Wie ein weißer Vogel im Schneesturm - Kritik

White Bird in a Blizzard

US/FR · 2014 · Laufzeit 91 Minuten · FSK 12 · Drama, Thriller
Du
  • 7

    Seit ich "Die Bestimmung" gesehen habe mag ich Shailene Woodley. Als Tris war sie die ideale Besetzung für die Reihe. Sie hier mal in einer anderen Rolle zu sehen war interessant. Sie war der Hauptgrund, weshalb ich mir den Film angesehen habe.
    Eva Green hat wie immer die Gabe, einem das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. SIe passt super zu Kat's kaltherziger Mutter.
    Der FIlm an sich ist gut gegliedert und flüssig, auch das Ende stimmt. Trotzdem kann ich dem Film nur 6 Punkte (plus 1 Punkt extra für Shailene's Performance) geben, da die Story für mich jetzt nicht so interessant war.

    PS: Die Wahl des Covers verstehe ich nicht. Es wirkt, als wäre der Film eine Liebesgeschichte.

    • 5

      "White Bird in a Blizzard" hat mich echt enttäuscht. Ja, ich hab mich wahnsinnig gelangweilt. Eva Green spielt die Psycho-Mutter meilenweit über der Grenze des Over-Actings. Ansonsten wurden die Charaktere in diesem Film aber von den meisten Schauspielern toll verkörpert. Aber was nützt einem das, wenn die Figuren so dermassen langweilig oberflächlich und stereotypisch gezeichnet sind? Die Story ist zwar nicht vorhersehbar, ist aber schlussendlich arg an den Haaren herbeigezogen und wirkt sehr künstlich. Auch der überstylische 80er-Jahre-Look des Films wirkt eher künstlich als real und möchte so was ähnliches wie cool wirken. Nein, das war nicht meins, sorry.

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      • 6 .5

        Zunächst einmal bin ich froh, dass es dieser Film überhaupt nach Deutschland geschafft hat! Monatelang sah es da ziemlich mau aus...

        "White Bird in a Blizzard" ist ein Familien- und Beziehungsdrama mit leichten Krimieinschlägen. Die lebensfrohe Eve (Eva Green) fühlt sich durch den tristen Alltag aus Ehe und Hausfrauenarbeit erschlagen und lässt diesen Frust an ihrem langweiligen Ehemann Brock (Christopher Meloni) aus. Im Kontrast dazu steht ihre 17jährige Tochter Kat (Shailene Woodley), die in der Blüte ihrer Jugend steht und einen attraktiven Freund namens Phil (Shiloh Fernandez) hat. Eines Tages verschwindet Eve spurlos, die Ermittlungen übernimmt der Kriminalbeamte Scieziesciez (Thomas Jane).

        Aus spoiler-technischen Gründen kann ich nicht näher darauf eingehen, aber Kern und Stärke des Films sind die verschiedenen Charakterkonstellationen, die sich im Verlauf der Handlung ergeben. Manche sind zunächst gewöhnungsbedürftig, andere entwickeln sich sehr überraschend. Besonders interessant fand ich es zu beobachten, wie die Schauspieler ihren Rollen entsprechend reagieren. Die Eheprobleme zwischen Eve und Brock, die Beziehung zwischen Kat und Phil sowie die Eifersucht Eves auf dieses junge Paar kommen gut zur Geltung. Allen voran überzeugt Eva Green mit ihrer anmutigen und verletztlichen Ausstrahung, die von jetzt auf gleich in Wahnsinn und Überheblichkeit umschwenken kann. Im Vergleich zum Trailer hatte ich mir allerdings etwas mehr Pepp versprochen, dort wurde eine ungleich intensivere Atmosphäre aufgebaut. Des Weiteren hätte ich mir gewünscht, wenn man sich für die Auflösung am Ende etwas mehr Zeit genommen hätte.
        Nichtsdestotrotz ist "White Bird in a Blizzard" ein guter Film, den man sich auf jeden Fall einmal anschauen kann.

        • 7

          Schlechtestes Cover für eine sinnvolle Vermarktung wie ich finde.....
          Aber der Film ist gut, langsam aufgebautes Drama mit Thrillerelementen. Die Story ist zwar in einem Satz erklärt, aber dafür gibt es in der Umsetzung viele positive Aspekte die man berücksichtigen sollte.......

