Autor Patrick Marber hat sein preisgekröntes Theaterstück fürs Kino neu verfasst, doch auch als Film unter der Regie von Kinogröße Mike Nichols bleibt das Gefühl, lediglich einem abgefilmten Vier-Personen-Spiel auf der Bühne zuzuschauen. Die Schauspieler bewegen sich fast linienförmig in spartanischen Sets, während selbst die etwas bemüht flexible Kamera nicht den steifen, bühnenhaften Charakter von "Closer" verhüllen kann. Zweifellos aber ist das Drama über Liebe im urbanen Raum, im bourgeoisen Milieu, über Entfremdung und Abhängigkeit gut gespielt und mit Clive Owen und Natalie Portman stark besetzt. Als Fremdkörper hingegen erweist sich die burschikose Julia Roberts, die mit zugeknöpftem Image nur schwer eine freizügige, beziehungsgestörte Photographin gibt – und sich jede verbale Vulgarität regelrecht herauszwingen muss. Trotz seiner extrem kühlen Inszenierung, der keimfreien, klinischen Betrachtung von Menschen, seinem fast schon mit Verachtung strafenden Blick auf die bürgerliche Selbstzerstörung gefällt "Closer" insgesamt als straffes Beziehungsstück.
Der alte Hase Mike Nichols ("Wer hat Angst vor Virginia Woolf?", "Die Reifeprüfung"), dessen Karriere Ende der 50er Jahre am Theater begann, hätte gnadenlos streichen, Worte in Bilder übersetzen müssen. So bleiben von der Kino-Adaption eines wahrscheinlich empfehlenswerten Bühnenstücks nicht mehr als vier erstaunliche, auch mutige Schauspielerleistungen.
[Der Film] wirkt wie eine mathematische Struktur, eine Fallstudie, eine Sezierung unterm Mikroskop. [...] Die vier Darsteller, hervorragend präsent und entwaffnend schamlos, müssen gegen diese Sympathielosigkeit ebenso anspielen wie gegen Nichols sterile Regie.
Lieben und vor allen Dingen geliebt zu werden, vielleicht ist das der einzig wahre Motor allen menschlichen Strebens. Haben Männlein und Weiblein erst einmal zusammen gefunden und überdauert diese Beziehung ein ganzes Leben in vollkommenem Glück, dann darf man eigentlich nur noch bewundernd Beifall spenden. Denn die Welt gehört heuer den Egomanen, jeder ist sich selbst der nächste. Aber ist denn der Mensch überhaupt fähig, sich dauerhaft auf einen einzigen Partner einzustellen? Regisseur Mike Nichols glaubt das offensichtlich nicht und bereitet mit "Hautnah" das Vier-Personen-Theater "Closer" von Patrick Marber für die große Leinwand auf. Eine freizügige Abrechnung mit Sex, Lügen und Beziehungen in unseren modernen Zeiten.
Wegen Clive Owen, und wegen Jude Law sowieso, und weil Julia Roberts sagt: „Wie alt bist du? 12?†Und, natürlich, immer wieder wegen „The Blower's Daughterâ€.
Theater ist Theater, Kino ist Kino. Kino versagt im Theater wie Theater im Kino versagt. Und die Adaption dieses Theaterstücks für das Kino versagt schlechthin, weil der Theaterstückschreiber Patrick Marber gleichzeitig der Drehbuchautor und anscheinend ohne Erfahrung in diesem Genre war.
Kann man noch am Anfang dem Stück folgen und einiges abgewinnen (wie Julia Roberts Kommentar: „Wie alt bist du? 12?" oder der sowohl gewagte als auch gelungene Chat ), so schwindet die Dramaturgie hin und wird schier chaotisch. Komischerweise bewegt sich nur am Anfang und am Ende die Kamera.
Es ist die "Liebes"geschichte zwischen dem jungenhaften Dan und dem anstatt mädchenhaft, eher punkig wirkenden Alicia, die ihre "Farbe" alsbald verliert und Larry als dem erfahrenen Mann und Anna der erfahrenen Frau.
Anfang und Ursprung allen Dramas ist das Gefühl Dans für zwei Frauen gleichzeitig, wobei die ungekostete für ihn die Interessantere ist. Für kurze Zeit zwischendrin gilt es jeweils die bessere Frau oder der bessere Mann zu sein. Das sind äußerst interessante Ansätze, die jedoch nicht zur Geltung kommen und ungenutzt ausgelassen werden.
Ja, die Liebe hat bunte Flügel,
Solch einen Vogel zähmt man schwer;
Haltet fest sie mit Band und Zügel,
Wenn sie nicht will, kommt sie nicht her.
Ob ihr bittet, ob ihr befehlet,
Und ob ihr sprecht und ob ihr schweigt,
Nach Laune sie den erwählet,
Und heftig liebt, der stumm sich zeigt.
Dieses Libretto, das Carmen im 1.Akt der Oper "Carmen" von Bizet, hätte bei soviel klassischer Musik im Film, die gar nicht mal übel ist, durchaus gebracht werden können.
Zum Schluss verheddert sich die Story und wirkt nicht überzeugend. In dem Willen den anderen kontrollieren zu wollen stirbt die Liebe.
Wenn man wohlwollend ihn interpretieren wollte, dann vielleicht so: Larry, der als Arzt nüchtern analysieren und Diagnosen stellen muss, entwickelt in seiner Liebeszurückweisung zum diabolischen Machiavelli, der das Glück der anderen beiden nicht erträgt und zerstört (ein durchaus klassisches Thema), in dem er die Schwächen der anderen äußerst raffiniert einsetzt und sich fast zu einem Übermenschen emporhebt. Warum dann aber Anna zu ihm zurückkehrt anstatt mit allem wie Phoenix aus der Asche abzuschließen bleibt mir nach wie vor ein Rätsel. Fast hat es den Anschein, dass dieser Mikrokosmos nur aus vier Menschen besteht, die auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen sind und zwangsweise miteinander auskommen müssen. Aber wo gibt es denn sowas?
Ein nett anzuschauendes Swinger-Quartett, das Mike Nichols da vor der Kamera arrangiert. Die Portman ist mir als möchtegern-verruchte Stripperin allerdings viel zu brav und unmutig. Und wenn die Roberts vom Ficken redet, nehm ich ihr keine Zeile ab. Trotzdem besticht der Film irgendwie durch sein gleichsam elegant wie intelligent gestricktes Drehbuch. Mir wurde z.B. erst relativ spät klar, dass hier strikt sequenziell vorgegangen und nicht mit Rückblenden herumgespielt wird.
ein total banaler film. in positiven rezensionen steht immer, dass er gnadenlos, schonunglos und ehrlich ist, dass er masken herunterreisst und abgründe zeigt. wow! was für eine leistung. das ist genauso neu und sinnlos, wie michel houellebecqs zynismus oder charlotte roches (pseudo-)anstößigkeit. ich dachte mal, wir seien weiter.
hautnah mag berühren und ein fieses grummeln, vielleicht auch ein schlechtes gewissen erzeugen, weil alle sicherlich schon einmal gefühlt, gedacht und gehandelt haben, in einer art und weise, wie es der film vermittelt. aber das müsste einem doch schon vorher shcon klar sein.
die "erschreckende erkenntnis über das menschliche", offenbart doch nur die scheinbar eigene unkenntnis über das paarungsverhalten irgendwelcher großstädter.
Das ständige "Ich liebe dich!!!" bzw. "Ich liebe dich nicht mehr!!!" untermauert mit irgendwelchen unnachvollziehbaren (oder gar keinen) Gründen, geht einem ziemlich auf die Nerven.
Ich konnte einfach nicht verstehen, was in den einzelnen Figuren vorgeht und warum sie wie handeln.
Der gute Ansatz ist schon merkbar, an der Umsetzung ist aber einiges gescheitert: Wer mit wem jetzt zusammen ist und wer warum traurig ist - es war mir völlig egal, da ich mich mit keiner der Personen identifizieren konnte.
Teilweise war mir der Film zu gefühl- und belanglos. Es kam einfach nichts rüber.
Schöne Szenen, wie z.B. der Anfang (der auf Großes hoffen ließ) sind hier viel zu selten.
Und während Julia Roberts noch versucht, ihr Bestes zu geben (und tatsächlich auch in ihre Rolle passt), ist Jude Law einfach nur schrecklich...
And so it is, the shorter story. No love no glory, no hero in her skies. And so it is. Just like you said it should be. We'll both forget the breeze most of the time...
"Hast du mal ein menschliches Herz gesehen? Es sieht aus wie eine Faust umgeben von Blut"
Die Liebe ist ein Spiel ohne Gewinner. So oder so ähnlich hieß es in dem grenzdebilen "Eiskalte Engel". Closer fasst diese These auf, und führt sie weiter, als es manchem Zuschauer lieb sein wird. Die Figuren suchen nach Liebe, Glück, Zuwendung, Geborgenheit - in 1. Linie für sich selbst, auf Kosten derer, die sie lieben oder vorgeben zu lieben, und schlussendlich auf ihre eigenen. Sie wollen das was sie nicht haben, den der sie nicht braucht.
