The Conjuring - Warner Bros. mit 900 Millionen Dollar-Klage konfrontiert

The Conjuring 2
© Warner Bros.
The Conjuring 2

Das Conjuring-Franchise könnte für Warner Bros. nach all den Erfolgen doch noch richtig teuer werden: Der Hollywood Reporter berichtet, dass das Studio und Regisseur James Wan wegen Urheberrechtsverletzung auf 900 Millionen US-Dollar verklagt werden könnten. Strafantrag-Steller ist Gerald Brittle, Autor der 1980 erschienenen Biografie The Demonologists, die von der wahren Geschichte des Pärchens Ed und Lorraine Warren erzählt, die sich auf paranormale Untersuchungen spezialisiert haben. Also genau wie Conjuring. 1978 hat es einen Vertrag zwischen Brittle und dem Paar gegeben, in dem es den beiden verboten wurde, an irgendeinem Werk mit ähnlichem Inhalt zu arbeiten, vor allem nicht mit ihrer echten Lebensgeschichte.

Lorraine Warren (Ed verstarb 2006) hatte sozusagen nicht die Rechte an ihrer eigenen Vergangenheit, arbeitete aber dennoch mit Warner Bros. für The Conjuring zusammen, das ganz offiziell auf eben jenen Akten basiert, die Gerald Brittle vor über 30 Jahren für seine Biografie nutzte. In einem Statement von Brittles Anwalt heißt es: "Es ist sehr schwer zu glauben, dass [...] Warner Bros. mit ihrer Armee an Anwälten [...] das Demonologists-Buch oder die damit zusammenhängenden Abkommen nicht gefunden haben [...]" Er wirft dem Studio vor, Brittles Abkommen mit den Warrens in der Hoffnung, nicht erwischt zu werden, bewusst ignoriert zu haben. Es habe bereits eine Unterlassungsklage vor der Veröffentlichung von Conjuring 2 gegeben, da wies das Studio die Vorwürfe noch mit der Begründung ab, der Film basiere nicht auf dem Buch, sondern auf historischen Fakten.

Dies ist eine ganz übliche Argumentation in Fällen um die Verfilmung von Lebensgeschichten, allerdings geht die Rechnung im Conjuring-Fall laut Gerald Brittles Anwalt nicht so ganz auf. Da das Ehepaar in Bezug auf ihre Geschichten gelogen habe, basiere The Demonologists nicht auf historischen Fakten, sondern sei schlichtweg Fiktion und genieße daher Copyright-Schutz. Laut dem Anwalt ist es in Fällen von Urheberrechtsverletzungen in der Regel am schwierigsten, den Angeklagten nachzuweisen, das Quellmaterial gelesen zu haben. In diesem Fall sei das jedoch kein Problem: James Wan tweetete 2011: "Ich gucke/lese viele Gruselgeschichten. Aber f- THE DEMONOLOGIST, die wahre Geschichte von Ed & Lorraine Warren, ist das unheimlichste Buch, das ich je gelesen habe."

Das ist in der Tat ziemlich eindeutig. Warner Bros. hat sich zu der Klage noch nicht geäußert.

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