Up in the Air - Kritik

US 2009
Laufzeit 110 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 04.02.2010

Kritiken (38) — Film: Up in the Air

Anj S: Mann beisst Film

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8.0Ausgezeichnet

„Up in the Air“ rangiert passend zu seinem Titel auf den oberen Plätzen des Filmniveaus, was vor allem auch dem letzten Viertel zu verdanken ist. Die Tragikomödie schafft es, auch ohne große Katastrophen zu überraschen und ohne ein schnulzgetränktes Happy End auszukommen, und gleichzeitig zu befriedigen und nachdenklich zu stimmen. Da bleibt zum Ende hin nur noch zu sagen, dass man sich trotz der hohen Qualität von Jason Reitmans neustem Werk nicht zu sehr von der durch Ryan dargestellten Einpackmethode beeinflussen lassen sollte. Glatt gefaltet ist immer noch besser als gerollt. Probiert’s aus.

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Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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6.0Ganz gut

Zu Beginn dieses Jahrtausends war noch alles in bester Ordnung. Die New-Economy-Blase war nicht geplatzt, das World Trade Center noch nicht in Schutt und Asche gelegt und von Finanzkrise weit und breit keine Spur. Als hätten Drehbuchautoren schon damals eine Vorahnung gehabt, von dem was da noch kommen könnte, kümmerten sich Hollywood-Filme wieder ein bisschen um, wie es Oliver Stone genannt hat, "die Auswüchse des Kapitalismus". Ein kleiner Junge führt in "The Kid" den erfolgreichen Imageberater Bruce Willis aus dem geschäftigen Treiben ins kindliche Ich zurück, und in "Family Man" entdeckt Nicolas Cage als Börsenmakler und so genannte "Zierde des Kapitalismus" durch ein Wunder die bescheideneren Freuden des mittelständischen Familienlebens in der Vorstadt.

Das sicherlich aufwändigste Projekt dieser Stoßrichtung in dieser Zeit handelt von einem schicksalhaften Ausstieg, der einem der ehemaligen Protagonisten des Yuppie-Films…

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beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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8.5Ausgezeichnet

[...]Jason Reitman hatte 2007 mit Juno den Überraschungshit schlechthin gelandet, ein Film, der aus dem eher unscheinbaren Indiekino den Mainstream eroberte. Entsprechend groß waren die Erwartungen an den Nachfolger, der zwar mit George Clooney einen weit bekannteren Darsteller in der Hauptrolle bietet, aber insgesamt doch weiter dem Indie-Gedanken folgt. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Walter Kirn (deutscher Titel “Mr. Bingham sammelt Meilen”) drehte Reitman hiermit eine Tragikomödie, die sowohl Traditionen als auch moderne Lebenseinstellungen auf den Kopf stellt.[...]

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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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8.0Ausgezeichnet

Auch wenn Clooney als Ryan Bingham nicht ganz so zynisch-witzig daherkommt wie einst Eckhart als Nick Naylor in "Thank You For Smoking", so ist doch "Up In The Air" Reitmans rundester Film. Was unter anderem daran liegt, dass sich die gesamte Produktion der doch eher gewollten Indie-Dramatik eines Films wie"Juno" und der over-the-top-Satire-Masche von "Thank You For Smoking" entzieht, und so schon beinahe bodenständig-realistisch daherkommt.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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7.0Sehenswert

Hätte nie und nimmer erwartet, dass UP IN THE AIR tatsächlich so schwerelos daherkommt. Zwar im doppelten Sinne, da es dem Film teilweise ein wenig an Konsequenz im Kontext zur Kommunikationskritik mangelt, dafür trifft Reitman bei den Figuren umso deutlicher ins schwarze. Ich glaube George Clooney hat nur sehr selten besser gespielt und Vera Farmiga sollte unbedingt häufiger zu sehen sein. Eigentlich ist es die Extra-Portion Würze, die hier aus konventionellem Hollywoodstoff eine leichte, dennoch einfühlsame Wolke macht. Mit Punktlandung in letzter Minute.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

Ein wunderschön gedrehter, exzellent geschnittener und, das ist wohl das Wichtigste, sehr origineller Erzählfilm, der eine Figur entwickelt und sie sich dann selbst weiter entwickeln läßt. Die Chemie zwischen Vera Farmiga und Clooney macht ihre gemeinsamen Szenen unwiderstehlich, und das in einem Film, der ohnehin schon mit ausgesuchten Bildern und starken Nebendarstellern zu verzücken weiß. UP IN THE AIR ist aber vor allem Clooneys Film, weil er mit diesem Ryan Bingham den strahlenden Eckpunkten seiner Karriere - Doug Ross und Seth Gecko - einen weiteren hinzufügen kann. Es ist dies auch eine Rolle, die man "mutig" nennen kann; "mutig" eben anders als das, was man gemeinhin darunter versteht (falsche Zähne, Übergewicht, Glatze etc.), sondern "mutig" für Clooney selbst, da Ryan Bingham so viele Züge seines eigenen Lebens aufweist und für ihn so therapeutisch wie traumatisch sein könnte. Denn Jason Reitman macht am Ende den entscheidenden Schritt, der UP IN THE AIR so weit über das gegenwärtige Hollywood stellt; wenn sich zeigt, daß nicht jedem das vergönnt sein kann, was andere für erstrebenswert halten. Wenn Bingham eben doch die Dinge nur überfliegt. Wenn Sam Elliott kommt.

Einziges Manko ist die um die Ecke lauernde Sehnsucht nach erzkonservativen Idealen, die sich ausgerechnet in Anna Kendricks Rolle manifestieren. Aber das kann die Freude über diesen rührenden, anmutigen, komischen und so besonderen Film nicht trüben.

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der cineast

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Wunderbar.


Corsovilla: SchönerDenken

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8.5Ausgezeichnet

Wie etabliert man als Regisseur seine Hauptfigur? Jason Reitman ist es ganz wunderbar gelungen: Er zeigt den Vielflieger Ryan Bingham (George Clooney), wie er effektiv und elegant die Sicherheitskontrollen absolviert, jeder Handgriff, jedes Platzieren des Gepäcks schnell und geschmeidig, das alles flott und pfiffig geschnitten. Seit der Einführung des Werbefachmanns Roger Thornhill (Cary Grant) in Hitchcocks “North by Northwest” wurde eine Hauptfigur nicht mehr so souverän präsentiert. Ein interessantes Drehbuch mit erinnerungswürdigen Zeilen wie „Ich bin die perfekte Frau, um die du dir keine Gedanken machen musst. Ich bin wie du, nur mit Vagina.“, sehr starke Darsteller und viele sehenswerte Details. Ein augenzwinkernder und dabei sehr ernster Film, eine Geschichte über Beziehungen und schwerelose Lebensentwürfe, über das Leben im Kapitalismus und das Gewicht des Lebens. Ein Klassiker, der einige Oscars verdient hätte. (Mehr im Podcast)

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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9.0Herausragend

So sehr Jason Reitmans grandios geschriebene und inszenierte tiefsinnige und reichlich hinterlistige Tragikomödie an manchen Stellen auch an Fruttero & Luccentinis grandiosen Roman Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz und dann wieder an Filme wie Die Reisen des Mr. Leary mit William Hurt in der Hauptrolle erinnert – mit seiner Mischung aus fein dosierter Gesellschaftskritik, treffender Gegenwartsbeschreibung der allzu realen wirtschaftlichen Krise und subtilem Humor ist dem Regisseur nach Filmen wie Thank You for Smoking und Juno endgültig der große Wurf gelungen. Geschickt verknüpft der Film verschiedene Ebenen miteinander; er funktioniert sowohl als Liebesgeschichte wie auch als treffsichere Parodie auf das moderne Business-Leben, ist dabei stets leicht und elegant und bietet dennoch genügend Anknüpfungspunkte, um einerseits prächtig zu amüsieren und andererseits angerührt zu werden von einer Geschichte, die vieles über unser modernes und gehetztes, allzu effizientes Leben verrät.

