Psycho
Psycho (1960), US Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 07.10.1960
68 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8921 Bewertungen
125 Kommentare
Keine ?
von Alfred Hitchcock, mit Anthony Perkins und Janet Leigh
Nachdem die attraktive Sekretärin Marion Crane (Janet Leigh) ihren Boss um 40.000 Dollar erleichtert hat, flieht sie überstürzt Richtung Kalifornien zu ihrem Liebhaber, dem geschiedenen Eisenwarenhändler Sam Loomis. Aus Angst bereits von der Polizei verfolgt zu werden, verirrt sich Marion in Dunkelheit und bei Regen und landet bei einem kleinen abgelegenen Motel. Marion ist der einzige Gast und wird von dem zurückhaltenden, leicht verklemmt wirkenden, Besitzer des Motels, Norman Bates (Anthony Perkins), zum Abendessen eingeladen. Ungewollt überhört sie durch das offene Fenster ein Streitgespräch zwischen Bates und seiner alten eifersüchtigen Mutter, die ihm den Umgang mit Frauen wie Marion verbietet. Nach dem gemeinsamen Essen entschließt sich Marion, das gestohlene Geld zurückzubringen und nimmt erleichtert durch ihre Entscheidung eine Dusche. Plötzlich reißt eine Person in Frauenkleidern den Vorhang beiseite und sticht brutal mit einem Messer auf sie ein…
Mit Psycho wollte Regisseur Alfred Hitchcock neues Terrain beschreiten und das Publikum unerwartet schocken. Nachdem Hitchcock die Rechte an dem gleichnamigen Roman von Robert Bloch gekauft hatte, kaufte er so viele Exemplare von Psycho auf wie möglich, um das überraschende Ende unter Verschluss zu halten. Auch die Filmcrew musste zu Beginn der Dreharbeiten hoch und heilig schwören, keine Informationen über die Handlung von Psycho preiszugeben. Auch durften die Darsteller vorab keine Interviews geben, es gab keine Testscreenings und selbst die Kritiker mussten auf den offiziellen Filmstart warten.
Paramount Pictures erschien das Konzept…
Nachdem die attraktive Sekretärin Marion Crane (Janet Leigh) ihren Boss um 40.000 Dollar erleichtert hat, flieht sie überstürzt Richtung Kalifornien zu ihrem Liebhaber, dem geschiedenen Eisenwarenhändler Sam Loomis. Aus Angst bereits von der Polizei verfolgt zu werden, verirrt sich Marion in Dunkelheit und bei Regen und landet bei einem kleinen abgelegenen Motel. Marion ist der einzige Gast und wird von dem zurückhaltenden, leicht verklemmt wirkenden, Besitzer des Motels, Norman Bates (Anthony Perkins), zum Abendessen eingeladen. Ungewollt überhört sie durch das offene Fenster ein Streitgespräch zwischen Bates und seiner alten eifersüchtigen Mutter, die ihm den Umgang mit Frauen wie Marion verbietet. Nach dem gemeinsamen Essen entschließt sich Marion, das gestohlene Geld zurückzubringen und nimmt erleichtert durch ihre Entscheidung eine Dusche. Plötzlich reißt eine Person in Frauenkleidern den Vorhang beiseite und sticht brutal mit einem Messer auf sie ein…
Mit Psycho wollte Regisseur Alfred Hitchcock neues Terrain beschreiten und das Publikum unerwartet schocken. Nachdem Hitchcock die Rechte an dem gleichnamigen Roman von Robert Bloch gekauft hatte, kaufte er so viele Exemplare von Psycho auf wie möglich, um das überraschende Ende unter Verschluss zu halten. Auch die Filmcrew musste zu Beginn der Dreharbeiten hoch und heilig schwören, keine Informationen über die Handlung von Psycho preiszugeben. Auch durften die Darsteller vorab keine Interviews geben, es gab keine Testscreenings und selbst die Kritiker mussten auf den offiziellen Filmstart warten.
Paramount Pictures erschien das Konzept zu Psycho als zu brutal, so dass Hitchcock den Film mit seiner eigenen Produktionsfirma Shamley Production finanzieren musste. Bei einem vergleichsweise geringen Budget von ca. 800.000 Dollar mussten vielerlei Einsparungen vorgenommen werden, was auch einer der Gründe dafür ist, dass Psycho in schwarz-weiß gedreht wurde. Ebenso entschied sich Hitchcock nicht wie zuvor auf bekannte Schauspieler zurückzugreifen, sondern weitgehend unbekannte Darsteller zu engagieren. Janet Leigh wurde für ein Viertel ihrer üblichen Gage verpflichtet, was sich dennoch auszahlte, da der Erfolg von Psycho ihre Karriere enorm ankurbelte und ihr 1961 einen Golden Globe Award als Beste Nebendarstellerin bescherte. Auch Anthony Perkins machte mit Psycho nicht nur Norman Bates zur Kultfigur, sondern auch sich selbst weltweit einen Namen.
Obwohl, oder möglicherweise auch gerade weil, die Kritiken Psycho zunächst als zu abstoßend und grausam zerrissen, sowie Zensurbehörden und Kirchenvertreter Verbote forderten, setzte sich der für damalige Verhältnisse ausgesprochen brutale und verstörende Schocker unmittelbar als Publikumsliebling durch und schrieb als erster Psychothriller Filmgeschichte. Insbesondere die Duschszene gehört heute visuell und akustisch zu einer der berühmtesten Filmszenen aller Zeiten, die seither vielfach zitiert wurde. Auf lange Sicht konnte Psycho eine Lockerung der Zensur und von Tabuthemen in der Filmindustrie erwirken.
Weltweit spielte Psycho 50 Mio. US-Dollar ein, von denen 15 Mio. in Hitchcocks Tasche floss (sein Gewinn entspräche heutzutage knapp 100 Mio. Dollar).
