begreifen kann, nicht begreifen will. Es ist so, als ob ich da selbst in James Bonds Haut schlüpfe, mich in Vesper verliebt habe und verzweifelt versuche, sie aus dem Aufzug zu befreien und wiederzubeleben. Emotional macht mich das jedes mal fertig.

                          Was "Casino Royale" abseits davon zu einem meisterhaften Agententhriller macht, sind beispielsweise die harten, authentischen Actionszenen, die spannenden Pokerspiele, ein genialer Mads Mikkelsen als bodenständiger Antagonist, Nebencharaktere wie M, Felix Leiter und René Mathis, ein rundherum hervorragender Soundtrack oder das gesamte Bondkonzept, welches hier präsentiert wird.
                          Martin Campbell unterzieht Bond einer radikalen Frischzellenkur, verzichtet auf altbekannte Running Gags und kombiniert das Beste aus den früheren Bondwerken (Connery, Lazenby, Dalton). James Bond ist in erster Linie ein Mensch, keine MI6-Maschine. Ein Mensch, der fühlt, leidet und blutet, der fehlerhaft ist und Fehler macht, der daran reift oder deswegen fällt. In der Darstellung des Geheimagenten erinnert "Casino Royale" an die früheren Connery-Werke, als Bond sich primär der Spionage und Ermittlung widmete. Aus Informationsschnipseln Erkenntnisse ziehen, Puzzleteile zusammenfügen,... - dadurch entsteht im Film ein toller Flow. Wie oben erwähnt, mag ich die harten Actionszenen. Dies liegt mitunter daran, dass sie ein sehr gutes Gefühl dafür geben, es hier mit wirklich kampferprobten Agenten zu tun zu haben und nicht mit irgendwelchen Kneipenschlägern.

                          So, das soll es an dieser Stelle erst einmal gewesen sein. Warum "Casino Royale" für mich als mit Abstand bester aller bisherigen Bondfilme gilt, konnte ich hoffentlich verständlich beschreiben.

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                          • 7

                            Mir fehlt hier die Action im Vergleich mit den drei anderen neuen Bonds. Das Rumgeknutsche wird hier auf die Spitze getrieben und nervt in dem Ausmaß ein wenig. Das Casino-Gezocke plätschert lange vor sich hin.

                            Es reicht für eine gute 7, aber Spectre und Skyfall waren mMn deutlich spaßiger.

                            • 9

                              Nach wie vor mein Lieblingsbond an dem es fast nichts zu bemängeln gab.

                              • 9
                                Demeyusi 18.07.2016, 22:47 Geändert 18.07.2016, 23:07

                                Von allen 4 Filmen mit Craig, ist Casino Royale der Beste. Spannend mit einem glaubwürdigen Bond und einem unerwarteten Ende. Danach gings leider bergab, wobei Skyfall nicht mal so schlecht war. Seinen Tiefpunkt fand Craig-Bond mit Spectre. Grauenhaft langweilig. Danach lernt man erst so einen Streifen wie Casino Royale zu schätzen. Deshalb 9 Punkte!

                                • 10

                                  Endlich mal ein moderner Bond, knallhart, spannend as sogar die Oma wach bleibt, Eva Green ist ein knaller, da wird auch der größte Band vermeider noch zum Fan, mann nur hoffen das Craig einen würdigen Nachfolger bekommt.

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                                  • 10
                                    sachsenkrieger 06.06.2016, 00:01 Geändert 06.06.2016, 00:04


                                    James Bond 007 Nr. 21 - CASINO ROYALE

                                    Ein etwas in die Jahre gekommener Lehrbub des Secret Intelligence Service, Military Intelligence, Section 6, bekannt als Nummer 7, erwirbt sich durch die noch recht grob durchgeführte Meuchelung eines schurkischen Handlangers auf einem 00, die halbe Miete, um den warum auch immer heißbegehrten Doppelnullstatus zu erlangen. Kurz darauf geht es bei der Entledigung des übergeordneten Schurken schon etwas leichter und aus Nummer 7 wird 007, Straßenbezeichnung James Bond. Jetzt kriegt er die Platinkarte des British Empire und hat freien Zugang zu einer Dienstwohnung, einem Dienstwagen, einer Dienstwaffe, einem Dienstmädchen, im Volksmund als Bond-Girl bezeichnet und jeder Menge Drinks, die fast immer aus drei Teilen Gordons, einem Teil Wodka, einem Teil Kina-Lillet bestehen, immer mit Eis geschüttelt werden und mit einem Zitronenstreifen garniert, serviert werden. Dann bekommt er für den Anfang den Auftrag, die Welt zu retten? Nein. Einen Killersatelliten im All zu zerstören? Nein! Für den Anfang reicht es, sich um einen übel beleumundeten Börsenspekulanten zu kümmern, der für finanzkräftige Kunden deren Geld aufzubewahren vorgibt.