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          • 6 .5
            lieber_tee 27.07.2016, 01:52 Geändert 27.07.2016, 02:00

            „Die Zukunft langweilt mich.“
            Wenn die Unschuld nach und nach verloren geht.
            Im amerikanischen Spießbürger-Vorort der 80er Jahre schmilzt die Jugend so dahin. Gregg Araki inszeniert diese Zeit und diesen Ort wie ein Trauma, das in zeit-geistigen Symbolen und poppiger Musik erstickt. Seelische Abgründe werden auf Hochglanz poliert. Hedonistisch, taff, sexuell aufgeladen reist Shailene Woodley als kugeläugiges, nacktes Reh durch ihre Adoleszenz. Wirkt dabei wie in einer Albtraumwelt gefangen, ohne Orientierung und festen Halt. Lebens-philosophische Phrasen schwirren um sie (und um den Zuschauer) herum. Das Verschwinden ihrer fremd gewordenen Mutter wird zu einer Spurensuche in ihre eigene fremd gewordenen Kindheit. Durch die Vergangenheit schaut sie in ihre Zukunft, die sie eigentlich gar nicht interessiert. Verhangen in Narzissmus, Langeweile und Pseudo-Abgeklärtheit lebt sie wie in einer Twin-Peaks-Welt der surrealen Gleichgültigkeit, in dem die Eltern Aliens sind, wie ihre eigenen Gefühle. Coming of Age als ein Akt der Enttäuschung, Widersprüche und Verlogenheit. Über alles schwebt eine spürbare Melancholie und Düsternis. Es wird viel an der Oberfläche gekratzt und am Ende kommt das eiskalte Grauen zu Vorschein, das aber immer noch seltsam oberflächlich erscheint. Der Film plätschert in hübschen Bildern so vor sich hin, eine gewisse Ziellosigkeit macht sich beim Betrachter breit. Das ist alles so gewollt, mir dann doch zu sehr auf dem künstlerischen Silbertablett serviert aber durchaus faszinierend.
            6,5-mal die Schönheit im Spiegel abchecken.

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            • 7 .5

              Wahnsinnig tolles Independent Drama mit einer interessanten Geschichte und einem grandiosen Cast. Vor allem Shailene Woodley zeigt, was für eine gute Schauspielerin in ihr steckt. Schade irgendwie, dass diesem Film so wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde! Echt sehr sehenswertes Indie Drama!

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              • 9

                Wunderbares Drama,sehr geradlinig und durch die Erzählung der Hauptdarstellerin refelektiert dargestellt.Im Laufe des Films setzt sich ein Puzzle zusammen,an welchem der Zuschauer teilnimmt.Filmmusik ist zudem top!

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                • Greg Araki ist kein Unbekannter, Teenagern Angst einzuflössen und zu provozieren. Er scheint besessen davon, die sexuelle Entfaltung sowie die Rebellion der Teens zum Thema seiner Filme zu machen. Was White Bird in a Blizzard zu einer Kuriosität in seinem Werk macht, ist die Tatsache, dass es der erste langweilige Film Arakis geworden ist. Kat Connors (Shailene Woodley) ist ein ganz gewöhnlicher Teenager während der 80er. Sie hört Cocteau Twins und abends ruft sie bei ihrem Freund Phil (Shiloh Fernandez) an, der gleich um die Ecke wohnt. Beide können sich über die Qualitäten von Behind The Wheel von Depeche Mode austauschen und deshalb sind sie ein Paar. Doch Phil weckt nicht nur die Lust von Kat, sondern auch von ihrer Mutter Eve (Eva Green). Einmal begrüsst Eve den Jungen im transparenten Nachthemd, dann erscheint sie vor ihm am Pool. Phil gerät zur Ablenkung von Eve, die als Hausfrau im kalifornischen Vorort vor sich hin vegetiert. Doch dann ist Eve plötzlich verschwunden! Detective Scieziesciez (Thomas Jane) befasst sich mit dem Fall, aber auch mit Kats phantastischem Busen. Vater Brock (Christopher Meloni) entwickelt sich derweilen langsam zum personifierten Albtraum... Immerhin bietet Arakis Film eine Art "Extended Dance Scene" zu Behind The Wheel und überhaupt ein feines Händchen für die Musikauswahl. Shailene Woodley, wie so oft, verwandelt den Film in etwas "Echtes", so dass wir uns für ihren Charakter interessieren, obwohl die Geschichte um sie herum gar nicht aufregend ist. Eva Greens Eve versucht "Bigger Than Life" zu wirken und man spürt, wie sie als Mutter verzweifelt versucht, im Mittelpunkt zu stehen. Green kann wie keine Zweite die dunkle Seite der Frau verkörpern - sie ist tatsächlich "Bigger Than Life"! Leider darf sie aber nicht in allen Szenen spielen. mehr auf cinegeek.de

