Jackie Chan fand den ersten Rush Hour-Film "furchtbar"

Jackie Chan und Chris Tucker in Rush Hour 2
© Warner Bros.
Jackie Chan und Chris Tucker in Rush Hour 2

Erst sah es so aus, als ob Rush Hour 4 bald Wirklichkeit werden könnte. In einem Instagram-Post halten die Hauptdarsteller Jackie Chan und Chris Tucker vier Finger nach oben: ein Hinweis auf Teil 4 der Buddy-Cop-Prügelei? Wohl eher nicht. Mittlerweile wurde die Produktion eines vierten Teils dementiert. Trotzdem haben wir zu diesem Anlass noch einmal in den Straßen von L.A. und Hong Kong gestöbert und präsentieren euch fünf interessante Fakten zu den drei Rush Hour-Filmen von Brett Ratner.

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Jackie Chan war bereits vor Rush Hour von 1998 als Actiondarsteller etabliert, allerdings nicht in den USA, sondern in seinem Heimatland Hongkong. Mit Rush Hour feierte er seinen Durchbruch im westlichen Markt.

Chris Tucker war nicht die erste Wahl

Neben Jackie Chan sorgte wohl gerade sein vorlauter Gegenpart Chris Tucker als Detective Carter für den Erfolg der Rush Hour-Filme. Er war jedoch laut Moviefone nicht der einzige Darsteller, der für die Rolle in Frage kam. Vor Tucker hatte beispielsweise Eddie Murphy die Rolle abgelehnt. Auch Martin Lawrence, Will Smith und Dave Chappelle wurden in Betracht gezogen.

Jackie Chan war mit Rush Hour komplett unzufrieden

Mit Filmen wie Die große Keilerei und Auf dem Highway ist die Hölle los versuchte Jackie Chan in den 1980er-Jahren wieder und wieder, in Hollywood Fuß zu fassen. Er war jedoch enttäuscht, weil sich niemand für den Schauspieler aus Hongkong interessierte, der obendrein kein Englisch sprechen konnte. Deshalb hatte er eigentlich gar keine Lust mehr auf amerikanische Filme, wie er im Interview mit Yahoo verriet. Dann kam das Angebot für Rush Hour.

Mein Manager hat gesagt: 'Du musst es [noch ein letztes Mal] versuchen'. Ich habe gesagt: 'Nein, das ganze Skript gefällt mir nicht' [...]. 'Aber dieses Mal kommt der Polizist aus Hong Kong und spricht furchtbares Englisch.' Ich habe gesagt: 'OK, furchtbares Englisch ist okay.'

So hat Jackie Chan in Rush Hour trotz Bedenken doch noch mitgespielt. Zufrieden war er mit dem Film jedoch nicht:

Nachdem der Film fertig war, [habe] ich meinem Manager [gesagt]: 'Keine amerikanischen Filme mehr. Das war's. Das ist ein furchtbarer Film.'

Der Schauspieler war so ziemlich mit allem unzufrieden. So durfte er seinen eigenen Kampfstil nicht nach seinen Wünschen einsetzen, er konnte nicht gut Englisch sprechen, und seinen Co-Darsteller Chris Tucker hat er nicht verstanden. Von dem plötzlichen Erfolg war Jackie Chan überrascht. Mittlerweile verstehe er die Faszination der Filme besser.

Das Falschgeld von Rush Hour 2 ist in Umlauf geraten

2001 liefen die Dreharbeiten zu Rush Hour 2. Für den Film wurde 1 Milliarde Dollar an überzeugendem Falschgeld gedruckt, wie die Washington Post berichtet. In einer Szene werden diese Blüten in die Luft gesprengt. Davon wurden offenbar einige Scheine verschont, die kurze Zeit später in Umlauf gerieten, unter anderem auch in Las Vegas. Das rief dann sogar den Geheimdienst auf den Plan. Das Falschgeld sah einfach zu echt aus.

Don Cheadles Rolle in Rush Hour 2 hat Kendrick Lamar inspiriert

Don Cheadle sorgte mit seiner Rolle als chinesisch sprechender Martial-Arts-Kämpfer Kung Fu Kenny in Rush Hour 2 für einen denkwürdigen Moment. Kendrick Lamar widmete der Rolle im Musikvideo seines Songs DNA eine Hommage. Darin wird er von Don Cheadle verhört. Lamars Outfit ist dabei an Cheadles Rolle angelehnt. Der Schauspieler hatte jedoch vergessen, dass er diese Rolle gespielt hatte, wie er im Interview mit Pitchfork beichtete. Erst am Tag nach dem Dreh des Musikvideos erfuhr er davon.

Es gab sogar eine TV-Serie

Neben den beiden Fortsetzungen kam 2016 auch eine Serienadaption heraus, ebenfalls mit dem Namen Rush Hour. Die Geschichte ist die gleiche: Der Polizist Jonathan Lee aus Hongkong soll US-Cop James Carter bei Ermittlungen unterstützen. Diesmal werden die Protagonisten allerdings von Justin Hires und Jon Foo verkörpert. Daniel Fienberg vom Hollywood Reporter bewertet die Serie sogar höher als Rush Hour 3. Dass Jackie Chan fehlt, sei dennoch spürbar.

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