Up in the Air - Kritik

Up in the Air

US · 2009 · Laufzeit 110 Minuten · FSK 0 · Drama, Komödie · Kinostart
  • 5

    Angetrieben von der beeindruckenden Bewertung habe ich mir "Up in the Air" angesehen und muss nun versuchen den Schnitt ein wenig zu senken.

    Die Geschichte des Films kann sich zu keiner Zeit entfalten, geschweige denn sie kommt überhaupt in die Gänge. Da tut einem wenigstens die ordentliche Vorstellung der Schauspieler gut, welche dem Film etwas Würze verleihen.
    Die großen Passagen des Films bestehen jedoch aus leicht unterdurchschnittlicher Unterhaltung im Genre der romantischen Komödie.
    Nach dem Film ist man genauso schlau wie vor dem Film, was zu noch mehr Belanglosigkeit führt.

    Für mich eine Art schlechter Schweighöfer-Film, den man problemlos umgehen kann. Als romantische Komödie kann ich viel eher 500 Days of Summer empfehlen, für Clooney Fans biete sich natürlich die Oceansreihe am besten an, oder den eher unbekannten Film Three Kings.

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    • Ryan Binghams Job ist Mitarbeiter zu feuern. Sein Arbeitgeber, die Career Transition Counseling, übernimmt die unliebige Aufgabe der Freistellung von Mitarbeitern. 322 Tage des Jahres verbingt er auf Flughäfen, in Hotels und Büros von New York bis San Francisco, jeder Tag zuhause ist für ihn ein Qual, dass sein unstetes Leben erdet, ihn zwingt sich mit sich und dem Sein auseinander zu setzen. An einem dieser Abende in einem dieser anynomen Hotels lernt er Alex kennen, eine ebenso wie er Reisende, frei von Verpflichtungen und Bindungen.

      http://kuenstliche-welten.net/up-in-the-air/

      • 2 .5
        RoboMaus 21.03.2016, 21:57 Geändert 21.03.2016, 22:26

        Clooney hat im O-Ton so eine monotone, einlullende Stimme, die sehr gut zur eintönigen Handlung passt: er übernimmt für Fremdfirmen den Rausschmiss überflüssig gewordener Mitarbeiter. In seiner Firma macht unterdessen eine neue Mitarbeiterin Eindruck, die sein Geschäftsfeld rationalisieren will - er geht mit ihr auf Tour, um sie in die Drecksarbeit einzuführen.

        Der Plot tritt lange auf der Stelle, während sich die Szenen ebenso wie die Sprüche wiederholen: "Here is a package in front of you.....". Von einer Story ist kaum etwas zu sehen, und witzig ist das auch nicht - dafür gibt es viele amerikanische Grossstädte von oben zu bewundern, die passend zum Plot alle gleich aussehen. Nebenbei läuft noch eine Clooney-Beziehungskiste und die Hochzeit seiner Schwester, ausgiebig mit Dialogen belegt, die genauso interessant sind wie die vorgefertigten Sprüche in den 'Let go'-Gesprächen.

        Weil doch alles seinen Sinn hat, kommen die Gekündigten tatsächlich zur Einsicht, dass Clooney ihnen etwas Gutes verkündet hat, das 'Package' seinen Dienst tat, und alles schon seine Richtigkeit hat (natürlich bis auf die, die von der Brücke sprang). Wie schön doch die Welt ist, die für jeden etwas bereithält....dazu eine tröstende Stimme, die zur Gitarre etwas von 'immer neuen Herausforderungen' faselt.

        Sorry, aber wenn mir gekündigt worden wäre und ich 'Up in the Air' dann sehen müsste, würde ich wahrscheinlich den Fernseher eintreten.

        Eine langweilige und billige Lehrstunde amerikanischer Moralvorstellungen.

