Die Rückkehr der Untoten - Kritik

Night of the Living Dead

US · 1990 · Laufzeit 88 Minuten · FSK 18 · Horrorfilm, Thriller · Kinostart
Du
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    Cooles Night of the Living Dead Remake von Tom Savini. Interesante Lösung besonders für alle Romero Zombiefans denen der 1968 Film mittlerweile etwas zu angestaubt daher kommt. Diesmal zwar mit einem anderem schockierendem Ende aber auch das hier war nicht weniger packend fies Genial als jenes im Original. Tony Todd als Ben bietet eine eine Klasse Darstellerleistung.

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    • 7

      Fazit: "Die Rückkehr der Untoten" besitzt nicht den Anspruch des Originals und legt mehr Wert auf reichlich Zombieaction. Das ist schon etwas stumpfer, macht aber dennoch reichlich Spaß. Die Handlung wurde solide geschrieben, die Darsteller wissen zu überzeugen und die Figurenzeichnung erfüllt zumindest ihren Zweck. Handwerklich wurde das gut umgesetzt, die Atmosphäre ist ebenfalls gelungen und die Laufzeit vergeht kurzweilig. Es gibt reichlich Zombies zu sehen, eine gute Portion Blut und starke Effekte. Falls es noch Zombiefans gibt, die das noch nicht gesehen haben, sollten sie dies auf jeden Fall nachholen!

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      • 7 .5

        Sehr sehenswerter Zombieshocker mit "Candyman" Tony Todd, ordentlichen blutigen Effekten und einer starken Frauenrolle. Kann man bedenkenlos mal anschauen. Ist natürlich nur ein Remake des richtungsweisenden Erstlings aber hey- nach 22 Jahren kann man mal ein Remake bringen. Heutzutage kommt sowas nach einem Jahr und niemals besser. Dafür viele schöne Anspielungen an das Original (Sie kommen und holen dich Barbara!) und dass man gewisse altbekannte Plots neu verfilmt hat macht den Film schon erneut sehenswert. Eine starke Frauenroll, sowas gab es im Original nicht. Das ist wohl auch den Zeichen der Zeit geschuldet. 1968:1990 da hat sich einiges verändert. Nur die Zombies sind frisch wie eh und je.

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        • Ja, das Original ist besser, aber auch diese Version hat seine Höhepunkte und allein schon, dass Tom Savini seine Fingerchen mit drin hatte, lohnt es sich Die Rückkehr der Untoten anzusehen.

          Da es eh sowenig wirklich guter Filme aus dem Zombie-Universum gibt, von mir eine wohlgesonnene:

          8.0/10

          • 3 .5

            Eigentlich ein typischer Romero-Zombie-Film mit dem Unterschied,dass es hier keine besondere Liebe zum Detail gibt.Die Gestaltung der Zombies ist banal und fast alle haben Kleidung an ,die noch intakt ist,wenn man bedenkt,dass Zombies zum größten Teil aus Gräbern auferstehen???Ich habe ja nicht sehr große Ansprüche bei Zombie-Filmen aber diesen fand ich nicht sehr gelungen.

            • 5 .5

              Night of the Living Dead als 90er Remake von Savini klang für mich als großen Fan der Romero-Filme und Freund von handgemachten Effekten natürlich erst einmal großartig. Blutiger wirds bestimmt werden, insgesamt flotter und handwerklich durch mehr Budget etwas runder. Mit den Romero-Nachfolgern "Dawn" und "Day" nach "Night" wurde der Zombie-Kosmos gehörig erweitert und man hätte erwarten können, dass wir hier eine Night-Fassung zu sehen bekommen, die deutlich mehr Facetten der Zombiethematik darstellt, weil sie diese Filme kennt.

