Zeiten des Aufruhrs - Kritik

GB/US 2008
Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 15.01.2009

Kritiken (23) — Film: Zeiten des Aufruhrs

Dr. Borstel: Of Bastards And Dwarves

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9.5Herausragend

Sam Mendes zeichnet nach Yates’ Roman ein eindringliches und differenziertes, cineastisch grandioses Porträt des Scheiterns von Träumen, das berührt.

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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9.0Herausragend

[...]Im Ganzen ist „Zeiten des Aufruhrs“ nicht unbedingt ein Film, der unter die Haut geht, aber in jedem Fall einer, der nicht spurlos an einem vorüberzieht. Die Kommunikation des Paares erreicht einen Härtegrad von fesselnder Intensität und bekommt durch Winslets und DiCaprios Darstellungen monumentalen Nachdruck verliehen. Mendes portraitiert ihren Niedergang schonungslos und ohne jedwedes optische Element, das die Stimmung unterbrechen oder gar aufhellen könnte. Die Welt, mit denen er die Charaktere umrahmt, ist perfekt und kalt, die Häuser aufgeräumt und steril, die Revolutionary Road Wohnort und Gefangenenlager. Die Geschichte kommt sehr langsam voran und erzählt eigentlich nicht viel, steigert sich aber weiter und weiter zu einer solch rohen Vehemenz, dass sie einen dennoch vollstens einnimmt und nie das Gefühl überflüssiger Längen aufkommt.[...]

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

«Revolutionary Road» ist in erster Linie ein hervorragend gespieltes und ausgezeichnet geschriebenes Drama, das auch nicht an zynischen Kommentaren spart. Die Inszenierung von Regisseur Sam Mendes, dem Ehemann von Kate Winslet, ist hauptsächlich zweckdienlich und drängt sich nicht durch formale Verspieltheiten auf. Dadurch kommen die Leistungen der Darsteller natürlich noch besser zur Geltung.

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Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin

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7.0Sehenswert

Mendes vierte Regiearbeit ZEITEN DES AUFRUHRS verspricht nun ein Wiedersehen, das viele von Herzen herbeigesehnt und ebenso viele in ihren schlimmsten Schnulz-Albträumen mit Grauen befürchtet haben: Kate Winslet und Leonardo DiCaprio, die beiden Turteltäubchen Rose und Jack aus James Camerons TITANIC, sind nach mehr als 10 Jahren Trennung wieder als Filmpaar vereint. Aber Vorsicht: Dieses Mal dürfen Romantik-Allergiker aufatmen, denn Mendes wäre nicht Mendes, wenn er nicht genau diesen Liebesmythos benutzen würde, um ihn aufs Schlimmste zu demontieren.

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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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10.0Herausragend

Revolutionary Road bekommt meine Stimme für den besten amerikanischen Film 2008.

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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8.0Ausgezeichnet

Mendes, der nicht nur im Kino sondern auch im Theater zu Hause ist, inszeniert das Scheitern dieser Beziehung wie ein intimes Bühnenstück. Der Fokus liegt dabei von der ersten bis zur letzten Minute auf den Darstellern. Diese danken es ihm mit durchweg hochklassigen Leistungen. Für Winslet, die schon seit Jahren völlig zu Unrecht auf ihren „Titanic“-Auftritt reduziert wird, erweist sich die Rolle der Desperate Housewive gar als schauspielerischer Durchmarsch. Sowohl in den kurzen Momenten des Glücks als auch in Momenten der totalen Verzweiflung verschwindet sie ganz hinter ihrer Rolle. Wir sehen und fühlen Aprils Wut, Aprils Schmerz und Aprils Einsamkeit, wenn sie suchend und hilflos in die Kamera blickt. DiCaprio wiederum bricht einmal mehr mit seinem Sunnyboy-Image. Während der äußerst lautstarken Auseinandersetzungen schreit auch er sich die Seele aus dem Leib – in einer erschreckenden Art und Weise.

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Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag

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7.0Sehenswert

Und doch steckt genau in dieser Akkuratesse ein grundlegender Mangel: Die Deutlichkeit - mit der Mendes seine Welt von gestern inszeniert, in der weder die Geschlechterbeziehungen noch die Rolle des psychisch Kranken als mirakulösem Wahrsager aktualisiert sind - lässt keine Fragen offen. Jedem Gesichtsausdruck kann eine Entscheidung zugeordnet werden, jedes Bild versteht sich durch sich selbst. Der Besuch von Zeiten des Aufruhrs ist der Gang durch ein Museum, das pädagogisch wertvoll all seine Exponate bis ins Letzte erklärt.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

[...] DiCaprio spielt mit jeder Faser Frank Wheeler und sich selbst damit die Seele aus dem Leib. Alle Emotionen, angefangen bei rasender Wut über Hoffnungslosigkeit bis hin zu überzeugenden Liebesbekundungen, bringt er wie mit Fingerschnippen mal eben so in Perfektion rüber. In einer Szene war er sogar dermaßen gut, dass mich allein sein intensives Schauspiel schon ganz dicht an den Augenwinkel-Dammbruch führte (sein Wutausbruch während eines Kaffeekränzchens mit Nachbars und deren Sohn). Standing Ovations für diese Leistung. [...] Ich kann mich nur wiederholen: wirklich großes Gefühlskino.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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8.0Ausgezeichnet

[...] Eine durchaus gelungene Pointe, für die Darstellung einer nach Jahren kriselnden Beziehung das Kino-Traumpaar der letzten Dekade zu besetzen - vielleicht war es also ganz gut so, dass es für Winslet und DiCaprio in Titanic kein Happy End gab, man sieht ja wo das geendet hätte. [...]

