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Prometheus - Dunkle Zeichen

Prometheus (2012), GB/US Laufzeit 124 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 09.08.2012


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6.5
Kritiker
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6.7
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von Ridley Scott, mit Noomi Rapace und Michael Fassbender

Prometheus – Dunkle Zeichen ist seit Blade Runner der erste Science Fiction-Film von Alien-Erfinder Ridley Scott. Im gleichen Universum wie Alien angesiedelt, erzählt er von einer Forschungsexpedition nach den außerirdischen Schöpfern der Menschheit.

Eine prometheische Tat steht im Mittelpunkt von Prometheus – Dunkle Zeichen, dem ersten Science-Fiction-Film von Ridley Scott seit Blade Runner: Wir schreiben das späte 21. Jahrhundert. Überall auf der Welt wurden bei den unterschiedlichsten uralten Kulturen, wie den Azteken oder Mesopotamiern, Zeichnungen gefunden, die auf eine Art Sternenkarte hinweisen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern unter Leitung von Dr. Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) soll im Auftrag des Weyland-Konzerns, gegründet vom Visionär Peter Weyland (Guy Pearce), diesen Zeichen nachgehen, die Shaw als eine Art Einladung deutet. An Bord des gigantischen Raumschiffes, das sinnigerweise Prometheus heißt, befindet sich u.a. auch ein hochentwickelter Android namens David (Michael Fassbender), der äußerlich nicht mehr von den Menschen zu unterscheiden ist.

Die Mission, die von Meredith Vickers (Charlize Theron) für den Weyland-Konzern organisiert und überwacht wird, führt das Team und die Crew von Captain Janek (Idris Elba) an den Rand des Universums und in eine Welt jenseits der Vorstellungskraft. Was sie schließlich finden, ist nicht nur die mögliche Wiege der Menschheit, sondern auch der wahrscheinliche Untergang der menschlichen Rasse.

Hintergrund & Infos zu Prometheus – Dunkle Zeichen
Während der im Jahr 2012 ähnlich hocherwartete The Dark Knight Rises den Informationshunger der Fans schon früh mit viralem Futter bediente und Fotos und fan-made Videos vom Set lieferte, gab sich die Marketing-Maschinerie um Prometheus lange Zeit geheimniskrämerisch bedeckt. Und so blieb den Fans mehr Raum für Spekulationen bezüglich der Handlung von Prometheus. Im Netz kursierte eine ausführliche Synopsis zum Film, die suggerierte, Prometheus sei in der Tat das vermutete Prequel zu Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, mit dem Ridley Scott Science-Fiction-Geschichte geschrieben hat und mit Sigourney Weaver als Ellen Ripley eine Ikone der Frauenbewegung im Kino schuf. Verlautet wurde schließlich, dass Prometheus zumindest “Alien-DNA” enthalte. Diese ist in dem ersten Drehbuchentwurf von David Spaiths (namens Shadow 19) noch nicht enthalten, wohl aber ein Terraforming-Raumschiff, das da heißt: Prometheus. Das Drehbuch wurde nachhaltig von Damon Lindelof überarbeitet. In verschiedenen Interviews wurde über eine mögliche Fortsetzung zu Prometheus spekuliert. Diese, so Damon Lindelof, würde sich aber konsequenterweise von der Alien-Geschichte weiter entfernen. Die Spekulationen können fortgeführt werden. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (40) — Film: Prometheus - Dunkle Zeichen

JackoXL: Die Drei Muscheln

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7.5Sehenswert

Hat ja lange gedauert, aber nun habe ich ihn tatsächlich mal gesehen.
"Prometheus", das lange angekündigte Sci-Fi-Stück von Ridley Scott, nach dem sich Fans die Finger wund geleckt haben. Auch ich habe mich gefreut, war mir aber nach gemischten, teils sehr durchwachsenen Kritiken nicht mehr sicher, was ich wohl zu erwarten habe. Wird "Prometheus" wirklich das erhoffte Alien-Prequel oder doch eine eigenständiger Film? Und egal was es ist, ist es etwa in die Hose gegangen?
Um nicht zu spoilern, nur so viel: In die Hose gegangen ist es auf keinen Fall. Ob es nun zu der Alien-Reihe gezählt werden kann oder nicht, sollte jeder selber rausfinden. Das es zumindest im selben Universum spielt, ist schnell klar. Berührungspunkte sind vorhanden, wer sich daraufhin auf einen fünften Teil der Saga (oder eher den 0,5 Teil) einstellt, da ist Vorsicht geboten. Dafür spielt Scott zu lange mit den Erwartungshaltungen des Zuschauers, wirft ihm immer kleine Brocken hin, aber lässt ihn nie zu 100% sicher sein.
Nun aber endlich mal zur Bewertung: "Prometheus" hätte genug Potenzial für einen weiteren Ausnahmefilm gehabt, was er leider letztendlich nicht geworden ist.
Was dem Zuschauer definitiv geboten wird: Ein beeindruckender Eye-Catcher. Die Effekte sind Champagner für die Glubscher, die Bilder zum Teil einfach grandios. Damit ist kein hektisch-pompöses Gewitter à la Michael Bay und Konsorten gemeint, sondern wahrhaft schöne, stylische Momente. Ein bisschen traurig war ich da schon, dass ich zu unsicher (und geizig) war, unverschämt teuren 3D-Aufschlag im Kino zu zahlen oder mein "bodenständiges" Gehalt es mir (noch) nicht erlaubt, mir einen 3D-Fernseher anzuschaffen. Das muss großartig gewirkt haben. Tja, aber auch so 'ne feine Sache.
Der Cast ließt sich nicht nur gut, das sind sie auch. Einige haben zwar wenig Entfaltungsraum (Guy Pearce und Idris Elba beispielsweise), dafür machen Noomie Rapace und Michael Fassbender eine sehr anständige Figur. Ganz hervorragend ist Charlize Theron, die eine enorme Eiseskälte ausstrahlt.
Kritikpunkte: Unter der schönen Schale wirkt "Prometheus" etwas steril, vielleicht weil er etwas zu glatt und makellos aussieht.
Der Knackpunkt ist aber das Drehbuch: Die Story ist faszinierend, sehr interessant und kann durchaus bis zum Schluß bei der Stange halten. Befeuert von dem uralten Motiv nach dem Streben, dem eigenen Schöpfer gegenüberzutreten. Wo kommen wir her, warum sind wir da? Was ist unsere Bestimmung? Wenn man die Chance hätte, Gott diese Fragen zu stellen, wer würde sie nicht nutzen wollen? Das klingt jetzt alles nach religiös-spirituellen Symbol-Overkill, was es Gott (oder wem auch immer) sei Dank nicht ist. Dieses Grundthematik dient als Motiv zum Antrieb der Protagonist und ist nun mal nachvollziehbar. Problematisch ist lediglich das eigentliche Geschehen, das optisch toll serviert wird, dadurch einen nicht immer hochprickelnden Spannungsbogen und vorhandene Ideenarmut jedoch auch kaschiert. Da wurde einiges liegen gelassen, was gleichzeitig deutlich macht, dass "Prometheus" erst der Anfang sein soll. Es ist ein Hors d'oeuvre, der Appetit machen soll. Bei mir hat's funktioniert, der Hauptgang muss dann aber satt machen. Unter dem Aspekt ist "Prometheus" sehr gelungen, als eigenständiger Hauptgang wäre es etwas zu wenig. Da der wohl kommen wird, gebe ich auf die eigentliche 7 ein halbes Häppchen oben drauf in der Hoffnung, das nun richtig aufgetischt wird.
Toll, jetzt habe ich Hunger...

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

vanilla

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toller Kommentar Jacko, triffst mitten ins Bullseye;-))
Habe ihn aber auch besser bewertet, 9 Punkte. Deine Meinung kann man aber vollkommen nachvollziehen;-)


JackoXL

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Vielen Dank. :)


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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5.5Geht so

Hat was. Michael Fassbender. Charlize Theron. Memorable Seufzer, die Ridley Scott wie ein alter Weinkenner ausgiebig verkostet: der Space-Jockey-Stuhl oder etwa das bedächtige Herantasten an eine faszinierende Planetenvision. In seinen malerischen, ausgeklügelt arrangierten Space-Opera-Impressionen, gefüllt von feuchtkalter Kultur, kann man sich indes verlieren, einige Schlüsselszenen balancieren gar zwischen amüsanter Groteske und bestialischem Zaubertrick, stehen allerdings für sich allein ohne zusammenhängenden Über- und Unterbau. Der Score spiegelt diesen Widerspruch sehr treffend, wenn er in der abenteuerlichen Entdeckung (pathetische Tonarien) die Entdeckung des Horrors musikalisch entdeckt (grimmige Klangspitzen). Doch wo Scott mit subtilen Gesten in seinem "Alien"-Original ein motivdurchdrungenes Figurenpsychogramm psychosexueller Spannung einer müde gewordenen Aufbruchsgeneration zeichnete und ausbaute, verbleibt das minimalphilosophische "Prometheus"-Drehbuch im luftleeren Raum, bietet unzählige maximalphilosphische Diskurse an (soziologisch: der Bruder-Schwester-Konflikt, evolutionsphilosophisch: die DNA des Lebens), die gleichwohl allesamt dort enden, wo sie beginnen. Scott interessiert sich für den Ursprung des Organischen (und selbst das nur am Rande), als für das Organische selbst, um schlussendlich einen faden Kompromiss zweier künstlerischer Herangehensweisen eines atmosphärisch stickigen Filmklassikers herstellen zu wollen, der ironischerweise doch kein Leben erzeugt. Fast alles für die Katz'. Dieser Ridley Scott ist der "Robin Hood"-Scott, verflacht und nicht mehr subversiv. Eine Ernüchterung, der wir uns stellen müssen.

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Darkclaw

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Im Grunde ist es schon eine Verschwendung überhaupt Wörter auf seinen zusammenhangslosen Kommentar zu verschwenden (was haben Ionenantriebe, Primzahlen, Gehirnaufbau, Bodenstoffe und Kant mit dem Film zu tun, der einen Feuchten in den ersten 10min erklärt, zu tun!).

Aber eine Fiktion, die auf das Werk eines Autor's basiert, der sich einen Dreck um Rationalität, Genetik, dem Aufbau der Natur und Historik schert auch noch als Wahrheit zu betitelt und in einem Atemzug rational kritisch denkende Menschen ihr logisches denken abzuerkennen, grenzt schon an maßloser Überheblichkeit.

Aber natürlich, Jesus war ein zweieinhalb Meter großer und klatzköpfiger Prima... äh Konstrukteur und die Bibel ist historisches Tatsachenbuch und ach ja, letztens erst hab ich Atlantis gefunden!


primatemike

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@JoeSeth.White: Ich hätte gerne was von deinen Drogen!


Mr.Film: City of Cinema

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8.0Ausgezeichnet

"Prometheus". Der erste Science-Fiction Film von Regisseur Ridley Scott seit dem so unglaublich umjubeltem "Blade Runner". 30(!) Jahre sind vergangen bis etwas neues aus diesem Genre von ihm kam. Erwartungen hat man da bestimmt einige, vor allem Fans von diesem Mann und seinem Stil. Und wohl auch Fans von "Alien". Ebenfalls ein Film, der Scott wohl zu einer Legende für viele gemacht hat. Nicht so für mich, "Alien" war nicht meins. Aber das tut ja nicht unbedingt viel zur Sache, denn hier geht es nur indirekt darum. Ja, die Story ist anders, klar. Vorgeschichte halt. Aber auch das Konzept finde ich um einiges interessanter, wo "Alien" mich wirklich in jeder Hinsicht kalt gelassen hat, wusste "Prometheus" mit tollen Ansätzen in seinen Bann zu ziehen.

