Psycho

Psycho (1960), US Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 07.10.1960

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.5
Kritiker
78 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.7
Community
11977 Bewertungen
167 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Alfred Hitchcock, mit Anthony Perkins und Janet Leigh

Mit Psycho sprengte der Meister des Suspense, Alfred Hitchcock, Erwartungshaltungen und Genrekonventionen und schuf einen Schocker (für damalige Verhältnisse) sondergleichen. Ein Klassiker.

Nachdem die attraktive Sekretärin Marion Crane (Janet Leigh) ihren Boss um 40.000 Dollar erleichtert hat, flieht sie überstürzt Richtung Kalifornien zu ihrem Liebhaber, dem geschiedenen Eisenwarenhändler Sam Loomis. Aus Angst bereits von der Polizei verfolgt zu werden, verirrt sich Marion in Dunkelheit und bei Regen und landet bei einem kleinen abgelegenen Motel. Marion ist der einzige Gast und wird von dem zurückhaltenden, leicht verklemmt wirkenden, Besitzer des Motels, Norman Bates (Anthony Perkins), zum Abendessen eingeladen. Ungewollt überhört sie durch das offene Fenster ein Streitgespräch zwischen Bates und seiner alten eifersüchtigen Mutter, die ihm den Umgang mit Frauen wie Marion verbietet. Nach dem gemeinsamen Essen entschließt sich Marion, das gestohlene Geld zurückzubringen und nimmt erleichtert durch ihre Entscheidung eine Dusche. Plötzlich reißt eine Person in Frauenkleidern den Vorhang beiseite und sticht brutal mit einem Messer auf sie ein…

Hintergrund & Infos zu Psycho
Mit Psycho wollte Regisseur Alfred Hitchcock neues Terrain beschreiten und das Publikum unerwartet schocken. Nachdem Hitchcock die Rechte an dem gleichnamigen Roman von Robert Bloch gekauft hatte, kaufte er so viele Exemplare von Psycho auf wie möglich, um das überraschende Ende unter Verschluss zu halten. Auch die Filmcrew musste zu Beginn der Dreharbeiten hoch und heilig schwören, keine Informationen über die Handlung von Psycho preiszugeben. Auch durften die Darsteller vorab keine Interviews geben,…

  • 37795279001_679385163001_ari-origin29-arc-167-1290085244254
  • 37795279001_1859724562001_th-5061a98854eeb0e428ba5856-1592194048001
  • Psycho - Bild 5876518
  • Psycho - Bild 5876490
  • Psycho - Bild 5876476

Mehr Bilder (32) und Videos (3) zu Psycho


Cast & Crew


Kritiken (7) — Film: Psycho

CineKie: CineKie.de

Kommentar löschen
10.0Herausragend

“Psycho” ist auch heute noch ein packender Psychothriller und sollte jedem, der sich auch nur ansatzweise für Filme interessiert, bekannt sein. Alfred Hitchcock ist mit diesem Film nichts anderes als ein größtenteils zeitloses Meisterwerk gelungen!

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SoulReaver: CinemaForever

Kommentar löschen
10.0Herausragend

[...] So befinden wir uns in einem Rätsel, welches sich mit der wahren Identität des Mörders und der Wahrheit um die Person von Normans Mutter befasst, von der wir alles gesehen haben, außer das Gesicht. Hitchcock versteht es, die Atmosphäre immer weiter aufzudrehen und den Zuschauer nicht nur zum Voyeurismus zu verführen, sondern ihn auch selber zum Teil der erschaffenden Illusion zu machen, die ihre eigenen Lügen glaubt und in einem Farbspiel, verdeutlich durch die weiße Reinheit und die schwarze Befleckung, gefangen nimmt. "Psycho" wird zu einem Suspense-Thriller, der nicht nur durchgehend hochspannend ist und mit atmosphärischer Perfektion glänzen kann, sondern auch die seelischen Konflikte, gebaut auf Eifersucht und Veränderung, des unbekannten Psychopathen schlüssig bis zum großen Finale ausleuchtet. [...]

Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

stuforcedyou

Antwort löschen

Um es mit deinen Worten zu sagen: "Absp...würdig" :D


SoulReaver

Antwort löschen

Die größte Ehre. :D


SiameseAlex: SiameseMovies

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

[...] Was einerseits Ungeduld beschwört, dient der Charakterzeichnung eines Mannes, der merkwürdig erscheint. Allerdings fehlt im Jahre 2012 die Eigenheit des Geschehens. Was ist noch ernsthaft merkwürdig an der geschilderten Situation? Natürlich wurde der Zuschauer mit einem WTF-Moment zurückgelassen: Ein erfrischender Moment des Erwartungsbruchs [...] [allerdings] muss [auch hier] wieder die Originalität, der auratische Wert des Ganzen herhalten, um den sich verratenden und andeutenden Twist zu entschuldigen. Es bedarf in der heutigen Zeit nicht mehr eines sonderlich smarten Zuschauers, um zielgerichtete Vermutungen [...] anzustellen. [...] Das ist so schade und spricht dem Film durchaus die allseits beschworene Zeitlosigkeit ab, aller zeitlich überbrückbaren Entschuldigung zum Trotz. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

„Mutter, Blut!“ Die Duschszene ist eine der meistzitierten der Filmgeschichte. 45 Sekunden, 70 Kameraeinstellungen und 50 Schnitte, die zu den berühmtesten Momenten von Alfred Hitchcock gehören. Als die Leinwandfassung von Robert Blochs Roman „Psycho“ 1960 gestartet wurde, wusste noch niemand, dass der in drei Kinofilmen und einer Fernsehproduktion von Anthony Perkins so perfide verkörperte Motelbetreiber Norman Bates ein krankhaft mutterfixierter und schizophrener Serienmörder ist.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

TobyDZ

Antwort löschen

Wie kann man mit 50 Schnitten 70 Kameraeinstellungen verwursten? Meines Erachtens gehen höchstens 51.


