Mr. Miguwa - Kommentare

Alle Kommentare von Mr. Miguwa

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    Mr. Miguwa 01.07.2018, 13:59 Geändert 01.07.2018, 15:01

    In der 2. Staffel von Westworld hat sich die Serie offensichtlich mehr denn je von dem damaligen TV-Phänomen Lost inspirieren lassen, die die Serienlandschaft mit ihren Mysterien und den darauffolgenden Fantheorien und -debatten nachhaltig beeinflusste. Und auch wenn Westworld diesem Beispiel folgen will, hat sie den Kern von Lost komplett verfehlt. Während bei Lost die Rätselkrämerei nicht mehr als ein netter MacGuffin war und die zahlreichen Methapern biblischen Ausmaßes sich den Charakteren beugten, programmiert Westworld das Grundgerüst der Serie völlig neu. Westworld macht die Mysterien zum Pulsschlag und verschachtelt die Handlung ohne tieferen Sinn und ohne dramaturgischen Nutzen für aus dem Nichts kommende Twists und WTF-Momente. Die klischeebeladenen Figuren scheinen den Machern in all dem Wirrwarr völlig egal, kann man sie doch für den nächsten Cliffhanger einfach umprogrammieren oder in eine neue Hülle pressen.

    Selbst thematisch kommt die Serie über interessante Ansätze, die in pseudointellektuelle Dialoge gepresst werden, nicht hinaus. Für eine HBO-Serie ziemlich enttäuschend und als neues Zugpferd des Senders schon gar nicht zu gebrauchen. Gerne würde ich eine Lindelof Variante des Ganzen sehen. Die hätte sicherlich mehr Charakter (schlechtes Wortspiel) und mehr Poesie vorzuweisen…

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    • Für mich war Snyders Watchmen schon immer zu wirr und verschachtelt, ohne dabei wirklich tiefsinnig zu sein. Auch wenn sich die Verfilmung stilistisch von Marvels Fließbandfilmen abheben mag, konnte er mich mit seinem (recht konventionellen) Inhalt nicht überzeugen. Habe die Comics zwar nie gelesen, für mich wirkte Watchmen aber wie eine möglichst detailgetreue Verfilmung, die dabei aber nicht dem Ruf der ach so vielschichtigen und revolutionären Comics gerecht wird (sollte die Comics vielleicht endlich mal lesen, um mir hier ein abschließendes Urteil zu erlauben^^). Freue mich deshalb um so mehr auf eine Neuverfilmung und vor allem Neuinterpretation von Master Lindelof. Ich finde es traurig, dass sein Ruf durch das Lost-Ende noch immer so geschädigt ist. Dabei lebt Lost doch von so viel mehr als von dem (zugegebenermaßen etwas befremdlichen und unbefriedigenden) Finale. Und spätestens seit The Leftovers dürfte Lindelof doch ein für alle Mal bewiesen haben, dass er ein ganz großer Geschichtenerzähler und kreativer Kopf mit einem unglaublichem Feingefühl für Drama, Spiritualität und vielschichtigen Charakteren ist. Bin gespannt, was er uns diesmal hin zaubert. Eine Neuinterpretation einer Vorlage ist meistens besser als eine schlichte Comic/Buchverfilmung. Denn eine Handschrift zu kopieren ist weitaus schwieriger, als seine eigene auszuleben. Und im Falle von Lindelof wäre eine einfache Kopie doch wirklich Verschwendung von Talent.

      Ach Lindelof, ich weiß, es wird so oder so göttlich!

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      • Mr. Miguwa 14.01.2018, 17:27 Geändert 14.01.2018, 17:28

        Definitiv Here and Now! Weil ich mal wieder richtig Bock auf eine Charakterstudie einer dysfunktionalen Familie im Stile von Six Feet Under habe. Und wenn es einer drauf hat, mich erneut zu begeistern, dann ist das Alan Ball. Der Trailer sieht jedenfalls schon mal großartig aus.

        https://m.youtube.com/watch?v=pWqRw4NfFDA

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        • 1. The Leftovers
          2. Better Call Saul
          3. The Deuce
          4. Fargo
          5. Mindhunter
          6. Master of None
          7. Twin Peaks: The Return
          8. Stranger Things
          9. Game of Thrones
          10. Girls

          Weiterhin potentielle Kandidaten, die ganz oben auf meiner Watchlist stehen:
          - O.J. Simpson: Made in America
          - The Handmaids Tale
          - Halt and Catch Fire

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            Fazit nach Episode 7:

            Schön, dass sich Lynch mit bloßer Nostalgie nicht zufrieden gibt. Das wäre doch auch zu einfach gewesen...