Ok, aber um was geht es also? In "Alien" beschäftigte man sich im Grunde 'nur' mit dem Aufeinandertreffen von einem Alien und einer Crewbesatzung. Die raufen sich dann, spielen Räuber und Gendarm und das alles in dunklen, engen Gängen und Räumen. Kam mir persönlich zu flach und auch Spannungstechnisch war's absolut nicht meins. Ich ziehe diesen Vergleich von "Alien" und "Prometheus" gerne, weil es für mich persönlich ein Grund ist, diesen Film hier so zu mögen. "Prometheus" hat nämlich nicht nur das Konzept wie eben beschrieben (nur in interessant), es hat so viel mehr. Alleine die Fragen "Wo kommen wir her, was haben wir falsch gemacht?" sind an sich verdammt faszinierend. Natürlich schade das vor allem letztere nicht beantwortet wird, aber das macht nur umso mehr Lust auf den zweiten Teil. Kein Groll meinerseits das man so böse war und das nicht gleich gemacht hat. Nein, es kommt noch mehr dazu, zwar wird Kulissenmäßig kaum was geändert, doch sieht das alles umwerfend aus, die ganzen 2 Stunden über möchte man absolut nichts anderes sehen. Nein, das war's noch nicht, da kommt noch mehr. Denn ganz groß muss man anpreisen, dass mir die Logiklöcher absolut nicht die Laune verdorben haben. Zwar gab es 1-2 Szenen wo ich mir auch nur "Aua" gedacht habe, aber das hält sich wirklich noch in Grenzen.

Als letzten Punkt kann man wohl Michael Fassbender nennen. Egal wie flach die meisten anderen Charaktere waren, er ist das Individuum gewesen das einzigartig war, das ungleich geschauspielert hat, das dem Rest gezeigt hat wie jeder hätte performen müssen. Nicht das der Rest schlecht war, doch Leute wie Idris Elba oder Charlize Theron kommen einfach zu kurz. Frau Rapace kann man auch noch gerne nennen, wer so viel Mumm hat, (SPOILER!) an sich selber einen Kaiserschnitt durchzuführen, hat gewaltige Eier in seiner Hose. Ach, und dann war ja auch noch Tom Har...nee, das war ja Logan Marshall-Green. Ja, der war auch dabei. Nett. (Man, der sah dem Hardy aber auch ähnlich!).

"Prometheus" begeistert mit seinem Styling und den ganzen Fragen die gestellt werden. Antworten kommen zwar wenige, doch darf man hoffen, dass sie im nächsten Teil geklärt werden. Das hier war eine kleine große Überraschung für mich, denn die ganzen "Alien"-Filme waren wirklich absolut nicht meins und Hoffnungen hatte ich mir hier erst Recht nicht gemacht. Doch so kann man sich täuschen, Scott's neue Sci-Fi-Art gefällt sogar mir. Jedoch kann der gute Mann ein, zwei Hollywoodstufen weiter runtergehn, denn allein an dem Großteil der Charaktere hat man gemerkt, das einiges Massentauglich gemacht wurde. Viel Gerede, kaum was dahinter: Mir hat's gefallen.

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Haschbeutel

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Fein und eine gute Sichtweise auf PROMETHEUS, der zu oft zu heftig zerrissen wird.


Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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5.0Geht so

[...] Ich für meinen Teil freue mich ja immer sehr, wenn mir ein neuer Science-Fiction-Film in Aussicht gestellt wird, denn ähnlich wie im Fantasy-Genre gibt es hier leider ziemlich viel Ausschussware und nur weniges ist wirklich brauchbar. Bei Prometheus nun tendierte ich wohlwollend in Richtung guter Film, denn dass sich Altmeister Ridley Scott selbst auf den Regiestuhl begeben hat und mit Damon Lindelof einen durchaus vielversprechenden Drehbuchschreiber verpflichten konnte ließ eigentlich das Beste hoffen. Leider ist das Pseudo-Prequel letztendlich aber eine extrem zweischneidige Sache und ein nur leidlich überzeugendes Werk geworden, dass nicht nur immer wieder über den eigenen Anspruch stolpert, sondern sich in vielen Szenen auch mit Plattitüden und althergebrachten filmischen Versatzstücken zufriedengibt, die der Atmosphäre des Films alles andere als gut tun. [...]

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Der Witte: CEREALITY, Die Drei Muschel...

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7.0Sehenswert

Der Streifen ist nicht das innovative Sci-Fi-Überwerk, dass viele sicherlich erwartet haben. Es ist DENNOCH ein sehr schöner, stimmiger Sci-Fi-Film geworden, mit vielen typischen Stilmitteln wie dem Roboter der gerne Mensch/Schöpfer sein will, den düsteren Planeten und Katakomben, dem Schleim, den glitschigen Aliens, Weltraumanzüge und Spacebuggys. Wer den 1. Alien von '79 kennt bzw. alle anderen Space-Filme bis hierher, der wird hier wenig Neues vorfinden, dafür allerdings ein paar schöne philosophische Ideen, schicke Bilder, einen majestätischen Score und ne gute Dosis Ekelhorror, was sich am Ende alles wohlig anfühlt wie [Star Trek meets H.P. Lovecraft], gepaart mit einigen recht netten Blast-from-the-Past-Momenten ;) Im Endeffekt ist er jedenfalls kein Meisterwerk, aber dennoch ein gelungener Sci-Fi-Thriller, der nach Alien 1 & 2 zum Besten der Reihe gehört.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.0Sehenswert

"Warum glauben Sie, haben die Menschen mich erschaffen?" - "Na, weil wir es konnten." - "Können Sie sich ausmalen, wie enttäuschend es wäre, dasselbe von Ihrem Schöpfer zu hören?"

Die Erwartungen an Ridley Scotts „Prometheus“ waren schlichtweg astronomisch. Die Hoffnungen auf ein kommendes Meisterwerk à la „Alien“ seit den ersten bewegten Bildern tief verankert, doch die Realität sieht mal wieder anders aus, dabei ist die eingetroffene Ernüchterung gar nicht so gravierend, denn Scott hat mit „Prometheus“ alles andere als einen schlechten Film abgeliefert. In erster Linie ist es schon erfreulich, dass „Prometheus“ sich äußerlich zwar genüsslich in den bebenden Bockbuster-Mantel kuschelt, ihn aber nicht zwanghaft ausfüllen möchte. Antworten auf den Ursprung, auf den Sinn des Lebens und den Schöpfer der Menschheit gibt es hier zu keiner Sekunde, vielmehr stellt „Prometheus“ am laufenden Band neue Fragen, die ihrer bahnbrechenden Auflösung nachjagen, daraufhin aber von neuen Fragen erdrückt werden. Das soll jedoch kein Kritikpunkt sein, sondern lädt zum freien interpretieren ein und macht durchaus Lust auf eine Fortsetzung.

Visuell ist das hier die ganz große Kunst, atemberaubend, welch optische Brillanz hier aufgefahren wird. Schauspielerisch gibt es ebenfalls wenig zu meckern: Michael Fassbender ist der pure ambivalente Wahnsinn und Noomi Rapace weiß ihre Rolle überzeugend auszufüllen. Alle anderen Darsteller sind allerdings nur nebensächliche Prototypen. Auch atmosphärisch ist „Prometheus“ eine umklammernde Klasse für sich, die sich aus der fremden Düsternis und der undurchsichtigen Angst wunderbar zusammensetzt. Dennoch hat der Film nicht nur mit einigen Logiklöchern zu kämpfen, sondern auch mit inszenatorischen Mängeln, die dem größtenteils packenden Tempo (welches sicher nicht rasend ist) zuweilen schaden. Die Story von „Prometheus“ bleibt natürlich Unfug, durchgehend, aber es ist fesselnder, interessanter und einfach unterhaltsamer Unfug.

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MovieMonster

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Also mir ist ein faszinierender Film, der keine Antworten liefert, lieber als ein faszinierender Film, der Antworten liefert, die meine Erwartungen möglicherweise nicht erfüllen oder mich vielleicht sogar irgendwie enttäuschen. Außerdem muß da, wie hier schon so schön gesagt wurde, noch Luft bleiben für mögliche Fortsetzungen.

Ich bin da jetzt auf jeden Fall nach wie vor heiß drauf. Hab den Film heute gesehen und bin trotz meiner Vorsichtshaltung (war skeptisch aufgrund der doch etwas unerwartet schlechten Bewertungen) von Prometheus begeistert. :)

Schöner Kommentar, @SoulReaver. Nur geht der ''Gefällt mir''-Button momentan leider nicht. ;)


SoulReaver

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Ach, auf die Meinungen von anderen musst du gar nichts geben. Immer selber ein Bild machen und später meckern oder freuen.
Absolut, "Prometheus 2" würde ich grinsend begrüßen, immer her damit, Hauptsache Ridley führt wieder Regie. Und danke. :)


Xander8112: Xanders Blog

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6.5Ganz gut

Ridley Scotts geheimnisvoll angekündigtes Prequel, was keines sein will, sondern eigene Wege beschreiten will, und darum gehts ja auch um die Space Jockeys. Irgendwie weiß ich jedoch noch nicht so ganz, was ich von dem Film halten soll. Also, er ist ja nicht schlecht oder so, scheint aber nicht so ganz zu wissen, welche Geschichte er denn nun erzählen will, denn natürlich geht es auch um die Aliens, und natürlich werden nicht alle Fragen beantwortet, sondern es wird nur ein Weg für eine Fortsetzung geebnet. Abseits davon werden einem schöne Bilder geboten, ein okayer Cast und eine gelangweilte Theron. Insgesamt geht der Film in Ordnung – erwartet habe ich insgeheim etwas mehr.

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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7.5Sehenswert

Alles in allem ist Prometheus ein Film für alle die, die schon den “Alien” (in erster Linie den ersten) Film mochten

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MOK

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Tja, und genau das ist er nicht!


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.0Sehenswert

[...] Irgendwie erinnert das ganze an einen „The Tree of Life“ des Genrefilms oder zumindest an einen kommerziellen „2001“-Mutanten. Bei „The Dark Knight Rises“ und „The Hobbit“ kann man sich denken, was man kriegt. „Prometheus“ zerstört diese Vorstellungen völlig, weshalb man den Film wohl mögen wird oder eben nicht. Trotzdem ist es doch gerade toll, mal wieder einen Blockbuster zu sehen, der nicht wie „Malen nach Zahlen“ aussieht. Ein Film, der sich nicht völlig nackig macht, der seine Furunkel und Geschwülste nur durch den hauchdünnen Stoff andeutet und auf das nächste Date vertröstet. „Prometheus“ ist ein Film der Wucherungen, voller Unkraut und spitzen Steinen, prätentiös, überladen und wundervoll.

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the gaffer

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Ja! :D


Kubrick_obscura

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I like! :)


Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at

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8.0Ausgezeichnet

Visuell zählt Prometheus zum Besten der Gegenwart [...]. Wenn man das Haar in der Suppe suchen will, dann wird man als Liebhaber aller alten Werke des Meisterregisseurs bei Prometheus nicht wirklich fündig. [D]as Drehbuch [hätte] dem weiblichen Hauptcharakter mehr Substanz geben können [...]. Aber allein die Tatsache dass [...] Scott wieder einen Film „alten Formates“ dreht, sollten wir die Genrefreaks einfach nur dankbar sein, und Prometheus, so wie er ist, einfach nur genießen.

