Mit "Chicago" legt Rob Marshall wohl eine der gelungensten Interpretationen der, zu Beginn der 00-Jahre wieder auflebenden, Musical-Welle vor, was vorallem daran liegen dürfte, dass er ein gewisses Grundverständnis für die Materie mitbringt: Zu keiner Zeit versucht der Regisseur, den Stoff vollständig von den Bühnenursprüngen loszureißen, vielmehr erweitert er ihn behutsam und sinnvoll durch die Mittel des Films.
In den meisten Fällen schafft es "Chicago" dabei erstaunlich problemlos, den quietschbunten Varieté-Look mit der restlichen Szenerie durch Parallelmontagen und ähnliche inszenatorische Kniffe zu vermischen und zu einem homogenen Ganzen zu formen.
Das Ensemble wird den Anforderungen, die mit den großen Namen einhergehen fast vollständig gerecht: Gere hat sichtlich Spaß in seiner Rolle als schmieriger Anwalt, und auch Renée Zellweger nimmt man ihre naive Interpretation der Roxie zu jeder Zeit ab. Warum sich die Academy damals jedoch dazu entschloss, die anämische Catherine Zeta-Jones anstelle der wesentlich charismatischeren Queen Latifah auszuzeichnen, bleibt wohl für immer ein Rätsel.
Die größten Schwächen - und das darf an dieser Stelle durchaus überraschen - haben Cast und Inszenierung in den auf konventionell getrimmten Storyszenen ohne Musik und Performance: Die ausladende Gestik, die exaltierte Selbstinszenierung - all die Dinge, die den Reiz und die Präsenz innerhalb der Bühnensequenzen evozieren, verkommen in den Dialogen zu grotesken Overacting, und erfordern deshalb einiges an Nachsicht.
Wer sich mit diesen kleineren Mankos anfreunden kann, der bekommt ein durchwegs flottes und kreativ in Szene gesetztes Musical zu sehen, welches nichtsdestotrotz mit seinen sechs Oscars etwas über Wert gehandelt wurde.
Mach ich gerne, ich mag den, und nach den ganzen halloween´schen Horrorsachen schadet ein bisschen Musik garnicht - morgen gibt´s dann "Moulin Rouge" :)
Relativ schwunglos inszeniert, kann sich die Verfilmung des Klassikers nie von ihren Theaterwurzeln lösen. Die Besetzung, allen voran ReneeZellweger nervt eher und verhindert durch die aseptische Darbietung jedes echte Interesse an den Figuren. Ein Musicalversuch so bieder, so langweilig und spießig, so behäbig, daß man wirklich zweimal auf das Produktionsjahr schauen muß um zu glauben das es 2002 gedreht wurde.
So einen Kommentar kann ich nicht unbeantwortet stehen lassen, da Chicago eine der besten Musical-Verfilmungen ist, die ich je gesehen habe! Der Film hat ein ausgezeichnetes Tempo, das Timing stimmt, die Choreografien kann man mehr als gelungen nennen und Catherine Zeta-Jones hat sich den Oscar wirklich verdient! Die Musik ist dem Ohr des Zuhörers aus dem 21.Jhd. angepasst und büßt trotzdem wenig von dem Chicagoer Jazz-Stil der 20er-Jahre ein. Wegen der Liebe zum Detail ist der Film auch noch beim zweiten und dritten mal schauen sehenswert!
Fazit: Schwungvoll, unterhaltsam, mitreißend, zu empfehlen
P.S.: Wenn Renèe Zellweger nervt, dann spielt sie ihre Rolle überzeugend, denn genau das ist ihre Rolle. So hübsch wie Roxie sein soll, ist sie wirklich nicht (Kritikpunkt, den ich durchaus als begründet anerkenne), aber ihre Stimme passt dafür hervorragend zu Ms. Hart.
Vielleicht solltest du dem Film noch eine Chance geben, offen herangehen und dir dann eine begründete Meinung bilden. Allerdings habe ich die vage Vermutung, dass du generell nicht so der Fan von singenden Schauspielern in Filmen bist . . .