                  • 7

                    Schöner Film, Shailene Woodley meiner Meinung nach einfach klasse, mal in einer etwas andere Rolle, hat mir gut gefallen. Natürlich ist die ganze Story sehr umfassend erzählt, aber ich für meinen Teil mag solche langen ruhigen Stories.

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                    • 8

                      Shailene Woodley scheint erstaunlich Vielseitig zu sein. Das gefällt mir. Sie überzeugt absolut in der Roman-Verfilmung. Glücklicherweise kenne ich diesen wieder einmal nicht. Bis auf das jedes Zweite Wort "Fuck" ist, gefiel mir der Film außerordentlich gut.

                      Das Ende war irgendwie überraschend, auch wenn es natürlich darauf hin lief.

                      Grandios ist aber die Musik!!! Gleich der erste Song, als noch die Namen eingeblendet wurden, hatte mich voll und Ganz gepackt.

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                      • 6

                        (...) Schlussendlich kann ein smarter Twist doch noch überraschen. Allerdings wird dieser, in deutlicher Diskrepanz zur vorangegangenen ausgedehnten Erzählweise, nur noch in Rückblenden abgehakt. Da frage ich mich, warum sich Araki für sein Signaturmotiv plötzlich keine Zeit mehr nimmt. Hat er, vielleicht beeindruckt vom New Wave Queer Cinema seiner Kollegen, seine jehe Selbstverständlichkeit von freier Sexualität als bedeutungslos erklärt und überwunden - New Wave Queer Cinema 2.0? War der berühmte Weg das Ziel? Dann habe ich unterwegs irgendwas verpasst.

                        ▶▶ http://queermdb.de/film/wie-ein-weisser-vogel-im-schneesturm-2014.html

                        • 6 .5
                          DrunkenCherry 21.08.2015, 22:42 Geändert 21.08.2015, 22:45

                          Irgendwie wollte mir dieser Film nicht so recht schmecken. Als ob das Salz in der Suppe gefehlt hätte. Dabei liebe ich diese Art von ruhig inszenierten Filmen.
                          Vielleicht ist das so eine Geschichte, die als Buch einfach besser funktioniert.
                          Dabei spielen die Darsteller hervorragend. ich war überrascht, wie hier selbst bis in die Nebenrollen bekannte Gesichter besetzt wurden.
                          Shailene Woodley zeigt hier, dass sie auch erwachsenere Rollen fernab der klischeehaften Teenieromanze spielen kann, was mir wirklich gut gefallen hat. Dass sich so viele daran aufgeilen, dass sie blank gezogen hat, kann ich nicht so recht nachvollziehen. Denn so erotisch inszeniert waren diese Szenen nun nicht. Aber sie spielt ihre Rolle gut. Verleiht ihr den persönlichen Schliff und lässt sie glaubwürdig wirken.
                          Dass Eva Green die Psychotante gut drauf hat, weiß man ja spätestens seit "Penny Dreadful". Aber mir persönlich wirkt die Dame immer ein bisschen zu steif. Zu unnahbar. Zu ihrer Rolle hat das zwar ganz gut gepasst, aber ich finde, sie hätte aus ihrer kurzen Screen Time mehr raus holen können.
                          Wer mich wirklich überzeugt hat, war Christopher Meloni. Dank seinem Busfahrer Schnautzbart hab ich sogar eine Weile gebraucht, um ihn zu erkennen. Man sieht, der Mann kann mehr, als nur bei Law And Order zu ermitteln.
                          Die Charaktere der Freunde waren ja super stereotyp und vorallem das Talent von Gabourey Sidibe bekam man gar nicht zu Gesicht. Auch Angela Bassett ging leider ziemlich unter.
                          Ob ich jetzt unbedingt sehen wollte, wie Thomas Jane und Woodley rumknutschen, lasse ich mal so dahin gestellt.
                          Die Geschichte selbst verliert sich so ein bisschen in sich selbst, wird nur durch das Ende richtig rund. Wenigstens gab es hier noch eine kleine Überraschung. Aber irgendwie wirkt die Story, als hätte man sie planlos drauf los geschrieben. Es fehlen ein paar Höhepunkte, um ein wenig mehr Spannung rein zu bringen.
                          Für mich ist dieser Film nicht unbedingt der Höhepunkt des Jahres, aber einmal angucken war allein wegen der tollen Darsteller völlig legitim.