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Patrick Seyboth: epd-film Patrick Seyboth: epd-film

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7.5Sehenswert

Viele Aspekte kann man an Prometheus bemängeln: seine Logiklöcher, die allzu erklärungsseligen Dialoge, die verschenkten Charaktere [...]. Trotz alledem ist Prometheus ein kraftvoller und mitreißender Film, in vielem faszinierend, in manchem furchterregend.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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6.5Ganz gut

Scott hat die Stille und den minimalistischen Horror seiner ursprünglichen Alien-Inszenierung gegen den visuellen Bombast der heutigen 3D-Technik ausgetauscht. Hin und wieder blitzt dann doch ein wenig von seiner Genialität durch, werden Spannung und Tempo der Erzählung effektiv in Szene gesetzt [...]. Doch der Reiz von Prometheus liegt vor allem in seinen Schauwerten, dem erstaunlich komplexen Set-Design.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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7.5Sehenswert

Prometheus ist der etwas angestrengte Versuch, der Alien-Saga noch eine Vorgeschichte zu liefern. [Der Film liefert das,] wofür man sich [...] diese Filme eben auch anschaut: Hightech-Schlachten, glitschige Alien-Invasionen, Explosionen, kurz: das ganze schöne Geknalle.

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MaximusMeridius

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Hightech-Schlachten, glitschige Alien-Invasionen, Explosionen, kurz: das ganze schöne Geknalle.

Also ich würde mal sagen ! Du hasst den Film nicht geguckt !


Daniel Ronel: Bayerischer Rundfunk Daniel Ronel: Bayerischer Rundfunk

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8.0Ausgezeichnet

Horror-Sci-Fi im Halbdunkel, der seine Wirkung nicht verfehlt. "Prometheus - Dunkle Zeichen" ist eine All-Expedition, technisch fein in 3D und inklusive Schöpfungsfrage [...]. Stark!

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Affenpranke

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Wow, und du kriegst auch noch Geld dafür, dass du sowas schreibst...


Schlegel

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Die "Professionellen" bohren leider die dünnsten Bretter. Das ist inzwischen wohl Standard.


Julio Sacchi: Das Manifest

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7.0Sehenswert

Wenn man sich erst einmal von der überzogenen Erwartungshaltung, hier würde der nächste Megametamindfuck auf einen warten, verabschiedet hat, kann man diesen überaus ansprechend inszenierten Science Fiction-Film als das genießen, was er ist: Ein klassischer Monsterschlocker, eher ALIEN-Rip-off als ALIEN-Premake, also irgendwo zwischen LEVIATHAN und PANDORUM, in der Deluxe-Variante. Der erzwungene Schwangerschaftsabbruch darf es sich schon mal auf Rang 1 der memorablen Kinomomente des Jahres gemütlich machen, auch schauspielerisch darf, genre-untypisch, geglänzt werden - neben Rapace und Fassbender kann besonders Theron punkten, niemand spielt die abscheuliche kalte Bitch derzeit so nachhaltig wie die Südafrikanerin. Am Ende beantworten Scott und Lindelof Fragen zur ALIEN-Franchise, die man sich nie gestellt hat, so überflüssig wie hohl, aber das macht einem diesen schick dreidimensionalen Edel-Monster Mash auch nicht mehr madig. Schade nur, daß sich Marc Streitenfeld mit seinem öden Score den Zimmer von der Seele schreddelt.

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BlueSquirrel

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Top!


Schlegel

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Jup!


Flibbo: Wie ist der Film?

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5.5Geht so

[...] Eine flotte, solide gespielte Sci-Fi-Welt baut sich auf. So weit, so gut. Die Erzählstruktur offenbart im weiteren Verlauf eine deutliche Anlehnung an Scotts „Alien“, was den direkten Vergleich endgültig rechtfertigt. An dieser Stelle fällt dann auf, wie „Prometheus“ unbedingt mehr Schauwerte und auch mehr Tiefgang liefern will. Als Resultat überschwemmt der Film einen mit seiner Rätselhaftigkeit, weil er dauernd neue Fragen aufwirft, aber die interessantesten nicht beantwortet, und tappt durch den neuen Stand der Technik prompt in die verlockende Falle: Wo das Raumschiffinnere in „Alien“ noch den Charme eines authentischen Gebrauchsgegenstands hatte, ist die Prometheus steril, wie man es von Genrebeiträgen der letzten Zeit nur zu gut kennt. Immerhin wurde löblich oft auf echte Sets statt CGI zurückgegriffen, und die Sets sind beeindruckend. [...]

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Darkclaw

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Kann ich soweit zustimmen, vorallem wirkte das Wrack in ALIEN wirklich organisch, was mit der Aussage dass der Pilot mit dem Sessel verwachsen ist nur bekräftigt, während man diese organische Strukturen, einst geschaffen vom genialen Künstler Giger, in Promtheus sehnlichst vermisst, die Spaceyjockey/Konstruktür-Gebäude und -Technologie sehen hier mehr gebaut als gewachsen aus.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Och menno. Selten war ich so zwiegespalten bei einem Review, denn Prometheus ist ein verdammt ärgerlicher Film. Nicht weil er misslungen oder absolut schlecht wäre, sondern weil er soviel mehr sein könnte. Trotzdem: Seht ihn euch an. Man kann hinterher darüber diskutieren, sich ärgern oder streiten, aber wer SciFi mag sollte ihn sich ansehen.

Spoilers Ahead. Guckt den Film, dann lest weiter.

Es gab wohl keinen Science Fiction-Film der letzten Jahre der so verdammt gut aussah. Der alleine vom optischen Gefühl her, soviel richtig gemacht hat. Vergessen wir das wie immer ziemlich überflüssige 3D, das ist unwichtig und macht nicht viel her, aber der Look des Films ist klasse. Vom Vorspann bis zur Landung auf LV-223 erschafft Ridley Scott eine grandiose Atmosphäre. Er lässt uns wie schon in Alien und in Blade Runner (und seien wir ehrlich, was er danach gemacht hat, war mit Ausnahme von Thelma und Louise eher mittelprächtiges Zeug) tatsächlich in eine andere Welt abtauchen, die wir gerne selbst erkunden würden. Selbst die schwülstige Seeding-Szene zu Beginn kann das nicht trüben. Michael Fassbender als David der alleine durch die Prometheus wandert, verspielte Referenzen an Alien Resurrection, das Erwachen der Crew… wie die Kamera das Raumschiff von Innen und Außen einfängt. Das nimmt durchaus für den Film ein. Überhaupt fangen die Probleme des Films immer dannn an, wenn man eine Sekunde beginnt nachzudenken und sich nicht von den tollen Bildern einlullen lässt. Aber die Bilder an sich beweisen, dass Scott immer noch weiß wie man wirklich große Bilder hinstellt, die so nur im Kino zur Geltung kommen können.

Die Landung des Raumschiffs, ja sogar noch der erste Erkundungsspaziergang, das alles ist ziemlich stimmungsvoll. Solange man nicht nachdenkt. Über die merkwürdige Organisation der Expedition, bei der sich die Crewmitglieder offenbar vorher nie gesehen haben oder auch nur irgendein Interesse daran hatten, wohin es genau geht. Über die unausgegorenen Charaktere die zum Großteil extrem überflüssig sind. Wo Cameron in der Aufwachszenen in Aliens mittels weniger, präziser Skizzen die unterschiedlichen Marines einführt – ihre Beziehung untereinander und zu den Zivilisten definiert (und das obwohl auch er sich hier ungeniert grober Klischeefiguren bedient), wirkt die Crew in Prometheus merkwürdig unstimmig, ja die meisten bekommen wir nichtmal vorgestellt und die die wir sehen wirken nicht unbedingt, wie die hochqualifizierten Fachleute die man auf eine derartig teure Expedition mitnehmen würde. Das zwei Jesus-Freaks das ganze Pro-Forma leiten, aber sofort mit der ziemlich unterforderten und überflüssigen Charlize Theron aneinandergeraten ist ebenso holperig erzählt, wie die merkwürdige Motivation Davids.

Es ist die nicht nachvollziehbare Dummheit der Figuren, die schon während des Films dazu führte, dass ich aus der Handlung gefallen bin und begann über alles nachzudenken. In einem blöden B-Film – und seien wir ehrlich: Aliens war nie mehr als ein guter Action-Kracher – kann man vieles weggucken was nicht stimmig ist. Das Problem mit Prometheus ist, dass er mehr sein will. Das er nicht weniger als den Sinn des Lebens, das ultimative wo kommen wir her, gibt es Götter, den ganzen Tschingderassebumm aufrollt. Prometheus will eben nicht nur ein Slasher im All sein wie Alien, kein Actionkracher wie Aliens, kein WTF-auch immer wie Alien 3 und keine parodistische Groteske wie Alien Resurrection. Er will Fragen stellen und zum Nachdenken anregen, er will bis zu einem gewissen Grad ernstgenommen werden, wie die Macher in Interviews auch gerne erzählen. Das Dumme ist nur: Unter all dem Geschwurbel ist nichts außer Ödnis und Poserei und wieder einmal Damon Lindeloff, der Großmeister des Teasers ohne Auflösung. Der glaubt es würde ausreichen eine tiefsinnige Frage platt aussprechen zu lassen, um damit schon tiefsinnig zu sein. Doch jeder Glückskeks hat mehr Wahrheiten und Antworten zu bieten als Prometheus, der sich nie wirklich entscheidet, was er eigentlich will.

Egal wie sehr Lindeloff, Spaihts und Scott auch mit existenzphilosophischen Ansätzen herumspielen, letztlich flüchten sie sich doch in Action-Set-Pieces und bestücken ihren Film mit den dümmsten Idioten, die das Universum zu bieten hat. Man muss nicht so weit gehen, dem Film kreationistische Propaganda zu unterstellen, weil er genau die Wissenschaftler die Kreationisten am heftigsten zu schaffen machen, Biologen und Geologen, als absolut unfähige, feige, zänkische Arschgeigen darstellt. Aber man darf sich wundern, darüber wie Scott es wagt seine Figuren dämlicher agieren zu lassen, als die dickbrüstigen Teenie-Girls die in Freitag der 13. mal eben alleine Wasser holen tappsen, wenn draußen der Machetenmörder Gassi geht.

Wieso nehmen sie ihre Helme ab? Wieso interessieren sich Wissenschaftler nicht für die Leiche eines Aliens und gehen lieber alleine zurück? Wieso verlaufen sie sich in einer absolut kartographierten Höhle? Wieso versucht ein Wissenschaftler einen zischenden Penis-Wurm der sich wie eine wütende Kobra aufklappen kann mit Babytalk und Dutzidutzi-Gelaber anzuquatschen und anzufassen? Man muss kein Wissenschaftler sein, um das Verhalten dieser Spezies für feindseelig zu halten und trotzdem benimmt sich die komplette Horde dort, als wären sie die ersten Menschen. Während das Verhalten der Protagonisten in Alien auch deswegen glaubwürdig war, weil sie klar definierte Figuren waren, die sich im Rahmen ihres Charakters stimmig verhielten, ist Prometheus ein einziges Schlamassel. Was nicht an den Schauspielern liegt, die wirklich ihr bestes geben und – wie im Falle von Michael Fassbender – damit zum Teil faszinierende Einzelmomente erschaffen. Es ist das Ganze das keinen Sinn macht. Ob es der Captain ist, der wenig zu tun hat, als seine Crewmitglieder die alleine in einer Höhle hängen zu ignorieren um mit Charlize Theron zu vögeln oder eben Charlize Theron die.. ähm ja… da ist. Oder Peter Weyland (Guy Pearce im schäbigsten Opa-Make-Up seit Leo DiCaprio in J. Edgar) der sich grundlos versteckt. Oder ein komplexer Medizinautomat der nur auf Männer ausgerichtet ist, dann aber mit drei Handgriffen doch an einer Frau eine (typisch männliche?) Bauchöffnung mit Entfernung eines Aliens vollziehen kann, die etwa so glaubwürdig ist und aussieht wie diese Kaufhausautomaten, bei denen man mit einem Greifarm ein Kuscheltier erbeuten soll. Oder Noomi Rapace, die unkaputtbare christliche Wissenschaftlerin die nach eben dieser Operation mit zugetackerter Plauze noch Die-Hard-mässige Actionszenen hinlegt.

