Into the Spider-Verse wird der beste Spider-Man-Film

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Animation
Spider-Man: A New Universe
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Bei all den Superhelden-Filmen, die in den nächsten Monaten und Jahren noch in unsere Kinosäle stürmen, können wir und ihr sicherlich manchmal den Überblick verlieren. Darunter tummeln sich Ableger großer Universen ebenso wie Reboots bekannter Antihelden, die einen erneuten Anlauf wagen wollen. Besonders im Auge behalten solltet ihr jedoch Spider-Man: A New Universe, schließlich birgt dieser das Potenzial, nicht weniger als das bisher beste Leinwand-Abenteuer unserer freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft zu werden.

Spider-Verse - Die perfekte Vorlage

Das Blockbuster-Event Spider-Verse, auf das A New Universe mit seinem englischen Originaltitel (Into the Spider-Verse) anspielt, gehört ohne Übertreibung zu den besten Spider-Man-Geschichten der vergangenen Jahre. Wie die Konkurrenz aus dem Hause DC Comics verfügt Marvel gleichsam über ein gewaltiges Multiversum, welches eine schier unendliche Anzahl verschiedener Universen beherbergt. Viele von ihnen haben ihre eigene Version von Spider-Man. Die verschiedenen Marvel-Universen werden durch eine Art Barriere voneinander getrennt, doch eben jene Grenze wird immer schwächer, weshalb einzelne Charaktere von einem Universum ins nächste reisen können.

Wie der Name dieses Events bereits verrät, treffen in Spider-Verse Spider-Men und -Women verschiedenster Realitäten aufeinander, von denen wir einige so ebenfalls in A New Universe sehen werden. Übrigens verbirgt sich nicht hinter jeder Maske das Gesicht von Peter Parker, so ist in einem Universum beispielsweise Peters Tochter May als Spider-Girl unterwegs, im Ultimate-Universum schwingt sich Miles Morales als Spidey durch die Straßenschluchten New Yorks und mit Miguel O'Hara haben wir ebenfalls einen Spider-Man in der Zukunft des Jahres 2099. A New Universe ist darüber hinaus nicht die erste Adaption dieser Geschichte, denn auf dieser Comic-Vorlage basiert ebenfalls ein Handlungsbogen der Serie Der ultimative Spider-Man oder auch das Videospiel Spider-Man: Dimensions.

Spider-Man: A New Universe ist anders als jeder bisherige Spider-Man-Film

An den oberen Zeilen merkt ihr es sicherlich bereits: A New Universe wird allein aufgrund seiner Vorlage anders als jene Abenteuer, die unser freundlicher Wandkrabbler bisher im Kino erleben durfte und ist deshalb mehr Spider-Man als es die bisherigen Filme des Franchise waren. Spider-Verse führt uns vor Augen, dass Spider-Man weitaus mehr ist als "nur" Peter Parker, denn die schöne Botschaft der Geschichte ist: Jeder kann Spider-Man sein, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung. In einem Universum schwingt sich sogar ein Schwein als Spider-Man, Pardon, Spider-Ham, durch die Lüfte. Ähnlich wie Superman ist Spider-Man somit ein Symbol, welchem sich jeder verbunden fühlen kann.

Durch diese Vielseitigkeit, welche aus der dem Film zugrunde liegenden Story erwächst, bietet sich Sony ebenfalls die Möglichkeit, sämtliche vorangegangene Spider-Man-Filme erstmals zu vereinen. Miles könnte somit zumindest theoretisch auf frühere Spider-Men wie Tobey Maguire (Spider-Man) oder Andrew Garfield (The Amazing Spider-Man) treffen und damit beweisen, dass alles miteinander verbunden ist. Ein solches Szenario würde mir persönlich sehr gefallen, unterstreicht es doch nur noch mehr, dass Sony mit A New Universe vollkommen in Richtung der Comics geht. Gänzlich abwegig erscheint ein solches Szenario übrigens nicht, schließlich beweist das neueste Comic-Event Spidergeddon, dass solchen Geschichten keinerlei Grenzen gesetzt sind, denn dieser Handlungsbogen führt den derzeitigen Videospiel-Spider-Man ins offizielle Marvel Comics-Multiversum ein.

Spider-Man: A New Universe ist ein zum Leben erweckter Comic

Doch nicht nur wegen der Vorlage sowie ihrer Geschichte könnte Spider-Man: A New Universe der bisher beste Film unserer freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft werden. Was den Film ebenfalls angenehm von der MCU- sowie DCEU-Konkurrenz abhebt, ist der wundervolle visuelle Stil. Die Farben sind herrlich kräftig und durch den Einsatz verschiedener Stilmittel, beispielsweise sehr kräftiger Umrandungen oder eingeworfenen Textboxen erweckt der Film einen Spider-Man-Comic vor unseren Augen zum Leben. Allein die Trailer zu Spider-Man: A New Universe versprühen eine unglaubliche Energie, derer ich mich kaum erwehren kann. Der visuelle Stil ist dermaßen außergewöhnlich, dass ich mich am liebsten lieber gestern als heute gemeinsam mit Miles ins große Spider-Verse stürzen würde.

Diesem einzigartigen Stil könnte hierbei übrigens eine Schlüsselrolle zukommen, denn so verwirrend das Konstrukt eines Multiversums auch sein kann - langjährige Comic-Leser werden wissen, was ich meine - so spannend und gehaltvoll ist es gleichzeitig. Da wir es hier mit keinem Live-Action-, sondern einem Animationsfilm zu tun haben, glaube ich, dass die Zuschauer dieser zugegebenermaßen abgedrehten Geschichte durchaus offener begegnen könnten, als wäre dies ein Film mit real agierenden Schauspielern. Doch neben dem schönen visuellen Stil und seiner reichhaltigen Geschichte, dürfte sein Hauptcharakter am Ende womöglich die wahre Stärke von A New Universe sein.

Miles Morales - Der nahbare Held in A New Universe

Die bisher veröffentlichten Clips und Trailer geben uns bereits eine gute Vorstellung davon, was für eine Art Held uns mit Miles Morales erwarten wird. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Peter Parker, welcher vor ihm in seinem Universum Spider-Man war, gab es bei Miles keine familiäre Tragödie, welche seinen Gerechtigkeitssinn befeuerte. Miles ist ein gewöhnlicher Junge, der nicht durch einen persönlichen Verlust, sondern aus eigenem Antrieb ein Held wird. Ähnlich wie bei Peter sind es ebenfalls die Menschen um Miles herum, die ihn zu letztendlich zu dem machen, der er ist.

Spider-Man: A New Universe birgt abseits der spannenden Comic-Vorlage sowie des herrlich dynamischen visuellen Stils vielleicht sogar seine größte Stärke, die ihn zum bisher besten Spider-Man-Kinofilm machen könnte. Mit Miles bekommen wir einen nahbaren Charakter, der uns abseits der Bombast-Konkurrenz im Superhelden-Blockbuster-Kino erneut eines besonders vor Augen führen könnte: Die ansprechendsten Superhelden-Geschichten sind oftmals nicht jene, in denen die außerordentlichen Kräfte unserer Helden im Fokus stehen, sondern ihr menschliches Herz.

Freut ihr euch auf Spider-Man: A New Universe?

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