1998 drehte Gus van Sant ein Remake von Psycho, in dem Vince Vaughn und Anne Heche den Part von Norman Bates bzw. Marion Crane übernahmen. (JW)
Cast & Crew
-
Alfred Hitchcock
-
Anthony Perkins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Norman Bates
-
Janet Leigh
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marion Crane
-
Vera Miles
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lila Crane
-
John Gavin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sam Loomis
-
Martin Balsam
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Milton Arbogast
-
John McIntire
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sheriff Al Chambers
Regie
Schauspieler
-
Simon Oakland
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Richmond
-
Vaughn Taylor
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) George Lowery
-
Frank Albertson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tom Cassidy
-
Lurene Tuttle
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Eliza Chambers
-
Patricia Hitchcock
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Caroline
-
John Anderson
-
Mort Mills
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Polizist
-
Alfred Hitchcock
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gastauftritt (Mann mit Hut)
-
Joseph Stefano
- Genre
- Psychothriller, Horrorfilm
- Zeit
- 1960er Jahre
- Ort
- Arizona, Phoenix, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Autohändler, Blondine, Böse Mutter, Diebstahl, Dusche, Familienkonflikt, Fehlende Mutter, Fliege, Frauenmörder, Friedhof, Gestohlenes Geld, Haus, Heimliche Liebe, Keller, Klassiker, Messer, Monolog, Mord, Mord an Mutter, Mord unter der Dusche, Motel, Motel, Multiple Persönlichkeit, Mumie, Mutter, Mutter-Sohn-Beziehung, Mutterliebe, Mutterrolle, Muttersöhnchen, Mörder, Perücke, Privatdetektiv, Sekretärin, Sheriff, Verlust der Mutter
- Stimmung
- Geistreich, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Psycho
Fans dieses Films gefiel auch
Der Mann, der zuviel wusste
US 1956
Die Vögel
US 1963
Das Fenster zum Hof
US 1954
Bei Anruf: Mord
US 1954
Trailer zum Film Psycho
Alle Trailer, Clips & Videos (2)

Vertigo - Aus dem Reich der Toten














Kritiken (3) — Film: Psycho
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschen„Mutter, Blut!“ Die Duschszene ist eine der meistzitierten der Filmgeschichte. 45 Sekunden, 70 Kameraeinstellungen und 50 Schnitte, die zu den berühmtesten Momenten von Alfred Hitchcock gehören. Als die Leinwandfassung von Robert Blochs Roman „Psycho“ 1960 gestartet wurde, wusste noch niemand, dass der in drei Kinofilmen und einer Fernsehproduktion von Anthony Perkins so perfide verkörperte Motelbetreiber Norman Bates ein krankhaft mutterfixierter und schizophrener Serienmörder ist.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
dAJaro 2010/10/09 18:22:57
Antwort löschenwarum nur 45 sekunden? was ist mit dem rest der szene? gehört der nicht dazu?
Alle 3 Antworten zeigen
TobyDZ 2011/08/10 00:43:47
Antwort löschenWie kann man mit 50 Schnitten 70 Kameraeinstellungen verwursten? Meines Erachtens gehen höchstens 51.
FumerTue 2011/09/10 14:32:52
Antwort löschenAuch, wenn die meisten den Film ja kennen: Muss der Spoiler sein?
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschen[...] Ein schwarz/weißes Paramount-Logo. Danach Stille – aber nur für kurze Zeit. Dann die Opening Credits. Der Vorspann beginnt. Plötzlich ertönt eine Filmmusik, bestehend einzig und allein aus einem Streichorchester. Ein gewisser Bernhard Herrmann zeichnet sich dafür verantwortlich, wie sich später herausstellt. Es vermischen sich in dieser Komposition stakkartoartige Klänge mit schrillen Geigen und dissonanten Violinenschreien. Hypnotisch, aggressiv, furchteinflößend schnell. Schaurig-schön. Dieser Score unterstreicht das bisherige Leinwandgeschehen auf virtuose Art und Weise, was sich bis jetzt in "zerschneidenden" Texten des visuell von Saul Bass inszenierten Vorspanns widerspiegelt. 2 Minuten lang. Nervenzerreißend. Nach dieser halben Ewigkeit endlich die erlösende erste Szene, die erlösende erste Einstellung. Eine Beruhigung ist das, die Musik beruhigt sich ebenfalls. Was folgt, ist ein spektakulärer Kameraschwenk, so als ob wir Vögel wären. Wir befinden uns in Phoenix, Arizona. Wir schreiben den 11. Dezember, ein Freitag. Es ist genau 14:43 Uhr. [...]
Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
ZaZa 2011/06/19 00:41:48
Antwort löschenuhhhhh du solltest Werbeagent werden xD
Bin jetzt Heiß auf den Film:)
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Mit mehr als geschickter Kameraarbeit sowie der stimmungsvollen Musik (hier verewigte Bernard Herrmann sein ultimatives Meisterwerk) lenkt Hitchcock sein Publikum dorthin, wo er es haben will und kreiert dabei ein paar Szenen, die in puncto Eindringlichkeit alle seine vorigen Werke übertreffen. Darunter natürlich die legendäre Duschszene, deren Aufnahme im Gegensatz zu den sonst sehr raschen Dreharbeiten eine ganze Woche in Anspruch nahm und die mit dem ausgeklügelten Schnitt zu einem Pionier filmischer Gewalt heranwuchs. [...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (122) — Film: Psycho
Kommentar schreibenTeezy123 2012/02/03 11:29:03
Kommentar löschenHier ist bereits alles gesagt worden...
Hitchcock zeigt hier sein ganzes Können und schuf einen richtungsweisenden Film, der seiner Zeit damals weit voraus war.
Ein Meisterwerk damals, heute und für immer.