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Evie: www.inderzange.de

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9.0Herausragend

In Zeiten der Weltwirtschaftskrise und der kulturellen Angst vor Problemen, bringt jetzt Jason Reitman bekannt durch “Juno” den Film “Up in the Air” raus. Das Drehbuch zum Film entstand schon 2002 und Reitman wollte diesen auch gleich drehen, doch kamen ihm seine 2 Projekte “Juno” und “Thank you for Smoking” zuvor. Und wie auch so viele bassiert auch der Film auf einer Romanvorlage. Walter Kirn schrieb 2001 den gleichnamigen Roman, und stand bis zu letzt eher skeptisch dem Projekt gegenüber, doch als er den Film sah war er begeistert. Mal sehen ob wir das auch sind…

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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9.5Herausragend

[...]Jason Reitmans Film ist manchmal ein feinfühliges Drama, manchmal eine scharfzüngige Komödie, mal charmant, doch in der nächsten Szene schon wieder voller Zynismus.[...]

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

[...]Wie auch schon in „Thank You for Smoking“ nimmt sich Jason Reitman des sympathischen Arschlochs an; eine Rolle die George Clooney auf den Leib geschrieben ist. Hollywoods Charmeur gelingt in der Rolle des eloquenten Fieslings mit den freundlichen Augen eine eindrucksvolle Leistung. Wie er seine „Kunden“ abserviert, ohne dass diese wirklich merken, wie ihnen eigentlich mitgespielt wird, ist ganz großes Kino. Wenn „Up in the Air“ nun nicht in Gänze perfekt ist, dann liegt das auch an den Gesetzmäßigkeiten Hollywoods, die den Antihelden der Geschichte zwangsläufig in eine tiefe persönliche Krise führen müssen.[...]

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Ulrich Behrens

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9.5Herausragend

St. Louis, Kansas, Tulsa, Wichita, Miama, Detroit, Milwaukee ... Reisen durch die USA, aber die einer ganz anderen Art als Urlaubsreisen. Der Reisende hat ein Ziel: 10 Millionen Flugmeilen zu sammeln. "That's the only point!" Er reist nicht aus Vergnügen, aber es bereitet ihm Vergnügen. Er ist einer jener smarten, charmanten und gut aussehenden Männer, die wahrscheinlich fast jede Frau haben könnten – aber er hat keine. Er hat eine Familie, zwei Schwestern, aber er hat sie auch nicht. Denn Familie, Eigenheim, Liebe – all das interessiert ihn nicht. Er schleppt ein Stück Pappe mit sich herum, das nicht ganz in seinen Trolley passt, darauf Bilder seiner jüngeren Schwester Julie und ihres Freundes Jim, die bald heiraten wollen. In jeder Stadt knipst er diese Pappe vor dem Hintergrund eines Hochhauses oder irgendwelcher Sehenswürdigkeiten und schickt sie seiner Schwester. Ryan Bingham (George Clooney) lebt zwischen Flughäfen, Hotels, Passkontrollen, Firmen, in denen…

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Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998

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8.5Ausgezeichnet

Ein Film über die Wirtschafts- und Finanzkrise. Ein Film über Gewinnler und Verlierer. Ein Film über Lebenslügen, die sich ein jeder baut, um existieren zu können. Ein Film über Generationen, die ihre ganz eigenen Ideale haben. Ein Film über das individuelle Glück. Mit einem sehr guten George Clooney, der aber nichts weiter machen muss, als sich selbst zu spielen.

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Flibbo: wieistderfilm.de

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9.0Herausragend

Schon ganz am Anfang des Kinojahres kann man hier von einem der besten Filme 2010 sprechen. Die herausragende Qualität von „Up In The Air“ wird ganz einfach dadurch deutlich, dass der Film sich bei seiner Inszenierung überhaupt keiner Hilfsmittel bedienen muss, um die Gunst des Zuschauers zu erhaschen und von Anfang bis Ende interessant zu bleiben. Da ist nirgendwo etwas Spektakuläres. Da ist einfach nur das Drehbuch. Ein perfekt ausgearbeitetes Drehbuch, das auf fähige Darsteller zugeschnitten ist und mit tadelloser aber sich fast nie in den Vordergrund rückender Filmtechnik bebildert wird. [...]

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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9.0Herausragend

[...] Einen Bonuspunkt gibt es für das überraschend klischeefreie Ende, das nicht den zwischenzeitlich stark zu befürchtenden Happy-End-08/15 Verlauf nimmt. [...] Reicht für insgesamt neun Punkte und damit zum bislang besten Film aus dem diesjährigen Oscar-Feld. [...]

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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5.0Geht so

Allerdings ist Jason Reitman, das hat man schon bei "Juno" gesehen, ein konservativer Regisseur, wenngleich ganz flott stets auf der Höhe der Zeit. [...] Zwei törichte Geschichten erzählt dann, von hier aus, der Romanvorlage Walter Kirns hinzugefügt, "Up in the Air". Töricht sind sie, weil sie den Blick auf jede tatsächliche Analyse verstellen und bei sehr simplen Weisheiten - allerdings punktgenau - landen. Die lauten, zum einen: Wahres Glück ist erstens nie sonderlich groß und findet sich zweitens dann einzig im Schoß der Familie. [...] Wirklich spannend ist "Up in the Air", ein in eigentlich jeder Hinsicht mediokrer Film, nur als Symptom. Soll heißen: Die Leute lieben ganz offensichtlich haargenau das Mediokre daran. [...] Er verkörpert eines nämlich in Vollendung: einen jede Konsequenz scheuenden Kuschelkonservatismus; rasch in die Knie gehende Gesellschaftskritik. Er tut zeitdiagnostisch, verkriecht sich in Wahrheit aber einfach unter der Decke. Analyse muss kalt sein, aber der Weg von "Up in the Air" geht nach innen, dahin, wo es so angenehm nestwarm mieft.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Es fällt schwer Jason Reitman-Filme nicht irgendwie zu mögen. Sie sind so fluffig, süffig und von einer baiserartigen Leichtigkeit, die es schwer macht ihnen etwas übel zu nehmen. Zudem geben sie sich regelmäßig den Anschein irgendwie doch ein wichtiges Thema zu umkreisen. (...)

Doch natürlich ist die Auseinandersetzung mit den Folgen von Arbeitslosigkeit nur neckische Garnitur, denn letztlich wird eine klassische Geschichte von einem Mann erzählt, der es geschafft hat sich davon zu überzeugen, das er kein klassisches Familienleben braucht und der dann durch einige einschneidende Erlebnisse diese Sichtweise zu hinterfragen beginnt. Clooney learns to love.

In der Besetzung der Hauptrollen liegt dann auch die Stärke des Films, denn “Up in the Air” fliegt fast ausschließlich auf Clooneys-Charme und der Chemie die zwischen ihm und Vera Farmiga besteht, Anna Kendrick – die unerfahrene, selbstbewusste Kollegin die noch viel zu lernen hat, wird von den beiden…

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José Garcia: Textezumfilm

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9.0Herausragend

Jason Reitmans Inszenierung sprüht nur so vor witzigen Einfällen, wobei er von der exzellenten Kameraarbeit Eric Steelbergs, der immer wieder geistreiche Einstellungen findet, von Dana E. Glaubermans beschwingtem Schnitt sowie von der atmosphärisch-dezenten Musik von Rolfe Kent hervorragend unterstützt wird. Mit ausgeprägter Liebe zum Detail wird so etwa veranschaulicht, wie Ryan seinen Rollenkoffer packt, oder auch wie er am Flughafen die richtige Schlange vor der Sicherheitskontrolle auswählt. Ein besonderer Coup des Regisseurs besteht indes darin, immer wieder schnellgeschnittene Sequenzen mit Laiendarstellern, die selbst vor kurzem aus ihrem Arbeitsverhältnis entlassen wurden, in die Handlung einzuflechten. Diese halbdokumentarischen Szenen, bei denen die Betroffenen vor der Kamera von ihrer Sorge um ihre Zukunft und um ihre Familie oder auch von Selbstmordgedanken sprechen, verleihen der Filmhandlung ungeheure Authentizität. Reitmans Satire auf die Globalisierung und auf ein Leben aus dem Rollenkoffer geißelt bei allem Humor eine Gesellschaft, die einen materialistischen, entmenschlichten Individualismus fördert: „In Gesellschaft lebt sich’s besser“, lautet denn auch Ryan Binghams Fazit. „Up in the Air“ plädiert auf witzige, aber eindringliche Weise für Werte wie Liebe, Familie und Solidarität.

