Schleckermäuler

Eine kurze Geschichte der Cornetto-Trilogie

Simon Pegg und Nick Frost in Hot Fuzz
© Universal
Simon Pegg und Nick Frost in Hot Fuzz

Diese Woche startete die Science-Fiction-Komödie The World’s End von Edgar Wright in unseren Kinos. Der Film bildet den Abschluss der sogenannten Cornetto-Trilogie des Regisseurs. Die beiden Vorgänger sind Shaun of the Dead und Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis, in denen jeweils Simon Pegg und Nick Frost die Hauptrollen spielen. Der Begriff Cornetto-Trilogie, oder auch als Three Flavours Cornetto Trilogy bezeichnet, stammt aus einem Interview von Edagr Wright. In seinem ersten Langspielfilm Shaun of the Dead essen die beiden Protagonisten ein Eis der berühmten Eissorte. Als in ihrer zweiter Zusammenarbeit, Hot Fuzz, die beiden Protagonisten ebenfalls ein Cornetto-Eis essen, hatte Wright dies nur als einen wiederkehrenden Gag im Hinterkopf. Bei einer Pressekonferenz zum Film stellte jedoch ein Reporter dem Regisseur die Frage, ob dies eine Anspielung auf die Drei Farben-Trilogie des polnischen Filmemachers Krzysztof Kieslowski sei. Edgar Wright gefiel diese Idee und der Running Gag wurde Teil seiner Filmreihe. Anlässlich des Starts von The World’s End habe ich mir die Zusammenarbeit von Edgar Wright und den Schauspielern Simon Pegg und Nick Frost genauer angeschaut.

Mehr: Was sagen die Kritiker zu… The World’s End?

Der britische Filmemacher Edgar Wright begann seine Karriere mit mehreren Kurzfilmen, in denen er meist auf komödiantische Weise andere Filmgenres behandelte. Seinen ersten größeren Erfolg erzielte Wright 1996 mit der Comedy-Sendung Asylum, die auch die erste Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Komiker Simon Pegg bildet. Asylum ist eine Sitcom, die durch das ungewöhnliche Setting einer Psychatrie besticht. Aber auch das Format der Serie entsprach nicht den gewöhnlichen Sitcom-Mustern. Aslyum nutzte die Rahmenhandlung über die Patienten einer psychiatrischen Klinik für Stand-Up Comedy ähnlichen Auftritten verschiedener bekannter britischer Komiker. Die Serie hielt jedoch nur eine Staffel lang.

Simon Pegg und Jessica Stevenson, die auch bei Asylum mitgespielt hatten, entwickelten 1999 eine neue Sitcom unter dem Namen Spaced. Als Regisseur holten sich die beiden Edgar Wright mit an Bord. Ebenfalls mit von der Partie war der Komiker Nick Frost. Die Serie handelt von zwei jungen Leuten, Pegg und Stevenson, die vorgeben ein Paar zu sein, um so leichter eine Wohnung zu finden. Spaced fiel besonders durch die für eine Sitcom ungewöhnliche Inszenierungsweise von Edgar Wright auf. Dieser verwendete sonst eher bei Horror- oder Science-Fiction Filmen übliche Kamerabewegungen und -einstellungen. Die Serie bekam großen Zuspruch und wurde mit mehreren Preisen und Nominierungen ausgezeichnet. Durch diesen Erfolg etablierten sich Simon Pegg und Edgar Wright als Größen des britischen Humors.

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