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                          • 7

                            puh, ziemlich psycho! :D und ziemlich gut gespielt von den drei Hauptdarstellern, also der Familie. Empfehlenswert! :)

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                            • 6 .5
                              fujay 16.08.2015, 21:36 Geändert 17.08.2015, 20:16

                              Ganz gut gemachter Krimi - ein Hauch Film Noir, etwas mehr Drama, sehr gute Schauspielerinnen. Und endlich mal ne nackte Shailene Woodley. Dafür gibt es 0,5 Punkte mehr ;o)

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                              • 6

                                [...] Araki aber gelingt es ziemlich gut, seine Protagonisten immer als Menschen zu porträtieren, die dem Schwung und dem Rückstoß des Moments ausgeliefert sind, um diesen dann retrospektiv aufzunehmen, zu sezieren, zu verstehen. [...] Eve hatte, wenn sich Katrina an ihre Mutter zurückerinnert, viele Gesichter, vom aufreizenden Vamp zur verhärmten Ehefrau hin zum grellen Succubus, und sie gab ihrem bemühten Gatten Brock in jeder Sekunde zu verstehen, dass sie von ihm und ihrem gemeinsamen Leben als scheinbare All-American-Family angewidert ist: Die perfekte Familie ist gescheitert und trägt ein schwarzes Loch in ihrer Mitte, und in diese Leere wurde ein Kind geboren, welches zu früh lernen musste, sich hinter der Maske der Abgeklärtheit zu verstecken. Dementsprechend deutlich ist es auch zu verstehen, wenn „Wie ein weißer Vogel im Schneesturm“ von einem Teufelskreis spricht, in dem man sich zwangsläufig verlieren wird, wenn man seine Sehnsüchte tagein tagaus unterdrückt. [...]

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                                • 7

                                  Der Film hat mich gut unterhalten, vor allem ein Ende mit dem man nicht rechnet.

                                  • 6
                                    reckoner 10.08.2015, 20:35 Geändert 10.08.2015, 20:40

                                    ich weiß nicht, was ich von diesem film halten soll. normalerweise mag ich independent-filme, sie haben oft mehr zu sagen, als die grossen in hollywood. aber der hier hat mir gar nichts gesagt. etwas spoiler könnten enthalten sein...

                                    anfangs fand ich es verstörend, dass kat so locker mit der situation umgeht. ich hab immer gehofft, dass sie nen guten grund dafür hat - aber nein, hatte sie bis zum ende nicht.
                                    dann dachte ich nach etwa der hälfte des films, dass ich es durchschaut hatte. ich hab immer gehofft, weil der film echt potenzial hätte haben können, dass das nicht sein kann - aber doch, konnte es. ein kleiner trick kurz vor dem ende, der einen kleinen funkel zweifel hätte hervorrufen können, damit zwei minuten später das wahre ende herauskommt.
                                    dann hab ich mich gefragt, warum der film eigentlich in den späten 80ern spielt. mal ehrlich, macht man das heutzutage so? weil es wirklich ein paar sehr gute und teilweise auch tiefsinnige filme in der zeit gab? ich hab immer gehofft, dass das bestimmt noch sinn ergeben wird - aber nein, hat es nicht. für mich scheint diese zeitreise einfach nur die einzige möglichkeit gewesen zu sein, mit phil einen "echten rowdy" darstellen zu können.

                                    "nichtssagend" trifft mein attribut für dieses kunstwerk ganz gut. ich fühle mich, als hätte ich 60 der 90 minuten vergeudet. schade eigentlich, weil der echt was hätte werden können...

                                    edit: gooott, okay, es geht doch hoch auf 6 punkte. ohne das ende-80er-setting hätte auch der soundtrack nicht gepasst. und der ist brilliant!

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                                      Eva Green und Shailene Woodley als verkorkstes Mutter-Tochter-Gespann? I'll buy that for a dollar...

