X-Men - Der Film - Kritik

US 2000 Laufzeit 104 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 31.08.2000

  • 7 .5
    RockyRambo 18.04.2015, 21:08 Geändert 18.04.2015, 21:11

    Die erste richtige groß angelegt Comicverfilmung aus dem Hause Marvel welche zu einer wahren Flut der Marvel Comic Filme führte. Der Cast ist stark ausgewählt und Story,Effekte sowie Action stimmen ebenfalls. Hier bekommt der Zuschauer einen ersten Einblick in die Geschichte der X-Men

    • 7

      Eine ordentliche Comicverfilmung, welche die erste "richtige" Comicverfilmung aus dem Hause Marvel ist.

      • 7
        deevaudee 13.02.2015, 12:09 Geändert 14.02.2015, 23:03

        X-Men war damals mit einer der ersten Filme die ich in Hamburg im Kino geschaut hatte. Und für die grosse Leinwand ist so ein Actionspektakel schon echt super. Wobei sie die zerstörerische Action doch recht bedeckt hält. Denn so viel kaputt geht ja nun doch nicht. Aber das ist auch nicht Vorderrangig das Ansinnen der X-Men. Denn letzten Endes geht es um die Randgruppen Akzeptanz und die Angst vor dem Unbekannten. Denn alle Mutanten müssen sich immer wieder entscheiden, mit den Menschen oder gegen sie. Wobei es, bis auf ein paar optische Merkmale Teils, sich ja keine Unterschiede auszumachen gibt. Aber das spielt letzten endes bei keinen eine Rolle. Charles Xavier, der Gedankenleser und Magneto im nachträglichen Prequel : Erste Entscheidung, als "Freunde" und "Widersacher" vorgestellt, treten nun quasi mit ihren Schützlingen gegeneinander an, um genau für ihre Interessensgemeinde einzustehen. Magneto gegen die Menschen, Xavier für die Menschen. Und durch zwei tolle Darsteller auch sehr Glaubhaft dargestellt. Patrick Stewart passt prima in die Rolle des Behinderten Gedankenmutanten, und McKellen gegenüber seiner Gandalfrolle in DHDR dieses mal als der Schurke.
        Das besondere an den beiden ist immer noch der Gegenseitige Respekt. Und das ist ein schönes Charakteristika. Die Geschichte geht, mal abgesehen von Magnetos Schicksal eigentlich mit der Rogue und dem jutsten Wolverine los. Beide trudeln bei Xavier in deren Mutantenschule ein, wo sich auch da wieder Namenhaftere Darsteller versammelt haben. Halle Berry als Storm, hat ihr Catwoman Dilemma beseitigt, und die Lederklamotten für Marvel geschnürt.
        Die Geschichte, um den ersten X-Men Film ist aber recht dünn, und trotz knappen 100 Minuten, fehlt hier und da etwas Charaktertiefe um die ganzen Figuren. So bleibt es, bis auf ein paar Diverse Köpfe doch eher Oberflächlich. Aber dank netten Effekten, und eben jenen Darstellern ist der Film dennoch unterhaltsam, und bietet dennoch eine plausible Superhelden Geschichte die Anfangs 2000 quasi mit der Urvater der ganzen neueren Superheldenfilme war.
        Auf Seiten Magnetos, sieht man auch den Remake Michael Myers Darsteller, Tyler Mane als eigentlichen Wolverinebruder Sabretooth. Allerdings, und das ist das traurige an den später gedrehten Prequels, gerade was Erste Entscheidung, oder Origins: Wolverine betrifft, deren Verfilmungen decken sich mit Plotlöchern, leider nicht mit der Ursprungsgeschichte. Was zum Beispiel Xavier frühe Lähmung betrifft, oder was man später in X-Men 2 sehen wird, die Darstellung der Adamantium Injektion bei Logan, oder einen Stewart als Xavier in Origins, der gehend die Flüchtlinge abholt.
        Etwas Recherche wäre gar nicht mal so schwierig. Warum diese Änderungen so ausgeprägt waren, keine Ahnung, sollte man mal die Produzenten Fragen.
        Die Erwachsene Mystique in Form von Rebecca Romijn war auch sehr gut gewählt.
        Unterm Strich ist der erste X-Men schon ein feines Ding. Zwar mit einigen Mängeln, aber trotzdem gut schaubar. Vor allem trotz Oberflächlichkeit, dennoch ausreichend tiefe für die da dargestellte Thematik. Passt.