              Das war mehr oder weniger falsch. Savini hält sich größtenteils an das Original, was den Gewaltgrad angeht und auch den Wissensstand über Zombies. Die wohl größte Schwäche, teils verschuldet teils wohl einfach der Klasse Romeros geschuldet in der Vorlage, ist die deutlich weniger packende Atmosphäre und die größtenteils lahmende Spannung. Dies liegt vor allem an einer Sache:

              Savini walzt alles aus oder unterfüttert es:

              1. In der ersten halben Stunde wird der knappe und natürlich bekannte Plot (die Flucht und das Verbarrikadieren im Haus) unnötig durch Einfügen von Zwischenszenen (z.B. Barbaras Flucht, die Ankunft des zweiten Protagonisten, seine "Monologe" ) aufgebläht, die niemand braucht, weil die Kontinuität des Geschehens für den Zuschauer auch so ersichtlich ist. Der Film wird dadurch schnell banal und redundant.

              2. Der diesmal von Tony Todd gespielte schwarze Protagonist schwafelt von Beginn an wie ein Prophet, der das ganz große Unheil verkündet. Mit vorgefertigten Phrasen wie "this is hell on earth" wird dem Zuschauer von Beginn an die Angst förmlich eingeredet. Was Romero mit einer einzigen Radiodurchsage sehr subtil schaffte, verkommt hier zum theatralischen Bühnenstück.

              3. Zu viele Szenen spielen draußen oder haben zumindest Kameraeinstellungen von innen nach außen oder von außen auf das Haus. Das mag vielleicht realistischer sein, weil Zombies schließlich langsam sind und die Figuren logischerweise auch für eine Weile draußen stehen können, aber insgesamt heben diese Szenen ebenso die klaustrophobische Stimmung des Originals auf. Zwar wird so verständlich, warum im Remake erst sehr spät alles vernagelt wird, aber gleichzeitig wird die erdrückende Übermacht der Zombies stark relativiert

              Viel zu spät, nämlich bei der Umgestaltung des Endes, findet Savini dann den nötigen Mut, sich selber auszudrücken und liefert ein durchaus gelungenes Ende, dass die bekannte Figurenkonstellation neu und geschickt ausspielt. Ebenso verschärft er mit einer einzigen Szene die Gesellschaftskritik, die bei Romero schon vorlag (aber damals zu gewagt gewesen wäre). Außerdem positiv zu erwähnen ist die umgeschriebene Barbara, die nicht mehr die hysterische Damsel in Distress mimen muss, sondern hier eine Wandlung zur Kickass-Amazone durchmachen darf. Ob damit nicht ein anderes (ebenso schwer glaubwürdiges) Extrem präsentiert wird, sei dahin gestellt.

              Fazit: Selten schafft Savini die alles erdrückende Spannung des Originals aufkommen zu lassen. Zu oft verlängert und streckt er banale Szenen, die an der Spannung, Atmosphäre und vor allem auch an der Kurzweiligkeit nagen. Würde er die Frauenrolle nicht kontrapunktisch zum Original setzen und kein eigenes sinnvolles Ende finden, wäre dieser Film vollkommen überflüssig.

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              • 10
                kaiserofhorror 02.03.2016, 01:42 Geändert 02.03.2016, 04:16

                “Sie kommen um dich zu holen, Barbara“ auch in Tom Savini's Remake werden wir mit diesen Worten begrüßt.
                Und somit herzlich willkommen zum vielleicht besten Horrorfilm-Remake aller zeiten.
                Seit ich hier bei MP bin habe ich zig Zombiefilme gesichtet und fast alle hatten eines gemeinsam, sie waren allesamt Gurken (bis auf 3-4 Ausnahmen die anehmbar waren)
                Doch heute ist der Fluch endgültig gebrochen.
                Von der Story her bekommen wir das gleiche geboten wie im original, und auch sonst gibt's nur minimale Änderungen, zb. das Blut ist jetzt eben Rot und die Zombies sehen natürlich besser aus, ansonsten ändert sich fast nichts.
                Night of the Living Dead hat eine unglaubliche Atmosphäre zu bieten, und die Spannung hält über die gesamte Filmlänge, und das auch wenn gerade mal kein Zombie in der Nähe ist, was daher stammt das zwischenmenschlich eben nicht alles glatt läuft im Haus.