It is such a beautiful mess. Und natürlich spielt das ganze fraglos im Alien-Universum, egal wie sehr Scott und der Verleih vor dem Film herumgeiert haben. Vielleicht wäre es sogar besser, wenn der Film sich stärker von Alien distanzieren würde, alleine um den ständigen Vergleichen zu entgehen, doch Scott reibt einem in jeder Sekunde unter die Nase, dass er wir es hier mit Alien-Territory zu tun haben. Ob der Trailer die typischen Sounds verwendet oder der erste Auftritt Weylands mit dem klassischen Alien-Thema unterlegt wird, die Schifsskathedrale der Engineers mit Giger-Tapete bespannt ist oder am Ende ein überdimensionaler Facehugger auftritt, gefolgt von einer Vorstufe des Chestbursters. Es ist fast schon penetrant, wie sehr Scott mit den Verweisen auf die Serie hausieren geht – besonders wenn man bedenkt, dass er es schafft eine der ikonographischen Figuren des Films nachhaltig zu beschädigen. Gigers Phantasie entsprang der Space Jockey und wie genial war es, dass wir ihn damals nur sahen und uns ausmalen konnten, welche phantastische Geschichte dieses exzentrisch aussehende andere Alien hinter sich hatte. Die Entscheidung das brillante Giger-Design wegzuwerfen und als bloßen Raumanzug zu denunzieren und die Engineers als fette Bodybuilder mit Glatze darzustellen um die aufgewärmte, halbgare Erich van Däniken “Chariot of the Gods”-Story zu rechtfertigen, ist zurückhaltend ausgedrückt mit unglücklich zu beschreiben. So ausgelutscht und unoriginell ist dieser Ansatz, dass selbst die Vorstellung das die Maya-Pyramiden den Predatoren huldigten, noch leichter zu schlucken ist. Die ganze Spiritualität Prometheus wirkt hingeschludert, bis hin zur Andeutung, dass es der Mord an Jesu war, der die Enginners zum Entschluss brachte die Menscheit zu vernichten. Im fertigen Film mag man dies nur rechnerisch erahnen, tatsächlich war dies aber im Drehbuch sogar explizit ausformuliert. Wie Nolans Dakr Knight begnügt sich auch Scott damit irgendwie wichtiges… Zeug zu sagen. Auf dem selben Niveau auf dem Kiffer “yeah man, this is so deep… woaaah” sagen, wird hier mit den letzten Fragen hantiert.

Das es wenig Sinn macht, dass die Engineers den Grundstein für die Evolution legen, sich irgendwann entschließen uns zu vernichten weil wir ihren Abgesandten gekreuzigt haben und überall in Höhlen Sternenkarten verteilen, die auf eine Biowaffenfabrik im Weltall deuten, lässt einen doch immer wieder Sidney Wang aus “Eine Leiche zum Dessert” zitieren: “Gloßaltige Theolie, hat nul einen Haken. – Was denn? – Ist dämlich. Dämlichste Theolie die ich je gehört habe!”

It’s such a fucking shame. Denn Prometheus hat selbst in diesem ganzen Mess und diesen unendlich doofen Charakteren immer wieder Momente und Szenen die toll sind. Wenn David Charlie fragt, wie weit er gehen würde um die Wahrheit herauszufinden, ehe er ihn mit dem Multifunktionsschleim infiziert, ist das für sich genommen eine sehr effektive Szene. Sie macht insgesamt nicht viel Sinn, genau wie die holographischen VHS-Aufnahmen des Überwachsungssystem in der Höhle, die Reaktion des Engineers wenn er zur Rede gestellt wird oder irgendwas an dieser Mission. Aber für sich genommen ist sie schön anzusehen. Stellenweise wirkt es als haben Spaith und Lindelof nur Szenen geschrieben ohne sich irgendwie um deren Einordnung in eine Story zu kümmern. Wäre es nicht cool wenn, scheint der Ausgangspunkt einiger Szenen gewesen zu sein und wenn sie nicht mehr weiter wußten, wechselten sie einfach zur nächsten Szene. Ob sie selber wirklich einen Plan haben, was der Multifunktionsschleim ist der sowohl zum Seeden von Planeten taugt, als Biowaffe, als Embryoinkubator, als Augenwurm und Zombiemacher darf angesichts von Lost bezweifelt werden. Was hätte aus diesem Film, mit dieser Besetzung werden können, wenn Scott nur ein anständiges Drehbuch gehabt hätte? So rumpelt sich der Film im letzten Akt durch Action-Szenen in denen wie aus dem Nichts Gung-Ho-Szenen mit Charakteren kommen, die im ganzen Film dreimal an der Kamera vorbeigingen, für deren Heldenmut wir aber plötzlich irgendwas wie Bewunderung aufbringen sollen. Der Engineer beginnt eine überflüssige Vendetta gegen Shaw in einem Showdown der aufgepropft wirkt und Shaws letztliche Entscheidung die Suche weiterzuführen noch unverständlicher macht. Echte Christen keep on rolling, der Weg ist das Ziel und der im Grunde nach wie vor spannende Diskurs in welcher Beziehung Lebewesen zu ihren Erschaffern, seien es nun “Engineers” oder im Falle der Androiden Menschen, wird nichtmal im Ansatz versucht zu beantworten. Aber schön das wir mal drüber geredet haben.

Hätte Scott sich damit zufrieden gegeben, nur einen spannenden Alien-Film zu drehen, wie vor 33 Jahren – vielleicht hätte er wieder ein Meisterwerk abgeliefert. So ist es doch nur eine ebenso schöne wie faszinierend-ärgerliche, sehenswerte aber frustrierende Hülle. Eine stylishe Hochglanzurne vertaner Chancen. Fast wünschte ich nach dem Kinobesuch vor acht Wochen, dass der Film wirklich mies und misslungen wäre. Es wäre leichter einen Schrottfilm zu verdauen, als Prometheus der einen in jeder ärgerlich-dummen Szene immer wieder daran erinnert, wie gut er eigentlich sein könnte.

Ich hab selten eine Pressevorführung mit einer derartigen Dynamik erlebt, die nicht nur daran lag, dass die extrem euphorisierten Kollegen kurz vorm Randalieren waren als der Film losging und zunächst mal falsch projeziert und erst nach Pfiffen und Buhrufen nochmal gestartet wurde. Jeder wollte diesen Film sehen, war er neben Avengers und Dark Knight Rises doch DER sehnlichst erwartete Streifen und kassierte mehr Goodwill im Vorfeld, als realistischer Weise Angesichts Ridley Scotts letzter Filme gerechtfertigt wäre. Umso enttäuschter waren die Reaktionen am Ende. Neben vereinzelten Lachern, auch bei Szenen die durchaus als dramatisch gedacht waren, lag vor allem Ernüchterung auf den Gesichtern der Kollegen, die wahrscheinlich am ehesten mit dem Gefühl zu vergleichen war, dass die Hardcore-Fanboys von Star Wars hatten als sie das erste Mal aus Phantom Menace kamen. Okay: Prometheus ist sehenswerter als Lucas Anschlag auf Star Wars und es gibt auch kein Jar Jar Binks – aber das Gefühl das die Chance verpasst wurde, etwas fantastisches abzuliefern war spürbar. Die zweite Hälfte des Films provozierte mehr als einmal ein WTF-Gefühl und vernehmliches Aufstöhnen im Saal, wenn einmal mehr Shaws Kreuz dramatisch ins Bild baumelte. Wenn klar wurde, dass die Dummheit der Figuren kein Ausrutscher war und die Unausgegorenheit der Story nichtmal in einem halbwegs befriedigenden Finale klären würde.

Als klar wurde, das Lindelof einmal mehr hohle Posen und verschwörerisches Antäuschen nicht als Mittel der Erzählung sondern als Selbstzweck versteht. “Why do you made me”, fragt Androide David und bekommt die Antwort “We made you because we could” worauf er erwiedert: “Can you imagine how disappointing it would be for you to hear the same answer from your creators?” Lindelof fängt in diesem Dialog die Essenz seines Schreibens ein, ohne wirklich zu verstehen (wie /Film-Kollege Adam Quigly richtig betont), warum dieser Ansatz für narrative Werke die sich penetrant mit dem Aufwerfen von Fragen beschäftigen, ohne je ernsthaft eine mögliche Lösung anzubieten nicht wirklich funktioniert. Was als herausfordernd und innovativ kaschiert wird, ist letztlich lazy screenwriting, bewahrt es doch davor, sich tatsächlich mit etwas ernsthaft auseinandersetzen zu müssen oder eine tatsächlich im Rahmen der Narration befriedigende Antwort zu entwickeln. Darum, sagt Lindelof auf die Warum-Frage, die er selbst erst ins Spiel gebracht hat und die er dem Zuschauer penetrant um die Augen haut. Wären es originelle Fragen, neue Fragen, herausfordernde oder ungewöhnliche formulierte Fragen, hätte die bloße Erwähnung durchaus einen Eigenwert. Aber Klippschul-Philosophie, die jeder Pubertierende in der hormonellen Grübelphase schon dutzendfach gestellt hat als Aufhänger zu nehmen und dann nichtmal irgendwas als Antwort in der Hinterhand zu haben ist erbärmlich. Whoaah man, this is so deep.

Am Ende beschädigt der Film den Franchise fasst noch mehr, als die Alien vs. Predator-Filme, die zumindest nur harmloser Nonsense waren und keinerlei Ambitionen hatten. Prometheus, entmystifiziert wie soviele unnütze Prequels die Klassiker. Sowenig wie wir wissen wollten, dass die Macht der Jedi von Midichlorians verursacht wird (und mit viel Aspirin und Tee schnell auskuriert werden kann), sowenig wie wir wissen wollten das Darth Vader ein greinender Douchebag war, Hannibal ein gestörtes Kriegskind, James Bond ein weinerlicher Proll und Wolverine ein tappsiger Trottel – sowenig hilft es zu wissen, dass die Aliens keine interessante, komplexe Rasse mit Insektoiden-Verhaltensweisen sondern nur eine merkwürdige gezüchtete Biowaffe sind, die etwas aus dem Ruder liefen. Oder das sich hinter dem Space-Jockey keine unvorstellbar geheimnisvolle Rasse versteckt, sondern eine Bande von interstellaren Arschgeigen die auf dem Weg zur Auslöschung eines Planeten eine Bruchladung erlebten. Das Ende des Films lässt keinen zweifel offen, dass sich Scott und Lindelof eine Fortsetzung erhoffen – doch die erzählerische Richtung die sie einschlagen, die Methode-Lindelof macht wenig Mut tatsächlich noch etwas wirklich neues zu entdecken und lässt eher erschauern davor, was vom Charme vom Fremdartigen, vom Alien tatsächlich noch überbleiben wird, wenn die Macher mit ihm fertig sind. Für eine wirklich mutige Version darf man auch Klassiker umerzählen, aber für das Glückskeks-Blabla das hier geboten wird ist es schon eine Schande einen Mythos zu zertrümmern.