Schonungslos und ehrlich zeigt der Film das, was sich keiner der glattpolierten 08/15 Hollywoodkitschschinken trauen würde. Die hochgelobte und stets angestrebte Wahrheit ist hier das, was den Figuren zum Verhängnis wird. Wann immer sie sie benutzen, zerstören sie damit.
Wir alle tragen unsere Masken, Closer reisst sie den Figuren und auch dem Zuschauer gnadenlos vom Gesicht, und zeigt deren Abgründe, in die man oftmals gar nicht hineinsehen will. Es gibt Szenen, in denen der Film einfach nur schmerzt.
Dan ist eigentlich ein ehrlicher und wahrheitsliebender Mensch - sein Lohn dafür ist am Ende nicht nur die Einsamkeit, sondern auch die Erkenntnis, die Frage, wie gut kennt man eigentlich den Menschen den man liebt, mit dem man zusammen war, hat man ihn überhaupt gekannt?
Jeder ist sich selbst der nächste und letztendlich nur auf seinen Vorteil aus.
In keinem anderen "Liebesfilm" oder überhaupt einem Film habe ich je solche Dialoge gehört - die dem Zuschauer mit erschreckender Ehrlichkeit die Lügen und Spielchen der Protagonisten darbieten.
Trotz meiner Abneigung gegen Jude Law und meiner Julia Roberts Phobie kann ich den beiden eine darstellerische Höchstleistung hier absolut nicht absprechen (auch wenn Clive Owen und stellenweise auch Natalie Portman sie um einiges übertreffen).
Die Kamerafahrten/einstellungen, die Musik, das Schauspiel und die Dialoge könnten besser nicht sein.
Closer hat nichts mit der rosaroten Brille zu tun, sondern isteiner der ehrlichsten, schonungslosesten und mutigsten Filme die es zu diesem Thema wohl je geben kann.
Hoffnungslos und zynisch, und aus diesem Grund ein Meisterwerk für jeden der diese belanglosen Romcomschnulzenmovies schon lange über hat.
"Wo denn? Zeig´s mir! Wo ist diese Liebe? Ich kann sie nicht sehen, ich kann sie nicht anfassen, ich spüre sie auch nicht. Ich kann sie hören, ich höre irgendwelche Worte. Aber ich kann nichts anfangen mit deinen dahingesagten Worten."
"Closer" ist nicht hautnah, sondern geht unter die Haut.
Danke Mike Nichols! Und großen Dank an facinus für die Empfehlung :)
Wie kann man denn bitte eine Abneigung gegen Jude law entwickeln? Der Typ ist eine Art Supermann - sein Sperma ist so mächtig, dass er sogar Kondome schwängern kann!
Einerseits finde ich es ja in der Tat schön, dass du auch mal einem Film der ohne Blutspritzereien und Tote auskommt eine hohe Bewertung gibst. [Ich korrigiere mich, Lost in Translation hast du die gleiche Wertung gegeben, einer meiner Hassfilme, das musst du mir beizeiten mal erklären!] Aber ausgerechnet dem? Das hier meine geliebte Julia mitspielt ist der Grund das ich mir den Film angesehen habe. und ich war so richtig angewidert. Hautnah ist so obzön und vulgär. Clive Owen ist kein guter Schauspieler, ich weiß nicht was du in ihm siehst. Immerhin scheinen meine Vorkommentatoren meine Meinung zu teilen; der Film trifft wohl nur deinen Geschmack. Und bitte schreib nicht immer so lange Kommentare; ein kurzer prägnanter Satz reicht auch statt ellenlangem blabla.
@starfish, ich kann dich verstehen, das du bei deinem Geschmack eifersüchtig auf Tyler ihren bist und um jede Aufmerksamkeit kämpfen musst. Aber ist es so schwer einen Anderen zu akzeptieren?
Und der Film ist gut, so wie diese Kritik.
@Starfish101: Ich verstehe auch nicht, warum der Film jetzt wirklich Lieblingsfilm-Status hat, hab damit aber kein Problem. Das man zu einem Lieblingsfilm viel schreiben kann, und hier auch das Recht dazu hat, ist dir hoffentlich klar. Außerdem hat Tyler eben ausführlich angeführt, wie sie zu dieser - für "Closer" scheinbar seltenenen Bewertung kommt. Somit versteh ich nicht, was dich wirklich stört?!
@facinus: Wieso sollte ich denn eifersüchtig auf Tylers Filmgeschmack sein? Und um Aufmerksamkeit kämpfe ich ganz bestimmt nicht, ich vertrete lediglich meine Meinung. Es geht nicht darum ob ich sie akzeptieren kann oder nicht. Ich kenne Tyler ja nicht und will sie auch lieber gar nicht erst kennen. Ich kann es eben nicht nachvollziehen, wie jemand solche Lieblingsfilme haben kann. Brügge, Mann unter Feuer, Watchmen, Oldboy oder eben auch Lost in translation sind alle einfach nur deprimierend und sauschlecht, mehr auch nicht. Das kann auf Dauer doch keinen Spaß machen. Und der Film ist eben NICHT gut da er versucht mit sexistischen Äußerungen aufzufallen und nicht mehr als das zu bieten hat. Das dir der Film auch so gefällt finde ich erschreckend, genauso wie deinen Filmgeschmack, du hast ja auch dieses Zeug hochbewertet. Aber: Immerhin bist du ein Mann, da kann ich es noch halbwegs nachvollziehen das dir sowas gefällt, aber einer Frau? Wer kann das denn gutheißen? @Weltensegler: Schön, wenigstens du scheinst auch nicht verstehen zu können wie man diesen Film so toll finden kann. Mich stört einfach, das sie die wirklich schönen unterhaltsamen feelgoodmovies wie zb Bridget Jones oder Super Süß und super Sexy mit 0,0 bewertet. Und Filme die schlecht enden, und/oder Gewalttätigkeit verströmen als Lieblingsfilm tituliert. Ein Film soll doch Spaß machen und unterhalten, und keine schlechte Laune verursachen. Du verstehst sicher was ich meine, immerhin hast du ja viele tolle Filme hochbewertet, wie zb Wo dein Herz schlägt.
Okay, ist alles Ansichtssache: Transformers 2 verursacht bei mir Übelkeit, während viele andere total begeistert sind, same for "Twilight". Und, kann ich nicht ändern! Ich glaube aber, dass bei "Closer" recht oft geflucht wird, davon war ich auch nicht so der Fan, selbst Natalie hat da nicht viel geholfen - die liebe ich wie du Julie Roberts. ;) Ich verstehe wiederum nicht, wie du "den Penis Song" oder "Bridget Jones" toll finden kannst - soll ich dir jetzt einen Anti-Kommentar um die Ohren hauen? Ich hab eigentlich kein Bedürfnis dazu. Vorallem verstehe ich keine 10/10 - dafür müsste der Film mindestens sehr gut sein, eigentlich genial - was beide in meinen Augen nicht sind. Somit können wir nun die ganze Nacht weiterschreiben. [quote]Du verstehst sicher was ich meine, immerhin hast du ja viele tolle Filme hochbewertet, wie zb Wo dein Herz schlägt.[/quote]Ich verstehe dennoch nur bedingt was du meinst, es geht auch nicht darum WAS ich hoch bewertet habe, sondern das jemand anhand meiner zahlreichen Kommentare hoffentlich irgendwie nachvollziehen kann, warum ich den und den Film so gut fand. Es geht hier ja nicht darum, dass du zwanghaft versuchst, meiner Meinung zu sein, sondern, dass du durch zB meine Kommentare oder Wertungen Interesse an Filmen findest, bei Tyler find ich die 100 für "300" auch sehr befremdend, dennoch ist sie bei mir unter "Freunde" drinnen, und das mit 42 %! ;) [quote]Ein Film soll doch Spaß machen und unterhalten, und keine schlechte Laune verursachen. [/quote]
Ist ansichtssache, abgesehen von so krankem Horrormist sollen Filme definitiv nicht krank machen, müssen aber auch zwangsläufig nicht Spaß machen (sonst würden meine geliebten Dramen rausfallen ;) ), aber ein Grundniveau haben, was ich bei "SSuSS" als auch "Bridget Jones" nicht gesehen habe.