                Der noch recht jung wirkende Tony Todd spielt hier ausnahmsweise mal kein Voodoo-Priester oder ähnliches, sondern einen recht normalen Typen, was mir gut gefallen hat, sieht man bei ihm ja eher selten.
                Positiv ist mir auch noch die recht gute deutsche Synchro aufgefallen.
                Night of the Living Dead hat mich recht schnell in seinen Bann gezogen, und erst beim Abspann wieder losgelassen.
                Natürlich sollte man die Old School Zombies mögen, die sind hier nämlich mal richtig Old School.
                Und deswegen 10 von 10 Kopfschüssen.
                So bleibt mir nur noch eins zu schreiben, Gute Arbeit, Tom Savini.

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                • 8

                  Ich bin entzückt!

                  Gute 20 Jahre bevor die erste Staffel von „The Walking Dead“ über unsere heimischen Bildschirme flimmerte und gute 20 Jahre nachdem uns Zombie-Väterchen George A. Romero mit der Geburtsstunde der Untoten im legendären schwarzweiss-Klassiker „The Night of the Living Dead“ das fürchten lehrte, schuf Tom Savini mit seiner persönlichen Interpretation des erwähnten Werkes eines der besten Horror-Remakes der Filmgeschichte.

                  Gerade in diesem Genre wird kultiger Stoff ja oft mit x-fachem (Werbe)Budget neu verfilmt. Mit doppelt so viel Kunst- aber nur noch halb so viel Herzblut. Die Atmosphäre muss der Action und den Jumpscares weichen und anstelle von glaubhaften Darstellern werden ein paar Teenie-Dummies gebucht, die man in der Drehpause vermutlich auch noch schnell vögeln kann.

                  Nicht so bei Savini. Er macht alles richtig, weiss um die Werte und Stärken des Originals, welches er verehrt und welchem er hier eine äusserst respektvolle und in allen Belangen überzeugende Neuverfilmung zur Seite stellt. Eine echte Perle in der aktuellen Zombieflut. Und obwohl wir Savini ja als ungekrönten Meister der Masken (u.a. für „Zombie + Zombie II“ von Romero und „From Dusk till Dawn“ von Tarantino/Rodriguez) kennen, sind es hier für einmal weniger die (zugegebenermassen ebenfalls sehr eindrücklichen) Special Effects, sondern hauptsächlich die klaustrophobische Atmosphäre, die exzellenten Darsteller, der schaurig-schöne Klangteppich und die schonungslos offen gezeichnete Sozialkritik, die den Film so sehenswert machen. Man fiebert mit den Guten, hasst die Egoistischen und empört sich über die Gleichgültig- und Respektlosigkeit der breiten Masse. So bleibt Hauptakteurin Barbara (Patricia Tallmann) zum Schluss nur die bittere und niederschmetternde Erkenntnis: „Wir sind nicht besser als sie...“

                  Besser als die meisten Vertreter des Genres ist aber ganz sicher Tom Savinis Kleinod, für welches ich hiermit eine uneingeschränkte Empfehlung ausspreche. Die acht Punkte sind jetzt aber mal sowas von verdient!

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                  • 8

                    Der Film ist trotz älterem Jahrgang überaus sehenswert!
                    Erstaunlich, dass es keinen 2. Teil gab ( oder täusche ich mich da??), den das Ende schreit regelrecht nach einer Fortsetzung! !!!
                    Ohne dieses offene Ende wäre er weitaus besser- mMn !

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                    • 8 .5

                      Einer der besten Horror Film Remakes aller Zeiten. Tom Savini erschuf ein spannendes, blutiges und geniales Remake von Romeros Horror-Klassiker.

