Troja - Kritik

Troy

US · 2004 · Laufzeit 163 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Historienfilm, Drama · Kinostart
  • 8

    Ist schon ein paar Tage her, gefiel mir damals recht gut. Habe mir den Film auf damals noch Premiere angeschaut. Aus diesem Film stammt mein Lieblingsspruch.
    Ist DAS wirklich ALLES.
    So lautet auch der Titel meines Buches in dem ich mein Leben niedergeschrieben habe. Es war mein erstes Buch, toll wenn man den Einstieg in die Bücherwelt mit den Memoiren beginnt... Mein Pseudonym ERFRIBENDER

    • 7 .5

      Troja scheint auf MP ja ordentlich gefloppt zu sein. Vielleicht ist das der Synchro geschuldet? In OV fand ich ihn eigentlich ganz passabel. Ich habe wesentlich schlechtere Sandalen-/Historienfilme gesehen. Das Pathos-Geschmachte hält sich in einer doch konsumierbaren Balance. Diane Krüger als Helena fand ich vielleicht nicht so die absolut überzeugende Wahl als schönste Frau des Mittelmeerraumes, aber das ist ja immer Geschmackssache. Whatever. Unterhaltung bietet TROJA auf alle Fälle und für kurzweiligen Zeitvertreib ist er hervorragend geeignet.

      2
      • 8 .5

        Zum Directors Cut: ein epischer Film, dessen Länge gerecht ist und durchgehend spannend ist. Fast alle Charaktere sind interessant und gut dargestellt. Toller Soundtrack, klasse Inszenierung und eine Geschichte, die unter die Haut geht. Habe kein Verständnis für die ÜBERTRIEBENEN Negativwertungen. Nennt man das Geschmackssache?

        • 9

          bildgewaltiger epos wie man ihn sonst nur von scott gewöhnt ist..... top film.

          • 7 .5

            Tolles Flugzeug am Himmel, war das auch für die Schlacht im Film gedacht??

            1
            • 8

              Ja. Auf jeden Fall Spannend und actionreich gestaltet.
              Umsetzung auch sehr gut gelungen von der Atmosphäre her!
              Besetzung ist ebenso klasse mit Brad Pitt.

              Kann ich nur weiterempfehlen, wer mal einen Spannenden Kriegerfilm sich reinziehen will.

              8/10 Punkten.

              • 8 .5

                Top Besetzung und gute Storyline sorgen für einen gelungenen Historien-Actionfilm.

                • 7
                  Olilotron 12.09.2015, 11:56 Geändert 12.09.2015, 11:59

                  nicht so fit im kopf? müde? weng hung over? troja ist der richtige film für dich. eine mehr als solide handwerksarbeit mit dickem budget, fetter besetzung und übergewichtigem sound. freilich: die dialoge tun manchmal fast weh in ihrem schwulst, vor allem der eh unsympatische kleine schönling orlando bloom und deutschlands vorzeige-nazibraut diane krüger sind kaum auszuhalten in ihrem geschmachte. aber richtig schlimm wird das auch nie und die nächste action-szene kommt bestimmt. und da stimmt eigentlich alles. kameraarbeit ist mir ab und an ein bissel zu hektisch, aber es hält sich im rahmen, und so macht es meistens einfach nur spaß, dem chef bei der "arbeit" zuzusehen. und damit kommen wir auch schon zum hauptgrund, warum dieser film einen super unterhält: brad pitt als achilles ist der coolste wixer, der je in so einem historienschinken ein schwert geschwungen hat. als blonder übermensch verkörpert pitt den legendären helden achilles so unterhaltsam arrogant und todesverachtend, dass es einfach eine freude ist. er ist die art von "bösewicht", die man einfach sympathischer finden muss als hector, seinen gegenspieler, den "besten menschen" (zitat paris) der antiken welt. zudem schafft es der bradley sogar gelegentlich, dem eigentlich recht eindimensionalen achilles etwas tiefgang zu verleihen, indem er seine seelische verlorenheit und morbide grundhaltung ab und an aufblitzen lässt. also, wer dicken bombast, schlachtengemälde, größtenteils handgezimmerte schwert-action und testosteronschwangeres old-school-hollywood mag, und sich von den paar längen nicht abschrecken lässt, dem sei dieser film als garantiert intellektfreie schlachtplatte wärmsten empfohlen. die 5.0 der kritiker hier ist auf jeden fall komplett lächerlich.

