Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt - Kritik

The Fifth Estate

US/BE · 2013 · Laufzeit 128 Minuten · FSK 12 · Thriller, Drama · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Hinterher mal wieder genauso schlau wie vorher … wobei dies der ärgerliche Fall ist wo ich mal wieder den Film von DVD aus laufen hatte, währendessen aber auch ständig abgelenkt wurde und mich eigentlich nicht so richtig in den Film, die Thematik und das Gezeigte vertieft habe. Dumm ist dabei nur daß der Film im Grunde keine informative Darstellung der Ereignisse bietet sondern sehr klar auf der Contra Seite der Hauptfigur steht und Assange eindeutig als Widerling und Schurken präsentiert. Ich weigere mich dabei kein Stück das ganze als wahr hinzunehmen, allerdings ist es ähnlich wie im Film selbst: ich kann diese Info genauso sehr glauben bzw. genauso garnicht. Ist einfach nur eine Sichtweise über die der Film-Assange im Abspann selber eifrig lästert. Bleibt mir nur den Film als einen recht gängigen Hackerthriller zu sehen der zwar überdeutlich selbst Partei bezieht, aber trotzdem auf falsche oder künstliche Showeffekte weitgehend verzichtet. Und er ist der schöne Beweis daß es problemlos geht wenn ein hochkarätiger Star wie Benedict Cumberbatch mit deutschen Akteuren wie Daniel Brühl und Moritz Bleibtreu zusamme agieren soll. Darstellerisch bleibt der Film indes noch am ehesten in Erinnerung.

    Fazit: Spannend und interessant, inwieweit aber plakativ Stellung bezogen wird mag man nicht sagen!

    • 2 .5

      Das Thema hat unglaublich viel Potential für einen guten, tiegründigen und mutigen Film. Leider wurde das hier nicht umgesetzt - vermutlich weil das Buch von Domscheit-Berg als Grundlage genommen wurde...
      Im Nachhinein haben Leitmedien und US-Regierung irgendwie die Opferrolle eingenommen, was definitiv die Realität verzerrt.

      Die schauspielerische Leistung kann ich nicht beurteilen, da ich den Film mit deutscher Übersetzung geguckt habe (die wiederum ungewöhnlich schlecht war).

      Beste Szene war der Monolog von Cumberbatch am Ende des Films.

      • 4
        BlueFox 23.11.2016, 23:19 Geändert 27.11.2016, 19:52

        Ich hab den Rummel um diese Person, speziell im Nachhinein, nie so recht verstanden. Ein "Whistleblower" ist einfach das, was man früher als eine Quelle bezeichnet hat. Und Leute, die nach Quellen suchten, nannte man Journalisten - wenn sie ihre Arbeit veröffentlicht haben. Telefonate mit der Bitte um Diskretion was die eigene Identität angeht, haben sicherlich mehr produziert als z.B diese W-Leaks-Plattform. Ich kann mich wirklich an kaum eine wirklich relevante Information da erinnern (das schließt ganz bestimmt Julians Black-Hawk-Hubschrauber und Snowden mit ein). Es geht also darum, dass einige von diesen Leuten gejagt werden, weil sie Gesetzte gebrochen und ihre Identität dabei nicht geschützt haben. Will hier allerdings nicht zynisch rüber kommen. Ich bin jedem Aussteiger und Informanten dankbar für Alles, was ich kriegen kann. Aber einen guten Film macht das wohl nicht. Und es ist für mich keine Überraschung, dass dieser hier hauptsächlich damit beschäftigt ist, seinen Hauptprotagonisten als einen Spinner zu umreißen. Letztendlich ist das eben - auch in Realität - eine Rampenlichtgeschichte über Heroismus und Katharsis, die schon jetzt anfängt zu bröckeln. "Cyber" ist keine politische Position, sondern nur eine Veränderung der Zustände. Das scheint Julian Assange (und Ich) zumindest für eine kurze Weile nicht verstanden zu haben - und der Film auch nicht.