FumerTue

Antwort löschen

Auch, wenn die meisten den Film ja kennen: Muss der Spoiler sein?


Timo K.: Blockbuster Entertainment

Kommentar löschen
10.0Herausragend

[...] Ein schwarz/weißes Paramount-Logo. Danach Stille – aber nur für kurze Zeit. Dann die Opening Credits. Der Vorspann beginnt. Plötzlich ertönt eine Filmmusik, bestehend einzig und allein aus einem Streichorchester. Ein gewisser Bernhard Herrmann zeichnet sich dafür verantwortlich, wie sich später herausstellt. Es vermischen sich in dieser Komposition stakkartoartige Klänge mit schrillen Geigen und dissonanten Violinenschreien. Hypnotisch, aggressiv, furchteinflößend schnell. Schaurig-schön. Dieser Score unterstreicht das bisherige Leinwandgeschehen auf virtuose Art und Weise, was sich bis jetzt in "zerschneidenden" Texten des visuell von Saul Bass inszenierten Vorspanns widerspiegelt. 2 Minuten lang. Nervenzerreißend. Nach dieser halben Ewigkeit endlich die erlösende erste Szene, die erlösende erste Einstellung. Eine Beruhigung ist das, die Musik beruhigt sich ebenfalls. Was folgt, ist ein spektakulärer Kameraschwenk, so als ob wir Vögel wären. Wir befinden uns in Phoenix, Arizona. Wir schreiben den 11. Dezember, ein Freitag. Es ist genau 14:43 Uhr. [...]

Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

ZaZa

Antwort löschen

uhhhhh du solltest Werbeagent werden xD
Bin jetzt Heiß auf den Film:)


Kubrick_obscura: CinemaForever

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Hitchcocks großer Streich. Handwerklich perfekt, zeitlos inszeniert. Warum gabs nochmal das Remake?

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

NWO@Movie

Antwort löschen

Wegen der Farbe.


Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...] Mit mehr als geschickter Kameraarbeit sowie der stimmungsvollen Musik (hier verewigte Bernard Herrmann sein ultimatives Meisterwerk) lenkt Hitchcock sein Publikum dorthin, wo er es haben will und kreiert dabei ein paar Szenen, die in puncto Eindringlichkeit alle seine vorigen Werke übertreffen. Darunter natürlich die legendäre Duschszene, deren Aufnahme im Gegensatz zu den sonst sehr raschen Dreharbeiten eine ganze Woche in Anspruch nahm und die mit dem ausgeklügelten Schnitt zu einem Pionier filmischer Gewalt heranwuchs. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (159) — Film: Psycho


Sortierung

erik.stein.12

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Ich habe so das Gefühl, dass ich mir mit den folgenden Zeilen keine neuen Freunde machen werden… aber was soll´s. Wenn dies meine Absicht wäre, würden alle Filme zehn Punkte bekommen und jeder Streifen wäre der beste, den ich jemals gesehen habe.

Kommen wir also zu Psycho.

Kultklassiker – mit Sicherheit
Vorreiter eines Genres (Psycho-Killer-Thriller) – keine Frage
Wer kennt es nicht, das Bates Motel? Wer hat noch nicht von Norman Bates gehört? Genau - niemand!
Aber nicht jeder Kultklassiker und wegweisende Genrefilm muss auch gleichzeitig ein sehr gutes Werk sein.
Psycho hat einfach das Problem, dass er Vorreiter für unzählige Thriller und deren Killer war und aus heutiger Sicht plump erscheint. Damals, als Psycho das Licht der Welt erblickte, war er zweifelsfrei wegweisend. Das „altersbedingte“ Problem rechne ich dem Film nicht negativ an. Im Gegenteil; entsprechendes muss eher honoriert werden.
Aber eine Sache läst sich meiner Meinung nicht einfach so unter den Teppich kehren. Der Film ist bis auf die paar Sekunden vor dessen Twist/Auflösung viel zu geradlinig und unspannend - von der Duschszene mal abgesehen; diese erscheint eher schockierend und nicht wirklich spannend für die damalige Zeit.

Ich bin von Hitchcock Besseres, Intelligenteres und wesentlich Spannenderes gewöhnt. Hitchcock-typische Kleinigkeiten, wie man sie aus Das Fenster Zum Hof oder Der Unsichtbare Dritte kennt, die später perfekt ineinander greifen und den Zuschauer ständig miträtseln lassen, hat Psycho nicht wirklich zu bieten. Den Twist/die Auflösung sieht man meiner Meinung auch als ungeübter Zuschauer nach kürzester Zeit kommen. Lediglich an einer Stelle versucht Hitchcock den Zuschauer tatsächlich an der Nase herumzuführen; dies funktioniert aber nicht wirklich gut, sondern verrät schon fast die Auflösung.

Ich weiss, ich weiss… es ist ein alter Film… die Machart ist einfach anders gewesen, darüber bin ich mir bewusst. Es ist nicht der erste S/W-Film für mich, auch nicht der erste alte Kultklassiker und bestimmt nicht der erste Hitchcock.
Aber ein guter Film ist und bleibt ein guter Film – egal wann er gemacht wurde und wie alt er auch sein mag. Entweder ein Film ist zeitlos (z.B. Jaws, Der Pate, Apocalypse Now, 2001, u.v.a.) oder perfekt durchdacht, jede Kleinigkeit hat seine Daseinsberechtigung und bildet ein fantastisches Gesamtergebnis (z.B. North By Northwest und andere Hitchcock Filme) oder aber er vereint so vieles ineinander, bietet unterschiedlichste Denkanstöße und Ebenen, dass selbst die vollkommen „fremde“ Machart Jahrzehnte später kein Grund zur Kritik ist (z.B. Metropolis), perfekt erscheint und der Film nicht anders hätte sein dürfen.
Psycho ist nichts von alledem – Sorry!