Was im Theater durch permanente Verwandlungen lediglich angedeutet werden kann, schafft der Film mit links: als einzige, große Parallelmontage. Alle Szenen beginnen in der rauen Realität, kommen dann als große Nummer auf die Bühne und switchen von da an ständig hin und her, bis alle Grenzen verwischen.
Razzle Dazzle them! Seduce them! Entertain them! Show them what you got! Durch schnelle Schnitte, rasante und atemberaubende Tanzeinlagen, Songs die sich durch‘s Ohr in den Kopf fressen, ein Darstellertrio das sämtliche Tonlagen trotzt und sich das sich die Seelen aus dem Leib spielt fühlt man sich in eine Zeit versetzt, samt ihres klassischen und stilvollen Umfelds, in der auch Ich zu gerne ein Leben verbracht hätte. Mal nur ein einziges Lächeln, dann wieder ein Blick in eine Scharr Tänzerinnen, grazile Bewegungen und betörende Blicke versetzen das Publikum in Wallungen. Einmal Mitsingen und dann nochmal und dann nochmal und dann nochmal, endlos! Eine ungeheure Ladung gute Laune versprüht der Film der mit einfachsten Mitteln gekonnt die Zuschauer klatschend und jubelnd aufspringen lässt. Eine Nacht im Club bei gedämmten Licht, mit der puren Unterhaltung auf der Bühne ohne billige Nebensachen. Das nennt man Stil. Eine Art von Stil die leider, leider, leider schon längst vergangen ist. Den Stil einer bombastischen Zeit genießen und sich berieseln lassen von der unvorstellbaren Wirkung der Songs. Jeder Einzelne ist ein Unikat, ein kleines Leben inmitten des wilden Chicagos. Mitreißende Vorstellung über Ruhm, die Vergänglichkeit der Liebe, dem Mittel zum Zweck, der Hoffnung, das Showbusiness und der Musik. Zugabe bitte!
„Oh yes, they both reached for the gun, for the gun!“
Mein 777. bewerter Film und er sollte leider Gottes langweilig sein, zumindest irgendwie.
Chicago hat mich über die gesamte Laufzeit hin nicht einmal begeistert. Die Idee alle Lieder außerhalb der Handlung auf der Bühne stattfinden zu lassen ist zwar irgendwie innovativ, wirkt aber irgendwie gezwungen, doch das sollte mich noch nicht sonderlich stören. Die Lieder waren fad', endeten alle gleich mit einer langen Endbetonung und waren nur wenig Ohrwurm-würdig. Der Cast war okaym wirklich herausgestochen haben dann aber doch nur Gere und Reilly, sowohl schauspielerisch als auch von den Liedern (Mr. Cellophane und der Razzle Dazzle Song waren beide ganz gut). Mit der Zellweger konnte ich dann doch eher weniger anfangen.
So alles in allem war der Film zwar okay, aber doch eher ermüdend, nie packend oder überzeugend, dafür eher aufgesetzt und zwanghaft.
Dieser Film macht dem Musical alle Ehre - zwar kommt er an das Original nicht heran, aber die Inszinierung ist wirklich gelungen. Die Lieder hör ich mir immer wieder gerne an. Ein Film über Ruhm, Sex, Karriere und Geld - TOP!
Eigentlich mag ich Musicals, aber Chicago konnte so gar nicht überzeugen. Die zerstückelte Geschichte war mir ziemlich egal. Der Medienkritik ist ganz lustig und auch die Darstellerinnen machen ihren Job nicht schlecht, aber alles in allem hat der Film mich gelangweilt.