Und vorab...: Teil 2 ist auch seeeeeeeeehr geil !!!!!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
nikl 1987 2012/01/04 14:39:28
Kommentar löschenMeisterwerk von Hitchcock. Bis auf die Duschszene war mir im vorraus über dem Film selbst nichts bekannt, konnte mich also von der Geschichte und eventuellen Twists ;-) überraschen lassen. Und ich muss sagen: Wahnsinn. Eine tolle Atmosphäre, eine tolle, immer wieder kopierte Musik (Duschszene), eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte, in denen diese Musik zum Einsatz kommt, tolle Schauspieler, eine grandiose Auflösung des ganzen...und und und. Auch Erwähnung finden sollte der "Trailer" auf der DVD, in dem der Meister des Suspense persönlich durch den "Tatort" führt...klasse. Ich kann nur sagen, Gott sei Dank habe ich mich endlich mal an diesen Film herangewagt, sonst wäre mir dieses Meisterstück wohl entgangen. Und an alle, die noch zweifeln, diesen Film anszusehen, weil er schwarz-weiß ist oder aus sonstigen Gründen: Seht ihn euch einfach an, ihr werdet nicht enttäuscht.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
hollygolightly1 2012/01/03 22:20:13
Kommentar löschenEin Meilenstein des Thrillers und eine Bereicherung für die Filmgeschichte! Wer kennt nicht die berühmte Duschszene mit der einzigartigen Musik von Bernard Herrmann...
Es ist mehr als in Ordnung, dass Hitchcock sich dafür entschieden hat, den Film in Schwarz-Weiß zu drehen, und nicht in Farbe. Dieser Regisseur weiß (bzw. wusste) einfach, wie man Filme macht..
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Looki 2012/01/02 08:48:51
Kommentar löschendiese Art von Spannung, diese Intensität EINMALIG
ein Klassiker des Horrorfilms und das schöne dabei: man kann ziemlich lang seine Vorstellungskraft benutzen ohne wirklich zu wissen was los ist, während bei neuen Horrorfilmen meistens schon alles im Vorfeld gezeigt wird. Diese Mischung aus Krimi, Noire-Film und Horror habe ich so noch nie gesehen. Spannend bis zum letzten Atemzug. Als ich nach dem Film duschen ging hatte ich eine leichte Anwandlung von Paranoia, aber ich denke das ist der Preis für den Genuss dieser Filmperle :)
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
J!GS4W 2011/12/30 01:01:26
Kommentar löschenDas war also Hitchcocks "Psycho" ..
Glücklicherweise kannte ich nur die Duschszene und keine weiteren Details zum Plot, sodass mich diese aufreibende Spannung fast gänzlich mit sich reißen konnte. Ach, was war das schön, so wenig und doch so viel zu sehen und die Decke bis unters Kinn zu ziehen. Wenn mir auch ein Schmunzler bei besagter Sequenz zur Körperpflege herausrutschte und ich mir Fragen zur eigenwilligen Beschaffenheit von Hitchcocks "Blut" stellte, so musste ich zugeben, dass mich sowohl die Story mit ihrem Twist als auch die Dialoge gefesselt haben. Die Figur des Norman war zwar ohne Frage eine klischeehafte, doch nahm ich sie Anthony Perkins genauso gern ab wie Janet Leigh die Rolle des hilflosen Blondinchens. Objektiv gesehen müsste man also die kleinen Low Budget Fehler bemängeln, doch subjektiv muss man ihnen den Reiz zusprechen, der ihnen nicht nur bei der Erscheinung des Filmes, sondern auch nach all der Zeit noch immer gebührt. Sie gehören dazu und machen "Psycho" zu einem besonderen Erlebnis. Was zählt ist ja dann auch die Wirkung und Atmosphäre dieses Werkes, denn die ist, wie man so schön alliterarisch sagt, schaurig schön.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
stuforcedyou 2011/12/30 01:11:00
Antwort löschenhttp://4.bp.blogspot.com/_db3qCLhj99E/THH9AxvN--I/AAAAAAAABDo/I2oecivEo58/s1600/psycho_shot5l_0.jpg
Alle 3 Antworten zeigen
J!GS4W 2011/12/30 01:18:50
Antwort löschenSchon ein geiler Typ irgendwie :D
stuforcedyou 2011/12/30 01:23:42
Antwort löschenJa, leider nie so wirklich aus dieser einen, großen, fulminanten Rolle rausgekommen. Ach ja, "Psycho 2" ist gar kein übler Film.
Pyro 91 2011/12/20 20:37:46
Kommentar löschenFür mich immer noch der Horror-Psychothriller schlechthin. 109 Minuten Paranoia, Angst und Schrecken, die auch nach jeder Sichtung noch lange nachwirken.
In keinem anderen Film von Hitchcock wird der Zuschauer so geschickt manipuliert wie in "Psycho". Ich wollte dass Marion mit dem Diebstahl durchkommt und ihren Freund heiraten kann und später wenn wir sehen was Norman Bates für ein trostloses Leben hat , wer drückt ihm nicht die Daumen, dass das Auto komplett im Moor versinkt?
Später als Lila und Sam auftauchen steigt die Spannung umNormans Geheimnis ins Unermeßliche an und ich wolltenicht dass er auffliegt, aber gleichzeitg wollte ich Gerechtigkeit wegen Marions Mord
Die berühmte Duschszene wirkt heute noch genauso bedrohlich, da sich der meiste Horror im Kopf des Zuschauers abspielt. Zuerst wiegt sich Marion in Sicherheit und lässt sich sozusagen von ihren Taten "reinigen", während sie nicht ahnt wer sich hinter dem Duschvorhang anschleicht. Nirgendwo sonst wäre sie so verletzlich und rechnet mit einer unerwarteten Attacke. Als der Killer sie angreift, befindet sich die Kamera in einer unmöglichen Postition, wo eigentlich die Wand wäre und man kommt sich unglaublich voyeuristisch vor, diese brutale Tat mitanzusehen. Marions Leben in Form von Blut ist buchstäblich, den Abfluss hinuter gelaufen. Hermanns Score dazu bleibt natürlich unvergessen und hämmert sich ins Gehirn, wie Normans Stiche in Marions Körper
Die zweite Mordszene ist unglaublich "persönlich", weil wir Arbogasts Furcht und Verwirrung direkt ins Auge sehen, als er rückwarts die Treppenstufen hinunterfällt. Auch hier werden wir anfangs zum Voyeur in dem wir sehen wie jemand mit einem Messer von rechts auf ihn zukommt und wir nur hilflos dabei zusehen können.
