Red Lights - Kritik

Red Lights

ES/US · 2012 · Laufzeit 118 Minuten · FSK 16 · Thriller, Drama, Horrorfilm · Kinostart
  • 3 .5

    [...] Auf beinah zwei Stunden ausgedehnt bezieht „Red Lights“ sein Interesse ausschließlich mit dem Warten auf diese Antwort. Ist Silva nur ein Meister des brillant vorgetragenen Humbugs oder doch ein übersinnlich begabter Hexer, den man eventuell sogar fürchten muss? Dies wird freilich erst im großen (naja) Finale enthüllt, vergleichbar mit einem „echten“ Zaubertrick. Da wird auch minutenlang zwecks Irritation irgendein Zinnober betrieben, um am Ende mit dem dicken Aha für Applaus zu sorgen. Wenn der Quatsch unterhaltsam ist, warum nicht? Der Weg ist das Ziel, bei „Red Lights“ gibt es nur das Ziel und der Weg dahin ist zäh. Spröde. In die Länge gezogen. Spannungsintensive Zwischenhochs sucht man vergebens bzw. sie sind ganz fauler Budenzauber. Wenn schon wieder eine Scheibe zu Bruch geht oder irgendein technisches Gerät knallend seinen Geist aufgibt wäre das noch nichtmal sonderlich erschreckend, wenn man selbst dabei wäre. Ewig wartet man auf den Geistesblitz, der vielleicht noch die Wende bringen könnte. Dann ist es endlich so weit, die Taube wird aus dem Zylinder gelassen und man denkt sich: Ach so… na und?

    Das ist es jetzt? Darauf wurde die ganze Zeit hingearbeitet? Und wieso dann dieses oder jenes? Nicht nur, dass die Pointe unspektakulär verpufft – die Taube kam quasi tot aus dem Zylinder -, es bleiben noch genug Fragen unbeantwortet. Diese lassen sich maximal mit einer unfassbaren Aneinanderreihung von Zufällen und einer nicht tolerierbaren Dummheit gewisser Personen erklären, das kann doch nicht die Absicht gewesen sein. Wegen diesem schalen Hokuspokus hat man jetzt zwei Stunden eine träge und rückwirkend betrachtet sogar extrem lückenhafte Geschichte über sich ergehen lassen? Besten Dank. Es bleibt die traurige Erkenntnis: Wenn Robert De Niro draufsteht, ist die Enttäuschung aktuell meistens vorprogrammiert. Abrakadabra. [...]

    20
    • 6 .5

      Netter Mystery-Thriller, der in meinen Augen von einem starken Aufbau zu Beginn und den guten Darstellern lebt. Leider sabotiert sich das Drehbuch selber, in dem es versucht aus der Geschichte mehr zu machen als am Ende da ist, und gerade am Ende hätte mit dem Twist durchaus anders umgehen können. Denn weis man einmal was gespielt wird, wirkt vieles auf einmal sehr konstruiert, nur um "unheimlich" zu wirken.

      Aber wie erwähnt, den Beginn finde ich durchaus spannend, vor allem wenn man diese Art von Film, wo irgend Jemand gegen irgend Etwas ermittelt um die Nuss zu knacken. Und das Thema welches gewählt wurde, bietet eigentlich genug Stoff um daraus einen interessanten Film zu machen.

      Mir hat er jedenfalls ganz gut gefallen, auch wenn ich am Ende unbefriedigt vor dem Abspann sass. Mal wieder verschenktes Potenzial an allen Ecken und Enden. Warum mussten es die Schreiberlinge so kompliziert machen, warum musste man so stark auf Effekt-Mystery setzen, nur um danach durch eine Banalität Alles wie ein Kartenhaus zusammenbrechen zu lassen.

      Auch die Figur des Simon Silver - und ich finde De Niro für sein Alter absolut passend in dieser Rolle - hätte ein besseres Ende und eine fantasievollere Auflösung verdient gehabt. Gerade worauf seine Fähigkeiten beruhen ist am Ende so banal, dass es schon fast weh tut. Ich muss zwar gestehen dass es vorausschaubar war, aber man den Zuschauer mit den bereits genannten Effekten versucht auf eine falsche Fährte zu locken...eben, sehr konstruiert wenn man das Ende kennt.