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Corsovilla: SchönerDenken

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7.0Sehenswert

Es gibt Filme, die man unbedingt mögen möchte. “Zeiten des Aufruhrs” zum Beispiel. Man könnte eine halbe Stunde aufzählen, was an diesem Film so gelungen ist - von der dramatischen Geschichte über die Kameraarbeit, die Requisiten - bis hin zur suggestiven Filmmusik von Thomas Newman. Ja, und die Schauspieler … Michael Shannon ist zurecht für den Oscar nominiert. Die einzige Schwäche des Films ist schnell erklärt: immer wieder hölzerne, verkopfte Theaterdialoge. Wer sich als Zuschauer von dieser intellektuellen Kunstsprache aus dem Tritt bringen lässt, dem gehen die großen Gefühle des Films verloren. Wer damit keine Probleme hat, kann einen intensiven Kinoabend genießen. Nur leider kann man sich das nicht aussuchen. (Mehr im Podcast)

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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6.5Ganz gut

[...] Dass Zeiten Des Aufruhrs trotz aller Lobhudelei letztlich doch ein kleines bisschen enttäuscht, ist dem Drehbuch geschuldet, welchem die letzte Konsequenz fehlt. Man hätte gerne mehr erfahren über das Leben der Familie Wheeler, nicht nur des Ehepaars Wheeler. Die Kinder, die inhaltlich mehr zur Geschichte beitragen als vordergründig angenommen, werden so gut wie gar nicht beleuchtet. Auch die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche der Nachkriegszeit werden trotz ihrer Relevanz nicht präzise genug erläutert. Der Film konzentriert sich mehr oder weniger auf den Mikrokosmos der Familie, ohne ihn passend in den Makrokosmos einzuordnen – und das kann Mendes mit seiner schlichten Regie ohne Experimente nicht mehr ausgleichen. [...]

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.0Ausgezeichnet

„Zeiten des Aufruhrs“ ist von Sam Mendes mit der gleichen Perfektion inszeniert wie auch schon seine früheren Werke, und setzt noch mehr als seine früheren Filme auf die erzählerische Stärke seines Ausgangsstoffes. Die ruhigen, melancholischen und ganz und gar wunderbaren Klavier-Anschläge der musikalischen Untermalung von Thomas Newman fügen sich in den sehr gesetzten Grundtenor des Films ein, und erinnern wohl nicht von Ungefähr an Sam Mendes „Road to Perdition“. Und auch wenn „Zeiten des Aufruhrs“ natürlich zu Vorderst ein Film über eine ganz spezifische Periode ist, ist der Film doch in seiner letztlichen Intention universell veranlagt: Ob man sein eigenes Leben, vielleicht sogar seine Gewöhnlichkeit, zu akzeptieren lernt, ob man den Mut hat aus eingefahrenen Bahnen auszubrechen, oder ob man sich gar bis zu seinem letztem Tag etwas vormacht, ist ein äußerst schmaler Grat und letztlich eine anthropologische Konstante. Das Ergebnis aber, dies ist gewiss, ist Ungewiss und eben auch oftmals tragisch

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

Nach dem mit fünf Oscars ausgezeichneten "American Beauty" und dem ebenfalls mehrfach ausgezeichneten "Road to Perdition" inszeniert Sam Mendes (Ehemann von Kate Winslet) erneut ein...

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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6.0Ganz gut

[...] Wenn sich die Eheleute hier dann verbal in Stücke reißen und schönstes Möbelinventar zu Bruch geht, möchte man Winslet und DiCaprio eigentlich bei gar nichts anderem mehr zusehen. Das mag so klingen, wie es gewiss nicht inszeniert ist - Mendes hält sich mit ausgestelltem Zynismus, so wie er in "American Beauty" einen faden Beigeschmack hatte, auffällig zurück -, doch lässt sich schwer leugnen, dass die beiden Hauptdarsteller ganz und gar in ihren intensiven Rollen aufgehen. So dramatisch flogen Ehe-Fetzen im Kino seit "Wer hat Angst vor Virginia Wolf?" nicht mehr. [...]

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TheCorey: MovieMaze

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7.5Sehenswert

„You’re the most interesting person I’ve ever met“, erklärt April (Kate Winslet) 1948 ihrem Freund Frank. Auf einer Party hatten sich die ambitionierte Schauspielerin und der Kriegsveteran kennen gelernt. Beide lachen und philosophieren über Paris, jene Stadt, der Frank im Zweiten Weltkrieg verfallen ist und die er seitdem wieder besuchen möchte. Dort seien die Menschen noch frei, versichert er seiner Freundin. Doch es kommt alles anders als geplant. April wird schwanger und Frank nimmt einen Job in der ehemaligen Firma seines Vaters an. Er mag den Job nicht und es beschämt ihn, wie sein Vater geendet zu sein, gesteht er an seinem 30. Geburtstag sieben Jahre später einer Sekretärin seiner Firma. Kurz darauf steht er in ihrem Zimmer und bindet sich die Krawatte. Es hat sich viel getan in den vergangenen sieben Jahren seit die Wheelers in ihr weißes Haus in der Revolutionary Road gezogen sind. Dem ersten Kind folgte ein zweites, hauptsächlich um sich selbst zu beweisen, dass die Älteste kein Unfall gewesen sei. Was als Übergang geplant war, ist zur Routine verkommen. Die Ehe ist in ihrem verflixten siebten Jahr am Bröckeln.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.5Ausgezeichnet