Das Finale im Keller ist das Spannendeste was ich je gesehen habe und es enthüllt die schreckliche Wahrheit um Normans Mutter. Da "Psycho" den Gräueltaten von Ed Gein nachempfunden wurde, kann man sich vorstellen wie den zuständigen Beamten zumute war, die praktisch durch die Hölle gegangen sind, als sie sein Anwesen durchsucht haben.
Die Dialoge zwischen Marion und Bates, sowie Arbogast und Bates sind unerträglich intensiv und während erstere Unterhaltung unterschwellig sexueller Natur ist , ist letztere ein Katz-und Maus Spiel, dass den Begriff "Pulverfass" quasi neu definiert.
Die Szene zum Ende hin mit dem Psychologen ist vielen zu geschwätzig, ist jedoch wichtig, da wir neue Informationen erhalten (Mutter und Liebhaber wurden vergiftet, er stahl ihren Körper, imitierte ihre Stimme
Aber noch viel beunruhigender finde ich dass wir nach dem Schock im Keller die rationale Erklärung eines Psychologen bekommen, was das zuvor Gesehene relativieren und uns in Sicherheit wiegen soll, mit Hilfe von logischen Erklärungen, die unser Verstand nachvollziehen kann.
Doch danach zieht uns Hitchcock nochmal den Teppich unter den Füßen weg, wenn wir Norman, dessen Seele nun vollständig der Mutter "gehört" in der Zelle sitzen sehen und wir ihren internen Monolog lauschen können. Das Schlussbildmit Anthony Perkins` dämonischen Grinsen bleibt unvergesslich und man mag sich nur die Reaktion im Jahre 1960 vorstellen, als der Film im Kino zu Ende war.
Eine Szene möchte noch besonders hervorheben, denn sie bliebt mir noch lange im Gedächtnis und ist neben den "üblichen Verdächtigen" (Dusche, Treppe, Keller)die beste im Film. Es passiert gegen Ende des Films als Norman mit seiner Mutter spricht, weil er sie in den Keller bringen will
Die Kamera fährt langsam das Treppenhaus hinauf, pausiert vor der Tür, "kehrt um" und nimmt die Vogelperspektive ein. Zum einem hat das natürlich praktische Gründe damit wir die Mutter nicht sehen, aber es wirkt auf mich so desorientierend, da sich der Zuschauer frägt: Mit wem redet er da? Was zur Hölle geht in dem Haus vor sich? Diese Verwirrung und Unsicherheit von seitens des Zuschauers fängt Hitchcock mit dieser Kamerafahrt perfekt ein und deswegen wird sie mir auch nicht mehr aus dem Kopf gehen.
Fazit: Es fällt schwer bei "Psycho" nicht ständig mit Superlativen um sich zu werfen, doch wenn es einen nahezu perfekten Film gibt, dann handelt sich um dieses Werk. Es beendet außerdem Hitchcocks hervorragenden Lauf in den 50er Jahren und ist gleichzeitig der Höhepunkt seines Schaffens. Diese Klasse hat er danach selbst mit den hervorragenden Tierhorror "Die Vögel" und den schwarzhumorigen Thriller "Frenzy" nicht mehr erreicht.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
änna_banana 2011/12/08 12:20:15
Kommentar löschenVorsicht, enthält Spoiler.
Psycho ging mir echt an die Nerven. Als ich den Streifen zum ersten Mal gesehen habe, war ich einfach noch viel zu jung für so einen Kram. Allein die Musik hat mich schon immer erschreckt und dann dieser Norman, mit seiner gruseligen Art, die 'Mutter' die wie aus dem Nichts auftauchte und so schnell, dass man kaum reagieren konnte, aber die Krönung war natürlich Mutters Leiche im Keller! Ekelhaft. Damals hatte ich noch nicht so viele Horrorfilme auf dem Buckel, sodass das Ende für mich völlig überraschend war. Ein toller Vorteil :) Der Film hat sich bei mir so eingebrannt, dass ich mich heute noch davor fürchte. Danke, Alfred!
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mister.AmaZ-inG 2011/12/04 02:41:37
Kommentar löschenWas soll man da noch groß sagen, Psycho halt.
Das Ende hab ich mir schon so gedacht, lag für mich einfach auf der Hand.
Hitchcock ist einfach unglaublich genial und weiß wie man dem Zuschauer das Fürchten lehrt.
Auch in 50 Jahren, werden sich Menschen daran erfreuen, gut so !
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Audreyfan 2011/11/30 15:12:22
Kommentar löschenBeim ersten Mal gucken hat mich der Film total überzeugt(so sehr, dass ich eine 10 gegeben hätte). Er wahr spannend, voller unerwarteten Wendungen und mit einer tollen Filmmusik.
Doch als ich ihn das 2. Mal sah, wurde ich bitter enttäuscht. Da ich das Ende wusste war die Spannung weg. Und gerade das ist es doch, was den Film ausmacht. Zurückgeblieben ist ein Kultfilm, der einmal nett anzuschauen ist, den man sich aber kein 2. Mal ansehen sollte....