                  1
                  • 6 .5

                    Kein CGI erkenntbar, tolle Kulissen, gute Scauspieler. Leider nicht wirklich spannend

                    • 7 .5

                      Geile Kämpfe guter Cast grandiose Bildgewaltige Kulissen und epischer Soundtrack was will man mehr einziger schwachpunkt : das Ende ;[]

                      • 9

                        Geschichte hin oder her, der Film ist einfach grandios. Alle paar Jahre schaue ich ihn mir gerne an

                        • 7 .5

                          Hier wird die Geschichte vom Fall Trojas gezeigt. Episch, monumental und gut besetzt. Selbst die 200 Minuten des Director's Cut kommen nicht so lange vor weil der Film einfach gut unterhält.

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                          • 5 .5

                            Habe den Film noch nie ganz gesehen, da ich entweder eingeschlafen bin, oder umgeschalten habe, da er ziemlich langweilig ist! 5,5 Punkte sind für Brad Pitt und Kampfszenen!

                            • 9 .5

                              Absolut geil, nur das erwartete ende war halt scheiße. ^^

                              • Vom Auszug aus Ägypten (Exodus) hinüber nach Griechenland bzw. Troja (Türkei).
                                Wir befinden uns genau wie beim Exodus noch irgendwo im Jahre 1200 v. Chr. (plus minus 100 Jahre) und genau wie die Bibel mythische Geschichten erzählt so ist Troja ebenfalls eine Dichtung (Homers Ilias). Ob das jetzt irgendwie auf irgendwelchen wahren Ereignissen beruht ist genauso fraglich und wird wahrscheinlich auch nie beantwortet werden. Fakt ist, dass diese antike Geschichte ca. 3000 Jahre alt ist. Jeder kann ja mal eine gedankliche Zeitreise (sagen wir mal in 25Jahr-Schritten) zurück machen und für sich selbst dann bestimmen ab wann das Ganze dann irgendwie "unreal" wird. Ich denke bis auf ein paar spirituelle wiedergeborene Hobbyshamanen unter uns, werden alle übereinstimmen: 3000 Jahre ist eine verdammt lange Zeit. Deswegen sollte man sich da auch nicht anmaßen inhaltliche Kritikpunkte zu suchen oder rumjammern, dass W. Petersen da jetzt was anders gemacht hat, als es geschrieben steht. Interessant ist doch eher wie er das alles so dargestellt hat.
                                Auch hier geht es um Götter und Könige. Hinzu kommen noch Helden. Mag diese Zeit als Geburtsstunde der Rationalität gelten, so ist sie jedoch noch tief in der alten Welt der Götter verwoben und wird von ihr definitiv noch überschattet. Nur wenige Menschen bedienen sich der Rationalität, sind es doch überraschenderweise die Helden, die eine überlegene Kriegstechnik benutzen und den Göttern kritisch gegenüberstehen. Obwohl sie einen erhobenen "übermenschlichen" Status haben und von den Göttern geliebt werden.

                                "Von allen Kriegern, die von den Göttern geliebt werden, hasse ich ihn am meisten."

                                In dem Film prallen zwei massiv gegensätzliche Positionen aufeinander:
                                1. Die Götter entscheiden über Schicksal, Ausgang einer Schlacht. Priester als Berater der Könige. Opfer für die Götter um sie gnädig zu stimmen oder Zeichen, die gedeutet werden. Also völlig irrationales Verhalten.

                                2. Die effektivsten Krieger (dazu zähle ich Hektor, Odysseus und Achilles) bedienen sich einer gewissen (wenn auch primitiven) Rationalität und stehen den Göttern (gerade was Entscheidungen im Krieg angeht) eher kritisch gegenüber. Wahrscheinlich sind sie deshalb so viel besser als der "Normalo"Bürger/König.

                                Daraus ergibt sich das Paradox, dass die irrational denkenden Könige, Priester und das Volk die Helden als besonders von den Göttern geliebt bezeichnen, obwohl diese sich mehr von den Göttern distanzieren als jeder Andere.