                                    Ich sag es einfach mal, wie es in meiner Welt ist: Es hat schlappe 44 Jahre und 20 Filme gedauert, bis Ian Flemings erster Bond-Roman würdig verfilmt wurde. Und es hat, mit Ausnahme von Timothy Dalton, ebenso lange gedauert, bis man einen wirklich geeigneten Darsteller für James Bond gefunden hat. Daniel Craig crasht und entzaubert mit seinem Spiel die Albernheit und teilweise unfreiwillige Komik seiner Vorgänger und katapultiert die Reihe in ein Frohes Neues Jahrtausend. Dazu kommt mit Eva Green die mit Abstand beste weibliche Darstellerin, die die Reihe je hatte, mit Judy Dench endlich eine mehr als nur eine Nebennebenrolle spielende M und last but not least, mit dem wie fast immer genialen Mads Mikkelsen, ein verdammt geiler Böser Wicht. Das einzige, was es hier vielleicht zu bemängeln gäbe, wäre der wirklich völlig unpassend olle Titelsong. Aber das ist in der Reihe sowieso schon immer ein ständiges Auf und Ab gewesen, so als würden Opa, Papa und Sohn sich abwechselnd einen aussuchen dürfen. Ansonsten ist das 145 Minuten allerfeinste Agentenpower mit allem Drum und Dran und endlich, endlich, mal ohne doofe Witzchen, sexistische Bescheuertheiten und grenzdebile Dialoge. CGI wurde glücklicherweise auch weitestgehend weggelassen, stattdessen gibt es ordentlich Oldschool-Action auf Hightech-Niveau. Was soll ich sagen? Ich mach´s einfach mal kurz: Nachdem ich mich hier mehr oder weniger durch 20 Filme im Schnelldurchlauf gefreut, geschimpft, gelacht, gelästert, gerührt und geschüttelt habe, gewinnt zumindest der erste "Craig", den zweifelhaften Titel des für mich ganzheitlich besten Bond-Film aller Zeiten...

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                                      Christian Kulhei 18.05.2016, 21:27 Geändert 18.05.2016, 21:32

                                      Nachdem ich jetzt die Bond Collection fast durch hab, muss ich den Film sogar noch etwas abwerten...

                                      Insgesamt ist der Film auch zu lang geraten und diese unsinnige endlos lange und langweilige Pokerszene hätte es wirklich nicht gebraucht. Dabei ist es aber nicht die einzige Szene die kürzer sein könnte.
                                      Dazu kommt noch das der Film verglichen mit anderen Bond Streifen für meinen Geschmack wirklich ziemlich wirr daherkommt.

                                      Was ich auch vermisst habe, ist dieser typische Bond Humor der einen bei fast jedem Bond Streifen immer wieder schmunzeln lässt. Zudem kommt noch ein Titelsong der auch eher zu den schwächeren gehört und nicht wirklich dem Intro würdig ist.

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                                        Für mich ist das der beste Bondfilm und einer meiner Lieblingsfilme überhaupt. Hier habe ich das erste mal bewusst den ganzen Rummel um den Film mitbekommen, war das erste mal zu Bond im Kino. Natürlich habe ich auch schon ein paar andere Bonds gesehen gehabt und dann auch die Diskussion um Craig mitbekommen. Davon unbeindruckt, war es dann halt irgendwie ein ganz anderer Film als die anderen Bonds. Action ist gut gemacht und sieht wesentlich besser aus als in Stirb an einem anderen Tag. Es kommt halt alles ein bisschen einfacher, normaler (wenn man das so sagen kann) daher. Ich meine damit, dass es eben mal weniger um einen exzentrischen Möchtegernweltbeherrscher geht. Auch wenn man Mads Mikkelsen Blut weinen lässt, ist das für seine Figur eigentlich uninteresannt. Zudem bricht Bond erstmal mit allem, was für Bond typisch ist. Es bleibt die ganze Zeit eine gewisse Spannung erhalten, von der der Film lebt und es bleibt auch beim 10. mal anschauen spannend (Das war bei anderen Filmen, vor allen Dingen Skyfall nicht so). Das macht diesen Film einfach an sich interessant und sehenswert.

                                        • 7 .5
                                          RoboMaus 05.04.2016, 18:38 Geändert 05.04.2016, 22:20

                                          Lang lebe der Straight Flash, in Pik natürlich :)

                                          'Casino Royale' lebt aus den Situationen, die allein für sich Interesse und Spannung erzeugen, ob beim Pokern in der Abzockerrunde oder beim Verhindern eines Flugfeld-Bombenanschlages, auf dem Folterstuhl oder im Geturtel mit seiner MI6-Aufpasserin, das in der Schlussphase gefühlt eine Viertelstunde am Stück einnimmt.