Fazit: In meinen Augen ein überbewerteter Film, der zwar nicht grundlos Kultstatus genießt, an dem der Zahn der Zeit aber nicht spurlos vorüber gegangen ist, vom Tempo her sehr, sehr langsam erscheint, kaum Spannung bietet und dessen Anfang zum Großteil überflüssig, aber irgendwie noch das Beste am Film ist.
Einmal sollte man ihn gesehen haben, seine Erwartungen jedoch herunter schrauben...

...mit Ach und Krach und Klassiker-Bonus noch gerade so 6 Punkte!

P.S. Und die Musik passt zweifelsfrei besser zum Re-Animator.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Freidenker

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

[Vorsicht enthält Spoiler]

WAS MACHT "PSYCHO" ZUM KLASSIKER ?

Kurz und bündig: Alles !!!
Alfred Hitchcocks "Psycho" ist einfach ein absolutes Meisterwerk,dass nicht ohne Grund als die Mutter des Psychothrillers gilt.
Die Geschichte ist eigentlich relativ einfachen aber zugleich genial,Die Sekretärin Marion Crane ist mit veruntreuten Geld auf der Flucht und steigt schließlich in das Motel des zwar verklemmten, aber doch recht freundlich Norman Bates ab,wo ihre Reise jedoch ein jähes ende findet,was für damals beinahe revolutionär war,immerhin wird uns so schon nach ca. 45 Minuten die Hauptdarstellerin (Janet Leigh) durch den berühmten Mord unter der Dusche entrießen.
Diese Szene ist dabei einfach meisterhaft inszeniert,was insbesondere natürlich auch für die überagende musikalische Untermalung von Hitchcocks Hofkomponist Bernard Herrmann gilt,der sich spätestens mit diesen Film unsterblich machte.
Dazu kommt natürlich diese sensationelle Kameraarbeit und nicht zu vergessen auch dieser großartige Schnitt,der teilweise wirklich radikal ist.
Auch vom darstellerischen ist der Film einfach herausragend,was natürlich insbesondere für Anthony Perkins als Norman Bates gilt,der völlig verdient die Nummer 2 (natürlich hinter Dr. Hannibal Lecter) auf der American Film Institute Liste der größten Schurken des amerikanischen Films ist.
Das Hitchcock diesen Film aus kostengründen in schwarz weiß gedreht hat,ist im übrigen alles andere als ein Nachteil,den immerhin vermied er damit wohl das "Psycho" ein Opfer der Zensur wurde,was jammerschade gewesen wäre.
Ich würde ehrlich gesagt viel dafür geben den Film so zu sehen,wie er damals aufs Publikum wirkte:brutal,düster,unheimlich und voller Überraschungen,was natürlich vor allem für das große und Ende gilt.

Generell ist es erstaunlich wie viele Tabugrenzen der damalige Filmkonventionen,sich Hitchcock traute zu sprengen,wie der frühe Tod der Hauptdarstellerin oder die für damals extreme Gewaltdarstellung.
So ist "Psycho" mit dafür verantwortlich,dass die Zensurvorschriften gelockert und das Filmgeschäft schrittweise enttabuisiert wurde.
Wobei "Psycho" natürlich auch enormen Einfluss auf andere Filme und Genres hatte,ja im Grunde hat dieser Film erst das Subgenre des Psychothrillers begründet,alleine deswegen sollte man Hitchcock schon unendlich dankbar sein und sein Meisterwerk lieben.

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Demine

Antwort löschen

Der käme bei mir auf 2. Dahinter würde es dann aber ganz, ganz schwer werden.


JackoXL

Antwort löschen

Das Meisterwerk vom Meister.


spirit88

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

--- ACHTUNG SPOILER ---
Mit "Psycho" stellt Alfred Hitchcock einmal mehr sein gesamtes Können unter Beweis. Ein Meisterwerk in schwarz-weiß. Die Regie-Arbeit schafft für die damalige Zeit mitreißende Eindrücke, die bis heute beeindruckend wirken. Der Roman von Robert Bloch wird hervorragend umgesetzt und setzt vor allem in der berühmten Duschszene eigene Akzente.
Mit der Figur des Norman Bates schafft "Psycho" es dann endgültig zum Klassiker. Der scheinbar harmlos wirkende Motel-Besitzer, der sich zuerst als Spanner entpuppt und dann scheinbar von seiner herrischen Mutter kontrolliert wird.
Schönheit Marion Crane, die mit dem Geld ihres Chefs auf der Flucht ist, sucht Zuflucht im abgelegenen Bates Motel. Es kommt zur Duschszene, die Marions Leben zugleich ein Ende setzt. Der Film entwickelt nun den Charakter von Norman weiter und versucht Einblick in das verstörte Verhältnis zu seiner Mutter zu gewähren. Normans Mutter wird so - obwohl sie nur zu hören, aber nicht wirklich zu sehen ist - ein eigener Charakter, die eine krankhafte Beziehung zu ihrem Sohn führt.
Hitchcock schafft es hier gekonnt Mrs. Bates immer wieder in das Geschehen mit einzubauen, während sie im Hintergrund bleibt. Die Suche nach Marion Crane offenbart nach einem weiteren Todesopfer, dass Normans Mutter bereits seit zehn Jahren tot ist. In einem grandiosen Twist erfährt der Zuschauer nun von Normans gespaltener Persönlichkeit. Es kommt zu einem letzten Showdown, bevor "Psycho" den Zuschauer beeindruckt zurücklässt.
Die Abgründe von Normans Psyche werden durch Schauspieler Anthony Perkins gekonnt dargestellt. Ein Mann, der anfangs harmlos erscheint und den man die psychische Störung dann doch vollkommen abkauft.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sam_ace_rothstein

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auch nach knapp 53 Jahren immer noch DER Horrorfilm schlechthin. Viel kopiertes, aber nie im Ansatz erreichtes Meisterwerk mit einigen legendären Szenen, die dutzende Male parodiert wurden.