Schillerndes Swing-Musical, das besonders durch Optik und Darstellerleistungen begeistert
Mit Starpower, Glanz und Glamour präsentiert Rob Marshall seine Interpretation des Musicals "Chicago" und landet damit einen Treffer der besonderen Art. Die verrückte Geschichte ist in zwei Welten kontrastiert: das dunkle, beklemmende Chicago der 20er Jahre bildet den perfekten Gegenpol zu den bunten und glanzvollen Traumwelten der Hauptfiguren. Immer wieder wird die Geschichte von erstklassig choreographierten Bühnensequenzen unterbrochen. Gerade dort punktet der Film durch die Oscar-prämierte Ausstattung und das Kostümdesign. Das Darstellerensemble ist eine Wucht und überzeugt nicht nur gesanglich und tänzerisch, sondern auch als gefühlskalte Exzentriker, die nur eins wollen: Aufmerksamkeit! Der Sound, hauptsächlich bestehend aus Swing-Nummern, passt einwandfrei zum Tenor des Films und macht "Chicago" zu einem der besten Musicals aller Zeiten!
Zeta-Jones ist so erotisch wie eine Kraftmaschine, Zellweger singt so gut wie Gere tanzt. Ein hektischer Schnitt müht sich, die Schwächen der Protagonisten zu kaschieren. Aber irgendwo hinter dem visuellen Firlefanz steckt ein starker Film. Rob Marshall unternimmt den Versuch, das Bild einer Welt zu entwerfen, in der alles zu Show und Geschäft gerinnt; dabei geht ihm die boshafte Intelligenz eines Paul Verhoeven leider vollständig ab. So tänzelt »Chicago« blind um sein großes Thema herum.
NERVT!!! Unglaublich wie dieser langweilige Streifen 6 Oscars bekommen konnte. Selbst Catherine Zeta Jones, die ich wirklich attraktiv finde, konnte hier nichts mehr retten. Wer einen schönen Musikfilm sehen willen sollte auf Chicago verzichten. (... und lieber Moulin Rouge wählen!)
Queen Latifah in der Musicalnummer "Mama" war schon sehenswert, ebenso John C. Reilly(Mr. "looking through me") als trauriger Clown. Aber ein singender Richard Gere? Eher nicht.
Die Doris Day Attitüde von Zellweger mit stets geschürtzten :-O Lippen nutzt sich auch wenig ab.
Normalerweise bin ich ein absoluter Gegner solcher Musicals! Dennoch muss ich sagen das ich von Chicago einigermaßen überrascht bin.
Denn viele Klischees die solche Filme eigentlich immer haben fehlen. So zum Beispiel eine allumfassende Lovestory und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Zwar könnte man mit Blick auf die Besetzung darauf schließen, aber lasst euch nicht täuschen. Richard Gere spielt nicht den großen Frauenheld, sondern einen schmierigen Anwalt, der nur auf das Geld schaut.
Zudem rankt sich die Story über einen Mordfall und deren Gerichtsverhandlung. Kitschige Liebessongs und dergleichen sind also zum Glück nicht vorhanden.
Dafür aber meiner Meinung nach sehr viel Kritik an den Medien, beziehungsweise deren Sensationslust.
So wird hier gezeigt was Medien aus einem machen, wozu sie einen bringen und wie man nach ihnen süchtig wird.
Das alles natürlich durchzogen mit vielen Gesangseinlagen und diese einigermaßen originell choreografiert.
Minuspunkte für mich sind vor allem Renee Zellweger, die ich noch nie sehr leiden konnte und mich einfach nur nervt. Zu dumm, dass sie am meisten Screentime von allen hat. Das dezimiert meine Punktevergabe noch ein gutes Stück.
Musicals sind fabelhaft. Es ist zwar ulkig, dass Menschen aus dem Nichts heraus plötzlich zu singen beginnen, aber es bringt trotzdem einfach Spaß! Die Hauptdarsteller singen gut und spielen ihre Rollen überzeugend. Mir gefallen die Details, die die jeweiligen Gesangseinlagen untermauern (z.B. das Spiel mit den Farben, während sich die Damen im Gefängnis erzählen, was sie gemacht bzw. nicht gemacht haben).
mal vorweg genommen: ich hasse musicals. ich hab mich durch diesen film gezwungen, weil ich mir dachte, wenn er so viele oscars gewonnen hat, dann hat er es verdient gesehen zu werden. ich muss auch echt sagen, dass ich für die ersten 45min mehrere tage gebraucht habe, aber wenn man sich an das gesinge gewöhnt hat, ist der film ganz amüsant. mir gefallen die aufgeworfenen themen und ausgesprochenen lebensweisheiten sehr.
