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Aktion Lieblingsserie

Spannung, Coolness & Romantik in Chuck

03.09.2012 - 08:00 UhrVor 9 Jahren aktualisiert
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Chuck
© Warner Bros./moviepilot
Chuck
Ein moviepilot-User hat uns diesen Text zur Aktion Lieblingsserie zugeschickt. In seinem Beitrag geht es um die actiongeladene Comedy-Show Chuck. Doch lest am besten selbst, was er oder sie dazu geschrieben hat.

Du stehst auf amerikanische Actionfilme, schöne Frauen, Geheimagenten, schnelle Autos und nerdige Komödien mit einem Hauch Romantik? Dann wird Chuck sicher auch dein Herz im Sturm erobern!

In der Serie geht es um den durch und durch sympathischen Verlierer Chuck (Zachary Levi), der wegen Betrugsversuchs ungerechtfertigt vom College geworfen wurde und nun bei seiner Schwester (Sarah Lancaster) und ihrem Freund wohnt. Um sich über Wasser zu halten, arbeitet Chuck als Computerfachmann im Buy More, einer fiktiven Elektronikkette im Stil von MediaMarkt. Eines Tages wird ihm per PC eine Datei zugespielt, die ihm sämtliche Daten eines zerstörten Supercomputers in sein Gehirn überträgt. Danach vernichtet sich die Datei selbst, sodass Chuck der einzige mit diesen Informationen ist.

Nach diesem Vorfall hat Chuck so genannte Geistesblitze, bei denen er kurze Aussetzer hat, während denen sein Gehirn die Informationen abruft. Dadurch genügt für ihn zum Beispiel nur das bloße Ansehen einer Bombe, um sämtliches Wissen über Modell und Entschärfungsmöglichkeiten parat zu haben.

Die Geheimdienstorganisationen CIA und NSA sind natürlich beide an Chucks Supercomputer interessiert und stellen ihm jeweils einen Agenten zur Seite. CIA-Agentin Sarah (Yvonne Strahovski) und NSA-Agent Casey (Adam Baldwin) verfolgen ausgehend von ihren Arbeitgebern ganz unterschiedliche Pläne mit Chuck, was für viel Konflikt- und vor allem Spannungspotential in der Serie verantwortlich ist. Noch dazu kommt, dass er sich unwiderstehlich in Sarah verliebt.
Mit diesen Grundvoraussetzungen ausgestattet beginnt Chuck ein packendes Doppelleben zu führen: als Computerexperte und Spion für die Regierung.

Chuck ist die witzigste Serie, die ich je gesehen habe, an reinrassigen Comedyserien wie How I Met Your Mother oder Two and a Half Men zieht sie locker vorbei. Das liegt vor allem an den schrillen Charakteren, so zum Beispiel Chucks Schwager ‘Captain Abgefahren’ (Ryan McPartlin), einem erfolgreichen, sportbegeisterten Bilderbuch-Schönling, der beinahe jeden Satz mit ‘abgefahren’ beendet. Für Lachanfälle sorgen auch Chucks Buy More-Kollegen Jeff & Lester, die als niedere Mitarbeiter ein geheimes ‘Büro’ in einer als defekt gekennzeichneten Toilettenkabine unterhalten, inklusive an der Decke hängender Discokugel.

Bei Chuck erlebt man erinnerungswürdige Charaktere mit Ecken, Kanten und vor allem viel Tiefe. Da hätten wir beispielsweise Chucks NSA-Kollegen Casey, der ihn anfangs nur für seine Ziele ausnutzt und ansonsten verachtet. Im Laufe der Serie wächst ihm Chuck aber immer mehr ans Herz und man erfährt einiges mehr über Caseys Vergangenheit, etwa seine Frau, die er aufgrund seiner NSA-Karriere verlassen musste, ohne ihr jemals Auf Wiedersehen gesagt zu haben.

Das allerbeste an der Serie ist sicherlich, dass sich ständig etwas verändert. Das kann etwas so Weitreichendes sein wie eine Offenbarung der Agentenidentität gegenüber einen von Chucks Verwandten oder aber auch nur die Tatsache, dass eine Figur mehrere Folgen im Rollstuhl verbringt. Dies macht Chuck erst so richtig unterhaltsam, denn man schaltet schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr ein, um coole Agenten zu erleben, sondern um die Schicksale der Charaktere zu verfolgen und sich an all den Wirrungen und Irrungen zu erfreuen.

Es wurde an keinerlei Kosten gespart: Die Schauplätze sind vielfältig, die Optik hervorragend bunt und die Action teilweise sehr ausgefallen. Umso erstaunlicher und effektiver ist die große Gewichtung auf dem Gebiet Comedy. Dadurch erwartet den Zuschauer eine grandiose Mischung aus spannendem Geschleiche, wüsten Schießereien, lustigen Sprüchen, abgefahrenen Gadgets und verzwickten Charaktersituationen. Durch das schlüssige Gesamtpaket entsteht ein sehr filmischer Eindruck, was unterstützt wird von passender Musik. Ich finde es schlichtweg erstaunlich, dass für jede Folge ein eigener Score komponiert wurde, der besonders bei den actionorientierten Gags auf die Sekunde exakt zum Geschehen passt.

Ich fühle mich einfach wohl, wenn ich Chuck schaue. Dann vergesse ich all meine Probleme und hab stattdessen eine richtig gute Zeit, voller Abenteuer, Emotionen, Humor, Spannung, Coolness, Romantik und all den anderen kleinen, schönen Dingen, die das Leben zu bieten hat.


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