Repo Men - Kritik

CA/US 2010 Laufzeit 111 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Thriller, Actionfilm, Kinostart 03.06.2010

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Kritiken (13) — Film: Repo Men

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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7.0Sehenswert

[...] Repo Men weckt bei mir äußerst ambivalente Gefühle, denn einerseits kommt er durchaus inspiriert und ambitioniert daher, andererseits sind die Anleihen an bekannte Werke der Filmwelt und Literatur nur allzu offensichtlich. Der Film klaut sich mal hier mal dort ein paar Fragmente und vermengt alles zu einem Action-Thriller mit gesellschaftskritischen Anrissen, einer dystopischen Zukunftsvision und teils überbordenden Gewaltexzessen.

Die Darstellerwahl ist mit Jude Law, Forest Whitaker und Liev Schreiber eine äußerst glückliche, wohingegen die weiteren Figuren ein wenig gegenüber der Leinwandpräsenz dieser Drei abfallen und dementsprechend blass bleiben. Doch auch Law, Whitaker und Schreiber vermögen es nicht, der eigentlich guten Grundidee des Films so etwas wie Substanz beizumischen, sind ihre Charaktere dafür doch zu stereotyp, als dass ihre darstellerische Fähigkeiten sich voll entfalten könnten. [...]

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Uwe B.B.B.

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Ich neige ja dazu, dem zuzustimmen. Allerdings finde ich es immer wieder erstaunlich, wie es einige Leute immer wieder fertigbringen, dasselbe Vorgehen einmal als "Klauen" zu bezeichnen und ein andermal mit euphemistischeren Ausdrücken bedenken. Da liegt wohl eine Persönlichkeitsspaltung vor.


Julio Sacchi: Das Manifest

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3.5Schwach

Anfangs tatsächlich recht spannende und originelle SF-Satire, die mittig ihren überstrapazierten schwarzen Humor für echte Emotionen aufzugeben verspricht; dann aber ein immer schlechter inszeniertes Spektakel der Geschmacklosigkeiten. Gleich zwei aufeinanderfolgende, fusslahme Musikvideo-Sequenzen erklären den totalen Bankrott: Zu "Burn My Shadow" von UNKLE schlachtet Jude Law seine Gegner ab, zu "Sing It Back" von Moloko wühlt er sich in einer grotesken Blutwurstsequenz durch die Organe seiner Geliebten. Dass sich der Film mit einer BRAZIL entlehnten Schlußpointe aus der Verantwortung für diese Vergehen ziehen will, macht alles nur noch schlimmer. Ein "Twist" übrigens, der anderthalb Stunden zuvor wie mit Leucht- und Tonsignalen reingetrötet wird - betont beiläufig und damit um so offensichtlicher. Mal wieder ein echter Scheiß.

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Hisayasu S

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Vollste Zustimmung!


Rochus Wolff: freier Journalist

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3.0Schwach

Im Grunde ist das eine schöne Utopie: Dass auf einmal jedes wichtige menschliche Organ ersetzt werden kann durch ein künstliches Implantat, ohne die Sorgen und Wartelisten für Spenderherzen, und womöglich noch mit schicken zusätzlichen Funktionen. Es wäre im Grunde ein Aufbruch in eine neue, bessere Welt, wäre da nicht, wie stets bei Operationen am offenen Gesundheitssystem, die alles entscheidende Frage: Wer soll das bezahlen?

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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2.0Ärgerlich

Die gezeigte, futuristische Welt sieht gut aus, der Cast bietet einiges an großem Talent und rein technisch ist eigentlich auch alles im Lot. Doch „Repo Men“ ist ein herbe Enttäuschung.

Der Versuch zwischen den splattrigen Actionszenen systemkritische Statements abzugeben wird zwar unternommen, aber diese Statement haben nicht mal das Seepferdchen-Abzeichen und gehen in der inszenierten Plörre aus Blut, Knochensplittern, Spannungslosigkeit und belanglosen Figuren gnadenlos unter. Aber selbst die Aussagen die sich zappelnd über dieser langweiligen Flüssigkeit halten können, wirken viel zu bemüht und versuchen vergeblich das ganze dumpfe, blutige Actionfest zu erklären.

