Das ist das Ende

Diktator Kim Jong-un verurteilt James Francos Attentat

23.06.2014 - 19:00 Uhr
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Poster zu The Interview.
© Columbia Pictures
Poster zu The Interview.
In ihrem neuen Film The Interview planen James Franco und Seth Rogen ein Attentat auf den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un. Dieser hat sich jetzt offiziell über einen Pressesprecher zum Film geäußert und ist scheinbar not amused.

Für die Freunde Seth Rogen und James Franco ist alles ein Spaß. Kaum ein Satz verlässt ihre lausbübischen Lippen, der keine Ironie oder Pointe trägt. Kim Jong-un, der Diktator des Landes Nordkorea, versteht dagegen überhaupt keinen Spaß. Nicht, wenn es um die Methoden geht, politische Gegner zu erziehen, und schon gar nicht, wenn jemand einen satirischen Film in die Kinos dieser Welt bringt, der sich mit den Plänen eines Journalisten-Duos (Rogen und Franco) befasst, ein Land von seinem Tyrannen zu erlösen.

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Mit ihrer politischen Satire The Interview bringen Rogen und Franco die nordkoreanische Regierung ordentlich auf die Palme: “Dies zeigt die Verzweiflung der amerikanischen Regierung und ihrer Gesellschaft.”, sagt ein Pressesprecher des Diktators und meint damit ebenjenen Film The Interview, in dem Rogen und Franco zwei Journalisten spielen, die ein Interview mit Kim ergattern, von der CIA aber dazu gedrängt werden, diese Möglichkeit für ein tödliches Attentat zu nutzen. Der entrüstete Regierungssprecher weiter: “Ein Film über ein Attentat gegen einen ausländischen Führer spiegelt wieder, was die USA in Afghanistan, dem Irak, Syrien und der Ukraine angerichtet haben. Und wir sollten ebenfalls nicht vergessen, wer den Präsidenten John F. Kennedy getötet hat – Amerikaner.” So solle auch der derzeitige amerikanische Präsident Barack Obama auf der Hut sein, wo doch möglicherweise seine Armee plane, ihn zu beseitigen. So wird Kim Myong-chol, der inoffizielle Sprecher der Partei, unter anderem vom englischen Guardian zitiert.

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Satiren über Diktatoren noch während deren Machtperioden kennen wir ja bestens von Charlie Chaplin. Und gleichsam gehen die Amerikaner mit ihren eigenen Präsidenten nicht unbedingt zimperlich um. James Franco nimmt die Äußerung seitens des Staates Nordkoreas selbstverständlich ebenfalls nicht ernst. Vielmehr wird er in der unverhofften (oder gar kalkulierten) politischen Aufmerksamkeit die perfekte PR erkennen, die sie ist. Francos Twitterkommentar: Scheinbar plant Kim Jong-un, sich unseren Film The Interview anzusehen. Ich hoffe, er mag ihn!" Die Ermordung des Kim Jong-un durch den Feigling James Franco wird in The Interview wohl wie geplant stattfinden.

Was glaubt ihr? Ziehen Franco und Rogen nun die Schwänze ein?

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