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        • 5
          Leinzi 12.10.2016, 15:14 Geändert 07.03.2017, 11:26

          Trotz bekannter (und fähiger) Darsteller und im Grunde interessanter Thematik leider nur mittelprächtig. Dabei sollte man meinen, dass das die ganze Welt etwas angeht.

          Zudem eine relativ schlechte Synchronisations-/Tonqualität, wofür der Film nur bedingt etwas kann. Hauptsächlich die eigentlich deutschsprachigen Darsteller kamen seltsam rüber (wahrscheinlich haben sich die meisten nochmal selbst synchronisiert).

          Mit einem Wort: Meh!

          [Beurteilung, 11.10.2016] Der exakte Wert beträgt 51%. Das liegt im mittleren Bereich der Kategorie 'Lass ihn noch reifen!'.

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          • 2

            Interessant und gut gespielt, aber die Botschaft kotzt mich an. Der verantwortungsbewusste Berg verhindert, dass durch die bösen Enthüllungen Menschenleben gefährdet werden. Dass ich nicht lache, - einen fetten Scheck wird er bekommen haben, um Assange zu torpedieren! In der Redaktion grinsen Che Guevara und Charly Marx von der Wand, und dieser spießige Hobby-Revoluzzer Daniel Berg macht sich in's von der Mama gebügelte Hemd, sobald es gilt, Chuzpe zu beweisen. Und zum Schluss wird die Presse verherrlicht, ob ihrer Macht und Verantwortung für Volk und Freiheit. Lachhaft! Pressefreiheit ist auch in den westlichen "Demokratien" nur noch eine Illusion, seit es staatlich kontrollierte Redaktionsnetzwerke und Presseagenturen gibt, und natürlich durch die Abhängigkeit von den Anzeigen-Großkunden aus der Wirtschaft. Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing'! So sieht's nämlich aus.

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            • 6

              Ganz gute Unterhaltung mit Doku-Charakter.

              • 5

                Gut für einen kurzen Einblick was WikiLeaks ist, aber nur aus der Berg-Sicht.

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                • 1
                  WolfgangMueller 11.05.2016, 01:07 Geändert 11.05.2016, 02:24

                  Durch Brühl wirkt der gesamte Film einfach nur unfassbar unauthentisch. Anke (Alicia Vikander) beschwerte sich, im Ausgang von einem Langweiler abgegraben worden zu sein. Gibt's tatsächlich etwas Langweiligeres, als diesen lammfrommen Moralapostel, den man in 80% des Films euphorisch auf sein Notebook starren sieht? Ich revidiere meine Meinung über Herrn Brühl. Er ist nicht nur durchschnittlich, er ist ein schwacher Schauspieler. Er wirkt wie ein infantiler Hybrid mit einem ganz schwachen Ego und hat in meinen Augen das Zusammmenwirken von Cumberbatch, Bleibtreu, Tucci usw. auf das Niveau eines Amateurfilms herabgezogen.

                  • 6
                    Showgod 12.03.2016, 15:05 Geändert 12.03.2016, 15:08

                    Netter Beitrag über die Erbauer von Wikileaks, Daniel Domscheit-Berg und Julian Assange. Die beiden werden authentisch gespielt von Daniel Brühl und Benedict Cumberbatch, der Assanges Mimik beängstigend detailliert verinnerlicht hat. Das meine ich als Kompliment, glaube nur er hatte nach den Dreharbeiten vermutlich Probleme die Rolle abzuschütteln, so gut spielt er Assange.

                    Wer die Geschichte von Wikileaks verfolgt hat, kennt womöglich die meisten Handlungsstränge. Somit bringt der Film sachlich nichts neues auf den Tisch. Dennoch schildert der FIlm in einem hohen Tempo die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten und zeigt die Auswirkungen ihrer Handlungen auf deren Umfeld inklusive der Welt.

                    Trotz der vielen guten Darsteller Edgar Selge, Axel Milberg, Moritz Bleibtreu, Stanley Tucci, Laura Linney, David Thewlis und haltet euch fest Alicia Vikander, kann ich den Film nicht höher bewerten, da er wenig originell ist.

