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In Gedenken an Robin Williams: Die schönsten Filmmomente der Schauspiellegende

Robin Williams in Hook, Aladdin, Der Club der toten Dichter und Nachts im Museum
© Columbia Tri-Star/Disney/20th Century Fox
Robin Williams in Hook, Aladdin, Der Club der toten Dichter und Nachts im Museum
11.08.2019 - 09:15 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Seit nunmehr fünf Jahren ist der vielseitige Schauspieler Robin Williams schon tot. Er hinterließ eine ganze Reihe ikonischer Filmmomente, von denen wir euch nun unsere Lieblinge verraten wollen.

"Oh Captain! My Captain!" Das berühmte Zitat aus einem Gedicht von Walt Whitman hat sich dank Der Club der toten Dichter und einer herausragenden Performance von Robin Williams für immer in die Köpfe vieler Fans eingebrannt.

Robin Williams - Unsere schönsten Filmmomente

Der Schauspieler, der sich vor fünf Jahren tragischerweise das Leben nahm, gilt für viele als Kindheitsheld und prägte mit seiner außergewöhnlichen Wandelbarkeit eine ganze Generation. Ob als engagierter Lehrer, verrückter Wissenschaftler, blauer Dschinni, US-Präsident oder als Junge, der eigentlich nie erwachsen werden wollte - es gab keine Rolle, die Williams nicht überzeugend spielen konnte.

Auch, wenn der Anlass ein trauriger ist, wollen wir den heutigen Tag nutzen, um das Erbe von Robin Williams mit seinen schönsten Filmmomenten zu feiern. Danach seid natürlich ihr an der Reihe mit euren liebsten Erinnerungen an einen herausragenden Schauspieler!

Hook - Robin Williams als gealterter Peter Pan

Robin Williams in Hook


Steven Spielberg schuf 1991 mit Hook eine Neuinterpretation und gleichzeitig eine zauberhafte Fortsetzung der bekannten Geschichte von Peter Pan. Der Junge, der eigentlich nie erwachsen werden wollte, hat das Nimmerland längst hinter sich gelassen und ist nun ein verheirateter Anwalt und Vater zweier Kinder ohne Erinnerung an seine Vergangenheit.

Nachdem der fiese Captain Hook die Kinder des von Robin Williams gespielten Peter entführt und Glöckchen ihren alten Freund daraufhin zurück ins Nimmerland holt, versuchen die verlorenen Jungs, Peter an sein früheres Ich zu erinnern. Leider mangelt es dem erwachsenen Peter an der kindlichen Fantasie, um wieder zu alter Stärke zu finden.

Erst ein Abendessen und ein aberwitziges Wortgefecht mit Anführer Rufio, bei dem sich die beiden die wohl schrägsten Beleidigungen um die Ohren hauen, weckt in dem sonst so nervösen und unsicheren Anwalt alte Erinnerungen. Er besinnt sich wieder, was es heißt, Kind zu sein, und beweist: In jedem Erwachsenen steckt noch ein Hauch Fantasie - wir müssen uns nur erinnern. (FW)

Jumanji und Robin Williams Tragik im Humor

Robin Williams in Jumanji

In Jumanji spielte Robin Williams 1995 den Jungen Alan Parrish, der für 26 Jahre in einem Brettspiel verschwindet und dann (erwachsen) wieder auftauchte. Der Film an sich mag abenteuerlich und witzig aufgezogen sein, aber wenn Robin Williams erstmals auftritt und erkennt, wie lange er weg war, dann lässt sich in dem kindliches Unverständnis auf seinem Gesicht zugleich eine tiefe Tragik lesen, die den Film zu mehr als nur einem aus dem Ruder gelaufenen Spiel macht. (ES)

Robin Williams als Matt Damons Ziehvater in Good Will Hunting

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Die einfühlsame Vaterfigur ist seit Der Club der toten Dichter tief in der Schauspielidentität von Robin Williams verankert. Williams spielte am liebsten pure, reine, von bedingungsloser Liebe durchströmte Figuren, die aus ihrem Gegenüber wiederum das absolut Reinste und Beste herauslösen.

In Good Will Hunting pickt er sich den hochbegabten Will (Matt Damon) heraus, der durch das Raster des amerikanischen Bildungssystems gefallen ist. Als Psychologe Sean Maguire errichtet Williams eine einsame Brücke zu dem verbarrikadierten Genie. Die Mauer durchbricht er in einer der intensivsten Szenen des Films. Beschwörend wirkt er auf seinen Schützlich ein - “It’s not your fault." ("Es ist nicht deine Schuld") - bis er zu Will durchdringt. (HB)

Robin Williams als gewöhnlicher Bösewicht in Insomnia

Robin Williams in Insomnia

Robin Williams' Züge strahlten eine Freundlichkeit aus, die ihn für Familienfilme prädestinierte. Bei seinen düsteren Rollen, etwa One Hour Photo und Insomnia - Schlaflos, kippt diese Freundlichkeit in eine kühle Kalkulation. Williams sah nicht gerade wie ein Superschurke aus, für die unheimlichen Nachbarn war er wie geschaffen.

In Christopher Nolans Insomnia-Remake spielt er so einen unscheinbaren Typen, der in den Verdacht des schlaflosen Al Pacino gerät, ein 17-jähriges Mädchen ermordet zu haben. Eine der besten Szenen des Films - die nicht gerade als "schön" beschrieben werden kann - zeigt den Anruf von Williams Krimiautor bei Pacinos Polizist.

Er gesteht den Totschlag und wirkt seltsam distanziert. Als würde der Autor eine Figur aus seinen Romanen nachahmen. Es lohnt sich, Williams in Insomnia dabei zuzuschauen, wie er zwischen den vielen Schichten der "Performance" seines Bösewichts manövriert und unvermittelt dessen wahres Wesen freilegt. (JJ)

Robin Williams als Dr. Know in A.I. - Künstliche Intelligenz

A.I. - Künstliche Intelligenz

A.I. - Künstliche Intelligenz gehört fraglos zu Steven Spielbergs verblüffendsten Filmen - und das liegt nicht zuletzt an einer ganz besonderen Szene, in der sich der Roboterjunge David zusammen mit seinem ebenso künstlichen Weggefährten Joe auf die Suche nach der Blauen Fee machen.

In Rouge City soll Dr. Know all ihre Fragen beantworten. Und gesprochen wird dieser Dr. Know von niemand Geringerem als Robin Williams. Wenngleich wir den Schauspieler nicht direkt zu Gesicht bekommen, erweckt er allein mit seiner Stimme eine Figur zum Leben, die selbst in der Wirklichkeit des Films nur eine Projektion ist.

Da sind sie nun versammelt, die drei unechten Wesen, und kämpfen gegen die Algorithmen ihrer Programmierung an, indem sie sich auf der Suche nach Menschlichkeit in ein Märchen flüchten. Robin Williams Stimme nimmt in diesem Moment gleichermaßen verspielt wie warmherzig die Rolle des Wegweisers auf dieser Reise ein. (MH)

Welche Szenen mit Robin Williams werdet ihr nie wieder vergessen?

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