Wenn der Film nur nicht so verdammt gut aussehen würde. Und Fassbender nicht so verdammt gut wäre als David.

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Darkclaw

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Danke, danke für dieses Review, es könnte passenter kaum sein und spiegelt im Großen meine eigenen Gedanken über Scott's "Werk" wieder. Und was ich am Besten in deinem Text fand, war die stelle der plumbe Entmystifizierung des Spacejockeys, der ich nur voll zustimmen kann, da ich genauso denke... Giger entwarf dieses Design um etwas Fremdes, den Menschen Unbekanntes zu zeigen und was machte Herr Scott daraus, eben jene "Menschen" die du so treffend beschreibst. So erging es mir auch bei diesen Tentakelmonster, wo ich mich fragte, wer hat da zu viele Hentais geschaut, allgemein geht bei den neuen Creaturedesign der sexuelle Subtext eines Giger's verloren... Auch die biomechanische Technologie, geht im Vergleich zum Derelict aus ALIEN unter.

Der Witz an Prometheus ist ja, das ALIEN, der als B-Movie geplant war, dank Scott und Giger, zum A-Movie mutierte, während bei Scott und Lindolf bei Prometheus das Gegenteil passierte.

Ich bin wie du der Meinung, dass hätte Scott wirklich Abstand zum ALIEN-Universum nehmen sollen, wäre Prometheus wirklich eigenständig und in sich geschlossen, hätte er funktionieren können.

Danke nochmal für diesen Text, dessen Inhalt ich nicht treffender wiedergeben können!


zmpfl

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"Echte Christen keep on rolling" :D


GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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6.0Ganz gut

Gute Ansätze sind da, das sieht man Scotts Film definitiv an. Nur leider macht er nicht allzu viel daraus. Stattdessen setzt er auf Effekthascherei, deren 3D-Bilder absolut keinen Mehrwert haben und die man so schon deutlich besser in seinem '79er Meisterwerk gesehen hat. Untermalt wird das Ganze dann noch von den Ethno-Klängen von Zimmer-Zögling Marc Streitenfeld, was an und für sich nicht schlimm ist, in Hinsicht auf den von Scott geschaffenen Kosmos aber nur einmal mehr an der Sache vorbei ist. "Prometheus" ist kein wirklich schlechter Film, aber man wird das Gefühl nicht los, dass er so enorm gegen den "Alien"-Mythos und -Kosmos arbeitet, wie es zuletzt nur "Alien: Resurrection" getan hat. Scott macht ganz viel Lärm um nichts, denn "Prometheus" ist nicht nur unglaublich geschwätzig, sondern über weite Teile auch ziemlich unspannend. Und so wirklich verstanden, um was es Scott im Film nun eigentlich geht, das haben wohl ohnehin nur die Hardcore-Fans. Immerhin kann Scott aber mit sehr schönen production values punkten, das muss man ihm schon lassen.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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3.0Schwach

[...]Forscherdrang, Evolution, die Suche nach dem Ursprung, woher kommen wir und wer hat uns dorthin gebracht: Themen und Fragen, die Scott und Drehbuchautor Damon Lindelof während der Entwicklung nach eigenem Bekunden zu weit in eine eigene Geschichte und Mythologie führten, um „Prometheus“ lediglich zu einem „Alien“-Prequel zu machen, wie es Jon Spaihts erster Scriptentwurf gewesen wäre. Schade drum. Denn diese neue Mythologie, die tausend Fragen aufwirft, im Grunde ohne eine einzige der seit ’79 im Raum stehenden zu beantworten, hält sich für etwas viel größeres, bedeutenderes und wichtigeres, als sie in Gestalt des Films zu tragen im Stande ist. Wer eh kein sonderliches Interesse daran hat, Darwins Evolutionstheorie zu hinterfragen und damit leben kann, dass der Mensch sich aus dem Urmorast erhoben und entwickelt hat, statt unbedingt zu glauben, dass da Höheres im Spiel gewesen sein muss (ohnehin ein Ansatz von unsagbarer Arroganz, Selbstverliebheit und Größenwahn), der wird mit „Prometheus“ und seinem ganzen Konzept wahrscheinlich arge Probleme haben. Der unterschwelligen und im Subtext ausgespielten Vieldeutigkeit des ersten „Alien“-Films, an der Oberfläche betrachtet ein mordsspannender SciFi-Horrorfilm, kommt „Prometheus“ nun mit einem in aller Unzurückgenommenheit präsentierten Glaubensgeschwurbel, einem Konzept von Göttern und Schöpfung, von Ursprung und Vernichtung, von Terraforming und Genozid.

Das wäre nicht zwingend uninteressant, würde der Film all das nicht über einen unfassbar rudimentären Plot mit unglaublich ein- bis keindimensionalen Figuren austragen. Ein eifriges Forscherteam entdeckt etwas ganz großes, bricht zu einer enthusiastisch angegangenen Reise auf, hinter der außerdem ein alter Mann und sein letzter Wille steht und alle runzeln erstmal die Stirn und murmeln Krams wie »are you serious?« oder »are you kiddin‘ me?« vor sich hin, als herauskommt, auf was die Forscher da genau glauben, gestoßen zu sein. Und dann alle so »ahhhh«, »uhhhhhh«, »they were right«, wenn sie schließlich vor und in einem pyramidenähnlichen Gebilde ankommen und erste konkrete Entdeckungen machen. Damn it, das ist der Plot von „Alien vs. Predator“, erweitert um ein bißchen Kreuzsymbolik und Gerede über den Sinn unserer Existenz! Das sieht besser und größer aus, ist fremdartiger und in den wichtigen Rollen besser gespielt, aber dramaturgisch und in seinem Spannungsaufbau kaum weniger platt und mit noch mehr Figuren, die nur zum Sterben mitgekommen sind, über die man nichts erfährt und die völlig egal sind, wenn sich jenes Gezüchte über sie hermacht, das in „Prometheus“ das Alien ersetzt, beziehungsweise dessen evolutionäre Vorstufe darstellt…

Ab der Hälfte schließlich verliert „Prometheus“ komplett den Verstand. Versuchen ruhige, oft dialoglose und lange Einstellungen anfangs noch, „Alien“ zu rekonstruieren, geht dessen Geist unwiederbringlich verloren, wenn der Film den Horror ins Spiel bringt. Dadurch, dass sich bis dahin überhaupt kein Gefühl für die Situation der Protagonisten eingestellt hat (Hilflosigkeit, Enge und Ausweglosigkeit sind nicht umsonst, in unterschiedlicher Ausprägung, wiederkehrende Elemente der „Alien“-Reihe), erzielt es auch keinerlei Wirkung, wenn die ersten Crewmitglieder von einer Bedrohung attackiert werden, die weder unheimlich noch faszinierend ist – sondern austauschbar, sowohl in ihrem Design, wie auch in ihrem tödlichen Wirken. „Prometheus“ hat überhaupt keine Ideen, Schrecken und Grauen angemessen zu inszenieren, absolut keinen gestalterischen Einfall, der den Film einzigartig macht und ihn von der Masse trennt. Bis auf einen, und der zergeht in lärmendem Ekel, eine in Noomi Rapaces Blut, Schweiß, Schreie und Tränen getränkte Szene, letztlich eine Absurdität, über ihre radikale Schockwirkung hinaus ohne Substanz und irgendeinen anhaltenden Widerhall für Rapaces Figur, sei er körperlich oder seelisch. Ansonsten: Zombifizierung, Infizierung, Bessessenenhorror, der überhaupt keine Erklärung findet, warum er sich beim einen so und beim anderen so bemerkbar macht. Und das ist die Art unerklärten Horrors, der im Gegensatz zu jenem des Aliens an sich eben nicht funktioniert.[...]

[...]Ob „Prometheus“ gelungener wäre, wenn er die Brücke zu „Alien“ überhaupt nicht hätte bauen müssen, ist schwer zu sagen. Vielleicht ja… oder der Film hätte wirklich jeden Reiz verloren. Da dieser Brückenschlag in anderen als den Story- und partiellen Designaspekten aber gar nicht stattfinden kann (oder der Film sich nicht traut, sie einem 2012er Publikum zuzumuten) hätte Ridley Scotts Rückkehr zum SciFi-Horror als absoluter Stand Alone zumindest mehr Möglichkeiten gehabt. Die gestellte Aufgabe, zeitlich mehrere Jahrzehnte vor „Alien“ angesetzt zu sein, mag „Prometheus“ für sein (wenn auch schwer enttäuschendes) Creature Design und die diversen evolutionären Vorstufen von Facehugger, Chestburster und Xenomorph nutzen, nicht aber für die übrige Gestaltung: die heruntergekommene Trostlosigkeit der Nostromo, die ratternden Computer mit den unentzifferbaren Hieroglyphen, die Blinkelichtchen, die ganze Abgegriffenheit weichen technisierter Ästhetik an Bord der Prometheus, die mit weit höherem Fortschritt unterwegs ist. Detaillierte Umgebungshologramme, Projektionen, chirugisch-präzise Operationsanlagen, eine Apparatur, mit der man direkt in die Träume der im Kälteschlaf befindlichen Passagiere blicken kann… Die Nostromo mag zwar nur ein Erzfrachter gewesen sein und trotzdem fehlt hier jegliche Stringenz im Einhalten der eigenen Zeitlinie, ganz abgesehen davon, dass diese neue Sterilität optisch ansprechender und für ein paar nette 3D-Spielereien gut sein mag, ihr aber diese allumfassende Unbehaglichkeit fehlt.[...]

[...]Grob gerechnet stellt „Prometheus“ drei übergreifende Schöpfer/Schöpfungs-Allegorien aus, die in ihrer orbikularen Verbindung mit „Alien“ auf eine konzentrische Lehre hin steuern: alles, was du erschaffst, besitzt das Potenzial, dich zu vernichten. Daraus lassen sich die Verknüpfungen herausdeuten und –lesen und ob die einem als Fan der Reihe nun ein leises, befriedigtes »Aaaaha…« entlocken oder doch eher ein geseufztes »Och neeee, ehrlich jetzt?!?« nach sich ziehen muss jeder selbst entscheiden – mir jedenfalls hat das als Erklärungsmodell überhaupt nicht gefallen, wie der gesamte Film mir nicht gefallen hat. Ich liebe Scotts „Alien“, genau wie Camerons Nachfolger, und kann selbst dem weniger gelungenen Fincher-Kompromiss und Jeunets Groteske noch etwas abgewinnen. „Prometheus“ allerdings enttäuscht mich in der Einfallslosigkeit und Vorhersehbarkeit seiner Standartstory (hat man den Trailer gesehen gibt’s nach gut der Hälfte keine Überraschungen mehr), „Prometheus“ enttäuscht mich in der Austauschbarkeit und Stichwortartigkeit seiner Figuren, ich mochte das Creature Design überhaupt nicht, mir gefällt der grundlegende Gedanke einer Schöpferrasse nicht, deren Aussehen unter der bekannten Space Jockey-Rüstung und –Behelmung sagt mir nicht zu, die Schockeffekte sind lahme Variationen (oder eben auch evolutionäre Vorstufen) der typischen „Alien“-Momente, unter deren Bedienen „Prometheus“ mehr zu leiden hat, als das sie den Film voran brächten. Ich mochte es nicht, wie unglaublich laut dieser Film teilweise ist. Der Horror und Schrecken in Scotts „Alien“ gebiert oft aus der Stille heraus, erst gegen Ende steigert sich der unübertroffen präzise Spannungsaufbau in blanken audiovisuellen Terror. Der bricht in „Prometheus“ immer mal wieder durch, mit Abstand am unangenehmsten in der überflüssigen Sequenz mit dem wütenden Sturm. Nee, „Prometheus“ hat mir überhaupt gar nicht gefallen, das ist nicht das, was ich als Ursprungsgeschichte der „Alien“-Saga zu akzeptieren bereit bin und da ist nichts, das mich so sehr hätte fesseln können, um ein Interesse an dieser eigenen Mythologie aufzubauen. This is Christian, disappointed survivor of the „Prometheus“-Screening, signing off…[...]

Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

christian.schmidt.1970

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Eine Kritik sollte eine Kritik sein und nicht die Selbstverliebtheit des Kritikers wiederspiegeln! Habe selten eine derartig schlechte und lächerliche Filmkritik gelesen. Da nimmt sich jemand offenbar etwas zu wichtig, was im Schreiben "in der 3. Person" ausufert!


gimlot

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zu nerdy und zu lang ...Wer 24/7 nur Marsmännchen guckt , kommt mit dem Wortgewichse besser zu Rande :/


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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8.0Ausgezeichnet

„Prometheus“ kann sie nicht erfüllen, die großen Erwartungen die der Film, bzw. die Promotion-Abteilung von Fox seit Monaten geschürt hat. Nach dem Teaser-Trailer zum Teaser und den großen Worten von Ridley Scott hatte ich schon etwas Größeres, Spezielleres erwartet, aber „Prometheus“ ist für mich dennoch kein schlechter Film. Ganz im Gegenteil, ich mochte ihn sehr, nur nicht unbedingt aus den Gründen die ich erwartet hatte.

Ich wollte Epik, Finsternis, Ausweglosigkeit, die große Frage nach dem Warum und eine noch größere Antwort darauf. Nun, die große Frage ist allgegenwärtig, die Antwort, nein, die Antworten bleibt der Film aber schuldig. Aber dies hat auch einen gewissen Reiz, auch wenn dieser Reiz einhergeht mit dem unabwendbaren Sequel.

Unabwendbar war auch große Epik. Die Story von „Prometheus“ suggeriert einfach große Bilder und die gab es auch zu Hauf, aber ihnen fehlte der letzte Schuss Großkotzig- und Eigenständigkeit, auch wenn einige Bauten wirklich toll aussahen - dennoch rechtfertigt dies nicht die 3D Konvertierung, die man sich wirklich hätte sparen können. Der fremde Planet wirkt dazu keinesfalls so fremd wie er eigentlich sollte und seine blassen Grautöne erweckten auch nie das Gefühl eines großen Sci-Fi-Abenteuers. Im inneren der mysteriösen Höhle, gab es dafür eine Menge Dunkelheit sowie aufkeimende Ausweglosigkeit die sich mit zunehmender Laufzeit verdichtete, aber leider auch nie wirklich die Intensität erreichte, die ich mir erhoffte, vor allem weil „Prometheus“ nur selten wirklich spannende Momente zu bieten hatte.

Ein weiterer Knackpunkt ist die Crew des Schiffes, die sich hier und da echt ziemlich dämlich anstellt. Noomi Rapace als Forscherin und Heldin macht eine gute Figur, allerdings ist es schon bedauerlich, dass ihre Liebesbeziehung zu ihrem Kollegen Charlie mehr wie eine platonische Freundschaft wirkt. Aber wenigsten scheint der Film zumindest rudimentär an ihr interessiert zu sein, alle anderen wirken austauschbar, auch wenn Idris Elba als pragmatischer Captain und Charlize Theron als eiskalte Anführerin einige kurze Momente vom Script spendiert bekamen, in denen sie sich etwas vom Crew-Einheitsbreit abheben durften. Einzig Michael Fassbender als Android David ist wirklich gelungen. Sein ambivalentes Verhalten, sein Versuch menschlich zu wirken macht „Prometheus“ auch außerhalb der mysteriösen Höhle interessant.

Warum also gebe ich diesem Film, der meine Erwartungen nicht recht erfüllen konnte 8.0 Punkte? Ganz einfach, weil ich ihn faszinierend fand. Der Film erinnerte mich von seiner Geschichte her an den Ufologen Erich von Däniken, der mit seinen zig Theorien über Aliens, Raumschiffe und den Ursprung unserer Existenz dutzende von TV-Specials und Büchern füllte. Klar, alles Schwachsinn, aber auch irgendwie packend. Von Däniken, der bestimmt auch eine Theorie entwickelt hat dass die Inkas das feuchte Toilettenpapier von einer humanoiden Alienrassen von Alpha Centauri erhalten hat, entwirft einfach fesselnde Ideen. Ich höre da gerne zu und kann auch vergessen, wie blödsinnig das ist, zumindest für die Dauer des Vortrags. „Prometheus“ ist genauso. Der Film ist Humbug, aber faszinierender Humbug, der es eigentlich gar nicht nötig hätte zwanghaft das „Alien“-Franchise zu hinterfragen.

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Stefan_R.

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Schöne Kritik, wenngleich meine Bewertung etwas niedriger ausfällt.


freakualizer

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Wenn ich ein Interview von Scott richtig interpretiere, folgen noch einige Teile. Er meinte sowas wie, er könne noch mindestenes zwei (oder drei?) Prometheus-Teile drehen, bis er bei der Story von Alien angekommen ist.


Alle Kritiken (40)


Kommentare (639) — Film: Prometheus - Dunkle Zeichen


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Pesthexer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Fantastischer Film voller Spannung und Nervenkitzel. Überragend gute Schauspieler (Noomi Rapace, Michael Fassbender und Charlize Theron sind einfach klasse) und eine verdammt starke Kulisse haben für fesselnde 2 Stunden gesorgt.
Absolut großartig und so schnell nicht zu toppen.

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Thirteen

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ach wie gut das ich nicht doof bin. Ich verpasse einfach zu viel, lasse aber auch ganz bewußt viele Filme an mir vorbeirauschen. Das wird auch immer einfacher da es schlicht für meine Begriffe ein Überangebot gibt. Ich lese kaum Movie-Zeitschriften denn ich brauch i.d.R. keine Kritiker die mir sagen ob ich einen Film oder ein Song oder ein Kleid toll oder blöd finden soll. Verschont und ganz unempfänglich bin ich jedoch davona uch nicht. Trotzdem, mir tun die Leute leid die bei so manchem Film anscheinend keinen Spaß mehr haben können weil sie sich nicht mehr fallen lassen können. Schlicht weil sie vollgestopft sind mit Normen und Meinungen die sie glauben vertreten zu müssen.

Wie toll das ist unwissend zu sein und wie unterschiedlich zur Erfahrung der "gut informierten" konnte ich bei "Prometheus" mal wieder sehr gut erkennen. Ich wußte NICHTS...ich wußte nicht mal das es was mit "Alien" zu tun hat (kaum zu glauben oder?).
Und das obwohl ich ein Alien (I + II) Fan bin. Natürlich hab ich schnell geahnt bzw gehofft das es die Geschichte des unbekannten Raumschiffs aus Alien I erzählt. Das war einfach hoch spannend für mich.

Vor allem nach den doch recht enttäuschenden Fortsetzungen war das der Hammer. Der ganze Film hat das Niveau der Geschichte wieder extrem angehoben. Alles viel seriöser, detailverliebter und aufwendiger. Ich persönlich habs nich gleich kapiert...aber ich liebe es ja auch noch nach dem Film nachdenken zu müssen. Bin sehr gespannt auf Teil II.

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MaceWindu1998

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Bewertung0.0Hassfilm

Was hat Ridley Scott dem unheimlichen Wesen aus einer fremden Welt nur angetan!?
Ich hätte es nie für möglich gehalten, das die Reihe nach dem missratenen 4. Teil noch tiefer sinken kann. Mit Prometheus hat sie es leider geschafft!

Von der ersten Szene an wusste ich, das Prometheus missraten ist. Auf der Suche nach unserem Schöpfer ... pffff ... was hat das mit Alien zu tun!?
Atmosphärisch war der Film ok, er war manchmal schon ein bisschen gruselig und spannend. Leider waren manche Effekte so schlecht, das sie die wenigen guten Punkte übertrafen. Die Optik ist hier komplett missraten. Das "auf hochglanz polierte Set" sah zwar in Filmen wie Oblivion wirklich cool aus, aber in Prometheus hat es nur dazu beigetragen, meine Laune noch tiefer sinken zu lassen. Doch was mich am meisten gestört hat, war, das man Prometheus als Fortsetzung/Vorgänger von Alien verkauft hat! Und das obwohl man nie das klassische Alien zu gesicht bekommt! Allemöglichen anderen Kreaturen tauchen stattdessen auf, aber die waren mir sowas von egal, denn ich wollte hier einen Alien-Film sehen!
Trotz einiger bekannter Schauspieler können die Darsteller nicht überzeugen.
Immer hin hat der Komponist Marc Streitenfeld ab und zu das klassiche Alien-Thema eingebaut. Doch das hilft dem Film letztenendes auch nicht weiter.
Immerhin wird ganz zum Schluss noch einmal das Alien gezeigt, doch darf man es deshalb einen Alien-Film nennen?
Definitiv NICHT!

Fazit: Schlimme Optik, teils schlechte Effekte und schwache schauspierlerische Leistungen machen Prometheus zu einer gewaltigen Enttäuschung für alle Alien-Fans!

Sehr interessant ist allerdings, das in Alien der Schriftzug "Alien" sich in einer Minute aufgebaut hat, in Prometheus hat das gerade mal 10 Sekunden gedauert. Da sieht man, das das breite Publikum nicht mehr viel von langsamen Spannungsaufbau hält. Schade.

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DerWaldHerr

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Nö, die Grund Idee als solches fand ich eigentlich recht ansprechend, aber was Scott drauß gemacht hat war eher unangenehm zu sehen.


MaceWindu1998

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Mir hat schon die Grundidee den Film verdorben.
Ist ja auch egal, verdorben ist er so oder so


unknownhorse

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Bewertung5.5Geht so

Nach der ersten Szene dachte ich, oioioi, das könnte was werden! Am Ende dachte ich zu 80%: Tschüß, das war ziemlich dumm! Gerne hätte man peinlich-einfallslose "Hihihi, ich schreibe mein allererstes Drehbuch"-Dialoge, spannungslose Sequenzen (vom Schnitt theatralisch mit orchestraler Musik überspielt), Schreckgespenst Charlize Theron und unlogische Ereignisse wie arachnoide Zombiecrewmitglieder wegschnippeln dürfen. Mehr Fassbender, räumliche Hologramme und Urmenschmythos wären hingegen schön gewesen.