Freu mich aber dennoch, dass dir "Where the heart is" gefällt. :)
@Starfish101:Ich find dich klasse, so richtig niedlich. Du in deiner schönen Welt, aus einem anderen Universum. Glücklich springend über ein Blumenmeer, Hand in Hand mit dem Osterhasen und Weihnachtsmann. Und dabei jede kleine Spinne kaputt treten, die deiner heilen Welt schaden könnte, oder nur nicht in dein Bild passt. Wieso akzeptieren, wenn man auch vernichten kann! Mach weiter so. *Daumen hoch*
@Weltensegler: Natürlich ist der Penis-Song keine hochgestochene intellektuelle Kost, aber er macht einfach Spaß, genauso wie der ganze Film. Der Film ist das beste Mittel gegen schlechte Laune das man sich vorstellen kann. Deswegen die 10/10. Eben das sage ich ja, ich finde nur fast alle ihre Bewertungen befremdlich. Ich habe 1% mit ihr, und bin fast schon froh drum. Auch wenn bei vielen meiner Lieblingsfilme vielleicht die dramaturgische Tiefe fehlen mag, sie hinterlassen ein Gutes Gefühl, und das zählt für mich. Where the heart is ist wirklich toll!
@facinus: ICH vernichte ganz bestimmmt nicht, ich habe Spaß am Leben und sehe nicht immer alles von der deprimierenden Seite, jammer oder werfe mit Zynismus um mich. Lieber glücklich springend über ein Blumenmeer, als wie Tyler (und du anscheinend auch) im Keller sitzen und Lost in Translation gucken. Ich glaube langsam ihr seid Emos. Nein ich glaube es nicht, ich bin überzeugt davon!
@nurleben: Genau, dieser Film hat rein gar nichts mit der Liebe zu tun wie sie im wahren Leben ist, null, nada, niente! Closer ist ein Liebesfilm für Emos.
Wenn ihr einen ehrlichen Liebesfilm sehen wollt, dann schaut euch die fabelhafte Welt der Amelie oder keinohrhasen an!
@Starfish101: Würde ich jetzt so nicht unterschreiben, denn ich gucke nicht nur gerne gute "feel-good movies" (und ich bezweifle das Keinohrhasen ein guter Film ist), sondern auch gute Dramen, gute X, gute Y, gute Filme halt. Nur so völlig deprimierend-hoffnungslos-zynische Filme, die "schonungslos die ganze harte Wahrheit des Lebens" zeigen sollen, will ich nicht.
@facinus: Genauso wie das Leben nicht die reinste Freude ist, ist es auch nicht die ganze Zeit einfach nur scheiße. Egal wiesehr jemand sagt, dass das jetzt so ist und wer das anders sieht, sich eine heile Scheinwelt einbildet :P
Du verstehst mich falsch, meine aussage bezog sich nie darauf mich in der dunklen Seite zu outen. Nur lediglich kindlich darzustellen wie manche hier regelrecht Mobbing gegen einzelne User verüben, nur weil sie nicht verstehen können wie ein Geschmack zustande kommt. Und natürlich ist mir klar das es nicht nur schönes oder schlechtes gibt;), so einfach ist das Leben nicht. Nur bietet das Medium Film (das ich mehr als Kunst ansehe) mehr als nur den blick aus dem Fenster, eher den über den Tellerrand. Und ja, ich schau mir gerne "Liebesfilme" an, so wie ich jedes Genre gern sehe, nur brauch ich keinen Til oder überladen Kitschfilm der mir die Liebe erklären soll, wenn dann such ich sie und leb sie selber. Das einzige was ich noch Herrn Starfisch sagen möchte, wenn du kontra bieten möchtest dann verfasse bitte deine eigenen Kritiken oder Kommentare, bevor du andere als BLABLA bezeichnest. Und ich bitte mehr um Toleranz, genauso wie mir dein Geschmack egal ist, sollte dir auch meiner sein.
Sicherlich gibt es auch viele gute Dramen, aber ich sage hier ganz offen und ehrlich: Wer sieht sich gerne Filme an, die komplett (und ich meine komplett) deprimierend von Anfang bis Ende sind? Und erklärt sie dann zu seinen Lieblingsfilmen? Eben, deprimierend-hoffnungslose Filme will kein Mensch, außer eben Tyler. Und ich weiß ganz bestimmt, dass das Leben nicht so ist, und es gutes und schlechtes gibt, aber eben da die Realität mit Nachrichten zum Beispiel soviel schlechtes bietet, sollte man sich doch bei einem Film freuen können. Ich mobbe nicht und bin auch tolerant, mich stört es wiegesagt nur, dass sie sovielen tollen Filmen eine Hassfilmbewertung reindrückt, nur weil sie nicht in ihr Emo-Weltbild passen! Kein Mensch kann mir erklären, wie sich bitte eine Pretty Woman oder Mona Lisas Lächeln Hassfilmbewertung rechtfertigen lässt! Und so egal scheint dir mein Geschmack ja gar nicht zu sein, sonst würdest du nicht ständig antworten. Achja, eins hab ich noch vergessen: Wer die Schönheit der fabelhaften Welt der Amelie nicht anerkennen kann, dem kann ich auch nicht mehr helfen! Bei ihren 10ern ist nicht ein einziger Film mit Happyend oder einer positiven Message dabei. Und deswegen rege ich mich so auf. Denn Menschen die immer nur die traurigen Dinge des Lebens sehen und sich in Trauer, Humorlosigkeit und Wehmut suhlen, nerven mich und können einem nur leid tun.
und noch was: Ich schreibe Kritiken wenn es mir passt und nicht wann jemand will das ich mich einem Communityzwang unterwerfe. Ich weiß das ich schreiben kann und muss weder mir noch dir etwas beweisen!
Starfish101, sei mal nich so hart zu Tyler, sie is ja nich die einzige, die den Film toll findet. Und vielleicht hast du den Hoffnungsfunken in ihm ja nur noch nicht entdeckt :D. Ich weiß es nich, ich hab den Film ja nich gesehen ... Jupp, Nachrichten sind im Grund genommen zu ~90% bad news , da brauch es echt einen ausgleich :D.
In Tylers Lieblingsfilmen hast du dich aber nur sehr oberflächlich umgeguckt, da is z.B: "Big Fish" dabei, ein wunderbarer lebensbejahender Märchenfilm, "Equilibrium", eine Ode an die Emotionen und die Liebe, "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran", ein Film mit "Wärme, Tiefgründigkeit und Gefühl" (Tyler) und "My Sassy Girl" ein unkonventioneller Liebesfilm, der aber glaube ich (hab ihn nich gesehen) ein Happy End hat. Und das warn jetzt nur die mit einer 10er-Bewertung.
Die Sache ist wie so oft, eben nicht schwarz-weiß, sondern äußerst bunt :D.
Ich kann vermutlich den Großteil ihrer Liebslingsfilme nich ausstehen, weil die mir zu depri sind, aber ich mag ihre direkten, ungeschminkten Kommentare in denen sie Essenz eines Filmes oft so gut rüberbringt, und es gibt halt doch einige "Feelgoodmovies", die sie mag. Sie hat mir z.B. geschrieben, dass sie auf "Happy-Go-Lucky" sehr gespannt ist (kennst du den :)? unbedingte empfehlung!) :). Man kann eben mehr als entweder nur stets einverstanden oder nur stets aufs Messer verfeindet sein ;) :).
Starfish101, ich verstehe zwar auch nicht, wieso du "Once", "Kirschblüten - Hanami", "Ratatouille", "Oben" und "Little Miss Sunshine" (alle letztenendes hoffnungsvoll, humorvoll und lebensbejahend) nich magst, aber deswegen muss ich dich noch lange nicht beschimpfen :P ;) :).
@nurleben: In Ordnung, ich will mal nicht so sein: Ich räume ein, dass dass was Tyler auf mein Profil schrieb, nur die angemessene Reaktion auf das war, was ich ihr zuerst schrieb. Den gleichen Text, nur statt --entweder bist du gar kein Mann---entweder bist du gar keine Frau usw.
Ich kann dir sagen, warum ich Kirschblüten nicht mag - der Film ist total traurig, auch wenn er von mir aus eine nette Ausage hat. Oben und Ratatouille fand ich langweillg, genauso wie little Miss Sunshine. Monsieur Ibrahim mag auch eine nette Aussage haben, ist aber auch total raurig letztenendes, und genauso ist es mit Big Fish!
Ansonsten finden wir da eben nur ihre Depri-Emo Filme. Und ich bin ir sicher, das sie in anderen Bereichen genauso einen Geschmack hat.
der film war absolute spitze gewesen...vier top schauspieler mit scharfen genialen dialogen zu einer wirklich mitreißenden story...der film kommt mir in die dvd sammlung ein muss für kenner!!!!
