Troja - Kritik

US 2004 Laufzeit 163 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Historienfilm, Drama, Kinostart 19.04.2007

  • 6 .5

    Kein CGI erkenntbar, tolle Kulissen, gute Scauspieler. Leider nicht wirklich spannend

    • 7 .5

      Geile Kämpfe guter Cast grandiose Bildgewaltige Kulissen und epischer Soundtrack was will man mehr einziger schwachpunkt : das Ende ;[]

      • 8

        Der Film ist wahrlich monumental. Ja, Petersen hält sich nicht wortgetreu an Homer ( ich habe ihn tatsächlich gelesen,in der Ausgabe von Schwab, ich war und bin immer sehr begeistert von den Sagen). Aber, das möchte ich hier sagen, weil einige Kommentare zum Ausdruck bringen, dass die Geschichte von Troja nur Fantasie wäre, diese Sage ist KEINE Fantasie! Wer es nicht glaubt, kann z.B.mal ins Pergamon- Museum gehen. Dort steht halb Troja rum! Der alte Schliemann hat es nämlich ausgegraben. Seine Frau, die mitgebuddelt hat, hat sogar die Kronjuwelen aus dem Schatz des Priamos getragen. Das hölzerne Pferd ist auch Tatsache, wurde in Einzelteilen ebenfalls ausgebuddelt.. Das musste erstmal raus, sorry.
        Die Sage selbst hat Petersen für meine Begriffe sehr ernst genommen, von einigen künstlerischen Freiheiten mal abgesehen ( Äneas z.B.). Sehr "frei" erzählt hat er dann das Ende, nachdem die Griechen aus dem Pferd krabbeln. Auch hier ein ABER: Vom Tod Agamemnos gibt es einmal die berühmte Sage nach Homer , die dann mit der guten alten Iphigenie endet. Dann aber auch mehrere andere Deutungen und Überlieferungen, wonach er in Kreta geblieben sei ( nach dem Bau der Stadt Pergamon, die dritte, die er da baute), oder auch seinen Tod auf dem Meer bei der Heimreise. So gesehen hat hier Petersen den Faden der "neuesten" Forschungen nur konsequent weitergesponnen, bzw. eine Version hinzugefügt.
        Alles andere war, wie schon erwähnt, sehr nahe an Homer. Die Grausamkeiten der Eroberer beim Fall Trojas konnte er garnicht so genau darstellen, weil das dann ein Film mit FSK 50 geworden wäre. Der Paris war in meiner Vorstellung immer eine blonde Dumpfbacke. Nun, blond war er bei Petersen nicht, aber eine Dumpfbacke ist er geblieben. Achill war ein Krieger, dessen grösste Herausforderung der Kampf mit den Göttern war und damit gegen sich selbst. Ist also auch sehr gut gelungen. Odysseus war ein Schlitzohr, der nur mitgegangen war, weil er sein Königreich schützen musste. Auch gut gelungen. Ajax, war ein Riese und ein Schläger- hat doch gut geklappt. Bei Äneas hat Petersen geschlampt, es sei ihm verziehn.
        Also viel meckern kann ich nicht, wenn ich mir auch mal einen Mehrteiler wünsche, der genauso viel Action hat wie dieser Film, aber nach Homers Buchstaben gedreht wird. Nur für mich alleine! Das muss doch wohl drin sein!

        • 9

          Geschichte hin oder her, der Film ist einfach grandios. Alle paar Jahre schaue ich ihn mir gerne an

          • 7 .5

            Hier wird die Geschichte vom Fall Trojas gezeigt. Episch, monumental und gut besetzt. Selbst die 200 Minuten des Director's Cut kommen nicht so lange vor weil der Film einfach gut unterhält.

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            • 5 .5

              Habe den Film noch nie ganz gesehen, da ich entweder eingeschlafen bin, oder umgeschalten habe, da er ziemlich langweilig ist! 5,5 Punkte sind für Brad Pitt und Kampfszenen!