                                Obwohl Achilles der größte Krieger aller Zeiten war, so konnte nur die List Odysseus die Mauern Trojas bezwingen. Und wie? Er lenkt das völlig irrationale Verhalten der Trojaner (das Pferd als Gottesgeschenk) gegen sie. Nicht ein Gott, oder Priester, kein Orakel, keine Vision, kein gedeutetes Zeichen, - Nein - Der Siegeszug der Rationalität ist entsprungen aus Odysseus Kopf.
                                Ironischerweise wählt Petersen den Dummkopf des Filmes, nämlich Orlando Bloom (gespielt von Orlando Bloom), der seinen Vater vergeblich darum bittet rational zu denken und das Pferd zu verbrennen.
                                Agamemnon sieht dabei die Gunst der Stunde und begeht einen Völkermord. Obwohl er weiß, dass seine bezwungenen Gegner sich ihm jedes Mal unterworfen haben, so schlachtet er komplett Troja. Ein völlig irrationales Verhalten beider Könige. Die Könige im Exodus haben ja übrigens genauso gehandelt und die Israeliten auslöschen wollen. Das ist in der Geschichte der Welt natürlich sowas wie ein running Gag geworden und beim IS wieder aktuell angesagt.

                                Obwohl Achilles natürlich die perfekte Kriegskombination aus Kraft, Geschick und Schläue ist, so ermöglicht es ihm letztere eine absolute Überlegenheit im Kampf zu erreichen. So erobert Achilles zusammen mit seinen Myrmidonen den Strand indem sie als einziger Trupp im ganzen Film eine Phalanx bilden. Der überlegende Formationskampf ist ein Zeichen rationalem Handelns und ist für die Einzelkämpfer Trojas undurchdringbar. Es ist nicht die Hand Gottes oder ein Wunder, das Achilles den Strand alleine erobert, sondern die Phalanx.

                                Hektor weist seine Truppen später auch an eine ähnliche (trotzdem weniger perfektionierte) Schildformation anzunehmen. Auf Seiten der Griechen fehlt Achilles und seine Kriegstechnik. Tausende Einzelkämpfer prasseln in die Schilder und Schwerter der Trojaner. Easy Win für Hektors Kriegstechnik. Anstatt ihm respekt zu zollen wird der Erfolg von den Priestern und König den Göttern zugesprochen. Man bläst selbst zum Angriff und Hektors vernünftiger Einspruch wird überhört. Danach gibt es dann wieder ein unzivilisiertes Durcheinander und Hektor macht Achilles Ziehsohn platt.
                                Achilles der eigentlich wieder nach Hause wollte, weil er das Irrationale in seiner eigenen Motivation erkannt hat (das Streben nach Unsterblichkeit durch seinen Namen) ist nun verständlicherweise unleashed und schlägt nun immer weiter in irrationales Verhalten. Auf eine religiöse Bestattung folgt ein Kampf, den er ein letztes Mal durch überlegene Kriegstechnik gewinnt (Achilles tanzt quasi mit Speer und Schild, ein optischer Genuss - während Hektor eher plump daher kommt), darauf folgt wieder religiöses Blabla und am Ende die Liebe. Achilles ist quasi ab dem Zeitpunkt des Todes von Patroklos für den Ausgang der Geschichte unwichtig.
                                Es folgt Odysseus Täuschung und die Eroberung Trojas.

                                Es waren keine Götter, die den Strand erobert haben, die Troja halten konnten, das Schwert im Zweikampf führten oder das trojanische Pferd bauten. Sondern es waren Personen, die sich durch bestimmte Kriegstechniken und Denkprozesse von der Masse abhoben. Es waren Helden. Helden, die eine irrationale Götterwelt mit einer neuen rationalen Denkweise verbanden und so unsterblich wurden.

                                "IST DAS WIRKLICH ALLES?!"

                                Noch nicht ganz. Für Troja ist auch aus Unterhaltungsgründen eine Lanze zu brechen. Dabei beziehe ich mich auf den Directors Cut. Zugegeben, Troja ist keiner der besten Filme aller Zeiten, aber definitiv ein Film, den man mal gesehen haben muss. Die Geschichte ist einfach genauso simpel wie unsterblich, die Schlachten sind episch und Brad Pitt ist als Achilles einfach nur eine Augenweide - optisch aber auch wie er kämpft. Eric Bana war nie sympathischer und ist der eigentliche Held des Epos. Der Film ist hervorragend gealtert und es fließt ordentlich CGI Blut zusammen mit guten Masken und "echtem" Blut (Schwert und Speer im Kopf, diverse tiefe klaffende Wunden). Die Erstürmung des Strandes ist beeindruckend und wenn Achilles 20 Meter vor allen Anderen durch die gegnerischen Reihen berserkert, weltklasse. Der Zweikampf zwischen Hektor und Achilles ist eine Wucht und nimmt einen mit.
                                "Ich lasse mir meinen Ruhm nicht von einem Stein stehlen!"
                                Es gibt diesen und viele weitere denkwürdige Oneliner. Bis auf Orlando Bloom und Diane Kruger (wie können diese Antischauspieler, primär Bloom, in Hollywood so erfolgreich sein?) werden Emotionen, Liebe und Motivationen von allen Schauspielern gut vermittelt.
                                Troja ist kein Meisterwerk, für mich aber alle drei Jahre eine Sichtung Wert. Und wenn man dann aus einem anderen Blickwinkel drauf schaut eine klare Empfehlung (im Directors Cut).