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K. Zeckau : http://film-dienst.kim-info... K. Zeckau : http://film-dienst.kim-info...

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8.5Ausgezeichnet

Ryan Bingham ein erstaunlich realer Protagonist: weiterhin enorm gut aussehend, vor allem aber eine Figur von großer Einsamkeit und echter Melancholie, die Clooney grandios meistert...voller Wortwitz, leicht, amüsant und doch tief schürfend, wobei es die Inszenierung im Verbund mit Kamera und Schnitt kongenial umsetzt. Der Film gerät dabei nie in Gefahr, sich in den verspiegelten Oberflächen seiner Settings zu verlieren, weil Reitman dieses Porträt eines oberflächlichen Mannes, der am Ende hinter der eigenen Fassade so etwas wie eine Ahnung vom eigenen Selbst entdeckt, komplett unsentimental und doch zugleich liebevoll skizziert.

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Sascha Keilholz: critic.de

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Die George-Clooney-Filme dieser Welt wollen uns immer darauf hinweisen, dass in ebensolcher etwas im Argen liegt. Ganz im Sinne Kevin Renicks wollen sie ein „statement“ abgeben. [...] In diese Reihe gehört nun auch Up in the Air, der so gerne wie ein Independent-Movie und wie ein Jason-Reitman-Film aussehen möchte, aber doch immer wohl kalkuliertes Starvehikel bleibt, das nach dem ganz breiten Publikum schielt und genau so weit unkorrekt ist, wie es noch genehm scheint.

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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9.0Herausragend

[...]Bei Reitmans vorangegangenen Werken konnte man noch Haare in der Suppe finden („Thank you for Smoking“: in letzter Konsequenz nicht bissig genug; „Juno“: ein bißchen zu gekünstelt auf cool gemacht), bei „Up in the Air“ kann man höchstens noch Schuppen finden. Ein ganz klein wenig geht dem Film im letzten Drittel, nachdem Ryan und Natalie endgültig in die Zentrale zurückbeordert werden und Ryan zur Hochzeit seiner Schwester aufbricht, der Schwung verloren. Dafür wird die Charakterzeichnung noch einmal vertieft und die Story mündet in einem durchaus überraschenden, klassischen HappyEnd-Regeln die Kündigung aussprechenden Schluss, der nahe geht und dabei doch absolut konsequent ist. „Up in the Air“ ist ein zynisch-humorvoller, liebevoll-weiser Film, das bislang beste und dichteste Werk Jason Reitmans, dem das großartige Talent gegeben ist, einerseits wolkenleicht zu inszenieren, andererseits von einer tiefgehenden Lebensschwere zu erzählen, ohne das eine vom anderen auszuschließen. Er bettet Kälte in Wärme, ohne dabei vorzugaukeln, das das Wohlige nicht jederzeit wieder von innen durchdrungen werden kann, was aus sehr individuellen Charakteren sehr universelle Botschaftsträger und aus „Up in the Air“ einen wunderbaren Film macht.[...]

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ChristiansFoyer

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aber nur ein paar ganz kleine, merkt man nicht beim Essen ;)


ThomasWzS

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Yep, so isses, die Schuppen hab ich gar nicht bemerkt, so köstlich war die Suppe :)


D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.5Sehenswert

Reitman hat schon in seinen bisherigen Filmen, Thank You for Smoking und Juno, gezeigt, dass sich auch aus schwierigen Themen ein Feel-Good-Movie formen lässt. In Up in the Air, der die Vorlage Walter Kirns erweitert, ist im Kern sogar unentschieden, wie groß die Fallhöhe ausfällt. Clooney folgt Bingham bis genau zu dieser Kreuzung, wo die Tragödie eines lächerlichen Mannes beginnt - und die komische gebrochene Wandlung eines leeren Menschen endet. Reitman wiederum vermag sogar der anonymen Welt der Flughäfen noch eine Form der Geborgenheit zu verleihen.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

"Up in the Air" ist weder zynisch, noch anklagend, noch deprimierend. Es ist eine Komödie, die intelligenteste und vielschichtigste, die uns seit langem aus Hollywood zuflog, und ohne "Avatar" wären ihr einige Oscars sicher gewesen. [...] Wie schon in seiner weisen Schwangerschaftskomödie "Juno" offeriert Jason Reitman den familiären Rückhalt als großen Problemlöser (außer für die Frau an der Brücke). Das ist für eine dermaßen brillante Gesellschaftsanalyse zwar enttäuschend - aber irgendwie konsequent, so lange man das Wirtschaftssystem nicht radikal in Frage stellt. Davon ist Reitman, anders als Wilder, weit entfernt - auch wenn er Woody Guthries linke Nationalhymne "This Land Is Your Land" unter den Vorspann legt.

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Pamela Jahn: ray Pamela Jahn: ray

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8.0Ausgezeichnet

Dennoch ist Up in the Air alles in allem ein hoffnungsvoller Film. Weil er vor Augen führt, dass das Leben ein großes Aneinander vorbei ist, bei dem Chancen kommen und gehen, sich nicht immer die Richtigen treffen. Und dass es trotzdem genügen kann, wenn zwei Menschen für eine Weile daran glauben, dass sie tatsächlich füreinander geschaffen sind. Auch weil Reitmans Inszenierung zeigt, dass Heimat ein Gefühl der Zugehörigkeit sein kann, das weniger mit Familie als mit einem Ort zu tun hat, der Sicherheit und Geborgenheit bietet, ohne Bindungspflicht und nervige Fragen – und das bei nur geringem Aufpreis.

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Gebhard Hölzl : br-online Gebhard Hölzl : br-online

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8.0Ausgezeichnet

Mit unglaublichem Tempo und einem hervorragenden Gespür fürs richtige Timing spult Reitman seine Story ab. In Blitzmontagen werden Leute gefeuert, via Luftaufnahmen und Namenseinblendungen atemlose Ortswechsel vorgenommen, nur, um dann wieder das Geschehen mit spritzigen Dialogduellen zu bremsen. Das sieht nach routinierter Kinotrickkiste aus, und Jason Reitman beherrscht sie.

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TheCorey: MovieMaze

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4.5Uninteressant

Für einen Film, der sich „Up in the Air“ nennt, spielt sich das Geschehen hauptsächlich auf der Erde ab. Auf Partys in Miami, in Firmengebäuden, Schulen und auf Hochzeiten. Was im Nachhinein von einem durchaus unterhaltsamen und über weite Strecken überzeugenden Roman übrig bleibt, sind die Namen von fünf Charakteren, eine Handvoll wahllos zwischengestreute Zitate und die Rahmenhandlung eines Mannes, dessen Job darin besteht, anderen Menschen ihre Arbeitslosigkeit mitzuteilen. Aus diesen Zutaten ist es Reitman jedoch nicht gelungen, in Eigenkomposition irgendetwas Nahrhaftes zu kreieren.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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7.0Sehenswert

Der Film ist glatt wie Glas, gemacht für ein großes Publikum und viele Preise. Es ist beinahe unmöglich, diesen Film nicht zu mögen, selbst wenn der Hauptdarsteller unsymphatische Dinge tut.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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8.5Ausgezeichnet

Eigentlich ist dies einer der großen Vorteile des Films: Er nimmt den Zuschauer nicht direkt von Punkt A nach Punkt B. Reitman erhöht die Tragkraft der normalen modernen Komödie und lässt sie hoch fliegen.