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        • 8 .5

          Die locker-leichte Inszenierung kann schnell einmal darüber hinweg täuschen, dass sich der Film näher am Boden der Tatsachen bewegt, als uns lieb sein sollte. Ryan Bingham ist die Verkörperung dessen, was leider nicht wenige Leute anstreben. Er scheint frei zu sein, seine Arbeit zu lieben, ist erfolgreich, sieht gut aus, hat alles, was er braucht. Er könnte glatt einem Katalog entsprungen sein. Niemand könnte besser in eine moderne Wohnung mit Fensterscheiben bis zum Boden, viel Beton, Stahl, Glas und Hochglanzmöbeln, die im Innern aus Pappe bestehen, passen. Niemand wäre besser geeignet für eine Foto-Session in den trendigen Gärten, die Steinwüsten mit sterilen, auto mowed Rasenflächen sind. Was uns heute als Ideal angepriesen wird: Hochglanzoptik, innen tot. Ryan Bingham lebt diesen (Alp-) Traum.

          Was er tut, ist unmenschlich, aber es ist nicht seine Schuld, denn er verrichtet nur eine Arbeit, die offenbar nun einmal von jemandem verrichtet werden muss. Die Vorgesetzten sind im Zuge regelmässiger Massenentlassungen zu feige geworden, ihren Mitarbeitern persönlich zu kündigen. Als schaltet man so genannte «Übergangsberater» zwischen. Diese erledigen das «Problem» klinisch sauber, alles mit einem netten Anstrich. Im Grunde handelt es sich dabei um eine wirtschaftliche Euthanasie, wobei ich bewusst einen Euphemismus für den Vorgang verwende, denn das gehört sich so. In dieser Welt, in der sich Ryan Bingham bewegt, dürfen die Dinge nämlich nicht beim Namen genannt werden. Kaum vorzustellen, wenn er als «Job-Terminator» bezeichnet würde.

          Dem geneigten Zuschauer wird bald einmal klar, dass Ryan seine Arbeit eigentlich gar nicht mag. Er ist zwar gut und ihm macht es nichts aus, Leuten am Laufmeter zu kündigen, aber ihm geht es nicht um die Arbeit um sich. Er will einfach der Beste sein in dem, was er tut, er will Flugmeilen sammeln, sich seinen gelebten Traum weiter ermöglichen. Wahrscheinlich ist ihm bewusst, dass er sich seinen sterilen Traum-Lebensstil finanziert, indem er eine menschliche Tragödie nach der andern verursacht. Aber was heisst schon menschliche Tragödie? Er entlässt die Leute ja nicht, sondern teilt es ihnen nur mit. Und die Menschen, die andere (massen-) entlassen, haben mit den Entlassenen ja nichts zu tun – und was sie nicht wissen, macht sie nicht heiss. Das Problem ist nur: Müssten die Verantwortlichen jedem einzelnen selbst ins Gesicht sagen, dass sie ihn entlassen, würden sie dies dann weiterhin im gewohnten grossen Stil tun? Könnten sie es ertragen, wochenlang in weinende, verzweifelte Gesichter zu blicken?

          Ryan könnte diese Arbeit nicht verrichten, wenn er nicht emotional tot wäre. Das wird anschaulich anhand eines Gegenentwurfs gezeigt. Sein steriler Lebensstil ist letztlich nur ein Ausdruck für die Tatsache, dass er selbst innerlich steril, tot ist. Er ist eigentlich zu bedauern, aber wenn man so die allgemeinen Trends beobachtet (für mich besonders bezeichnend: Häuser, Gärten, Wohnungseinrichtungen), sieht man schnell, dass wir ihn generell nicht bemitleiden, sondern ihm nacheifern würden.

          Man hätte die Rolle des Ryan Bingham nicht besser als mit George Clooney besetzen können. Er ist die Verkörperung des modernen Playboys und das Aushängeschild für ein Produkt, das all das vereint, was eben erwähnt worden ist: Toter Kaffee in sterilen Kapseln.

