Nach Fan-Kritik: Game of Thrones-Macher verteidigt größtes Problem der 3. Folge

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Game of Thrones
01.05.2019 - 11:30 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Game of Thrones-Fans gehen seit der Schlacht um Winterfell auf die Barrikaden, und das aufgrund eines technischen Problems. Zu dem äußerte sich nun der verantwortliche Kameramann.

Achtung, Spoiler zur 8. Staffel von Game of Thrones! Episch war sie, die 3. Episode der letzten Staffel Game of Thrones. Episch und, wie die Fans verärgert durch die Korridore des Internets brüllen, viel zu dunkel. Vom Originaltitel "The Long Night" fast schon gerechtfertigt, versackten viele Bilder der großen Schlacht um Winterfell in schwammigem Schwarz. Nun erklärte Kameramann Fabian Wagner, wie es zu diesem Problem gekommen sein könnte.

Die Schlacht um Winterfell wurde richtig gedreht, aber falsch komprimiert

Im Gespräch mit TMZ  äußerte sich Fabian Wagner zum wütenden Aufschrei der Fans. Wagner versteht sein Handwerk, er drehte einst die Schlacht der Bastarde und Hartheim, zwei gut sichtbare und geniale Schlachten. Er verstehe natürlich, dass die schlechte Sicht in den Schlachtszenen ärgerlich sei. Doch er bekräftigte, dass er bei den Dreharbeiten die Lichtverhältnisse richtig eingefangen habe:

Ich weiß, dass [die Folge] nicht zu dunkel war, weil ich sie gedreht habe.

Das Problem läge seiner Meinung nach an der Kompression des Bildmaterials durch den Sender HBO. Dadurch büße die Folge einiges an Qualität ein. Das Material von Game of Thrones sei zudem nicht für Geräte mit kleinen Bildschirmen gedacht, eine schlechte Internetverbindung und ein zu heller Raum wirken sich ebenfalls negativ aus.

Ein wenig dunkel ist es ja schon hier...

Wer also die Schlacht um Winterfell beim Pendeln auf dem Tablet oder nachmittags im nicht komplett abgedunkeltem Zimmer angeschaut hat, ist klar im Nachteil. Wagner riet, für das beste Bild die Bildschirmeinstellungen den dunklen Lichtverhältnissen anzupassen.

Die Dunkelheit der neuen Folge ist bis zu einem gewissen Grad beabsichtigt

Abseits allen Technik-Geplänkels gibt es aber einen inszenatorischen Grund dafür, dass manche Szenen gar so duster erscheinen. Fabian Wagner erklärte, dass die Schlachtszenen "nervenaufreibend [und] beengend" sein und dem Zuschauer "die Orientierung nehmen sollten". Eine richtig hautnah miterlebte Schlacht eben. Verwirrend hätten die Szenen aber nie sein sollen.

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Jon? Bist du's?

Die Showrunner hätten jedenfalls stets Wert darauf gelegt, dass Game of Thrones mehr Kino für Zuhause sei als einfach nur eine TV-Serie. Vieles sei schon immer "sehr düster und filmisch" gewesen, und daher eher für die Technik und Lichtverhältnisse eines Kinosaals gedacht gewesen. Leider haben vermutlich wenige Fans daheim ein Privatkino, außerdem sind komprimierte Pixel auf Leinwand auch nicht gerade schön. Bleibt zu hoffen, dass die kommende Folge ein wenig heller wird.

War euch die Schlacht um Winterfell auch zu dunkel?

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