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Bandrix: City of Cinema

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7.5Sehenswert

Fein. Sehr fein.
Mir ist klar, dass „Repo Men“ nie besonders intelligent, originell, genial oder revolutionär ist.
Doch, liebe Kritker, mir ist das herzlich egal.
Was ich wollte waren 90 Minuten Gewalt, (viel) schwarzer Humor und Blut.
Und genau das bekam ich auch!
„Repo Men“ bedient sich in fast allen Belangen an großen filmischen Schwergewichten. Etwa „Blade Runner“, „Brazil“ oder „Equilibrium“.
Klar, man hätte mehr satirische Einlagen einbauen können, da wäre noch Potenzial vorhanden gewesen. So bleibt ein actionreicher, leicht futuristischer Thriller mit einigen guten Witzen und Situationskomik. Schön auch zu sehen, dass sich einige Stars nicht zu fein für Filme dieser Art sind. Wir haben hier Jude Law, Forest Whitaker und Liev Schreiber. Alice Braga nicht zu vergessen. Natürlich sind sie darstellerisch meistens unterfordert, aber hier macht das nichts aus.
Der Film versucht leider nur etwas zu oft zu schockieren. Etwa, wenn Law in den Gedärmen von Braga herumwurschtelt und das Ganze wie eine Sexszene gefilmt ist. Doch das hält sich in Grenzen, die Action haut ziemlich rein. Eine Szene ist auch eine Hommage an den grandiosen „Oldboy“. Inklusive dem Hammer natürlich.
Die Story hat natürlich massig Logikfehler, die sich aber dank des Schlusstwists mindestens halbieren.
Fazit: Actionreicher und blutiger SciFi- Thriller, der unterhält und Spaß macht.

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Malte93

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"leicht" futuristisch ist doch wohl ein bisschen untertrieben ;)


Bandrix

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Ach, find ich eigentlich nicht. Der war ja nur ein paar Jährchen weiter. Sowas wie "Star Trek", dass ist wirklich futuristisch. Das Szenario in "Repo Men" ist gar nicht mal so abwegig. Deswegen leicht. ;)


Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...

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3.5Schwach

Das ewige Leben durch Organe auf Raten? Stilistisch überfrachteter und gedanklich überforderter Sci-Fi-Genremix ohne funktionelle Spannungsdramaturgie, dafür vollgestopft mit deplatziertem Humor.

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HorrorClown

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@ C-C
WORD! das er kritiker ist werd ich nich verstehn


StillbornOne

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hard harry hat absolut recht. ganz ganz schwacher film, völlig deplatzierter humor, irrationale charakterhandlungen wodurch eine distanzierung des zuschauers resultiert.


Corsovilla: SchönerDenken

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7.5Sehenswert

Es ist eine Achterbahnfahrt zwischen kluger Dystopie, lakonischem, schwarzen Humor, Charakteren mit Tiefen und testosteronlastigen Thrillerklischees. Es sind vor allem die Details, die mich überzeugt haben: die Erschaffung einer nahen Zukunft mit sehr geschmacksicherem Produktionsdesign, der subtile Einsatz von Songs und ihren Texten, die neunjährige Chirurgin, der Repossession Mambo, die lebensgroßen Werbeorgane, die Vaginalprothese, Sätze wie “Gib mir die Schürze”, oder “Es ist doch nur eine Niere!”. (Mehr im Podcast)

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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4.0Uninteressant

Was für ein aufwendiges Debakel. Auch wenn der Film hauptsächlich wegen der inhaltlichen Parallelen zu Repo! - The Genetic Opera für Diskussionen sorgte, sind es ganz andere Vorbilder die hier zu einem undurchdachten und kruden ganzen zusammengeklaut wurden. Die Welt und die Prämisse des Jägers der zum Gejagdten wird bedient sich munter bei Logans Run und Blade Runner, der letzte Akt klaut dreist den Twist aus Brazil - bis hin zur lateinamerikanischen Musik als akustischem Hook.

Was an Originalität und Idee fehlt, macht der Film mit Blut und Gekrösemanschen weg. Wie der Leber-Sketch aus "Monty Pythons Meaning of Life" auf 90min gestreckt, wühlen sich Jude Law und Forest Whitaker durch Eingeweide und liefern sich überlange Messerstechereien, die gegen Ende aussehen als wolle jemand die Flurszene aus Old Boy mit Schülertheater nachstellen.