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abendrot

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Bewertung1.0Ärgerlich

Hatte mich gefreut wie Rille auf diesen Film, denn die Story versprach interessant und spannend zu werden. Allerdings wird schon gleich in der allerersten Szene das Schöpfungsgeheimnis der Menschheit verraten und damit jegliche Mystik zerstört. Ein plakativeres Alien bzw. ,,Schöpfer"design ist den Machern auch nicht eingefallen, im Prinzip "die Schlümpfe" auf Anabolika. Dazu eine Gurkentruppe Wissenschaftler, die sich auf dem vermeintlichen Heimatplaneten ebenjener Schöpfer-Aliens (auch Konstrukteure genannt) in etwa so aufführen wie eine Gruppe gestrandeter Ballermanntouristen. Da letztere überall mit ihren Griffeln drangehen, ist es natürlich kein Wunder, dass es schon bald Stress gibt. Freude macht bei diesem Film nur das Wiedersehen mit einem Proto-Facehugger und zumindest einem Alien-Verwandten (das Viehzeug aus den alten Filmen). Ein Punkt auch dafür, dass ich so herzhaft lachen konnte über das schlechteste Alters-Make-Up, das ich je gesehen habe in einem Film. Der Rest ist ein Fall für "Kopf meets Tischkannte" und das hätte Alteingesessenen wie Ridley Scott eigentlich auffallen müssen.

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Titaneus

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Bewertung2.0Ärgerlich

Humor braucht man.
Ja! ich mag es von fantastischen Drehbuch-Einfällen überrascht zu werden! wie etwa, wenn Menschen genau im richtigen Moment den Raum verlassen um Sex zu haben, während etwas schlimmes passiert oder Dialoge wie “Sie sind ein Android, sie können nicht verstehen, was Religion bedeutet” (hö hö hö). Großartig. Gene Roddenberry wäre vor Neid geplatzt.
Es ist begrüßenswert Wissenschaftler zu sehen, die sich vor unbekannten Wesen wie Idioten benehmen und es ist erfreulich Nebenfiguren kennen zu lernen, die eine ohnehin schon infantile Handlung nicht weiter bringen.
Naive Protagonisten sind erwünscht, die nach einem Gott suchen, weil sie emotionale Baustellen sind und nicht erkennen, dass die Suche nach einem Gott, Respektive Nichts, eben jener Grund für diesen Baustellen-Zustand ist.
Und natürlich hat man nicht vergessen, das Ganze dann auch wie ein trendiges Musikvideo zu schneiden, mit austauschbarer Musik zu versehen und so holprig miteinander zu vermanschen, dass man allein ob des Pacings, zu keiner Sekunde, nicht einmal so etwas wie ordinäre Spannung verspürt - Dieser Umstand ist während des Films tatsächlich immer wieder unglaublich. "Prometheus" ist ein Film der besser sein müsste als er tatsächlich ist.

Nun, zuletzt -am aller wichtigsten- ist es Pflicht für diese Farce gute Schauspieler zu opfern, damit der vernachlässigte SciFi-Fan, sich nach Jahrzehnte langem Entertainment-Durst, einen intelligenten oder gar philosophischen Film einreden kann und diese Vorstellung mit dem Geschmack von populären Schauspielern abrunden darf.

Und warum ist das alles, inklusive des schmierigen aber konsequenten Kritiker-Sarkasmus zumindest vordergründig wünschenswert? Damit wir elitären Arschlöcher daraus einen sogenannten Camp-Film machen können und aus dem Lachen nicht mehr raus kommen, uns aber vorher dabei ertappten, wie wir zumindest für einen winzigen Moment kindliche Vorfreude oder Euphorie verspürt haben, nur um von einem in die Jahre gekommenen, längst ausgebrannten Künstler einen Augenblick später bitter enttäuscht zu werden – Was uns bleibt ist Humor und diese Reaktion ist in der Regel lange nicht so zynisch, wie dieses ganzen Franchise-Vergewaltigungen, die derzeit betrieben werden.

Einst galt unter Suspense-Experten, dass eine, durch gezieltes Weglassen von Informationen erzeugte Vorstellung, die nach dem Film im Kopf der Zuschauer weiter gesponnen wird, ein erstrebenswerter Zustand sei und somit die Nachhaltigkeit fördert, ja eine Diskussion (lat. discussio „Untersuchung, [...] Prüfung“) belebt. Heute muss man einer vermeintlich fantasielosen Gesellschaft sogar 35 Jahre alte, wundervolle Mysterien zurechtkauen und in den Mund spucken. Das sollte so nicht sein.
Wenn nun irgendwer daherkommt und meint “Alien” durch “Prometheus” besser verstanden zu haben, ist das Scott-Selbstvernichtungs-Experiment geglückt.
Man hat nämlich vor Allem verstanden, die eigene Fantasie zu demontieren, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

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LilQ

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Ich bin Ridley Scott sehr dankbar, dass Alien fünf oder minus eins, was auch immer, kein Alienbefälltmenschläuftamokundkillteinemnachdemanderenbisjemandalienkilltfilm geworden ist. Danke Ridley Scott.
Hegen wir nicht alle den Wunsch unsere Eltern zu töten? Das fragt David Elizabeth Shaw und was ist das eigentlich für ein verdammt interessanter Gedanke! Diese Fragestellung zieht sich durch den ganzen Film. Jedenfalls für mich, denn jeder sieht Prometheus irgendwie anders.
Die Schöpfer, diese fremden Riesen, erschufen die Menschen und Shaw fragt sich warum. Als Archäologin wundere ich mich über eine gläubige Archäologin, aber wieso nicht, sollte es ja auch geben. Wir Menschen erschufen Androiden nach unseren Abbild und David fragt sich zurecht, was für ein Zweck das dient. Und dann diese unterschwellige Feindschaft der Menschen zu der KI, die sich durch alle Alienfilme wie ein roter Faden entlang zieht. (Ist eigentlich ein amerikanisches-europäisches Phänomen siehe IA, Terminator, Blade Runner, I Robot, Matrix und so weiter und so weiter, in Asien sieht man das mit Robotern viel entspannter)
Erwacht der schlafende Riese wieder, so denkt er nicht ans Frühstück, sondern will gleich die Menschheit auslöschen. Was hat David zu ihm gesagt oder ist auch so einfach nicht gut auf seine Schöpfung zu sprechen? David hat eigentlich auch kein Bedürfnis, die Menschen, die ihn begleiten, am Leben zu erhalten. Und Elisabeth, sobald sie checkt, dass ihr Schöpfer ein fieses Arschloch ist, will nichts sehnlicheres, als ihm umzubringen. Halten wir das mal fest:
Die Schöpfer erschaffen die Menschen nach ihrem Abbild und fangen an sie zu fürchten. Die Menschen haben den Drang ihrem Schöpfer zu begegnen, aber sind sich später der Bedrohung, die von ihnen ausgeht bewusst und wollen die Schöpfer töten, anstatt getötet zu werden. Die Menschen konstruieren selbst eine Schöpfung nach ihren Abbild, aber fühlen sich ebenfalls von ihr bedroht, weil Androiden klüger und leistungsfähiger sind als sie. Die Androiden fühlen sich zu den Menschen angezogen, denn sie sind ja schließlich deren Schöpfung, bemerken aber gleichzeitig den Konkurrenzkampf und die Ablehnung und stellen sich die Frage, ob wir nicht alle das Bedürfnis haben unsere Eltern zu töten. Hach, wie schön.
Viel besser als enge, dunkle Gänge, viel besser als die Angst und Flucht und viel besser als fliegende metaphorische Geschlechtsteile. In unserem Innersten verbirgt sich das wirkliche Grauen.
Und dann kommen wir noch zu dieser ABC-Waffe, namens Alien, was eigentlich eine Nebenrolle spielt, denn es kann nicht reden, keine Symphonie schreiben und außer Angst, Terror und Zerstörung nicht viel bewirken. Es ist, was es ist, ein Schmarotzer, der einen Wirt braucht um sich zu transformieren und ein Mischwesen aus Alien und Wirt zu werden. Warum diesem Wesen mehr Filmzeit opfern? Es hatte doch schon vier Filme Zeit gehabt Angst und Schrecken zu verbreiten.
Ich mag Prometheus. Ich mag es deshalb, weil er viele Fragen aufwirft, nichts erklärt und mal anders ist als die vier Filme davor. Ich könnte mir Stunden über diesen Film den Kopf zerbrechen.
Und die Anfangsszene, dieser Schöpfer der sich mit dieser Flüssigkeit zerstört und ins Wasser fällt. Was hat das zu bedeuten? Bringt er so das Leben auf die Erde, indem er Seins zerstört? Macht er aus einem komplexen Organismus, seinen Körper, einzelne chaotische Bestandteile, aus dem sich wiederum Bausteine zu neuem Leben formatieren. Aus Ordnung wird Chaos und aus Chaos wird wieder Ordnung. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik und das so schön metaphorisch dargestellt. Prometheus, der Feuerbringer, der Titan der den Menschen die Macht der Götter (Schöpfer) bringt. So viele kluge Ansätze, ich weiß gar nicht, wo ich Anfangen soll zu denken und bei welchem Gedanken ich aufhören muss. :) Ach, ich mag Prometheus.


TRex2003

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LilQ, Kommentar gefällt mir. Ich bin nämlich nach dem Film ebenso verwirrt gewesen, ich hab dem Film eine überdurchschnittliche, aber nicht besonders gute Bewertung verpasst (ganz bewusst vor dem Lesen der Kommentare) und weiß nun, wieso. So oberflächlich betrachtet ist der Film irgendwie ganz nett. Die Handlung wirkt ständig total gehetzt und dennoch fragt man sich zum Zeitpunkt der etwas sperrigen Geburt, wo die anderen zwei Stunden Handlung sind. Aber zwischendrin steckt diese fiese kleine Frage, die einen (unbewusst) nachdenklich macht. Ob ich den Film in absehbarer Zeit erneut anschaue? Kann ich noch nichtmal sagen...


Otto Normal

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Bewertung3.5Schwach

Ich mag Scinece Fiction, ich mag keine Horrorfilme. Alien mag ich eher nicht. Neugierig auf Prometheus war ich aber schon. Tolle Optik, sehr schöne Bauten, aber nichtssagende Schauspieler und vor allem (das scheint heute kaum noch jemanden zu stören) viel zu eklig. Wer denkt sich denn so ne perverse Scheiße aus? Hollywoods Ekelschwelle muss leider in jedem Jahrzehnt ein bischen hochgesetzt werden. Schade. Naja egal, guck ich den Dreck halt nicht. :)

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Otto Normal

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Hast nicht Unrecht. Zumindest Alien 3 war mir auch schon viel zu eklig.


spacyfreak

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Ach wenn die Fleischfachverkäuferin ein Stück Tier in den Fleischwolf drückt und da rot-weisses Hack rauskommt ist das auch eklig..... ;-)
Prometheus war einfach auf eine gewisse Weise ungeschickt hingeschissen, sehr schade, hatte grosses Potential........
Ich glaub ich komm nie drüber weg! schlochz. :-)


hankschrader

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Bewertung6.0Ganz gut

"Prometheus" ist solide Unterhaltung, keine Frage. Aber ich hatte viel mehr Spannung erwartet! Enttäuschend fand ich, dass der Film doch sehr lahm und zäh ist und eigentlich kaum spannende Momente bzw. Höhepunkte hat. Hinzu kommt, dass ich die Figuren überwiegend nervig fand und daher nicht wirklich mitfiebern konnte. Ein Lichtblick ist vielleicht, dass der Film zumindest gegen Ende hin etwas erstarkt. Bedingt empfehlenswert.