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
kinogaengerin 2011/11/24 21:45:38
Kommentar löschenIch bin sprachlos. Lange Zeit kannte ich nur die legendäre Duschszene und dachte doch tatsächlich, dass sich der Film damit erledigt hätte. Aber ganz weit gefehlt... Der Anfang gestaltet sich zwar etwas schleppend, die Duschszene ist technisch perfekt, aber doch recht schnell vorbei. Erst danach entfaltet sich im Grunde der wahre Film. "Ihr Haus allerdings ist das erste, das sich vor der Welt versteckt." Norman Bates hat mir nicht nur einen Schauer über den Rücken gejagt und selbst wenn man als alter Filmhase schnell erahnt, wie es ausgehen wird, fesselt 'Psycho' über die gesamte Laufzeit und wird in keinem einzigen Moment langweilig. Man könnte sogar die Augen schließen und würde nur dank der grandiosen Musik Gänsehaut bekommen. Selbst mit seinen mittlerweile über 50 (!) Jahren auf dem Buckel muss sich dieser Film hinter keinem neumodischen Thriller verstecken und wird auch in den kommenden 50 Jahren weitere Generationen begeistern.
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
hoffman587 2011/11/24 21:51:17
Antwort löschenHoffen wir es mal und schöne Wertung, auf dich ist halt auch manchmal verlass.^^
hatch 2011/11/23 20:09:42
Kommentar löschenEin Film der den Titel "Psycho" mehr als zu Recht trägt. Obwohl er anfangs etwas Zeit braucht bis er fahrt aufgenommen hat, ist er gegen Ende umso spannender. Meine Nerven waren wirklich durchgehend bis zum zerreißen gespannt. Ein sehr guter Psychothriller, den man unbedingt gesehen haben sollte.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
filmfreak23 2011/11/20 17:16:39
Kommentar löschenUiuiui hab ja Psycho noch gar nicht bewertet.
Schnell nachholen.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Neokraid 2011/11/16 11:22:34
Kommentar löschenMeine Güte hatte ich schiß. Ich steh eigentlich überhaupt nicht auf Horrofilme. Ich steh WIRKLICH nicht auf Horrorfilme. Ja ich gebe offen zu, dass ich mich da oft fürchte und Paranoid werde. Trotzdem sah ich mir Psycho im WDR an (also ohne Werbung, die die Stimmung zerstört oder einem einen kurzen Moment zum verschnauffen lässt) und war geschockt. Ich musste gegen Ende des Films das Licht wieder anmachen, weil ich es sonst nicht ausgehalten hätte. Der Film hat alles was man von einem guten Horrofilm erwarten kann. Die Story ist (im Rahmen ihrer Möglichkeit) gut gelungen und wirklt zu keinem Moment zu absurd. Schauspieler, die in ihre Rolle überzeugen, sucht man hier nicht um die Ecke sondern sie lächeln einen direkt an. Als dann die Duschszene kam wusste ich, ab jetzt wird es heftig. Und es wurde heftig. Mehrere Morde und Mordversuche folgten, die einfach so gut inszeniert sind und es doch verstehen den wahren Täter nicht zu enthüllen hab ich selten gesehen.
Als dann das Gesicht auf das man so lange gewartet hat (die, die den Film kennen wissen wovon ich rede) endlich enthüllt wird, kann ich mir niemanden vorstellen, der nicht geschockt wäre. Denn da stand der Täter fest! Die Erklärung folgt sofort und auch diese klingt für einen Horrofilm durchaus realistisch. Endlich verstehe ich was gemeint ist, wenn jemand von Bates Mitel spricht. Ich werde in meinem Leben nicht in einem Motel übernachten. Als dann das ebenfalls berühmte Lächeln am Ende kam, war es endgültig um mich geschehen.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
chs88 2011/11/16 12:22:41
Antwort löschenDas hört sich an, als hättest du ihn zum ersten Mal gesehen. Mein Gott was würde ich darum geben, dass auch nochmal erleben zu dürfen.
Alle 3 Antworten zeigen
Neokraid 2011/11/16 14:30:52
Antwort löschenJa hab ich und es war trotz der ansteigenden Paranoia extrem geil :D Kann es auch verstehen. Wenn man einmal weis was passiert sind Horrofilme nur noch halb so gut.
Neokraid 2011/11/16 17:00:17
Antwort löschenMir fallen gerade die vielen Fehler auf, ich bitte diese zu entschuldigen ^^
Mr. Pink 2011/11/05 15:43:57
Kommentar löschenAchtung enthält Spoiler!
In einer Zeit, in der viele Horrorfilme, stets darauf bedacht zu sein scheinen, immer aufwendiger zu sein, alles bisher Gewesene toppen zu wollen und mit immer expliziteren Gewaltdarstellungen aufzutrumpfen, um das Publikum zu schocken und psychisch zu terrorisieren, in solch einer Zeit ist es schön, zu wissen, dass es auch mal Filme gab, die denselben Effekt mit weitaus weniger Mitteln und auf eine viel subtilere Art und Weise erzielten.
Aber was heißt "gab"!?! "Gibt" müsste es heißen. Denn zweifellos ist Alfred Hitchcocks "Psycho" immer noch aktuell. Ein echter Klassiker, der vielen modernen Klassikern, wie "Scream" oder "Halloween" als Vorbild diente. "Psycho" ist sozusagen der "Ur-Slasher" ("Peeping Tom" mal außen vor gelassen, da noch nicht gesehen) und der Vater, oder besser gesagt, die Mutter aller modernen Horrorfilme. Der Film funktioniert auch heute noch bestens, ist manchen seiner modernen Genrekollegen meilenweit voraus und schafft es immer noch, seine Zuschauer zu fesseln, zu erschrecken und zu verstören.
Dabei hat der Streifen für den ungeübten Zuschauer auf den ersten Blick gar nicht so viel zu bieten. Er ist in schwarz-weiß und bietet weder besonders viele, noch besonders harte Todesszenen. Und da soll man sich gruseln? Ja, soll man. Kann man. Muss man. Wird man. Denn der Master of Suspense versteht es wie kein Zweiter, ganz simpel, aber höchst effektiv Spannung aufzubauen.