                                Troja eine mythische und mystische Geschichte von Göttern und Königen, in der der Erfolg der Rationalität paradoxerweise in den Lieblingen der Götter verkörpert ist.

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                                • 6
                                  Deusfantasy 12.06.2015, 11:54 Geändert 12.06.2015, 11:59

                                  Der Film punktet ganz klar in Sachen Ausstattung. Die Kostüme und Kulissen sehen fabelhaft aus. Die Kampf-Choreographien sind überaus gelungen, allen voran natürlich das Highlight des Films, der Kampf zwischen Achilles und Hector, der einfach nur großartig inszeniert ist. Zudem behandelt der Film beide Seiten relativ neutral, beide Parteien haben ihre jeweiligen Motive.
                                  Die Schauspieler machen größtenteils einen super Job, allen voran Brad Pitt, der druch seine Ausstrahlung und seinen durchtrainierten Körper Achilles eine Aura der unbesiegbarkeit verleiht. Auf der Gegenseite fallen Orlando Bloom und Diana Kruger leider mit ihren geringen Schauspielerischen Fähigkeiten negativ auf. Totale Fehlbesetzungen.
                                  Der Film ist sicherlich nicht als Geschichtsstunde zu gebrauchen, es fehlt ihm jeglicher Tiefgang und er erzählt den Mythos eben aus typischer Hollywoodsicht. Verständliche Kritikpunkte, aber nichts desto trotz funktioniert "Troja" als reines Blockbuster-Kino wunderbar für mich.

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                                  • 8 .5

                                    Besonders in der Director's Cut Version absolut genialer Streifen über die Belagerung Trojas. Schauwerte und Effekte sind ebenfalls stark vorhanden und überzeugend.

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                                    • 9 .5

                                      Besser kann man einen Film dieser Zeit garnicht darstellen.
                                      Für mich noch ein Tick greifbarer als Gladiator.

                                      Man wird hier hin und hergerissenen zwischen Achilles und Hector.

                                      Die Schlachten, die Kämpfe, die epischen Bilder. Die Musik und Dialoge machen diesen Film zu einem einzigartigen Kunstwerk.
                                      In meiner Liste der Top-Filme mittlerweile aufjedenfall ganz weit oben.

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                                      • 8

                                        In der Director's Cut Version nochmal einen ganzen Bewertungspunkt besser als in der deutlich kürzeren Kinofassung. Nur ohne Premieren-Zeitdruck konnte Petersen sein Epos wie geplant fertig stellen, das in dieser Version deutlich blutiger und brutaler ist - was dem Film wirklich gut tut. Besonders die Eroberungsszene am Ende des Films ist viel ergreifender und realitätsnaher als die wohl aus Angst vor der FSK stark zensierte erste Version.
                                        Aber auch viele Dialoge sind im DC erweitert und geben den zahlreichen Charakteren viel mehr Tiefe. Mit diesen erweiterten und vielen kleinen neuen Szenen ergibt sich ein deutlich runderes Bild, und trotz der somit über drei Stunden Lauflänge wird der Film gefühlt nicht länger, sondern sogar kompakter. Manchmal dauert es eben etwas länger, bis ein Film so ist, wie er sein soll - und bei Troja hat man das nötige Geld glücklicherweise in die Hand genommen. In der DC Version ist Troja ein ausgezeichnetes Schlachten-Epos, das sich zwar von seinem Quellmaterial entfernt und oft zu kitschig und in seinen Dialogen zu hölzern rüberkommt, dies aber mit interessanten Charakteren sowie spannenden Kämpfen kompensiert. Auf eine Einteilung in Gut und Böse wird ebenfalls größtenteils verzichtet. Das alles macht Troja zu einem Vorzeigebeispiel seines Genres.