Es ist ein Vierpersonenstück, das eigentlich auf eine Bühne gehört. Die Beteiligten (Julia Roberts, Jude Law, Natalie Portman und Clive Owen) überzeugen total. Eine tolle Ensembleleistung. Sie spielen einen Arzt, eine Fotografin, eine Stripperin und einen Schriftsteller. Über 90 Minuten reden sie nur über Liebe und Sex, tun es aber nicht (wenigstens nicht vor der Kamera). Es geht um, Treue, Fremdgehen oder Dableiben, um die Vergänglichkeit der Liebe, um die Austauschbarkeit der betroffenen Personen, um Verletzen und Verzeihen. Dabei ist die Sprache das geeignete Kampfmittel. In knallharten, geschliffenen Dialogen gehen die liebenden Kontrahenten auf einander los. Ein Mix aus ’Zimmerschlacht’ und ’Who’s afraid of Virginia Woolf’. Es kann ein Genuss für denjenigen sein, der vielleicht von der Thematik selbst betroffen ist oder war und der heftige Debatten zwischen Liebenden mag.
Die Irrungen und Wirrungen der Liebe und was sie aus uns machen kann. Hier wird nach Liebe gesucht und jeder scheint sich dabei selbst der nächste zu sein. Dabei versuchen die vier Protagonisten ihre Fassade mit Lügen aufrecht zuerhalten bis diese zusammenfällt, was dann zu noch mehr Problemen führt.
Der Cast spielt hier groß auf, besonders klasse ist dabei die Performance von Clive Owen.
Spannendes und aufwühlendes Gefühlskino.
Man merkt deutlich das der Film im Orginal ein Theaterstück ist. Vielleicht sollte man es auch dabei belassen...
Julia Roberts passt überhaupt nicht in den Film, Owen und Portman spielen dafür hervorragend.
Die Szene mit Law und Owen in der Arztpraxis ist ganz großes Kino und das Ende kommt sehr gut.
Ok jetzt wo ich so drüber nachdenke... So schlecht ist der Film dann doch nicht :D
Ich muss zugeben, dass ich den Film einfach langweilig fand.
Ich hatte mich sehr drauf gefreut, ihn zu sehen aber ich musste mich zwingen durchzuhalten.
Die fünf Punkte gibt es nur für die großartige Besetzung.
Die Liebe scheint ein einziges Drama zu sein... so auch in diesem wundervollen Film. Vor allem Clive Owen kann, trotz kleiner Rolle, zeigen, dass er mehr drauf hat, als nur Pistolen schwingen und auch Julia Roberts überzeugt. Jude Law mimt den Playboy und seine Rolle erinnert irgendwie an Mickey Rourke in 9 1/2 Wochen.
Unterhaltsames Beziehungsmelodram über die Problematik moderner Beziehungen. Jeder wird sich wohl in einem kleinen Teil des Films wiedererkennen, wodurch die Geschichte auch funktioniert. Julia Roberts ist leider eine Fehlbesetzung, Natalie Portman und Clive Owen hingegen sehr gut gewählt.
Tolle schauspielerische Leistung, ein sehr kurzweiliges Kammerspiel! Hier stimmt einfach alles: Die Dialoge sind scharfsinnig und von hohem Niveau, die Story ist wirklichkeitsnah und weise und die Musik tut ihr übriges. Sehr empfehlenswert!
Sehr verstrickter Film um Liebe und Intrige. Man merkt, dass er einem Theaterstück nachempfunden ist, aber das passt sehr gut zum verstrickten Thema.
Außerdem Natalie Portman, die toll aussieht und überzeugend spielt. Wer ist eigentlich Julia Roberts ;D
Und die Frauen haben ja Jude Law
Ein Film über die Komplexität der Liebe. Gibt es überhaupt Liebe? oder geht es in unserer Gesellschaft nur noch um die Macht des Besitzen und Sex. Kontrovers und gut gespielt. Ein Film den es sich lohnt anzuschauen. Allein schon wegen Clive Owen.
Ein ewiges hin und her mal liebt Jude Law Natalie Portman dann Julia Roberts dann wieder Portman und die liebt ihn eigentlich auch und dann doch wieder nicht und sie heißt im Film Alice aber eigentlich heißt sie so gar nicht und warum hat Law das nach vier Jahren noch nicht herausgefunden. Fragen über Fragen die mich nicht wirklich beschäftigen, aber die den Film ziemlich Sinnlos wirken lassen. Es macht keinen Spaß den Figuren beim unglücklichsein zuzusehen. Der tiefere Sinn in diesem Film blieb mir verborgen auch nach dem zweiten anschauen erschien der Streifen nicht besser und sinnvoller. Für mich ein Film der es nicht Wert ist angeschaut zu werden, außer es reicht einem eine Aneinanderreihung schöner Menschen zu sehen, aber dafür kauf ich mir lieber ne Vanity Fair.
"Closer" trifft es sehr gut. Der Film war sehr nahe an mir (als Zuschauer) dran. Es werden Abgründe im Verhalten von Menschen in emotionalen Ausnahmesituationen gezeigt, die ich in meinem Leben bitte NICHT kennenlernen möchte. Sehr, sehr überzeugende Eifersuchtsattacken stürzen die jeweiligen Personen in einen Strudel von negativen Stimmungen. Das Leben könnte schön sein, wenn man sich von seiner Eifersucht nicht wie die Personen in dem Film mitreissen liesse. Sehr gut gespielt von Frau Portman und Herrn Law. Is schon ne Weile her der Film - aber er ist mir immernoch gut im Gedächtnis!
Langweilig und nie wirklich fesselnd. Ich empfehle als Alternativ-Kammerspiel Film "We don't live here anymore": Weniger bekannte Stars aber eindringlich und aufrichtig.
Natalie Portman spielt hier in diesen Film sicherlich ganz groß auf. Generell weiß das Drehbuch zu überzeugen, durch seine vielen Wendungen und träumerischen Momente wird man angehalten sich über die heutige Welt Gedanken zu machen. Vor allem Beziehungen in der viel zu hektischen Großstadt.
Ein Kammerspiel mit der Note 1. Mögt man allerdings keinen der vier Haupdarsteller wird man schnell schwer schlucken und die Stop-Taste drücken. Bezaubernder ist Natalie Portman nur noch in "Garden State" und sie muss auch keine sätze wie: "Ich bereite schon mal das Kinderzimmer vor" (oder so) aufsagen.
Kritiker — Sehenswert 7.2
Der Film Hautnah wurde von 30 Kritikern bewertet.
Mr Vincent Vega: Manifest / Deadline / gamon...
Autor Patrick Marber hat sein preisgekröntes Theaterstück fürs Kino neu verfasst, doch auch als Film unter der Regie von Kinogröße Mike Nichols bleibt das Gefühl, lediglich einem abgefilmten Vier-Personen-Spiel auf der Bühne zuzuschauen. Die Schauspieler bewegen sich fast linienförmig in spartanischen Sets, während selbst die etwas bemüht flexible Kamera nicht den steifen, bühnenhaften Charakter von "Closer" verhüllen kann. Zweifellos aber ist das Drama über Liebe im urbanen Raum, im bourgeoisen Milieu, über Entfremdung und Abhängigkeit gut gespielt und mit Clive Owen und Natalie Portman stark besetzt. Als Fremdkörper hingegen erweist sich die burschikose Julia Roberts, die mit zugeknöpftem Image nur schwer eine freizügige, beziehungsgestörte Photographin gibt – und sich jede verbale Vulgarität regelrecht herauszwingen muss. Trotz seiner extrem kühlen Inszenierung, der keimfreien, klinischen Betrachtung von Menschen, seinem fast schon mit Verachtung strafenden Blick auf die bürgerliche Selbstzerstörung gefällt "Closer" insgesamt als straffes Beziehungsstück.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Der alte Hase Mike Nichols ("Wer hat Angst vor Virginia Woolf?", "Die Reifeprüfung"), dessen Karriere Ende der 50er Jahre am Theater begann, hätte gnadenlos streichen, Worte in Bilder übersetzen müssen. So bleiben von der Kino-Adaption eines wahrscheinlich empfehlenswerten Bühnenstücks nicht mehr als vier erstaunliche, auch mutige Schauspielerleistungen.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
[Der Film] wirkt wie eine mathematische Struktur, eine Fallstudie, eine Sezierung unterm Mikroskop. [...] Die vier Darsteller, hervorragend präsent und entwaffnend schamlos, müssen gegen diese Sympathielosigkeit ebenso anspielen wie gegen Nichols sterile Regie.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Lieben und vor allen Dingen geliebt zu werden, vielleicht ist das der einzig wahre Motor allen menschlichen Strebens. Haben Männlein und Weiblein erst einmal zusammen gefunden und überdauert diese Beziehung ein ganzes Leben in vollkommenem Glück, dann darf man eigentlich nur noch bewundernd Beifall spenden. Denn die Welt gehört heuer den Egomanen, jeder ist sich selbst der nächste. Aber ist denn der Mensch überhaupt fähig, sich dauerhaft auf einen einzigen Partner einzustellen? Regisseur Mike Nichols glaubt das offensichtlich nicht und bereitet mit "Hautnah" das Vier-Personen-Theater "Closer" von Patrick Marber für die große Leinwand auf. Eine freizügige Abrechnung mit Sex, Lügen und Beziehungen in unseren modernen Zeiten.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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S Hentschel: Brigitte
Wegen Clive Owen, und wegen Jude Law sowieso, und weil Julia Roberts sagt: „Wie alt bist du? 12?†Und, natürlich, immer wieder wegen „The Blower's Daughterâ€.