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          • 8

            George Clooney in Bestform als Job-Terminator Ryan Bingham. Sein Job ist es, Leuten ins Gesicht zu sagen, dass sie entlassen sind. Champion eines Lebensstils, der Vielfliegerei und Bindungslosigkeit als oberste Tugenden betrachtet. Antiheld einer satirisch leichten und doch bitterernsten Komödie von Jason Reitman (»Thank you for smoking«, »Juno«). [Rainer Gansera]

            • 5

              Verstehe nicht ganz wo hier die Faszination liegen soll. Scheint das übliche Darsteller-Getöse zu sein, das hier zeitweise um Kendrick verstärkt wird (für die ich ebenfalls eine kleine Schwäche entwickelt habe). Und ehrlich gesagt hat mich (hoffentlich ohne Voreingenommenheit) ihre Figur mehr interessiert als diese zwei egozentrischen Knalltüten, die sich zwischen Transit und Bodenständigkeit entscheiden müssen. Ganz nett trotzdem.

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              • 5

                Dieser Film ist zwar einfach gestaltet und sollte Romantisch sein, ist es aber nicht!
                Ja, der Film ist eine leichte Kost und man sieht gerne Clooney, Farmiga und Kendrick beim spielen zu. Sie geben auch eine lockere Note ab, müssen sich aber nicht gross anstrengen. Romantisch ist es leider nicht. Denn zu einem kommt der Funken nicht rüber und die Chemie stimmt irgendwie nicht. Farmiga und Kendrick wurden für ihre Rollen für den Oscar nominiert. Die Frage ist nur: Für was? Wie schon gesagt, ihre Rollen sind leicht und braucht wirklich nicht grosse Anstrengungen.
                Die Geschichte ist locker und alltäglich. Eine Geschichte zwischen mir und Dir. Es ist eine Alltagsituation zwischen Menschen, die gerne unterwegs sind. Sicherlich ist es gut erzählt und auch gut gemeint. Ist aber nichts Spezielles.
                Fazit: Locker, leicht und Durchschnittlich. Wenn man schon Zwischenmenschliche Geschichten erzählt, dann mit mehr Drama!

                • 7 .5

                  In fand den Film überraschend gut. Eigentlich passiert nicht viel in diesem Werk von Jason Reitman. Es geht um einen Typen der das ganze Jahr über quer durch die Staaten fliegt um Leute zu entlassen. Doch mit der Zeit lernt er Menschen kennen die ihm zeigen das hinter seinem Leben noch mehr steckt und er was ändern muss.
                  Der Film funktioniert auch aufgrund seiner besonderen Darsteller. Frauenschwarm George Clooney zeigt wieder einmal das er was vom Schauspiel versteht und dann haben wir da noch Anna Kendrick. Sie ist das Highlights des Streifens und beweist ihr einmaliges Talent. Von ihr werden wir holen in den kommenden Jahren noch viel hören und sehen. Sonst ist "Up in the Air" ein Film der richtige Mischung zwischen Komödie und Drama gefunden hat. Aber auch ein Bild der heutigen Gesellschaft widerspiegelt und mich somit ziemlich überrascht hat.

                  7
                  • 2 .5

                    Dieser Film ist weder spannend noch lustig, weder romantisch noch erotisch, weder lehrreich noch glänzt er mit schönen Bildern.
                    Dieser Film ist uninteressant.

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                    • 9
                      ju.ku.750 29.04.2015, 23:16 Geändert 29.04.2015, 23:25

                      Ryan: “Kennen Sie den Moment, wenn Sie einem anderen Menschen in die Augen sehen und spüren, dass er direkt in Ihre Seele schaut und die ganze Welt steht still? Eine Sekunde lang?”
                      Natalie: “Ja!”
                      Ryan: “Gut, ich nicht.”

                      Ich liebe Tragikomödien und "Up in the Air" ist für mich eine der besten, die ich in letzter Zeit gesehen habe.

                      George Clooney spielt einen sogenannten "Übergangsberater". Das ist ein schlechter Euphemismus in der heutigen Arbeitswelt für eine Person, die dafür zuständig ist, Menschen zu feuern, die sie nicht kennt. Clooney verkörpert quasi die legale Variante eines Auftragskillers. Er wird angeheuert, wenn Firmen Mitarbeiter entlassen wollen, aber zu feige sind, diese Drecksarbeit selbst zu erledigen.