            Ich hätte nicht gedacht, dass Twin Peaks noch einmal eine so faszinierende und ergreifende Wirkung bei mir entfacht. Liegt wohl paradoxerweise daran, dass ich nie ein allzu großer Fan der Originalserie war, die mir oftmals einfach zu seifenopernmäßig, zu melodramatisch und zu hysterisch war. Umso mehr begrüße ich es, wenn Lynch seinen "alten Stil" selbstironisch auf die Schippe nimmt, indem er uns Zuschauern das altbekannte Laura Palmer Portrait vor die Linse hält, die Twin-Peaks-Theme voll aufdreht und den Ex-Schläger / (mittlerweile) Cop los plärren und jaulen lässt (Episode 4).

            Twin Peaks - The Return hat wenig mit der Originalserie gemein und wird dagegen globaler: Statt der Suche nach einem Mörder in einer geheimnisvollen Kleinstadt steht nun die Suche nach Orientierung in einer fremden, neuartigen Welt im Vordergrund (Kafka lässt grüßen). Es hat einfach was Poetisches, dem guten alten MacLachlan auf seiner Identitätssuche (oder eher Rehabilitation) in seinen herrlich mechanischen und triebgesteuerten Bewegungen zu begleiten. Nichts ist so, wie es einst war. Twin Peaks selbst verkommt zu einem zweitrangigen Nebenschauplatz. Der Vorhang für New York und Las Vegas wird geöffnet; das Geheimnisvolle der Großstadt wird verklärt. Der einst so schlagfertige und geistreiche Cooper wird zu einem einzigen Spielball, der der Gesellschaft vollkommen ausgeliefert scheint. Und selbst Sekretärin Diane bekommt ein Gesicht. Willkommen in der postpostpost(...)modernen Welt. Obwohl die Suche nach Antworten weiter voranschreitet, steigt am Ende doch das Ungewisse exponentiell an und obsiegt. Ach Lynch, was habe ich dich vermisst.

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            • Breaking Bad 11x (S1-4; S5 4x)
              Lost 7x (S1-3; S4-5 3x; S6 1x)
              Dexter 6x (S1-4; S5 2x; S6-8 1x)
              Simpsons ca. 5x (S1-10)
              Six Feet Under 3x
              Scrubs 3x
              Die Sopranos 2x
              The Leftovers 2x (S1-2)
              Fargo 2x (S1)
              Hung 2x
              Californication 2x
              Chuck 2x

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              • Mr. Miguwa 13.07.2017, 20:12 Geändert 13.07.2017, 20:12

                Dass The Leftovers nicht mal eine Nominierung erhalten hat, ist einfach eine bodenlose Frechheit! Der Mainstream scheint selbst hier alles andere wegzudrängen.

                Wert und Qualität dieser Veranstaltung = Null

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                • Toller Abschluss der Staffel, der unglaublich ruhig und dennoch höchst dramatisch daher kommt (im Übrigen hat keine Folge bisher so auf musikalische Untermalung gesetzt, wie diese hier).

                  Nach Kims Unfall gibt es ein (letztmaliges?) Erwachen der guten Seite in Jimmy, die von Chuck in der wohl bitterbösesten Szene der Serie sogleich mit Füßen betreten wird. Da macht es eigentlich nur Sinn, dass Chuck stirbt, da diese (letzten!) Worte somit gleich doppelt so schmerzhaft sein dürften. Jetzt muss Jimmy nur noch Kim entrissen werden und der Saul Goodman in ihm kann sich komplett entfalten.

                  Für alle, die die Wartezeit schon jetzt nicht mehr ertragen können, hier eine nette Kettleman-Bonus-Szene:
                  https://www.youtube.com/watch?v=5RQpVA6gMh0

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                  • Damon Lindelof? HBO? Mehr Information brauche ich gar nicht, um in Euphorie zu verfallen. Solange er die kreative Freiheit bekommt, die er braucht, kann das eigentlich nur gut gehen.