                    Aber als Doku-Fiktions-Thriller, mit Staraufgebot und wenn man Lust auf die Thematik hat, weiß ''Inside Wikileaks'' auf jeden Fall gut zu unterhalten.

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                    • 8

                      Spoiler!!!:
                      Wie Cumberbatch (alias Assange) in den letzten Sekunden des Films über den Film selber herzieht und dann aufruft Informationen und die Wahrheit nur durch Eigenrecherche bestätigen zu können, lässt mich genau in dem richtigen Moment alleine mit dem Gesehenden. Es ist halt nur eine Buchverfilmung einer Sichtweise. Und schauspielerisch, wie auch dramaturgisch sehr stark inszeniert. Ich hätte mir fast noch mehr Input im Film gewünscht, aber da in anderen Kommentaren aus auch nachvollziehbaren Gründen bereits eine kürzere Version des Films gewünscht wurde, denke ich, dass die Filmschaffenden hier die richtige Mischung gefunden haben. Ein guter Film den ich weiterempfehlen kann.

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                      • 4

                        Von Cumberbatch und Brühl gut gespielt, leidet dieser Film unter einer oberflächlichen und unausgegorenen Story. Ein Mix aus Biopic, Drama und Thriller, der kaum Spannung bietet und sehr gezwungen wirkt.
                        Außerdem werden nach dem Film wohl leider noch mehr Menschen Julia Assange in einem falschen Licht sehen.

                        • 4

                          Langweiliges und überspieltes Klischee-Kino. 4 Sympathiepunkte für Cumberbatch und Brühl

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                            Tanzveit 05.08.2015, 23:38 Geändert 05.08.2015, 23:39

                            "Assange ist ein Arschloch und ich bin ein netter, deutscher Familienpapa.", sagt Daniel Domarsch-Berg und bläht daraus ein Buch.
                            Darauf einen biederen, langweiligen, unstrukturierten Film mit wilder Kamera und Technomucke!

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                            • 3 .5

                              Oberflächlich. Verzerrt. Weder als Biopic noch als Thriller noch als Drama in irgendeiner Form tauglich.

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                              • 4 .5

                                Ach was hätte man für einen tollen Film sehen können. Ja leider nur können, denn das Endprodukt ist sehr schwach. Dabei waren die Bedingungen doch sehr gut. Eine tolle wahre Begebenheit als Vorlage, grandiose Schauspieler und am Ende kommt das dabei raus? Der Film wird von Minute zur Minute langweiliger und belangloser und verirrt sich zwischen Fiktion und der Warheit. Dabei bleibt der Film leider sehr oberflächlich und es gelingt einfach nicht, dem Zuschauser auch nur ein Funken Interesse zu vermitteln.

                                Fazit: Schade...

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                                • 5 .5

                                  Sehr interessante Thematik aber der Film verliert mit der Zeit immer mehr den Faden. Ohne Benedict Cumberbatch wäre der Film allerdings ein Reinfall. Ich find ihn einfach klasse, selbst in einem mittelmäßigen Film. Seine deutsche Synchronstimme ist so ziemlich die geilste die ich kenne.

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                                  • 5 .5
                                    audioservant 20.06.2015, 23:06 Geändert 20.06.2015, 23:08

                                    Herr Cumberbatch macht seine Sache teils ganz gut, obwohl man über seine Figur wenig erfährt und alles sehr oberflächlich bleibt.

                                    Alles an diesem Film ist durchschnittlich (Inszenierung, Dialoge, Darsteller, Soundtrack für meinen Geschmack sogar sehr nervig).