              • 9 .5

                Absolut geil, nur das erwartete ende war halt scheiße. ^^

                • Vom Auszug aus Ägypten (Exodus) hinüber nach Griechenland bzw. Troja (Türkei).
                  Wir befinden uns genau wie beim Exodus noch irgendwo im Jahre 1200 v. Chr. (plus minus 100 Jahre) und genau wie die Bibel mythische Geschichten erzählt so ist Troja ebenfalls eine Dichtung (Homers Ilias). Ob das jetzt irgendwie auf irgendwelchen wahren Ereignissen beruht ist genauso fraglich und wird wahrscheinlich auch nie beantwortet werden. Fakt ist, dass diese antike Geschichte ca. 3000 Jahre alt ist. Jeder kann ja mal eine gedankliche Zeitreise (sagen wir mal in 25Jahr-Schritten) zurück machen und für sich selbst dann bestimmen ab wann das Ganze dann irgendwie "unreal" wird. Ich denke bis auf ein paar spirituelle wiedergeborene Hobbyshamanen unter uns, werden alle übereinstimmen: 3000 Jahre ist eine verdammt lange Zeit. Deswegen sollte man sich da auch nicht anmaßen inhaltliche Kritikpunkte zu suchen oder rumjammern, dass W. Petersen da jetzt was anders gemacht hat, als es geschrieben steht. Interessant ist doch eher wie er das alles so dargestellt hat.
                  Auch hier geht es um Götter und Könige. Hinzu kommen noch Helden. Mag diese Zeit als Geburtsstunde der Rationalität gelten, so ist sie jedoch noch tief in der alten Welt der Götter verwoben und wird von ihr definitiv noch überschattet. Nur wenige Menschen bedienen sich der Rationalität, sind es doch überraschenderweise die Helden, die eine überlegene Kriegstechnik benutzen und den Göttern kritisch gegenüberstehen. Obwohl sie einen erhobenen "übermenschlichen" Status haben und von den Göttern geliebt werden.

                  "Von allen Kriegern, die von den Göttern geliebt werden, hasse ich ihn am meisten."

                  In dem Film prallen zwei massiv gegensätzliche Positionen aufeinander:
                  1. Die Götter entscheiden über Schicksal, Ausgang einer Schlacht. Priester als Berater der Könige. Opfer für die Götter um sie gnädig zu stimmen oder Zeichen, die gedeutet werden. Also völlig irrationales Verhalten.

                  2. Die effektivsten Krieger (dazu zähle ich Hektor, Odysseus und Achilles) bedienen sich einer gewissen (wenn auch primitiven) Rationalität und stehen den Göttern (gerade was Entscheidungen im Krieg angeht) eher kritisch gegenüber. Wahrscheinlich sind sie deshalb so viel besser als der "Normalo"Bürger/König.

                  Daraus ergibt sich das Paradox, dass die irrational denkenden Könige, Priester und das Volk die Helden als besonders von den Göttern geliebt bezeichnen, obwohl diese sich mehr von den Göttern distanzieren als jeder Andere.

                  Obwohl Achilles der größte Krieger aller Zeiten war, so konnte nur die List Odysseus die Mauern Trojas bezwingen. Und wie? Er lenkt das völlig irrationale Verhalten der Trojaner (das Pferd als Gottesgeschenk) gegen sie. Nicht ein Gott, oder Priester, kein Orakel, keine Vision, kein gedeutetes Zeichen, - Nein - Der Siegeszug der Rationalität ist entsprungen aus Odysseus Kopf.
                  Ironischerweise wählt Petersen den Dummkopf des Filmes, nämlich Orlando Bloom (gespielt von Orlando Bloom), der seinen Vater vergeblich darum bittet rational zu denken und das Pferd zu verbrennen.
                  Agamemnon sieht dabei die Gunst der Stunde und begeht einen Völkermord. Obwohl er weiß, dass seine bezwungenen Gegner sich ihm jedes Mal unterworfen haben, so schlachtet er komplett Troja. Ein völlig irrationales Verhalten beider Könige. Die Könige im Exodus haben ja übrigens genauso gehandelt und die Israeliten auslöschen wollen. Das ist in der Geschichte der Welt natürlich sowas wie ein running Gag geworden und beim IS wieder aktuell angesagt.

                  Obwohl Achilles natürlich die perfekte Kriegskombination aus Kraft, Geschick und Schläue ist, so ermöglicht es ihm letztere eine absolute Überlegenheit im Kampf zu erreichen. So erobert Achilles zusammen mit seinen Myrmidonen den Strand indem sie als einziger Trupp im ganzen Film eine Phalanx bilden. Der überlegende Formationskampf ist ein Zeichen rationalem Handelns und ist für die Einzelkämpfer Trojas undurchdringbar. Es ist nicht die Hand Gottes oder ein Wunder, das Achilles den Strand alleine erobert, sondern die Phalanx.