Das schlimmste ist, das bei allem schwarzen Humor und augenzwinkerndem Versuch der satirischen Überhöhung inhaltlich nur Leere hinter dem Film steht, der wirklich so gar nichts zu sagen hat. Wo Brazil die Bürokratie und die britische Mentalität seziert und Blade Runner die Frage stellt, was es bedeutet ein Mensch zu sein, hat Repo Man wirklich nur Budenzauber ohne Substanz zu bieten. Wenn sich Law und Braga am Ende mit dem Scanner in den Wunden wühlen, wird klar das der kalkulierte Schockeffekt wirklich alles ist was den Machern einfällt. Und das ist wirklich schade, wenn am Ende sogar der nur mittelgelungene Repo! hier die bessere Figur macht.

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Fulsome.

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Nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, ganz einfach. :)


der cineast

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Ich verstehe nicht auf was du das beziehst?


José Garcia: Textezumfilm

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2.5Ärgerlich

Das Produktionsdesign gaukelt immer wieder eine ferne Zukunft vor, etwa in den ins Bild gerückten Einstellungen einer Stadt, die wie eine Weiteentwicklung von „Metropolis“ oder „Blade Runner“ anmutet. Diese Bilder aber haben mit der eigentlichen Story nichts zu tun. Sie sind reine Behauptung. Ebenso bleiben die vermeintlich hintergründigen Fragen des Organhandelns in einer schönen, neuen Welt lediglich Ausreden für reine Action, in der es immer blutiger und immer schießwütiger wird. Statt eine Satire auf die Folgen eines solchen medizinischen Fortschritts oder auch auf die Gier der Medizintechnik-Industrie zu liefern, entscheidet sich Regisseur Miguel Sapochnik für einen seichten Actionreißer.

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Gebhard Hölzl : br-online Gebhard Hölzl : br-online

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6.5Ganz gut

Am Look sowie den Spezialeffekten gibt es bei diesem mit gut 30 Millionen Dollar eher schmal budgetierten Genrebastard wenig auszusetzen, Lob gebührt Kameramann Enrique Chediak, der die "schöne neue Welt" in deprimierenden Blau- und Grautönen hält, während im Laboratorium blendendes steriles Weiß dominiert. Ärgerlich sind die platten Dialoge und das Spiel Jude Laws, der sich lustlos über die Zeit rettet, derweilen ihm Ms. Braga ("I Am Legend") als geheimnisvolle "7 Millionen Dollar Frau" locker die Schau stiehlt. Fazit: "Repo Men" ist spannende, gesellschaftskritische Splatter-Action, die jedoch nur auf Oberflächenreize setzt.

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LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

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4.5Uninteressant

Das Production Design der Zukunftswelt und die Special Effects sind trotz eines vergleichsweise kleinen Budgets von 32 Mio. Dollar erwartungsgemäß nett anzuschauen, können aber nicht von den mal geschwollenen, mal tumben Dialogen ablenken. Jude Law spielt dabei seine Rolle als Systemaufbegehrer gewohnt blass herunter, während Alice Braga sich als geheimnisvolle "7 Millionen Dollar Frau" wacker schlägt und Forest Whitaker als debiler Saufkumpane sträflich unterfordert bleibt. Das sind nur einige der Gründe, weswegen Repo Men bei allem Unterhaltungswert immer so sinnfrei wirkt.

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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7.5Sehenswert

"Repo Man", ein Cyber-Noir-Film, [...], zeichnet eine Zukunft, in der Konsumenten menschliche Organe auf Ratenzahlung kaufen.
Was passiert, wenn, sagen wir, man mit seiner Zahlung 90 Tage im Verzug ist? Ganz so wie unser Held Remy (Jude Law) es hier erklärt: "Kannst dein Haus nicht abbezahlen? Nimmt's die Bank. Kannst dein Auto nicht abbezahlen? Die Bank nimmt's. Kannst Deine Leber nicht abbezahlen? Schön, darauf bin ich aus.". [...] Remy kann ein Organ schneller klauen, als ein Räuber dein Autoradio.
[...]
Als eine Allegorie auf den räuberischen Großunternehmer-Kapitalismus gedacht bringt der Film, der auf dem Roman "Repossession Mambo" von Eric Garcia basiert, viele provokative Gedanken hervor. Aber als Darstellung, wie profitorientiertes Big-Business wortwörtlich das Herz eines Kunden rausreißt, ist Repo Men mir zu drastisch.
[...]