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        • 7 .5

          Nach etlichen Sequels, Prequels und Spinn Offs aus dem X-Men Universum und den restlichen bis zum erbrechen ausgeschlachteten Superhelden und Comicverfilmungen war es wirklich sehr erfrischend mal wieder den ersten Teil der Mutantentruppe rund um Wolverine, Storm, Magneto usw aus dem Jahr 2000 zu sehen.
          Damals war das Genre noch relativ frisch und hungrig und wußte mit seinen Qualitäten noch das Puplikum zu überraschen.
          Etwas was den heutigen Comicverfilmungen jetzt vierzehn Jahre später leider komplett fehlt.
          Zwar liegen diese weiterhin auf einem hohem Niveau und folgen auch dem von Spiderman, X-Men und Batman vorgeebneten Weg, bieten aber nur noch selten etwas frischen oder neues, können schon lange nicht mehr überraschen und haben den Markt leider komplett übersättigt.
          Ein ganz besonderer Kniff bei X-Men war natürlich die Auswahl der Schauspieler.
          Da mixt man ganz frech etablierte Stars wie Famke Janssen und Halle Berry mit einem unbekannten und charismatischen Helden (Hugh Jackman) ein paar bekannten Nebendarstellern und zwei großen und berühmten Theaterdarstellern (Patrick Stewart und Ian McKellen) die dem Film nochmal eine große Portion Würde und Ernsthftigkeit verleihen.
          Neben der tollen Cast ist es natürlich besonders Regisseur Bryan Singer der einen guten Job und eigendlich alles richtig macht.
          Hier stimmt einfach alles und die Komponenten Action, Handlung und Figuren sind perfekt ausbalanciert.
          Hätte ich den Film vor ein paar Jahren bewertet hätte ich ihn bestimmt nocch etwas höher eingestuft, da ich aber mitlerweile einfach zu viele Superheldenfilme gesehen habe und sie mir fast schon zum Hals raushängen kriegt er noch gute 7,5 Punkte!

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          • 6 .5

            Habe mir nun mal vorgenommen die Filmreihe X-Men zu schauen. Habe darum mit dem ersten Teil begonnen. Die Filmidee finde ich schon mal sehr gut. Tolle Schauspieler, interessante Story und ein gesundes Mass an Action. Bin gespannt auf die weitere Filmteile.

            • 7

              Ein guter Start der Mutanten Stadel! Sicherlich sind die Figuren noch nicht ganz ausgereift, wie bei den letzten Filmen. Bietet aber ein bisschen Nostalgie und eine Spur Naivität. Auch die Effekte sind noch nicht ganz so gut, kann sich aber sehen lassen. Man merkt auch, dass das Drehbuch nicht perfekt war und man etwas ausprobieren wollte. Das ist auch gut so, denn die folgenden Filme wurden auch besser! Nicht der beste Film ist aber eine Unterhaltung wert!

              • 5 .5
                Desmond42 05.10.2014, 20:59 Geändert 12.03.2015, 06:18

                Die "X-Men"-Filme... Eigentlich gut gemachte Filme mit tollen Schauplätzen und ernsten sowie interessanten Storys, die nur meiner Meinung nach leider durch die vielen total sinnlosen, unrealistischen und unglaubwürdigen Superhelden/Mutanten, die darin vorkommen, verdorben werden. Klar müssen solche Filme nicht immer realistisch sein, doch für so sehr auf Ernst getrimmte Filme wie die der "X-Men"-Reihe sind solche Inhalte dann teilweise doch einfach zu lächerlich.

                Die einzigen für mich akzeptablen Mutanten sind ja Professor X, Magneto, Cyclops und Wolverine. (Und letzterer spielt sich viel zu sehr auf und wird die ganze zeit unnötigerweise als Hauptcharakter hervorgehoben.) Man versucht zwar, eine logische Erklärung für die unterschiedlichen Kräfte zu finden, indem man das tatsächlich existierende Konzept der Mutationen als Grundlage nimmt, aber wer auch immer sich die Comics dazu ausgedacht hat, hat offensichtlich keine Ahnung, wie Mutationen und Evolution wirklich funktionieren. Kräfte wie Durch Wände Gehen, Gestaltwandlung, Dublizierung, Gewitter Erzeugen usw. passen da wirklich überhaupt nicht und kommen nur albern rüber, sodass man das alles nicht mehr ernst nehmen kann. Die Filme fände ich sicher sehr gut, wenn es viel weniger und nachvollziehbarere Mutanten gäbe... Durch Professor X und Magneto und ihre ständigen Differenzen werden allerdings dennoch halbwegs interessante und gute Filme daraus.