      Dennoch kann man den Film für einen verregneten Sonntag durchaus empfehlen, denn so richtig schlecht ist er in meinen Augen nicht.

      6.5 von 10 toten Vögeln

      1
      • 4
        dwaddy 11.12.2015, 22:22 Geändert 11.12.2015, 22:24

        Auf dem Papier hat der Film echt was zu bieten, erst einmal auf der Leinwand (oder bei mir besser auf dem TV) geht ihm schnell die Puste aus. Der Anfang ist noch interessant gemacht, danach wird's langweilig. Und die billigen Schockeffekte machen das Ganze auch nicht besser.

        De Niro ist überhaupt nicht präsent, Weaver spielt halbwegs solide und Murphy überspannt den Bogen gnadenlos. Und das Ende? Naja, Schwamm drüber ... da wurde leider viel Potential verschwendet.

        • 4

          Ein eigentlich ganz netter Film, der sich mit dem alltäglichen Hokuspokus, an den scheinbar so viele Menschen immer noch glauben, beschäftigt, der durch sein Ende aber komplett ruiniert wird.

          Die letzte Szene, wo einer der Hauptdarsteller außer sich vor Verwunderung ist, hätte man gut als Finale stehen lassen können. Dadurch hätte man sich selber einiges fragen können und jeder Zuschauer wäre sicherlich zu mehreren Gedanken gekommen, was nun gerade passiert ist.

          Aber die Wurst muss raus, also wird am Ende so hart gedrückt, dass (diesem Arsch von Film) gleich alle Hämorrhoiden mit platzen, obwohl der Darm schon leer ist...

          ...erinnert mich ein wenig an den originalen Blade Runner und sein aufgesetztes fürchterliches Happy End.

          Man spricht Menschen eben schon seit jeher die Kompetenz ab, sich im dunklen Raum stehen gelassen zurecht zu finden und baut somit gerne am Ende die 1000-Watt-Strahler auf, damit er auch ja genug sieht - natürlich inszeniert, denn das, was von dem Licht beschienen wird, das bestimmen die Macher des Films.

          Blöd.

          3
          • 3

            Dummer Film, völlig uninteressant.
            Robert de Niro hat kaum Text und Screentime. Cillian neigt zum Overacting.Der Score nervt, weil er ständig versucht Dramatik und Spannung aufzubauen wo keine ist
            Und die Story? Es geht darum ob ein Typ jetzt in Wirklichkeit Löffel mit mentalen Kräften verbiegen kann oder nicht.
            LAME ohne ende...

            • 6
              cycloo77 24.11.2015, 01:03 Geändert 24.11.2015, 01:04

              Wenn ich die Starbesetzung gegen das Filmerlebnis auswertet, dann ist der Film eine Enttäuschung.
              DeNiro als düsterer "Prophet" ist sicherlich nett anzuschauen, aber der Film als ganzes funktioniert irgendwie nicht.
              Spannungsarmut ist auch kein Pluspunkt.
              Ein paar handelsübliche Schockmomente sind auch dabei.
              Also alles nichts besonderes!

              5
              • 6 .5

                6.5 für das etwas schwache ende

                • 7

                  Der Cast kann sich natürlich sehen lassen...
                  Aber wie jeder weiss ist ein guter Cast nicht immer alles......

                  Das wichtigste an einem Film ist für mich sympathie für die Schauspieler oder die jeweilige Rolle,einen guten anfang...aber das verfickt wichtigste punkt an einem Film..ist nun mal das ende..mit einem guten Ende sprich einen Happy End oder Gnadenlosen Twist steht und fällt jeder Film........lange rede kurzer Sinn..dieses Ende ist Riesen Geil...und damit hät ich niemals.gerechnet....