                  Hektor weist seine Truppen später auch an eine ähnliche (trotzdem weniger perfektionierte) Schildformation anzunehmen. Auf Seiten der Griechen fehlt Achilles und seine Kriegstechnik. Tausende Einzelkämpfer prasseln in die Schilder und Schwerter der Trojaner. Easy Win für Hektors Kriegstechnik. Anstatt ihm respekt zu zollen wird der Erfolg von den Priestern und König den Göttern zugesprochen. Man bläst selbst zum Angriff und Hektors vernünftiger Einspruch wird überhört. Danach gibt es dann wieder ein unzivilisiertes Durcheinander und Hektor macht Achilles Ziehsohn platt.
                  Achilles der eigentlich wieder nach Hause wollte, weil er das Irrationale in seiner eigenen Motivation erkannt hat (das Streben nach Unsterblichkeit durch seinen Namen) ist nun verständlicherweise unleashed und schlägt nun immer weiter in irrationales Verhalten. Auf eine religiöse Bestattung folgt ein Kampf, den er ein letztes Mal durch überlegene Kriegstechnik gewinnt (Achilles tanzt quasi mit Speer und Schild, ein optischer Genuss - während Hektor eher plump daher kommt), darauf folgt wieder religiöses Blabla und am Ende die Liebe. Achilles ist quasi ab dem Zeitpunkt des Todes von Patroklos für den Ausgang der Geschichte unwichtig.
                  Es folgt Odysseus Täuschung und die Eroberung Trojas.

                  Es waren keine Götter, die den Strand erobert haben, die Troja halten konnten, das Schwert im Zweikampf führten oder das trojanische Pferd bauten. Sondern es waren Personen, die sich durch bestimmte Kriegstechniken und Denkprozesse von der Masse abhoben. Es waren Helden. Helden, die eine irrationale Götterwelt mit einer neuen rationalen Denkweise verbanden und so unsterblich wurden.

                  "IST DAS WIRKLICH ALLES?!"

                  Noch nicht ganz. Für Troja ist auch aus Unterhaltungsgründen eine Lanze zu brechen. Dabei beziehe ich mich auf den Directors Cut. Zugegeben, Troja ist keiner der besten Filme aller Zeiten, aber definitiv ein Film, den man mal gesehen haben muss. Die Geschichte ist einfach genauso simpel wie unsterblich, die Schlachten sind episch und Brad Pitt ist als Achilles einfach nur eine Augenweide - optisch aber auch wie er kämpft. Eric Bana war nie sympathischer und ist der eigentliche Held des Epos. Der Film ist hervorragend gealtert und es fließt ordentlich CGI Blut zusammen mit guten Masken und "echtem" Blut (Schwert und Speer im Kopf, diverse tiefe klaffende Wunden). Die Erstürmung des Strandes ist beeindruckend und wenn Achilles 20 Meter vor allen Anderen durch die gegnerischen Reihen berserkert, weltklasse. Der Zweikampf zwischen Hektor und Achilles ist eine Wucht und nimmt einen mit.
                  "Ich lasse mir meinen Ruhm nicht von einem Stein stehlen!"
                  Es gibt diesen und viele weitere denkwürdige Oneliner. Bis auf Orlando Bloom und Diane Kruger (wie können diese Antischauspieler, primär Bloom, in Hollywood so erfolgreich sein?) werden Emotionen, Liebe und Motivationen von allen Schauspielern gut vermittelt.
                  Troja ist kein Meisterwerk, für mich aber alle drei Jahre eine Sichtung Wert. Und wenn man dann aus einem anderen Blickwinkel drauf schaut eine klare Empfehlung (im Directors Cut).

                  Troja eine mythische und mystische Geschichte von Göttern und Königen, in der der Erfolg der Rationalität paradoxerweise in den Lieblingen der Götter verkörpert ist.

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                  • 6
                    Deusfantasy 12.06.2015, 11:54 Geändert 12.06.2015, 11:59

                    Der Film punktet ganz klar in Sachen Ausstattung. Die Kostüme und Kulissen sehen fabelhaft aus. Die Kampf-Choreographien sind überaus gelungen, allen voran natürlich das Highlight des Films, der Kampf zwischen Achilles und Hector, der einfach nur großartig inszeniert ist. Zudem behandelt der Film beide Seiten relativ neutral, beide Parteien haben ihre jeweiligen Motive.
                    Die Schauspieler machen größtenteils einen super Job, allen voran Brad Pitt, der druch seine Ausstrahlung und seinen durchtrainierten Körper Achilles eine Aura der unbesiegbarkeit verleiht. Auf der Gegenseite fallen Orlando Bloom und Diana Kruger leider mit ihren geringen Schauspielerischen Fähigkeiten negativ auf. Totale Fehlbesetzungen.
                    Der Film ist sicherlich nicht als Geschichtsstunde zu gebrauchen, es fehlt ihm jeglicher Tiefgang und er erzählt den Mythos eben aus typischer Hollywoodsicht. Verständliche Kritikpunkte, aber nichts desto trotz funktioniert "Troja" als reines Blockbuster-Kino wunderbar für mich.