Psycho steht für Nervenkitzel und Spannung. Es braucht nicht viel um diese Spannung zu erzeugen, nur ein Motel, ein paar ausgestopfte Vögel und einen genialen Hauptdarsteller.

Wer keinen Bock auf die gefühlten 15 Teile von Saw oder Paranormal hat, der kommt an der Mutter der Horrorfilme nicht vorbei Es gibt kaum Orte an denen das Gruseln so viel Spass macht wie Im Bates Motel!

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

emotionfreak

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Bei diesem Meisterwerk, dass ich persönlich übrigens viel besser, als "Vertigo" finde, setzte Hitchcock auf geniale und gekonnte Weise, sämtliche Stilmittel ein, die einen Film zu einem Meisterwerk machen. Der Score ebenso, wie die Optik und Kameraführung. Mit diesen Stilmitteln erschaffte er nicht nur eine tolle Atmosphäre, sondern erzählt die Geschichte auch äußerst intensiv und nah. Das gilt selbst für den Nebenstrang mit der Unterschlagung des Geldes. Einfach genial, wie er die Flucht der jungen Frau inszeniert hat. Großaufnahmen ihres erschreckten Gesichts, der auf sie bedrohlich wirkende Polizist, die Einblendung der drei Leute, die ihr nach dem Autotausch hinterher schauen. Das ist so genial und intensiv erzählt, dass man regelrecht die gleiche Angst, erwischt zu werden, wie die Hauptfigur, verspürt. Damit began der Film, was dafür sorgte, dass ich von Anfang an begeistert und gefesselt war, und das ging mir nicht bei jedem Hitchcock so. Und dass der Film schon so anfing, machte Lust auf mehr, und ich wurde auch nicht enttäuscht, denn der Hauptstrang wurde ebenso genial erzählt. Hinzu kam noch eine hervorragende und absolut faszinierende Darstellung des Norman Bates. Anthony Perkins hat eine fantastische Leistung vollbracht und ist mit dieser Rolle in die Geschichte eingegangen, einer der besten Darstellungen eines Bösewichts, der einzige, der mir spontan einfällt, der da herankommt, ist Namensvetter Anthony Hopkins als Hanniball Lecter. Bei meiner Begeisterung für die Inszenierung will ich aber natürlich auch den hervorragenden Plot nicht nicht vergessen. Auf so eine Idee muß man erst mal kommen. Schade, dass ich die Auflösung bei der ersten Sichtung schon kannte.
Was soll man sagen? Hitchcock wußte ganz einach, wie man Filme macht.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Demine

Antwort löschen

Absolute Zustimmung. Schöner Kommentar.


emotionfreak

Antwort löschen

Vielen Dank, freut mich.


T00BI

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

“We all go a little mad sometimes.”

Ich bin wohl einer der Wenigen hier die "Psycho" noch nie zuvor gesehen haben, als er dann vor kurzem im Fernsehprogramm stand, und das ohne Werbeunterbrechungen, konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Es gab immer nur drei Dinge die ich über den Film wusste: Zum einen, dass er ein absoluter Klassiker ist, den man gesehen haben sollte. Zum anderen, dass die Duschszene mittlerweile so was wie legendär geworden ist, obwohl ich im Voraus noch nicht einmal wusste, was in dieser Szene überhaupt passiert. Und zu guter Letzt natürlich noch, dass der Soundtrack wohl nahezu jedem bekannt ist, ohne den Film überhaupt gesehen zu haben, mich mit eingeschlossen. So bin ich also quasi ohne jegliche Vorkenntnisse an den Film gegangen, was ja bekanntlich am besten ist. Hier mal eine Zusammenfassung, wie ich "Psycho" erlebt habe:

*Spoiler*

Schon gleich von Beginn an kommt der Film relativ schnell zur Sache, die schöne Sekretärin Marion Crane soll für ihren Boss 40.000 Dollar zur Bank bringen, allerdings entscheidet sie sich dafür einfach mit dem Geld abzuhauen und zu ihrem Liebhaber zu fahren. Dieser komplette erste Teil des Films funktioniert als Kriminalfilm richtig gut, vor allem auch deshalb, weil Marion ihre Flucht nicht gerade vorsichtig angeht, sogar von ihrem Chef gesehen wird und mit ihrem seltsamen Verhalten vor allem die Polizei auf sich aufmerksam macht, die ihr immer wieder an den Fersen klebt um sie zu beobachten. Obwohl Marion hier ein Verbrechen begeht war ich voll auf ihrer Seite, was vor allem an Hauptfigur Marion selbst liegt, die richtig toll in einer charmanten Art und Weise von Janet Leigh verkörpert wird. Als sie dann schließlich Rast an einem abgelegenen Motel macht, lernt sie den Inhaber Norman Bates kennen, einen Kerl der zunächst absolut sympathisch und nett auf mich wirkte, sich gut um sie kümmert und ihr sogar ein Abendessen anbietet. Schnell erfährt man allerdings, dass Norman an diesen Ort gebunden ist, da er sich um seine kranke Mutter sorgen muss, die man bis dato nicht zu Gesicht bekommt und lediglich ein Gespräch von ihr mitbekommt. So weit, so gut, schließlich nimmt Marion zur Entspannung eine Dusche. "Jetzt schon die so bekannte Duschszene?", dachte ich mir. Na gut, sehr gespannt saß ich am Fernseher ... und musste mit ansehen wie Marion eiskalt niedergestochen wurde und noch am Tatort starb. Ich war geschockt, das hatte ich nicht erwartet. Vielmehr dachte ich, dass sie vielleicht entführt oder übel zugerichtet wird, oder aber auf irgendeine Weise von einem Psychopathen terrorisiert wird, aber nicht das. Sie war Tod, die bis dahin so sympathische Hauptdarstellerin war Tod. "Was wird nun aus der Kriminalgeschichte?", dachte ich mir. "Ah ja, da war ja noch das Geld!". Der extrem aufgewühlte Norman, der zu Hause seine blutverschmierte Mutter auffindet, eilt schnell ins Hotel und ist von dem was er sieht genauso geschockt wie ich auch. Da er seine Mutter schützen will entsorgt er die Leiche im Kofferraum des Wagens und ist nun dabei ihr Hab und Gut das in ihrem Zimmer verstreut herumliegt zu entsorgen, unter anderem auch das Geld, welches Marion zuvor in einer Zeitung versteckt hat. Gespannt saß ich da und dachte mir: "Wann findet er das Geld, wann findet er endlich das Geld?". Dann schließlich hat er die Zeitung gefunden, allerdings das Geld darin nicht bemerkt, es in den Kofferraum geworfen und das komplette Auto im Sumpf versenkt. "...", ich wusste nicht was ich denken soll, alles was vorher aufgebaut wurde, die Flucht von Marion, das ganze Geld, alles war auf einmal weg. Auf einen Schlag.