                  Fazit: sehr cooler spannender Film mit gutem Cast geilem DeNiro...und was für ein Grandioses Geniales Ende....wow

                  • 6

                    Und wieder einmal decken sich die kritischen Meinungen zum Film mit meiner eigenen. Schauspielerisch ohne Zweifel top - daran gibt es nichts zu rütteln. Auch dei Story ist auf den ersten Blick vielversprechend und erinnert in Teilen an "The Prestige". Die Frage ist immer was man daraus macht. Und bei "Red Lights" wurde offensichtlich Potential verschenkt. Die gesamte Spannung besteht in den Bemühungen um die Enttarnung Silvers - dann kommen eine handvoll mystischer Momente vor, wie eine Person, die plötzlich neben einem auftaucht, obwohl sie bereits weg sein sollte.
                    Alles in allem fehlt mir aber eine Portion mehr Tempo und ebenso die versprochenen Horrorelemente. Viel eher würde ich "Red Lights" in die Kategorie Mysterythriller einordnen wollen.

                    Fazit: Qualitativ hochwertig, jedoch mit Längen.

                    1
                    • 4

                      Was genau soll dieser Film für ein Genre sein? Sorry, es bringt nix, wenn 10 Minuten eines Films gut ist, wenn der Rest dafür Mist ist.

                      Die Spannung möchte einfach nicht aufkommen und das trotz der TOP Darsteller De Niro und Weaver.

                      Man wartet darauf dass es endlich losgeht, oder das endlich etwas passiert.
                      Schade, man hätte viel mehr daraus machen können.

                      • 7

                        Kleines, mysteriöses Verwirrspiel, das eine unglaubliche Atmosphäre und spannung aufbaut und ein grandioses Finale bereithält!

                        FASZINIEREND

                        • 5
                          Hoey-Lestrate 18.07.2015, 01:08 Geändert 18.07.2015, 01:11

                          Sehr interessanter Ansatz, doch leider hat der Film starke Probleme damit Spannung aufzubauen, da das Pacing ziemlich miserabel ist. Schade, denn die Grundidee ist wirklich gut, erinnert ein wenig an Filme wie Prestige, The Illusionist und Night of the Demon...allerdings reicht er leider an keinen der drei heran. Hier wurde sehr viel Potential verschenkt und vieles einem Hollywoodtypischen Twist geopfert.

                          • 7 .5
                            Macintosh 14.07.2015, 16:26 Geändert 29.01.2016, 18:19

                            Ordentlicher Film, "fast" schon eine Hommage an James Randi. Allerdings wird die Sache` zugunsten eines großen Twists (yeah) am Ende wieder verraten (schade).
                            Ist eben Hollywood, Magie muss sein.
                            Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehle ich "A Honest Liar" mit J.Randi,
                            hier werden sie alle entlarvt, die Paranormalen, Hellseher, Wunderheiler und natürlich der Übermensch Uri Geller der "heute bei QVC Schmuck verkauft"
                            Simsalabim
                            ("Honest Liar" bei netflix auf deutsch)

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                            • 8

                              unterhaltsam und spannend!!mit wieder mal nem absolut schönen cilian murphy-wie macht der das bloss??? gefiel mir sehr!!:)

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                              • 6 .5
                                FranzXaverHerzog 19.06.2015, 00:03 Geändert 26.08.2015, 20:27

                                Achtung S P O I L E R ! ! !

                                So schlecht war der Film nicht. Eigentlich sehr gut, wenn man bereit ist, sich auf das Ende einzulassen: Simon war ein Scharlatan, der entlarvt werden musste. Er besaß keine Kräfte und bediente sich nur ausgefeilter Tricks. Tom hingegen besitzt die Kraft, von Anfang an, die Kraft seines Unterbewusstseins, die das Handeln aller Protagonisten beeinflusst. Er sät den Zweifel, er gibt aber keine Antworten. Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, das wir uns vorstellen können. Er besitzt die Kraft Dinge zu bewegen. Er besitzt nicht die Kraft Gedanken zu lesen. Das ist nicht möglich … und das ist die mögliche Message.

                                • 8

                                  sympathische schauspieler und packende story. ich hatte mit mehr "entmystifizierung" gerechnet und war daher von der auflösung ein wenig enttäuscht.
                                  unterm strich ist der film aber definitiv sehenswert!