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Roger Moore: Orlando Sentinel Roger Moore: Orlando Sentinel

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9.0Herausragend

Reitman hellt seine beißende Satire ein wenig auf in seinem dritten Film. Er schuf ein Werk, dass die Stimmung Amerikas inmitten der Rezession perfekt einfängt […]. Indem er so vieles in ein Werk packt, hat uns [Reitman] einen der besten Filme des Jahres beschert.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.0Ausgezeichnet

Dies ist keine Komödie. Wenn es eine wäre, könnte man nur schwerlich darüber lachen in dieser Zeit. Es ist aber auch keine Tragödie. Es ist ein genauer Blick auf die Art, wie ein Mann seine Arbeit tut. Zu viele Filmcharaktere haben Jobs, in denen es um Machtausübung, das Töten von Menschen oder Schüler sein geht. Bingham (George Clooney) liebt seine Arbeit. Er will kein Zuhause. Er braucht keine Familie. Er gibt Selbsthilfe-Anleitung darüber, wie man den Rucksack seines Lebens leichter macht.

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Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune

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7.0Sehenswert

Am Ende ist “Up in the Air” ein Film über persönliche Bindungen, und wie wichtig – wenngleich schwierig – sie sind. Zeitlich perfekt auf die Wirtschaftskrise abgestimmt […], zeigt sich dieser Film aufbauend und lebensbejahend, und zeigt, dass es Geschenk und Fluch zugleich sein kann, andere Menschen um sich herum zu brauchen.

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David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror

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8.0Ausgezeichnet

Indem er die besten One-Liner mit einer ironisch leicht gehobenen Augenbraue von sich gibt, beeindruckt Clooney auf Schritt und Tritt und ist auf bestem Wege, einer der subtilsten Komödien-Schauspieler Hollywoods zu werden. Der Film vertritt die deprimierende Meinung, dass das Land der Helden eigentlich zum Land der Reichen geworden ist, und outet sich daher als waschechte Unterschichten-Komödie.

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Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail

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7.5Sehenswert

In seinem Kern hat der Film eine ganz simple Botschaft, und zwar das Karrieren nicht alles sind, nicht einmal das Wichtigste im Leben. Aber nur weil eine Botschaft einfacht ist, bedeutet dies nicht, dass sie falsch wäre oder nicht verbreitet werden sollte. Wenige Filme haben sich überzeugender für familiäre Werte ausgesprochen. […] Dieser Film ist viel mehr als die aalglatte Komödie, die er zu sein scheint. Er fängt etwas beunruhigendes ein, was unsere modernen Zeiten prägt.

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Peter Bradshaw: Guardian

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6.5Ganz gut

Hier gibt es nichts zu ernsthaftes zu finden, und doch funktioniert das Ganze als eine smarte, leichte kosmopolitische Komödie; es ist ein Snack eher als ein ganzes Essen, aber dafür exzellent zubereitet.

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sushi25: movie-fan.de

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7.0Sehenswert

Tiefgründiger als der Trailer erwarten läßt ist Up in the Air ein Denkanstoß für alle Businesskasper, Vielflieger, Goldcardjunies, Flughafenfans. Für alle Frischgekündigten, Arbeit-Suchenden, oder sonst von der Wirtschaftskrise Gebeutelten birgt der Film streckenweise schwere Kost, die Reitmann von Clooney und Konsorten gekonnt servieren läßt.

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alviesinger: bummelkino

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9.0Herausragend

“To know Me is to fly with Me”
Fantastisch. Großartig. Bittersüß. Jason Reitmans Tragikomödie spielt im Land der zerplatzten Träume: im Finanzkrisen-Amerika, das von gesichtslosen Großstädten, bankrotten Unternehmen und verschuldeten Familien gezeichnet ist. In dieser Unwelt hüllt sich der vorgeblich gefühlskalte Antiheld des Films in eine künstliche Plastikheimat, die gespickt ist mit Markenprodukten, Kurzbekanntschafts-Smalltalks und einer lässigen Verantwortungslosigkeit, die sonst nur Kleinkindern vorbehalten ist. Als diese von Routinen geprägte Welt bedroht wird, muss der zwischenmenschlich verarmte Protagonist neue (Überlebens-)Wege finden. Jason Reitmans Road/Cloud-Movie hat neben der schönen Geschichte unzählige liebenswerte Details – wie etwa Sam Elliotts Kurzauftritt als Überkapitän Maynard Finch, der seinem „Big Lebowski“-Stranger-Auftritt sehr, sehr nahe kommt – zu bieten, dass man sich fast schämt für die ganzen Lobeshymnen. Aber es ist einfach eine verdammte Wohltat endlich mal wieder ein denkwürdiges Skript verfilmt zu sehen. In dem dann auch noch ein wirklich perfekt gecastetes Ensemble überzeugender Schauspieler den Figuren Leben - sprich Leid und Freud - einhaucht. Gerade George Clooney – obwohl ich beileibe nicht sein größter Fan bin - ist glänzend besetzt. In seiner Rolle als wohl organisierter Business-Drifter hat er noch nie so sehr überzeugt. „Up in the Air“ liefert einen glaubwürdigen Reality-Check für Jedermann in hinreißender Verpackung. So sollte wirklich jedes Kinojahr beginnen!

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Flibbo

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Da hat er wieder recht...


Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...

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7.5Sehenswert

Manchmal fällt der sprichwörtliche Apfel tatsächlich nicht weit vom Stamm: Jason Reitman, Sohn des Kultregisseurs Ivan Reitman („Ghostbusters“) tritt spätestens nach seinem dritten Film in die Fußstapfen seines Vaters; der hat nämlich seit Jahren keinen so guten Film mehr inszeniert wie der Sohnemann in einem Durchlauf. Nach dem leicht enttäuschenden „Juno“ orientiert sich Reitman wieder eher an seinem Regiedebüt „Thank you for Smoking“. Und siehe da, er findet seinen Biss wieder, der nicht mit dem Zynismus seiner Protagonisten verwechselt werden darf. Einmal mehr ist die Hauptfigur ein Typ, den man eigentlich schon aufgrund seiner Profession hassen sollte – wenn er denn nicht so unverschämt sympathisch wäre. Und genau das ist auch diese feinfühlige und dabei brüllend komische Story, in der ein gewohnt charmant auftretender George Clooney seinen (üppigen) Lebensunterhalt ausschließlich damit verdient andere zu feuern. Und das mitten in der Wirtschaftskrise. Privat ist er eigentlich nur daran interessiert, als siebter Mensch in der Geschichte, die 10-Millionen-Flugmeilen Marke zu knacken. „Up in The Air“ trifft den aktuellen Zeitgeist exakt und vermeidet es, zu einem moralischen Rührstück zu verkommen. Was nicht bedeuten soll, das diese wunderbar erwachsene Komödie um melancholische Denkansätze verlegen wäre. Im unvermittelt schwermütigen Finale rechnet der Film mit postmodernen Individualismus ab, ohne aber ein anderes Lebensmodell zu propagieren. Hinter dem anfänglich kurzweiligen Feel-Good-Movie verbirgt sich ein sensibles, doch niemals sentimentales Werk, das sich auch mal den nötigen Leerlauf gönnt den eine so luftige Story ganz einfach benötigt.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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10.0Lieblingsfilm

«Up in the Air» ist eine treffsichere Tragikomödie mit brillanter Inszenierung, bissigen Dialogen und grandiosen Schauspielern.

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Kommentare (162) — Film: Up in the Air

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manager18

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Bewertung10.0Herausragend

Dieser Film bohrt sich durch den Körper und sticht ins Herz. Egal was man von der Umsetzung des Films hält, so ist die message die wohl wichtigste die ein Film überhaupt erzählen kann. Man wird vor die Wahl gestellt, ob die Sehnsucht nach Freiheit, Unabhängigkeit und Abwechslung, oder das Fundament von menschlichen Beziehungen und einem materiell vorgeplanten Leben den Sinn des Lebens wiederspiegelt.
Für mich ist dieser Film ein emotionales Meisterwerk.