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                      • 10

                        HA immer noch keine gescheite VÖ in deutschland..aber man kann das Teil doch tatsächlich über AMAZON prime gucken

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                        • 6

                          Wir haben bunte Bilder , einen Film der mehr den heutigen Sehgewohnheiten entspricht ,einige Ideen ( Schießwütige Hinterwäldler ) sind etwas mehr ausgebaut und es gibt etwas mehr Effekte . Ansonsten klebt der Film zu sehr am Orginal . Teiweise sind Szenen fast 1 zu 1 neu gedreht einschließlich des Abspanns der eine 100% Kopie ist . Das ganze ist lustig und unterhaltsam ohne den Stil und die Atmosphäre des Orginals . Das Ende ist ganz gut verändert worden und die Rollen sind etwas der Zeit angepaßt . Hat Barbara im Orginal eine der wenigen realistischen Reaktionen auf einen Zombie angriff und den Tod geliebter Menschen gezeigt ,so wurde ihre Rolle im Remake natürlich den Zeitgeist angepaßt und weitaus kämpferischer . So ist das Remake in einigen Punkten besser , in einigen schlechter ansonsten viel kopiert so das man insgesamt auf die selbe Wertung kommt .

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                          • 7

                            Sex Machine alias Tom Savini, seines Zeichens Meister der Spezialeffekte und Penis-Pistolen-Revolverheld, inszenierte also 1990 ein Remake des legendären Romero-Klassikers. Ein Remake, welches komischerweise kaum auf den Schirm der Allgemeinheit geraten ist. In Deutschland erklärbar, denn hier kam es zu einer vollkommen ungerechtfertigten Beschlagnahme.
                            Durch harte Splattereffekte kann „Night of the Living Dead“ nämlich nicht beeindrucken, denn er ist ähnlich harmlos wie das Original. Schauspielerisch und Atmosphärisch macht diese Neuinterpretation aber einiges her. Vor allem Tony Todd ist einfach perfekt gecastet. Er spielt Hauptcharakter Ben mit einer Intensität, die man in einem Zombiefilm kaum erwartet hätte. Geschweige denn in einem Remake. Aber hey, CGI ging ja damals noch weitestgehend nicht also hatte der Film schon bessere Bedingungen als heute!
                            Durch kleine Änderungen hier und da und natürlich das fehlende Schwarz/Weiß, haben wir, bis auf die Grundgeschichte, einen anderen Film vor uns - ein Remake, das die Würde des Originals erhält und Neues hinzudichtet. Klar, es gibt immer wieder Drehbuchschwächen und diese blonde Freundin von dem Typen, der mich an Marty McFly erinnert spielt total scheiße, aber darüber sehe ich gerne hinweg.
                            Wenn man den Film hinter sich lässt fragt man sich unweigerlich ob der Film eigentlich gerade auch ohne Farbe war oder nicht. Zumindest gings mir so. Durch entsättigte Farben und die unheilschwangere Atmosphäre schafft Savini das Gefühl eine modernere Theateraufführung eines echten Klassikers zu sehen. Schließlich sind die Stereotypen, die wir heute in nahezu jedem Zombie-Film sehen, der Cooper und der Ben und die Barbara, die Romero damals erschuf und die Savini hier auf eine erfrischende Weise wieder auferstehen lässt.
                            Mir hat diese Rückkehr zum Klassiker Spaß gemacht und trotz einiger Drehbuch und Schauspielschwächen sowie entschleunigtem Tempo, weiß der Film mit viel Liebe zum Zombie-Film und angenehmem Spannungsbogen zu begeistern. Uneingeschränkte Empfehlung, gerade für Fans von verrottenden Leichen, die mal mehr Story und weniger Splatter wollen, das kann nämlich auch funktionieren!

                            In diesem Sinne:
                            „They're coming to get you Barbara!“

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                            • 10

                              Einer der besten Zombiestreifen der je gedreht wurde...Bestes Remake aller Zeiten...man nehme das geniale Drehbuch von Romero paart es mit ordentlich Kohle und drückt das ganze einem gewissen Hern "King of Splattermovies" Savini in die Hand und voila.
                              Leider gibt es in unseren breitengeraden immer noch keine ordentliche Veröffentlichung..

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                              • 9

                                Fast perfekter Film für mich,Tom Savini hat seine Arbeit gut gemacht,der Film ist spannend und die Zombies sehen gut aus,die Musik ist auch richtig klasse.Ein richtig schöner Zombiefilm.

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                                • 8

                                  Würdigstes Remake EVER! Savini darf einfach.

