Relativ schwunglos inszeniert, kann sich die Verfilmung des Klassikers nie von ihren Theaterwurzeln lösen. Die Besetzung, allen voran ReneeZellweger nervt eher und verhindert durch die aseptische Darbietung jedes echte Interesse an den Figuren. Ein Musicalversuch so bieder, so langweilig und spießig, so behäbig, daß man wirklich zweimal auf das Produktionsjahr schauen muß um zu glauben das es 2002 gedreht wurde.
Was im Theater durch permanente Verwandlungen lediglich angedeutet werden kann, schafft der Film mit links: als einzige, große Parallelmontage. Alle Szenen beginnen in der rauen Realität, kommen dann als große Nummer auf die Bühne und switchen von da an ständig hin und her, bis alle Grenzen verwischen.
Queen Latifah in der Musicalnummer "Mama" war schon sehenswert, ebenso John C. Reilly(Mr. "looking through me") als trauriger Clown. Aber ein singender Richard Gere? Eher nicht.
Die Doris Day Attitüde von Zellweger mit stets geschürtzten :-O Lippen nutzt sich auch wenig ab.
Normalerweise bin ich ein absoluter Gegner solcher Musicals! Dennoch muss ich sagen das ich von Chicago einigermaßen überrascht bin.
Denn viele Klischees die solche Filme eigentlich immer haben fehlen. So zum Beispiel eine allumfassende Lovestory und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Zwar könnte man mit Blick auf die Besetzung darauf schließen, aber lasst euch nicht täuschen. Richard Gere spielt nicht den großen Frauenheld, sondern einen schmierigen Anwalt, der nur auf das Geld schaut.
Zudem rankt sich die Story über einen Mordfall und deren Gerichtsverhandlung. Kitschige Liebessongs und dergleichen sind also zum Glück nicht vorhanden.
Dafür aber meiner Meinung nach sehr viel Kritik an den Medien, beziehungsweise deren Sensationslust.
So wird hier gezeigt was Medien aus einem machen, wozu sie einen bringen und wie man nach ihnen süchtig wird.
Das alles natürlich durchzogen mit vielen Gesangseinlagen und diese einigermaßen originell choreografiert.
Minuspunkte für mich sind vor allem Renee Zellweger, die ich noch nie sehr leiden konnte und mich einfach nur nervt. Zu dumm, dass sie am meisten Screentime von allen hat. Das dezimiert meine Punktevergabe noch ein gutes Stück.
Musicals sind fabelhaft. Es ist zwar ulkig, dass Menschen aus dem Nichts heraus plötzlich zu singen beginnen, aber es bringt trotzdem einfach Spaß! Die Hauptdarsteller singen gut und spielen ihre Rollen überzeugend. Mir gefallen die Details, die die jeweiligen Gesangseinlagen untermauern (z.B. das Spiel mit den Farben, während sich die Damen im Gefängnis erzählen, was sie gemacht bzw. nicht gemacht haben).
mal vorweg genommen: ich hasse musicals. ich hab mich durch diesen film gezwungen, weil ich mir dachte, wenn er so viele oscars gewonnen hat, dann hat er es verdient gesehen zu werden. ich muss auch echt sagen, dass ich für die ersten 45min mehrere tage gebraucht habe, aber wenn man sich an das gesinge gewöhnt hat, ist der film ganz amüsant. mir gefallen die aufgeworfenen themen und ausgesprochenen lebensweisheiten sehr.
Musik und Bilder sind stark, aber für mich ist Richard Gere einer der schlechtesten Schauspieler überhaupt. (Schlimmer sind nur noch Leute wie Dolph Lundgren und den mochte ich wenigstens als Kind in "Master of the Universe").Renée Zellweger begeistert mich ähnlich wenig.Nix für mich.
Ein Musikal, das "reales" Leben und Fiktion auf geniale Weise miteinander verquickt. Tolle Musik und gutgelaunte Darsteller. Die Oscar bekam der Film zu recht.
Kritiker — Geht so 5.8
Der Film Chicago wurde von 21 Kritikern bewertet.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Relativ schwunglos inszeniert, kann sich die Verfilmung des Klassikers nie von ihren Theaterwurzeln lösen. Die Besetzung, allen voran ReneeZellweger nervt eher und verhindert durch die aseptische Darbietung jedes echte Interesse an den Figuren. Ein Musicalversuch so bieder, so langweilig und spießig, so behäbig, daß man wirklich zweimal auf das Produktionsjahr schauen muß um zu glauben das es 2002 gedreht wurde.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Was im Theater durch permanente Verwandlungen lediglich angedeutet werden kann, schafft der Film mit links: als einzige, große Parallelmontage. Alle Szenen beginnen in der rauen Realität, kommen dann als große Nummer auf die Bühne und switchen von da an ständig hin und her, bis alle Grenzen verwischen.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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Kommentare — Ganz gut 6.0
Der Film Chicago wurde von 875 Mitgliedern bewertet.