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Kommentare — Ganz gut 6.9
Der Film Hautnah wurde von 1671 Mitgliedern bewertet.
jlorenz1 2010/01/01 00:00:47
Theater ist Theater, Kino ist Kino. Kino versagt im Theater wie Theater im Kino versagt. Und die Adaption dieses Theaterstücks für das Kino versagt schlechthin, weil der Theaterstückschreiber Patrick Marber gleichzeitig der Drehbuchautor und anscheinend ohne Erfahrung in diesem Genre war.
Kann man noch am Anfang dem Stück folgen und einiges abgewinnen (wie Julia Roberts Kommentar: „Wie alt bist du? 12?" oder der sowohl gewagte als auch gelungene Chat ), so schwindet die Dramaturgie hin und wird schier chaotisch. Komischerweise bewegt sich nur am Anfang und am Ende die Kamera.
Es ist die "Liebes"geschichte zwischen dem jungenhaften Dan und dem anstatt mädchenhaft, eher punkig wirkenden Alicia, die ihre "Farbe" alsbald verliert und Larry als dem erfahrenen Mann und Anna der erfahrenen Frau.
Anfang und Ursprung allen Dramas ist das Gefühl Dans für zwei Frauen gleichzeitig, wobei die ungekostete für ihn die Interessantere ist. Für kurze Zeit zwischendrin gilt es jeweils die bessere Frau oder der bessere Mann zu sein. Das sind äußerst interessante Ansätze, die jedoch nicht zur Geltung kommen und ungenutzt ausgelassen werden.
Ja, die Liebe hat bunte Flügel,
Solch einen Vogel zähmt man schwer;
Haltet fest sie mit Band und Zügel,
Wenn sie nicht will, kommt sie nicht her.
Ob ihr bittet, ob ihr befehlet,
Und ob ihr sprecht und ob ihr schweigt,
Nach Laune sie den erwählet,
Und heftig liebt, der stumm sich zeigt.
Dieses Libretto, das Carmen im 1.Akt der Oper "Carmen" von Bizet, hätte bei soviel klassischer Musik im Film, die gar nicht mal übel ist, durchaus gebracht werden können.
Zum Schluss verheddert sich die Story und wirkt nicht überzeugend. In dem Willen den anderen kontrollieren zu wollen stirbt die Liebe.
Wenn man wohlwollend ihn interpretieren wollte, dann vielleicht so: Larry, der als Arzt nüchtern analysieren und Diagnosen stellen muss, entwickelt in seiner Liebeszurückweisung zum diabolischen Machiavelli, der das Glück der anderen beiden nicht erträgt und zerstört (ein durchaus klassisches Thema), in dem er die Schwächen der anderen äußerst raffiniert einsetzt und sich fast zu einem Übermenschen emporhebt. Warum dann aber Anna zu ihm zurückkehrt anstatt mit allem wie Phoenix aus der Asche abzuschließen bleibt mir nach wie vor ein Rätsel. Fast hat es den Anschein, dass dieser Mikrokosmos nur aus vier Menschen besteht, die auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen sind und zwangsweise miteinander auskommen müssen. Aber wo gibt es denn sowas?
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
spanky 2009/11/16 10:28:40
Ein nett anzuschauendes Swinger-Quartett, das Mike Nichols da vor der Kamera arrangiert. Die Portman ist mir als möchtegern-verruchte Stripperin allerdings viel zu brav und unmutig. Und wenn die Roberts vom Ficken redet, nehm ich ihr keine Zeile ab. Trotzdem besticht der Film irgendwie durch sein gleichsam elegant wie intelligent gestricktes Drehbuch. Mir wurde z.B. erst relativ spät klar, dass hier strikt sequenziell vorgegangen und nicht mit Rückblenden herumgespielt wird.
bedenklich? Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Aufgabe 2009/11/18 19:24:16
hm... meine meinung kennst du ja!
aber das mit der roberts gefällt mir! also dein kommentar!
spanky 2009/11/18 21:47:16
Klar, weil du "Ficken" gelesen hast ;-) Aber das ist halt meine blöde Roberts-Antipathie, die ich seit "Pretty Woman" so vor mich hin hege.
Aufgabe 2009/11/08 22:04:25
ein total banaler film. in positiven rezensionen steht immer, dass er gnadenlos, schonunglos und ehrlich ist, dass er masken herunterreisst und abgründe zeigt. wow! was für eine leistung. das ist genauso neu und sinnlos, wie michel houellebecqs zynismus oder charlotte roches (pseudo-)anstößigkeit. ich dachte mal, wir seien weiter.
hautnah mag berühren und ein fieses grummeln, vielleicht auch ein schlechtes gewissen erzeugen, weil alle sicherlich schon einmal gefühlt, gedacht und gehandelt haben, in einer art und weise, wie es der film vermittelt. aber das müsste einem doch schon vorher shcon klar sein.
die "erschreckende erkenntnis über das menschliche", offenbart doch nur die scheinbar eigene unkenntnis über das paarungsverhalten irgendwelcher großstädter.
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spanky 2009/11/16 10:28:57
Nörgler!
Aufgabe 2009/11/18 19:18:45
ja!
Acry 2009/09/29 20:26:02
Das ständige "Ich liebe dich!!!" bzw. "Ich liebe dich nicht mehr!!!" untermauert mit irgendwelchen unnachvollziehbaren (oder gar keinen) Gründen, geht einem ziemlich auf die Nerven.
Ich konnte einfach nicht verstehen, was in den einzelnen Figuren vorgeht und warum sie wie handeln.
Der gute Ansatz ist schon merkbar, an der Umsetzung ist aber einiges gescheitert: Wer mit wem jetzt zusammen ist und wer warum traurig ist - es war mir völlig egal, da ich mich mit keiner der Personen identifizieren konnte.
Teilweise war mir der Film zu gefühl- und belanglos. Es kam einfach nichts rüber.
Schöne Szenen, wie z.B. der Anfang (der auf Großes hoffen ließ) sind hier viel zu selten.
Und während Julia Roberts noch versucht, ihr Bestes zu geben (und tatsächlich auch in ihre Rolle passt), ist Jude Law einfach nur schrecklich...
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Tyler 2009/09/24 23:36:44
And so it is, the shorter story. No love no glory, no hero in her skies. And so it is. Just like you said it should be. We'll both forget the breeze most of the time...
"Hast du mal ein menschliches Herz gesehen? Es sieht aus wie eine Faust umgeben von Blut"
Die Liebe ist ein Spiel ohne Gewinner. So oder so ähnlich hieß es in dem grenzdebilen "Eiskalte Engel". Closer fasst diese These auf, und führt sie weiter, als es manchem Zuschauer lieb sein wird. Die Figuren suchen nach Liebe, Glück, Zuwendung, Geborgenheit - in 1. Linie für sich selbst, auf Kosten derer, die sie lieben oder vorgeben zu lieben, und schlussendlich auf ihre eigenen. Sie wollen das was sie nicht haben, den der sie nicht braucht.
Schonungslos und ehrlich zeigt der Film das, was sich keiner der glattpolierten 08/15 Hollywoodkitschschinken trauen würde. Die hochgelobte und stets angestrebte Wahrheit ist hier das, was den Figuren zum Verhängnis wird. Wann immer sie sie benutzen, zerstören sie damit.
Wir alle tragen unsere Masken, Closer reisst sie den Figuren und auch dem Zuschauer gnadenlos vom Gesicht, und zeigt deren Abgründe, in die man oftmals gar nicht hineinsehen will. Es gibt Szenen, in denen der Film einfach nur schmerzt.
Dan ist eigentlich ein ehrlicher und wahrheitsliebender Mensch - sein Lohn dafür ist am Ende nicht nur die Einsamkeit, sondern auch die Erkenntnis, die Frage, wie gut kennt man eigentlich den Menschen den man liebt, mit dem man zusammen war, hat man ihn überhaupt gekannt?
Jeder ist sich selbst der nächste und letztendlich nur auf seinen Vorteil aus.
In keinem anderen "Liebesfilm" oder überhaupt einem Film habe ich je solche Dialoge gehört - die dem Zuschauer mit erschreckender Ehrlichkeit die Lügen und Spielchen der Protagonisten darbieten.
Trotz meiner Abneigung gegen Jude Law und meiner Julia Roberts Phobie kann ich den beiden eine darstellerische Höchstleistung hier absolut nicht absprechen (auch wenn Clive Owen und stellenweise auch Natalie Portman sie um einiges übertreffen).
Die Kamerafahrten/einstellungen, die Musik, das Schauspiel und die Dialoge könnten besser nicht sein.