Hitchcock hat hier mit einer denkwürdigen Szene, die ganz eigen Inszeniert ist, mit Licht und Schatteneffekten spielt und mit einem klasse Soundtrack untermalt wird, die bis dato gerade erst in die Fahrt kommende Geschichte samt der charmanten Hauptfigur einfach so aus dem Film gerissen, diese aber durch eine andere Hauptfigur ersetzt, nämlich Norman Bates gespielt von Anthony Perkins, der mir sogar noch besser gefällt als Janet Leigh. Der Film der als Kriminalfilm begonnen hat ist so langsam schon zum echten Thriller geworden. Die mittlerweile längst vermisste Marion wird von ihrer Schwester samt ihrem Freund und einem Privatdetektiven gesucht, es dauert auch nicht lange bis ihre Spur sie zu Norman Bates führt. Hier macht es richtig Spaß ihm zuzusehen wie er den Vorfall vertuschen will, vor allem weil er mir schauspielerisch richtig gut gefällt, durch seine aufgewühlte Art allerdings schnell verdächtig auf den Privatdetektiven wirkt, der daraufhin sein Haus untersucht. Hier bekommt man dann auch schon die nächste Mordszene zu sehen. Wie schon bei Marion erscheint die Mutter, deren Gesicht von einem Schatten überdeckt und nicht erkennbar ist, und sticht den Detektiv, erneut begleitet von dieser speziellen Inszenierung und dem typischen Soundtrack, nieder. "Warum kann man ihr Gesicht nicht erkennen? Wer ist diese Mutter? Warum tut sie das?", dachte ich mir. Ich wollte es nun unbedingt wissen. Der Film wurde für mich gegen Ende daher auch immer spannender und fesselnder, zumal auch davon die Rede war, dass Normans Mutter schon lange Tod ist. Und dann dieses Ende. Ja dieses Ende. Dieser Moment, als Marions Schwester die Mutter von Norman findet, die nicht mit dem Messer auf sie einsticht, sondern schon jahrelang Tod ist, ermordet und konserviert von ihrem eigenen Sohn, der kurz darauf als Mutter verkleidet mit dem Messer in der Hand den Raum betritt und schließlich überwältigt wird. Dieser Twist. "Neeein, nicht wirklich oder?", dachte ich mir, "Das glaub ich jetzt nicht!". Damit hatte ich ganz und gar nicht gerechnet, zumal man doch zuvor ganz klar diese Frauenstimme wahrgenommen hat mit der Norman spricht und der Detektiv zudem eine Person am Fenster bemerkt, die er für die Mutter gehalten hat. Ich war total darauf fixiert, wer denn diese weitere Person ist die im Haus wohnt. Ich glaubte schon, dass Norman etwas damit zu tun hatte und auch einiges wusste, vielleicht jemandem hilft, zumal er zu Beginn auch stellenweise etwas seltsam rüberkam mit all seinen ausgestopften Tieren oder aber der Szene in der er Marion durch die Wand beobachtet, aber das er der Mörder ist, eine gespaltene Persönlichkeit besitzt, Norman Bates und seine Mutter in einer Person, das hätte ich nie gedacht. Umso packender war dieser Twist für mich. Zu guter Letzt muss ich sagen, dass es nicht die berühmte Duschszene war, die mir am Ende am meisten im Gedächtnis blieb, sondern der innere Monolog, den Norman Bates am Ende mit sich selbst führt. So überzeugt von sich selbst, perfekt inszeniert, klasse gespielt von Anthony Perkins, welcher mit diesem bedrohlichen Grinsen den perfekten Schlusspunkt setzt. Na wenn das mal nicht psycho ist. "Genial!", dachte ich zum Schluss nur noch. Mehr kann man über diesen Film auch nicht sagen, Genial!

*Spoiler Off*

FAZIT: Mein erster Hitchcock und gleich mal eine dicke Überraschung. Was langsam als eine Art Kriminalfilm beginnt, entwickelt sich immer mehr zum packenden und spannenden Psychothriller, perfekt Inszeniert von Alfred Hitchcock. Dazu kommen dann noch der wohl jedem bekannte Soundtrack und die tollen schauspielerischen Leistungen, unter anderem von Janet Leigh aber vor allem von Anthony Perkins, dessen letzte Szene im Gedächtnis bleibt. Wer diesen Film noch nicht kennt, sollte sich ihn unbedingt ansehen.