Musik und Bilder sind stark, aber für mich ist Richard Gere einer der schlechtesten Schauspieler überhaupt. (Schlimmer sind nur noch Leute wie Dolph Lundgren und den mochte ich wenigstens als Kind in "Master of the Universe").Renée Zellweger begeistert mich ähnlich wenig.Nix für mich.
Ein Musikal, das "reales" Leben und Fiktion auf geniale Weise miteinander verquickt. Tolle Musik und gutgelaunte Darsteller. Die Oscar bekam der Film zu recht.
Chicago - Kritik
CA/US 2002 Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Musikfilm, Kriminalfilm, Komödie, Kinostart 27.02.2003
Kritiken (3) — Film: Chicago
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen"And that's good, isn't it? Grand, isn't it? Great, isn't it? Swell, isn't it? Fun, isn't it?" -
Mit "Chicago" legt Rob Marshall wohl eine der gelungensten Interpretationen der, zu Beginn der 00-Jahre wieder auflebenden, Musical-Welle vor, was vorallem daran liegen dürfte, dass er ein gewisses Grundverständnis für die Materie mitbringt: Zu keiner Zeit versucht der Regisseur, den Stoff vollständig von den Bühnenursprüngen loszureißen, vielmehr erweitert er ihn behutsam und sinnvoll durch die Mittel des Films.
In den meisten Fällen schafft es "Chicago" dabei erstaunlich problemlos, den quietschbunten Varieté-Look mit der restlichen Szenerie durch Parallelmontagen und ähnliche inszenatorische Kniffe zu vermischen und zu einem homogenen Ganzen zu formen.
Das Ensemble wird den Anforderungen, die mit den großen Namen einhergehen fast vollständig gerecht: Gere hat sichtlich Spaß in seiner Rolle als schmieriger Anwalt, und auch Renée Zellweger nimmt man ihre naive Interpretation der Roxie zu jeder Zeit ab. Warum sich die Academy damals jedoch dazu entschloss, die anämische Catherine Zeta-Jones anstelle der wesentlich charismatischeren Queen Latifah auszuzeichnen, bleibt wohl für immer ein Rätsel.
Die größten Schwächen - und das darf an dieser Stelle durchaus überraschen - haben Cast und Inszenierung in den auf konventionell getrimmten Storyszenen ohne Musik und Performance: Die ausladende Gestik, die exaltierte Selbstinszenierung - all die Dinge, die den Reiz und die Präsenz innerhalb der Bühnensequenzen evozieren, verkommen in den Dialogen zu grotesken Overacting, und erfordern deshalb einiges an Nachsicht.
Wer sich mit diesen kleineren Mankos anfreunden kann, der bekommt ein durchwegs flottes und kreativ in Szene gesetztes Musical zu sehen, welches nichtsdestotrotz mit seinen sechs Oscars etwas über Wert gehandelt wurde.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
horro 2010/10/31 22:24:20
Antwort löschenFinde ich super, dass du hier diesen Film mal wieder ins Gespräch bringst!
Hitmanski 2010/10/31 22:26:51
Antwort löschenMach ich gerne, ich mag den, und nach den ganzen halloween´schen Horrorsachen schadet ein bisschen Musik garnicht - morgen gibt´s dann "Moulin Rouge" :)
Alle 4 Antworten zeigen
horro 2010/10/31 22:28:13
Antwort löschenSehr gut, da bin ich dann gespannt! :)
der cineast 2010/11/04 00:11:51
Antwort löschenMoulin Rogue ist brillliant ;)
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenRelativ schwunglos inszeniert, kann sich die Verfilmung des Klassikers nie von ihren Theaterwurzeln lösen. Die Besetzung, allen voran ReneeZellweger nervt eher und verhindert durch die aseptische Darbietung jedes echte Interesse an den Figuren. Ein Musicalversuch so bieder, so langweilig und spießig, so behäbig, daß man wirklich zweimal auf das Produktionsjahr schauen muß um zu glauben das es 2002 gedreht wurde.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
ringaling 2010/08/22 19:36:03
Antwort löschenSo einen Kommentar kann ich nicht unbeantwortet stehen lassen, da Chicago eine der besten Musical-Verfilmungen ist, die ich je gesehen habe! Der Film hat ein ausgezeichnetes Tempo, das Timing stimmt, die Choreografien kann man mehr als gelungen nennen und Catherine Zeta-Jones hat sich den Oscar wirklich verdient! Die Musik ist dem Ohr des Zuhörers aus dem 21.Jhd. angepasst und büßt trotzdem wenig von dem Chicagoer Jazz-Stil der 20er-Jahre ein. Wegen der Liebe zum Detail ist der Film auch noch beim zweiten und dritten mal schauen sehenswert!