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                                  • 8 .5

                                    Dieses Remake von Night of the Living Dead (Die Nacht der Lebenden Toten)
                                    gefällt mir deutlich besser als das Original von George A. Romero von 1968
                                    und es gefällt mir auch besser wie die beiden völlig überbewerteten Dawn of the dead-
                                    Filme und auch besser wie der meiner Meinung nach lausige Day of the Dead
                                    besser bekannt als Zombie 2.
                                    Idiotischer weisse wurde dieser moderne Klassiker im Jahr 2007 beschlagnahmt,
                                    ich habe keine Ahnung warum, da dieser Film die Grausamkeit der Menschen
                                    die nicht besser ist wie die der Zombies deutlich kritisiert.

                                    • OK

                                      Unter dem Druck des Originals schuf Savini hier einen kleinen eigenständigen Film und zugleich ein gelungenes Remake. Natürlich mussten einige Dinge geändert werden oder hinzugefügt werden, da sich das Publikum mittlerweile an härtere Sachen gewohnt hatte und hat. Auch die Frau ist hier deutlich stärker als im Original. Der Film zeigt, wie das Original und seine Nachfolger, Menschen in Extremsituationen und wie sie sich in solchen verhalten. Gerade in solchen Szenen und dem Schluß wird gezeigt was den Mensch zum Monster macht.
                                      Kurzweilig und für Fans ein guter Film.

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                                      • 7 .5

                                        Das Original ist zwar besser, aber auch dieses Remake kann sich sehen lassen.

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                                        • 8

                                          Tom Savini´s Remake von Romero´s Klassiker kommt dem gleich und bringt neben der
                                          bekannten Handlung noch ein paar neue Ideen ein, die sich sehen lassen können!
                                          Mir hat z.B. die toughe Barbara gut gefallen, die, wenn sie am Ende durch die Reihen der Bürgerwehr entlangläuft, sieht, wie Zombies an Bäumen aufgehangen und zum Vergnügen abgeschossen werden, fragt: "Amüsiert Ihr euch?"

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                                          • 8

                                            Erstaunlich gut! Ich hatte eine Splatter-Orgie erwartet und wurde mit einem ausgefeilten Zombie-Thriller überrascht. Sogar die Schauspieler, besonders Patricia Tallman, machen ihre Sache verdammt gut.

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                                              Wider erwarten serviert uns hier Effekt Guru Tom Savini keine Untotenschlachtplatte der gröberen Art sondern ein Remake, welches sich grössenteils an das Orginal anlehnt und auf Suspense baut.
                                              Das ist dem Regieneuling auf ganz vorzüglich gelungen und das einzige was ich ihm vorwerfen kann, ist das er zu dicht an dem Schwarz-Weiss Klassiker bleibt.
                                              Kenner des Romero Films werden kaum Überraschungen erleben und etwas mehr Mut zur Neuinterpretation hätte ich mir bei Tom Savini schon gewünscht.
                                              Allerdings ist der zynische Unterton auch geblieben und die Story beweist, dass sie auch in den Neunzigern noch hervorragend funktioniert.
                                              Die wenigen Splattereffekte sind (wie zu erwarten) absolut gelungen, was meine Abneigung gegenüber CGI Blut dann auch nur noch verstärkt.
                                              Die Indizierung des Films ist mal wieder ein absolutes Rätsel, auch weil Savini, genau wie Romero zu keiner Zeit Zweifel aufkommen lässt wen er für die wahren Monster hält.
                                              Einen Preis für Orginalität gwinnt Tom Savini für sein Remake (in diesem Fall kann man wirklich von einem sprechen) sicher nicht aber besser als das meiste aus der Untotenecke ist es allemal. Sogar um einiges besser.