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                                        • 8 .5
                                          Flowrider 23.01.2015, 18:42 Geändert 23.01.2015, 18:42

                                          Imposantes Epos mit großen Schauwerten, dazu interessante Dialoge und Zitate. Versteh echt nicht, warum der Film von den Kritikern nur 5 Punkte bekommen hat.

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                                          • 6 .5

                                            Gute Action mit tollen Kampfszenen. Brad Pitt hat mir auch ganz gut gefallen. Aber die Geschichte an sich war etwas Lückenhaft und zwiespältig.

                                            • 6
                                              oliver.roth.5059 12.01.2015, 21:20 Geändert 13.01.2015, 16:11

                                              Petersens " Troja" ist ein in allererster Linie natürlich ein Kampfspektakel und hat dennoch mit Homers epischer Sage so gut wie nichts gemeinsam, was zu erwarten war . Weite Teile der ( meist ) jüngeren Männer seufzen im Kino natürlich entzückt auf, wenn sich Brad Pitt in der Rolle des großen Griechenhelden Achilles mittels Schwert durch die trojanischen Reihen fräst. Den meisten Damen entfährt beim Anblick des nur spärlich bekleideten Peliden ( der sich nach getaner Arbeit das Feindesblut von der muskulösen Brust abwäscht ) das gleiche Geräusch. Die Optik ist opulent, Kostüme und Kulisse stimmig gemacht und die Schauspieler gar nicht einmal so schlecht. Die Geschichte wird jedoch, nach gutem Beginn, über weite Strecken auf flaches Niveau zusammengepresst, ist schnell dahinerzählt und vorhersehbar. Fazit: Schema F, stellenweise jedoch unterhaltsam.

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                                              • 6 .5

                                                Troja war von der Schlacht her super inszeniert, aber irgendwie habe ich das Gefühl,dass irgendwas fehlt. Auch kann man den Film nicht so Ernst nehmen wie beispielsweise Gladiator: Achilles, der Halbgott, erobert die Küste im Alleingang. ernsthaft? Was schau ich mir gerade an, Kampf der Titanen? Die Geschichte Trojas ist Geschichte, nicht Fantasy. Der Film war lang, wusste aber zu unterhalten. Und allein diese berühmte Massenbootsszene ist schon Grund genug für 5 Punkte. Gute Schauspieler, super Kostüme, super Schlacht, kann man sich reinziehen.

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                                                • 8

                                                  Krieg

                                                  • 4
                                                    craax 27.12.2014, 13:15 Geändert 27.12.2014, 13:30

                                                    Petersen gänzlich ohne Find us – plündert Troja. Die Illias, eine von Europas Begründungsoffensiven legendären Ausmaßes, verkommt hier zu einem derart zahnschnurrlosen Papier- Drachenflieger, kleine Kinder zu erschrecken, dass, wenn man auch nur aus dem seelischen Schnulleralter herausgewindelt sein sollte, sich fragt, wie es je vor einer derartig hohlen Pappmachee-Schießbudenfigur /mit der Nase voran ab in den Bühlsand/ zu Respekt zu bringen werden konnte.

                                                    Alles, was Präadoleszente an den Sagenmythen vom großen heroischen Krieg als Sandkastenspiele zwischen zwei Körpermeßgrössen, die miteinander rangen&raufen, 'Pack schlägt sich, Pack verträgt sich', uniform-“anziehend“ als Teil einer erschütternd großen Masse, finden, kriegen sie hier im CGI-Gewitter geboten, mit jeder Menge Sahnehäubchen a la Hollywoodboulevard-Cafeteria. Leider : gibt es eine unkritische Masse für so was, // da, wie Goethe schon sagt : „Minorennitäten sind nicht zu überspringen“. Interessant, dass er es in eine gleichermaßen resignative, wie auch imperative Satz-Form kleidete. „Gewinnen“ wir also den positiven Aspekt ab : um derart idolatrische Entwicklungsstufen ist also nicht hinweg- sondern DURCHzuschreiten, will man tatsächlich überhoben gereift in eine kompetenter-flüssigere Lebens-Form sich fortentwickeln; und JEDES menschliche (männliche) Studieren muss da wohl DURCH: Fall(auf dem Felde der Ehre)-Bewusstsein kriegen.
                                                    Nur e i n Faktor geht in dieser Rechnung n i c h t auf : denn der das schuf'tete, war nicht etwa ein leicht in seiner Entwicklung behinderter Dreizehnjähriger (mit dem mentalen Kognitionsniveau eines Zehnjährigen),- sondern ein gepflegtbarttragender 60'jähriger – obwohl Friese.
                                                    Nun gibt 's drei Erklärungen :
                                                    er wusste es nicht besser. Das ist höchstens peinlich.