Fazit: Schwungvoll, unterhaltsam, mitreißend, zu empfehlen
P.S.: Wenn Renèe Zellweger nervt, dann spielt sie ihre Rolle überzeugend, denn genau das ist ihre Rolle. So hübsch wie Roxie sein soll, ist sie wirklich nicht (Kritikpunkt, den ich durchaus als begründet anerkenne), aber ihre Stimme passt dafür hervorragend zu Ms. Hart.
Vielleicht solltest du dem Film noch eine Chance geben, offen herangehen und dir dann eine begründete Meinung bilden. Allerdings habe ich die vage Vermutung, dass du generell nicht so der Fan von singenden Schauspielern in Filmen bist . . .
MfG
ringaling
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenWas im Theater durch permanente Verwandlungen lediglich angedeutet werden kann, schafft der Film mit links: als einzige, große Parallelmontage. Alle Szenen beginnen in der rauen Realität, kommen dann als große Nummer auf die Bühne und switchen von da an ständig hin und her, bis alle Grenzen verwischen.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (18) — Film: Chicago
Kommentar schreibenJohnnyKee 2011/12/01 22:18:17
Kommentar löschen„Pop! Six! Squish! Uh uh! Cicero! Lipschitz!“
Razzle Dazzle them! Seduce them! Entertain them! Show them what you got! Durch schnelle Schnitte, rasante und atemberaubende Tanzeinlagen, Songs die sich durch‘s Ohr in den Kopf fressen, ein Darstellertrio das sämtliche Tonlagen trotzt und sich das sich die Seelen aus dem Leib spielt fühlt man sich in eine Zeit versetzt, samt ihres klassischen und stilvollen Umfelds, in der auch Ich zu gerne ein Leben verbracht hätte. Mal nur ein einziges Lächeln, dann wieder ein Blick in eine Scharr Tänzerinnen, grazile Bewegungen und betörende Blicke versetzen das Publikum in Wallungen. Einmal Mitsingen und dann nochmal und dann nochmal und dann nochmal, endlos! Eine ungeheure Ladung gute Laune versprüht der Film der mit einfachsten Mitteln gekonnt die Zuschauer klatschend und jubelnd aufspringen lässt. Eine Nacht im Club bei gedämmten Licht, mit der puren Unterhaltung auf der Bühne ohne billige Nebensachen. Das nennt man Stil. Eine Art von Stil die leider, leider, leider schon längst vergangen ist. Den Stil einer bombastischen Zeit genießen und sich berieseln lassen von der unvorstellbaren Wirkung der Songs. Jeder Einzelne ist ein Unikat, ein kleines Leben inmitten des wilden Chicagos. Mitreißende Vorstellung über Ruhm, die Vergänglichkeit der Liebe, dem Mittel zum Zweck, der Hoffnung, das Showbusiness und der Musik. Zugabe bitte!
„Oh yes, they both reached for the gun, for the gun!“
17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
J!GS4W 2011/03/11 22:31:47
Kommentar löschenMein 777. bewerter Film und er sollte leider Gottes langweilig sein, zumindest irgendwie.