Mendes' Film ist eine abgründige Studie der westlichen Ehe. Manchmal erinnert er an "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" oder Bergmans "Szenen einer Ehe", dann wieder an Satiren von Woody Allen und die Suburbia-Filme von Todd Solondz ("Happiness") und Todd Fields ("Little Children"). Wie letztere ist auch "Zeiten des Aufruhrs" vor allem eine überaus hellsichtige und berührende, mitunter auch bittere Betrachtung über Entfremdung, Hoffnungslosigkeit und Angst vor der Freiheit. Ein Angriff auf das vermeintlich "normale Leben", auf blindes Sicherheitsdenken und unsere ganz alltägliche Feigheit.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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9.0Herausragend

Sam Mendes, der mit American Beauty schon einmal eine zeitgenössische Variante von Lebenslügen in der Vorstadt gedreht hat, ist wiederum ein Regisseur mit einer ausgeprägten Vorliebe für tableauhafte Bilder, in denen er nichts dem Zufall überlässt. Das selbstzerstörerische Wirken der Wheelers fasst er in Einstellungen, die sie und ihr stylishes Ambiente wie in einem Coffetable-Book festhalten, aus dem es kein Entkommen gibt. Das Vorhaben des Paares, aus dem verhassten Alltag der Vorstadt auszubrechen, um nach Paris zu gehen, löst sich denn auch alsbald in Luft auf.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Sam Mendes findet in seiner zweiten Bloßlegung (nicht nur amerikanischer) Lebensleere Bilder und Momente unendlicher Einsamkeit. Die ungelebten Träume in leeren Blicken, der klägliche Spott der ganz großen Feiglinge, die sich über das Scheitern der verzweifelten Träumer mokieren, all das schickt einen tief erschüttert ins Leben zurück. Auch dank des großartigen, konzentrierten Schauspiels, das ohne viel Drumherum, ohne Action den Film trägt. Grandios wie Leonardo DiCaprio und Kate Winslet durch die Zustände von Öde, Hoffnung, Desillusion und Hass gehen. Ein Drumherum ist allerdings sehr wichtig, die Kulissen und Kostüme, die das Jahr 1955 glaubhaft machen und trotzdem die Figuren atmen und lebendig lassen.

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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8.0Ausgezeichnet

Ein unschlagbarer Film, auch wenn die Adaption der Novelle von Richard Yates fehlerhaft ist.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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8.0Ausgezeichnet

Sam Mendes injiziert ein paar Milligramm Hoffnung in die Filmversion von Richard Yates' Novelle von 1961. Ein vernichtend kritisierendes Porträt einer Ehe in den 50er, aufgebaut auf Stöcken, Stroh und Einbildung.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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10.0Herausragend

Dieser Film ist so gut, er ist unschlagbar. Viele Leute glauben, ihre Eltern verstehen sie nicht. Was ist, wenn sie sich selbst nicht verstehen?

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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8.5Ausgezeichnet

Revolutionary Road zeigt die Chronik eines immer bedeutungsloseren Lebens eines jungen Paars, die den Amerikanischen Traum in einem Vorort in Connecticut leben. Der Film entspricht nicht ganz dem Kaliber des Richard Yates-Romans, der tief nuanciert und reich an Untertönen ist. Aber die Schauspielerleistungen sind grandios, und der Film hat wunderschöne Bilder. Zudem ist der Dialog, der größtenteils direkt dem Roman von Yates entnommen ist, besonders kontemplativ und prägnant.

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alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

Leonardo Di Caprio und Kate Winslet stützen Sam Mendes Sittenporträt der prüden 50er Jahre der USA. Das vordergründige Ehedrama wirkt bisweilen wie ein Prequel zu Mike Nichols „Who’s Afraid of Virginia Woolf“ in dem die Weichen für die später seelisch vernarbten Martha und George gestellt werden. Mendes Inszenierung beeindruckt besonders in den ersten sieben Minuten. Der gefeierte Regisseur bildet in einem zeitlich knappen Rahmen die gesamte Klaviatur der Gefühlswelt ab – eine derartig pointierte Charakter- und Setting-Einführung – wie hier das Leben und Platzen des White American-Vorstadttraums – war selten gesehen. Die folgenden existenzialistischen Fragen der US-Mittelklasse über Träume, Sehnsüchte und der Angst vor Veränderung leben hauptsächlich von dem ambitionierten Spiel der beiden Protagonisten, die sich wunderbar ergänzen. Obwohl die Winslet eigentlich kaum gefordert gewesen sein dürfte, da sie in „Zeiten des Aufruhrs“ einmal mehr die frustrierte…

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Kommentare (99) — Film: Zeiten des Aufruhrs

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Starker, insgesamt sehr gelungener Film, der recht zurückhaltend inszeniert wurde und vor allem auf das Können seiner beiden Hauptdarsteller setzt. Leonardo DiCaprio und Kate Winslet können ihr Talent hervorragend ausspielen und machen "Revolutionary Road" für mich absolut sehenswert, auch wenn mich die grundsätzliche Story, obwohl gefühlvoll und aufwühlend erzählt, nicht voll und ganz begeistern konnte.

