Disneys Dumbo: Die 5 wichtigsten Unterschiede zwischen Original und Remake

Dumbo - Remake und OriginalAbspielen
© Disney
Dumbo - Remake und Original
30.03.2019 - 08:50 UhrVor 11 Monaten aktualisiert
0
2
Seit dieser Woche verzaubert euch der Disney-Elefant Dumbo im Kino wieder mit seiner magischen Feder. Hier könnt ihr nachlesen, in welchen wichtigen Punkten sich die Zeichentrick-Version und der Realfilm unterschieden.

Im Disney-Remake Dumbo wartet aktuell der wahrscheinlich süßeste CGI-Elefant der Filmgeschichte im Kino auf euch. Bereits die Trailer zur Neuverfilmung ließen vermuten, dass Tim Burtons Interpretation der Geschichte und das Original von 1941 in einigen Aspekten stark voneinander abweichen. Der vollständige Film bestätigt nun diesen Eindruck.

Kurz nach dem Kinostart des Remakes erfahrt ihr hier, mit welchen wesentlichen Änderungen der aktuelle Dumbo-Realfilm im Vergleich zum Zeichentrick-Klassiker aufwartet. Achtung, es folgen Spoiler zu Dumbo!

Dumbo hat in Tim Burtons Remake neue Freunde

Im neuen Dumbo-Film spielen Menschen eine viel größere Rolle als noch im Original, was sich gewissermaßen auch anbietet - schließlich haben wir es hier mit einer Live-Action-Verfilmung zu tun. Mit der (nach dem Tod der Mutter nur noch) dreiköpfigen Familie Farrier zum Beispiel werden wichtige Figuren etabliert, die es im Animationsfilm nicht gibt.

Dumbo und die Farriers

Der Kriegsverteran und frühere Dressurreiter Holt Farrier (Colin Farrell) erhält im Remake vom Zirkus-Eigentümer Max Medici (Danny DeVito) die Aufgabe, die zirkuseigenen Elefanten zu betreuen. Dies legt den Grundstein für die zentralen Freundschaften des Films, denn bald wird der kleine Dumbo geboren, um den sich insbesondere auch Holts Kinder Milly (Nico Parker) und Joe (Finley Hobbins) hingebungsvoll kümmern.

In den Hintergrund rückt damit die Maus Timothy, die im Film von 1941 als Dumbos größte moralische Stütze fungiert. Zwar sehen wir den frechen Nager auch bei Tim Burton ein paar Male, seine Auftritte im Remake sind jedoch immer nur sehr beiläufig. Erkennen könnt ihr ihn an seiner Kleidung, die dem Stil der Maus in der Vorlage nachempfunden ist. In das Geschehen der Neuverfilmung greift Timothy überhaupt nicht ein.

Timothy im Dumbo-Remake

Im neuen Dumbo-Film können die Tiere nicht sprechen

Damit kommen wir auch schon zur nächsten Neuerung, die Regisseur Burton mit seiner Kino-Neuauflage vorgenommen hat: Kein Tier kann im Dumbo-Remake sprechen, was die Tendenz der Live-Action-Variante hin zu mehr Realismus unterstreicht.

Im Original haben fast alle Tiere eine Stimme, die einzige Ausnahme bildet dort ausgerechnet der Titelheld. Ein wenig vermenschlicht ist Dumbo trotzdem in beiden Filmen: Wo wir ihn in der Zeichentrick-Version sogar weinen sehen, spricht im neuen Film zumindest seine Mimik stets eine deutliche Sprache. Zudem scheint er zu verstehen, was die Menschen zu ihm sagen bzw. wie sie auf ihn reagieren.

In der Realverfilmung Dumbo gibt es einen fiesen Bösewicht

In Dumbo von 1941 ist die Titelfigur zwar ein krasser Außenseiter im Zirkus, einen echten personifizierten Antagonist kennt das Werk jedoch nicht. Dies ist in Tim Burtons Remake anders. Hier nämlich betritt nach einer Weile der arrogante Unternehmer V. A. Vandevere (Michael Keaton) die Bühne, der einen gigantischen Freizeitpark besitzt und Dumbo dort als neue Attraktion installieren will. Für den Film geht damit zwischenzeitlich auch ein Wechsel des Schauplatzes einher.

Michael Keaton in Dumbo

Auf die Befindlichkeiten unseres Helden (oder auch die anderer Menschen) nimmt Vandevere bei seiner Profitgier keinerlei Rücksicht, womit er letztlich sowohl die Farriers als auch seinen Vertragspartner Max Medici gegen sich aufbringt. Über den unsympathischen neuen Charakter Vandevere trägt Burton eine kapitalismuskritische Note in seinen Film, die im Original so nicht zu finden ist.

Der neue Dumbo-Film verlangt euch noch mehr Tränen ab

Der vermutlich kritischste Moment im Zeichentrickfilm Dumbo ist jener, in dem der kleine Elefant von seiner Mutter getrennt wird. In Remake passiert dies sogar noch drastischer, weshalb ihr bei eurem Kinobesuch unbedingt genügend Taschentücher mitbringen solltet.

Zunächst wird Dumbos Mutter wieder an den Händler Hans Brugelbecker (Lars Eidinger) verkauft, später landet sie genau wie ihr Sohn in Vandeveres Erlebnispark. Mutter und Kind sind räumlich teilweise weiter voneinander entfernt als im Original, und damit ist das Schlimmste noch gar nicht ausgesprochen: Im finalen Drittel des Tim Burton-Films will der Unternehmer Mrs. Jumbo töten lassen. Die Odyssee der Elefanten wird im Remake somit auf grausame Weise erweitert, gleichwohl es zum Äußersten dann doch nicht kommt.

Mutter-Kind-Liebe in Dumbo

So hat Tim Burton das Ende von Dumbo verändert

Als die Neuverfilmung Dumbo angekündigt wurde, meldete sich umgehend die Tierschutzorganisation PETA zu Wort, die Tim Burton um eine entscheidende Änderung der Geschichte bat. Gemeint war damit das Ende des Originals, in dem Dumbo und seine Mutter letztlich im Zirkus verbleiben, was für die Tiere im Grunde alles andere als ideal ist.

PETA wünschte sich ein richtiges Happy End für Dumbo und dieser Forderung ist der Regisseur auch tatsächlich nachgekommen: Im Remake werden der Titelheld und seine Mutter in die Freiheit entlassen, die letzte Szene zeigt die beiden in ihrem natürlichen Habitat gemeinsam mit vielen Artgenossen.

Welche Version von Dumbo bevorzugt ihr: Original oder Remake?

Kommentare