Troja
edit edit group membershipsTroy, US 2004
Kinostart: 19.04.2007, Laufzeit 163 Minuten.
Jeder Lehrer, der literaturwissenschaftlich geprägt ist und was auf sich hält, wird jeder neuen Schülergeneration die Lektüre des Epikers aller Epiker ans Herz gelegt haben: Homer und sein Vermächtnis, die Ilias und die Odyssee. In der Ilias wird hauptsächlich die Belagerung und der Niedergang Trojas besungen; im zweiten Epos die Irrfahrten des Odysseus. Der deutsche Regisseur … — Mehr
Jeder Lehrer, der literaturwissenschaftlich geprägt ist und was auf sich hält, wird jeder neuen Schülergeneration die Lektüre des Epikers aller Epiker ans Herz gelegt haben: Homer und sein Vermächtnis, die Ilias und die Odyssee. In der Ilias wird hauptsächlich die Belagerung und der Niedergang Trojas besungen; im zweiten Epos die Irrfahrten des Odysseus. Der deutsche Regisseur Wolfgang Petersen hatte seine ganz eigene Lehrstunde im Sinn, als er Troja 2004 in die Kinos brachte. Spannung und Ästhetik standen nun im Vordergrund, und weniger Gesang. Erzählt wird der zentrale Konflikt der Ilias: Die schöne Helena (Diane Kruger) wird von Paris (Orlando Bloom) nach Troja entführt, hinter deren unüberwindbaren Mauern sie Schutz vor den nachrückenden Griechen suchen, die angeführt werden vom zürnenden Gatten Agamemnon (Brian Cox). Dieser wird unterstützt von Achilles (Brad Pitt) und Odysseus (Sean Bean), der eine bekannt für seinen Heldenmut, der andere für seine List. Auf Seiten von Troja kämpft vor allem der Hüne Hector (Eric Bana). Beide Seiten werden von den Göttern des Olymp unterstützt, die sich in zwei Lager zerstritten haben. Der Film Troja enthält alle klassischen Elemente, wie den Tod und die Schleifung des Hectors durch Achilles, dessen Tod durch die tödliche Verletzung an seiner sprichwörtlichen Ferse und die finale Erstürmung der Stadt Troja mittels der Tücke des Trojanischen Pferdes.
Alle Zeichen standen auf Sturm – auf einen Ansturm auf die Kinokassen. Doch dieser blieb zum Missfallen der Produzenten von Troja aus, und erst nach weltweitem Kassensturz konnten sie aufatmen (Produktionskosten von 175 Millionen Dollar steht ein weltweites Einspielergebnis von nur 481 Millionen Dollar entgegen.). Dabei hatte Regisseur Wolfgang Petersen ein wahres Heer an Stars aufgefahren, die sich in die antiken Gewänder gewickelt hatten. Drei Jahre nach der Premiere von Troja kam ein Director’s Cut in die Kinos, der wie von Wolfgang Petersen angestrebt mit 200 Minuten gut eine halbe Stunde länger war als die ursprüngliche Kinoversion. Dafür wurde ihm eine Million Dollar zur Verfügung gestellt. Für das Drehbuch von Troja wurde zwar kein Poet vom Kaliber eines Homer engagiert, sondern David Benioff, der allerdings nachfolgend mit Drachenläufer oder Stay auch sein erzählerisches Talent unter Beweis stellen konnte. (EM)
- Cast
- Brad Pitt, Eric Bana, Orlando Bloom, Diane Kruger, Sean Bean, Brian Cox — Mehr
- Regisseur
- Wolfgang Petersen
- Autor
- David Benioff
- Genre
- Sandalenfilm, Romanze, Historienfilm, Actionfilm
- Zeit
- Antike
- Ort
- Griechenland, Schiff, Türkei
- Handlung
- Angst, Armee, Bogen, Bruder-Bruder-Beziehung, Duell, Ehebruch, Ehre, Eifersucht, Entführung, Epos, Feigheit, Feindschaft, Flotte, Fürst, Held, Jungfrau, Krieg, Krieger, König, Königin, Königreich, Leiche, List, Macht, Mauer, Mut, Nackter Mann, Odysseus, Pferd, Priester, Prinz, Rache, Ruhm, Rüstung, Schicksal, Schicksalsschlag, Schlacht, Schwert, Schwertkampf, Schönheit, Sklave, Statue, Tempel, Trojanischer Krieg, Verschwörung, Verstümmelung
- Stimmung
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Kritiker — Film: Troja
TheCorey: Das Manifest, MovieMaze, ev... TheCorey: Das Manifest, MovieMaze, ev...