                                  • 10

                                    Was für ein guter Film. Sigourney Weaver mit Cillian Murphy unterwegs als Real-Ghostbusters und ein mysteriöser, blinder Robert deNiro, dessen Geheimniss sie zu lüften versuchen. Ist doch schließlich alles nur Show, oder?
                                    Ich finde diese thematische Auseinandersetzung mit übersinnlichen Wahrnehmungen mal abseits des Paranoral-Activity-Genres sehr unterhaltsam. Ein tolles Finale rundet das ganze für mich zu einem Favoriten ab.

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                                    • 9 .5

                                      Ich bin begeistert von diesem Film. Man muss den Film nicht immer hinterfragen, sondern sollte einfach nur zurücklehnen und den Film geniessen. Auch wenn Logiklöcher vorhanden sind, hat er trotzdem eine spannende und packende Story. Das Ende fand ich einfach nur genial. Cillian Murphy glänzte als Tom Buckley und auch die anderen Schauspieler machten eine gute Figur. Wenn man sich nur ein Wenig für Übersinnliches interessiert, ist Red Lights auf jeden Fall ein must see.

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                                      • 8

                                        Ich fand den FIlm sehr unterhaltsam und fesselnd.
                                        Teilweise mit verwirrenden Parts die aber am Ende größtenteils eine Auflösung finden.
                                        Die schauspielerische Leistung war sehr einnehmend. Die Besetzung passte gut zur Thematik.
                                        Ich hatte ziemlich früh eine leise Ahnung worauf es mit Silver hinausläuft, aber dies wurde während des Filmes immerwieder umgeworfen.. ich war mir also nie sicher. Daher war die Auflösung dann doch überraschend.
                                        Und das Finale kam dann sehr unerwartet. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.
                                        Der Film hat mir dadurch viel Vergnügen bereitet.

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                                        • 5

                                          Der beste Beweis, dass gute Schauspieler noch lange keinen guten Film ausmachen. Bin riesiger Fan von Robert und Cilian Murphy, aber dieser Film war einfach nur pure Langeweile...

                                          • 7 .5

                                            Sehr unterhaltsames und vor allem spannendes Kino mit einem super Finale!

                                            • 5 .5

                                              Ein verdankt gutes Ende entschädigt nicht für einen langweiligen Film.

                                              • 5 .5

                                                Der Anfang mit Sigourney Weaver hatte ziemliches Potential und man hätte echt was daraus machen können.
                                                Ab dahin ist der Film meiner Meinung nach eher abgedriftet und hat in einer ganz anderen Richtung geendet die ich erwartet habe. War etwas enttäuschend.
                                                Das die Wissenschaftler selbst die wichtigste und einfachste Sache nicht korrekt untersucht haben lässt an ihrer Kompetenz zweifeln, somit kann ich sie nicht ernst nehmen.
                                                Und die Auflösung mit Buckley kam etwas unerwartet und sehr überraschend, was meiner Meinung nach ein Abfall des Filmes bewirkte.
                                                Fazit: Hatte Potential, wurde leider nicht genial erweitert trotz super Besetzung.

                                                • 7

                                                  Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden: ich fand den Film sehenswert! Die Thematik fand ich sehr interessant und hat mich auch nicht enttäuscht. Mein Tipp: einfach mal einen Film sehen ohne etwas zu hinterfragen. OK es hapert an manchen Stellen, aber er war kurzweilig, unterhaltsam und ich konnte abschalten. Und sowas muss ein Film (Sonntagsfilm ;-) ) können.
                                                  Schauspielerische Leistung war "ok"

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                                                  • 7

                                                    Ordentlicher Thriller mit einer sehr interessanten Thematik. Es gibt nicht allzu viele Schockeffekte, doch die guten Darsteller (vor allem De Niro und Murphy) sorgen trotzdem für eine ständig herrschende Spannung. Man bleibt bis zum Schluss neugierig, wie die ganze Story aufgelöst wird. Der Twist am Ende war dann schon auf eine gewisse Art und Weise genial.

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