                      Der Film unterhält nicht nur, sondern wirft zugleich einen kritischen Blick auf die bedenklichen Entwicklungen der heutigen Arbeitswelt. Hier stimmt einfach die Mischung aus Tragik und Komödie.

                      Eine spannende Reflexion über das heutige Leben, die zum Nachdenken anregt!

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                      • 6

                        Fängt vielversprechend, verliert aber schnell an Fahrt, trotz amüsanter Spitzen. Wirklich gut ist "Up in the Air" aber, weil der Film zum Nachdenken anregt.

                        • 8 .5

                          Einfach ein schön gemachter Film. Nicht sehr spektakulär, nicht zum totlachen, aber sehr unterhaltsam, teilweise warmherzig, teilweise lustig, teilweise überraschend. Die drei Hauptdarsteller drücken den Stempel auf und lassen das Gesamtbild wunderbar wirken.

                          • 5 .5

                            Verstehe bei Filmen wie diesem auch nicht wie die solche hohen (Kritiker)Bewertungen bekommen können...
                            Ist für mich ein typischer Streifen bei dem man mal reinzappt im Free TV um 20.15 auf Pro7 oder so und mehr oder weniger aus lw mitschaut.
                            George Clooney macht glaub ich sowieso eher Filme für das ü40 bzw ü50 Publikum und die am besten noch in der mid-life-krise stecken
                            Aber naja...
                            Rate euch von dem hier ab :)

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                            • 6

                              Ein Film, den die Welt nicht braucht. Wird mit zunehmender Länge doch recht langweilig. Vera Farmiga ist zwar eine gute Schauspielerin, die deutsche Synchronisation war jedoch grottenschlecht - nuschelig und verwaschen.

                              • 5 .5

                                Am Anfang noch recht stark und unterhaltsam, schwächt der Film mit zunehmender Laufzeit immer mehr ab bis nur noch langweilt und man sich das Ende herbeiwünscht.

                                • 7 .5

                                  Ich habe gebetet dass, das keine Schnulze wird doch am Ende driftete der Film dann doch in Richtung Schnulze ab. Doch ein sehr toller George Clooney kann hier insgesamt überzeugen und der Film hat viele sehr gute Szenen. Er ist auf jeden Fall sehenswert mit Tendenz nach oben.

                                  • 8

                                    "Up in the Air" ist einer der Filme, die ich mir schon eine Weile vorgemerkt hatte und hier hat sich das Warten mal echt gelohnt. Das geht mit dem Cast schon los. George Clooney ist ohnehin klasse, ich liebe Vera Farmiga und Anna Kendrick kannte ich zwar bis gestern noch nicht, aber die hat mich in dem Film am meisten begeistert. Allesamt starke Auftritte.
                                    Der Film selbst besticht durch die Gegensätze zwischen der Ungebundenheit und Freiheit sowie Liebe und Familie. Und der anfangs so coole George Clooney scheint sich mehr und mehr zwischen diesen Gegensätzen zu verfangen. Für mich hätte der Film ruhig noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen können, aber ansonsten gibt es hier kaum etwas zu kritisieren.

                                    • 5 .5

                                      Die Geschichte plätschert so vor sich hin, was nicht wirklich schlecht ist, aber eben auch nicht tiefgreifend oder aufrüttelnd. Was will der Film sagen? Dass es Menschen gibt, die als Einzelgänger ziemlich glücklich leben können oder, dass sie eigentlich ganz verzweifelt sind? Dass Kündigungen bescheiden sind und für viele gerade dann der Rückhalt durch die Familie wichtig ist? Dass es Leute gibt, die nach Arbeitsverlust nicht nur über Suizid reden, sondern ihn auch begehen? Mir erschließt sich nicht, weshalb der Film so gut bewertet wurde.