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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7.0Sehenswert

"Repo Men" gibt den größtmöglichen Beweis für eine allgemeine Gesundheitsfürsorge: In einer Welt der nahen Zukunft, in der die Leute immer noch Autos von heute fahren, kann eine riesige Firma names "Union" Sie mit einem menschlichen Herzen, Niere, Leber oder einem anderen Organ versorgen.
[...]
Jetzt laß uns annehmen Sie können das nicht bezahlen. Wenn Sie mit der Zahlung über 3 Monate hinterher hängst, schicken sie einen Repo Man rum, der Sie mit einer Elektroschock-Waffe erschießt, Ihren Körper aufschlitzt, mit seiner Hand reingreift und das entsprechende Organ wieder in Besitz nimmt. Um sicher zu gehen zieht er vorher Latexhandschuhe an. Ich glaube nicht, daß diese E-Schock-Waffe tötet, aber nachdem sie Sie so auf dem Flur liegend allein lassen mit einem fehlenden Organ, sind Ihre Aussichten schon ziemlich mager.
[...]

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Kommentare (170) — Film: Repo Men


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Rolim

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Bewertung7.0Sehenswert

Jude Law ist einer der wenigen Schauspieler, die wirklich glaubwürdig in jede Rolle schlüpfen können. Auch sonst finde ich den Cast hier sehr gut gewählt. Ebenfalls gefällt mir der düstere und trotzdem edle Look sehr gut, er passt zum gesellschaftskritischen Thema der Geschichte. Die Idee ist interessant, aber etwas zu heftig umgesetzt. Das Leben der "Schuldner" scheint ab dem "Verfallsdatum" kaum einen Pfifferling mehr wert zu sein, aber für die einen ist vielleicht gerade die übertriebene Darstellung ein Plus des Filmes. Man merkt auf jedenfall gleich schon in den ersten 5 Minuten, ob man es durchzieht oder eher umschalten sollte :) Der Soundtrack ist klasse und stimmt für mich in jeder Szene. Sicher nicht jedermanns Sache, aber ich wurde gut unterhalten.

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manuel.luger.3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Top besetzter Science Fiction Thriller der sich deutlich von anderen Genrebeiträgen abhebt. Grund dafür ist die außergewöhnliche Idee bzw. story des Films.
Menschen erwerben künstliche Organe und wenn die Raten nicht abbezahlt werden, wird man einfach umgelegt und das besagte Organ, ob Leber, Niere, Gelenke oder Augen wird einem einfach wieder rausgeschnipselt. Klingt richtig krass, ja, ist es auch.. !!

Die ganze story ist verpackt in einen sehr,sehr heftigen aber leider nur bedingt spannenden Thriller der seine FSK stellenweise deutlich ausreizt. Es werden Menschen aufgeschlitzt, es wird herumgeballert, es wird herumoperiert, und es gibt einige wirklich gut choreographierte Nahkampszenen mit einigen krasse und heftigen Kills. Zu all dem kommt der doch sehr makabere Humor, ein symphatischer Jude Law der um sein Leben kämpft und ein etwas dumm wirkender Forest Whitaker den ich jedes mal wieder gerne sehe.!

Im großen und ganzen gibts nicht viel auszusetzten, mich hat der Film überzeugt auch wenn er hier und da mal einige wenige Längen aufweißt, und wie schon erwähnt, für mich nicht ganz so spannend war.

Ich wünsche viel Spaß damit. !!