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                    • 8 .5

                      Besonders in der Director's Cut Version absolut genialer Streifen über die Belagerung Trojas. Schauwerte und Effekte sind ebenfalls stark vorhanden und überzeugend.

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                      • 9 .5

                        Besser kann man einen Film dieser Zeit garnicht darstellen.
                        Für mich noch ein Tick greifbarer als Gladiator.

                        Man wird hier hin und hergerissenen zwischen Achilles und Hector.

                        Die Schlachten, die Kämpfe, die epischen Bilder. Die Musik und Dialoge machen diesen Film zu einem einzigartigen Kunstwerk.
                        In meiner Liste der Top-Filme mittlerweile aufjedenfall ganz weit oben.

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                        • 8

                          In der Director's Cut Version nochmal einen ganzen Bewertungspunkt besser als in der deutlich kürzeren Kinofassung. Nur ohne Premieren-Zeitdruck konnte Petersen sein Epos wie geplant fertig stellen, das in dieser Version deutlich blutiger und brutaler ist - was dem Film wirklich gut tut. Besonders die Eroberungsszene am Ende des Films ist viel ergreifender und realitätsnaher als die wohl aus Angst vor der FSK stark zensierte erste Version.
                          Aber auch viele Dialoge sind im DC erweitert und geben den zahlreichen Charakteren viel mehr Tiefe. Mit diesen erweiterten und vielen kleinen neuen Szenen ergibt sich ein deutlich runderes Bild, und trotz der somit über drei Stunden Lauflänge wird der Film gefühlt nicht länger, sondern sogar kompakter. Manchmal dauert es eben etwas länger, bis ein Film so ist, wie er sein soll - und bei Troja hat man das nötige Geld glücklicherweise in die Hand genommen. In der DC Version ist Troja ein ausgezeichnetes Schlachten-Epos, das sich zwar von seinem Quellmaterial entfernt und oft zu kitschig und in seinen Dialogen zu hölzern rüberkommt, dies aber mit interessanten Charakteren sowie spannenden Kämpfen kompensiert. Auf eine Einteilung in Gut und Böse wird ebenfalls größtenteils verzichtet. Das alles macht Troja zu einem Vorzeigebeispiel seines Genres.

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                          • 8 .5
                            Flowrider 23.01.2015, 18:42 Geändert 23.01.2015, 18:42

                            Imposantes Epos mit großen Schauwerten, dazu interessante Dialoge und Zitate. Versteh echt nicht, warum der Film von den Kritikern nur 5 Punkte bekommen hat.

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                            • 6 .5

                              Gute Action mit tollen Kampfszenen. Brad Pitt hat mir auch ganz gut gefallen. Aber die Geschichte an sich war etwas Lückenhaft und zwiespältig.

                              • 6
                                oliver.roth.5059 12.01.2015, 21:20 Geändert 13.01.2015, 16:11

                                Petersens " Troja" ist ein in allererster Linie natürlich ein Kampfspektakel und hat dennoch mit Homers epischer Sage so gut wie nichts gemeinsam, was zu erwarten war . Weite Teile der ( meist ) jüngeren Männer seufzen im Kino natürlich entzückt auf, wenn sich Brad Pitt in der Rolle des großen Griechenhelden Achilles mittels Schwert durch die trojanischen Reihen fräst. Den meisten Damen entfährt beim Anblick des nur spärlich bekleideten Peliden ( der sich nach getaner Arbeit das Feindesblut von der muskulösen Brust abwäscht ) das gleiche Geräusch. Die Optik ist opulent, Kostüme und Kulisse stimmig gemacht und die Schauspieler gar nicht einmal so schlecht. Die Geschichte wird jedoch, nach gutem Beginn, über weite Strecken auf flaches Niveau zusammengepresst, ist schnell dahinerzählt und vorhersehbar. Fazit: Schema F, stellenweise jedoch unterhaltsam.