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                                              • 7 .5

                                                Es ist immer ein hartes Brot einen absoluten Klassiker filmisch zu recyclen. Und auch Tom Savinis Version von "Night of the living dead" ist im Vergleich zum Orginal ziemlich banal. Viele der Düsternis, der politischen, wie auch sozialen Aspekte gehen in diesem Remake verloren. Am deutlichsten sieht man dies am geänderten Ende, welches prinzipiell im Orginal um einiges besser war. Der Film wurde wohl gezielt für Genre-Fans produziert und diese dürften mit dem Ergebnis auch zufrieden sein, da es doch ein wirklich guter Zombiefilm ist, auch wenn er sich mit den ganz Grossen nicht messen kann. Für einen Film von Tom Savini, der dazu noch indiziert wurde, ist das ganze aber relativ arm an Gore...Leider.

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                                                • 8

                                                  Die Story ist weitest gehen die selbe wie die des Originals. Barbara (Patricia Tallman) und ihr Bruder Johnny (Bill Moseley) fahren zu einem abgelegenen Friedhof um Blumen auf das Grab eines verstorbenen Verwandten zu legen. [Im Original auf das Grab des Vaters und im Remake auf das Grab der Mutter. Das darf man interpretieren wie es einem beliebt] Bei dieser Zeremonie werden die beiden von einem unbekannten attackiert der sich als lebender Toter entpuppt und Johnny tödlich verletzt. Barbara schafft es dem Angreifer zu entkommen und sich in ein abgelegenes Landhaus zu retten, wo sie auf weitere Flüchtige bzw. Überlebende trifft. Im Laufe des Abends/der Nacht versammeln sich immer mehr Untote am Haus und versuchen sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen...

                                                  Beim ersten Anschauen dieses Remakes fragt man sich zuerst (wie bei den meisten Remakes): "Wozu das ganze? Ist es wirklich nötig gewesen von diesem Film ein Update zu drehen? Sollte so ein Klassiker nicht allein stehen und für sich sprechen?" Doch dann kommt der Moment der alles entscheidet: Barbara schlägt zurück! Das mag trivial klingen, ist aber ein wichtiger Faktor und eine zeitgemäße Übertragung des Stoffes in die endenden 80er und beginnenden 90er. Nach ALIENS konnte man einfach keinen weiblichen Hauptcharakter mehr bringen der verstört in der Ecke sitzt, mit seinem Mantel spielt und auf seinen Bruder Johnny wartet der alles wieder richtet (frei interpretiert). Barbara zieht sich (achtung Message) eine Hose an, greift zum Gewehr und übernimmt mit Ben (Tony Todd) die Führung der Gruppe.
                                                  Diese Powerfrau-Schiene könnte den Film zu einem lupenreinen Film für die Frauenbewegung machen (finde ich wirklich) wenn da nicht der Charakter der Judy (Katie Finneran) wäre.
                                                  Im Original war der Charakter noch ein Bisschen blöd geraten aber wenigsten "ruhig" auf gelassener Art und Weise. Im Remake ist sie das nervigste, lauteste und dümmste Vieh ever. So viel Gekreische tut weh und muss nicht sein. Was Barbara auf emanzipatorischer Ebene aufbaut, reißt Judy mit ihrem Geschreie fast schon wieder ein. Eine Sache wofür ich als Regisseur der Frau die Gage gekürzt hätte.
                                                  Die anderen Charaktere unterscheiden sich nicht groß vom Original, was ihr Wesen und ihr Verhalten angeht. Das dürfte wohl daran liegen, dass die Charaktere so gesehen wohl keine Überarbeitung so dringend nötig hatten wie Barbara, um NOTLD 90 zeitgemäß zu gestalten. Was natürlich auch eine witzige Sache ist. Besonders da es sich dabei (abgesehen von Mrs Cooper) um männliche Charaktere handelt. Mrs. Cooper hat sich allerdings auch nicht großartig geändert.
                                                  Was die Regie angeht, kann man nicht wirklich meckern. Tom Savini hat mit seinem (Kino-)Regiedebüt eine sehr solide und spannende Arbeit abgeliefert. Glücklicherweise hat er nicht versucht dem Original treu zu bleiben indem er Einstellungen kopiert oder anderweitig versucht gewisse Elemente "abzukupfern". Er hat es geschafft dem Film einen eigenen modernen Look zu verpassen, der sehr gut das Feeling der 80er Jahre Horrorfilme zusammenfasst.
                                                  Dies dürfte zu einem großen Teil auch an den mehr als nur gelungenen Makeup-Effeckten des Filmes liegen. Night of the Living Dead bedient sich nämlich den technischen Fortschritten die man bereits 1984 bei "Day of the Dead" erzielt hatte. Die Zombies sehen (je nach Todesart) entsprechend widerlich und abstoßend aus. Prothesen, Pyro- und Makeup-Effekte wurden bis zum machbaren bzw. bis dahin was man zeigen durfte "ausgeschlachtet".
                                                  Leider durfte man nicht so viel machen/zeigen von dem was man machen konnte oder schon gedreht hatte. Leider funkte Savini die MPAA dazwischen und bestand auf Kürzungen und Zensuren was den Gore angeht. Ein paar zerschossene Köpfe und ähnliche Effekte mussten aus dem Film entfernt werden. Auch wenn Savini im Making of behauptet, dass es so besser ist als vorher, merkt man wie verärgert er über diese Zensur-Aktion ist. Schade eigentlich. Allerdings ist dies kein Punkt der dem Film zu last gelegt werden sollte. Es wundert mich ehrlich gesagt, dass im Zeitalter der DVD und der "Extended Versions" noch keiner auf den Trichter gekommen ist ein erweitertes Re-Release auf den Markt zu werfen...
                                                  Trotz seiner 20 Jahre auf dem Buckel, ist "Night of the Living Dead" (in De. "Die Rückkehr der Untoten") so aktuell wie eh und je. Den Effekten und der Message ist weder Staub noch Schimmel anzumerken. Statt auf billige Effekthascherei und platte Aussagen zu setzen, baute man auf Atmosphäre, gute Schauspieler und moderne Ansätze zum Thema Gender im (Horror)Film.
                                                  Ganz im Gegensatz zu "Night of the Living Dead 3D" (2007) ist "Night of the Living Dead" ein würdiges, von George Romero abgesegnetes und gefördertes, Remake eines Horrorklassikers welches sich durchaus sehen lassen kann.