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BenAffenleck

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Auf schön blutig getrimmt, damit man ja nicht merkt, wie die gute Ausgangsidee total in den Sand gesetzt wurde. Schwimmt auf Milch!


manuel.luger.3

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Das sehe ich ander .. :D


The Chief

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Bewertung5.0Geht so

Ideen sind der Grundriss eines jeden Films. Einige dieser Ideen sind geniale Gedankenblitze, andere sind einfach nur Kopien und wieder andere sind, mit Verlaub gesagt, letzter Mist. Die Idee von Repo Men mag uns im ersten Moment als hirnlos, ja absolut unrealistisch und unmöglich vorkommen, ist aber im Grunde ihres Herzens ( zumindest in einigen ländern) gar nicht soweit von der Realität entfernt. Die Idee dahinter ist grausam, erschreckend und, ja, sie ist genial.
Doch wie das so häufig ist, scheitern großartige Ideen an ihren eigenen Ansprüchen und zumeist an ihrer mangelhaften Umsetzung. So auch Repo Men. Der Cast ist sehr gut, nur leider schöpft außer Forrest Whitaker keiner der Darsteller sein Potential aus. Das nimmt schon mal ordentlich was vom Film weg.
Die Action- Sequenzen sind gelungen, wirken aber oft so, als wenn man die nur gedreht hätte, um den Film Fahrt zu verleien. Dies gelingt zwar im großen und ganzen, wirkt aber manchmal etwas fehl am Platze.
Genauso verhält es sich mit den Splatter- Szenen des Films. Für einige sind sie Kinderquatsch, für andere schon hart an der Grenze. Das gleiche gilt für die Musik. Zuweilen passt sie auf eine ganz bestimmte Weise, zum anderen strengt sie auch an. Dieses Prinzip des goldenen Mittelweges kennzeichnet den Film. Er ist, wenn man die Idee dahinter mal weg lässt, mutlos. Schon fast feige.
Der Film ist weder Fisch noch Fleisch und versucht es allen Recht zu machen. Es soll was neues sein, aber bitte etwas, woran alle Spaß haben. Die ,,Eier legende Woll- Milch- Sau" des Filmgeschäfts sozusagen. Nur leider wirkt Repo Men wie gewollt, aber eben nicht gekonnt. Etwas Mut zur Lücke hätte hier wahrscheinlich Wunder gewirkt, aber damit lässt sich unter Umständen nicht genug Geld verdienen.
Und so fällt Repo Men genau dem Prinzip zum Opfer, dass er hier dem Gesundheitssystem unterstellt und anprangert.

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janick.bachofen

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Bewertung5.0Geht so

Ich fand ihn zimlich schlecht. Das mag daran liegen, dass ich absolut kein fan bin von total unrealistischen Actionszenen. Aber auch die z.T völlig deplatzierten Sätzen in Dialogen, die aufgesetzte philosophische färbung in gesellschaftskritisierenden Teilen und auch der viel zu wenig gezeigte familiäre Handlungsablauf, der nur kurz angeschnitten wird und gleich wieder abgeschlossen wurde, machen den Film alles andere als Unterhalltsam. Das einzige, dass ich in diesem Streifen als gut empfinde ist die gesellschaftskritische Aussage der Medizinindustrie gegenüber.

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Zak

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Bewertung9.0Herausragend

Scheeeeeeeiiiiiiiisse! Was war das den? hätte ich ja nie erwartet...richtig genialer streifen mit ner sehr gerechtigfertigten Kritik am Gesundheitssystem und den Kapitalismus...Böser schwarzer Humor und das nicht nur wegen Forest Whitaker...Die FSK16 freigabe ist bei den Splatterszenen doch sehr großzügig...sind schon Filme wegen weniger aufm Index gelandet....Worum gehts? kennt jemand aus Monthy Phyton "Sinn des Lebens" den Sketsch mit der Lebenden Organverpflanzung? ..Ja genau darum...Organe werden auf Raten gekauft..und wer mit den raten überfällig wird..dem werden die Organe wieder entnommen...an Ort und Stelle..

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Ludi

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Bewertung10.0Herausragend

Für MICH (betone ich extra, weil Geschmäcker bekanntlich verschieden sind)
einfach eine 10 !!! Habe mir den Film schon bestimmt 5 mal angeschaut. Find ihn immer noch geil! Die Idee ist einfach hammer!
Mag auch das er gelegentlich blutig ist. Die absolute Herzenslosigkeit der Repos ist echt schräg, wenn man das mal mit der Realität vergleicht. Gefällt mir! :D
Das Ende finde ich absolut gut! Die Musik im Film ist generell echt hammer finde ich.
Bin da auf Interpreten gestossen, die waren mir vorher fremd!