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alexandrasmovie

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Heute Abend werden die meisten Leute von springenden Hunden und quietschenden Kindern empfangen. Ihre Partner werden fragen, wie Ihr Tag war. Die Nacht werden Sie in Ihrem Bett verbringen und die Sterne werden aus ihrem Versteck emporsteigen. Und eines dieser Lichter wird die Spitze meines Flügels sein, wenn ich vorüberfliege."

Up In The Air ist ein Pläydoyer für die Liebe ohne Kitschig zu scheinen, getragen von fantastischen Dialogen und sticht einen mitten ins Herz. Hinter vermeintlicher Leichtigkeit steckt vielmehr Tiefe als man anfänglich vermutet. Der Film schafft es Kritik an der kalten Berufswelt, sowie an der Vereinsamung der Menschen zu äußern ohne dabei belehrend zu wirken oder seinen Charme zu verlieren,den er vor allem den grandiosen Schauspielern zu verdanken hat.
Up in the Air ist ein erfrischend,unverbrauchter Film der zwischen Liebesgeschichte, Komödie und Drama wandelt und es mit einem großartigem Ende schafft, Klischees zu brechen.

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ash-williams

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Bewertung6.5Ganz gut

Up in the Air glänzt durch die tollen Darsteller und die gelungenen Dialoge, die Kleinigkeiten thematisieren aber auch bis hin zu emotionalem Drama gehen. Die Geschichte ist interessant und die Figuren sind gut ausgearbeitet und wecken so stes die Neugier des Zuschauers. Jason Reitmans Inszenierung ist durch und durch stimmig und zeigt so die positiven Seiten, die Hollywoodkino zu bieten hat. Was sehr gefällt ist, dass der Film trotz des Themas, das genug Möglichkeiten für übelsten Hollywoodkitsch bietet, nie in die doofe RomCom falle tappt. Insgesamt ist Up in the Air ein stimmiger, interessanter Film mit gutem Drehbuch der definitiv unterhält!

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Discostu

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Bewertung6.5Ganz gut

Im Gegensatz zu Juno und Thank You For Smoking konnte mich Reitman mit diesem Film leider nicht so sehr begeistern. Ein Oldie der immer alleine arbeitet bekommt gegen seinen Willen eine junge Partnerin (gähn), eine Fickbeziehung bei der sich einer der beiden verliebt (nochmal gähn) und die "Every body needs somebody"-Moral am Ende (drittes Mal gähn) konnten durch die guten Darsteller und stellenweise treffsicheren Dialoge leider nicht aufgewogen werden. Fazit: Kann man mal gucken, muss man aber nicht.

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Emzed

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

George Clooney präsentiert sich hier als Ryan Bingham, ein Mann, der quasi permanent unterwegs ist, um für Firmen unbequeme Entlassungen zu tätigen. Sein Leben spielt sich in Flugzeugen, Flughäfen und Hotels ab und lässt keinen Spielraum für Sesshaftigkeit oder feste Beziehungen. Doch Ryan genießt diese Art zu leben und ist dementsprechend vor den Kopf gestoßen, als sein Chef verkündet, dass er und seine Kollegen ihre Arbeit zukünftig aus Kostengründen per Videokonferenz verrichten sollen und somit nicht mehr reisen müssen. Während einer seiner Reisen trifft er die charmante Alex und findet in ihr eine Seelenverwandte und Geliebte. In der Zwischenzeit rückt die Hochzeit von Ryans jüngerer Schwester näher, ein Ereignis, bei dem der Weltenbummler und Minimalist nicht so recht weiß, wie er damit umgehen soll.
Die Story ist spitze, nie vorhersehbar, toll inszeniert und hat zu jedem Zeitpunkt genau das richtige Tempo. Clooney, Vera Farmiga als Alex und Anna Kendrick als zickige Natalie spielen super, allen gelingt die richtige Balance zwischen feinem Humor und glaubwürdiger Ernsthaftigkeit. "Up in the Air" ist witzig, behandelt aber auch auf einfühlsame Weise Themen wie das Ziel im Leben, Ehe und Familie sowie den emotionalen Aspekt einer Entlassung, ohne dem Betrachter eine Meinung aufdrängen zu wollen. Dabei bestechen tolle Luftaufnahmen von all den Städten, die Ryan bereist, und eine wunderbare Kameraführung, gepaart mit einem stets passenden Soundtrack. Unbedingt sehenswert!

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Clooney weiß den charmanten, wenn auch oftmals zynischen Vielflieger wunderbar zu spielen und es gelingt ihm hervorragend die Gradwanderung des kaltherzigen Massenentlassers mit sympathischen und warmen Zügen zu verknüpfen. Der Film weist, in seinem Gesamtbild, erstaunlich wenige Schwächen auf. Dies liegt wohl vor allem am Drehbuch. Zwar neigt der Film ab der Mitte einige wenige vorhersehbare Szenen abzudriften, die mit einem zu großen Hauch an Kitsch und Klischee behaftet sind (z.B. wenn Clooney im Zusammenhang mit der Hochzeit seiner Schwester sein eigenes Leben zu hinterfragen beginnt). Doch zur meiner äußerst positiven Überraschung gelingt dem Regisseur Jason Reitman ein sehr intelligentes Ende. Alles in allem ist "Up in the Air" eine unterhaltsame, intelligente Komödie, bei der mir nie langweilig wurde. Im Gegenteil, davon will ich mehr!

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Karowdame

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Bewertung5.0Geht so

Vielleicht lag es an meinen zu hohen Erwartungen, aber ich finde diesen Film überbewertet! Kann man mal sehen, aber Cloonney hat mir in anderen Filmen schon weitaus besser gefallen!

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Punsha

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Bewertung7.5Sehenswert

Irgendwie hab ich ja ein Faible für Reitmans lockeren, leichten und so stimmungsvollen Filmen, die ein ungeheures Tempo mitbringen und jedes Mal mit selbstbewussten, charmanten Figuren ausgestattet sind. So ist das auch bei seinem neuestem Werk "Up in the Air". Zwar ist Clooney nicht so frech wie Page in "Juno" und auch nicht ganz so zynisch-böse wie Eckhart in "Thank you for Smoking", aber doch mindestens genauso smart und stilvoll, typisch Clooney eben. Der fliegt nämlich quer durch die Staaten und erklärt seinen Zielpersonen, dass sie ab jetzt entlassen sind. Keine leichte Aufgabe, aber Reitman zeigt wieder einmal wie viel Kraft doch ein gewisses Charisma besitzt Menschen zu überzeugen, auch wenn man sogar selbst weiß, dass das alles nur scheinheiliges Geschwafel ist und man den meisten letztlich nur etwas vormacht. Sein Leben geprägt vom ständigen Reisen, bemüht sich die Hauptfigur Ryan Bingham nicht um einen festen Halt mit einer Frau und eigenen Kindern, sondern hat stattdessen nur ein einziges Ziel: 10 Millionen Meilen fliegen. Doch er trifft während einer Geschäftsreise die verführerische Alex (hinreißend: Vera Farmiga), beginnt eine zwanglose Sex-Beziehung mit ihr und kommt nach weiteren schicksalhaften Erfahrungen schlussendlich zum Zweifeln über den Wert seines Lebens.
Wie oft hat man denn mittlerweile in Filmen schon gesehen, wie Frauen in das Leben von Männern eintreten und ihrem Dasein wieder einen Sinn geben?
Und wie oft lief die Story dann auf ein kitschiges und völlig unrealistisches Ende hinaus?
Gott sei Dank hat mich Reitman wieder einmal nicht enttäuscht und kriegt auch da noch die Kurve, denn er verpasst in einfacher Manier ebendiesen Klischees einen Schlag in die Magengrube und lässt uns wieder am wirklichen Leben teilhaben.
Business as usual. Sehr empfehlenswert!