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lastadiel

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Bewertung7.5Sehenswert

Endlich mal ein Film, der die Schattenseiten der sonst gerne einseitig idealisierten 50erjahre zeigt, die Depression, die Enge. Dabei lebt der Film sehr von seinen beiden Hauptdarstellern, die Ehekrach so richtig überzeugend nachstellen.

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Spielberg_Fan

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Bewertung9.0Herausragend

Die Dramen einer Ehe oder besser gesagt, Geschichten die das Leben so schreibt. „Zeiten des Aufruhrs“ ist nicht nur ausgezeichnetes Schauspielkino vom Feinsten, sondern auch ein Spiegelbild der Gesellschaft der 50er Jahre. Aber die Thematik, welche der Film anspricht, nur auf die 50er Jahre zu beschränken, wäre ein Trugschluss. In unserer Gegenwart ist der Stoff des Films nach wie vor aktuell. Zwei Personen treffen sich im Leben und entwickeln gegenseitig Sympathien füreinander. Sie verlieben sich, heiraten, bekommen Kinder und finden ein ruhiges Zuhause in einem putzigen Vorort. Doch der Schein trügt. Beide Parteien stellen mit der Zeit immer mehr fest, dass sie sich ihr Leben anders vorgestellt haben. Der Job wird nur gemacht, weil man ihn machen muss, man ist Hausfrau, weil es die Gesellschaft so verlangt (jedenfalls in den 50er Jahren), die Kinder sind auch nur aus Versehen entstanden und zwingen so das Paar zu einem völlig geregelten Leben. Und mit all dieser Unzufriedenheit beginnt der große Bruch in einer Beziehung. Man redet aneinander vorbei, geht fremd, um wenigstens ein Abenteuer zu erleben und bei manchen löst dieser Zustand sogar erheblich Depressionen aus, die böse enden können. Genau das thematisiert „Zeiten des Aufruhrs“ mit einer Stille, die immer mehr auf den großen Sturm zu steuert.

Durch Leonardo DiCaprio und Kate Winslet, welche das gescheitert Ehepaar mit einer hervorragenden Leistung spielen, wird „Zeiten des Aufruhrs“ unter der Regie von Sam Mendes zu einem beeindruckenden Gesellschaftsdrama.

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tobiwankenobi

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Hattest du den nicht vor paar Wochen noch als Lieblingsfilm markiert?


Spielberg_Fan

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Ja, aber nach der dritten Sichtung jetzt musst ich leichte Abstriche machen. Die Magie der erstmaligen Sichtung fehlte irgendwie...


aundo

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Bewertung10.0Herausragend

selten so eine unglaubliche schauspielerische leistung gesehen und gefühlt!

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hollygolightly1

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Bewertung9.0Herausragend

Als erstes dachte ich ja, "Das wird bestimmt wieder ein Titanic-ähnlicher Liebesfilm, wenn Leonardo DiCaprio und Kate Winslet da mitspielen", umso überraschter war ich, als ich ihn dann sah. Ironischerweise ist es eher ein Anti-Liebesfilm und die beiden spielen hervorragend!
Der Film ist so tiefgründig und faszinierend, dass ich ihn nicht einmal wirklich beschreiben kann.
Sehr überzeugend fand ich hier auch den Soundtrack. Er ist wundervoll und passt einfach perfekt zur Handlung!

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Janus Winter

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Bewertung7.5Sehenswert

Na was soll man bei der grandiosen Romanvorlage von Richard Yates auch falsch machen. Außer dass man im Vergleich verliert. Dass Thomas Newman eine (fast schon dreist kopierte) Variante seines AMERICAN BEAUTY Soundtracks anbietet, ist die einzige Überraschung. Kate Winslet spielt gewohnt oscarreif. Soll keine Beleidigung sein...

Bunnyfaktor: 6,5 (Leo ist nicht so mein Ding:)

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

April und Frank Wheeler sind eigentlich zwei vollkommen verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und es darf bezweifelt werden, dass es jemals Liebe war, die sie zusammengeführt hat. Oder aber ihnen ist die Liebe mit den Jahren allmählich abhanden gekommen. In Kästners Gedicht "Eine sachliche Romanze", in dem es um ein Paar geht, das sich in ihrer Beziehung immer weiter voneinander entfernt hat, heißt es etwa:

"Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut."

