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Jetzt auf Netflix: Kann Dirty John das neue You werden?

Dirty John - S01 Trailer (Deutsch) HD
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© Bravo/Netflix
Dirty John
14.02.2019 - 17:00 Uhr
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Dirty John lief schon 2018 im US-TV. Jetzt gibt es Staffel 1 der Krimiserie mit Eric Bana auch in Deutschland zu sehen und zwar auf Netflix. Die Kritiker sind aber nicht so begeistert.

Mit Dirty John startet am heutigen 14.02.2019 auf Netflix eine recht ungewöhnliche Serienadaption. Die Krimi-Story basiert nämlich auf einem Podcast der Los Angeles Times. Die Verfilmung lief bereits im vergangenen Jahr im US-Fernsehen, jetzt hat der Streaming-Dienst Netflix sie ebenso wie vor Kurzem die Stalker-Serie You ins Programm aufgenommen. Doch taugt die acht Episoden umfassende 1. Staffel von Dirty John überhaupt, die sich einem ähnlichen Thema widmet?

Eric Bana als diabolischer Liebhaber: Darum geht es in Dirty John

Dirty John ist eine Anthologieserie, in kommenden Staffeln werden also voraussichtlich andere Geschichten mit anderen Figuren behandelt. In Staffel 1 steht die von Connie Britton (American Ultra) verkörperte Erfolgsarchitektin Debra Newell im Mittelpunkt, die den attraktiven John Meehan (Eric Bana aus Star Trek) über eine Dating-App kennenlernt und ihm auch gleich verfällt. Dieser ist allerdings ein hinterlistiger Trickbetrüger, der reiche Frauen ausnimmt. Und Debra ist sein nächstes Opfer.

Ein Traumpaar? Nicht ganz ...

Ob die Serie auch genauso spannend wie ihre Inhaltsangabe ist? Wir haben einen Blick auf die US-Kritiken aus dem vergangenen Jahr geworden, als die Serie jenseits des Großen Teichs veröffentlicht wurde. Bei Rotten Tomatoes  liegt der Kritiker-Notenschnitt immerhin bei 70 %. Doch auf Metacritic  lautet der Metascore der Presse jedoch nur 58. Ist Dirty John etwa doch nur Mittelmaß?

Eric Bana und Connie Britton sind grandios in DirtyJohn

Am spannendsten dürfte sein, was der Vorlagenschöpfer, die Los Angeles Times , zur Serie sagt. Podcast-Host Christopher Goffard war für die Kritik zwar nicht zuständig, dafür findet Journalist Robert Abele gute Worte. Gerade das Schauspiel von Eric Bana und Connie Britton sei sehr gelungen. Die Serie sei "schön schmutzig, mehr aber noch nicht". Vor allem an das Niveau von Dramen wie von HBO (The Wire, True Detective) reiche Dirty John noch nicht heran.

Kristen Baldwin von Entertainment Weekly  zeigt sich sehr angetan. Connie Britton sei die "perfekte Besetzung". Bana würde aber noch mehr herausstechen und mit "erstaunlicher Leichtigkeit" agieren. Wenn diese Leistung seiner Filmkarriere nicht endlich auf die Sprünge hilft, sollen die großen TV-Magnate ihn nun öfters eine Chance geben, so Baldwin.

Dirty John verschenkt viel Potential bei Figuren und Plot

Der Großteil der übrigen Kritiker betrachtet die Serie jedoch deutlich negativer:

Matthew Gilbert vom Boston Globe  stört sich zum Beispiel am Protagonisten John. Demnach sei er "ein flacher Bösewicht, dessen innere Beweggründe nicht zu deuten sind". Mehr Facetten als böse und verzweifelt könne man ihm nicht abgewinnen.

Allison Keene von Collider  bemängelt ebenfalls den fehlenden Tiefgang. Das Storytelling sei zwar ziemlich verstrickt, große Kunst stecke aber nicht dahinter. Trotzdem beschreibt Keene die Serie als unterhaltsam und meint, sie hätte "Lust auf mehr".

Eric Banas Figur John soll es an Tiefgang fehlen

Dan Fienberg vom Hollywood Reporter  kann nicht wirklich viel mit Dirty John anfangen. "Was die Podcast-Verfilmung mit ihren Schauspielern vollbringt, macht sie bei den wesentlichen Dingen und ihrer Authentizität wieder zunichte", schreibt der Kritiker.

Auch Ben Travers von Indie Wire  ist der Meinung, dass die starken Darsteller nicht die flachen Figuren kaschieren können. So schreibt er: "Britton gibt alles für ihre Rolle […] Viel passiert mit ihrer Debra trotzdem nicht." Auch in Bezug auf den jüngsten Ausstieg der Schauspielerin aus der FOX-Serie 9-1-1 fügt Travers noch hinzu, dass "nicht einmal der 9-1-1-Verantwortliche so viel inhaltliche Reduktion zugelassen hätte".

Darum könnte Dirty John besser sein, als es in den Kritiken heißt

Insgesamt zieht sich also ein sehr durchwachsenes Reaktionsbild durch die ersten Stimmen. Die liegen allerdings auch schon eine Weile zurück. Der Großteil der Rezensionen stammt aus dem November 2018 und bezog sich lediglich auf die Sichtung der ersten drei Episoden. In den weiteren fünf Folgen kann sich die 1. Staffel also möglicherweise noch deutlich steigern. Aufgrund der tollen Besetzung und des vorhandenen Potentials solltet ihr Dirty John also doch vielleicht eine Chance geben.

Habt ihr Dirty John schon gesehen? Wie gefällt euch die Serie?

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