                • 7 .5

                  Ein toller Start der längsten Superheldenreihe aller Zeiten. Sie sind zwar noch nicht so weit wie bei ,,X-Men-Zukunft ist Vergangenheit", ist aber verständlich. Dennoch ist der Film super und hat einen weltklasse Cast. Es ist mal super eine Superheldengruppe zu sehen und nicht nur Einen. Der Film ist zwar kurzweilig, aber spannend und eine super Einführungsgeschichte ins X-Men-Universum. Man liebt die Charaktere, alle sind Kult. Es ist zwar eine typische ,,Bösewicht baut Maschine, die zerstört werden muss"-Geschichte, hat aber viele Überraschungen offen und ist originell. Lohnt sich anzuschauen. Wolverine:,,Sabretooth? Storm? Und wie heißen sie? Racer?" :D

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                  • 8

                    Alles in allem ist “X-Men” der erste Superheldenfilm einer neuen Generation. Diese Tatsache alleine macht ihn zu etwas Besonderen. Aber das erste Abenteuer der X-Men ist nicht nur eine tolle Comicverfilmung, sondern generell ein toller Film. Die Spezialeffekte sehen auch heute noch erstklassig aus, die Schauspieler und die Charaktere die sie verkörpern passen in jeder Hinsicht perfekt und die Geschichte ist komplex, stellenweise emotional und nicht zuletzt spannend.

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                    • 6

                      Solider Mainstream-Einstieg in das X-Men-Universum. Völlig ernstgemeint und relativ humorlos mischt Bryan Singer Diskriminierungs-Parabel mit Superhelden-Epos. Das Ganze ist mehr oder weniger eine actionreiche Allegorie für gesellschaftliche Toleranz. Weder besonders komplex noch tiefsinnig, aber immerhin konsequent durchgezogen und nett gemeint. Die Trickeffekte sind in Ordnung, die Drahtseil-Action okay, aber leider auch auffällig, persönlicher Höhepunkt wohl eher: Patrick Stewart und Ian McKellen! Die Beiden sind einfach super.

                      5
                      • 8

                        Spannender Action Epos.Mit guten Ideen und anschaulicher Ausstattung.

                        • 7 .5

                          "Dieses bemerkenswerte Metall verläuft doch wohl nicht durch deinen ganzen Körper?"

                          Saturn: Alle drei X-Men Teile auf BluRay samt Bonusdisc für läppische 14,99? Wie könnte ich da widerstehen!

                          Vorsicht die Spoiler fahren ihre Krallen aus!!!

                          Also zu aller erst: Ist X-Men gut? Ja definitiv!! Aber trotzdem hat sich einiges getan seid damals, Comicverfilmungen, allgemein das Franchise der X-Men, haben sich verändert und weiterentwickelt. Das merkt man dem Film an... Aber das ist auch gut so!
                          Für mich erzählt der Film eine Story die man im echten Leben bloß anders auch so mitbekommt: Drängt man ein Tier zu sehr in die Ecke, dann beißt es oder zeigt seine Krallen. So auch (zumindest bei der Bruderschaft) den ehrlich gesagt ist Magneto hier noch nicht der Bösewicht, er ist jemand der als Jude das Regime der Nazis miterlebt hat und eher Angst hat. Angst wieder so behandelt zu werden, Magneto fühlt sich in die Ecke gedrängt und beißt zu! Die X-Men hingegen sind keine typischen Superhelden, sie versuchen einfach ein normales Leben zu führen. Doch werden sie immer wieder zum handeln gezwungen und auch dazu gezwungen das nicht alle Mutanten gleich sind. Ein Comicverfilmung über Vorurteile eben. Diese Helden und Schurken haben sich ihre Kräfte nicht ausgesucht, sie haben nicht gelernt oder einen Unfall überlebt. Auch hatten sie nicht die Wahl zu sagen: "Ich mach das!" Sondern es hieß: Du bist ein Mutant! Entscheide dich jetzt!