Alles in allen.
Wer Filme mag, die vll. etwas schräg sind! blutige Action enthalten! Film-Ende bevorzugt, die man nicht kommen hat sehen und auch generell auf der schwarzen Schiene des Humors unterwegs ist, hat mit diesen Film eine gute Wahl getroffen!

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KingLee

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Geiler,ungewöhnlicher Film
Wow und echt heftig....
Fazit: Sci fiction mit Blut gewalt und Gewalt und Blut....Und einem hauch schwarzer Humor

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RoboMaus

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Bewertung3.5Schwach

Ziemlich ekliges Geschlitze - war mir dann doch zuviel, auch wenn ich im SF/Horror/Thriller-Bereich zuhause bin. Interessant wird der Plot erst weit über die Mitte, nachdem Jude Law selbst ein Implantat bekommt, schliesslich zum Gejagten wird und zusammen mit Alice Braga versucht, das System auszutricksen (alles schon besser gesehen, und heftig von 'Die Insel' abgekupfert). Das ist nicht einmal gespoilert, da es so in der Zusammenfassung steht, obwohl wir damit schon fast am Ende der Story sind. Der Plot hat entsprechend viel Leerlauf und wird nur selten spannend - dient eher als Gerüst für das Geschlitze, das somit zum Selbstzweck wird. Auch wenn das Gore sich in einem gemässigteren Rahmen bewegen würde, hätte ich 'Repo Men' kaum besser eingestuft.

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Dady

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film ist besser als ich vorher gedacht hatte. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten entwickelt sich "Repo Men" zu einem soliden Sci-Fi Thriller. Der mit guter Action und einer wendungsreichen Story überzeugen kann. Zwar ist der Film ziemlich blutig und somit nichts für zart besaitete. Aber ich hatte meinen Spaß da der Humor auch nicht zu kurz kommt. Sogar Jude Law als muskulösen Actionheld konnte ich etwas abgewinnen. Vorher kannte ich ihn nur als Schönling der mit härteren Streifen eher nichts zu tun hat. Also auch wenn dieses Werk bei vielen hier nicht so gut wegkommt sollte man ihm eine Chance geben!!

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dirk.menzner

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich fand den Film ganz okay... wobei die Story auch irgendwie alles schonmal da war

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Nemoflow

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Bewertung6.0Ganz gut

Wollte bei mir irgendwie nicht zünden. Alles irgendwie auch schon mal woanders gesehen...und besser. Der kurze Twist war auch recht öde und vorhersehbar. Einzig Forest Whitaker hat mal wieder die Kohlen aus dem Feuer geholt. So konnte ich dem Film wenigstens noch etwas abgewinnen und die Wertung auf 6 heraufsetzen,

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finfisch

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Enthällt die wohl abgefahrenste Liebesszene überhaupt und hat einen tollen Soundtrack. Jude Law und forest whitaker sind genial, Strory ist klasse, Ende ist grandios --> Fazit: fantastischer Film

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Brenda von Tarth

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein böser, böser Film mit einer heftig-schrecklich-kranken "Liebes-Szene" mit durchweg guten Schauspielern und einem ernsten Thema "Organhandel". Ich hätte dem Film nicht zugetraut, dass er über das übliche Splatter-Ding hinaus kommen würde und war daher angenehm überrascht! Das Ende ist topp - für mich nachvollziehbar und sogar ein kleines bisschen "gerecht".