Dabei beginnt der Film, auch wenn der packende Score von Bernard Herrmann von Anfang an an den Nerven des Zuschauers zerrt, relativ harmlos. Es geht um die Sekretärin Marion Crane, der sich eine einmalige Chance bietet, welche sie ohne zu zögern nutzt. Sie unterschlägt bei einem Geschäft ihres Chefs 40.000 Dollar, welche fortan als MacGuffin dienen, und macht sich schnurstracks mit dem Geld auf den Weg aus der Stadt. Trotz einiger Zweifel und misstrauischer Blicke von allen Seiten, die Marion dazu zwingen, ihre Tat noch einmal zu überdenken, schafft sie es, vorerst davonzukommen. Müde und erschöpft macht sie unterwegs Halt im verlassenen, beinahe verwaist wirkenden Bates Motel, um dort die Nacht zu verbringen.
Hier kommt es dann zum Wendepunkt der Geschichte, dem Augenblick, der "Psycho" so anders, so einzigartig, so besonders macht. Nachdem Marion ausführlich eingeführt wurde und man geügend Zeit hatte, sie kennen und lieben zu lernen, wird sie nun in der berühmt-berüchtigten Duschszene umgebracht. Nachdem der Film schon zur Hälfte rum ist, wird ganz plötzlich, wie aus dem Nichts, die Hauptfigur ermordet, alles wird komplett umgeschmissen und der Fokus vollends anders gelegt.
Das ist natürlich ein dramaturgischer Kniff, der seinesgleichen sucht. Durch diesen raschen, gänzlich unerwarteten Umbruch, scheint nichts mehr sicher zu sein. Man weiß nicht, wie sich die Story weiterentwickeln wird, oder was als nächstes passiert. Die Spannung wird dadurch unendlich in die Höhe getrieben und der Zuschauer gnadenlos an den Film gefesselt wie ein Entführungsopfer an einen alten, morschen Stuhl.
Von nun an wird sich voll und ganz auf Marions Mörder, den Mann hinter dem Messer, konzentriert den psychisch gestörten Norman Bates und seine Mutter. Bates ist eine extrem interessante Figur, ein finsterer Geselle, der dennoch äußerst sympathisch wirkt. Ein durchtriebener, durch und durch böser, durch seine Krankheit aber auch sehr faszinierender Charakter, der hier von Anthony Perkins großartig dargestellt wurde.
Aber nicht nur inhaltlich kann Hitchcocks Meisterwerk durch die vielen Überraschungen und Wendungen überzeugen, auch formal ist "Psycho" absolut gelungen. Die Kameraführung und der Schnitt sind ausgezeichnet. Die Musik ist nicht nur extrem nervenaufreibend und irgendwie beunruhigend, in der Duschszene etwa steigt die Aufregung wirklich bis ans Äußerste, sondern zudem absolut überragend und trägt enorm viel zur Atmosphäre des Films bei.
"Psycho" hat auch nach all den Jahren nichts, wirklich gar nichts von seiner Intensität verloren und gehört immer noch zu den schaurigsten, einnehmendsten und spannendsten Filmen überhaupt. Der Film reißt einfach mit, zieht den Zuschauer von Anfang an in seinen Bann und lässt ihn bis zum grauenvollen Ende nicht mehr los. Dazwischen ist man immer wieder erheitert, schockiert, gespannt, aufgewühlt und beeindruckt und kann sich am Schluss sicher sein, einen der besten Filme aller Zeiten von einem der einflussreichsten und wichtigsten Regisseure überhaupt gesehen zu haben.
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
JohnnyKee 2011/11/01 16:35:39
Kommentar löschenKennen wir sie denn nicht alle? Die Momente in denen wir genau wissen was passieren wird und uns trotzdem unglaublich davor fürchten. Mit weit geöffneten Augen zuschauen, hypnotisiert von alledem, der Angstschweiß langsam die Stirn benetzt. Manchmal ist die Gewissheit das Tragischste überhaupt!
Psycho ist es! Man muss es nicht begründen, man muss es nicht beschreiben. Nur erleben. Denn dann weiß man es. Er ist es einfach. Ein Klassiker, ein Meilenstein! Zeitlos, kein bisschen seiner Wirkung verloren, verstörend und gruselig auf eine bisher unbekannte Art und Weise. Psycho erweckt die Urängste eines jeden zu Leben, spielt mit ihnen wie ein kleines Mädchen mit ihrer Puppe. Ungeniert, mit Freude, mit Vergnügen, es macht Psycho Spaß. Angst vor verlassenen Motels in der Einöde, Angst vor dem Keller, Angst vor dem Badezimmer. Langsam dreht man sich um, nur um sicher zu gehen. Steht jemand da, ist da jemand? Innerhalb von Sekunden, glänzendes Metall im Körper, Schwarz zu Weiß, vom Leben verlassen, im Nirgendwo verschwunden. Ein eher unbefriedigender Tod, finden sie nicht auch? Unerwartete Wendungen, eine Karussellfahrt des Schreckens, eine düstere Atmosphäre von Anfang an. Er begeistert und fasziniert, lässt den Zuschauer fragen wie er sich nur so gut halten konnte. Liegt es am meisterhaften Score, an der Eindringlichkeit seines einzigartigen Ichs oder ist er es einfach? Das? Das das wir Klassiker nennen? Es muss so sein! Ein Thriller wie er im Buche steht, eine Faszinationsbombe, ein kleiner Charmeur. Er wird nicht alt. Niemals! Er kann einfach nicht, denn er ist es! Das das man Klassiker nennt!
„Was ist dein Beauty-Geheimnis? Sag‘s mir doch!“
32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
seven 2011/11/02 11:45:24
Antwort löschenToll, very toll! :-)
Alle 3 Antworten zeigen
stuforcedyou 2011/11/02 12:19:35
Antwort löschenDito
JohnnyKee 2011/11/02 12:57:22
Antwort löschenBIG dankeschön!^^
Mr.Film 2011/10/28 15:58:32
Kommentar löschenDer beste Freund des Menschen ist der Hund, und "Der beste Freund eines Mannes ist seine Mutter."