So geht es auch den Wheelers. Während Frank in einem Beruf arbeitet, den er im Grunde nur aus finanziellen Zwängen ausübt, fristet April ein Leben als Hausfrau in den biederen 50er Jahren. Ihr Traum von einem Leben als Bühnenschauspielerin erfüllte sich nicht und so fügte sie sich gezwungenermaßen in die gesellschaftlichen Konventionen von Kindern, Heim und Herd, denen sie nur zu gerne entfliehen wollte. Im Prinzip sind alle Worte zwischen Frank und April gewechselt. Sie reden zwar miteinander, aber zu oft aneinander vorbei. Schließlich fasst April den Entschluss, der "hoffnungslosen Leere" ihres Daseins entschieden entgegenzuwirken und ein neues Leben in Europa zu beginnen. Zunächst kann sie den widerwilligen Frank von dieser Idee überzeugen, als dieser jedoch unverhofft die Chance erhält, Karriere in seiner Firma zu machen, verwirft er die Pläne, zerstört die Hoffnungen seiner Frau auf einen Neubeginn und schwört damit eine Katastrophe herauf.
"Zeiten des Aufruhrs" lebt von der berühmt-berüchtigen Chemie zwischen den Darstellern Leonardo DiCaprio und Kate Winslet, die perfekt miteinander harmonieren und dadurch absolut glaubwürdig das Ehepaar verkörpern. Schauspielerisch liefern beide Protagonisten eine absolute Glanzleistung ab. Die "Szenen einer Ehe", die eigentlich längst zu einer Zweckgemeinschaft zum Wohle der Kinder verkommen ist, ermöglichen einen Blick auf eine Gesellschaft, die in ihren Werten und Normen erstarrt ist. Selbstverwirklichung und Individualismus werden als Sinnbilder für Träumereien verstanden, die mit der Realität nichts mehr gemein haben. "Zeiten des Aufruhrs" wirft auch die Frage auf, was wir aus unserem Leben machen oder zu was wir durch die Gesellschaft gemacht werden. Wer befindet sich in der Traumwelt? Diejenigen, die dem Herdentrieb folgen und die Erwartungen erfüllen, die die Gesellschaft an sie stellt und die ihr Leben leben, ohne wirklich gelebt zu haben? Oder diejenigen, die erkennen, dass es nur dieses eine Leben gibt und man dieses nicht damit verschwenden sollte, Dinge zu tun, die von anderen aufoktroyiert werden.
Die Tragik der Wheelers ist, dass ihre Beziehung am Widerspruch zwischen Pflichterfüllung und individuellen Bedürfnissen zerschellt. "Zeiten des Aufruhrs" ist ein gut inszeniertes Gesellschaftsdrama mit einigen wenigen Längen, das vor allem dank des sehr gut aufspielenden Schauspielensembles zu überzeugen weiß. Dennoch kann es emotional nicht so sehr berühren wie vergleichbare Werke. Regisseur Mendes seziert wie durch ein Brennglas eine Durchschnittsfamilie der 50er Jahre und deshalb wirkt der Film für meinen Geschmack etwas zu kühl und zu distanziert. Zweifellos ein guter Film, aber kein Meisterwerk.

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BadGuardian

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

wirkllich ein überwiegend ruhiger film. aber alles in einer tollen atmosphäre es hat wirklich spaß gemacht.;) der sex der beiden war auch geil*.*

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Lea<33

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Bewertung5.0Geht so

Die Schauspieler sind herausragend, DiCaprio ist eine Wucht und Kate Winslet steht eine tragische Rolle einfach zu gut, da gibt es keine Zweifel. Der Score ist ein Traum, die Kameraführung fängt mit den kalten, klaren Bildern die Hoffnungslosigkeit der Wheelers perfekt ein, die Trostlosigkeit eines Vorstadtlebens.
Warum kann ich mich aber trotzdem nicht dem allgemeinen Lob, meinen hohen Erwartungen und der vielversprechenden Vorhersage von 8.0 anschließen?
Zum einen wäre da einfach, dass ich das Ehe-Drama gedanklich die ganze Zeit mit dem Klassiker "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" verglichen habe und das Titanic-Dreamteam gegen die keifende Taylor und den bombastischen Burton einfach nicht wirken. Mir ist schon klar, dass die Filme verschieden sind und 'Revolutinary Road' das zynische Augenzwinkern fehlt, dass den eben genannten Film ausmacht, aber Mendes Ehedrama ist irgendwie blutleer. Nicht belanglos, nein, sondern nicht berührend und ergreifend sind die zwei Stunden an mir vorbeigezogen. Außerdem kann ich so manches am Film einfach nicht nachvollziehen:
Die Charaktere sind blass gezeichnet, Aprils Handlungen für den Zuschauer unnachvollziehbar aneinandergereiht und einige Aspekte sind einfach nicht stimmig. Was ist mit den Kindern? Die scheinen im Eheleben nicht die geringste Rolle zu spielen. Die Gesellschaftskritik kommt erst am Ende etwas zur Geltung und außer Michael Shannons genialen Auftritten fehlen dem Film einfach jegliche Schlüsselszenen, die aha-Momente also.
Anfang top, Ende ebenso, dazwischen funktioniert "Revolutionary Road" trotz bester Vorraussetzungen für mich trotzdem nicht wirklich, irgendetwas fehlt da, genau benennen kann ich's nicht. Schade.

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stalker

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Das Buch, und alle anderen von Richard Yates eigentlich auch, ist ganz große Literatur.


Lea<33

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Werd ich nachholen, danke für den Tipp!


BibbelDiBubb

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Bewertung9.0Herausragend

Eines vorneweg: 90 Prozent der freien deutschen Filmtitelübersetzungen sind echt das Letzte. Wenn man schon unbedingt, warum auch immer, einen deutschen Filmtitel haben will, weil man die Zielgruppe für zu doof für den englischen hält, und wenn die eigene Kreativität nur für schwülstige, pseodonachdenkliche und nichtssagende Namen reicht, sollte man einfach die Originaltitel übersetzen oder es ganz lassen. Danke.

