Politisch aktiver Star

Sean Penn befreit US Amerikaner aus dem Iran

Sean Penn ist nicht nur Schauspieler und Regisseur, sondern auch politisch aktiv
© Concorde
Sean Penn ist nicht nur Schauspieler und Regisseur, sondern auch politisch aktiv

Sean Penn ist schon länger als jemand bekannt, der sich in die Geschehnisse der Welt einmischt. Er war extrem kritisch gegenüber der Bush-Regierung und engagierte sich für humanitäre Organisationen nach Hurricane Katrina und dem Erbeben in Haiti. Für letzteres Engagement wurde ihm sogar der Stanley Kramer Award verliehen, ein Preis für Stars des Filmbusiness, die sich sozial einsetzen. Zudem reiste Sean Penn 2005 mehrfach als Journalist in den Iran und schrieb Artikel für den San Francisco Chronicle.

Nun ist der Schauspieler und Regisseur mitverantwortlich für die Befreiung zweier US Amerikaner, die zwei Jahre im Iran gefangen gehalten wurden. Nach eigener Aussage handelt es sich bei den Reisenden um Wanderer, doch die iranische Regierung erachtete sie als Spione und sperrte sie ins Gefängnis. Sean Penn, der schon seit längerem Hugo Chavez unterstützt, nutzte seinen Kontakt zu dem venezuelanischen Präsidenten, um diesen auf den Fall der inhaftierten Amerikaner aufmerksam zu machen. Daraufhin setzte sich Hugo Chavez bei seinem Verbündeten Mahmoud Ahmadinejad für die Freilassung der Gefangenen ein, die er auch erwirken konnte.

Sean Penns Engagement soll entscheidend für diesen Prozess gewesen sein. Der venezuelanische Außenminister berichtete, Chavez hätte sich zur Einmischung entschieden, nachdem ein Freund aus dem „intellektuellen Zirkel der USA“ ihn auf den Fall hingewiesen hätte. Bei diesem Freund soll es sich um Sean Penn handeln, wie dessen Vertreter auch bestätigten. Weitere Details sind allerdings nicht bekannt.

Schon im Juni übrigens hatte sich Sean Penn in einem Artikel für die Huffington Post für eine Aufhebung der ökonomischen Sanktionen gegen Venezuela eingesetzt: „Das amerikanische Volk hat sich daran gewöhnt, vom venezuelanischen Präsidenten als Diktator zu sprechen, nicht nur durch die Medien, sondern auch durch die politischen Führer beider Parteien. Das ist eine Diffamierung, nicht nur gegen Präsident Chavez, sondern auch gegen die Mehrheit des venezuelanischen Volkes, benachteiligte Menschen, die ihren Präsidenten wieder und wieder gewählt haben. Dies ist kein Diktator, der von der Oberschicht unterstützt wird, sondern eher ein Präsident, der von den Armen gewählt wird und im Dienste der venezuelanischen Verfassung steht, einem Dokument, das unserem durchaus ähnelt.“

Was haltet ihr von Sean Penns politischem Engagement?

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