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MikeC.

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Bewertung7.5Sehenswert

Wie "Michael Clayton", nur diesmal als Kündigungsagent.
Immer das selbe, aber immer wieder gut.

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La Bardot

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Up in the air" erregte ein ziemliches Aufsehen, als er 2009 in die Kinos kam und konnte sogar unfassbare 6-Oscarnominierungen (u.a. Bester Film) einheimsen. Für mich war sofort klar, dass ich ihn sehen will und besuchte mit ungewöhnlich hoher Erwartungshaltung die Vorstellung. Der Film hat mich nicht enttäuscht.

Die ersten Minuten über dachte ich noch, es würde eine zähe Angelegenheit werden, aber als Anna Kendrick in ihrer Rolle als aufstrebendes Karriereküken auftauchte, wurde der Film unglaublich unterhaltsam und witzig. Die Dialoge zwischen ihr und Clooney strotzen nur so vor Sarkamus. Definitiv eine Komödie, die ihre Bezeichnung verdient.

Mir gefiel auch die fundamentale Kritik an der menschenverachtenden Berufswelt, die keinesfalls oberflächlich gestreift wurde, aber nie zu sehr Beachtung fand, als dass der Film seine Leichtigkeit und seinen Humor verlor.

Für eine Komödie waren auch die Figuren ausgesprochen liebevoll gezeichnet und erfüllten keinesfalls die stereotypen Komödienklischees. Der Wandel der Hauptperson Ryan Bingham, von George Clooney gespielt, war schön mitanzusehen. Er war einfach authentisch, es passierte langsam und keinesfalls ohne Überraschungen, die auch ich nicht vorausgesehen hatte.

Auch wartete der Film immer wieder mit wirklich schönen Szenen und berührenden Dialogen auf ("Deine schönsten Momente, warst du da allein?").

So sehr ich fliegen hasse, so gerne reise ich mit Clooney & Co. durch diesen Film, auch in 10 000 Metern Höhe!

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

alex023

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Heute Abend werden die meisten Leute von springenden Hunden und quietschenden Kindern empfangen. Ihre Partner werden fragen, wie Ihr Tag war. Die Nacht werden Sie in Ihrem Bett verbringen und die Sterne werden aus ihrem Versteck emporsteigen. Und eines dieser Lichter wird die Spitze meines Flügels sein, wenn ich vorüberfliege."

Charmant. Sympathisch. Witzig. Nachdenklich. [Zeitweise] Melancholisch. Diese Worte können alle auf diesen Film zutreffen, doch genügen sie keinesfalls als Beschreibung.
UP IN THE AIR erzählt die Geschichte von Ryan Bingham [George Clooney], der beruflich andere Leute entlässt, weil "deren Chefs nicht die Eier dazu haben". Und obwohl es so scheint, dass er sich mit seinem Leben glücklich schätzt, mit seinem zu Hause dem Flughafen; so ist er in Wahrheit doch einsam und sucht wie jeder andere nach Liebe und Geborgenheit. Die dachte er in Alex [Vera Farmiga] gefunden zu haben.
Der Film stimmt sehr nachdenklich. Jason Reitman schafft nach "Juno" abermals einen wunderschönen Streifen mit Indie-Touch. Und gerade das ist das Schöne an "Up in the Air": ein bisschen unabhängig von Hollywoods-08/15-Produktionen mit null Charakterzeichnung und vorhersehbarer Story. Natürlich gehört zu einem Independent-Film auch ein passender Indie-Soundtrack dazu, wie hier auch wieder. Ein schöner Film.

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alex023

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Danke ;)


aLwauCino

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ja!


fkfilmkritik

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Bewertung7.5Sehenswert

Himmlisch! Eine wundervolle Reise, in das unkonventionelle Leben eines leidenschaftlichen Fluggast. Mit viel Detail, Charme und Tragik vorgeführt. Ganz toll gespielt von George Clooney, so wie Anna Kendrick und Vera Farmiga. Jason Reitman weiß zu jeder Zeit den Zuschauer zum lachen, nachdenken oder weinen zu bringen. Legt Gefühl in jede einzelne Sequenz, dass man sein Können immer wieder sieht. Das Drehbuch hat beeindruckende Kniffe und erfreut uns mit fantastischen Dialogen, die viel Tiefgründigkeit und Tiefgang beinhalten. Wendungen verlaufen mitreissend und lassen einen-wegen dem toll angeführten Inhalt zu jeder Zeit mitfühlen. Das ist verdammt schön und für jeden gemacht, der perfektes, modernes Kino zu schätzen weiß.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

fkfilmkritik

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Danke, freut mich.^^


countcount

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guter Kommentar..!


reveal

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einfach herzerwärmend. Es gibt sie noch, die wahre Treue. Zwar anscheinend nur zwischen Passagieren und Fluglinien, aber immerhin.
*Spoilerwarnung*
Die Figuren sind bis auf die unsympathische Ausnahme ein wenig blass und nicht ernst zu nehmen. Ryan ist ein völlig überstilisierter Vielflieger ohne Hintergrundgeschichte. Ein Mann, anscheinend ohne jegliche Hobbys, abgesehen vom Reisen und Beschlafen, denn sonst würde ihm das Reisen nach spätestens einem Jahrzehnt gehörig auf den Zeiger gehen. Ein Mann, anscheinend ohne jegliche Freunde - das schafft nicht mal Charlie Harper. Was macht der Kerl in seinen 43 Tagen im sterilen zu Hause bzw. wie kann man 43 Tage in der selben Stadt verbringen ohne zumindest eine nähere Bekanntschaft zu machen?
Natalie ist Irgendwas-Studentin mit Psychologie im Nebenfach. Das muss die schlechteste Psychologie-Nebenfachstudentin mit Bestnoten sein, die jemals in ein Drehbuch geschrieben wurde. Vom fachlichen abgesehen bestätigt sie ein altbewertes Vorurteil der Psychologie: Menschen studieren das, um die eigene Klatsche zu verarbeiten - verheiratet bis 23, aber natürlich unbedingt.
Die interessanteste Figur ist für mich auch die unsympathischste. Da hier auf Moviepilot gerade wieder die Emanzipationsdebatte hochköchelt, kann man hier mal anmerken, dass Alex in diesem Rahmen wohl ein Positivbeispiel und damit interessant ist. Allerdings macht sie diese Rolle auch unsympathisch. Nicht, weil das nur Männer dürften, sondern weil ich genauso handelnde Männer ebenfalls unsympathisch finde. (persönliche Anmerkung: Wenn ich höre, dass ein Mann sowas abzieht geht mir das weniger auf den Keks als wenn ich das gleiche von einer Frau höre. Ich find beides mies, aber als heterosexueller Mann betrifft es mich weniger, wenn Männer charakterlose Schlampen sind als wenn das selbe für Frauen zutrifft.)
Die Figuren werden meiner Ansicht nach vom Thema wieder gutgemacht. Die Gegenüberstellung zweier Lebensstile. So scheint es zwischendurch. Tatsächlich hat man zwar einen überzeichneten Lebensstil des Heimatlosen und einen vorgegaukelten Lebensstil des Sich-Niederlassens. Der gesamte Film vergleicht jedoch nicht, sondern zeigt auf, dass der zweite Lebensstil, so wie er beschrieben ist, nicht existiert:
Wenn ich alle Personen, die mir etwas bedeuten in einen Rucksack packen könnte. Wenn ich diesen Rucksack dann an einen Ort legen könnte - ich würde nie mehr umziehen. Kann ich aber nicht. Wer glaubt, dass er es kann, hat wahrscheinlich seinen ersten weiterführenden Abschluss noch vor sich. Ich brauch gerade schon zwei Hände, um die Länder abzuzählen, wo sich grad alle aufhalten und ich bezweifel, dass das mit der Zeit besser wird. (Vor zwei Jahren wären das noch Bundesländer gewesen.) Also wenn die Personen einen ziehen, wie gesagt, dann halten sie einen nicht nur fest. Sie ziehen einen auch weg. Als Beispiel hat der Film Natalie mit ihrem Freund.
Als weiteres Beispiel hat der Film die Arbeit selbst. Zentraler kann man das Thema Entlassung, Jobsuche usw. gar nicht stellen. Damit wären wahrscheinlich die beiden relevantesten Umzugsgründe abgehakt und man hat ebenfalls wunderbar im Dialog festgehalten, dass jedes niederlassen einen Kompromiss darstellt.
Der Film stand kurzzeitig auf der Kippe, hat aber das korrekte Ende gewählt. (Ich würde Happy-End schreiben, aber dann müsste ich mich als Zyniker outen.) Das korrekte Ende deshalb, weil der gesamte vorherige Aufbau nicht gepasst hätte.