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Hueftgold

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Bewertung7.0Sehenswert

Repo Men ist Genremix. Dystopische Ansätze sind deutlich erkennbar und auch gut dargestellt, wenn man mal so darüber nachdenkt wie die Welt mit solchen ArtifOrgs wäre.Jeder Mensch würde einmal mehr darüber nachdenken, was er mit seinem Körper macht, beziehungsweise wie er seinen Organen schaden möchte.Aber ich schweife vom Thema ab. Ebenso handelt es sich bei Repo Men um einen Actionfilm und satiristische Elemente gibts auch! Also an Ansätzen mangelt es dem Film schonmal nicht.
Die Geschichte mag zwar anfangs so vorkommen, als wäre sie leicht durchschaubar, ist sie prinzipell auch,doch das Ende zieht da einen ordentlichen Strich durch die Rechnung.Storytechnisch gut umgesetzt und das Ende mag zwar weniger mainstream sein und mag den einen oder anderen schockieren,doch gerade in der fiesen Art wie es ist, ist es brilliant!Soundtrackmäßig ist der Film ebenfalls klasse und RZA liefert einen einen guten Ohrwurm ab! Inszenatorisch ist das Ganze astrein. Gewalttechnisch auf sehr hohem Level,handgemacht und blutrünstig. Leute die Probleme haben mit Organ-Entnehmungs-Szenen sind hier beim falschen Film gelandet! Dafür hätte es auch locker das rote Freigabezeichen geben können!
Kleine Abstriche gibt es auch. So ist der Film mit 119 Minuten etwas zu lang und es gibt ein paar Momente bei denen sich die Macher doch lieber etwas weniger peinlicheres aussdenken hätten sollen. Ich erinnere mich da besonders an die Szene ist der Forest Whitaker mit einem Mann um seinen Knüppel kämpft und sagt: "Die Macht ist stark,Luke". Hätte nicht sein müssen.
Repo Men ist meinerseits aus sehr empfehlenswert und keinesfalls ein schlechter Film!

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Hueftgold

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Die Szene war echt heftig! Fand sie auch sehr genial, kommt gleich nach dem Korridorkampf, der mit Burn my Shadows ziemlich cool unterlegt war! FSK16 ist definitiv grenzwertig!


Mr. Pink

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@Velly: Ja, wundervoll! Eine der schönsten Liebesszenen aller Zeiten!


TV Einheit

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Bewertung3.5Schwach

Normalerweise liebe ich Sci-Fi, aber hier sieht man sich vor etwas absolut Hohles gesetzt, das unausgegoren um eine fürchterlich dumme, abwegige Idee blubbert, die nur eine Vorlage für stumpfes Gemetzel bieten soll. Im Mittelpunkt des Geschnibbels steht auch noch der unübertroffene Jude Law mit herzförmigen Haarausfall und fügt sich ins Geschehen ähnlich gut wie eine Valentinskarte zu Halloween.

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Mr.English

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Die Idee von elektrischen/mechanischen Organen wirkt für mich ehrlich gesagt nicht ganz so abwegig...Dauert vllt noch ein paar Jahrzehnte, aber dann...


TV Einheit

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Dass es irgendwann künstliche, anorganische Transplantate geben wird, steht außer Frage. Es ist aber schwer vorstellbar, dass eine zivilisierte Gesellschaft eine solch rabiate Rückentnahme dieser Organe bei Zahlungsunfähigkeit genehmigen würde, bei der der Empfänger zwangsläufig stirbt. Eine derart unethische (und daher abwegige) Handlungsweise funktioniert, meiner Meinung nach, nicht mal in der Fiktion.


Hoffmann.Denis

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Bewertung2.0Ärgerlich

Also mal im ernst. Wer auf zu viel Blut und sinnloses Gemetzel steht. Die Grunde Idee ist ganz okay aber die Qualität der Umsetzung mit diesem heiklen Thema tendiert gegen 0.

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dara.gierer

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Bewertung5.5Geht so

Ich bin etwas zwiegespalten, was den Film angeht. An sich ist er gut umgesetzt. Tolle Story, sehr athmosphärisch, gutes Setting, grandioses Ende... Ich wäre diesem Film eigentlich sehr zugetan wäre er nicht so ein unverfrorenes, unverschämtes rip-off. Kein Remake, keine Hommage. Laut Credits basiert der Film auf dem Buch Repossesion Mambo. Das ist allerdings ebenfalls auf das Original zurückzuführen - das Musical "Repo! A genetic Opera", welches später durch eine supergute Verfilmung von Darren Lynn Bousman (dem Regissuer der Saw Filme) auf die Leinwand gebannt wurde (allerdings mit mäßigem Erfolg). Da ich ein riesiger Fan dieser Musical Verfilmung bin kann ich diesen Ideenklau leider nicht gutheißen. Die Story überschneidet sich zu so einem riesen riesen großen Prozentsatz.. Und dennoch bringt sich der Film in keinster Weise mit dem Original in Verbindung. Wäre das hier ein eigenständiger Film er hätte er eine verdiente 8,5 von mir erhalten...