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                                • 6 .5

                                  Troja war von der Schlacht her super inszeniert, aber irgendwie habe ich das Gefühl,dass irgendwas fehlt. Auch kann man den Film nicht so Ernst nehmen wie beispielsweise Gladiator: Achilles, der Halbgott, erobert die Küste im Alleingang. ernsthaft? Was schau ich mir gerade an, Kampf der Titanen? Die Geschichte Trojas ist Geschichte, nicht Fantasy. Der Film war lang, wusste aber zu unterhalten. Und allein diese berühmte Massenbootsszene ist schon Grund genug für 5 Punkte. Gute Schauspieler, super Kostüme, super Schlacht, kann man sich reinziehen.

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                                  • 8

                                    Krieg

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                                      craax 27.12.2014, 13:15 Geändert 27.12.2014, 13:30

                                      Petersen gänzlich ohne Find us – plündert Troja. Die Illias, eine von Europas Begründungsoffensiven legendären Ausmaßes, verkommt hier zu einem derart zahnschnurrlosen Papier- Drachenflieger, kleine Kinder zu erschrecken, dass, wenn man auch nur aus dem seelischen Schnulleralter herausgewindelt sein sollte, sich fragt, wie es je vor einer derartig hohlen Pappmachee-Schießbudenfigur /mit der Nase voran ab in den Bühlsand/ zu Respekt zu bringen werden konnte.

                                      Alles, was Präadoleszente an den Sagenmythen vom großen heroischen Krieg als Sandkastenspiele zwischen zwei Körpermeßgrössen, die miteinander rangen&raufen, 'Pack schlägt sich, Pack verträgt sich', uniform-“anziehend“ als Teil einer erschütternd großen Masse, finden, kriegen sie hier im CGI-Gewitter geboten, mit jeder Menge Sahnehäubchen a la Hollywoodboulevard-Cafeteria. Leider : gibt es eine unkritische Masse für so was, // da, wie Goethe schon sagt : „Minorennitäten sind nicht zu überspringen“. Interessant, dass er es in eine gleichermaßen resignative, wie auch imperative Satz-Form kleidete. „Gewinnen“ wir also den positiven Aspekt ab : um derart idolatrische Entwicklungsstufen ist also nicht hinweg- sondern DURCHzuschreiten, will man tatsächlich überhoben gereift in eine kompetenter-flüssigere Lebens-Form sich fortentwickeln; und JEDES menschliche (männliche) Studieren muss da wohl DURCH: Fall(auf dem Felde der Ehre)-Bewusstsein kriegen.
                                      Nur e i n Faktor geht in dieser Rechnung n i c h t auf : denn der das schuf'tete, war nicht etwa ein leicht in seiner Entwicklung behinderter Dreizehnjähriger (mit dem mentalen Kognitionsniveau eines Zehnjährigen),- sondern ein gepflegtbarttragender 60'jähriger – obwohl Friese.
                                      Nun gibt 's drei Erklärungen :
                                      er wusste es nicht besser. Das ist höchstens peinlich.

                                      Ad Zwo. 'Hat eine Schwäche für Monumental Riesenhaftzahlreich Künstlich Farbangestreichertes, gepaart mit einem wirklich geschmacklosen Soundtrack (Fanfaren zum Gemetzel, 'traut sich nicht einmal >Die Rückkehr des Königs<, - sonst blutsverwandt). Das buntgelogen Überhöhte, mit einem leichten Stich ins zeitlos Feldgraue, oder auch modern montiert' ins Olivgrüne (gabs damals allerdings nur in zählederbraun) sollte und ist wohl auch vielen Deutschen, sofern dem Konfirmandenunterricht entwichen, heute nur noch – ebenfalls peinlich , oder treten wir fürnehmer zurück:... ein Anlass zum Nasetrümpfen.

                                      Das Dritte? - schlichte kommerziell berechnete Arschkriecherei, durch möglichst buntkaschierte Wimmelbilder. Manchmal führt der Kulissenbauer Regie. Da davon auszugehen ist, dass Lost Petersen nicht mal den Schimmer einer Ahnung hat, wie es sich anfühlt, in die frühmorgenbronzliche Welt der Illias (& Odyssee!) zu tauchen // Hand aufs Herz, Petersen : hast du?- gelesen?-// darf man das Ganze getrost auf den Aspekt : Kunst am Bau „Hollywood vergrottenholmt GeschichtsIkonen“ (& spart Werbungskosten) verbuchen, wobei er&es sich eben zum möglichst extensiven Abkassieren der intensivsten Dünnbrettbohrerei bedient, um ja jedes Einbußerisiko zu optimieren : die verführbarste, unkritischste Käufer-Klingelbeutelklientel, der man in der Wüste Sanduhren gegen zwei Münzen für den Fährmann verkaufen könnte,- mit jeder Menge verschaukeltem Grundbesitz drumherum – wohlgemerkt, NACHDEM Esso Shell Exxon voller Befriedigung mit vollem Sack&Pack dereinst abgerückt sind, was als preistreibendes Werbeargument der Verkaufsstrategie zu nutzen ist : „seht mal, wie nasehoch nachhinein ruhm'reich die geworden sind! – noch in Äonen wird man da von sprechen!“ - Was darf's sein, solcher Trinität?