Ich bin wirklich kein Hitchcock-Verehrer, aber das hier hat mich leicht von den Socken gehauen, damit habe ich nicht gerechnet. Die Einführung war noch etwas trocken, ich wusste nicht was an diesem Film so besonders sein soll, man hat interessante Dialoge vorgelegt bekommen, doch es war bis zu dem Zeitpunkt, in dem das nette, trügerische Fräulein Marion Crane (Janet Leigh) in das abgelegene Motel des Norman Bates (Anthony Perkins) eincheckt, nur gemütlich. Doch ab diesem Zeitpunkt war ich gefangen, in der Welt von "Psycho", das erste Aufeinandertreffen von Marion und Norman, der erste Dialog der beiden, die erste Erwähnung der kranken Mutter, diese beängstigende und so präsente Atmosphäre(diese Atmosphäre konnte man förmlich umarmen), obendrein dieser 'legendäre' Score. Fantastisch. Schauspielerisch gab es die Crème de la Crème als Vorspeise, der Hauptgang bestand aus imposanten Wendungen, der Nachtisch aus...nein ich verrate nichts. Wenn man diesen Film noch nicht gesehen hat und dann mit einem Spoiler da rein geht, nein, das ist gar nicht schön.
Nach langer Zeit habe ich mal wieder eine Schauspielerische Leistung gesehen, die mich sehr gefesselt hat. Anthony Perkins. Atem(be)raubend.
Die Szene die mich am meisten eingenommen hat, war nicht wirklich die Duschszene, klar sie repräsentiert diesen Film irgendwie, doch Spannungsmäßig wurde ich mehr von der Keller-Szenen mitgerissen. Das war ein wirklicher Schock. Damit möchte ich die Duschzene keinesfalls als schlecht bezeichnen, als ich da auf einmal diesen Schatten sah...puh, das schlug mein Herz auch etwas schneller. Spannungstechnisch ist das hier stark, hätte für mich aber stärker sein können. Das empfinde ich wohl so, weil ich leider viel zu sehr durch die heutigen Filme abgestumpft werde.
Ganz klar: Dieser 'Psycho'thriller hat dieses Genre stark beeinflusst und weitergebracht, die sagenhaften Schocker sind zu recht sagenhaft.
Ich verabschiede mich mit grausigen Geigenklängen.
26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten
Mr.Film 2011/10/28 16:01:05
Antwort löschenAber eine Frage hätte ich noch FETTERSPOILERSPOILER: Wie konnte Marion das Gespräch zwischen der Mutter und des Sohnes hören? Ich meine, die Mutter gab es doch gar nicht?
seven 2011/10/28 16:05:08
Antwort löschenSPOILER SPOILER SPOILER: Soweit ich das kapiert habe, hat Norman seine Stimme verstellt, er war ja er selbst und seine Mutter, eben gebrochene Psyche, multiple Persönlichkeit und so weiter.
Mr.Film 2011/10/28 16:08:07
Antwort löschenSPOILER: Ja das dachte ich mir auch, aber am Ende, als wieder die Stimme von Normans Mutter ertönte, hat man gesehen das er sich die Stimme nur eingebilidet hat, sein Mund war verschlossen. Komische Sache.
seven 2011/10/28 16:15:46
Antwort löschenSPOILER: Ich denke, Hitchcock ging es da nur darum zu zeigen, dass die Mutter "in ihm" weiterlebt, die Stimme am Ende stellt Normans Gedanken oder viel mehr die seiner Mutter dar, sie sind für den Zuschauer wahrnehmbar, eben um zu verdeutlichen, dass die "Mutterseite" ihn mehr oder weniger ganz verschlungen hat und sein wahres Ich beseitigt hat. Normans Psyche ist somit eigentlich mehr die Psyche seiner Mutter. So in etwa.
hoffman587 2011/10/28 16:30:33
Antwort löschenSehr, sehr schöne Wertung, die ich da sehe und noch schöner Gottes Score (Pseudonym für Bernard Herrmann) loben, eh einer der Besten:)
Passend kommentiert, ich bin glücklich;-)
Punsha 2011/10/28 19:19:57
Antwort löschenWie erwartet...ist für mich eindeutig der Hitchcock mit der größten Zeitlosigkeit. Schön geschrieben und nebenbei hat seven übrigens völlig recht. ;)
Mr.Film 2011/10/28 19:30:14
Antwort löschen@seven: Das dass Hitchcock verdeutlichen wollte besteht außer Zweifel, ich fande es eben nur komisch das Marion die Stimme gehört hat, hat sich ja nun geklärt. Irgendwie :D
@hoffi: War klar das dich das freut, mal ein "Klassiker" der die Feuerprobe bestanden hat :)
@Punsha: Jap der ist wirklich Klasse, kann sonst nicht viel mit Hitchcock anfangen. Danke:)
*frenzy_punk<3 2011/10/29 19:32:13
Antwort löschenDie Kellerszene fand ich auch schockierend! oO
Mr.Film 2011/10/29 21:01:41
Antwort löschenJa, das war heftig :O
*frenzy_punk<3 2011/10/29 21:17:37
Antwort löschenMuss ich nochmal sehen! Aber in ein paar Jahren erst. Wenn man die Lösung kennt ist der Effekt nicht so groß ;)
Alle 12 Antworten zeigen
Mr.Film 2011/10/29 21:19:46
Antwort löschenGanz unvoreingenommen bin ich auch nicht in den Film rein, musst irgendwo leider SPOILER "Ist es komisch wenn ich wusste das es die Mutter gar nicht gibt..." und da hab ich dann zum Glück stoppen können. Kotzt schon an, aber der Film hat trotzdem toll auf mich gewirkt.