                                      • 3
                                        schl8ter 22.01.2015, 08:00 Geändert 22.01.2015, 08:01

                                        Uhhh das war nix.
                                        Was die Leute faseln wenn sie gefeuert werden, irgendwie nicht glaubwürdig. Mr. Bingham war mir eine Spur zu cool genau wie seine gleichgesinnte Affäre. Die neue junge Kollegin fürchterlich nervig. Die Distanz zu seinen Geschwistern wäre ja noch ein interessantes Thema gewesen, ist aber auch unglaubwürdig umgesetzt.
                                        Hatte während des Films mehrfach gedacht ich schalte aus. Warum ist der Film so gut bewertet? Vielleicht im O-Ton besser?

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                                        • 8

                                          Singles aufgemerkt: auch alleine kann man glücklich werden! Und George Clooney versucht uns zu zeigen, wie's geht.

                                          Wir kennen sie – die konsequenten Prediger, welche Anzug-tragenden Zweiflern in Seminaren aufzeigen, dass unser Leben in glücklicheren Bahnen verliefe, wenn sich unser materieller Besitz auf den Inhalt eines Reisekoffers beschränken würde und wir ohne großen Ballast stetig in Bewegung blieben. Sesshaftigkeit wird zur Faulheit und zum schlechten Lebensstil degradiert.

                                          Ryan Binghan ist einer dieser Prediger. Ohne wirkliches Eigenheim darf er für seinen Job – für die feigen Chefetagen dieser Welt in fremden Firmen den Mitarbeitern die Nachricht überbringen, dass sie entlassen sind – die meiste Zeit im Flieger hoch über den Wolken verbringen und genießt die Zeit der Flüchtigkeit. Hotels werden zum Zuhause, Flugmeilen zur Trophäe, Beziehungen gehen pragmatisch nicht über den Grad von nächtlichen Bekanntschaften hinaus und Bingham könnte mit dem status quo nicht zufriedener sein. Als überzeugter Vertreter seiner Philosophie des leeren Rucksacks verfolgt er seine eigenen Ambitionen und zeigt glücklichen Singles und den Singles, die es werden wollen, die Vorzüge dieses Daseins auf.

                                          Zumindest könnte man dies anfangs denken: als diese Art des Films mag er nämlich zwar beginnen, durchlebt zusammen mit dem Protagonisten und dem Zuschauer jedoch eine Transformation, die gegen Ende hin doch stark suggeriert, wie glücklich man mit Heim, Familie und Partnerschaft zu sein hat und drückt als anfänglicher Single-Magnet dieser Zielgruppe am Ende letztlich doch den Mittelfinger ins Gesicht. Ob man dem Film vorwerfen mag, am Ende wieder typisch amerikanisch zu konventionell zu träumen , muss jeder für sich selbst entscheiden, schließlich werden uns immerhin nicht alle Hollywood-Klischees auf dem Silbertablett serviert. Es bleibt der Geschmack des Bittersüßen auf der Zunge haften, welcher dem Film unheimlich gut zu Gesicht steht. Und auch wenn die Dialoge in ihrem Charakter-Ping Pong manchmal so wirken, als würde sich der Film gerne selber reden hören, so hat er mir doch gefallen, weil er – bedingt auch durch die tolle Schauspielleistung der gesamten Besetzung – unglaublichen Charme aufweisen kann. Die Verstrickung aus existenziellen Lebensfragen, polit-ökonomischer Sozialkritik – die zwar nur als Aufhänger dient, aber eben doch für den ein oder anderen ehrlichen und nachdenklichen Moment sorgt – und paralleler Leichtfüßigkeit gelingt.

                                          Gleichzeitig wird das filmische Gewand gekonnt stilisiert dargestellt und so bietet uns Regisseur Jason Reitman mit im wahrsten Sinne des Wortes „packenden“ Montagen, schneller Schnitttechnik und einer durchaus interessanten Kameraführung auch ein entsprechendes Reiseerlebnis fürs Auge. Meistens verharrt sie in stabiler Lage die Tragweite und Distanz der Reisen einfangend, zeigt uns aber mit unvorsichtigen Hand-Held Aufnahmen beispielsweise während einer Hochzeit aber auch die sichere Sphäre eines Heims.