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                                                    Wenn andere sich an Neu-Auflagen von Klassikern wagen, mündet das meist in Leichen-Fledderei. Tom Savini bewies 1990 aber, dass ein Remake auch mal nicht als Katastrophe enden muss. Seine Farb-Fassung von "Night of the Living Dead" ist ein spannendes Stück Genre-Kino, dass zeitweise sogar ähnliche Beklemmungen auslöst wie das Original. Immerhin wurde für die Gestaltung der Untoten Recherche in Leichen-Schauhäusern betrieben. An sich schon ein makabres Grusel-Gimmick, das sich beim Zuschauen erst vollentfaltet. Denn die Effekt-Arbeit ist dem Namen Savini mehr als würdig und wird mit reichlich plastischen Splatter-Momenten unterstrichen. Schon die US-Zensur fand das wenig lustig, die deutschen Behörden beschlagnahmten den Titel nach der Kino-Auswertung gar. Aber dies soll keine Werbung für ein blutiges Schlachtfest werden. Denn zum Glück versteht es Savini, Romero gerecht zu werden. Die Atmosphäre ist bedrohlich stimmig und wird schon durch die Präsenz der dead people getragen. Hinter der Kamera sorgte ein Großteil des Ur-Teams für die Aufbereitung des Konzepts, und keiner der Beteiligten braucht sich dafür zu schämen. Auch die Besetzung ist wirklich überzeugend, allen voran natürlich Patricia Tallman als neue Barbara, die im Verlauf schnell zur Überlebens-Kämpferin mutiert. Und auch der großartige Tony Todd erweist sich als ideale Wahl für den tragischen Helden Ben. Ferner gibt es auch ein paar weniger bekannte Gesichter, bei denen dann auch mal ein Bill Moseley ("Texas Chainsaw Massacre 2") heraussticht. Eine ganz vergnügliche Horror-Angelegenheit halt, die die sich überhaupt nicht flacher als das Original präsentiert. Der beste Beweis dafür, dass sich Remakes durchaus auf Augenhöhe mit ihren Vorbildern befinden können.

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