p.S. Geschlechterstudie aus der Psychologie zum Thema Fremdgehen: Männer und Frauen wurden gefragt, was für sie schlimmer wäre: (1) Wenn der Partner jemand anderen liebt. (2) Wenn der Partner mit jemand anderem Sex hat.
Signifikant mehr Männer haben (2) geantwortet; Signifikant mehr Frauen haben (1) geantwortet.
Also liebe Frauen. Wisst die Figur der Alex bitte zu schätzen. Die schmerzt Männer nämlich (scheinbar) mehr als euch das männliche Äquivalent. (Just kidding.)

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Broda

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Bewertung10.0Herausragend

"Was für eine Art Beziehung ist das den?"
"Kennen Sie den Moment, wenn Sie einem Menschen in die Augen schauen und spüren, dass er genau in Ihre Seele schaut und die ganze Welt bleibt stehen?"
"Ja!"
"Gut, ich nicht."

Wunderschön. Wunderschön, leicht und doch so schwer. Das waren die ersten Gedanken als der Abspann begann und dieses Wunderschöne Lied Be Yourself ertönte. Beginnt der Film Witzig mit Perfekten Dialogen, so endet er für mich persönlich tragisch. Einsam, leer, unerfüllt. So sieht sein leben aus. Er reißt das ganze Jahr, nur um irgendwelche Leute zu Feuern. Entschuldigung, ich meine entlassen, feuern sagt man ja nicht. Ich bin auch einer dieser Sorte Menschen die diese Typischen Happy End's für unnötig finden, aber hier .. ich hätte es mir Gewünscht. Clooney hatte ja schon viele Geniale Rollen, aber diese hier, die passte einfach perfekt. Gefiel mir noch besser als seine Rolle in From Dusk till Dawn. Aber auch die Weiblichen Rollen waren Perfekt besetzt und es ist eine Schande das dieses Meisterwerk bei den Oscars Leer ausging. Ein, nein mein Lieblingsfilm ist "Up in the Air" weil er keine gewöhnliche Geschichte erzählt mit Typischen Happy End(Ja ich weiß ich sagte ich hätte es mir Gewünscht.) und den blassen 08/15 Charakteren.
Hier stimmt einfach alles. Man kann hier herzlichst Lachen aber auch mal die ein oder andere Träne vergießen.

"Heute Abend werden die meisten Leute von springenden Hunden und quietschenden Kindern empfangen. Ihre Partner werden fragen, wie Ihr Tag war. Die Nacht werden Sie in Ihrem Bett verbringen und die Sterne werden aus ihrem Versteck emporsteigen. Und eines dieser Lichter wird die Spitze meines Flügels sein, wenn ich vorüberfliege."

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alex023

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Sehr schön :)


countcount

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Schöner film und schön zitiert :)


Schloøpselcki

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Happiness is only real when shared" wissen wir ja schon spätestens seit "Into the Wild", Jason Reitman bedient sich ebenfalls dieses Sinnspruches und das Ergebnis hätte für einen Film wie diesen nicht besser ausfallen können. George Clooney scheint in letzter Zeit einen Hang zur Selbstironie entwickelt zu haben (was ja immer gut ist oder sein kann), denn, wie auch in "Burn after Reading" und "Männer die auf Ziegen starren", verkörpert er in "Up in the Air" aufs Neue einen dämlichen, erfolgreichen und selbstgefälligen Idioten. Das macht er, wie wir wissen, sehr gut. Und in Kombination mit der (wirklich schönen) Vera Farmiga ist Clooneys Leistung sogar ohne viel Gerede als herrausragend zu bezeichnen. Zwischen den beiden ist etwas sehr Intimes, was glänzend herausgespielt wird, ganz, als ob sie sich schon ewig kennen würden. Die Kleine Nachwüchslerin aus dem "Vampir"film hat mir ebenfalls erschreckend gut gefallen. Am meisten Pluspunkte kann Reitman mit "Up in the Air" jedoch mit der Verwebung eines guten Drehbuchs (sehr lustige und auch gehaltvolle Dialoge), wunderbarer Inszenierung und einem gehörigen Maß an Satire erzielen: Was diesen Film nämlich so unkonventionell macht ist der treffende und klug gesetzte Einsatz von Hollywoodklischees. Zunächst denkt man, man bekommt eine 0-8-15-Romantische Komödie vorgesetzt, das alles endet jedoch etwas anders und bleibt auf der realistischen Ebene. Clooneys Bingham durchläuft eine nur sehr kleine Entwicklung und macht aus "Böse" nicht innehalb von eineinhalb Stunden "Gut". "Up in the Air" bleibt auf dem Boden (ha. ha. ha.). Binghams durchgängig nervende Kollegin ist (auch wenn Frau Farmiga später ebenfalls auf die Idee kommt) die Einzige, die ihn wirklich sofort durchschaut: Er ist ein Kind, umringt von Erwachsenen.
SPOILER
Mein absolutes Highlight in "Up in the Air" ist die Szene mit dem Kapitän im Flugzeug, ich hab mich richtig gefreut Sam Elliott ("Thank you for smoking") wieder zu sehen und kann nicht umhin diese Kapitänsrolle und den kurzen Dialog als Anspielung (oder schon Zitat) auf "The Big Lebowsky" zu verstehen. Mich würde mal interessieren wem es da genauso ging.
SPOILER ENDE
Einen kleinen Punkt hätte ich an dieser Stelle noch zu bekritteln und das ist der Soundtrack. Bis auf das Lied "Up in the Air" (im Abspann) nervt mich langsam Reitmans ewige Vorliebe für drei vier Gitarrenakkorde und eine brüchige Stimme. In "Juno" war Kimya Dawson und ihres Gleichen noch passend, aber was einmal klappt muss es nicht automatisch wieder tun Herr Reitman, danke!
Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Film, der auch eine Botschaft hat, und damit meine ich nicht nur die wunderbar zynische Kapitalismuskritik. Im Original ansehen bitte.

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*frenzy_punk<3

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Bewertung7.0Sehenswert

„Up in the Air“, fliegen Sie mit, sie werden was erleben …

„Wer sind Sie eigentlich?“
Gute Frage! Ich bin Ryan Bingham, er kennt mich nicht, weil wir noch nie zu Mittag gegessen haben und auch noch nie geschäftlich miteinander zu tun hatten. Und zwar aus dem Grund, weil ich hier gar nicht arbeite.
Ich bin der, der die Mitarbeiter entlässt, weil sich die Zuständigen der Firma, dafür zu schade sind. Ich liebe meinen Job, aber nicht wegen dieses Dramas, sondern weil ich rund um die Uhr mit dem Flieger unterwegs sein kann ….

„Up in the Air“ ist keine normal Komödie, keine typische Romanze und auch kein übliches Drama. Man klebt nicht an der Mattscheibe, mit tausenden von voll gerotzten Taschentüchern und liegt auch nicht am Boden, vor lachen.
„Up in the Air“ kombiniert einfach alles miteinander und das macht ihn herrlich unkonventionell.
George Clooney (The Men Who Stare at Goats) nimmt uns mit auf eine Reise, das alleinige Ziel, eine Million Flugmeilen zu erlangen und das Leben so einfach wie möglich zu halten. Doch die Reise wird nicht so einfach wie der Protagonist sich erst dachte, denn dieser muss sich nun einigen Dingen stellen und eine Wandlung durchmachen.
So trifft er auf „die Liebe“, erkennt, was es heißt, eine Familie zu haben und muss sich mit seinem beruflichen Werdegang auseinandersetzen.