Bollundus 2010/01/13 13:47:47
Queen Latifah in der Musicalnummer "Mama" war schon sehenswert, ebenso John C. Reilly(Mr. "looking through me") als trauriger Clown. Aber ein singender Richard Gere? Eher nicht.
Die Doris Day Attitüde von Zellweger mit stets geschürtzten :-O Lippen nutzt sich auch wenig ab.
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Bandrix 2009/09/10 21:47:30
Normalerweise bin ich ein absoluter Gegner solcher Musicals! Dennoch muss ich sagen das ich von Chicago einigermaßen überrascht bin.
Denn viele Klischees die solche Filme eigentlich immer haben fehlen. So zum Beispiel eine allumfassende Lovestory und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Zwar könnte man mit Blick auf die Besetzung darauf schließen, aber lasst euch nicht täuschen. Richard Gere spielt nicht den großen Frauenheld, sondern einen schmierigen Anwalt, der nur auf das Geld schaut.
Zudem rankt sich die Story über einen Mordfall und deren Gerichtsverhandlung. Kitschige Liebessongs und dergleichen sind also zum Glück nicht vorhanden.
Dafür aber meiner Meinung nach sehr viel Kritik an den Medien, beziehungsweise deren Sensationslust.
So wird hier gezeigt was Medien aus einem machen, wozu sie einen bringen und wie man nach ihnen süchtig wird.
Das alles natürlich durchzogen mit vielen Gesangseinlagen und diese einigermaßen originell choreografiert.
Minuspunkte für mich sind vor allem Renee Zellweger, die ich noch nie sehr leiden konnte und mich einfach nur nervt. Zu dumm, dass sie am meisten Screentime von allen hat. Das dezimiert meine Punktevergabe noch ein gutes Stück.
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Marie Krolock 2009/07/13 04:19:48
Musicals sind fabelhaft. Es ist zwar ulkig, dass Menschen aus dem Nichts heraus plötzlich zu singen beginnen, aber es bringt trotzdem einfach Spaß! Die Hauptdarsteller singen gut und spielen ihre Rollen überzeugend. Mir gefallen die Details, die die jeweiligen Gesangseinlagen untermauern (z.B. das Spiel mit den Farben, während sich die Damen im Gefängnis erzählen, was sie gemacht bzw. nicht gemacht haben).
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felifee 2009/05/08 18:28:53
super story, tolle schauspieler, mitreißender soundtrack
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Celliano 2008/02/26 17:16:35
mal vorweg genommen: ich hasse musicals. ich hab mich durch diesen film gezwungen, weil ich mir dachte, wenn er so viele oscars gewonnen hat, dann hat er es verdient gesehen zu werden. ich muss auch echt sagen, dass ich für die ersten 45min mehrere tage gebraucht habe, aber wenn man sich an das gesinge gewöhnt hat, ist der film ganz amüsant. mir gefallen die aufgeworfenen themen und ausgesprochenen lebensweisheiten sehr.
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Kersten 2008/02/02 01:59:31
Tolle Mischung aus Real und Theateratmosphäre!
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doctorgonzo 2008/01/22 11:40:41
Musik und Bilder sind stark, aber für mich ist Richard Gere einer der schlechtesten Schauspieler überhaupt. (Schlimmer sind nur noch Leute wie Dolph Lundgren und den mochte ich wenigstens als Kind in "Master of the Universe").Renée Zellweger begeistert mich ähnlich wenig.Nix für mich.
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irubis 2008/01/17 18:44:33
Ein Musikal, das "reales" Leben und Fiktion auf geniale Weise miteinander verquickt. Tolle Musik und gutgelaunte Darsteller. Die Oscar bekam der Film zu recht.
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Julian 2008/01/02 14:40:46
Endlich mal ein Oscar-Streifen, der nicht dauerhaft langweilt sondern klasse unterhält.
Besonders zu empfehlen für Jazz-Liebhaber!
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c_mex 2007/12/16 23:08:53
war ich wohl Zielgruppendisjunkt
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loewenzahn 2007/12/08 06:49:31
Einer der wenigen Filme, den ich ausgemacht und nicht zuende geguckt hab. Nach 30 Minuten war Schluß.
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