                          "Ihr traut euch in den Klamotten wirklich raus?" - "Was wäre dir lieber? Gelbes Latex?"

                          Von der Aufmachung und Ausstattung ist der Film natürlich top. Singer hat den X-Men einen passenden und auch realistischeren Anstrich verpasst. Hugh Jackman liefert hier eine Glanzleistung ab - damals war noch nicht abzusehen das dies SEINE ROLLE schlechthin wird - aber auch Patrick Stewart und Ian McKellen spielen grandios, besonders in den Szenen wo sie miteinander zusehen sind. Dieser schmale Grad zwischen "Hass", "Freundschaft" und "Unverständnis" für den anderen wird perfekt eingefangen.

                          "Tret ihm nicht in die Eier, sonst kannst du alles machen!" - "Du hast gesagt es gibt keine Regeln!?" - "Gibt"s auch nicht, aber sowas nimmt er persönlich!"

                          Der erste X-Men ist auch nach heutiger Sicht einer der besten Comicverfilmung, er macht Spaß und hat immer noch einen sehr coolen und eigenen Look. Die Anfänge von Wolverine und co. sind damit jedem zu empfehlen.

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                          • 6 .5

                            Gut aber der bisher schlechteste X-Men Film. Ich finde man hätte mehr Action rein bringen können. Außerdem hätte man Magneto viel stärker zeigen sollen. Ich meine er ist einer der Mächtigsten Mutanten und wenn man ihn nicht kennt sollte man etwas besseres zeigen können als einen Magneto der geschwächt aus einer einer seltsamen Maschine steigt.

                            • 7

                              Guter Film mit tollen Animationen. Damals waren die X-Men Filme noch super.

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                              • 6

                                Es ist mindestens 6 Jahre her das ich diesen Film das letzte Mal gesehen habe. Doch seitdem habe ich auch einen großen Bogen um X-Men gemacht. Da ich damals einfach nicht überzeugt war und auch schon vorher keine Bindung oder Kontakt zu den Originalcomics hatte. Doch auch mein 2. Versuch mich dem X-Men Universum anzunähern war nicht ganz so erfolgreich. Zwar sind die Action und Effekte schon toll vorallem wenn man bedenkt das der Streifen schon gute 15 Jahre alt ist. Genauso ist Hugh Jackman schon ne coole Sau da er auch in seiner Rolle als Wolverine voll überzeugt. Doch das war es schon an positiven Dingen. Die eigentlich gute Besetzung bleibt eher blass wie auch die Story. Es fehlt einfach an großen Highlights die diesen Film zu einem Erlebniss machen würden. Andere Comicverfilmungen wie Spiderman und Batman sind um Längen besser und haben mehr zu bieten. Aber trotzdem werd ich mir die anderen Teile in naher Zukunft noch ansehen und hoffe einfach das die dann besser sind.

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                                • 6 .5

                                  den haben wir damals im kino gesehen und ich muss sagen er ist immer noch sehenswert...mich freut auch wie sich die filme entwickelt haben.mir gefallen die neuen sogar besser

                                  • 7 .5

                                    [...] Mittlerweile hat "X-Men" ja durchaus schon einige Jahre auf dem Buckel und entsprechend verschwommen war meine Erinnerung an den damaligen Auftakt sowohl des Comic-Verfilmungs-Hypes als auch des X-Men-Franchise im Kino, aber wenn Regisseur Bryan Singer elf Jahre nach "X-Men 2" zu der Reihe zurückkehrt, wird es auch für mich allerhöchste Zeit, die ursprüngliche Trilogie einer erneuten Begutachtung zu unterziehen, um das Optimum aus "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" herausholen zu können. In Anbetracht des Alters ist es schon erstaunlich, wie gut der Film auch heute noch funktioniert, schlägt er doch – wie mittlerweile in Mode gekommen, damals aber noch sehr überraschend – bereits im Intro ernste Töne an und zeigt einen jungen und verzweifelten Eric Lensherr, der im besetzten Polen von seinen Eltern getrennt wird. Auch die hieran anschließende Debatte vor dem amerikanischen Senat bezüglich der Gefahr, die von Mutanten ausgehen könnte, untermauert, dass man hier fernab der üblichen Comic-Scherereien auch Wert auf einen moralischen Unterbau, sozusagen ein Diskurs-Thema legt und die Mutationen als allgemeingültiges Synonym für Andersartigkeit zu verwenden weiß. [...]