Zum Film: In "Titanic" waren ihre Leistungen bestenfalls akzeptabel, aber dafür wurden sie zum Filmtraumpaar schlechthin. Hier sind sie alles andere als ein Traumpaar, dafür aber spielen DiCaprio und Winslet, die sich in den vergangenen Jahren zu den mitunter besten Schauspielerin ihrer Generation gemausert haben, grandios. Es ist ihr Talent, das den Film trägt, ihre Leidenschaft und ihr Hass, was den Zuschauer mitreißt. "Revolutionary Road" ist keine Liebesgeschichte im klassischen Sinne, sondern ein Porträt der verpassten Chancen, der sterbenden Träume und dem verheerenden Schatten des Alltags, und vielleicht gerade deshalb ein Film über die Liebe - nicht über das Verliebtsein, wie es in etlichen seichten Komödien thematisiert wird, sondern über Liebe, wie sie wirklich ist: Manchmal wunderschön, aber auch zermürbend, ein ewiger Kampf und manchmal zum Scheitern verurteilt.
"Revolutionary Road" fesselt einen deshalb so sehr, weil man genau weiß: Das könnte auch meinen Freunden passieren, meinen Eltern, meinen Nachbarn (und mir)...

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stalker

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Und als Dessert unbedingt den Roman lesen, um diese große Geschichte abzurunden.


BibbelDiBubb

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@ stalker: Danke für den Tipp, werde ich machen :)


Max...

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Aufruhr ist es tatsächlich gewesen. Ein Aufruhr in mir selber. Ich neige dazu, wenn niemand zusieht, die Filme so intensiv zu schauen, dass sie mich völlig einschließen. Und das war bei REVOLUTIONARY ROAD auch so. Ich hatte den Film schon im Kino gesehen, kaufte ihn mir vor einigen Wochen auf DVD. Als ich ihn eines Abends alleine schaute, war ich mal wieder so intensiv im Film vergraben, dass ich nach dem dramatischen Ende völlig aufgelöst war.
Kate Winslet und Leonardo DiCaprio sind ohne Zweifel eine der größten Schauspieler und eventuell das beste Duo, was ich je gesehen habe. Leonardo DiCaprio spielt sehr gut. Aber was Kate Winslet hier abliefert ist unglaublich. Sie spielt die April so intensiv und so authentisch und das ohne viel Gejammere. Man braucht ihr nur ins Gesicht zu schauen und man sieht alle Leiden der April. Dafür wurde sie auch zurecht mit dem Golden Globe ausgezeichnet.
Nicht zu vergessen auch die gute Leistung von Michael Shannon, der mit dem verrückten Charakter den Film deutlich auflockerte. Es ist doch wirklich erstaunlich, dass nur ein Verrückter dazu fähig war, April und Frank mal die Wahrheit vor Augen zu halten, wo sie doch tagtäglich mit "normalen" Leuten zutun haben. REVOLUTIONARY ROAD ist ein Film, der einem an manchen Stellen wirklich grotesk erscheint. Doch er regt zum Nachdenken an und ist so wunderbar ehrlich.
Apropos: Auch die "unsinkbare Molly Brown" war mit von der Partie. Sie spielte die Mutter des Verrückten und die Maklerin, die Frank und April das Haus verkauft hatte.
Abschließende Worte zu finden sind nun schwer. Der Film ist nicht leicht. Er ist an vielen Stellen sehr langatmig und anspruchsvoll. Er ist nicht das, was sich viele vielleicht vorgestellt haben, er ist nämlich keine Liebesschnulze, sondern ein verzweifeltes Liebesdrama. Aber der Film hat eine immens lange Nachwirkung. Es ist und bleibt Geschmackssache, aber für mich stellt REVOLUTIONARY ROAD eines der besten Dramen dar, die ich je sah.

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moviee

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich gebe zu, ich stehe auf Dramen. Ich stehe auf leise Dramen, die ohne viel Worte auskommen und doch irgendwie eine Botschaft übermitteln. Aber ich stehe definitiv nicht auf Dramen, die vollkommen monoton und reizlos über zwei elendig lange Stunden hinweg vergeblich versuchen Gesellschaftskritik zu äußern.

Selten habe ich ein so belangloses und mageres Ehedrama gesehen, dass dermaßen hoffnungslos überschätzt wird. Lediglich die guten Schauspielleistungen bewahren den Film vor einem noch vernichtenderen Urteil. Der Rest ist und bleibt aber absolut entbehrlich.

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Punsha

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@Sigmund: Bin im selben Alter und mir gefällt er sehr, auch da ich das Denken der Protagonisten nichtsdestotrotz nachvollziehen kann. Also pauschalisieren kann man das nicht. :)


Sigmund

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Da hast Du natürlich Recht, Punsha: Filmwahrnehmung ist so komplex, dass man sie meistens nicht auf einen oder zwei Faktoren herunterbrechen kann. Trotzdem entbehrt es nicht einer gewissen Komik, wenn ein 17jähriger ausgerechnet eines der lebensklügsten und differenziertesten Hollywoodwerke der letzten Jahre als "belanglos", "entbehrlich" und "überschätzt" beurteilt.
Demnächst schreibt das wahrscheinlich ein 9jähriger über SZENEN EINER EHE :D


HollyHoliday

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Bewertung6.5Ganz gut

John Givings: Hopeless emptiness. Now you've said it. Plenty of people are onto the emptiness, but it takes real guts to see the hopelessness.

