Ekel-Horror The Void: Ein derber Genuss für John Carpenter-Fans

29.07.2020 - 15:00 Uhr
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© Ascot Elite
The Void
In The Void wird den großen Horror-Vorbildern aus den 70ern und 80ern gehuldigt. Der Film ist vor allem eine Liebeserklärung an John Carpenter und fesselt mit schleimigem Ekel- und Okkult-Horror.

In den letzten Jahren ist im Film- und Serienbereich eine Retro-Welle losgebrochen, die viele Produktionen maßgeblich beeinflusst hat. Eine populäre Serie wie Netflix' Stranger Things wäre ohne Filme wie E.T. und Die Goonies wohl nie entstanden, während auch das moderne Horrorkino zuletzt immer wieder stark von früheren Genre-Größen wie John Carpenter inspiriert wurde.

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Für Horror-Fans

Ein deutlicher Vertreter dieses Trends ist auch der Horrorfilm The Void des kanadischen Regie-Duos Steven Kostanski und Jeremy Gillespie. Auf Tele 5 könnt ihr euch heute um 22:00 Uhr den ekligen Schocker anschauen, der mit herrlich handgemachten Spezialeffekten, absonderlichen Kreationen und einem stimmigen Mix aus Body- und Okkult-Horror auftrumpft.

Einen ersten Vorgeschmack von The Void bietet euch der Trailer

The Void - Trailer (Deutsch) HD
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The Void wühlt sich durch ein halbes Jahrhundert Horrorfilm-Geschichte

In The Void wird ein verlassenes Krankenhaus in einer amerikanischen Kleinstadt zum Schauplatz des Grauens, nachdem der Polizist Carter mit einem bewusstlosen, verletzten Mann dort ankommt. Nach kurzer Zeit wird das Gebäude, in dem sich sonst nur ein paar weitere Menschen befinden, von sektenähnlichen Gestalten in weißen Roben umstellt. Die wollen mit aller Gewalt verhindern, dass irgendjemand das Krankenhaus verlässt.

Es dauert nicht lange, bis das Regie-Duo die Situation in The Void brutal eskalieren lässt. Eine mit dem Skalpell durchstochene Halsschlagader, eine Schere, die durch das Auge in den Schädel eines Patienten gerammt wird, eine Ärztin, die sich selbst die Haut vom Gesicht schneidet und monströse Verformungen mit tentakelartigen Auswüchsen sind erst der Anfang. Immer mehr wandelt sich der Horrorfilm zum derben Zitatereigen, für den sich die Regisseure durch ein halbes Jahrhundert Horrorfilm-Geschichte wühlen.

Das spannend verdichtete Belagerungsszenario an einem Schauplatz erinnert unweigerlich an John Carpenters Assault - Anschlag bei Nacht, während der schleimige Body-Horror direkt dem Schaffen eines David Cronenberg oder Carpenters Klassiker Das Ding aus einer anderen Welt entsprungen sein könnten. Auch der brutale Einfluss des italienischen Kult-Horror-Regisseurs Lucio Fulci blitzt in den Splatter-Spitzen durch.

The Void

Wenn der Film von Steven Kostanski und Jeremy Gillespie spätestens im Finale völlig abdreht und okkulten Terror in kosmisch-überdimensionale Sphären führt, wird auch die klassische Literatur eines H. P. Lovecraft als Vorbild deutlich. Auch wenn The Void dadurch manchmal wie ein Best-of-Feuerwerk wirkt, dem es an originellen Ideen und einem eigenständigen Stil fehlt, ist der Film für Horror-Fans ein kurzweiliges Vergnügen, das Lust auf mehr von den beiden Filmemachern macht.

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Habt ihr The Void schon gesehen oder wollt ihr euch den Horrorfilm noch anschauen?

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