                                      Eva Green spielt die Mutter Eve Connor, welche von der Last ihres eintönigen Alltags erdrückt wird und langsam ihren Verstand verliert. Shailene Woodley spielt ihre wunderschöne Tochter Kat, welche ihr Leben in vollen Zügen genießt und kein Kind von Traurigkeit ist. Ihre Mutter beneidet sie um ihre Jugend und ihren makellosen Körper. Eines Tages verschwindet Eve Connor spurlos. Kat hatte nie einen besonders guten Draht zu ihre Mutter, weil diese auch nie aktiv an ihrem Leben teilgenommen hat. Den Verlust der Mutter hat Kat also schnell überwunden und sie investiert auch nicht viel Energie in die Suche nach ihrer Mutter. Und jetzt kommen wir auch schon zum Wendepunkt: Wir erleben die Geschichte nur durch die Augen von Kat. Dank ihrer gleichgültigen Art bleiben uns aber viele Details über das Verschwinden ihrer Mutter verborgen. Die Wahrheit kommt erst am Ende ans Licht...

                                      Fazit: Wäre der Film an manchen Stellen nicht so bedrückend, wäre "White Bird in a Blizzard" ein guter Film für den letzten milden Abend im Sommer, bevor dann der Herbst anfängt. Sehr guter Film!

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                                        man begleitet das mädel in ihrer pubertät und am ende kommt dann die auflösung warum denn nun die mutter nicht mehr da ist...das ist der film

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                                        • 7 .5
                                          D.D. 01.08.2015, 13:40 Geändert 04.08.2015, 19:28

                                          Mit hat der Film gut gefallen, straight erzählt, ohne große Überraschungen, aber toll gefilmt und eine nicht erwartete Auflösung am Ende.

                                          Shailene Woodley wie immer meiner Meinung nach hervorragend, zugleich zurückhaltend schüchtern und gleichzeitig eine knisternde erotische Ausstrahlung, einfach toll.

                                          Eva Green, hat zwar wenig Screen Time, aber was sie daraus macht absolut sehenswert und toll gespielt.

                                          Christopher Meloni, seine wohl beste Rolle bisher.

                                          Sehenswerter ruhiger Film mit dem gewissen etwas.

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                                            Für seinen Film "White Bird in a Blizzard" adaptierte Regisseur Gregg Araki den gleichnamigen Roman und schuf ein Coming-of-Age-Drama der besonderen Art.
                                            Zunächst besitzt der Streifen eigentlich recht offensichtliche Kriterien, die sich durch viele bekannte Filme ähnlichen Genres ziehen. Im Mittelpunkt steht die von Shailene Woodley gespielte Kat, eine junge Frau, die sich an der Schwelle zwischen Jugend und Erwachsenwerden befindet. Dabei beleuchtet Araki vor allem das sexuell reifende Innenleben von Kat und das Verhältnis zu ihren Eltern, denn das plötzliche Verschwinden der Mutter ist der Auslöser für die eigentliche Handlung.
                                            Letztendlich ist es die Inszenierung von Araki, die den Film zu etwas besonderem macht. Durch die Vermischung von Gegenwart, Rückblenden, Zeitsprüngen und Traumsequenzen sowie einer detailverliebten Ausstattung, welche durch die tolle Optik und einen hervorragenden Soundtrack ein besonderes Flair erzeugt, verwandelt der Regisseur sein mysteriöses Coming-of-Age-Drama-Krimi-Puzzle zu einer schlafwandlerisch-traumhaft anmutenden Reise durch die Seelenwelt eines bewegten Teenagers und vor allem die charakterlichen Einflüsse, die sich durch das Elternhaus eingeprägt haben.
                                            Shailene Woodley überzeugt erneut mit einer starken Performance, die durch ihre diesmal etwas offenherzigere, freizügigere, aber trotzdem teilweise verschlossene, verschüchterte Art perfekt zu ihrer Figur passt. Eva Green hat etwas weniger Screentime, dreht in jeder ihrer Szenen aber voll auf und wirkt oftmals wie eine giftige, wahnhafte Furie. Innerhalb des allgemein sehr gut ausgewählten Casts sticht noch ein wirklich großartiger Christopher Meloni als Vater hervor, der so undurchsichtig und vielschichtig wirkt wie lange nicht mehr. Ein besonderes Highlight stellt ansonsten noch die sehr kleine Rolle von Sheryl Lee dar, die vor allem bei Fans von "Twin Peaks" für Entzücken sorgen dürfte.
                                            "White Bird in a Blizzard" ist ein außergewöhnlicher, starker Film, der sich schlecht beschreiben lässt und deshalb umso mehr selbst erlebt werden sollte. Gregg Araki schuf einen Coming-of-Age-Film, wie es ihn nicht alle Tage zu sehen gibt, der zwischen altbekannten, fast schon banalen Mustern, faszinierenden Arthouse-Anleihen und einer brillanten, träumerischen Inszenierung schwankt und zusammen mit dem tollen Cast eine ungewohnte Mischung ergibt, die sich lohnt.