Es ist doch sehr interessant wie das Ende eines Filmes nochmal einen alles überdenken lässt was man gerade gesehen hat. Nun ich muss zugeben in etwa der Hälfte des Filmes war ich schon dazu geneigt einen anderen Sender einzuschalten und etwas anderes zu schauen, doch ich blieb hängen. Zum Gunsten des Filmes, denn er regt wirklich zum Nachdenken an.
Dieses Trugbild, des perfekten Paares, des perfekten Lebens und der Wunsch des Entfliehens, dem Entfliehen in ein anderes Leben, in der man nicht dem alltäglichen Trott verfallen ist. Dies alles zeigt einem der Film, wenn auch vielleicht in einer erst sehr eigentümlichen Art.

[spoiler]
Der Film beginnt mit einem Streit des jungen Paares, man merkt wie unzufrieden beide mit ihrem konventionellen Leben sind, welches sie am Anfang ihrer Beziehung stets verachtet haben.
Die Beziehung der Wheelers verbessert sich erst als er ihrer Idee zustimmt nach Paris auszuwandern. Man merkt wie April (Kate Winslet) erst nach dem Entschluss, Hoffnung fasst und sich die Liebe zu ihrem Mann Frank (Leonardo DiCaprio) wieder neu aufblüht.
Als sie jedoch schwanger wird und ihre Pläne für Paris zum Scheitern verurteilt sind dreht sie durch, sie wird förmlich verrückt, ein Leben zu führen, welches sie sich nie für ihre Zukunft erträumt hat.
Als sie jedoch ihrem Mann nach einem heftigen Streit, in dem sie äußerte, dass sie ihn hassen würde, am Morgen eine perfekte Welt vorspielt und beginnt ein normales alltägliches Leben zu führen, nimmt sie, als er das Haus verlassen hat, selbst eine Abtreibung vor, welche zu spät zu Stande gekommen ist und sie deshalb das Leben kostet – vermutlich sogar beabsichtigt.
[/spoiler]

Eine echte Bereicherung war John, der Intelektuelle aus der Irrensnastalt, für den Film, denn er gab, wenn auch oft auf eine sehr beängstigende Weise seine Meinung kund. Viele Szenen waren mir persönlich zu „anders“, da ich mich auf einen wundervollen Liebesfilm eingestellt habe und einfach nicht sehen wollte wie jeder jeden in diesem Film betrügt, weil alle unzufrieden mit der Situation und dem Leben sind.
Auch ertappte ich mich dabei wie ich öfter dachte, dass der Film eigenartig sei und irgendwie seltsam, doch wenn ich so darüber nachdenke hat er manches Wahres an sich, wenn auch nicht auf so eine verrückte Art.

Zum Schluss möchte ich noch sagen dass Mister Givings Senior echt kuhl ist, denn welcher Mann hätte nicht ein Hörgerät, welches er leiser stellen kann, wenn die Frau wieder Stumpfsinn und Tratsch weitergeben muss!

Und trotz diesen Kommentares weiß ich immer noch nicht genau was ich von dem Film halten soll...

April Wheeler: Tell me the truth, Frank, remember that? We used to live by it. And you know what's so good about the truth? Everyone knows what it is however long they've lived without it. No one forgets the truth, Frank, they just get better at lying.

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Haschbeutel

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Feiner Kommentar :)


HollyHoliday

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danke <3


Magnolia

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Bewertung5.0Geht so

zweifellos stellen kate winslet und leonardo dicaprio mal wieder ihr talent unter beweis, aber "zeiten des aufruhrs" war nicht so meins. der film hat mich einfach nicht mitgerissen.

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alex023

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Bewertung4.5Uninteressant

„Hopeless emptiness. Now you've said it. Plenty of people are onto the emptiness, but it takes real guts to see the hopelessness.“

Viel erwartet habe ich mir von REVOLUTIONARY ROAD nicht, war eher ein Zufall, dass ich da 'reingezappt habe. Doch Leonardo DiCaprio sehe ich immer wieder gerne, er spielt einfach fantastisch. So wie auch hier. Dennoch weiß ich nicht so recht, was ich von dem Film halten soll. Einerseits ist er sehr melancholisch und regt zum nachdenken an, doch das machen viele Filme. Und viele Filme machen das besser, weitaus besser. Denn hier fühlt man einfach nicht dieses besondere, das fehlt total. So ist der Film sogar ein Stück weit langweilig, vielleicht aber auch nur langatmig. Schwierig, diesen Film zu beurteilen, der sicherlich seine Fans haben wird, dennoch konnte er mich nicht vollends überzeugen. Dementsprechend hat er mir auch nicht so gut gefallen, wie es hätte sein können. Schade, sei's drum.

Hey, mein 444. Film.

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FilmFreeza

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seh ich genauso :) .. gratulation zu deinem 444. :D


Benni-THE-KING

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Bewertung6.5Ganz gut

Manche Bücher brauchen einfach keine Verfilmung.
Und Kate Winslet braucht eh niemand...
Handwerklich natürlich ein guter Film.