                                    • 9 .5

                                      Als Fan der Serie von '92 war der Film für mich als Teenager die Offenbarung!

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                                      • 5
                                        Noergolas: Moviebreak 24.06.2014, 16:04 Geändert 09.04.2015, 18:11

                                        Die Tatsache berücksichtigend, dass "X-Men" noch lange vor dem jetzt herrschenden Superheldenboom in die Kinos kam (und Fans ähnlich wie beim ersten "Spider-Man" völlig unabhängig von der Qualität einfach froh waren, die Abenteuer ihrer Helden auf der Leinwand statt auf dem Papier zu sehen), ist es schon erstaunlich wie character driven der Film tatsächlich ist und wie er trotz (oder gerade wegen) eines Minimums an Spektakel durchgehend so gut unterhält. Bryan Singer gelingt es hervorragend, seine Figuren den Zuschauern vorzustellen und sie zu positionieren, ohne dabei aber in banale Schwarz-Weiß-Malerei zu verfallen und sich bei Gut und Böse auf bestimmte Stereotypen festzufahren. Rückendeckung bekommt er dabei von einem großartigen Cast, angeführt von Hugh Jackman, der sich bereits spürbar wohl in seiner späteren Paraderolle fühlt und abgerundet durch das Zusammenspiel von Patrick Stewart und Ian McKellen, die in der letzten Szene des Films beweisen, dass Singer sie auch einfach 104 Minuten beim Schachspiel hätte filmen können und das Ergebnis dadurch wahrscheinlich nicht schlechter geworden wäre. Abzug gibt es nur für die zum Teil schlecht gealterten Effekte und den vielleicht peinlichsten Oneliner in der Geschichte des (Comic-)Films (»Do you know what happens to a toad when it's struck by lightning? The same thing that happens to everything else.«).

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                                        • 5

                                          Auch eine Zweitsichtung macht diesen Film nicht besser, als er nunmal ist. Auch die ansonsten meist genialen Charaktermimen Ian McKellen und Patrick Stewart schaffen es nicht, dem Film Substanz zu verleihen. Auch für damalige Verhältnisse gute CGI vermag es nicht, eine übelst schwache Story zu übertünchen, das ist leider mein Fazit.

                                          Entweder macht man einen Film für Erwachsene oder für Kinder. Dieser Mischmasch aber ist auf Dauer entnervend. Patrick Stewart (Prof X) spielt, wen wundert´s, Captain Picard, Ian McKellen (Magneto) spielt den Typen mit der irren Badekappe, Halle Berry (Storm) spielt einen Hubot (nur mit weniger Gefühl), James Marsden (Cyklopps) spielt Geordi La Forge, Wolverine (Wolverine) spielt Hugh Jackman mit guter Laune und Anna Paquin (Rogue) spielt ein kleines Mädchen, das die Kinderquote des Filmes erfüllt.

                                          Schwache Charaktere, aus denen Wolverine alleine durch seine Unangepasstheit herausragt, eine schwache Story, schwache und kitschige Dialoge und Sprüche und ein einziger witziger Moment (Du bist ´n Arsch!), das ist selbst für eine gnädige, mittelmäßige Wertung zuwenig. Ich habe mir halt vorgenommen, alle Teile, bis auf "Origins: Wolverine" nochmal anzuschauen, nach dem ersten Teil sieht es nach Selbstkasteiung aus. Kann man gucken, muss man aber heute nicht mehr.