                                                    Ad Zwo. 'Hat eine Schwäche für Monumental Riesenhaftzahlreich Künstlich Farbangestreichertes, gepaart mit einem wirklich geschmacklosen Soundtrack (Fanfaren zum Gemetzel, 'traut sich nicht einmal >Die Rückkehr des Königs<, - sonst blutsverwandt). Das buntgelogen Überhöhte, mit einem leichten Stich ins zeitlos Feldgraue, oder auch modern montiert' ins Olivgrüne (gabs damals allerdings nur in zählederbraun) sollte und ist wohl auch vielen Deutschen, sofern dem Konfirmandenunterricht entwichen, heute nur noch – ebenfalls peinlich , oder treten wir fürnehmer zurück:... ein Anlass zum Nasetrümpfen.

                                                    Das Dritte? - schlichte kommerziell berechnete Arschkriecherei, durch möglichst buntkaschierte Wimmelbilder. Manchmal führt der Kulissenbauer Regie. Da davon auszugehen ist, dass Lost Petersen nicht mal den Schimmer einer Ahnung hat, wie es sich anfühlt, in die frühmorgenbronzliche Welt der Illias (& Odyssee!) zu tauchen // Hand aufs Herz, Petersen : hast du?- gelesen?-// darf man das Ganze getrost auf den Aspekt : Kunst am Bau „Hollywood vergrottenholmt GeschichtsIkonen“ (& spart Werbungskosten) verbuchen, wobei er&es sich eben zum möglichst extensiven Abkassieren der intensivsten Dünnbrettbohrerei bedient, um ja jedes Einbußerisiko zu optimieren : die verführbarste, unkritischste Käufer-Klingelbeutelklientel, der man in der Wüste Sanduhren gegen zwei Münzen für den Fährmann verkaufen könnte,- mit jeder Menge verschaukeltem Grundbesitz drumherum – wohlgemerkt, NACHDEM Esso Shell Exxon voller Befriedigung mit vollem Sack&Pack dereinst abgerückt sind, was als preistreibendes Werbeargument der Verkaufsstrategie zu nutzen ist : „seht mal, wie nasehoch nachhinein ruhm'reich die geworden sind! – noch in Äonen wird man da von sprechen!“ - Was darf's sein, solcher Trinität?

                                                    Da ich mich einfach weigere zu glauben, dass man mit derart wenig Größennachweis i m Werk selbst – dann wohl wenigstens außerhalb dieses' ...eine derartige Geschichtsstaubschicht aufwirbeln kann (immerhin taucht das in den Annalen der Firmenproduktionen künftig gelistet auf, wie >Cleopatra< m. Liz Taylor), entscheide ich mich nicht: obwohl verlockend & naheliegend, für Punkt 1), sondern : Punkt 3) :

                                                    : /peinliche/ Abzocke der unbedarftesten Mitglieder unserer Gesellschaft, die sich kraft Erfahrungsmangel & Orientierungslosigkeit am wenigstens zu helfen wissen & am fadenscheinig-durchscheinlichsten „beeindrucken“ lassen. Welch zweifelhafte Ehre.
                                                    Dieses ekle Motiv scheint mir immer noch weniger anrührig als die direkt Punkt 2) angesprochene faschisto'affine Monumentalplastik-Zugeneigtheit einer Ära, an die Deutsche als immer noch lebendig in solchem Ton ungerner erinnert werden möchten – am wenigstens durch einen rundumprofilloserneuerten Deutschen & völlig gleichgeschaltete Bewunderer, der & die es längst oder noch nie? besser – und entlarvter- zu fühlen kriegen müssten. Ey' – und ich LEGE NICHT an Hollywoodunterhaltung einen VolksAUFKLÄRUNGSanspruch – aber direkt verIDIOTen sollte man es deswegen trotzdem nicht gleich dürfen.

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