Nirgendwo - Ludwig Trepte und Saskia Rosendahl im Interview

Saskia Rosendahl und Ludwig Trepte als Susu und Danny in Nirgendwo
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Saskia Rosendahl und Ludwig Trepte als Susu und Danny in Nirgendwo
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"I love you. I forgive you. Forgive me. Thank you. Goodbye." (Danny Meyerowitz)

Nach dem Tod seines Vaters kehrt Danny (Ludwig Trepte) in seine Heimat zurück. Plötzlich fühlt er sich wieder wie 16. Er hängt mit seinen Freunden ab, bandelt erneut mit seiner Jugendliebe Susu (Saskia Rosendahl) an und entdeckt seine Leidenschaft für die Fotografie wieder. Doch irgendwann muss sich Danny entscheiden, ob er wieder in seinen Studienort zurück oder im Nirgendwo bleiben will. Nirgendwo startet morgen, am 27.10.2016, in den deutschen Kinos. Wir haben den Hauptdarstellern Ludwig Trepte und Saskia Rosendahl daher ein paar Fragen zum Film gestellt.

Die Protagonisten von Nirgendwo gehören zur Generation Y. Kannst du dich mit dieser Generation identifizieren?
Saskia Rosendahl: Ich kann mich gut damit identifizieren und bin mit Anfang 20 mit den gleichen Fragen konfrontiert, mit denen sich auch die Protagonisten von Nirgendwo auseinandersetzen: Wer bin ich? Was will ich machen? Macht mir das Spaß, was ich mache? Ich habe aber auch das Gefühl, dass sich unsere Generation immer mehr traut, im Jetzt zu leben, Entscheidungen für das Jetzt zu treffen, anstatt zu viel über die Zukunft nachzudenken und auf etwas zu warten.
Ludwig Trepte: Ich tue mich oft schwer mit der Typisierung. Das ist mir zu schwarz/weiß, zu geschneidert und zu einfach. Ich bin der Meinung, dass man bestimmte Verhaltensmuster, Wertvorstellungen etc. meiner Generation nicht in eine Box packen kann und diese dann als Generation Y bezeichnet. Trotzdem finde ich den Wertewandel und die Haltungen vieler meiner Altersgleichen sehr spannend.

Wie schnell wusstest du, was du mit deinem Leben anfangen willst?
Saskia Rosendahl: Ich hatte Glück, dass ich in die Schauspielerei reingerutscht bin und weiß, dass das gerade mein Weg ist, der mich glücklich macht. Ich könnte trotzdem nicht sagen, dass ich weiß, was ich mit meinem Leben anfangen will. Da gibt es noch zu viel zu entdecken und auszuprobieren. Ich lasse mich gern überraschen, was noch so kommt.
Ludwig Trepte: Das kann ich so genau gar nicht beantworten, da ich die Zeitspanne nicht genau rekonstruieren kann. Ich habe zwar klare Ziele, Wünsche und Vorstellungen von meinem Leben, aber auch diese verändern sich ab und an durch den Weg dorthin. Daher das Sprichwort: Der Weg ist das Ziel.

Was bedeutet für dich der immer wieder auftauchende Fuchs im Film?
Saskia Rosendahl: Er verkörpert für mich das Instinktive, Ursprüngliche in uns und fordert dazu auf, Mut zu den eigenen Wurzeln und Wünschen zu haben.
Ludwig Trepte: Der Fuchs ist ein Einblick in die Seele der Charaktere.

Was hat dir bei den Dreharbeiten zu Nirgendwo am meisten Spaß gemacht?
Saskia Rosendahl: Wir waren in der "Nirgendwo-Gang" zu siebt unterwegs und sowohl am Set bei der Arbeit als auch privat war das sehr bereichernd. Es entsteht eine ganz eigene Dynamik, wenn so viele Gleichaltrige zusammen treffen.
Ludwig Trepte: Die Zusammenarbeit mit Matthias Starte. Das Vertrauen, das er mir gab, die Ruhe und Genauigkeit am Set, sein Zuhören und Interesse an den Schauspielern und deren Meinungen. Das war etwas Besonderes.

"Wenn du nur dieses eine Leben hast, was willst du tun mit dem Rest deiner Zeit", fragt Susu Danny im Film. Wie wäre deine Antwort auf diese Frage?
Saskia Rosendahl: Ich plane wenig in meinem Leben und versuche eher immer wieder aufs Neue die richtigen Entscheidungen zu treffen, nämlich die, die sich ehrlich gut anfühlen, denn dann kann man im Nachhinein auch nichts bereuen, selbst wenn es vielleicht nicht die "beste" Entscheidung gewesen ist.
Ludwig Trepte: Ganz klar: Mein Leben leben.

Was hat dich an dem Projekt Nirgendwo besonders gereizt?
Saskia Rosendahl: Das Drehbuch hat so viel in mir angesprochen und durch das Casting mit Ludwig hatte ich endgültig "Blut geleckt". Tatsächlich ist es auch was Besonderes, mit so einem tollen Cast arbeiten zu dürfen.
Ludwig Trepte: Die Figuren, die nach dem Sinn in ihrem Leben suchen.

Was verbindest du mit deiner Heimat?
Saskia Rosendahl: Meine Familie ist für mich Heimat. In Halle bin ich so gern, weil mir alles vertraut ist, ich kenne mich aus und bin in zehn Minuten überall mit dem Fahrrad. Und Halle ist sehr grün.
Ludwig Trepte: Meine Familie.

Warum findest du es wichtig, immer wieder dorthin zurück zu kehren?
Saskia Rosendahl: Ich freue mich jedes Mal, wenn ich Zeit finde, nach Halle zu fahren. Meine Familie ist dort und einige mir wichtige Freunde. Ich glaube, das ist der Hauptgrund. Aber es tut auch gut, durch die Vertrautheit mit der Stadt zur Ruhe zu kommen und so wieder Kraft zu tanken.
Ludwig Trepte: Weil sie mir Geborgenheit gibt, Vertrauen schenkt, mir zuhört und ich immer ich sein darf.

Werdet ihr euch Nirgendwo ansehen?

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