Jason Reitman bringt dem Zuschauer die Story nahe. Er gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, sich in den Handlungsablauf einzufinden und sich mit den Personen zu identifizieren, ihnen nahe zu sein.
Auch Rolfe Kent leistete hervorragende Arbeit und liefert uns einen ganz zauberhaften Soundtrack.

„Up in the Air“ ist ein Film, der gute Laune macht und trotzdem Bitterkeit hervorrufen kann, denn auch die traurigen Momente sind gut inszeniert.
Der Zuschauer ist am Ende einfach zufrieden, er schwebt mit dem Protagonisten über den Wolken, oder er geht zurück zu seinen Wurzeln, das bleibt jedem dann selbst überlassen.

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KingKoitus

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Eigentlich schon alles gesagt, kaum zu topen.


*frenzy_punk<3

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@KingKoitus: Danke ;)


cruzha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Da fällt es mir schwer, eine der Tragikkomödien-Drama-Schubladen aufzuziehen. Up In The Air ist für mich, auch wenn das jetzt zuerst unpassend klingt, in erster Linie ein sehr gelungener Liebesfilm. Oder besser gesagt: Ein Film über die Liebe. Keine Schnulze, auch wenn manchmal ein wenig Kitsch mitschwingt, sondern ein wunderbarer Film über Zwischenmenschliches und Beziehungen an sich. Die Dialoge sind saustark, Clooney führt den Cast an, der aber insgesamt durchweg überzeugt.
Nach (500) Days Of Summer für mich der beste Liebesfilm der letzten Jahre.

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DerDude_

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Wie schön sie wiederzusehen , Mr Bingham"

Ein luftig leichter Film mit lebensechten Dialogen, genialen Darstellern und hohem Unterhaltungswert.

Jason Reitman vereint gekonnt eine aberwitzige Komödie , ein menschliches Drama und Sozialkritik. Was dabei rauskommt ist eine unterhaltsame Tragik -Komödie , die wie aus dem Leben gegriffen wirkt. Was an "Up in the Air" letztendlich am besten funktioniert , sind die lebensechten Dialoge , sowie Reitmanns Appel an die Menschlichkeit im Berufsleben. Das interesante bei letzterem Aspekt , ist die Tatsache , das einige der gefeuerten Arbeiter von tastsächlich gefeuerten Arbeitern gespielt werden , was die Glaubwürdigkeit rapide steigen lässt.

Was "Up in the Air" ebenfalls einzigartig macht , ist sein Darstellertrio , welches zur Höchstform aufläuft. Vera Farmiga und Anna Kendrick , zum Beispiel, verleihen ihren Rollen eine große Besonderheit. Letztendlich ist es aber George Clooneys Film. Dieser glänzt wie immer mit seinem gewohntem Charme , und trifft den Mann, der sich nach Geborgenheit sehnt , gleichzeitig aber auch seine Unabhängigkeit liebt , perfekt.

Fazit: Eine kluge Tragik- Komödie über das Leben.

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Taddl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Möglicherweise die besten Dialoge die ich je gehört habe.

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der cineast

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Liebe!


mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Geschichte vom Eisberg, der von innen heraus schmilzt ... Ist nicht ganz neu, aber sie begegnet uns bei "Up In The Air" in einer schönen, wenngleich niederschmetternden Variation. George Clooney verkörpert Ryan Bingham, den Mensch gewordenen Rot-Stift, der durch ganz Amerika reist, um in Firmen Personal zu feuern. Jepp, die Zeiten sind hart, Stellen fallen weg und Chefs sind feige Schweine, die keine Amokläufe, Selbstmorde oder Prügel-Attacken zu verantworten haben wollen. Was liegt da also näher, als die Dienste eines Unternehmens zu nutzen, die dafür einfach jemanden herschickt. So jemanden wie Bingham, der sein eigenes Leben ganz dem Reisen und dem angenehmen Format der Klein-Ration verschrieben hat. Von Stadt zu Stadt, von Hotel zu Hotel, von persönlichem Feuer-Gespräch zu Feuer-Gespräch. "Up In The Air" beginnt wie ein tragisch-komisches Uhrwerk, alles fein abgestimmt. Bingham reist umher, entlässt ein paar Menschen. Dabei ist er nicht mal ein seelenloses Arschloch, er empfindet seine Aufgabe als hart. Und will dem ganzen aber einen würdevollen Touch verleihen, mit Worten kann er nämlich gut umgehen. Umso interessanter wird es, wenn sich Bingham selbst bald in der Position wieder findet, dass seine Stellung so nicht mehr gebraucht wird. Nein, gefeuert werden soll er nicht, wäre auch zu plump. Seine junge neue Kollegin Natalie Keener begeistert den Chef nämlich mit der digitalen Revolution. Feuern über den Bildschirm, kein Rumfliegen mehr, so heißt es. Na ja, Bingham wird tatsächlich dazu verpflichtet, mit der jungen Aufsteigerin rumzureisen, ihr das Handwerk zu zeigen. Das nimmt "Up In The Air" zum Anlass, seine Figur etwas durchzuschütteln, oder sollte ich sagen, wachzurütteln? Clooney hat mal wieder ein feines Gespür bei seiner Rollenwahl gezeigt. Ihm nehme ich den Job-Killer, der gnadenlos rational sein muss und doch ein nach und nach recht menschliches Wesen offenbart, So richtig mit den Grund-Fragen "Ist mein Leben vielleicht in die falschen Bahnen geraten?" und "Bin ich eigentlich glücklich ohne Co-Pilot?." Gott sei Dank steigt er nicht mit seiner jungen Kollegin ins Bett, wäre zu platt geworden. Nein, in der ebenso umtriebigen Geschäftsfrau Alex trifft Bingham scheinbar so etwas wie seine Seelen-Verwandte. Beide sind längst auf den Reise-Alltag eingestimmt, können sich aber auch in diesen spärlich eingestreuten Stunden der Zweisamkeit öffnen und gehen lassen. Und wieder entgeht "Up In The Air" der großen Plot-Falle, aber da halte ich mal lieber meine Klappe, sonst werde ich noch gefeuert. Der Film versumpft keineswegs in einer mühseligen Sinn-Suche, noch ist er zu steif an seiner Haupt-Figur verhaftet. Was "Up In The Air" uns nämlich verkauft, ist der wahre Einblick ins trostlose Wirtschafts-Amerika von Heute. Und wie es von der heutigen Krisen-Zeit zerfressen wird. Das ist keineswegs lustig, wie passend, dass Ivan Reitman-Sohn Jason Reitman hier wirklich viele echte Menschen besetzte, die ihren Job so oder so ähnlich verloren haben. So bekommt das ganze nämlich erst wirklich Feeling. Was soll ich sagen, selten hab ich mich angesichts der wirtschaftlichen Misere so gut amüsiert und bin doch gleichzeitig mehr als nachdenklich geworden. Neben Herrn Clooney trägt aber auch der restliche Cast dazu bei. Ob Vera Farmiga als Love Interest, Anna Kendrick, die sich hier aus der relativen Bedeutlungs-Losigkeit einer "Twilight"-Nebenfigur als echte Schauspielerin outet oder Jason Bateman als Binghams Chef. Und daneben tauchen meist kurz, Leute wie Sam Elliott, J. K. Simmons oder Zach Galifianakis auf. "Wie abgedreht ist das denn?", würde ich sagen, wenn das eine ernst gemeinte Dramödie wäre. Aber "Up In The Air" ist davon weit entfernt, im positiven Sinne natürlich.

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SamRamJam

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Hervorragend und toll umschrieben :)


mikkean

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Danke!


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