                                      Da ich mich einfach weigere zu glauben, dass man mit derart wenig Größennachweis i m Werk selbst – dann wohl wenigstens außerhalb dieses' ...eine derartige Geschichtsstaubschicht aufwirbeln kann (immerhin taucht das in den Annalen der Firmenproduktionen künftig gelistet auf, wie >Cleopatra< m. Liz Taylor), entscheide ich mich nicht: obwohl verlockend & naheliegend, für Punkt 1), sondern : Punkt 3) :

                                      : /peinliche/ Abzocke der unbedarftesten Mitglieder unserer Gesellschaft, die sich kraft Erfahrungsmangel & Orientierungslosigkeit am wenigstens zu helfen wissen & am fadenscheinig-durchscheinlichsten „beeindrucken“ lassen. Welch zweifelhafte Ehre.
                                      Dieses ekle Motiv scheint mir immer noch weniger anrührig als die direkt Punkt 2) angesprochene faschisto'affine Monumentalplastik-Zugeneigtheit einer Ära, an die Deutsche als immer noch lebendig in solchem Ton ungerner erinnert werden möchten – am wenigstens durch einen rundumprofilloserneuerten Deutschen & völlig gleichgeschaltete Bewunderer, der & die es längst oder noch nie? besser – und entlarvter- zu fühlen kriegen müssten. Ey' – und ich LEGE NICHT an Hollywoodunterhaltung einen VolksAUFKLÄRUNGSanspruch – aber direkt verIDIOTen sollte man es deswegen trotzdem nicht gleich dürfen.

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                                        Lydia Huxley 17.12.2014, 02:08 Geändert 17.12.2014, 12:23

                                        Freund und auch Gefährte
                                        Folgte großen Spuren treu
                                        Nicht nur Mut, was er verehrte
                                        Auch Übermut war er nicht scheu
                                        Hat nicht die eigne Rüstung an
                                        Zwei Münzen für den Fährmann

                                        Er sei der Schützling des Apoll
                                        Siege hat er vorzuweisen
                                        Tüchtig, stark und ehrenvoll
                                        Und stark im Herzen, hat‘s geheißen
                                        Dumpfes Schweigen, elf Tage lang
                                        Zwei Münzen für den Fährmann

                                        Im Styx, da war er schon gewesen
                                        Unverwundbar, gottesgleich
                                        Ist aus den Kriegern er erlesen
                                        Selig nicht, nur ruhmesreich
                                        Sowie der Pfeil den Fers durchdrang
                                        Zwei Münzen für den Fährmann

                                        Blindes Wüten folgt sodann
                                        An Frau, an Kind, an jedermann
                                        Die Handvoll nur entkommen kann
                                        Unüberwindbar, dachte man
                                        So Charon sie am Fluss empfang
                                        Zwei Münzen für den Fährmann

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                                        • 7 .5

                                          Was passiert wenn man einen Filmemacher das "RUDER" ;) in die Hand gibt, der sich eigentlich nur mit Schiffen unterhalb der Wasseroberfläche auskennt. Nun ja, die primäre Frage die sich mir aufwirft, soll da wirklich Menschheitsgeschichte verwurstet werden, oder wollte man ein Riesen Plot um die Herkunft der Achillesferse herumspinnen?? Oder, die moderne Erklärmär um die Herkunft für den heutigen Namensgeber eines gemeinen Computervirus? Nun ja, ich vermute so recht erkenntnisvoll werde ich wohl keine Antwort darauf bekommen. Und bevor ich mich weiter mit dieser Frage quäle, widme ich mich dem Film und den ganzen Geschehen.