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                                              Dieser Film hat nicht viel mehr zu erzählen als "Unsere Eltern sind so crazy, lass mal einen durchziehen". Das heißt aber nicht, dass er nicht doch sehr spaßig und wahnsinnig schön sein kann. Der Film würde sich gerne irgendwo zwischen John Updike, AMERICAN BEAUTY und Sofia Coppola platzieren, schafft es aber nie, auch nur irgendwie deren Qualitäten zu erreichen, woran auch der müde Krimi-Plot nichts ändern kann. Klar, er geht unterhaltsam runter aber so what?
                                              Natürlich ist es erstmal schon sehr schwer, einem Film böse zu sein, in dem Shailene Woodley so gut spielt und so atemberaubend aussieht. Ihr Charakter ist vor allem in der zweiten Hälfte etwa so sympatisch wie Beulenpest und das ist nicht zuletzt ihrem gekonnten Spiel zu verdanken. Sie ist vielleicht auch der einzige Charakter, der wirklich was taugt, denn weder die untervögelte Mutter noch der trottelige Vater und erst recht nicht die stereotypen Freunde, von denen eine maßgeblich darüber definiert wird, dass sie fett ist (ziemlich verschenkt: Gabourney "Precious" Sidibe) und der andere maßgeblich darüber definiert wird, dass er schwul ist.
                                              Der Film sieht verflucht gut aus und erzählt sein Ding straight und originell. Am ehesten hat er für mich noch als Komödie funktioniert, denn viele der Gags sitzen und die Figuren sind zwar platt haben aber ihren Humor. in dem Sinne: schönes ding, aber wenn der Film plötzlich auf Drama oder Thriller umschwenkt, wirds meistens ein bisschen banal. Und mal wieder wird deutlich: Ein Film über Oberflächlichkeiten muss verdammt aufpassen, um nicht selber oberflächlich zu werden.
                                              Das alles sind für mich gute 5 Punkte ohne viel Frust. Aber irgendetwas in mir sagt mir, dass ich, wenn ich ein paar Wochen darüber nachgedacht habe oder mal ne Zweitsichtung unternommen habe, mir klar werden könnte, dass der Film mir doch wichtiger ist als gedacht und ich mich für die Wertung schäme. Genauso gut könnte er aber in Vergessenheit geraten und ich mich schon bald fragen: White bird in a what? Im Moment merke ich nur, dass ich nicht mal ernsthaft etwas Negatives über diesen Film sagen kann. Langweiliger geht es doch nicht!

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                                              • 7 .5

                                                Gregg Arakis neuestes Werk „White Bird in a Blizzard“ ist vielleicht sein bis dato normalster, sprich konventionell aufgebautester Film – was natürlich nicht heißen soll, dass er seinem bekannten, lieb gewonnenen Stil und den oft wiederkehrenden Themen seines jahrelangen Schaffens untreu geworden ist. Stattdessen inszeniert er scheinbar recht originalgetreu, nach einer Romanvorlage von Laura Kasischke, ein überwiegend entspanntes und doch tief gehendes Coming-of-Age-Portrait – im malerischen Zeitkolorit des achtziger-Jahre-Suburban-Americanas – von der Highschool-Schülerin Kat Connor (Shailene Woodley), welche innerhalb der Schwelle zum Erwachsensein zwischen 1988 und 1991 in verschiedenen Stadien mit dem mysteriösen Verschwinden ihrer Mutter Eve (Eva Green) umgehen muss. [...]

                                                „I was 17 when my mother disappeared“ ist der bestimmende Kanon des Films, welcher Stück für Stück vermittelt, wie Kat das absteigende Verhalten und die Sexualität ihrer Mutter im Verlauf der Jahre reflektiert hat und sich dahin gehend auf einen eigenen Weg machen musste, was sie mit ihrem aufblühenden, adoleszenten Körper anstellen würde – da kommt die Ungewissheit trotz der nachvollziehbaren Pro-Aktivität ihrerseits nicht von ungefähr, wenn man die dysfunktionale Situation der Connors bedenkt. [...]