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                                    • 5 .5

                                      Recht uninteressante Film. Ob der Assange jetzt ein Träumer, Weltverbesserer, Spinner, oder einfach nur ein Narzisst ist beantwortet der Film nicht.
                                      Assange hat mal gesagt, dass ein Afghane, der mit den USA zusammenarbeitet, den Tod verdient hat, sagen da schon mehr aus.
                                      Was wollte er eigentlich? Das System ändern? Hat er das auch nur im geringsten geschafft? Nein natürlich nicht.
                                      Ich weiss nicht, was an der Geschichte in Schweden mit der Vergewaltigung von 2 Frauen dran ist, oder ob das ganze nur konstruiert ist. Er selbst sagt ja kein Wort dazu. Er stellt sich heute als Märtyrer hin, der nur die Welt besser machen wollte/will. In der ecuadorianischen Botschaft in London "eingesperrt" wird er sich wohl oft denken, wars das alles wert, vor allem weil ich nichts verändert habe.
                                      Klasse allerdings Cumberbatch und Brühl.
                                      Wer wirklich mehr wissen will, schaut sich besser Alex Gibney Doku an
                                      http://www.moviepilot.de/movies/we-steal-secrets-the-story-of-wikileaks

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                                      • 6

                                        Ich hab mich durchaus gut unterhalten und informiert gefühlt. Allein der Score hat mich stellenweise ein wenig genervt.
                                        Wer sich für das Thema interessiert, und wie ich, einfach zu wenig davon mitbekommen hat; wird hier meiner Meinung nach ,ohne über fordert zu werden, mit ins Boot geholt.

                                        • 7

                                          Wenn man mit der Materie nicht zu sehr fremdelt, reicht es zumindest für einige süffisante Schmunzeler. Cumberpatch und Brühl machen ihre Sache hervorragend, jedoch fehlte das gewisse Etwas. Im Grunde wurde der Fall Wikileaks so dargestellt wie man es aus den Medien kennt, der Informatikteil sielt eine geringe Rolle ( Server da, DatenCDs dort, Quellcodes die Matrixähnlich den Bildschirm hinablaufen überall ), also nichts, was Leute ohne technischen Sachverstand überfordern würde. Was ich immer beobachte bei Filmen, in denen Computer eine Zenrale rolle spielen sind die Benutzeroberflächen, und die sind akzeptabel und nicht übertrieben umgesetzt. Auch schön: Eine weitere Traumartige Realität in den Film einzubinden ( ähnlich der Matrix ) in der man Assange und Daniels Wirken in den Stand einer Metapher erhebt. Keine schlechte art, die trockene Tipperei zu visualisieren.

                                          • 8

                                            Eins vorweg: Das ist eine Filmkritik und keine politische Wertung. Es spielt also keine Rolle, ob Assange, die amerikanische Regierung, die Medien oder wer auch immer "recht" haben, sondern allein die Frage, ob der Film als Kunstwerk den üblichen Kriterien entspricht.
                                            Zuerst ein Lob an die Schauspieler, das ist ordentlich gemacht, teilweise beeindruckend. Die Story ist gut erzählt, vielleicht ein wenig zu sehr von der Seite von Daniel gesehen, der unter Julian gelitten hat. Was mir weniger gefallen hat, ist, dass der Charakter von Assange sowie seine Entwicklung zum Egomanen etwas zu kurz kommt. Leise Andeutungen über die unglückliche Jugend, ja, aber überhaupt nichts über die prägende Zeit von Schule und Studium, über Freunde und Freundinnen, über Ehe und Scheidung, über Bewährungsstrafe usw. Julian Assange war immerhin 35 Jahre alt, als er zu Wikileaks stieß, da hat ein Mensch meist schon ein Leben hinter sich, das ihn geprägt hat. Die meisten haben auch arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
                                            Gefallen hat mir die Atmosphäre, die Beschreibung der Welt von Hackern und Journalisten, die "im Dunkel" leben und eine eigene virtuelle Sicht auf die Welt haben, deren Skrupel weggewischst werden durch den Hype, der sich zur Lawine entwickelt und auf Bedürfnisse des Individuums keine Rücksichten mehr nimmt. Ich bereue nicht, den Film gesehen zu haben und werde ihn vielleicht in zehn Jahren noch einmal schauen. Vielleicht ergeben sich dann entrückt vom Tagesgeschehen ganz andere Aspekte...