Chicago hat mich über die gesamte Laufzeit hin nicht einmal begeistert. Die Idee alle Lieder außerhalb der Handlung auf der Bühne stattfinden zu lassen ist zwar irgendwie innovativ, wirkt aber irgendwie gezwungen, doch das sollte mich noch nicht sonderlich stören. Die Lieder waren fad', endeten alle gleich mit einer langen Endbetonung und waren nur wenig Ohrwurm-würdig. Der Cast war okaym wirklich herausgestochen haben dann aber doch nur Gere und Reilly, sowohl schauspielerisch als auch von den Liedern (Mr. Cellophane und der Razzle Dazzle Song waren beide ganz gut). Mit der Zellweger konnte ich dann doch eher weniger anfangen.
So alles in allem war der Film zwar okay, aber doch eher ermüdend, nie packend oder überzeugend, dafür eher aufgesetzt und zwanghaft.
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DolorisLan 2010/07/04 22:45:55
Kommentar löschenDieser Film macht dem Musical alle Ehre - zwar kommt er an das Original nicht heran, aber die Inszinierung ist wirklich gelungen. Die Lieder hör ich mir immer wieder gerne an. Ein Film über Ruhm, Sex, Karriere und Geld - TOP!
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bugsb 2010/05/17 11:35:41
Kommentar löschenEigentlich mag ich Musicals, aber Chicago konnte so gar nicht überzeugen. Die zerstückelte Geschichte war mir ziemlich egal. Der Medienkritik ist ganz lustig und auch die Darstellerinnen machen ihren Job nicht schlecht, aber alles in allem hat der Film mich gelangweilt.
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Lester Burnham 2010/05/01 14:20:38
Kommentar löschenSchillerndes Swing-Musical, das besonders durch Optik und Darstellerleistungen begeistert
Mit Starpower, Glanz und Glamour präsentiert Rob Marshall seine Interpretation des Musicals "Chicago" und landet damit einen Treffer der besonderen Art. Die verrückte Geschichte ist in zwei Welten kontrastiert: das dunkle, beklemmende Chicago der 20er Jahre bildet den perfekten Gegenpol zu den bunten und glanzvollen Traumwelten der Hauptfiguren. Immer wieder wird die Geschichte von erstklassig choreographierten Bühnensequenzen unterbrochen. Gerade dort punktet der Film durch die Oscar-prämierte Ausstattung und das Kostümdesign. Das Darstellerensemble ist eine Wucht und überzeugt nicht nur gesanglich und tänzerisch, sondern auch als gefühlskalte Exzentriker, die nur eins wollen: Aufmerksamkeit! Der Sound, hauptsächlich bestehend aus Swing-Nummern, passt einwandfrei zum Tenor des Films und macht "Chicago" zu einem der besten Musicals aller Zeiten!
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Joe Gillis 2010/03/14 21:20:20
Kommentar löschenZeta-Jones ist so erotisch wie eine Kraftmaschine, Zellweger singt so gut wie Gere tanzt. Ein hektischer Schnitt müht sich, die Schwächen der Protagonisten zu kaschieren. Aber irgendwo hinter dem visuellen Firlefanz steckt ein starker Film. Rob Marshall unternimmt den Versuch, das Bild einer Welt zu entwerfen, in der alles zu Show und Geschäft gerinnt; dabei geht ihm die boshafte Intelligenz eines Paul Verhoeven leider vollständig ab. So tänzelt »Chicago« blind um sein großes Thema herum.
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Knutrobert 2010/02/18 12:31:01
Kommentar löschenNERVT!!! Unglaublich wie dieser langweilige Streifen 6 Oscars bekommen konnte. Selbst Catherine Zeta Jones, die ich wirklich attraktiv finde, konnte hier nichts mehr retten. Wer einen schönen Musikfilm sehen willen sollte auf Chicago verzichten. (... und lieber Moulin Rouge wählen!)
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Bollundus 2010/01/13 13:47:47
Kommentar löschenQueen Latifah in der Musicalnummer "Mama" war schon sehenswert, ebenso John C. Reilly(Mr. "looking through me") als trauriger Clown. Aber ein singender Richard Gere? Eher nicht.
Die Doris Day Attitüde von Zellweger mit stets geschürtzten :-O Lippen nutzt sich auch wenig ab.