Closer hat nichts mit der rosaroten Brille zu tun, sondern isteiner der ehrlichsten, schonungslosesten und mutigsten Filme die es zu diesem Thema wohl je geben kann.
Hoffnungslos und zynisch, und aus diesem Grund ein Meisterwerk für jeden der diese belanglosen Romcomschnulzenmovies schon lange über hat.
"Wo denn? Zeig´s mir! Wo ist diese Liebe? Ich kann sie nicht sehen, ich kann sie nicht anfassen, ich spüre sie auch nicht. Ich kann sie hören, ich höre irgendwelche Worte. Aber ich kann nichts anfangen mit deinen dahingesagten Worten."
"Closer" ist nicht hautnah, sondern geht unter die Haut.
Danke Mike Nichols! Und großen Dank an facinus für die Empfehlung :)
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keddschabb 2009/09/24 23:53:49
Wie kann man denn bitte eine Abneigung gegen Jude law entwickeln? Der Typ ist eine Art Supermann - sein Sperma ist so mächtig, dass er sogar Kondome schwängern kann!
alanger 2009/09/25 01:56:24
ohje, das ist ja traurig. 'closer' geht also unter die haut. und ist auch noch ehrlich, schonungslos und mutig. ich freu mich auf die wahl am sonntag.
Weltensegler 2009/09/25 09:13:54
Ej, ich fand den jetzt nicht so überhammer mäßig, sogar einen der wenigen nicht guten Portman Filmen... Gibt aber nen Replay.
Starfish101 2009/09/25 10:00:26
Einerseits finde ich es ja in der Tat schön, dass du auch mal einem Film der ohne Blutspritzereien und Tote auskommt eine hohe Bewertung gibst. [Ich korrigiere mich, Lost in Translation hast du die gleiche Wertung gegeben, einer meiner Hassfilme, das musst du mir beizeiten mal erklären!] Aber ausgerechnet dem? Das hier meine geliebte Julia mitspielt ist der Grund das ich mir den Film angesehen habe. und ich war so richtig angewidert. Hautnah ist so obzön und vulgär. Clive Owen ist kein guter Schauspieler, ich weiß nicht was du in ihm siehst. Immerhin scheinen meine Vorkommentatoren meine Meinung zu teilen; der Film trifft wohl nur deinen Geschmack. Und bitte schreib nicht immer so lange Kommentare; ein kurzer prägnanter Satz reicht auch statt ellenlangem blabla.
facinus 2009/09/25 14:35:09
@starfish, ich kann dich verstehen, das du bei deinem Geschmack eifersüchtig auf Tyler ihren bist und um jede Aufmerksamkeit kämpfen musst. Aber ist es so schwer einen Anderen zu akzeptieren?
Und der Film ist gut, so wie diese Kritik.
Weltensegler 2009/09/25 16:25:36
@Starfish101: Ich verstehe auch nicht, warum der Film jetzt wirklich Lieblingsfilm-Status hat, hab damit aber kein Problem. Das man zu einem Lieblingsfilm viel schreiben kann, und hier auch das Recht dazu hat, ist dir hoffentlich klar. Außerdem hat Tyler eben ausführlich angeführt, wie sie zu dieser - für "Closer" scheinbar seltenenen Bewertung kommt. Somit versteh ich nicht, was dich wirklich stört?!
Starfish101 2009/09/25 22:57:14
@facinus: Wieso sollte ich denn eifersüchtig auf Tylers Filmgeschmack sein? Und um Aufmerksamkeit kämpfe ich ganz bestimmt nicht, ich vertrete lediglich meine Meinung. Es geht nicht darum ob ich sie akzeptieren kann oder nicht. Ich kenne Tyler ja nicht und will sie auch lieber gar nicht erst kennen. Ich kann es eben nicht nachvollziehen, wie jemand solche Lieblingsfilme haben kann. Brügge, Mann unter Feuer, Watchmen, Oldboy oder eben auch Lost in translation sind alle einfach nur deprimierend und sauschlecht, mehr auch nicht. Das kann auf Dauer doch keinen Spaß machen. Und der Film ist eben NICHT gut da er versucht mit sexistischen Äußerungen aufzufallen und nicht mehr als das zu bieten hat. Das dir der Film auch so gefällt finde ich erschreckend, genauso wie deinen Filmgeschmack, du hast ja auch dieses Zeug hochbewertet. Aber: Immerhin bist du ein Mann, da kann ich es noch halbwegs nachvollziehen das dir sowas gefällt, aber einer Frau? Wer kann das denn gutheißen? @Weltensegler: Schön, wenigstens du scheinst auch nicht verstehen zu können wie man diesen Film so toll finden kann. Mich stört einfach, das sie die wirklich schönen unterhaltsamen feelgoodmovies wie zb Bridget Jones oder Super Süß und super Sexy mit 0,0 bewertet. Und Filme die schlecht enden, und/oder Gewalttätigkeit verströmen als Lieblingsfilm tituliert. Ein Film soll doch Spaß machen und unterhalten, und keine schlechte Laune verursachen. Du verstehst sicher was ich meine, immerhin hast du ja viele tolle Filme hochbewertet, wie zb Wo dein Herz schlägt.
Weltensegler 2009/09/25 23:21:06
Okay, ist alles Ansichtssache: Transformers 2 verursacht bei mir Übelkeit, während viele andere total begeistert sind, same for "Twilight". Und, kann ich nicht ändern! Ich glaube aber, dass bei "Closer" recht oft geflucht wird, davon war ich auch nicht so der Fan, selbst Natalie hat da nicht viel geholfen - die liebe ich wie du Julie Roberts. ;) Ich verstehe wiederum nicht, wie du "den Penis Song" oder "Bridget Jones" toll finden kannst - soll ich dir jetzt einen Anti-Kommentar um die Ohren hauen? Ich hab eigentlich kein Bedürfnis dazu. Vorallem verstehe ich keine 10/10 - dafür müsste der Film mindestens sehr gut sein, eigentlich genial - was beide in meinen Augen nicht sind. Somit können wir nun die ganze Nacht weiterschreiben. [quote]Du verstehst sicher was ich meine, immerhin hast du ja viele tolle Filme hochbewertet, wie zb Wo dein Herz schlägt.[/quote]Ich verstehe dennoch nur bedingt was du meinst, es geht auch nicht darum WAS ich hoch bewertet habe, sondern das jemand anhand meiner zahlreichen Kommentare hoffentlich irgendwie nachvollziehen kann, warum ich den und den Film so gut fand. Es geht hier ja nicht darum, dass du zwanghaft versuchst, meiner Meinung zu sein, sondern, dass du durch zB meine Kommentare oder Wertungen Interesse an Filmen findest, bei Tyler find ich die 100 für "300" auch sehr befremdend, dennoch ist sie bei mir unter "Freunde" drinnen, und das mit 42 %! ;) [quote]Ein Film soll doch Spaß machen und unterhalten, und keine schlechte Laune verursachen. [/quote]
Ist ansichtssache, abgesehen von so krankem Horrormist sollen Filme definitiv nicht krank machen, müssen aber auch zwangsläufig nicht Spaß machen (sonst würden meine geliebten Dramen rausfallen ;) ), aber ein Grundniveau haben, was ich bei "SSuSS" als auch "Bridget Jones" nicht gesehen habe.
Freu mich aber dennoch, dass dir "Where the heart is" gefällt. :)
facinus 2009/09/26 00:38:22
@Starfish101:Ich find dich klasse, so richtig niedlich. Du in deiner schönen Welt, aus einem anderen Universum. Glücklich springend über ein Blumenmeer, Hand in Hand mit dem Osterhasen und Weihnachtsmann. Und dabei jede kleine Spinne kaputt treten, die deiner heilen Welt schaden könnte, oder nur nicht in dein Bild passt. Wieso akzeptieren, wenn man auch vernichten kann! Mach weiter so. *Daumen hoch*
nurleben 2009/09/26 03:25:27
Hoffnungslos und zynisch?
Dann zeigt der Film ja doch nicht die ganze Wahrheit :P
Starfish101 2009/09/26 10:35:25
@Weltensegler: Natürlich ist der Penis-Song keine hochgestochene intellektuelle Kost, aber er macht einfach Spaß, genauso wie der ganze Film. Der Film ist das beste Mittel gegen schlechte Laune das man sich vorstellen kann. Deswegen die 10/10. Eben das sage ich ja, ich finde nur fast alle ihre Bewertungen befremdlich. Ich habe 1% mit ihr, und bin fast schon froh drum. Auch wenn bei vielen meiner Lieblingsfilme vielleicht die dramaturgische Tiefe fehlen mag, sie hinterlassen ein Gutes Gefühl, und das zählt für mich. Where the heart is ist wirklich toll!