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Benni-THE-KING

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ähm nein?
nur weil du in Kate Winslet verliebt bist, werd ich doch nicht meine Meinungen begründen. Wo kommen wir denn dahin


FilmFreeza

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oh mein lieber, da interpretierst du jetzt aber viel hinein :D Liebe und Respekt sind zwei paar Stiefel, auch wenn in der Lieber immer Respekt für den Partner vorhanden sein sollte, aber jetzt schweife ich ab, und natürlich kann ich dein Standpunkt mit dem argumentieren nicht verstehen, wobei doch. Argumente zu verfassen und finden .. mhmm .. dann würde sich dein Kommentar schon gar nich mal halb so cool anhören, weil die Argumente Schwachsinn wären ;)


Lolly***

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film, der vor allem zum Nachdenken veranlasst. Wie schnell eine auf den ersten Blick geradezu perfekte Ehe durch einen einzigen Schicksalsschlag ruiniert werden kann, verwundert total. Einige der besten Aspekte von 'Zeiten des Aufruhrs' waren für mich definitv die hitzigen Wortgefechte und tolle Art und Weise, wie das Dreamteam aus Titanic gespielt hat. Leonardo di Caprio und Kate Winslet sind nach wie vor eine gute Mischung.
Das Paar im Film wirkte in den ersten Szenen so charmant und herzlich, dass der Zuschauer ihm eine bessere Zukunft wünscht, aber das Ende ist dann ganz anders, als erwartet.
Die Zielgruppe sind eher Erwachsene, da ich die Geschichte in jüngeren Jahren nicht ganz verstanden hätte.

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FilmFreeza

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film ist aus , und ich weiss nicht wirklich was man hier gerade gesehen hat.
Ich weiss nicht, wie ich den jetzt wirklich finden soll bzw, ob ich jetzt besonderst enttäuscht sein soll oder ob es eigentlich ok war.
Alles ziemlich verwirrend.
Eins kann man zumindest sagen, der Film weis zu bannen und den Zuschauer quasi an der Leine zu halten, aber mehr auch nicht.
Bei einem Drama erwarte ich einfach, dass ich wirklich mitfühlen kann, dass die Emotionen auf einen übertragen werden und dass man mitleidet bzw. in guten Zeiten sich mit freut.
Das wurde hier nur teilweise erfüllt, und zwar in den Guten Tagen, was zweifellos daran liegt, dass Kate Winslet und Leonardio di Caprio zwei mega sympathische Schauspieler sind und deshalb auch ein mega sympathisches Päärchen abgeben.
Ich denke aber eher, dass ich mich gefreut habe, díe beiden mal wieder zusammen auf der Leinwand zu sehen, also dass es nicht mal unbedingt mit dem Film an sich zutun haben muss.
Die Idee an sich ist gut, zwei Menschen die sich lieben und gegen den Strom schwimmen wollen, sich nicht von dem langweiligen Alltag einkriegen lassen wollen sondern schon erst gar keine "Alltag" aufkommen lassen wollen, indem sie das Leben in vollen Zügen geniessen. Doch nach und nach plagt sie die Erkenntnis, dass sie auch nicht anders sind als die Leute die sie eigentlich so verachten.
Der Film plätschert vor sich hin und hat weder besondere Höhepunkte, noch irgendwelche Tiefpunkte und so schwindet eigentlich recht schnell das Interesse.
Davon kann auch die wie gewohnt ganz starke Schauspielleistung di Caprio´s und Kate Winslet´s nciht ablenken, was ich wirklich zutiefst bedauere, weil ich wirklich nur noch mal betonen kann , dass hier zwei meiner absoluten Lieblingsschauspieler am Werk sind.
Dennoch , würde ich nicht sagen, dass der Film Zeitverschwendung ist, da die Story konsequent und sehr detailliert zu Ende erzählt wird, was einen wie gesagt, dann doch irgendwie zwingt dranzubleiben.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Kate und Leo egal wie schlecht man den Film eigentlich auch fand, immer noch herausstechen und ihr Ausnahmetalent wieder imposant zum Ausdruck bringen, ansonsten gibt es definitiv empfehlenswertere Filme.

P.S. JERRY <3

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KonTaicho

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

War'n wir auf der Flucht
Sollte es so sein
War es zu intensiv
Oder war'n wir nicht soweit
War es die Erlösung
Der Weg ins Freie
Der Wind des Schicksals
Oder nur das Nichtverzeihen

Boehse Onkelz -Für immer

Eine Begegnung-Zwei Menschen-Ein Augenblick-Zwei Schicksale-Eine Liebe.
Sie waren das perfekte Paar, so sagt es jeder, der sie gekannt hat. "So süß ihr zwei zusammen; ihr seid etwas besodneres; ein Paar für die Ewigkeit."
Das pflegten sie auch zu uns immer zu sagen..
Doch nichts währt ewig.
Nichts ist perfekt.
Keiner schaut hinter die Kulissen, niemand weiß, wie es wirklich ist.
Erst, wenn der Vorhang fällt, und es keiner fassen kann.. erst dann werden sie sehen, wie es wirklich war.

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MA_RiO

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Sehr schön. Lässt mich nur noch mehr auf heute Abend freuen :)


Amadis

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Bewertung9.0Herausragend

Die Buchvorlage zu diesem Film von Richard Yates gehört zu meinen absoluten Lieblingswerken. Umso skeptischer ging ich an diesen Film. Selten gelingt es Bücher, die sich vor allem durch psychologische Tiefe auszeichnen, filmisch gut umzusetzen. Um es kurz zu machen, ich war echt beeindruckt wie kongenial das ganze hier wiedergegeben wurde. Es gibt nicht selten ganze Textpassagen, die 1:1 aus dem Roman übernommen wurden. Auch wenn der Film nie die Tiefe des Buches zu erreichen vermag, ist das hier wirklich grosses Kino, das dem Buch alle Ehre macht. Die schauspielerische Leistung von Kate Winslet und Leonardo DiCaprio ist hervorragend und beeindruckend.

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Deine Meinung zum Film Zeiten des Aufruhrs

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