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EvertonHirsch

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Bewertung5.5Geht so

“Prometheus“ beginnt sehr gut, jedenfalls wirft er viele Fragen auf, auf die man am Ende hofft, eine Antwort zu bekommen. Aber da liegt das Problem, man bekommt eben keine. Es bleiben zu viele Fragezeichen und der Zuschauer selbst dadurch etwas unbefriedigt.

Fassbenders (in seiner Rolle als Android leider etwas verschenkt) Handeln zwischendurch bleibt einfach ungeklärt. Die typische Schwangerschaft wird auch eingebaut, ohne dass danach noch einmal darauf zurückgekommen wird. Das wirkt wie abgehakt, weil es als Alien-Vorgänger einfach mit rein musste.

Das Ende kommt dann auch einfach plump und wie übers Knie gebrochen daher. Die Figur von Theron (auch hier wird viel zu viel Potential verschenkt) bleibt im Resümee einfach nur überflüssig, wird aber in der ersten Hälfte anders präsentiert.

Im Endeffekt scheint es so, als ob alle am Drehbuch Beteiligten nach der Hälfte Schluss gemacht haben, um die Auflösung dann erst im Kino zu erfahren.

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spacyfreak

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Prometheus krankte vor allem an einem - man fühlte die ganze Zeit dass man im Kino hockt, weil man aufgrund der absurd-unauthentischen Story und vor allem dem albernen drehbuchverordneten Handeln der Protagonisten alle 3 Minuten "WTF!!" dachte....
Gnadenlos verschenktes Potential...
Hätte DER Sci-Fi Kracher werden könne, aber so ist es nur schön bunt und zäh....


pischti

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Zäh fand ich ihn jetzt nicht ^^


jorg.hoffmann.9849

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Bewertung7.0Sehenswert

Aufgewachsen bei Tante May und Onkel Ben, versucht Außenseiter Peter Parker seinen Platz im Leben zu finden und High-School-Schwarm Gwen Stacy zu erobern. Doch als er auf einen Aktenkoffer seines Vaters stößt, setzt er alles daran, das Geheimnis ums Verschwinden seiner leiblichen Eltern zu lüften. Die Fährte führt in die Labors von Oscorp Industries, wo Dr. Curt Connors, Ex-Arbeitskollege seines Vaters, forscht. Dort muss sich Peter seiner größten Herausforderung stellen - und seinem Schicksal.

The Amazing Spider-Man ist neben den Comicverfilmungen The Avengers und vor allem The Dark Knight Rises,in meinen Augen gut gelungen.
Emma Stone [The Help] und Andrew Garfield [Alles was wir geben mussten]ergänzen sich sehr gut,wie ich finde.Emma Stone ist neben Emma Roberts,derzeit meine Lieblingsjungschauspielerin.
Der Film ist kaum langweilig,sogar mit ein wenig Tiefgang und auch die Action kann sich sehen lassen,ob es nun unbedingt einen weiteren Spider-Man Film geben mußte,steht auf einem anderen Blatt.

Ich habe mich gut unterhalten und vergebe 7/10.

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spacyfreak

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Wow.. danke!! ENDLICH kapier ich PROMETHEUS!
Menno ich war total auf dem Holzweg, danke echt jetzt!!!!!!


MaceWindu1998

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Geiler Kommi!:D:D:D


Moviegod

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Bewertung7.5Sehenswert

Was war das damals für eine Nachricht; Ridley Scott kündigte die Vorgeschichte der "Alien" Filmreihe an. Die Erwartungen der Fans stiegen förmlich ins unermessliche. Doch schon während der Produktion gab es immer wieder Meldungen, dass die Story wieder und wieder geändert wurde und der Film am Ende doch nicht ein direktes "Prequel" werden wird. Das Endergebnis zeigt nun, dass dies wohl eine DER Untertreibungen des Filmjahres 2012 war. Bis auf ein paar Anspielungen (und den Namen Weyland natürlich) hat Prometheus nichts mit den Alienfilmen zu tun. Stattdessen wird hier eine eigenständige Geschichte erzählt. Diese ist im Sci-Fi-Genre zwar nicht wirklich neu und originell, doch weiß sie durchaus zu unterhalten. Die Stärke des Films liegt in der Optik und da schöpft Scott wie immer aus dem Vollen. Ob per CGI erschaffene Welten, reale Settings oder die Inszinierung allgemein. Ein Genuss für die Augen ist Prometheus allemal. Was mich gestört hat, waren die meisten der Figuren. Bis auf Elbas Figur als Captain war mir wirklich jede andere Rolle unsympathisch. Bei dem Androiden David konnte ich dies noch nachvollziehen, doch dass alle restlichen Crewmitglieder so angelegt wurden, hat den Unterhaltungswert gemindert.
Ansonsten ein guter Sci-Fi- Film, der an ein paar Stellen die beklemmende Wirkung von "Alien" ansatzweise rüberbringt. Doch da man am Ende mit mehr Fragen als Antworten zurück gelassen wird, sind die Erwartungen an die Fortsetzung wieder nicht gerade gering.

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spacyfreak

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Ach ich erwart nach dem Schinken erstmal garnix....
Was ist nur aus Ridley Scott geworden?
Glaube so langsam das Koks in den 80ern war einfach hochprozentiger als heute... oder er hatte mit Alien und Blade Runner einfach nur Glück...


cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

Ridley Scott schickt uns gemeinsam mit der "Prometheus" auf die Reise nach den Ursprüngen menschlichen Seins und ermöglicht dem Zuschauer zugleich einen wahren Ohren- und Augenschmaus – Bilder von ästhetischer Schönheit und die heimische Kinoanlage darf sich zur Abwechslung auch mal wieder austoben, um sich einiger Staubschichten zu entledigen, was die Nachbarschaft vermutlich weniger erfreut zur Kenntnis nimmt.

Die erste Filmhälfte serviert eine gemächlich vorgetragene Geschichte, welche mit einer steten Spannung ausgestattet ist, bevor es die Regie-Ikone im zweiten Durchgang ordentlich krachen lässt. Obwohl es zum Schluss schon fast ein wenig zu viel des Guten ist, bleibt unterm Strich ein bildgewaltiges SciFi-Abenteuer, das mich äußerst angenehm überrascht hat!

Weiter so Ridley, da geht noch was!

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schwedenretter

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Fand es auch unverständlich, dass der Film einen solchen shitstorm seitens der alien-community ertragen musste.


cpt. chaos

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Kann man natürlich miteinander vergleichen, muss man aber nicht zwangsläufig!


Monkey_Business

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Bewertung3.5Schwach

Von Prometheus war ich damals im Kino richtig enttäuscht. Ich hatte den Eindruck dass hier einfach versucht wurde zuviele Themen aufeinmal in den Film zu packen und dabei vergessen wurde eine spannende in sich schlüssige und glaubhafte Geschichte zu erzählen. Es gibt einfach zuviele unlogische Ereignisse im Plot. Davon abgesehen sind auch die Schauspieler in diesem Film nicht überzeugend. Ihre Motivationen im Film bleiben schemenhaft und man fühlt mit keinem so richtig mit.

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Monkey_Business

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Ich geb dir da recht. Grob gesehn kommt wieder eine Crew von Leuten durch fremde Wesen in Schrierigkeiten und die Crew wird dezimiert. Das ist genau wie in Aliens damals schon. Damit hätte ich mich ja noch anfreunden können...doch im Vergleich zu Alien war er nicht spannend. Das war das was mich damals bei ALiens so beeindruckt hatte. Ich fand ihn unglaublich spannend gemacht.
Und schließlich hätte ich mir genau wie du gewünscht dass das Alien-Universum sinnvoller und glaubwürdiger gestalltet wird.


Centipede

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Obwohl Prometheus-Dunkle Zeichen so gesehen für Fans der älteren Teile eine herbe Enttäuschung war/ist, bin ich trotzdem gespannt auf den 2 Anlauf. =)


-Ruby-

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Bewertung6.0Ganz gut

Auch wenn ich selbst kein großer Alien-Fan bin, kann ich die Enttäuschung der Fans nachvollziehen. Der Film beantwortet zwar die ein oder andere Frage, lässt aber genau so viele neue Fragen offen. Vor allem ist die "Auflösung" leider nicht so spektakulär wie erhofft. Man könnte fast sagen, die Handlung ist sehr einfallslos und plump und erreicht die mythologische Größe des Titels nicht mal ansatzweise. Prometheus auf amerikanisch.
Visuell war der Film allerdings klasse. Auch Michael Fassbender hat mich voll und ganz überzeugt und seine Darstellung des komplexen und undurchschaubaren Davids war es, die den Film lange Zeit überhaupt getragen hat.

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Misfits_Films

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Bewertung6.0Ganz gut

2 Stunden Film.
Die erste Stunde sehenswert. Tolle Optik. Richtig gut und spannend erzählt.
Die zweite Stunde. Chaotisch, zusammenhanglos, und dadurch unlogisch und alles wirkt gezwungen. Schade drum.

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inceptionfan

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr guter Science Fiction - Film mit tollen Schauspielern (vor allem Michael Fassbender), düsterer Atmosphäre und spektakulären Effekten. Leider war dann die Story doch ein wenig flach und enttäuschend, da sie ziemlich vorhersehbar ist und sich doch zu sehr auf Effektspektakel verlässt.

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Oliver0403

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich sehe den Film als eine moderne Interpretation des Klassikers "Alien" an; allerdings ist das Original unerreicht und wird es auch immer bleiben. "Prometheus" hat hier und da kleine Schwächen und Längen, aber für einmal anschauen ist er durchaus recht interessant.
*Spoiler*
Die Schlussworte von Elisabeth Shaw (Noomi Rapace) erinnern auch sehr stark an die Worte von Sigourney Weaver als Ellen Ripley.

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Darksaber

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Prometheus ist keine moderne Interpretation von Alien, sondern die Vorgeschichte davon. Von daher denke ich auch waren die Schlussworte beabsichtigt.

mfg Darksaber


13vsGambit

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Bewertung9.5Herausragend

Ich habe den Streifen schon vor längerer Zeit gesehen und es ist nicht bei einem Male geblieben.

Kurz um, wow, grandios, ganz großes Kino.
Wer dachte die Aliensaga ist ausgelutscht und nach X Streifen a la Alien vs. Preadtors oder Alien vs. Kühlschrank, wird hier eines besseren belehrt.

Die Atmospähre während des ganzen Films ist unbeschreiblich, beklemmend, bedrückend.... Die Trailer versprachen genau das und ich wurde vollends unterhalten und warte schon gespannt auf den nächsten Teil.

Um Michael Fassbender noch positiv hervorzuheben, genialer Part von ihm, genauso Rapace oder auch Elba. Es daneben fand ich dir Darstellung von Pearce als Weyland, da hätte ich schon gern den guten alten Lance Henriksen alias Bishop/Weyland gesehen, deshalb einen 1/2 Pts weniger ;)

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Jason Born

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Yo, bleib jetzt:) Ich hab die Alien+Prometheus Box seit 2012 und staune auch bei den alten Streifen, wie gut das auf BD aussehen tut.


13vsGambit

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Allerdings, war ich auch positiv überrascht, wie gut die auf BluRay aussehen, nochmal eine echte Aufwertung


Dick Laurent ist tot

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehenswert und enttäuschend zugleich.

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Misfits_Films

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Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Schön auf den Punkt gebracht. ;-)


reinkege

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

http://www.youtube.com/watch?v=GpEx7pdp2-Q
hiermit werden die meisten fragen tatsächlich nachvollziehbar beantwortet

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