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                      Mr. Miguwa 04.06.2017, 16:02 Geändert 04.06.2017, 16:05

                      So richtig warm werde ich mit den Netflix Original Serien irgendwie nicht, weil sie sich zumeist als seichte Unterhaltung statt als scharfsinnige Charakterstudien herausstellen. So bleiben auch die Figuren in Tote Mädchen lügen nicht schablonenhafte Abziehbilder, deren Motive und Entwicklungen meist twistartig in die Serie eingeworfen und selten wirklich nachvollziehbar aufgebaut werden.

                      Viel schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass dem Zuschauer die Kernaussage der Serie dermaßen plakativ präsentiert wird, dass man nur die Augen verdrehen kann. Zudem wird die zentrale (und wenig originelle) Botschaft "sei nett zu deinem Mitmenschen" ad absurdum geführt, in dem der Selbstmord der jungen Hanna Baker als Racheakt an ihren vermeintlichen Freunden präsentiert wird. Narzisstisch und pubertär legt die Protagonisten ihre Gründe für den Selbstmord offen.Scheinbar muss das Krankheitsbild der Depression neu definiert werden, wenn jemand vor einer Selbsttötung noch 7 Kassetten bespricht, um es seinen Mitmenschen heimzuzahlen. Die Schuld wird somit fast gänzlich anderen zugeschrieben; eine Selbstreflexion findet nicht wirklich statt und der Antrieb für die Selbsttötung scheint letztlich lediglich Hass und Wut gewesen zu sein. Soziale Isolation, Antriebslosigkeit, geringes Selbstwertgefühl etc.: All diese Faktoren einer Erschöpfungsdepression werden nur am Rande behandelt und eigentlich komplett in den Hintergrund geschoben bzw. gedrängt. Statt Innenperspektive wird nur die Außenperspektive bedient. Die Mitmenschen sind die Täter, Hanna selbst nur das Opfer. Tiefgreifende Analyse von depressiven Menschen? Fehlanzeige!

                      Kitschig, pubertär, überdramatisierend (inklusive poppigen Soundtrack) und mit Logiklöchern überhäuft. Bei der Grundthematik wäre definitiv mehr drin gewesen...

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                      • SPOILER zu Breaking Bad & Six Feet Under!

                        Ich finde es ehrlich gesagt schwierig, sich bei einer Serie auf nur einen bestimmten emotionalen Moment festzulegen. In den meisten Kommentaren werden allgemein bekannte Schlüsselmomente von Serien herausgehoben, wobei ich sagen muss, dass mich häufig auch viele "kleinere Momente" stark berühren. Besonders bei Breaking Bad stechen neben den großen Gänsehautmomenten wie das Ende von Crawl Space oder Janes Tod auch die meditativen, hypnotischen Momente hervor, in der oftmals keine großen Worte fallen (Walters Gewissenskonflikt rund um Krazy8 (1.02 + 1.03), die Bekanntmachung Walters Genesung (2.09), Jesse, der Janes Tod verarbeiten muss und sich immer und immer wieder ihre Anrufbeantworter-Ansage anhört, um ihrer Stimme zu lauschen (3.01) etc.). Auch bei Six Feet Under gibt es neben dem bombastischen Tränendüsenfinale natürlich viele weitere Momente, in der mich diese nahezu unbeschreibliche Zartheit und die Lebensweisheiten der Serie stark berührt haben. Besonders hervorheben muss ich hier Ruth Schmerz über die Entfremdung zu ihren Kindern (emotionaler Höhepunkt in 2.05), Nates und Brendas großer Beziehungsstreit (2.11), das Begräbnis Lisas Leiche (4.01) oder Davids Entführung (4.05). Letztlich sind Breaking Bad und Six Feet Under die beiden Serien, die mich emotional am meisten mitgenommen haben und da kann und will ich mich auch nicht auf eine einzelne Szene festlegen. Aber auch Lost oder The Leftovers haben mich in vielen Momenten stark berührt, wenn auch hier auf eine andere, typische aufdringlich dramatisierende Lindelof Weise (keineswegs negativ zu verstehen ;)).

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                          http://ew.com/tv/2017/03/09/better-call-saul-season-3-trailer-gus/

                          Oh man, das wird großartig!

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                          • Vielleicht verschlägt es die Garveys ja auf eine einsame, mysteriöse Insel. Na ja, eines ist wohl sicher: Es kann nur göttlich werden. Anschnallen bitte!