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Bandrix 2009/09/10 21:47:30
Kommentar löschenNormalerweise bin ich ein absoluter Gegner solcher Musicals! Dennoch muss ich sagen das ich von Chicago einigermaßen überrascht bin.
Denn viele Klischees die solche Filme eigentlich immer haben fehlen. So zum Beispiel eine allumfassende Lovestory und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Zwar könnte man mit Blick auf die Besetzung darauf schließen, aber lasst euch nicht täuschen. Richard Gere spielt nicht den großen Frauenheld, sondern einen schmierigen Anwalt, der nur auf das Geld schaut.
Zudem rankt sich die Story über einen Mordfall und deren Gerichtsverhandlung. Kitschige Liebessongs und dergleichen sind also zum Glück nicht vorhanden.
Dafür aber meiner Meinung nach sehr viel Kritik an den Medien, beziehungsweise deren Sensationslust.
So wird hier gezeigt was Medien aus einem machen, wozu sie einen bringen und wie man nach ihnen süchtig wird.
Das alles natürlich durchzogen mit vielen Gesangseinlagen und diese einigermaßen originell choreografiert.
Minuspunkte für mich sind vor allem Renee Zellweger, die ich noch nie sehr leiden konnte und mich einfach nur nervt. Zu dumm, dass sie am meisten Screentime von allen hat. Das dezimiert meine Punktevergabe noch ein gutes Stück.
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Marie Krolock 2009/07/13 04:19:48
Kommentar löschenMusicals sind fabelhaft. Es ist zwar ulkig, dass Menschen aus dem Nichts heraus plötzlich zu singen beginnen, aber es bringt trotzdem einfach Spaß! Die Hauptdarsteller singen gut und spielen ihre Rollen überzeugend. Mir gefallen die Details, die die jeweiligen Gesangseinlagen untermauern (z.B. das Spiel mit den Farben, während sich die Damen im Gefängnis erzählen, was sie gemacht bzw. nicht gemacht haben).
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felifee 2009/05/08 18:28:53
Kommentar löschensuper story, tolle schauspieler, mitreißender soundtrack
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Celliano 2008/02/26 17:16:35
Kommentar löschenmal vorweg genommen: ich hasse musicals. ich hab mich durch diesen film gezwungen, weil ich mir dachte, wenn er so viele oscars gewonnen hat, dann hat er es verdient gesehen zu werden. ich muss auch echt sagen, dass ich für die ersten 45min mehrere tage gebraucht habe, aber wenn man sich an das gesinge gewöhnt hat, ist der film ganz amüsant. mir gefallen die aufgeworfenen themen und ausgesprochenen lebensweisheiten sehr.
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Kersten 2008/02/02 01:59:31
Kommentar löschenTolle Mischung aus Real und Theateratmosphäre!
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doctorgonzo 2008/01/22 11:40:41
Kommentar löschenMusik und Bilder sind stark, aber für mich ist Richard Gere einer der schlechtesten Schauspieler überhaupt. (Schlimmer sind nur noch Leute wie Dolph Lundgren und den mochte ich wenigstens als Kind in "Master of the Universe").Renée Zellweger begeistert mich ähnlich wenig.Nix für mich.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
irubis 2008/01/17 18:44:33
Kommentar löschenEin Musikal, das "reales" Leben und Fiktion auf geniale Weise miteinander verquickt. Tolle Musik und gutgelaunte Darsteller. Die Oscar bekam der Film zu recht.
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Julian 2008/01/02 14:40:46
Kommentar löschenEndlich mal ein Oscar-Streifen, der nicht dauerhaft langweilt sondern klasse unterhält.
Besonders zu empfehlen für Jazz-Liebhaber!
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c_mex 2007/12/16 23:08:53
Kommentar löschenwar ich wohl Zielgruppendisjunkt
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loewenzahn 2007/12/08 06:49:31
Kommentar löschenEiner der wenigen Filme, den ich ausgemacht und nicht zuende geguckt hab. Nach 30 Minuten war Schluß.
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