                                          Das formal gesehen dieser Blockbuster von 2004 mit vielen grossen Namen gespickt ist, wertet so einen Film ja schon mal auf. Die Frage die sich da stellt, ob die auch ihr potential abrufen können. Nun zuerst Brad Pitt als Achilles. Bin zwar kein Fan von Mr. Jolie, aber zumindest hat er für den Film den Athletischen Körper den wohl vor vielen Ewigkeiten der Achilles auch gehabt haben mag. Achilles ist ein Metzger auf dem Schlachfeld. Der alles niedersäbelt um ohne Castingshow berühmt zu werden. Das ist das einzigste was ihn vorantreibt. Dazu steht er fein im Clinch mit dem Griechenkönig Agamemnon, der widerum erstmal jedes regionale Völkchen in Griechenland versammeln möchte, und sowas wie einen Mini-imperator darstellt. Brian Cox bekommt auch nur die Arschlochrollen ab, aber als listiger fieser Agamemnon spielt er eigentlich recht souverän. Seine Machtlust ist und soll erst zu Ruhen kommen, wenn auch das feine kleine Örtchen Troja auch zu sein Besitz zählt. Und wenn man sowas wie von Schicksal sprechen kann, ist Agamemnon reichlich gesegnet das sein Brüderchen Menelaus (Brendan Gleeson) seine alte "Helena" (Frau Krüger) vom Trojaner Prinz Paris (Orlando Bloom) verführt und entführt bekommt, und Menelaus daraufhin Rache schwört. Und wenig Stunden später ist eine Bildschirmsprengende Schiffsflotte unterwegs, über die Ägäis um nach Troja zu Schiffen. Glaub da waren die CGI Cracks beim Galeere kopieren, einige hundert mal zu oft auf den kopieren Knopf ausgerutscht. Hauptsache es sieht nach viel und gewaltig aus. Prinz Paris ist natürlich nicht der einzigste Sohn von König Priam (Peter O'Tool) , er hat noch nen älteren mit (Bruc.... äääh Eric Bana) Hector. Der arme Hector ist auch sowas wie Trojanische Kriegshure. Jede Schlacht lenkt und steuert er. Und wenn andere Scheisse bauen, muss er die Suppe auslöffeln. Wie zum Beispiel bei der zarten Helena.

                                          Bis auf Orlando Bloom, haben alle so ziemliche ihr können abgerufen. Und bei Brendan Gleeson, dazu hab ich aber schon beim Darstellerkommentar schon was zu ihm gesagt. Was ich jetzt gerade erst erspäht habe bei der Darstellerliste, den Ajax, der grosse stämmige Kerl mit dem grossen Hammerbolzen, ist ja Tyler Mane. Der Remake Myers von Rob Zombie. Dazu fällt mir nur ein, na kiek ma eener an. =)

                                          Gut, dass Krieg keine Kinderveranstaltung ist weiss man. Trotzdem hat Petersen die Schlachtszenen ab und an noch zu Unblutig gestaltet, aber im grossen und ganzen waren sie okay. Abschliessend musste ich dran denken, wenn Troja eine Parodie geworden wäre, hätte ich die Idee für nen Gag gehabt, nachdem die Trojaner glaubten, die Griechen bezwungen zu haben, und am Strand das Holzpferd vorfanden. Kam doch Paris mit dem Vorschlag, "Zünden wir es an Vater!", und mein Gag wäre, das man aus dem innern des Pferdes nur jemanden sagen hören würde, "Nein, blos nicht anzünden!!" =D (Und bäh, mir egal, ich würde drüber lachen) Ja du, genau du, guck nicht so... ^^

                                          Weil summasumarum der Film reichlich interessante Bilder bietet, gibts ne gute Benotung. Die dem Werk denk ich mal gerecht wird. Sicherlich gibt es einige Logikritzen, aber welcher Film ist zu hundert prozent schon perfekt? Und bei den Massen an Darstellern, kann es schon mal vorkommen, das sich Fehler einschleichen. So wie man irgendwo ein Flugzeug im Hintergrund am Himmel sehen soll. Ich habs bislang nicht entdeckt, und mir auch egal. Sitze nicht zweieinhalb Stunden am Film, um nach Flugzeugen oder Armbanduhren ausschau zu halten, nur um zu sagen, ey Fake, das ja nur'n Film. Tzz, dass weiss ich auch so. xP
                                          Aber um es mit den Worten eines Sean Bean zu beschreiben, :" Ich lebte zu Zeiten von Angela Merkel!" ....... buahhhhhhh.........