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                            • Mr. Miguwa 17.01.2017, 18:50 Geändert 18.02.2017, 21:03

                              1. The Leftovers - Staffel 2
                              2. Better Call Saul - Staffel 2
                              3. Stranger Things - Staffel 1
                              4. Game of Thrones - Staffel 6
                              5. The Night Of - Staffel 1
                              6. Westworld - Staffel 1
                              7. Girls - Staffel 5
                              8. The Walking Dead - Staffel 7
                              9. The Big Bang Theory - Staffel 9
                              10. Shameless - Staffel 6

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                                Mr. Miguwa 10.01.2017, 19:24 Geändert 10.01.2017, 20:12

                                Westworld ist eine typische nolansche Kreation. Ein hoch interessantes Thema in grandioser Kulisse und mit einem ausgeklügelten Plot. Leider setzt die Serie mehr auf Cliffhanger-Momente, statt auf fein ausgearbeitete Charaktere. Unglaubwürdig agierende Figuren (Felix und Komparse), übertriebene Sinneswandel, die keinen Sinn ergeben und unreflektiert bleiben (William) und Charakterentwicklungen, die ausbleiben müssen, um die Spannung aufrechtzuerhalten (Robert Ford). Im Gegensatz zu Filmen geht es bei guten Serien aus meiner Sicht jedoch in erster Linie um gut ausgearbeitete Charaktere und nachvollziehbare Entwicklungen. Immerhin muss eine Serie das Interesse der Zuschauer über mehrere Staffeln aufrechterhalten und uns an die Figuren binden. Das, was die erste Staffel bisher geliefert hat, reicht für mich nicht aus, um damit geplante vier weitere Staffeln zu füllen. So interessant das Thema rund um die künstliche Intelligenz auch sein mag, besonders originell ausgearbeitet wurde das Thema bisher eigentlich nicht. Ich bin mir sicher, dass hier in den weiteren Staffeln noch nachgelegt wird. Allerdings wird mich das allein wohl weiterhin nicht hundertprozentig überzeugen, wenn die Charakterzeichnung so schwammig bleibt. Die erste Staffel war hochgradig unterhaltsam, spannend, effektreich (wie das Fernsehen und das Kino immer mehr fusionieren ist wirklich beeindruckend!) und stimmte stellenweise auch nachdenklich. Leider können diese Tatsachen dann nicht komplett von Logiklöchern in der Handlung und der fehlenden Charaktertiefe hinwegtäuschen. Westworld ist eine sehr gute Serie, von etwas wahrhaftig Meisterhaften aber leider weit entfernt.

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                                  Mr. Miguwa 08.01.2017, 19:10 Geändert 08.01.2017, 20:20

                                  Es gibt eigentlich keine Worte, mit denen man Six Feet Under kongenial beschreiben kann. Keine andere Serie und kein anderer Film schafft es, die wesentlichen Eigenheiten und Facetten des Lebens so lebensnah und herzergreifend zu porträtieren. Selten wurden die Themen Leben und Tod samt deren Sinn, Liebe, Sexualität sowie allgemein zwischenmenschliche Beziehungen so tiefgründig und mitreißend dargestellt, wie in Six Feet Under. Die Serie und ihre Charaktere sind so zutiefst menschlich gezeichnet und die Bilder der Serie trotz der zurückhaltenden und theaterartigen Inszenierung so aussagekräftig und hypnotisch. Insbesondere die ersten beiden Staffeln der Serie sind meisterhaft; eben weil die Charaktere besonders hier so unreif und inkonsequent agieren, ihre Fehler und ihre Verletzlichkeit aber gleichzeitig so extrem vereinnahmend wirkt. Es ist einfach einzigartig, auf welche Art und Weise diese Serie herausstellt, dass jedes menschliche Leben seine Daseinsberechtigung hat. Überhaupt wurden Leben und Tod noch nie so spirituell und reflektierend betrachtet wie hier. Immer wieder zeigt Six Feet Under ihre unbeschreibliche philosophische Dichtheit, wenn z.B. darüber sinniert wird, warum es eigentlich keine Bezeichnung für Eltern gibt, die ihr Kind verlieren oder warum sich der Sinn des Lebens erst nach dem Tod erschließen sollte. Überhaupt ist diese Serie ummantelt von einer unvergleichbaren Weisheit…