Sepf 2011/11/01 01:54:14
Antwort löschenDas erspart mir ja meinen Kommentar. Kann ich Wort für Wort so unterschreiben!
stuforcedyou 2011/10/03 21:18:34
Kommentar löschenDa ist es wieder: Die Dusche, der Schatten, das Messer, das Geschrei, eine der besten Szenen die ich kenne. Klar, die Duschszene ist legendär und zementiert den Ruf von „Psycho“ als Meisterwerk, als einer der Wegbereiter für das Sub-Genre des Psycho-Thrillers, aber Hitchcocks Film bietet mehr als nur wild zuckende Geigenklänge die einen bestialischen Mord untermalen. „Psycho“ ist ein Paradebeispiel, eine Wundertüte. Ich würde viel dafür geben den Film so zu sehen, wie er damals aufs Publikum wirkte: Brutal, düster und voller boshafter Überraschungen. Alleine der Umgang mit den Rollen ist legendär und ein jeder kann sich glücklich schätzen, der „Psycho“ ohne Vorkenntnisse ansieht, was allerdings wahrlich schwer ist, schließlich sind die Überraschungen des Film schon so was wie filmisches Allgemeinwissen.
Was „Psycho“ zu meinem Lieblingsfilm (-Hitchcock) macht ist seine Sogkraft. Ja, ich weiß was passiert und ich weiß auch wann, ich kenne das Schicksal der Figuren und das große Finale, aber trotzdem sitze ich jedes Mal vor dem Film, habe Gänsehaut, ein mulmiges Gefühl im Magen und bin erschrocken von seiner Grausamkeit, die im Vergleich zu moderneren Thrillern zwar fast schon niedlich anmutet, dafür aber perfekt eingesetzt wird und deswegen auch nichts von ihrer Intensität verliert. „Psycho“ ist ein Kleinod voll garstiger Spannung, der es versteht seine Komponenten perfekt miteinander zu kombinieren und neben der besten Duschszene aller Zeiten gibt’s obendrein auch noch das schönste, na ja, das beste, hm … ich sag mal so: der Film beinhaltet ein Lächeln welches man nie wieder vergessen wird.
36 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fkfilmkritik 2011/10/03 00:35:44
Kommentar löschen1960: Es beginnt. Filme fangen an immer mehr von ihrem Budget zu profitieren. Science-Fiction-Filme wie z.B. "The Time Machine" werden erfunden. Doch der Hitchcock schüttelt den Kopf und sagt, dass man keine keine Effekte geschweige denn Farbe braucht um den zu Zuschauer fesseln. Wer solch große Sprüche klopft und so sehr von sich selbst überzeugt ist, sollte auch schon versprechen was er hält. Das Ergebnis wurde zu einem über Jahrzehnte bis heute und in vielen Jahren stets bekannten, sowie geradezu legendären Psycho-Thriller. Dass seine Wirkung auch jetzt noch zu spüren ist beweist, dass hier große Intension drinnen lag um einen zeitlosen Klassiker in die Welt zusetzen. "Psycho" hat nur nicht einen Namen dessen Begriff heute in sämtlichen Gebrauch stattfindet (ich hab ja eben auch "Psycho"-Thriller geschrieben). Er hat eine Duschszene, von der ich schon eine Menge gehört habe. Als dann schon der liebe Hotel-Herr der Dame das Zimmer zeigte - mitsamt der Dusche eben - war mir schon ein bisschen mulmig zumute. Der darauf folgende Dialog verläuft wie ein kalter Schauer und wenn die Frau dann ins Bad steigt verkroch ich mich schon unter meine Decke. Wenn dabei auch noch dieser Score kommt, den ich schon etliche male gehört habe, aber diesmal WIRKLICH im richtigen Moment abgefeuert wird gelangt die Spannung ins unerträgliche. Ein morbides Schauderspiel mit erstklassigen Cast und fesselnder Atmosphäre.
Ein Stück Filmgeschichte und ein Brocken von Monument.
17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
SoulReaver 2011/10/03 11:51:46
Antwort löschenDie Kellerszene ist unbeschreiblich...
fkfilmkritik 2011/10/03 12:21:41
Antwort löschenUnter anderem. ;)
DasD.Ding 2011/09/25 18:30:00
Kommentar löschenGut gefallen hat mir der Dialog zwischen Marion und Norman am Abendtisch, der einen sehr schönen Einblick in beide Charaktere gab und ebenso der innere Monolog Normans am ende des Films.
Der Rest hat mich irgendwie kalt gelassen. Bei mir gab es keine Gänsehaut. Keine Spannung. Traurigerweise war es mir einfach zu jedem Zeitpunkt absolut egal wie es weitergeht.
Will nicht bestreiten dass der Film gut ist und sehr schön geschriebene Dialoge hat, aber einfach nicht mein Fall.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
HellGreetings 2011/09/24 18:32:54
Kommentar löschenEin sehr lustiges Saufspiel: Jedes mal, wenn in den vier Psycho-Filmen das Wort "Mutter" vorkommt, muss man einen trinken.
Im Ernst: Eine der besten Filmreihen überhaupt, bis auf die Teile 2, 3, 4 und das Remake - öhm, ja da bleibt eigentlich nur der erste Teil übrig; denn der ist grandios. Was er versucht hat zu vermeiden, ist Grundvorlage der weiteren Psycho-Teile. Und genau deshalb kommen sie so trashig rüber; bis auf den ersten Teil eben. Und genau den sollte man gesehen haben. Aber auf englisch, bittesehr!
9,5 Punkte. Nicht ganz so überzeugend, wie "The Birds", aber dennoch einer der ganz ganz großen.
In diesem Sinne: "Mutter" "Mutter!" "Mutter?" "MUTTER!" "Mutter!?" "Oh, Mutter" "Mutter, wo kommt das Blut her?" "Nein, Mutter" "Ja, meine Mutter(...)" "Nein, meine Mutter (...)" usw. usw. usw. usw. usw.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten