Marvel-Boss erklärt, warum es Post-Credit-Szenen im MCU überhaupt gibt

Nicht der Marvel-Präsident: Samuel L. Jackson
© Disney
Nicht der Marvel-Präsident: Samuel L. Jackson

Dass die Zuschauer nach Ansicht eines MCU-Films und dem braven Abwarten des Abspanns immer mit einer kleinen Post- oder Mid-Credit-Szene belohnt werden, ist kein Geheimnis. Im Gegenteil: Der kleine Blick auf die mögliche Geschichte des nächsten Filmes oder das Abrunden eines Witzes ist eindeutig eine Tradition aller Marvel-Filme. Deswegen sollte es die Fans nicht überraschen, dass mehr hinter diesen Szenen steckt als nur ein kleines Geschenk an den geduldigen Kinobesucher. In einem Interview mit EW, schildert Marvel Studios-Präsident Kevin Feige, was es mit den kleinen Sequenzen nach dem Abspann auf sich hat und - viel wichtiger - wie es zu dieser Marvel-Tradition kam.

Post-Credit-Szenen für die echten Marvel-Kenner

Zunächst stehen natürlich allerhand praktische Gründe im Vordergrund, wenn es darum geht, nach dem langen Abspann der Marvel-Filme noch eine zusätzliche Szene zu zeigen. Mit der endlosen Fülle des Marvel Cinematic Universe und den vielen Figuren, die sich darin tummeln, hatte Marvel von Anfang an die Möglichkeit unterschiedliche, bekannte Helden in ein und demselben Film auftauchen zu lassen - und diese Chance nutzten sie. In Iron Man tauchte 2008 das erste Mal der Charakter von Nick Fury auf, gespielt von Samuel L. Jackson. Er war dazu gedacht der erste Schritt in Richtung Avengers und Agents of S.H.I.E.L.D zu sein, um dem Franchise schon im ersten Film die Möglichkeit zur Expansion zu geben. Nur ein Umstand stand diesem Vorhaben im Weg: wann sollte der ikonische Einäugige auftauchen?

Wir wollten, dass Nick Fury der Charakter wird, der die anderen Charaktere miteinander verbindet, aber wir wollten den Film auch nicht unterbrechen. Du weißt schon, es könnte problematisch sein, wenn Sam Jackson mit Augenklappe irgendwo in der Mitte auftaucht. Ich dachte, dass die Leute, die nach den Credits immer noch dableiben, auch diejenigen sind, die den Typen mit Augenklappe kennen.

Woher kommt die Idee für Post-Credit-Szenen im Marvel-Universum?

Laut Kevin Feige ist die Post-Credit-Szene in den Marvel-Filmen also nicht nur eine Tür zum nächsten Film, sondern auch ein Easter Egg für die treuen Fans. Doch schnell stellt sich die Frage, wo er diese Idee eigentlich her hat. Im selben Interview stellt sich heraus, dass dieses Stilmittel des MCU seine Ursprünge in einem anderen Film hat und zwar im Kultfilm der 80er Jahre Ferris macht blau. Dort erscheint nach Ende des Abspanns plötzlich der Kopf des Protagonisten auf der Leinwand und sagt dem verdatterten Zuschauer, dass er gefälligst nach Hause gehen soll, schließlich sei der Film nun vorbei. Kevin Feige begeisterte diese Szene in seiner Jugend anscheinend ungemein:

Es war das beste Ding der Welt. Ich dachte, dass es zum Schreien war. Es war wie eine kleine Belohnung dafür, dass ich während der Credits noch sitzen geblieben bin.

Damit klärt sich auch, wieso genau die Post-Credit-Szenen eine solch prominente Stellung in den Marvel-Filmen einnehmen. Egal, ob Funktionalität oder Filmreferenz, Hauptsache sie machen Spaß und behalten den Zuschauer bis zum bitteren Ende in seinem Kinostuhl gefesselt. Umso mehr freuen wir uns nun auf den Kinostart des neuesten Marvel-Films, Avengers 3: Infinity War und die obligatorische Post-Credit-Szene, welche er ab heute in Deutschland mitbringen wird.

Was haltet ihr von diesen lustigen Ursprüngen der Post-Credit-Szenen im MCU?

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