                                  Alan Ball und sein Team nehmen uns letztlich mit auf eine sinnliche Reise, in der die Charaktere wie auch der Zuschauer eine Selbstfindung durchlaufen. Am Ende steht man vor einem lang geahnten Finale, das trotzdem so plötzlich und eindringlich ist, dass man in der Nacht nach dem Ende kein einziges Auge zu bekommt und auch Tage später noch eine innere Unruhe vernimmt. Nach keinem Film und nach keinem Serienfinale habe ich eine vergleichbare Traurigkeit verspürt und dennoch ein Gefühl von (zurückhaltender) Glückseligkeit vernommen. Weil das Leben trotz seiner Tiefpunkte irgendwie doch eine Bereicherung ist und z.B. selbst ein als ungerecht empfundener und früh eintretender Tod an dieser Tatsache nichts ändert. Denn Six Feet Under zeigt, dass Gerechtigkeit und "Gutes" stets dehnbare Begriffe sind. Tuen ein Vater und sein Sohn "Gutes", wenn sie eine verletzte Taube gesund pflegen, durch die Taube jedoch später eine Kettenreaktion ausgelöst wird, bei der eine Frau stirbt? Spielt der Tod der Frau überhaupt eine Rolle, wenn Sohn und Vater glauben, der Welt einen Gefallen getan zu haben? Wäre die Frau ohne das Einwirken einer Taube trotzdem gestorben? Welche Folgen hätten sich ergeben, wenn Vater und Sohn das Tier seinem Schicksal überlassen hätten? Die Welt ist und bleibt das reinste Chaos, ebenso wie das Leben selbst. Was bleibt, ist das Leben zu genießen und Tiefpunkte und Krisen zu akzeptieren und zu überwinden. Denn fehlerfrei und perfekt ist kein einziger Mensch auf Erden. So unterschiedlich die Menschen auch sein mögen, das haben sie alle gemein; gleichermaßen wie das Sterben. Denn der Tod kommt. Irgendwo. Irgendwann. Irgendwie.

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                                  • Mr. Miguwa 01.01.2017, 15:43 Geändert 01.01.2017, 15:48

                                    In diesem Jahr freue ich mich im Serienbereich natürlich besonders auf neue Staffeln von Better Call Saul, The Leftovers, Fargo und Game of Thrones. Auf die neuen Serien Westworld und The Deuce warte ich ebenfalls mit gespannter Vorfreude. Auch bei den neuen Folgen von The Walking Dead (dessen 7. Staffel mir bisher außerordentlich gut gefällt) und Twin Peaks werde ich vorbeischauen. Traditionell folgt dieses Jahr noch ein Breaking Bad Rerun und außgewählte und gemütliche Abende mit den guten alten Folgen der Simpsons. Und dann muss ich endlich noch Deadwood weitergucken...

                                    Im Filmbereich habe ich im Vorfeld meistens gar nicht den Überblick, was uns da alles Geniales bevorsteht; meistens erfahre ich erst von den großen Filmperlen, wenn sie schon im Kino laufen^^. Bisher freue ich mich jedoch auf Silence, Elle, Star Wars: Episode 8, Manchester by the Sea, Die Taschendiebin, Dunkirk, Alien: Covenant und (nach dem genialen Trailer!) Blade Runner 2049.

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                                    • Mr. Miguwa 19.12.2016, 00:12 Geändert 19.12.2016, 19:49

                                      1. Pulp Fiction
                                      2. Sieben
                                      3. Taxi Driver
                                      4. Einer flog über das Kuckucksnest
                                      5. Jackie Brown
                                      6. Memento
                                      7. Goodfellas
                                      8. American Beauty
                                      9. Heat
                                      10. Eyes Wide Shut

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                                        Mr. Miguwa 01.11.2016, 20:03 Geändert 01.11.2016, 21:13

                                        Eine Coming-Of-Age-Serie, die sich an üblichen Thematiken und Klischees anderer Filme und Serien des Genres bedient, diese aber so herzergreifend und charmant aufbereitet, wie man es selten zu sehen bekommt. Wir sehen hier Charaktere, die sich auf Identitätssuche begeben und typische Probleme des Jugendalters bewältigen müssen. Dabei nicht in Kitsch zu versinken, meistert die Serie allerdings mit Bravur und Leichtigkeit. Nicht zuletzt die Charakterzeichnung und die talentierten Darsteller tragen dazu bei. Obwohl die einzelnen Folgen für sich stehen, gewinnen die Charaktere gerade gegen Ende immer mehr an Tiefe. Die Jugendlichen gruppieren sich, sammeln neue Erfahrungen und legen partiell Vorurteile ab. Nicht nur der Zuschauer bekommt immer wieder vor Augen geführt, wie sich einzelne Charaktere in unterschiedlichen stereotypen gebildeten Gruppen gar nicht so stark voneinander unterscheiden, wie es oberflächlich den Anschein macht...