                                          GOOD NIGHT AND GOOD LUCK

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                                          • 8

                                            Es ist der Film, der mehr oder weniger "Schuld" hat an der heutigen Comic Verfilmung Hyper Inflation. Heißt also dass der erste "X-Men" was hermachen müsste.
                                            Vorweg, ich habe bisher nur einen einzigen X-Men Comic gelesen (irgend eins von 2007, kann mich nur noch an Charles Xavier unter der Dusche und Wolverine im Totenreich erinnern und einen Kampf am Eifelturm...), den Film erst heute auf DVD nachgeholt, meine erste Sichtung war vor 9 Jahren (mit 12). Also verzeiht wenn ich einige Dinge als nicht Comic Kenner anders bewerte:

                                            "X-Men" beginnt mit einer, für einen auf einem Marvel Comic basierenden Film recht ungewöhnlichen, extrem düsteren Szene. Es ist Polen, 1944, Kinderleichen werden ohne große Motivation in ein Loch geschmissen, Leute werden in die Gaskammer geführt, ein Junge schreit weil seine Mutter eine von ihnen ist und durch seine Wut zerschmettert er mit purer Gedankenkraft ebenjenes Metalltor, was das Lager vom KZ trennt, nur schwerlich können mehrere Soldaten den Jungen aufhalten, letzendlich setzt ihn ein Gewehrkolben außer Gefecht. Schnitt Konferenzraum, New York im Jahre 2000, es geht um die Frage, ob Mutanten eine Gefahr für die Allgemeinheit wären, oder vielleicht doch eher gewinnbringend für die Gesellschaft sind. Wir sehen die Rednerin, Jean Grey, eine kluge Frau mit sinnvollen Argumenten und Wissenschaftlichen Ausführungen und einen Senator im Streit mit Miss Grey, der Senator schwingt Phrasen und Hypothesen, die die Angst in der Bevölkerung schnüren. Mutanten könnten unser Leben zerstören, uns beklauen, uns zu ihren Marionetten machen. Das Publikum klatscht und überhöhrt Jean Greys Standpunkte. Von oben schaut Professor Charles Xavier mit stoischer, doch besorgter Miene von seinem Rollstuhl hinein in die klatschende Menge. Ein hagerer Mann mit Hut verlässt den Raum, Xavier folgt ihm. Der Mann mit dem Hut ist Erik Lensherr, der Junge aus der Anfangsszene, es entspinnt sich ein kurzer, doch effektvoller Dialog über das gerade geschehene im Vergleich zu dem was damals (Holocaust) passiert ist.

                                            Ich sitze vor dem Fernseher und bin beeindruckt. Schon ab dieser Sequenz hatte mich der Film. Ich erwartete ein "ironisches" Comic Werk mit Alibi Charakterzeichnung, und schon am Anfang kommt der Film mit einem solch gelungene Szenen Aufbau. Es geht um das anders sein und wie jeder von uns damit umgeht in einer Gesellschaft, wo Andersartigkeit nicht toleriert wird, also gebunden in das Korsett eines Action Blockbusters.
                                            Man merkt, warum Patric Stewart und Ian McKellen in diesem Film mitspielen, wirkt es doch teilweise wie ein politisches Theaterstück (und wie Star Trek mit Mutanten und im 21. Jahrhundert, Stewart wirkt teilweise wie Picard im Rollstuhl).

                                            Ab dem auftauchen von Hugh Jackman in der Handlung wird es aber dann doch Actionreicher. Sein John Logan, aka. "Wolverine", ist der klassische Einzelgänger, eine Figur die nicht nur teilweise aussieht wie Clint Eastwood in "Der Texaner", sondern sich auch genauso verhält. Er bringt auch ein paar ironische Seitenhiebe mit ein. Aber nun gut, es hält sich im Rahmen, er ist immer noch ein ernster, tief trauriger Charakter, der die Handlung durchaus bereichert, ich verstehe schon warum Hugh Jackman nach diesem Film ein so bekannter Schauspieler wurde, auch wenn mein Favorit im ganzen Ensemble dann doch eher der ruhige Humanist Charles Xavier ist.

                                            Fazit:
                                            Endlich mal eine Comicverfilmung die nicht nach dem Comic einmaleins gedreht wurde. Es gibt keine 5 Punkte Landung, die Story ist teilweise unvorhersehbar, es ist sehr dialoglastig und umrahmt mit einer sowohl visuell als auch erzählerisch gelungen eingefangene politische und humanistische Botschaft. Einer der besten Comicverfilmungen, wirkt aber in einigen Bereichen, selbst für das Jahr 2000, noch etwas zu billig und man merkt dass der Film nur als Auftakt einer Trilogie geplant war, vieles ist nicht zu Ende gedacht und gegen Ende dreht sich alles um Logans quasi Ziehtochter Rourke. Hoffe doch dass die restlichen Teile den begangenen Weg weitergehen und nicht in dumpfe Action versinken, oder besser noch eine goldene Mitte finden.