Mit Geschichte nimmt man es in Hollywood nicht immer ganz genau, mit Legenden schon mal gleich gar nicht. Wenn das Ganze dann mit Schönlingen wie Brad Pitt, Eric Bana und Orlando Bloom besetzt wird, kann ja eigentlich nichts gutes bei rumkommen. Oder doch? Entgegen seinem Ruf ist Wolfgang Petersen's "Troja" ein Monumentalepos, dass weniger monumental, als vielmehr äußerst unterhaltsam daherkommt. Das pathetische und die Filmhandlung unterstützenden Drehbuch von David Benioff macht das hölzerne Schauspiel der drei oben genannten Herren fast völlig wett. Der "Director's Cut" von Petersens Film kann als gelungen angesehen werden.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Drehbuchautor David Benioff hat Homers Vers-Epos "Ilias" an die Bedürfnisse Hollywoods angepasst, gestrafft und personell modifiziert. Vor allem aber hat er die Mythologie, die Rolle der Götter, marginalisiert. Natürlich sind die Olympier auf der Leinwand kaum ernsthaft darstellbar - die schicksalhafte Macht des (Aber-)Glaubens aber, ein wesentliches Merkmal der Antike, wirkt in den Menschen ja unabhängig davon, ob Götter existieren oder nicht. Banioff und Petersen setzen nun im Gegenzug nicht etwa mutig auf das andere, eine rein rationale Interpretation des Stoffes mit nacktem männlichen Egoismus als alleinigem Handlungsmotor - zum Beispiel wenn der Krieg neu angefacht wird, wo er mit Vernunft hätte beendet werden können. Stattdessen flankieren sie das Geschehen an dramaturgischen Wendepunkten mit blutleeren Verkündigungen gesichtsloser Priester.
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Kommentare — Ganz gut 6.2
Michelle264 2010/07/23 20:15:27
Kommentar löschenschön.
Trotz leichten Storyschwächen und einem gestorbenen Menelaos (....den man eigentlich noch fürs Nachfolge-Epos bräuchte,aber naja) eine tolle Illias- Verfilmung! Danke dafür!
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Danny Walker 2010/07/16 10:46:11
Kommentar löschenGewaltiger Film. Tolle Schlachtszenen, schöne Landschaften, ein muskelbepackter Brad Pitt, ein genialer Brian Cox, ein souveräner Sean Bean und Eric Bana usw. Wieso eigentlich keine 10 Punkte?
Weil der Film irgendwie nichts besonderes ist und es nur um Geld geht. Zudem ärgere ich mich immer wieder über Bloom und Kruger, und dan noch als Paar, schrecklich.
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7ieben 2010/07/15 13:15:48
Kommentar löschenGute bekannte Schauspieler, hübsche Schauspielerin, großartige Bilder & Kampfsequenzen. Diesen Film sollte man einmal gesehen haben, im großen und ganzen ein sehr gut gelungener Film. Top!
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Besonders die Kampfszenen zwischen Achilles (Brad Pitt) und seinen Gegnern, darunter auch Hector (Eric Bana) sind sehr dynamisch und überwältigend inszeniert. Neben Pitt fallen vor allem Peter O’Toole als auf die Vorsehung der Götter schwörender König von Troja und Sean Bean als nachdenklicher Odysseus positiv auf.
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