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                                          • 8

                                            Troja die Verfilmung einer der ältesten Geschichte der Menschheit kann man fast als einen Antikriegsfilm(ja, weit hergeholt) sehen. Achillis DER Held des Altertums metzelt sich unter dem Jubel der Griechen durch die Reihen der Trojaner. Doch der ,,Witwenmacher‘‘ des Altertums bekommt es bald mit Gewissensbissen zu tun.
                                            Odyseuss, meiner Meinung nach der wahre Symphatieträger des Films(dessen Geschichte mit dem Fall Trojas erst begann) denkt von Anfang an als einziger klar, während der einfache Hoplit (griechisch für ,,Fußsoldat‘‘ oder ,,Sperrkämpfer‘‘) sein Blut vergießt, jammern die Könige nur von ihrer Schmach ohne zu wissen wie es sich anfühlt von einer Galeere zu springen und gleichzeitig feindlichen Pfeilen auszuweichen.

                                            ,,Die Jungen sterben …… die Alten reden‘‘

                                            Optisch ist Troja einwandfrei, die Kostüme und Settings sind auch 10 Jahre später beeindruckend. Die Schlachten und der Kampf zwischen Hektor und Achillis sind so gut in Szene gesetzt das man das Zeitlupen-CGI Gemetzel wie in ,,300‘‘ und ,,Spartacus‘‘ schnell vergessen hat. Score und Darsteller wie Eric Bana ( Diana Kruger erwähne ich lieber nicht –aber hübsch war sie) tun ihr übriges für einen gelungen Sandalenfilm.
                                            Natürlich haben wir hier keine 1:1 Verfilmung von Homer`s Heldenepos-die meisten Szenen scheinen auch unverfilmbar (Stichwort ,,Schlangen‘‘) desweitern würde Troja dann sogar die doppelte Laufzeit benötigen.

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                                            • 7 .5

                                              Neben "Gladiator" und "300" zählt "Troja" zu den drei größten epochalen Sandalenfilmen des 21. Jahrhundert. Dass Wolfgang Petersen es bei seiner Adaption von Homers "Ilias" historisch gesehen nicht immer so genau nahm, ist allseits bekannt, stört mich aber eher weniger. Vielmehr gibt es andere Aspekte, die "Troja" meiner Meinung nach zu dem "schlechtesten" der drei oben genannten Filme machen.
                                              So zum Beispiel die extrem lange Laufzeit von 163 Minuten (im Director's Cut sogar fast 200!!), die dem Streifen meiner Meinung nach überhaupt nicht gut tut. So schleichen sich zwischen den bravourös inszenierten Schlachten und Duellen immer wieder langatmige Ruhepausen ein. Auch fehlt dem Film meiner Meinung nach extrem viel Pathos, der hier sicherlich angebracht wäre. Zwar kämpft Achilles für Ruhm und Ehre, nimmt dafür auch seinen Tod in Kauf, aber eine Gänsehautatmosphäre vergleichbarer Genreknaller wird nie erreicht. Stattdessen setzt Petersen mehr auf das Handeln aus Liebe, das damals sicher auch eine Rolle gespielt hat, hier aber bis zum Exzess gezeigt wird.

                                              Sicherlich ist das Jammern auf hohem Niveau. Ob Diane Kruger, Brad Pitt, Eric Bana oder Orlando Bloom. Die Darsteller sind durchwegs überzeugend. Die Kostümierungen stimmen, der Score passt und die Kampfszenen sind wie bereits geschrieben gut auf den Bildschirm transportiert worden. "Troja" ist mit Nichten ein schlechter Film. Im Gegenteil: Größtenteils macht es richtig Spaß Griechen gegen Trojaner kämpfen zu sehen. Mit den ganz Großen des Genres kann er dann aber doch nicht mithalten.

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                                              • 7 .5

                                                Eine tolle Leistung ist der Film auf allemal,gute Sets,solide Geschichte,ab und zu kleine wirklich schöne Fehler;kurz der Film ist Spannend was allerdings nicht über die Fehlwahl des Hauptdarstellers Hinwegtröstet

                                                • 9

                                                  Jaaa,der hat mich aus den Latschen gehauen(im Gegensatz zu Gladiator).
                                                  "Ein König,der seine Schlachten selber schlägt,das wäre ein Anblick"
                                                  Hier wurde ich bestens unterhalten.
                                                  "Die Götter beneiden uns..."

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                                                  • 7

                                                    Ein sehr netter und unterhaltsamer Film, der aber durch die Länge und die mangelnde Qualität der Schauspieler, ein paar Punkt abgezogen bekommt.
                                                    Da ich ja ein persönlicher Fan von Sandalenfilmen bin, ist Troja so wieso ein Muss.