                                            Übrigens ist der Film, trotz der sehr sehr guten Deutschen Synchro, im Original zu empfehlen, alleine wegen Ian McKellens und Patric Stewarts gewaltigen Stimmen.

                                            • 7

                                              [...] Den Kern der Sache erfasst der erste „X-Men“ hervorragend, baut ein starkes Fundament, hat aber genau ein großes, nicht unbekanntes Problem, oder eher muss sich eine Frage stellen: Als was definiere ich mich? Will ich ein in sich abgeschlossener Film sein oder „nur“ die ausführliche Einleitung, um als großes Ganzes zu funktionieren? Man entschied sich eindeutig für letztere Variante, konsequent. Das ist für die Serie insgesamt eine gute Wahl, für den Film isoliert betrachtet natürlich eine „Schwäche“, wenn man es so formulieren will. Es werden interessante Hintergründe angerissen, u.a. die gemeinsame Vergangenheit von Charles und Eric, das Geheimnis um Logan und seine Existenz, aber natürlich nicht beantwortet. Nach der ausführlichen und tollen Exposition muss der Film trotzdem irgendeinen eigenen Höhepunkt, sprich ein Action-Finale bieten, was verhältnismäßig hastig und unspektakulär wirkt, einfach nur Mittel zum Zweck. An sich sind 100 Minuten viel zu kurz für den Film, er hätte locker 30 Minuten mehr vertragen können, um als unabhängiges Werk besser zu wirken. Man merkt, dass die eigentliche Handlung erst noch richtig starten wird, dass dies noch nicht das ist, worauf man sich wirklich freuen darf. [...]

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                                              • 9

                                                Auch nach all den Jahren wirkt der erste X-Men Teil weiterhin einfach nur Super!
                                                Die Schauspieler sowie die Story ist super zusammengestellt und haben zurecht damals die Superheldenfilme wieder in gemacht.
                                                Der Film stellt eine gute Einleitung in die X-Men Reihe dar und führt die vielen Mutanten ohne Probleme nacheinander ein, wobei halt der Fokus, wie in den weiteren Filmen, auf Wolverine liegt.

                                                • 7 .5

                                                  Der Start einer klasse Filmreihe. Schauspieler sind top, Geschichte ist auch gut erzählt und die Effekte sind für damalige Verhältnisse auch spitze. Der Film hat zwar ein paar Längen, ist aber trotzdem sehr unterhaltend.