@facinus: ICH vernichte ganz bestimmmt nicht, ich habe Spaß am Leben und sehe nicht immer alles von der deprimierenden Seite, jammer oder werfe mit Zynismus um mich. Lieber glücklich springend über ein Blumenmeer, als wie Tyler (und du anscheinend auch) im Keller sitzen und Lost in Translation gucken. Ich glaube langsam ihr seid Emos. Nein ich glaube es nicht, ich bin überzeugt davon!
Starfish101 2009/09/26 10:39:38
@nurleben: Genau, dieser Film hat rein gar nichts mit der Liebe zu tun wie sie im wahren Leben ist, null, nada, niente! Closer ist ein Liebesfilm für Emos.
Wenn ihr einen ehrlichen Liebesfilm sehen wollt, dann schaut euch die fabelhafte Welt der Amelie oder keinohrhasen an!
nurleben 2009/09/26 23:56:53
@Starfish101: Würde ich jetzt so nicht unterschreiben, denn ich gucke nicht nur gerne gute "feel-good movies" (und ich bezweifle das Keinohrhasen ein guter Film ist), sondern auch gute Dramen, gute X, gute Y, gute Filme halt. Nur so völlig deprimierend-hoffnungslos-zynische Filme, die "schonungslos die ganze harte Wahrheit des Lebens" zeigen sollen, will ich nicht.
nurleben 2009/09/26 23:56:56
@facinus: Genauso wie das Leben nicht die reinste Freude ist, ist es auch nicht die ganze Zeit einfach nur scheiße. Egal wiesehr jemand sagt, dass das jetzt so ist und wer das anders sieht, sich eine heile Scheinwelt einbildet :P
facinus 2009/09/27 14:27:55
Du verstehst mich falsch, meine aussage bezog sich nie darauf mich in der dunklen Seite zu outen. Nur lediglich kindlich darzustellen wie manche hier regelrecht Mobbing gegen einzelne User verüben, nur weil sie nicht verstehen können wie ein Geschmack zustande kommt. Und natürlich ist mir klar das es nicht nur schönes oder schlechtes gibt;), so einfach ist das Leben nicht. Nur bietet das Medium Film (das ich mehr als Kunst ansehe) mehr als nur den blick aus dem Fenster, eher den über den Tellerrand. Und ja, ich schau mir gerne "Liebesfilme" an, so wie ich jedes Genre gern sehe, nur brauch ich keinen Til oder überladen Kitschfilm der mir die Liebe erklären soll, wenn dann such ich sie und leb sie selber. Das einzige was ich noch Herrn Starfisch sagen möchte, wenn du kontra bieten möchtest dann verfasse bitte deine eigenen Kritiken oder Kommentare, bevor du andere als BLABLA bezeichnest. Und ich bitte mehr um Toleranz, genauso wie mir dein Geschmack egal ist, sollte dir auch meiner sein.
Starfish101 2009/09/28 00:45:52
Sicherlich gibt es auch viele gute Dramen, aber ich sage hier ganz offen und ehrlich: Wer sieht sich gerne Filme an, die komplett (und ich meine komplett) deprimierend von Anfang bis Ende sind? Und erklärt sie dann zu seinen Lieblingsfilmen? Eben, deprimierend-hoffnungslose Filme will kein Mensch, außer eben Tyler. Und ich weiß ganz bestimmt, dass das Leben nicht so ist, und es gutes und schlechtes gibt, aber eben da die Realität mit Nachrichten zum Beispiel soviel schlechtes bietet, sollte man sich doch bei einem Film freuen können. Ich mobbe nicht und bin auch tolerant, mich stört es wiegesagt nur, dass sie sovielen tollen Filmen eine Hassfilmbewertung reindrückt, nur weil sie nicht in ihr Emo-Weltbild passen! Kein Mensch kann mir erklären, wie sich bitte eine Pretty Woman oder Mona Lisas Lächeln Hassfilmbewertung rechtfertigen lässt! Und so egal scheint dir mein Geschmack ja gar nicht zu sein, sonst würdest du nicht ständig antworten. Achja, eins hab ich noch vergessen: Wer die Schönheit der fabelhaften Welt der Amelie nicht anerkennen kann, dem kann ich auch nicht mehr helfen! Bei ihren 10ern ist nicht ein einziger Film mit Happyend oder einer positiven Message dabei. Und deswegen rege ich mich so auf. Denn Menschen die immer nur die traurigen Dinge des Lebens sehen und sich in Trauer, Humorlosigkeit und Wehmut suhlen, nerven mich und können einem nur leid tun.
Starfish101 2009/09/28 00:51:07
und noch was: Ich schreibe Kritiken wenn es mir passt und nicht wann jemand will das ich mich einem Communityzwang unterwerfe. Ich weiß das ich schreiben kann und muss weder mir noch dir etwas beweisen!
nurleben 2009/09/28 02:08:49
Starfish101, sei mal nich so hart zu Tyler, sie is ja nich die einzige, die den Film toll findet. Und vielleicht hast du den Hoffnungsfunken in ihm ja nur noch nicht entdeckt :D. Ich weiß es nich, ich hab den Film ja nich gesehen ... Jupp, Nachrichten sind im Grund genommen zu ~90% bad news , da brauch es echt einen ausgleich :D.
In Tylers Lieblingsfilmen hast du dich aber nur sehr oberflächlich umgeguckt, da is z.B: "Big Fish" dabei, ein wunderbarer lebensbejahender Märchenfilm, "Equilibrium", eine Ode an die Emotionen und die Liebe, "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran", ein Film mit "Wärme, Tiefgründigkeit und Gefühl" (Tyler) und "My Sassy Girl" ein unkonventioneller Liebesfilm, der aber glaube ich (hab ihn nich gesehen) ein Happy End hat. Und das warn jetzt nur die mit einer 10er-Bewertung.
Die Sache ist wie so oft, eben nicht schwarz-weiß, sondern äußerst bunt :D.
Ich kann vermutlich den Großteil ihrer Liebslingsfilme nich ausstehen, weil die mir zu depri sind, aber ich mag ihre direkten, ungeschminkten Kommentare in denen sie Essenz eines Filmes oft so gut rüberbringt, und es gibt halt doch einige "Feelgoodmovies", die sie mag. Sie hat mir z.B. geschrieben, dass sie auf "Happy-Go-Lucky" sehr gespannt ist (kennst du den :)? unbedingte empfehlung!) :). Man kann eben mehr als entweder nur stets einverstanden oder nur stets aufs Messer verfeindet sein ;) :).
nurleben 2009/09/28 02:12:57
Starfish101, ich verstehe zwar auch nicht, wieso du "Once", "Kirschblüten - Hanami", "Ratatouille", "Oben" und "Little Miss Sunshine" (alle letztenendes hoffnungsvoll, humorvoll und lebensbejahend) nich magst, aber deswegen muss ich dich noch lange nicht beschimpfen :P ;) :).
nurleben 2009/09/28 02:16:43
facinus, ok, I see. ja, mehr toleranz is hier imho wirklich eine gute idee :)
und Starfish101, ich sehe grade tylers kommentar in deinem profil, aua :D verständlich, dass du jetzt entsprechend zurückgefaucht hast :D
@all: habt euch lieb ;) :D :)
omg :D
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Starfish101 2009/09/29 09:31:18
@nurleben: In Ordnung, ich will mal nicht so sein: Ich räume ein, dass dass was Tyler auf mein Profil schrieb, nur die angemessene Reaktion auf das war, was ich ihr zuerst schrieb. Den gleichen Text, nur statt --entweder bist du gar kein Mann---entweder bist du gar keine Frau usw.
Ich kann dir sagen, warum ich Kirschblüten nicht mag - der Film ist total traurig, auch wenn er von mir aus eine nette Ausage hat. Oben und Ratatouille fand ich langweillg, genauso wie little Miss Sunshine. Monsieur Ibrahim mag auch eine nette Aussage haben, ist aber auch total raurig letztenendes, und genauso ist es mit Big Fish!
Ansonsten finden wir da eben nur ihre Depri-Emo Filme. Und ich bin ir sicher, das sie in anderen Bereichen genauso einen Geschmack hat.
nurleben 2009/10/02 21:15:34
oh, i see, i see :D :D :D.
wir haben eben alle verschiedene filme, bei denen wir uns besonders wohlfühlen :) ...
Chico89 2009/09/08 00:07:42
der film war absolute spitze gewesen...vier top schauspieler mit scharfen genialen dialogen zu einer wirklich mitreißenden story...der film kommt mir in die dvd sammlung ein muss für kenner!!!!
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Aufgabe 2009/11/28 20:16:47
kenner wovon?
Kubrick_obscura 2009/09/06 14:19:01
"Closer" sieht aus wie 8x "Die Verachtung" in einem Film, fühlt sich aber leider nie so an.