                                          Die Story läuft nebenher oder besser untendrunter - so richtig an die Oberfläche kommt sie selten, und wenn man in diesen zehn Sekunden nicht aufpasst, könnte man sich u.a. schon fragen, weshalb der Schurke so viel daran setzt ein Flugzeug am Boden in die Luft zu sprengen....... die Neugierde zwang mich an der Stelle, die alte Plaudertasche Wikipedia aufzurufen: (SPOILER ODER HELFER, wie man's nimmt :) der genial-böse Mads Mikkelsen hat mit dem Geld des afrikanischen Warlords einen Short-Sale auf die Fluglinie unternommen, d.h., verdient an deren Börsen-Absturz, weshalb das grösste Flugzeug dran glauben soll (SPOILER ENDE). Wie konnte mir das nur entgehen?

                                          Zwingend notwendig ist das Verständnis nicht, denn Craig beim Pokern zuzusehen, lässt eine Story überflüssig erscheinen und ergibt eine Klasse für sich:
                                          "Oh, und den Parkschein" schob er hinterher, als er dem Griechen auch noch das Auto abgeluchst hatte :)

                                          Daniel Craig hat sich mit 'Casino Royale' als Bond stark eingeführt - 2 ½ Stunden abwechslungsreiche Unterhaltung mit allem, was zu Agenten-Action, Pokerface und Verführungskünsten gehört. Hier kann man noch etwas lernen ;-)

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                                          • Einige Sachen verstehe ich nicht. Zum Beispiel: Auf den Bahamas, als er gerade die Hammerbraut flachlegt, sagt diese dass Ihr Mann nach Miami fliegt. Bond fährt dann sofort hinterher,und in der nächsten Szene fährt er im Taxi und kommt in Miami am Flughafen an wo er Ihren Ehemann aufspürt. Die müssen doch aber erst von den Bahamas rüber nach Miami.

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                                              alexander.ziemann.71 31.03.2016, 06:50 Geändert 31.03.2016, 16:19

                                              Der hat einen guten Rhythmus. Von der rasant geschnittenen Verfolgung mit den vielen Close Ups und akrobatischen Stunts am Anfang bis zum ruhigen ironischen Dialog mit Eva Green im Zug oder der vernichtenden Hassattacke, die Judi Dench mit steinernem Gesicht über Bond einschlagen lässt. Endlich hat Bond mal eine richtige Chefin bekommen - das allein und die gut besetzten Rollen (Tarrach an der Bar) sind modern, dass macht Spaß und sorgt für gute Unterhaltung. Sony, Omega, Rolex, Aston Martin, Ford Fiesta und viele andere sorgen für Profit und Finanzierung.

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                                              • 9
                                                VinniVega73 29.03.2016, 01:03 Geändert 31.03.2016, 22:58

                                                Ich denke man muss nichts mehr schreiben zu diesem Film !
                                                Perfekt inzeniert !
                                                Action passt !
                                                Tempo passt !
                                                Charaktere passen !
                                                Craig legt einen sehr starken ersten Auftritt hin !
                                                Gott sei dank keine Fönwelle Brosnan mehr !
                                                Die Anfangsaction vielleicht die beste aller Zeiten !

                                                • 10

                                                  Spektakuläre Stunts und witzige Sprüche als gäbe es keinen Morgen. Durchgehend spannend und dramatisch bis zur letzen Sekunde. Poker wird auch gespielt. Dazu noch ein paar überraschende Wendungen... all das macht ''Casino Royal'' für mich zu einem geilen FIlm. Ich habe die Diskussion über Daniel Craig als neuen Bond nie verstanden. Er macht seinen Job genau so spitze wie die vorigen Bond Darsteller. Es gibt unter ihnen keinen Favoriten für mich, alle waren sehr gut. Craig mimt 007 mit Charme, Ironie, Humor, einem eiskalten Ausdruck und ist dabei greifbar menschlich wie nie zuvor. Dazu gut dosiert der unsterbliche Bond Soundtrack, schön. Besser kann man Bond nicht inszenieren. Mads Mikkelsen, den ich ebenso gut finde, spielt seinen Widersacher mit einer derart kühlen Präsenz die einen erschaudern lässt...Top! Alle weiteren Schauspieler sind exzellent besetzt. Dieser Bond Streifen ist Hammer und Daniel Craig, yeahh baby...he rocks!

                                                  8
                                                  • 7
                                                    krismopompas65 12.03.2016, 00:08 Geändert 21.03.2016, 15:20

                                                    bester bond seit goldeneye inkl. überraschendem ende.