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                                                    Die Comicverfilmungen der letzten Jahre lassen sich ja mehr oder weniger zwischen zwei Extremen verorten. Auf der einen Seite haben wir die luftig-leichten, wenig gehaltvollen, aber dafür mit spaßigen Over-the-Top-Momenten ausgestatteten Vertreter wie etwa "The Avengers", und auf der anderen Seite jene Filme, welche ihre recht ausgefallene Superheldenprämisse so glaubwürdig und moralisch ambivalent wie möglich gestalten wollen, etwa Nolans "Batman"-Trilogie oder "Man of Steel". Bryan Singers "X-Men" aus dem Jahr 2000, welcher den Hype um Comicverfilmungen während der letzten 15 Jahre einleitete, schafft es, genau die Mitte zwischen beiden Extremen zu finden.
                                                    Einerseits wird in "X-Men" eine zwar einfache, aber mit interessanten moralischen Themen aufgeladene Geschichte erzählt. Die Mutanten, die für ihre genetische Besonderheit nichts können, werden von der "normalen" Mehrheit als Bedrohung wahrgenommen und werden zum Ausgangspunkt einer Hysterie, welche von dem Demagogen Senator Kelly (Bruce Davison) im Parlament noch zusätzlich angeheizt wird. Auch die für einen Comic-Sci-Fi-Film recht gewagte Eröffnungssequenz im Warschauer Getto 1944 unterstreicht noch einmal diese Thematik der Verfolgung von Minderheiten, die für ihre Gene/Rasse eigentlich nichts können. Das Interessante an dieser Themenlage ist jedoch, dass die Mutanten in der Tat eine potenzielle Bedrohung darstellen. Wenn sich herausstellen würde, dass sich in meiner Nachbarschaft eine Person befände, welche Gedankenkontrolle beherrscht oder durch Wände gehen könnte, würde ich mir auch anfangen, Sorgen um meine Sicherheit zu machen. Somit handelt es sich eben nicht um das übliche Thema, dass Minderheiten eben auch nur Menschen sind, sondern gewinnt durch die abgefahrenen Fähigkeiten innerhalb des "X-Men"-Universums eine nachvollziehbare Brisanz und Aktualität. Eine einfache Antwort lässt sich darauf so schnell nicht finden. Dieses politische Unterthema ist durch den ganzen Film hindurch wirksam, tritt allerdings zugunsten eines sehr klassischen Plots zurück, in welchem die radikalen Mutanten rund um Magneto (Ian McKellen) einen bösen Plan aushecken, welcher von den 'guten' Mutanten rund um Professor Xavier (Patrick Stewart) verhindert werden muss.
                                                    Die Bodenhaftung geht jedoch nie verloren, das Thema rund um Mutanten und Anderssein wird in unterschiedlichen Facetten erklärt und in teilweise sehr menschlichen Szenen dargestellt. Eine wirkliche Hauptfigur gibt es in diesem Film allerdings nicht und generell kommt bei der Unmenge an Charakteren die Figurenzeichnung nicht über das Maß von sympathisch geschriebenen und gespielten Archetypen hinaus. Jedoch gibt es auch hier nette kleine Elemente, wie etwa das Mysterium um Logans (Hugh Jackman) Vergangenheit und die immer wieder angedeutete Freundschaft zwischen Magneto und Charles Xavier. Generell wirkt dieses Universum sehr eingelebt und glaubwürdig und die Handlung des Films lediglich wie ein Kapitel aus einer ganzen Reihe von Geschichten.
                                                    Aber - und nun kommt das große 'Andererseits' - zugleich ist sich "X-Men" durchaus bewusst, dass es sich hier um einen Film handelt, der sein Mutantenszenario eben nur bis zu einem gewissen Grad Ernst nehmen kann. Namen wie Storm, Cyclops oder Sabertooth, völlig abgefahrene Kräfte wie die Manipulation des Wetters oder eine nahezu unbegrenzte Regenerationsfähigkeit, und schließlich das Herumlaufen in stylischen Uniformen und Kostümen; all das unterstreicht den comichaften Charakter von "X-Men", welcher durch Logans sarkastische Kommentare zudem auch mit einer Prise Selbstironie eingefangen wird. Die Macher sind sich der cartoonhaften Elemente bewusst, stehen dazu und spielen sie in ihrer leichten Albernheit liebevoll aus. Das Tolle an dem Ganzen, und das vermisse ich heute mitunter am Meisten, ist dass es schlicht Spass macht, einfach nur mitanzuschauen, wie die Mutanten coole Sachen mit ihren Kräften anstellen. Magneto, der sich vor seinen Füßen eine Brücke aus Metallplatten baut, Wolverine, der seine Klauen zu einer Stinkefingergeste anordnet oder Mystique, die sich auf Ellis Island als Tarnung in die Freizeitstatue verwandelt. Einfach super! Das Tolle aber ist, dass es "X-Men" gelingt, sowohl die ernste Seite als auch diesen sehr cartoonhaften Aspekt wunderbar miteinander zu verbinden. Diese beiden sehr gegensätzlichen Anteile beißen sich nicht an einer einzigen Stelle.
                                                    Trotzdem handelt es sich um einen letztendlich nur solide gemachten Film. Trotz einem Auge für Details und einem Sinn für Ausgewogenheit ist "X-Men" als quasi erster Film im Genre der modernen Comicverfilmungen noch etwas zaghaft inszeniert. Der Anfang ist mit seinen vielen Schauplätzen und auftauchenden Figuren etwas ungriffig, Wolverine und Rogue wuchsen mir erst so gegen Mitte des Films ans Herz und auch das große Finale hätte Alles in Allem etwas dynamischer ausfallen können. Dennoch, "X-Men" bietet im Grunde genau jenen Ansatz, den ich mir von einer Comic-Verfilmung wünschen würde: Nämlich eine gut getroffene Mischung aus Bodenständigkeit und schillerndem Spass.

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