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8martin 2009/09/06 13:50:28
Es ist ein Vierpersonenstück, das eigentlich auf eine Bühne gehört. Die Beteiligten (Julia Roberts, Jude Law, Natalie Portman und Clive Owen) überzeugen total. Eine tolle Ensembleleistung. Sie spielen einen Arzt, eine Fotografin, eine Stripperin und einen Schriftsteller. Über 90 Minuten reden sie nur über Liebe und Sex, tun es aber nicht (wenigstens nicht vor der Kamera). Es geht um, Treue, Fremdgehen oder Dableiben, um die Vergänglichkeit der Liebe, um die Austauschbarkeit der betroffenen Personen, um Verletzen und Verzeihen. Dabei ist die Sprache das geeignete Kampfmittel. In knallharten, geschliffenen Dialogen gehen die liebenden Kontrahenten auf einander los. Ein Mix aus ’Zimmerschlacht’ und ’Who’s afraid of Virginia Woolf’. Es kann ein Genuss für denjenigen sein, der vielleicht von der Thematik selbst betroffen ist oder war und der heftige Debatten zwischen Liebenden mag.
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Zitrone 2009/09/06 11:13:40
Die Irrungen und Wirrungen der Liebe und was sie aus uns machen kann. Hier wird nach Liebe gesucht und jeder scheint sich dabei selbst der nächste zu sein. Dabei versuchen die vier Protagonisten ihre Fassade mit Lügen aufrecht zuerhalten bis diese zusammenfällt, was dann zu noch mehr Problemen führt.
Der Cast spielt hier groß auf, besonders klasse ist dabei die Performance von Clive Owen.
Spannendes und aufwühlendes Gefühlskino.
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AylaView 2009/09/05 22:23:59
Clive Owen spielt hier alle gegen die Wand.
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Benni-THE-KING 2009/09/05 22:17:12
Man merkt deutlich das der Film im Orginal ein Theaterstück ist. Vielleicht sollte man es auch dabei belassen...
Julia Roberts passt überhaupt nicht in den Film, Owen und Portman spielen dafür hervorragend.
Die Szene mit Law und Owen in der Arztpraxis ist ganz großes Kino und das Ende kommt sehr gut.
Ok jetzt wo ich so drüber nachdenke... So schlecht ist der Film dann doch nicht :D
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Yuhlia 2009/07/21 15:55:28
Ich muss zugeben, dass ich den Film einfach langweilig fand.
Ich hatte mich sehr drauf gefreut, ihn zu sehen aber ich musste mich zwingen durchzuhalten.
Die fünf Punkte gibt es nur für die großartige Besetzung.
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facinus 2009/03/28 11:25:33
Der wohl beste und ehrlichste Liebesfilm den ich je gesehen habe. Der durch seine grandiose Darstellung genau ins Schwarze trifft.
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dAShEIKO 2009/03/19 15:11:32
Die Liebe scheint ein einziges Drama zu sein... so auch in diesem wundervollen Film. Vor allem Clive Owen kann, trotz kleiner Rolle, zeigen, dass er mehr drauf hat, als nur Pistolen schwingen und auch Julia Roberts überzeugt. Jude Law mimt den Playboy und seine Rolle erinnert irgendwie an Mickey Rourke in 9 1/2 Wochen.
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DoM 2009/01/21 15:18:49
Hervorragendes Drama vordergruendig um ein etwas anderes Maedchen, dass das Weite sucht! Fabelhaft inszeniert und von allen gespielt!
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annaberlin 2008/08/24 23:37:55
Unterhaltsames Beziehungsmelodram über die Problematik moderner Beziehungen. Jeder wird sich wohl in einem kleinen Teil des Films wiedererkennen, wodurch die Geschichte auch funktioniert. Julia Roberts ist leider eine Fehlbesetzung, Natalie Portman und Clive Owen hingegen sehr gut gewählt.
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nessuno 2008/08/23 13:10:14
Tolle schauspielerische Leistung, ein sehr kurzweiliges Kammerspiel! Hier stimmt einfach alles: Die Dialoge sind scharfsinnig und von hohem Niveau, die Story ist wirklichkeitsnah und weise und die Musik tut ihr übriges. Sehr empfehlenswert!
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alanger 2008/07/08 00:57:05
ringelpietz ohne anfassen...
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Tyler 2009/09/06 09:23:42
noch nichtmal ein wenig Fummeln mit Fummel an?
Kris 2009/09/06 09:30:12
Aber echt, es wird nur geredet und geguckt und geredet...
Fulsome. 2009/09/06 12:33:46
...und geguckt und geredet hast du vergessen :)
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alanger 2009/09/06 22:47:40
da gibts schon einiges an fummelei. leider sehr unerotisch und äh ...trocken.
Kris 2009/09/07 13:03:38
Hihi. Das ganze Gerede macht die Fummelei kaputt.
Chrisetoph 2008/05/20 15:42:41
Sehr verstrickter Film um Liebe und Intrige. Man merkt, dass er einem Theaterstück nachempfunden ist, aber das passt sehr gut zum verstrickten Thema.
Außerdem Natalie Portman, die toll aussieht und überzeugend spielt. Wer ist eigentlich Julia Roberts ;D
Und die Frauen haben ja Jude Law
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"Leon" 2008/04/26 13:04:44
Ein Film über die Komplexität der Liebe. Gibt es überhaupt Liebe? oder geht es in unserer Gesellschaft nur noch um die Macht des Besitzen und Sex. Kontrovers und gut gespielt. Ein Film den es sich lohnt anzuschauen. Allein schon wegen Clive Owen.
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namow 2008/03/10 18:07:31
Ein ewiges hin und her mal liebt Jude Law Natalie Portman dann Julia Roberts dann wieder Portman und die liebt ihn eigentlich auch und dann doch wieder nicht und sie heißt im Film Alice aber eigentlich heißt sie so gar nicht und warum hat Law das nach vier Jahren noch nicht herausgefunden. Fragen über Fragen die mich nicht wirklich beschäftigen, aber die den Film ziemlich Sinnlos wirken lassen. Es macht keinen Spaß den Figuren beim unglücklichsein zuzusehen. Der tiefere Sinn in diesem Film blieb mir verborgen auch nach dem zweiten anschauen erschien der Streifen nicht besser und sinnvoller. Für mich ein Film der es nicht Wert ist angeschaut zu werden, außer es reicht einem eine Aneinanderreihung schöner Menschen zu sehen, aber dafür kauf ich mir lieber ne Vanity Fair.
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sonnenwind 2008/02/14 00:45:47
Geniestreich. Schonungslos, sehr emotional und ausnahmslos glaubwürdig dargestellt. Krieg ich gar nicht genug davon.
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Honduras 2008/02/04 15:10:28
kühl, befremdlich und gleichzeitig mitreißend und offen...einfach klasse!
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sarahcminz 2008/01/28 19:57:45
10 Punkte. Klar. Ganz einfach weil es, meiner Meinung nach, der ehrlichste Film über die Liebe ist, den ich je gesehen habe.
Erschütternd ehrlich.
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father911 2008/01/27 15:23:57
"Closer" trifft es sehr gut. Der Film war sehr nahe an mir (als Zuschauer) dran. Es werden Abgründe im Verhalten von Menschen in emotionalen Ausnahmesituationen gezeigt, die ich in meinem Leben bitte NICHT kennenlernen möchte. Sehr, sehr überzeugende Eifersuchtsattacken stürzen die jeweiligen Personen in einen Strudel von negativen Stimmungen. Das Leben könnte schön sein, wenn man sich von seiner Eifersucht nicht wie die Personen in dem Film mitreissen liesse. Sehr gut gespielt von Frau Portman und Herrn Law. Is schon ne Weile her der Film - aber er ist mir immernoch gut im Gedächtnis!
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Herr Marcus 2007/12/17 18:31:15
Langweilig und nie wirklich fesselnd. Ich empfehle als Alternativ-Kammerspiel Film "We don't live here anymore": Weniger bekannte Stars aber eindringlich und aufrichtig.
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Iroas 2007/12/13 17:07:36
Natalie Portman spielt hier in diesen Film sicherlich ganz groß auf. Generell weiß das Drehbuch zu überzeugen, durch seine vielen Wendungen und träumerischen Momente wird man angehalten sich über die heutige Welt Gedanken zu machen. Vor allem Beziehungen in der viel zu hektischen Großstadt.
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R.A.Madison 2007/11/30 23:42:07
Ein Kammerspiel mit der Note 1. Mögt man allerdings keinen der vier Haupdarsteller wird man schnell schwer schlucken und die Stop-Taste drücken. Bezaubernder ist Natalie Portman nur noch in "Garden State" und sie muss auch keine sätze wie: "Ich bereite schon mal das Kinderzimmer vor" (oder so) aufsagen.
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ersguterjunge27 2007/10/02 22:41:43
Was für ein Film.Einfach Super
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denise 2007/08/28 11:28:33
Den tieferen Sinn dieses Films habe ich leider nicht kapiert - und Jude Law sowie Julia Roberts machten den Eindruck, als hätten sie dasselbe Problem.
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Deine Meinung zum Film Hautnah
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