                                          Um ehrlich zu sein, ich dachte der Film würde in eine etwas andere Richtung einschlagen und nach meinem Geschmack – um auf mich nicht ganz so zerstörerisch zu wirken – hätte er ruhig mutiger und konsequenter ausfallen können, dennoch bereue ich keineswegs ihn mir angeschaut zu haben. Manchmal schmunzelnd, manchmal fragend verlässt man diesen Flug und applaudiert dem Piloten für die sichere Landung.

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                                          • 9

                                            [...] Einen Bonuspunkt gibt es für das überraschend klischeefreie Ende, das nicht den zwischenzeitlich stark zu befürchtenden Happy-End-08/15 Verlauf nimmt. [...] Reicht für insgesamt neun Punkte und damit zum bislang besten Film aus dem diesjährigen Oscar-Feld. [...]

                                            • 5
                                              Michael_DeSanta 15.11.2014, 02:42 Geändert 15.11.2014, 03:18

                                              Hier wurde ganz schön viel Potenzial verschenkt, weshalb mir die hohe Bewertung ein Rätsel bleiben wird. Es gab maximal einen Wendepunkt der interessant war und einen auf den ich gehofft habe, der dann trotz der Tragik nur kurz Erwähnung fand. Der Film schafft es nicht die Thematik näher zu vertiefen, stattdessen irgendwelche belanglosen Szenen. Zum Schluss das Gefasel der Leute, schön das die Kacke noch schön geredet wird und natürlich werden nur die gezeigt, die keine so großen Probleme damit haben sich einen neuen Job suchen zu müssen. Natürlich weiß ich das die Botschaft eine gute sein sollte, aber mir fehlt das negativ (was, wie gesagt einfach zu kurz kommt) Diesen Film werde ich deshalb auch nie irgendwelchen Chef´s empfehlen ;)

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                                              • 7 .5

                                                Das ende war scheisse!

                                                • 7 .5

                                                  Interessanter Film, mal was ziemlich anderes. War froh den im Regal gefunden zu haben, irgendwann mal gekauft und auf Abruf abgestellt. Hat heute super gepasst. "To know me is to fly with me." Unser Hauptprotagonist Ryan Bingham ist ein wenig anders gepolt. Er liebt es fast das ganze Jahr über in Amerika herumzufliegen. "Last year I spend 322 days on the road, which means I had to spend 43 miserable days at home." Alles super, bis dieses junge Ding seinem Boss mit einer rekordverdächtigen Reduktion der Flugzeit- und kosten Dollarzeichen in die Augen treibt. Dann müsste Ryan ja die meisten Tage daheim verbringen und wäre kaum noch unterwegs, was er so viel lieber tut bzw. gar nicht anders könnte. Ryan hat sich an diese Routine gewöhnt und würde jetzt aus seiner Traumwelt gerissen werden. Denn die Wirtschaft im Wandel und alle Mitarbeiter mit Familie lieber daheim als ständig unterwegs. Also muss er jetzt erstmal die junge Natalie mitnehmen, um ihr zu zeigen was er macht. Leute feuern und wenig bis kein Mitgefühl versprühen. "How do you sleep at night?" Zum Glück kann sich jeder Mensch inspirieren lassen und durch den Kontakt mit anderen Menschen lernen, dass das was man zu haben glaubt, nicht das Richtige sein muss. Sympathischer kleiner Film, schöne Botschaft, George Clooney hat super in die Rolle gepasst. Gelungen.

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                                                  • 8

                                                    Mal ehrlich : George Clooney ist doch einfach mal ein echt cooler Typ. Eigentlich egal in welchem Film, irgendwie ist es jedes mal ein Genuss ihn zu sehen. Und hier hat er sich mit Juno Regisseur Jason Reitman zusammen getan und holt noch zusätzlich Vera Farmiga und Anna Kendrick an Bord. Und wer Jason Reitman Filme kennt, der weiß dass er aus wenig, unfassbar viel machen kann. Hinzu kommt seine stets perfekte Musikauswahl, die auch hier wieder vortrefflich ist. Up in the Air ist ein typischer Reitman Film, der eine gewöhnliche Alltagsgeschichte, mit frechem Humor und tollen Schauspielern zu einem mitreißendem Erlebnis macht.

