Zum 50. Geburtstag - Warum Will Smith in den 90ern unbesiegbar war

Der Prinz von Bel-Air/Bad Boys - Harte Jungs/Verborgene Schönheit
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"I read about this guy, gets on the MTA here, dies. Six hours he's riding the subway before anybody notices his corpse doing laps around L.A., people on and off sitting next to him. Nobody notices."

Zu seinem bevorstehenden 50. Geburtstag wollte es Will Smith offenbar nochmal allen so richtig beweisen. Der Schauspieler, der jetzt seit einer Weile auch schon einen YouTube-Kanal betreibt, kündigte für seinen Geburtstag am 25.09.2018 einen Bungee-Sprung über dem Grand Canyon an, der im Internet live mitverfolgt werden kann. Dienen soll die ganze Aktion einem wohltätigen Zweck, bei dem Spenden gesammelt werden. Aufsehenerregende Spektakel wie diese erinnern an eine Phase aus Smiths Karriere, in der dieser seinen Fans nichts mehr beweisen musste, sondern die Herzen der Massen als ungebändigtes, multitalentiertes Energiebündel im Sturm für sich gewann. Zu seinem heutigen 50. Geburtstag blicken wir daher auf die 1990er-Jahre zurück, in denen Will Smith der große Popstar unter den Schauspielstars war.

Will Smiths großer Durchbruch im Fernsehen mit Der Prinz von Bel-Air

Schon vor seinem 20. Geburtstag konnte sich Will Smith an seiner ersten Millionen erfreuen. Als Teil des Rap-Duos DJ Jazzy Jeff and The Fresh Prince veröffentlichte er vor seinem Highschool-Abschluss ein Album, aus dem die beiden Hitsingles Parents Just Don't Understand und Summertime hervorgingen und dem Duo 1988 den ersten Rap-Grammy einbrachten. Da der damals noch junge Smith das Geld mit vollen Händen ausgab und keine Steuern zahlte, war er aufgrund einer hohen Nachzahlung aber schnell wieder pleite. Rettung sowie der große Durchbruch zugleich nahte in Form von NBC, die als Sender für die Produktion der Sitcom Der Prinz von Bel-Air verantwortlich waren.

Zuvor pitchten der Musik-Manager Benny Medina und sein Geschäftspartner Jeff Pollack aus dem Immobiliengeschäft das Konzept der Serie, das auf Medinas eigenem Leben basiert. Laut dem Musik-Manager war niemand Geringeres als Will Smith die Idealbesetzung für den sympathischen Protagonisten, der als Teenager im ärmlichen Teil Philadelphias aufwächst und von seiner Mutter schließlich nach Los Angeles geschickt wird, um dort bei seiner reichen Tante Vivian und ihrem Mann, dem Anwalt und späteren Richter Philip Banks zu wohnen. Mit dieser ebenso schlichten wie eingängigen Prämisse erwuchs aus Der Prinz von Bel-Air schnell ein riesiger Erfolg, durch den die Sitcom von 1990 bis 1996 über insgesamt 6 Staffeln hinweg produziert wurde.

Dabei wäre die Serie ohne Will Smith undenkbar, der seine fast gleichnamige Hauptfigur mit einer Coolness verkörpert, die kaum mehr zum Zeitgeist der 1990er-Jahre mit ihren bunten, auffälligen Klamotten und dem vor allem unter Jugendlichen so beliebten Hip-Hop- und Basketball-Lifestyle passen könnte. Wer sich die Essenz von Der Prinz von Bel-Air immer wieder zu Gemüte führen will, braucht sich hingegen nur das Intro der Sitcom ansehen. Noch unter seinem Künstlernamen The Fresh Prince rappte Will Smith den Titelsong Yo Home to Bel Air selbst ein, während die dazugehörigen Bilder im Vorspann bereits all das zeigen, was die Sitcom ausmacht:

Will Smiths Filmkarriere als Schauspielstar in den 90ern

Der Prinz von Bel-Air ebnete Will Smith entscheidend den Weg für seine nachfolgende Karriere als Filmschauspieler. Während der ganz große Erfolg mit ähnlichen Rollen in den Filmen Made in America und Das Leben - ein Sechserpack noch ausblieb, gelang Smith mit seiner Hauptrolle in Bad Boys - Harte Jungs von Michael Bay endgültig der Durchbruch als Filmstar. An der Seite von Martin Lawrence, der hier stärker den Part des infantilen Clowns spielt, verkörpert Smith seine Rolle des schlagfertigen Cops Mike Lowry mit einer erwachseneren Coolness, durch die der unreife Teenager aus Der Prinz von Bel-Air plötzlich zum abgebrühten Mann gereift ist.

Der Erfolg von Bad Boys - Harte Jungs etablierte Will Smith schlagartig als Filmstar, der die 1990er-Jahre weiterhin mit seiner Beteiligung an Filmen wie Independence Day oder Men in Black dominieren sollte. Dabei war es längst nicht mehr von Bedeutung, ob Smith nun einen kaltschnäuzigen Hubschrauber-Piloten im Kampf gegen außerirdische Invasoren oder einen Agenten einer Geheimorganisation im Kampf gegen Aliens spielte. Jede Rolle des Schauspielers bestand stattdessen aus der großen Will-Smith-Show, die der Star mit charismatischer Spielfreude und einem humorvollen Engagement erledigte, welche ihn in seinem Geschäft nahezu konkurrenzlos wirken ließen.

Hierzu passten auch die Musikvideos zu Filmen wie Men in Black oder Wild Wild West, die Will Smith neben seiner Qualität als Schauspieler zum puren Entertainer erhoben. In den 1990er-Jahren war er damit der Inbegriff von Popcornkino und brachte alles mit, was sich Kinozuschauer beim Filmbesuch und darüber hinaus von einem echten Star erwarten. Zu seinem heutigen 50. Geburtstag erinnern wir uns daher wohlig an diese Zeit zurück und wünschen Will Smith herzlichst alles Gute.

Was haltet ihr von Will Smiths Karriere in den 1990er-Jahren?


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"I read about this guy, gets on the MTA here, dies. Six hours he's riding the subway before anybody notices his corpse doing laps around L.A., people on and off sitting next to him. Nobody notices."
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