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                                                • 8 .5

                                                  Ein für Araki-Verhältnisse schon beinahe angepasster Film, der mich dennoch überzeugt hat. Ein phantastisch verträumtes Filmchen, in dem nur leider nicht besonders viel passiert. Die Coming-of-Age-Geschichte wird gefühlvoll erzählt und "White Bird in a Blizzard" schafft es unbeschwert, das ungewisse und oft ungemütliche Gefühl der Jugend und Adoleszenz gekonnt darzustellen, der Krimi-Part, wenn man das so nennen darf, rutscht dabei allerdings gewaltig in den Hintergrund. Dafür zeigt Shailene Woodley, dass sie durchaus Potential hat und Eva Green ist bitchtastisch, Oscar bitte. Rumgeknutscht wird zu Depeche Mode und auch sonst ist die Liedauswahl hervorragend. Da möchte man fast meinen, Gregg Araki hat den besten Musikgeschmack im Filmbiz, Quentin who?

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                                                  • 9

                                                    Als Gregg Araki Fan seit.....uff....ich glaube Anfang der Neunziger war ich natürlich sehr gespannt auf "White bird in a blizzard" und konnte es kaum erwarten, ihn auf dem Fantasy Film Fest noch vor dem herbstlichen amerikanischen Kino-Start zu sehen.

                                                    Wie der Trailer es schon erkennen lässt, handelt es sich bei dem Werk um ein Drama und nicht um eine von Araki´s absurden und humoresken Streifen wie "Kaboom" oder "Nowhere" - wobei Eva Green als fiese und plötzlich verschwindende Mutter schon den ein oder anderen überspitzten Akzent setzt. Auch die besten Freunde von Hauptcharakter Kat wirken leicht übetrieben. Mein Kino-Buddy, der länger in Amerika gelebt hat, betonte aber, es gäbe sehr viele US-Bürger, die tatsächlich "genau so" seien. Kat wird dargestellt von Shailene Woodley, und das macht sie so gut, dass es überhaupt nicht schlimm ist, sie neuerdings in so vielen Produktionen zu sehen - insofern sie es immer so gut kann... :o)

                                                    Wie immer gibt es bei Araki einen absolut phantastischen und gut gewählten Soundtrack, dieses Mal mit Siouxsie & the Banshees, This Mortail Coil, The Cure, New Order, Slowdive, The Jesus & Mary Chain und interessanterweise auch an prominenter Stelle mit Pet Shop Boys...und zwar genau dann, als Papa´s neue Freundin, gespielt von Sheryl Lee (ja, DIE Sheryl Lee - Laura Palmer aus "Twin Peaks"! auftaucht. Da der Film kurz zuvor ins Jahr 1990 gesprungen ist und das Lied von Pet Shop Boys "Being boring" aus dem gleichen Jahr stammt, wirkt das Ganze wunderbar absurd und leicht traumhaft und überzogen - zumal Sheryl Lee sich anscheinend Mühe gibt, so wie Laura Palmer zu wirken an der Stelle.

                                                    Das Setting ist ebenfalls erste Sahne. Mein Begleiter fragte irgendwann, ob der Film denn wirklich aktuell ist oder vielleicht doch irgendwann Ende der Achtziger oder Anfang der Neunziger gedreht wurde...natürlich ist es einfach, das Zimmer mit Joy Division-Aufklebern und Postern von damals angeagten ultracoolen Wave-Gruppen zu dekorieren, aber auch Möbel, Frisuren, Autos und Bekleidung sind sehr treffend und gut gewählt.

                                                    Die Story um die plötzlich verschwundene Mutter wird spätestens ab der Hälfte ein wenig vorhersehbar, wartet aber am Schluss noch mit einem Gregg-Araki-typischen "Kaboom"-Effekt auf...dieser ist wirklich sehr absurd, aber beim Nachdenken über das Gesehene "passt" er auch und es gibt keine unlogischen Rückschlüsse...

                                                    Kann kaum erwarten, "White bird in a blizzard" erneut zu sehen und bin gespannt, ob er auch einen Deutschland-Start im Kino spendiert bekommt, ob es mal wieder gilt, eine DVD aus UK zu kaufen oder ob er hier als Datenträger zu erwerben ist...ich hoffe mal, er läuft auch in euopäischen und hiesigen Kinos!

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