                                                    Ryan Bingham hat einen wirklich undankbaren Job. Er reist mit dem Flugzeug quer durch Amerika und muss im Auftrag seiner Firma Menschen entlassen. Dadurch ist er praktisch immer unterwegs und so gut wie nie zu Hause. Auch mit der Liebe klappt es nicht so ganz, obwohl er eine Affäre mit einer Stewardess anfängt, die scheinbar ein ähnliches Leben wie er führt. Doch dann kommt die junge Natalie Keener in die Firma und stellt ein neues und einfacheres Prinzip vor, um die Mitarbeiter zu entlassen : Per Online-Videochat. Dadurch könnte sich das ewige Rumreisen für Ryan bald erledigt haben, doch er will Natalie überzeugen, dass so ein persönliches Gespräch vorteilhafter ist und nimmt sie mit auf die Reise.

                                                    Obwohl der Film eigentlich total harmlos ist und auch hier und da sehr witzig ist, war das Ganze doch sehr deprimierend. Ich jedenfalls fühlte mich, als der Film zu Ende war, sehr leer und war unendlich traurig. Jedes mal wenn Clooney hier jemanden entlässt zerreißt es mir das Herz, denn die Reaktionen auf die Entlassung wirken unfassbar echt und authentisch. Am Anfang kommt der Film etwas schwer in die Gänge, zumal viele Begriffe für mich, als kompletter Flug Laie (bin erst 1x als kleines Kind von München nach Berlin geflogen), quasi Fremdwörter sind und ich mich in dem Bereich 0 auskenne. Doch spätestens ab der 20sten Minute schlägt der Film einen neuen Weg ein und zeigt mir wo er eigentlich hingehen will und dann wurde es immer besser und besser.

                                                    Ich bin verliebt! Ja, es ist tatsächlich so. Was Anna Kendrick hier wieder abliefert ist unfassbar süß. In einer Szene heult sie aus dem Nichts plötzlich los und diese Szene ist so unbeschreiblich süß, was natürlich an Kendricks unfassbar süßem Blick liegt. Auch ihre Persönlichkeit ist beeindruckend. Wirkt sie am Anfang noch wie eine besserwisserische Ziege, entpuppt sie sich später eigentlich als ganz liebes Mädchen, die einfach nur ein wenig naiv und übereifrig ist. Aber hier geht's ja um George Clooney aber wirklich viel braucht man über ihn nicht schreiben. Es ist halt Clooney mit seiner gewohnt genialen Art. Immer charmant, manchmal ein Arsch und mit den Frauen nicht immer auf einem Zweig. Aber je tiefer man in diese Figur blickt, umso mehr Mitleid empfindet man für sie. Ich glaube diese Rolle ist dem echten Clooney sehr nahe. Dann haben wir noch die wunderbare Vera Farmiga, die hier sogar die Hüllen fallen lässt und wie immer auf hohem Niveau agiert und mit Clooney total im Einklang ist.

                                                    Fazit : Ein wunderschöner Film, mit überragender Musik und einer traumhaft süßen Anna Kendrick, von der wir hoffentlich noch viel zu sehen bekommen werden (nicht schlecht für eine einstige Twilight Nebendarstellerin). George Clooney und Vera Farmiga harmonieren perfekt zusammen und alles was hier zu sehen ist, liefert ein komplett glaubwürdiges Gefühl ab. Nur die ein oder andere Szene war nicht ganz so interessant zu verfolgen wie manch Andere. Dennoch ist Up in the Air ein wunderschöner Film, der von Fans von Juno und ähnlichen Vertretern geguckt werden sollte.

                                                    8/10

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