Remake-Wahnsinn

Der Große Japaner wird Der Große Amerikaner

07.06.2011 - 15:00 Uhr
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Der Große Japaner
© Rapid Eye Movies
Der Große Japaner
Superhelden sind in. Das wissen wir schon lange. Trotzdem ist es unverständlich, wie irgendjemand glauben kann, dass ein amerikanisches Remake vom Kultfilm Der Große Japaner eine gute Idee ist.

Fans von asiatischen Filmen mussten schon so einiges aushalten, wenn es um amerikanische Remakes ihrer Lieblinge geht. Manchmal mag die Wahl der US-Produzenten noch ansatzweise nachvollziehbar sein. Im Falle des geplanten Remakes des Kultfilms Der große Japaner – Dainipponjin kann zumindest ich mir nur noch verwundert an den Kopf greifen. Dabei ist es nicht nur der extrem abgedrehte typisch japanische Stoff, der kaum in einem amerikanischen Film Platz finden wird, welcher bei dieser Nachricht aufregt. Das Personal hinter der Kamera ist noch beunruhigender.

Vielleicht wittert Produzent Neal H. Moritz (Fast & Furious Five, World Invasion: Battle Los Angeles, 21 Jump Street) einen Verschnitt von Hancock in diesem Remake. Schließlich sind Superhelden noch immer angesagt und vergleichsweise verlässlich an den Kinokassen. In Der große Japaner – Dainipponjin ist der titelgebende Held ziemlich gewöhnlich, mal abgesehen von seiner Verwandlungsfähigkeit, und nicht besonders “super”. Sein Unterhaltungspotenzial zieht der Debütfilm von Hitoshi Matsumoto aus skurrilen Monstern und trashigen Spezialeffekten.

Dass von der anarchischen Atmosphäre des Originals auch nur ein Hauch in das Remake übernommen wird, ist zu bezweifeln. Daran ändert auch die noch nicht näher definierte Beteiligung von Hitoshi Matsumoto nichts. Denn für das Drehbuch hat Neal H. Moritz Phil Hay und Matt Manfredi engagiert. Deren Filmografie darf sich mit Meisterwerken wie The Tuxedo – Gefahr im Anzug, Æon Flux und Kampf der Titanen brüsten.

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