Robin Hood - Ghosts of Sherwood - Kritik

DE/US 2012 Laufzeit 120 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Horrorfilm, Komödie, Abenteuerfilm, Drama, Thriller, Kinostart 06.09.2012

  • 3

    Ay Caramba! Mangels passendem Equipment habe ich mir den Film in 2D gegeben. Okay, ich hätte ihn mir so oder so nicht in 3D gegeben. Überflüssiger Firlefanz, vor allem für eine Produktion dieser Größenordnung. Mal im Ernst, Garderobe vom LARP-Shop, aber 3D? Soviel Engagement ist ja irgendwie bewundernswert und löblich, aber mal ganz ohne Kasperei, das war mehr als ambitioniert.

    Kreatives Potenzial war mehr als genug vorhanden, keine Frage, aber die Ausführung kann dann doch nicht mithalten. Viel Laienspiel, dazu sehr einfache Requisite, um es nett zu sagen, und dann an einigen Stellen zuviel gewollt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Stellen mit trashiger "unfreiwilliger Komik" gewollt waren, oder eben nicht. Es wird einfach nicht so recht klar, was der Film sein will. Klar, Robin Hood und Zombies, das ist schon trashig, aber dieser Rob Zombie kommt stellenweise zu verkrampft rüber. Für guten Trash fehlt da einfach noch was. Falls es kein Trash sein sollte, ging der Film komplett in die Binsen, also nehme ich das mal wohlwollend an.

    Eine interessante Grundidee, einige interessante Einfälle für Details und Szenen und ordentliche Musik hat der Film zu bieten. Die 3D-Geschichte, und die ganzen Spielereien an der Farbgebung etc. waren allerdings unnötig bis überflüssig. Das Ende hatte was, während der Abspann eher Richtung "nett" geht. Schnickschnack weglassen, den Trash durchziehen, ein wenig mehr Pfiff in den Humor, und dann ein wenig kürzer, damit es knackiger ist. So würde ich diesen Film angehen. Außerdem sollte man ein paar der nicht so guten Kampfszenen weglassen oder neu drehen. Lässt man das 3D-Gedöns und die Rücksynchro weg (sprich: man dreht gleich auf Deutsch), dann reicht das geschätzte Budget von 200.000 locker für ne deutlich coolere Version. Der Film ist kein völliger Rohrkrepierer, speziell gemessen an seinen Möglichkeiten, nicht zuletzt den finanziellen, aber so richtig zündet er halt auch nicht.

    Achja, das gestelzte Gerede in "Rollenspieler-Mittelalterlich" wirkt irgendwie albern - sage ich als langjähriger Fantasy-Rollenspieler.

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    • 1

      Bei diesem Murks fehlen mir fast die Worte. Gähnende Langeweile, viel unfreiwillige Komik und fehlende Logik über 118 min garantieren eine Trashgranate ohne Vergnügen.

      Gegen dieses Ausmaß an Dilettantismus in allen Bereichen kann man nicht viel schreiben. Außer das "Uns Uwe" Boll gegen Oliver Krekel ein wahrer Meisterregisseur ist.

      Den einen Punkt gibt es für die Synchro. Was haben andererseits die vielen namhaften Synchrosprecher hier verloren? Und warum dreht man auf Englisch? Mit solchen Machwerken verschreckt man doch nur das englischsprachige Publikum.

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      • 2 .5

        Der 3D-Effekt ist, von dunklen Passagen abgesehen, wirklich sehr hübsch geworden und auch die deutsche Synchro und die Musik wissen größtenteils zu überzeugen, wenn auch der (pompöse) Score nur selten zum Geschehen auf der Leinwand passen will. Der Rest ist im Grunde nur Langeweile ... viel Geschwätz, wenig Action und (wohl eher) unfreiwillige Komik. Dazu gibt's reichlich Füllszenen, die zwar einen guten 3D-Effekt bieten, davon abgesehen aber nur für eine Spielzeit von fast schon unerträglich zähen 2 Stunden sorgen. Der hessische Wald ist leider doch nicht Pandora und "Ghosts of Sherwood" eigent sich dann doch nur als 3D-Demo oder Futter für die hartgesottensten Fans der deutschen Indie-Szene.

        • Krasser Scheiss :D Ich frag mich nur wo man diesen Wahnsinnsfilm in 3D bewundern darf, ich Kino sicher nicht *lach

          • Aaaach du meine Fresse! Allein für das Plakat müsste ja jemand für lange Zeit seinen Job verlieren... Den Trailer schau ich Morgen. Dann hab ich was, auf das ich mich freuen kann.