„They're probably watching me. Well, let them. Let them see what kind of a person I am. I'm not even going to swat that fly. I hope they are watching ... they'll see. They'll see and they'll know, and they'll say, ‘Why, she wouldn't even harm a fly.’”

bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

T00BI

Antwort löschen

Danke kobbi :) Jetzt wo ich das so lese muss ich echt mal wieder einen neuen Kommentar schreiben. Hatte die letzten Wochen nicht so viel Zeit, aber jetzt wo die Feiertage kommen ändert sich das ja , da wird auf jeden Fall was kommen ;) Aber so fleißig wie ihr Kommentare schreibt werd ich wohl nie werden, hehe. Ich hab dir übrigens noch gar nicht zum Kommentar der Woche gratuliert glaube ich, deshalb mach ichs jetzt einfach mal: Glückwunsch, starkes Ding! ;)


kobbi88

Antwort löschen

Danke Danke ;)


Demine

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Wollte ich nicht eigentlich schlafen?
Ich kenne das alles doch.
Ich weiß ja eh was passiert.
In dieser Szene und auch in der nächsten.
Habe ich doch schon alles mehrfach gesehen.
Vielleicht sollte ich langsam wirklich...

Oh, die Szene.
Jetzt geht es unmöglich.
Er wird doch nicht...
Das war jetzt eine Illusion. Oder?
Sie sollte besser verschwinden.
Sie wird nicht entkommen.

Ich werde nicht entkommen.
Er packt mich.
Schon wieder.

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Shady95

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ich gebe zu ich bin in schwarz-weiß gedrehten Filmen bisher immer aus dem Weg gegangen, doch jetzt habe ich endlich die Chance genutzt und mir das berühmte Meisterwerk von Hitchcock anzusehen. Und was soll ich sagen? Eine Filmsünde ist damit zu erst einmal aus der Welt geschafft, aber das wichtigste ist: Psycho war herausragend. Es hat nicht sehr lange gedauert bis ich den Look des Films nicht mehr beachtet habe und mich Psycho gefangen hatte. Janet Leigh spielt die Rolle der Marion so ausgezeichnet, dass man gleich Sympathien für sie empfindet. Auch dass sie mit 40000 unterschlagenen Dollar ihre Heimatstadt verlässt sei ihr gegönnt. Nur womöglich hat sie sich einfach das falsche Motel ausgesucht, denn bei Norman Bates zu übernachten, war sicher nicht die beste Idee. Hier erlebe ich auch zum ersten Mal die berühmte Dusch-Szene, die trotzdem in der heutigen Zeit etwas merkwürdig inszeniert wirkt. Aber hey das war 1959 und Alfred Hitchcock, das sollte als Entschuldigung reichen.
Hitchcock spielt mit Stilmitteln wie Licht und Schatten und auch die nicht weniger bekannte Musik trägt zur der merkwürdigen Atmosphäre bei, die den Zuschauer nicht los lässt. Die Story wird immer dramatischer bis zur letztendlich gelungen Auflösung, die natürlich auch gelungen ist. Der Film ist einzigartig und besonders, das steht fest. Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigsten hier auf Moviepilot, die Psycho noch nicht gesehen hatten. Doch nun habe ich ihn gesehen und der Film ist einzigartig und besonders, das steht fest. Mein nächstes Ziel: Vertigo.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

Martin Oberndorf

Antwort löschen

Bei vielen aber nicht allen meiner Lieblingsfilme ist es so.
Einige werden auch mit widerholtem Anschauen besser.


Shady95

Antwort löschen

Ja stimmt, den Fall gibt es auch.


Miami Twice

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das Gefühl, die Emotionen kommen auch nach Jahren noch rüber - Psycho ist einfach Psycho. Klar, in der heutligen Zeit ist man sich anderes (brutaleres) in Filmen gewöhnt aber Psycho bleibt ein Kultfilm den man immer wieder sehen kann.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Velly

Antwort löschen

Brutalität hat ja auch nichts mit Spannung zu tun.


Drehmumdiebolzen

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Meister Alfreds unbeschreibliches, zeitloses Stück Kinogeschichte in dessen Genuß ich (Schande über mich) erst nach der armselig durchgepausten 90er Variante von Gus Van Sant kam. Zu diesem Meilenstein ist soweit alles gesagt, der Film besticht weniger durch seine Handlung als durch deren makellose Umsetzung in Hitchcocks unvergleichlichem Stil, mit der er seiner Zeit damals mehr als voraus war und weswegen er bis heute als der unangefochtene "Master of Suspense" gilt.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BOW666

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der sensationellsten Filme die ich je gesehen habe, Alfred Hitchcocks Meilenstein des Horrorthrillers.
Anthony Perkins alias Norman Bates, schrieb hier im Film ebenfalls Geschichte und die legendäre Duschszene ist noch immer fesselnd und die Musik beeindruckend, ein Klassiker der zwar danach oft kopiert wurde, aber "Alfred Hitchcocks Psycho" ist und bleibt einfach unerreicht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Roldur

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Der Kultfilm, der, der zuerst da war, der, der immer zitiert wird, der, der Hitchcocks ultimativer Skandalfilm werden sollte. Viel habe ich über "Psycho" gehört, so kannte ich die Duschszene und ich wusste von dem interessanten Kniff mit der Hauptdarstellerin, dennoch wusste ich überraschend wenig über die Handlung. Das war auch echt gut so. "Psycho" ist im Endeffekt das, was ich mir von einem Suspense-Gruselfilm erwarte. Sich langsam steigernde Spannung, ein großartiger Score, ruhige und unheilsschwangere Aufnahmen und einen interessanten Antagonisten.
Ich war immer wieder überrascht, wie oft ich manche Elemente des Films als Klischee verschreien wollte, dann aber das Alter des Films bemerkte und die logische Schlussfolgerung zog. Eigentlich sind Klischees ja was schöns, vor allem wenn sie das erste Mal auftreten. Sozusagen die Gebursstunde des Klischees. "Psycho" ist so eine Geburtsstunde, sicherlich nicht die der nervigen Klischees, aber die, die die Horrorelemente einführte, die wir heute als "abgenudelt" empfinden. Zumindest sehe ich das so. Das hört sichjetzt an sich für einen heutigen Zuschauer gar nicht mal so spaßig an, denn wir sind ja eben das gewöhnt. Hier kann ich aber Entwarnung geben. Selbst in unserer Zeit gesehen spielt Hitchcock hier die "Klaviatur der Suspense" so gut, dass ich in keiner Minute gelangweilt war. Alles in allem ist "Psycho" ein genial gespieltes und gefilmtes Werk und das Einläuten eines Genres dem ich viele meiner heutigen Lieblinge zu verdanken habe. Also danke für diese wirklich spannende Unterhaltung Mr. Hitchcock und danke für das miterfinden meines Lieblingsgenres.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

