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ARD-Film

Verbotene Liebe wird zum Skandal in Stille Post

26.05.2010 - 07:54 Uhr
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Stille Post
© ARD
Stille Post
Ein Bengel verliebt sich in seine Lehrerin und die Konsequenzen folgen prompt. Was die Medien zu dem ARD-Film meinen, erfahrt ihr bei uns.

Stille Post erzählt von Andrea Jahn (Ursula Karven), einer Lehrerin an einem Gymnasium in Lübeck. Nach dem Verlust ihres Führerscheins trifft sie bei ihren abendlichen Nachholsitzungen in der Fahrschule auf ihren Problemschüler Niklas (Sergej Moya). Er hat sich in sie verliebt. Ihr Ehemann Michael (Axel Milberg) ist mehr mit seiner neuen Zahnarztpraxis beschäftigt als mit Andrea und hat kein offenes Ohr für die Probleme seiner Frau. Als die eifersüchtige Lisa (Isolda Dychauk) Niklas dabei entdeckt, wie er einen romantischen Abend für die Lehrerin vorbereitet, erzählt sie in der Schule, die beiden hätten ein Verhältnis. Andrea ist nun erpressbar und ihre Ehe wird auf eine harte Probe gestellt. Auch das Lehrerkollegium (Johanna Gastdorf, Katrin Sass, Oliver Breite) weiß nicht so Recht, auf welcher Seite es stehen soll.

Die Kritiker sind sich zum größten Teil über Stille Post einig. So meint Marco Croner von quotenmeter.de, dass in dem Film nicht nur die Schauspieler einiges zu bieten haben, sondern auch “aus Sicht der Iszenierung gibt es nichts zu beanstanden. Regisseur Matthias Tiefenbacher, der noch vor Kurzem mit den zwei Liebe am Fjord-Teilen des ZDFs zu wünschen übrig ließ, setzt bei Stille Post relativ ruhig und charmant ein, steigert sich mit der Storyline und den Akteuren vor der Kamera und lässt den Film daraufhin in einem ausgezeichnetem Finale münden. Der Film mag nicht vor Innovation oder Neuerung strotzen, doch allein die erinnerungswürdige Darstellung von Sergej Moya belohnt das Einschalten.”

Zwar ist der Film nicht besonders tiefgründig, weiß aber durch seine gekonnte Umsetzung trotzdem zu gefallen, meint Rainer Tittelbach auf tittelbach.tv: “Soziologisch Bedeutsames schwingt wenig mit. Die Erwartungen, vom NDR einen ähnlichen Meilenstein wie Wut, Guten Morgen, Herr Grothe oder Du kannst dir niemals sicher sein präsentiert zu bekommen, erfüllt sich nicht. Dennoch ist Stille Post ein mehr als solider Fernsehfilm, der den Generationenkonflikt spannend und telegen anklingen lässt. Der Film von Matthias Tiefenbacher wird nie langweilig. Er ist frisch und modern fotografiert (”Holly Fink (Holly Fink)“:/people/holly-fink), temporeich inszeniert, wunderbar besetzt ist und die zahlreichen Laiendarsteller geben ihm einen realistischen Touch.”

Frank Rauscher von freies Wort.de meint, “der Film arbeitet gekonnt mit Zwischentönen und Andeutungen – die dramatische Zuspitzung bleibt jedoch glücklicherweise aus. Damit bleibt einiges an Spielraum für Fantasie und Interpretation.”

Stille Post ist heute Abend ab 20.15 Uhr auf ARD zu sehen. Unser Fernsehprogramm gibt Euch weitere TV-Tipps für die Woche.

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