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Mr. Pink

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Außerdem finde ich auch, dass die beiden Filme (außer dem Grundszenario) gar nicht besonders viel gemeinsam haben. Das eine ist ein als Rock-Oper verpacktes Familiendrama, das andere ist ein sozialkritischer Action-Thriller.


dara.gierer

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Naja da ist aber noch eine ganz wichtige Information im letzten Absatz des Interviews, in der Email von Terrance: Es gibt keinen Beweis, dass diese Kurzgeschichte überhaupt existiert - sie wurde nie veröffentlicht. Meiner Meinung nach hat der Autor sie erfunden um auf etwas zu verweisen, das es schon vor dem Musical gegeben hat. Bzw, klar, mittlerweile ist sie zu lesen, 2010 hat er sie hochgeladen, aber was sagt das schon darüber aus wann sie geschrieben wurde..
Ich denke es ist bestimmt zum großen Teil viel Zufall im Spiel, organ repossesion das ist ein Thema da können auch zwei Fronten unabhängig voneinander drüber schreiben, ohne voneinander abzukupfern. Aber diese exakte Ähnlichkeit, so viele Details die sich in keinster Weise voneinander unterscheiden.. Ich denke da ist was faul. Aber dadurch dass diese ominöse Kurzgeschichte so sehr im Dunkeln liegt, sind wir jetzt an dem Punkt, an dem man nur noch spekulieren kann..


headmusic

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Bewertung7.5Sehenswert

Für mich einer der besten und gestyltesten Trash-SciFi-B-Movies der letzten Jahre. Was? Dieses Genre gibt es gar nicht? Aber sicher doch! "Repo Men" mag vieleicht nicht das sein was er vorgibt zu sein aber er funktioniert gerade auf diese Art und Weise. Es ist das Zusammenspiel von gut getimter Action gepaart mit leicht kranken Humor, bitterböser Brutalität und tollem Soundtrack. Der Film nimmt sich nicht so "Bierernst" wie so manch anderer Sci-Fi Quatsch der letzten Jahre (z.B. sei hier "Looper" erwähnt). Die Schauspieler tun ihr möglichstes und man meint zu bemerken, dass sie wohl beim Dreh ordentlich Spass hatten. Also was will man denn noch? Achja...eine super choreographierte Gewaltorgie gegen Ende des Films, gefolgt von einer einfallsreichen und sehr "speziellen" Liebesszene. Beidermaßen die Highlights des Films. So, und nun können die Moviepiloten ihren "Senf" dazugeben, die den Film nicht unterhaltsam fanden.

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Brenda von Tarth

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Exakt meine Meinung! :-)


Cayopei

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Bewertung4.5Uninteressant

SciFi der maueren Sorte. Hightech-Organe werden von der Union zurückgeholt, wenn die Ratenzahlungen ausbleiben.
Gegen Ende unnötig brutal, mit albernem Snake Plissken-Moment aber immerhin Twist. Warum Forest Whitaker bei seiner Rollenwahl so oft daneben greift frage ich mich aber dennoch.

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Nevica

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Bewertung5.0Geht so

Wie bereits erwähnt wurde, besitzt die Handlung an sich Potential, doch wurde nicht viel daraus gemacht - die gesamte Inszenierung schwimmt zu sehr an der Oberfläche. Nichts wirkt durchdacht, sondern vielmehr als wären die einzelnen Szenen bloß stumpf aneinander gereiht worden. Dann der Humor - schrecklich einfallslos. Insbesondere die erste Hälfte des Films empfand ich furchtbar nichtssagend & flach. Die zweite Hälfte wurde etwas sehenswerter, wenn auch nicht überzeugend. Letzeres bezieht sich vor allem auf die Charaktere...einzig Jude Law weiß in manchen Szenen zu überzeugen. Ich denke auch, dass in diesem Film Satirisches enthalten ist (-> man beachte nur das Kind, welches eine Operation durchführt - hier kommt die ganze menschliche Tragödie zwischen Apathie & Eigenekel zum Tragen). Selbst die "romantischen" Augenblicke wirken künstlich und zu sehr erzwungen.
Alles in allem ist bei mir wenig angekommen - weder Ernsthaftigkeit noch irgendwelche Emotionen.

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Deine Meinung zum Film Repo Men