JackoXL

Antwort löschen

Ich beneide dich richtig, wie gerne würde ich den wieder zum ersten Mal sehen. :)


Roldur

Antwort löschen

Na jetzt hab ich ihn ja gesehn :). Die Zeiten sind für mich auch jetzt vorbei. Noch 12 weitere Hitchcocks to go!


J4KOB

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Alfred Hitchcock gilt als einer der einflussreichsten und besten Regisseure, die jemals diese Welt mit ihren Schaffen bereichern durften.
Sein bekanntestes Werk ist vermutlich nicht der vor Kurzem von der namhaften, britischen Fachzeitschrift „Sight and Sound“ zum besten Film aller Zeiten gewählte „Vertigo“, sondern ein anderer Meilenstein des Meisters of Suspense, der sich ebenfalls mit einigen Lorbeeren schmücken darf. Die Rede ist hier von „Psycho“, der vom American Film Institute zum besten amerikanischen Thriller und von der Internet Movie Database zum besten Horrorfilm aller Zeiten gewählt wurde.
Dieser Begründer des Slasher-Genres war und ist in mehrerlei Hinsicht revolutionär, so wurde nicht nur ein so noch nie dagewesene Gewaltorgie im Blockbusterkino präsentiert, sondern auch die erste sicht- und hörbare Klospülung in einem amerikanischen Film. (Minimal Spoiler/) Die außergewöhnlichste und krasseste Eigenschaft war allerdings, die Hauptfigur schon im ersten Drittel des Films sterben zu lassen. (/Spoiler) So verwundert es nicht, dass das Studio so seine Bedenken hatte und Hitchcock nach langem Hin und Her schließlich seine Idee aus eigener Tasche finanzieren und damit ein enormes Risiko auf sich nehmen musste; mit Erfolg, wie sich herausstellte.
Zum Film selbst:
Ohne zu viel von der Handlung veraten zu wollen (jeder der ihn nicht gesehen hat, sollte ihn selbst nachholen, ohne vorab allzu viel von der Handlung zu wissen), es geht um 40.000 Dollar, um eine Diebin, um ein Motel mit ausgestopften Vögeln, um eine Dusche und um eine kritische Mutter-Sohn-Beziehung. Aber was macht „Psycho“ nun , mal von obigen Punkten abgesehen, so außergewöhnlich und auch noch aus heutiger Sicht nach über 50 Jahren, zu einem der größten Kunstwerke seit Michelangelos Sixtinischen Kapelle?
Man kann es nicht oft genug betonen, Hitchcock war brilliant. Und zudem noch perfektionistisch veranlagt, was eine äußerst vorteilhafte Mischung ergibt. Die Geschichte wird fesselnd erzählt, von Anfang bis Ende bleibt die Spannung erhalten, und zwar in einem Ausmaß, das kaum überboten werden kann. Es wird bewusst mit der Erwartungshaltung des Zuschauers gespielt und eine beklemmende Atmosphäre geschaffen, die seines Gleichen sucht. Stilmittel des Horror-Genres werden mit größtmöglicher Wirkung eingesetzt: altes Gemäuer, Spiegel, Ungewissheit...
Auf die Spitze treibt es dann Bernard Hermanns musikalischer Beitrag, der den Regisseur, der anfangs vollständig darauf verzichten wollte, so begeisterte, dass er seine Gage prompt verdoppelte.
Die sorgfältig gewählten Kameraeinstellungen und Schnitte erledigen den Rest.
Eine solch wunderbare Komposition dieser Elemente kann und konnte wohl nur dem Meister selbst gelingen. Zwar gibt es ohne zweifel Anwärter, die „Psycho“ in puncto Atmosphäre, Handlung und Spannung den Thron streitig machen könnten, doch in allen drei Disziplinen zugleich, kann ihm dann wohl doch kaum einer das Wasser reichen.
Der Film wurde sofort zum Pubikumserfolg, was nicht zuletzt auf die Geheimniskrämerei Hitchcocks zurückzuführen ist. Er kaufte so viele Exemplare des Romans „Psycho“ auf, wie es ihm irgend möglich war um das Ende geheim zu halten, nach Beginn des Films durfte niemand mehr den Saal betreten und es wurden Plakate aufgehängt, die davor warnten, den Verlauf des Films und dessen Auflösung zu verraten.
Allerdings erregte der Film in den Reihen der Kritiker und der Zensurbehörden und natürlich auch den, der Kirche enormen Anstoß. In einigen Ländern konnte sich nur eine bis zur Unkenntlichkeit zensierte Fassung durchsetzen und die katholische Kirche wollte sofort den kompletten Film verbieten lassen. Nicht wenige Psychiater rieten vom Kinobesuch ab.
Die übereifrige Schere der Zensur hat weitreichende Folgen, die sich bis ins Zeitalter der DVD auswirkten, und so gibt es leider keine einzige Kauf-DVD, die eine ungeschnittene Fassung von „Psycho“ zeigt. Zwar funktioniert der Film trotzdem noch hervorragend, da sehr sorgfältig darauf geachtet wurde, dass der Zuschauer nichts von den Kürzungen mitbekommt, doch es bleibt ein sehr bitterer Beigeschmack, beim Wissen, dass man einen so renomierten Film nicht in seiner ganzen Gänze genießen kann.

bedenklich? 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

JackoXL

Antwort löschen

Sein bester Film, einer der besten aller Zeiten und ein schöner Kommentar.


