Schöne Bescherung

Das Scheißhaus war voll. Frohe Weihnachten!

...und Krambambuli unser kleiner Wellensittich!
© Warner Bros. / moviepilot
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Einen hamwa noch, bevor sich der Kommentar der Woche in die Weihnachtsferien verabschiedet! Und es ist genau der richtige Film, um euch auf die Unvermeidlichkeit des Aufeinanderprallens von Welten, die sich sonst die meiste Zeit des Jahres über aus dem Weg gehen, vorzubereiten: Das Familienfest! Und wenn euch die Familie mit Toupets, Gezumpel und Hornhautraspeln in den Wahnsinn treibt, ihr die Gratifikation nicht bekommen habt, oder der Baum so geharzt hat, dass euer Gatte einfach nicht mehr von euch loskommt - denkt dran, dass ihr immer noch einen Ausweg habt: Schnappt euch eine Lichterkette, verkriecht euch hinter einen Sessel und kaut drauflos!

Flauschige Weihnachten da draußen - und bis nächstes Jahr!

Der Weihnachtskommentar der Woche
Ein paar Mal hatten sie uns bis dato schon mit in den Urlaub genommen, die Griswolds - aber 1989 lieferten uns Chevy Chase und Beverly D'Angelo das Pièce de Résistance der National Lampoon-Reihe: Schöne Bescherung. Also taut eure Augen auf, Martin Canine nimmt uns mit in einen der lustigsten Weihnachtsfilme aller Zeiten (kein Wunder, das Drehbuch stammt ja auch von John Hughes!)

Alle Jahre wieder...

...kommt nicht nur das Christkind, sondern flimmert auch die Familie Griswold mit dem vielleicht chaotischsten Weihnachtsfest aller Zeiten über die Bildschirme.
Einmal in der Adventszeit ist es Pflicht, dieser turbulenten Familie dabei zuzusehen, wie ihre besinnliche Weihnachtsfeier von vorn bis hinten in biblischem Ausmaße elend zugrunde geht.
Man fühlt sich gleich viel sicherer, was das eigene Fest angeht - egal, was misslingt, es kann nie im Leben schlimmer werden, als bei dieser Chaotentruppe!

Ein Klassiker ist es bereits, als unsere liebe Familie in den Wald fährt, um einen Baum zu fällen, und dabei nicht nur allerlei Verkehrsprobleme auslöst, sondern obendrein auch noch die Säge vergisst, sodass der - natürlich größte - Baum samt Wurzelwerk auf dem Autodach Platz finden muss.
Jaja, die Griswolds.

"Gar kein Abrust, nicht wahr, Drucky?"

Die totale festliche Apokalypse wird just mit diesem Baum ins Haus gelassen, und der Tohuwabohu-Virus breitet sich unentwegt aus.
Zunächst sind es noch solch kleine Schläge wie ein Christbaum, dessen Äste im ganzen Haus wildst um sich peitschen, doch schon bald, spätestens mit der Ankunft der Verwandtschaft, sind die richtig großen Probleme da.
Die halbe Wohnung wird in Trümmern liegen, Bäume und Gesäße werden in Flammen lodern und Truthähne werden zu dampfigen Staubwolken degradiert.
Immer noch bleibt aber genug Zeit, zu den idyllischen Klängen von 'Mele Kalikimaka' seinem Traum von sommerlichen Swimming Pool samt leicht bekleideter Verkäuferin nachzujagen.

Legendär das Tischgebet von Tante Bethony - sie betet bekanntlich nur und bettelt nicht:

"Ich bin klein, mein Herz ist rein
Soll niemand drin wohnen als ich allein.
Und auch Krambambuli, unser kleiner Wellensittich, und es soll auch drin wohnen Abraham Lincoln, der die Neger befreit hat und die vielen, vielen kleinen Chinesen.
Guten Abend."

Für die Freunde besonders rasanten und übertriebenen Humors auch noch die absolut amüsanteste Fahrt auf einem Blechdeckel, die es je gegeben hat.
"BINGO!"

Währenddessen hat Knusperverstärker-Erfinder Clark Schissbold... ähm, Griswold mit seinem Chef zu kämpfen, der außer einen Haufen identischer, aber immerhin hübsch verpackter Geschenke nichts mit seinen Angestellten zu tun haben will.
Doch das bringt unseren heldenhaften Familienvater nicht zur Verzweiflung.
Nicht so wie Tage am Dachboden, scheibenzerschmetternde Eispflöcke, lichtlose Lichterkettengewirre, Klärgruben voll Wohnwagendung, und leicht ablösbarer Toupés.

"Wir sind alle an der Schwelle zur Höllenglut."

Alles, und zwar auch wirklich alles, was schief gehen kann, geht nicht nur schief, sondern wird in Grund und Boden gestampft.
Der Tag des jüngsten Gerichts kann ruhig kommen, Familie Griswold hat Schlimmeres erlebt!
Jetzt ist man auf alles gefasst. Es ist nicht mehr steigerbar.
Und doch... unter dem Schutthaufen, der einst ein Haus an Weihnachten war, und dem nunmehr wahnsinnigen Blick Clark Griswolds, steckt immer noch unter einem Haufen Götterspeise der Weihnachtsgedanke begraben. Ganz tief drinnen ist er noch vorhanden und er schimmert sogar noch schwach hindurch.
In dem Sinne:
"Frohe Weihnachten! Das Scheißhaus war voll!"

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Zu guter Letzt möchte ich noch meinen lieben MP-Kolleginnen und -Kollegen ein frohes und schönes Weihnachtsfest wünschen. Feiert viel, schenkt und werdet beschenkt, freut euch, beisammen zu sein, trinkt Heißgetränke und esst Kekse und Christstollen, steht vor dem Weihnachtsbaum und singt Lieder, und genießt einfach all das, was Weihnachten zu einem solch schönen Fest macht!

Den Originalkommentar findet ihr übrigens hier!

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