                                        "Freaks and Geeks" gelingt dabei ein ausgezeichneter Spagat zwischen Drama und Comedy. Gerade der Humor ist eher unterschwellig und zumeist an Situationskomik gebunden. Der Charme der Serie samt der 80er Jahre Atmosphärik tut sein übriges und macht aus "Freaks and Geeks" eine der unterhaltsamsten und ergreifendsten Serien aller Zeiten!

                                        Nach Sichtung aller 18 Folgen blutet nun mein Herz. Wie gerne hätte ich die weitere Entwicklung der Figuren doch mit angesehen; wie gerne hätte ich mich noch länger am Charme der Serie erfreut; wie gerne hätte ich noch mehr von Bills trockenen und urkomischen Sprüchen gehört. Die damals frühzeitige Absetzung ist einfach eine Schande. Trotzdem bin ich dankbar für die grandiosen Stunden mit Sam, Lindsay, Daniel, Kim, Bill ♥ & Co. Es waren sicherlich nicht meine letzten!

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                                          • An die Qualität der ersten vier Staffeln konnte die sechste Staffel nicht anschließen, dafür kamen einige Charaktermomente einfach zu kurz und die zahlreichen Wendungen waren zum ersten Mal ziemlich simpel und vorausschauend. Die sechste Staffel glänzte eher durch ihre epischen Bilder und Momente, die mich auf der subjektiven Ebene jedoch vollendens erreichen konnten. Solange die Serie in ihren abschließenden Staffeln nicht in ihrer Vorhersehbarkeit versinkt und wieder etwas skrupelloser und "intrigenhafter" wird, sehe ich diese etwas versöhnlichere Runde der Serie nicht wirklich kritisch. Das ein (notwendiges) erhöhtes Tempo in der abschließenden Phase einer Serie immer mit einer Einbüße an Charaktertiefe einhergeht, ist kein neues Phänomen. Bei Game of Thrones hält sich das zum Glück noch in Grenzen...

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                                            • Mr. Miguwa 16.05.2016, 11:36 Geändert 16.05.2016, 20:43

                                              Ein Traum wird wahr, wenn ab Januar kommenden Jahres wirklich die Kameras laufen. Keitel, DeNiro, Pacino und Pesci in einem Mafiafilm von Altmeister Scorsese; das wird ein meisterhaftes Filmereignis des 21. Jahrhunderts! Wenn Scorsese jetzt wieder einmal einem anderen Projekt Vorrang gewährt, werde ich aber wirklich stinkig.

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                                                  • Mr. Miguwa 07.04.2016, 19:20 Geändert 08.04.2016, 00:31

                                                    Eine weitere geniale Folge mit einem Cold Opening, der es in sich hat! Tolle Hommage an Im Zeichen des Bösen und Goodfellas; zudem natürlich grandios musikalisch untermalt. Dass war wirklich auf einem Breaking Bad ähnlichen Niveau. So langsam scheint Better Call Saul die Handlung auf die nächste Stufe zu heben. Es sieht ganz stark danach aus, dass Hector Salamanca und seine Geschäfte nun zu einem wesentlichen Teil der Serie werden, was natürlich viel Potential beinhaltet. Außerdem scheint immer offensichtlicher, dass Mike Hector (ohne dessen Wissen) wohl in den Rohlstuhl bringen wird und Gus Mike anheuert, um mit dessen Hilfe sein Imperium nach und nach unabhängig vom Kartell zu betreiben.

                                                    Ps: Oh Jimmy, du bewegst dich auf einer dünnen Eisschicht. Seine Dokumentenfälschung wird sicherlich nicht lange im Verborgenen bleiben. Wenn ihm da mal nicht bald Mike aus der Patsche helfen muss...

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