Le Samourai

Antwort löschen

Super!
Es gibt halt einfach Filme, bei denen alles unter 10 ein Witz ist. Dieser hier gehört ohne Zweifel dazu.


Rupert

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Als ich "Psycho" gesehen habe, habe ich einen exzellent inszenierten, einprägsamen, jedoch durch und durch veralteten, nicht wirklich bedrückenden, Schocker erwartet. Natürlich wusste ich um die legendäre Duschszene und den frühen Tod der Protagonistin, aber tatsächlich nicht von Perkins verstörendem Schauspiel. Ich wurde schließlich überrascht. Ich habe diesen exzellent inszenierten, einprägsamen Schocker gesehen, aber veraltet war höchstens die Bild- und Tonqualität, was ich jedoch gegenüber dem Perfektionsdrang von heute preferiere, den die Stimmung und die Aktualität des Geschehenen ist modern und glaubwürdig... Es ist bedrückend wie effektiv das Geld auf dem Bett fokussiert wird, wie die gute Dame an der Ampel auf ihren Chef stößt (interessant hier eine Quelle Tarantinos zu entdecken- Ich musste sicher schmunzeln, als ich plötzlich Butch in dem Auto sah, und Marcellus Wallace davor, bevor diese in die Hände der Psychos gelangen) und allem voran die interessante Spielweise Perkins... Ich bin froh diesen Film endlich gesehen zu haben und bestätigt zu wissen, dass es sich um ein wirklich grandioses Werk handelt, welches tief eindringt in das Gefühl des Zuschauers.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alli

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Unheimlich, widerlich und packend.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jek-Hyde

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Psycho ist mit Abstand der meist gespeulert Film ever. Ich kenne keinen Film mit Ausnahme von the sixth Sense, der derart oft Gespeulert wird. Mir persönlich ging es nämlich so. Natürlich wäre der Film 100 pro eine fette 10/10 gewesen, wenn das Ende mich nun noch überrascht hätte, aber schon die schrägen Geigen am Anfang. Die berühmte Duschszene. Dieses alte Anwesen. Die Schatten. Die ausgestopften Tiere. Psycho ist und bleibt einfach Psycho! Ich glaube es wird einfach Zeit, dass ich mir irgendwann mitten in der dunklen Nacht, ganz mutterseelenallein mal wieder Psycho zu Gemüte führe.
Also, wenn ihr zufällig zu der schwindend gerinmgen Minderheit zählt, die noch nicht wissen wie Psycho ausgeht, dann schaut euch den Film an, denn jeden Moment kann so ein kranker Psycho um die Ecke kommen, euch schütteln und verraten was es mit Normans Mutter auf sich hat! Also schaut ihn an! Schaut ihn an, bevor es zu spät ist!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

beast667

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Mutter aller Psychothriller............ Ist mit seinen 53 jahren nicht mehr taufrisch, aber er funktioniert noch. Heute würden einige sagen er langweilt, aber ich hatte das Glück ihn frühzeitig "zu geniessen"...........

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dani95

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Wow, schon der Vorspann mit dieser gewaltig einprägenden Musik verleiht mir eine unglaubliche Gänsehaut. Aber nein, dass reicht natürlich nicht. Denn mit Marion auf der Flucht, begann auch die Flucht für mich. Doch, wovor flüchte ich überhaupt? Ungewissheit steht hier mit kleinster Gewissheit im Wechselspiel.
Die psychologischen Aspekte sind erstklassig. Dialoge, die zwar im ersten Moment nett klingen, hinter denen sich aber so viel mehr verbirgt, als es zu Anfang erscheint.
Schauspieler, die mit Gesten und Mimik unbeschreibliche Symbole setzen und damit einen prägenden Eindruck hinterlassen.
Fantastische Bilder in schwarz-weiß erwecken eine schauernde Atmosphäre.
„Psycho“ wirft Rätsel auf, die den ganzen Film über spannend bleiben.

Alles zusammen, wie die Gestik, die Mimik, die Musik, die schwarz-weiße Optik mit ihren unheimlichen Schattenbildern... Alles wirkt gruselig und sorgt für ungeheure Furcht. Das ist es, was den Film für mich ganz besonders auszeichnet und einen einzigartigen Ausdruck verleiht.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Shady95

Antwort löschen

Werd ich machen ;-)
@SoulReaver Ich habe noch nicht viele schwarz-weiß Filme gesehen, wenn ich ehrlich bin. Und sie wirken genau wie Stummfilme nicht so auf mich, dass ich sie unbedingt sehen müsste.
Aber sie können keine Frage sehr gut sein, wie wahrscheinlich dieser hier...


SoulReaver

Antwort löschen

Schwarz-Weiß schränkt die Qualität eines Filmes auch im Endeffekt kein Stück ein, vielmehr fördert es die thematische Umsetzung - die in einem bestimmten Kontext (ob historisch oder ästhetisch) steht - in Sachen dokumentarischer Authentizität noch einmal ein ganzes Stück.
Gutes Beispiel: "Das weisse Band"
Schlechtes Beispiel: "Schindlers Liste"


Fedkek2

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Oh man wieso hab ich mir diesen hochgelobten Film nur angesehen. Alte Filme sind einfach nicht mein Fall.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Poor Boy

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Vor 30 Jahren hätte ich Psycho noch 10 Punkte gegeben.Die Zeiten ändern sich und auch mein Geschmack,dennoch bleibt der Thriller natürlich ein Hitchcock Klassiker.Sollte jeder gesehen haben der das Genre mag.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch