Vielmachglas - Das sagen die Kritiker zum Selbstfindungstrip

Vielmachglas
© Warner Bros.
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Schon beeindruckend, was Florian Ross für sein Langfilmdebüt Vielmachglas an deutschen Schauspielgrößen vor seiner Kamera versammeln konnte. Seine Hauptfigur Marleen (Jella Haase) ist Anfang 20 und weiß bisher noch nichts mit ihrem Leben anzufangen. Noch immer wohnt sie bei ihren Eltern Peter (Uwe Ochsenknecht) und Doris (Juliane Köhler), die das Haus bald für sich haben wollen. Dann gibt es da auch noch Marleens tollen Bruder Erik (Matthias Schweighöfer), der in seinem Leben bisher scheinbar alles richtig gemacht hat: Entwicklungshelfer, Surfer, Kletterer und erfolgreicher Autor. Als ein unglückliches Ereignis Marleens Leben vollkommen auf den Kopf stellt, packt sie ihre Sachen und macht sich auf eine Reise quer durch Deutschland. Bepackt mit dem Vielmachglas ihres Bruders begegnet sie dabei den unterschiedlichsten Menschen wie dem Fotografen Ben (Marc Benjamin) oder dem Internet-Sternchen Zoë (Emma Drogunova). Ein Ziel hat sie bei ihrer Reise nicht, doch das ist auch nicht nötig.

Die harten Fakten zu Vielmachglas

  • 1 Kritikerbewertung
  • 5 Communitybewertungen
  • 1 Kritik und 1 Kommentar
  • 24 Vormerkungen, 5 sind nicht interessiert

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Vielmachglas

Yuriko Wahl-Immel von der Märkischen Allgemeinen ist von Jella Haases Schauspiel beeindruckt:

Der Film verleitet zwischendurch auch schon mal zum Gähnen, die Dialoge sind oft nicht gerade geistreich, insgesamt also eher eine oberflächliche Angelegenheit. Jella Haase spricht dagegen von einem Ringen um die eigene Identität, sie stellt 'eine gewisse Tiefe' in der Story fest. Zumindest stimmt das, was ihren eigenen Part betrifft. Haase ist mehr als die herrlich grenzwertige Schülerin Chantal aus den 'Fack ju Göhte'-Filmen. Wenn ihre Marleen verzweifelt und am Boden ist, bringt sie das glaubwürdig rüber.

Auch Augsburger Allgemeine-Autor André Wesche lobt Jella Haases Spiel und sieht Vielmachglas als einen Film für Alt und Jung:

In 'Vielmachglas' darf Haase viele Seiten ihres Talents ausleben. Die Geschichte schickt sie auf eine Berg-und-Tal-Fahrt der Gefühle. 'Vielmachglas' ist ein jugendlicher Film, der ein reiferes Publikum nicht ausschließt und sich als echter Kassenschlager erweisen könnte. Und Jella Haase ist eine Wucht.

Peter Zander vom Hamburger Abendblatt ist Vielmachglas schlicht und einfach zu plump:

Warum müssen deutsche Komödien ei­gentlich immer so plump sein? Warum sind ihre Figuren keine Menschen aus Fleisch und Blut, sondern nur Karikaturen, die immer genau das tun, von dem man denkt, das darf jetzt bitte nicht passieren? Warum traut man dem Publikum nicht mehr zu?

T. Husse von Radio Energy Sachsen findet bei Vielmachglas hingegen einen eigenständigen Ansatz:

Wenn du dich mit tragischen Komödien ala 'Der geilste Tag' anfreunden konntest, bist du bei 'Vielmachglas' genau richtig. Der Film bringt dich zum Lachen, zum Weinen und geht über weite Strecken echt an die Nieren. Ein sympathischer Streifen, der die Selbstfindungsphase mal anders angeht. Da musst du hin!

Antje Wessels von Quotenmeter ist von Jella Haase überzeugt, stellt aber die Glaubwürdigkeit von Vielmachglas infrage:

Als seichte Roadmovie-Komödie funktioniert 'Vielmachglas' - auch dank der ungemein charismatischen Jella Haase - wirklich gut. Das darum gesponnene Familiendrama dagegen nimmt der per se sympathisch gedachten Geschichte dann aber doch an Glaubwürdigkeit.

Fazit zu Vielmachglas

Fans von Jella Haase sollten in Vielmachglas definitiv auf ihre Kosten kommen. An ihrer Arbeit hatte kein Kritiker etwas auszusetzen. Auch sonst kommt der Film bis auf wenige Ausnahmen bei den Kritikern recht gut weg. Die Handlung von Vielmachglas wird zwar als vorhersehbar geschildert, doch störe das nicht, weil die Geschichte charmant und geistreich ausgestaltet sei. Wer seichter Kinounterhaltung in Form eines Roadmovies wie Vielmachglas nicht abgeneigt ist, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Ein Totalausfall ist er laut Kritikermeinung nicht.

Werdet ihr euch Vielmachglas im Kino anschauen?

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