Filmspot - Die Kino-News vom 16.11.2007

Grünes Hollywood
Hollywood hat die Ökologie entdeckt. Diese Woche startete bei uns die Dokumentation zum Thema 11th Hour – 5 vor 12, in der sich Schauspieler Leonardo DiCaprio aktiv für den Umweltschutz engagiert. Orlando Bloom und Diane Kruger fuhren bei der letzten Oscar-Verleihung in benzinsparenden Hybridautos vor. Regisseur Paul Haggis lebt in einem solarbetriebenen Haus, Brad Pitt lässt gerade in New Orleans ein solches nach ökologischen Kriterien bauen. Glamour und Grün sind nun kein Widerspruch mehr. Zur Liste der umweltpolitisch aktiven Schauspieler zählt auch Robert Redford, dessen Kabelfernsehsender Sundance Channel begann, die wöchentliche Sendereihe “The Green” mit umweltpolitischen Themen auszustrahlen. Dass Umweltbewusstsein in den USA das Potential hat, massentauglich zu werden und auch Geld einbringt, belegt Al Gores Film Eine unbequeme Wahrheit, der stattliche vier Millionen Besucher ins Kino lockte. Bleibt zu hoffen, dass die neu entdeckte Liebe zur Mutter Erde nicht nur eine Image-Inszenierung ist. (STERN)

*Schwarze Listen in Hollywood
*Im Herbst vor 60 Jahren begann die Jagd von Senator McCarthy auf Abweichler in Hollywood. Der berüchtigte Senatsausschuss zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe lud Hollywood-Stars vor, die sich Fragen zur kommunistischen Unterwanderung der Filmmetropole stellen mussten. So standen etwa Gary Cooper und Robert Taylor, Walt Disney und Bertolt Brecht vor den Untersuchungsrichtern. Unrühmlich war die Aussage von Elia Kazan, der dem Gericht 11 Namen nannte. Insbesondere Drehbuchautoren waren betroffen. Dreimal in Folge wurde der Oscar für das Beste Drehbuch nicht vergeben, weil sich hinter den Decknamen Autoren verbargen, die auf der Schwarzen Liste standen. Auf die vollständige Rehabilitation warten etliche Opfer der Kommunistenjagd noch heute. (FREITAG)

Das Boot Revisited
Wolfgang Petersens Film Das Boot ist einer der erfolgreichsten deutschen Filme überhaupt. Im Haus der Geschichte in Bonn ist gerade die Sonderausstellung “Das Boot Revisited” eröffnet worden, die einen Rundgang durch die Produktions- und Rezeptionsgeschichte des Films bietet. Über den für sechs Oscars nominierten Films nach dem Buch von Lothar-Günther Buchheim gibt es viel zu sehen: Originalrequisiten wie das fünf Meter lange Modell des U-Boots, Konstruktionsentwürfe, Fotos. Wahrscheinlich wurde Wolfgang Petersen die Liebe zum Meer schon in die Wiege gesungen, denn auch später kehrte er mit Der Sturm und Poseidon zum Wasser zurück. (Haus der Geschichte)

Weitere Nachrichten und Artikel von heute:
Denzel Washington über American Gangster.
Interview mit Steven Geyer in der Frankfurter Rundschau

Tommy Lee Jones über seine Arbeit.
Interview mit Bruno Lester in der Frankfurter Rundschau

Bericht vom Streik der amerikanischen Fernseh- und Filmautoren.
Schuster im Freitag

Bilanz vom 17. Festival des osteuropäischen Films in Cottbus.
Heinz Kersten im Freitag

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