                                            • 7

                                              Bill Condon versucht ein sehr aktuelles und schwieriges Thema darzustellen, der Film wandelt einfach zu oft zwischen Thriller und Biographie Elementen her, man kann sich nicht so richtig mit dem Film identifizieren, Condon ändert ständig das Tempo und spring zu oft und zu schnell von Ort zu Ort hin und her..
                                              Die Leistungen der beiden Hauptdarsteller machen aber aus meinem eher durchschnittlichen Film noch einen sehr unterhaltsamen daraus.
                                              Wer sich für das Thema interessiert ist hier aus jeden Fall gut aufgehoben, gute einfache Unterhaltung, aber man darf sich auf keinen Fall einen faszinierten spannenden Thriller erwarten, der einem das brisante Thema "Wikileaks" näher bringt..

                                              • 6 .5
                                                howartwollowitz 30.11.2014, 00:39 Geändert 03.12.2014, 16:02

                                                Ein starker Cumberbatch (10 von 10 Punkte)gefolgt von einem ebenfalls überzeugenden Daniel Brühl(9 von 10 Punkte). Allerdings ist der Film an sich sehr Ziellos und Träge.
                                                Ich persönlich musste mich zusammenreißen nicht einzuschlafen.
                                                Und das liegt nicht an den Darstellern sondern an der schlechten Regie .

                                                • 5 .5

                                                  Inside Wikileaks konnte mich leider nicht wirklich vom Hocker reißen. Obwohl die Geschichte rund um Wikileaks und Julian Assange eigentlich viel Potential für spannende Unterhaltung bieten sollte, schafft es der Film nicht, das Thema mitreißend auf die große Leinwand zu adaptieren. Inside Wikileaks kann sich nicht entscheiden, ob er nun ein Politthriller, ein Biopic über Assange oder ein Drama über Freundschaft sein will. So pendelt das Werk unausgegoren und ziemlich hektisch von einem Themenkomplex zum anderen. Der rote Faden und die Intensität gehen dabei leider etwas verloren.
                                                  Pluspunkte gibt es für die gute Besetzung: Benedict Cumberbatch gibt einen prima Julian Assange ab, Daniel Brühl und Laura Linney sehe ich sowieso immer gerne. Ansonsten gibt es ein paar nette Bilder von Berlin, und mein Lieblingsgetränk Club-Mate (oder wie Assange es so schön beschreibt: Gib mir noch was von diesem ekligen Energy-Getränk :-) hat sogar auch eine Nebenrolle abbekommen!
                                                  Fazit: Cumberbatch-Fans sollten einen Blick riskieren. Wikileaks und/oder Assange-Interessierten bietet der Film sicherlich nicht viel Neues. Alle anderen müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie um den Film einen Haken schlagen: Ihr verpasst kein Meisterwerk!

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                                                  • 8 .5

                                                    Der Film mag bruchstückhaft und unfertig erscheinen, aber er ist wichtig. Im Vergleich zu der relativ hohen Authentizität der Ereignisse ist es ja dann trotzdem auch noch ein spannender Thriller geworden. Negativ ist anzumerken, dass der Film auf zwei Büchern basiert, die beide persönlich beleidigte Abrechnungen mit Assange sind. Zumindest Daniel Domscheit-Bergs Buch wäscht einfach zu viel schmutzige Wäsche, ernst nehmen konnte ich es damals nicht (hab es zum Teil gelesen). Toll wäre natürlich gewesen, wenn Assanges Sicht der Dinge stärker eingeflossen wäre. In Anbetracht der geradezu unglaublich hektischen Umstände der Entstehung des Films (Assange sitzt ja nach wie vor de facto in Gefangenschaft) ging das vermutlich nicht und hätte vielleicht auch der amerikanischen political correctness und Selbstzensur _noch_ stärker widersprochen als es der Film ohnehin tut. Egal, der Film ist auch so gut genug. Wieder ein paar Leute werden erkennen, was "hier" (also in der Welt) gerade abgeht.

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