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Das Ding aus einer anderen Welt

The Thing (1982), US Laufzeit 109 Minuten, FSK 18, Science Fiction-Film, Horrorfilm, Kinostart 22.10.1982


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8.1
Kritiker
46 Bewertungen
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7.4
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7676 Bewertungen
207 Kommentare
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von John Carpenter, mit Kurt Russell und Charles Hallahan

In John Carpenter Horror Remake Das Ding aus einer anderen Welt bekommt es Kurt Russell am Nordpol mit einem Alien zu tun, das seine Basis unbemerkt infiltrieren kann.

Im Winter 1982 entdeckt ein zwölfköpfiges Wissenschaftlerteam in einer entlegenen Forschungsstation am Südpol einen Außerirdischen, der über 100.000 Jahre im Schnee begraben war. Als er aufgetaut ist, tritt der Alien in immer wieder neuer Gestalt auf, verbreitet Panik unter den Forschern und wird schließlich einer von ihnen.

Hintergrund & Infos zu Das Ding aus einer anderen Welt
Der Film basiert auf Das Ding aus einer anderen Welt von Howard Hawks und Christian Nyby aus dem Jahr 1951, auch wenn im Original das Alien noch eine Superpflanze war, die ihre Sprösslinge mit Forscherblut bewässern wollte.

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Cast & Crew


Kritiken (10) — Film: Das Ding aus einer anderen Welt

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.5Ausgezeichnet

John Carpenters Paradebeispiel für stimulierendes Spannungskino: Die Atmosphäre, zum Schneiden dick, führt selbst in den heimischen vier Wänden zu sichtbarem Atemhauch. Ein nach 100.000 Jahre befreiter extraterrestrischer Aggressor, der die 12-köpfige Besatzung einer Forschungsstation im ewigen Eis mittels Metamorphosen nach und nach dezimiert, könnte in seiner Zweifelhaftigkeit stiftenden Bedrohung kaum intensiver sein. „Das Ding aus einer anderen Welt“ ist in der dramaturgischen Justierung das offensive Gegenmodell zu Ridley Scotts „Alien“ und vermittelt die kollektive Unruhe, Panik und Paranoia innerhalb dieser Basis mit einer erdrückenden, figurativen Körperlichkeit, die in diesem expressiven Terror wirklich ihresgleichen sucht. Dazu wird hier noch jener Männlichkeitswahnsinn der 1980er-Jahre durch die schnodderig-verzerrten UND natürlich handgemachten Deformationen vortrefflich dekonstruiert. Sitzt immer noch.

33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Dahmer

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supi! endlich haste mal einen alten 80er film höher bewertet :P "shake-hands"


SoulReaver

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JackoXL: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

[...] Unglaublich packend, hochatmosphärisch und in jedem Detail perfekt inszeniert erschafft Carpenter einen beklemmenden Eiswürfel mit pfeifenden Wind, lange indizierten, wunderbaren Effekten, einem erschreckend unberechenbaren Body-Change-Szenario mit entsprechender Würdigung (dem Bluttest) und einem mal wieder brillanten Score. Bei diesem Ding stimmt einfach alles. Böse, drückend, klaustrophobisch. Angst, Beklemmung und Paranoia dominieren jede Minute, Feuer, Eis, Blut und Panik. Zwischen bisswütigen Torsos und achtbeinigen Köpfen gibt es pures Misstrauen und Bäumchen-wechsel-dich. Tolle Ausgangssituation, die Carpenter geschickt und wahnsinnig spannend einfängt, perfekt heraus kitzelt und präzise auf den Punkt. Man möchte und muss den Atem anhalten, während ein Parasit sein unsichtbares Spiel treibt und den potenziellen Wirten nichts anderes übrig bleibt, als sich gegenseitig den Strick zu drehen. Wenn das Monster sich offenbart, dann so ungemein effektvoll, das schockt selbst heute noch. Deutlich mehr, als das Ding, was 2011 auf uns losgelassen wurde. Dieses Ding ist handgemacht, schauderhaft in Bild, Ton und Wirkung und nach wie vor eine Meilenstein seines Genres. [...]

Kritik im Original 35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten

JackoXL

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Gore ist nicht gleich sinnlos, Gewalt wird oft missbraucht, kann aber durchaus einen Sinn verfolgen. Gerade eine effiziente Mischung ist eine Genre-Kunst für sich, fährt aber oft Gefahr, missinterpretiert zu werden. Gerade so Dinger wie "Inside" oder "Martyrs" werden oft verrissen aufgrund ihrer explizieten Art, nur wird selten beachtet, dass sie nicht nur auf wüste Sauerei aus sind.


Einar

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Ich kann das nicht genauer sezieren ( ;-D ), weil das nicht mein Genre ist.


kobbi88: Die Drei Muscheln

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4.0Uninteressant

Klingelingelingeling! Aufstehen Leute! Es ist so weit! Zwischen all den liebreizenden Adventskommentare haben sich auch die vier heiligen drei Titanen wieder zu Wort gemeldet. Mit einem…ähm… Klassiker(?) der Filmgeschichte. „Das Ding aus einer anderen Welt“. Naja, und zumindest dass es ein Klassiker ist, das kann man nicht bestreiten. Aber lest selbst.
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Trotz einiger Ausnahmen: Mit Horror kann ich wenig anfangen. Und mit Science-Fiction genauso wenig. Dennoch halte ich „Alien“ für einen hervorragenden Film, auch wenn ich nicht wirklich sagen kann, woran das liegt. Vielleicht ist ja die Mischung aus den beiden so ungeliebten Genres genau mein Fall? Minus mal Minus ergibt Plus, oder so. Aber es will hier einfach nicht klappen, da können noch so viele Leute den Film als Klassiker und Meisterwerk bezeichnen, noch so viele sagen, ich hätte keine Ahnung. Was hat denn das nicht vorhandene Gefühl von Angst und Beklemmung mit Ahnung zu tun? Rein gar nichts! Ein Alien, das die Gestalt jedes x-beliebigen Wirtes annehmen kann oder in ihn reinschlüpft und ihn dann kontrolliert – ey, wenn es wenigstens einfach so gejagt hätte. Eine mehr dunkle, mysteriöse Erscheinung, die kaum zu sehen ist und dadurch unheimlich wird. DAS wäre unheimlich. Etwas Unnahbares. Aber doch kein billiges Plastikvieh, dass dann auch noch aus dem Weltraum kommen soll.

Dazu sieht alles, wirklich alles so billig aus! Ja, es sind erst die frühen 80er und die Technologie ist damals einfach noch nicht so ausgereift gewesen. Aber für 15 Millionen Dollar konnte man meiner Meinung nach schon ein wenig mehr erwarten. Sagte ich eben, alles sehe scheiße aus? Nein, das stimmt so nicht: Immer, wenn viel Feuer auftaucht, dann sieht sogar dieser C-Movie gut aus. Aber ohne Feuer sieht man dieses Ding, so schleimig, blutverschmiert, wie wurmigen Tentakel. Und vor allem so künstlich! Ich verstehe nicht, wie das die Leute damals unheimlich oder gruselig oder was auch immer finden konnten! Und noch weniger, wie es die Leute heute können. Ekelhaft, klar. Aber für Ekel schau ich keinen Horrorfilm an, da kann ich auch auf den Boden kotzen und mich darin suhlen. Die transformierten Menschen sehen genauso künstlich aus (Ein Blick nach oben auf den nicht gestarteten Trailer genügt!). Und wenn wir schon dabei sind: man hätte sich wenigstens um einigermaßen gute Darsteller kümmern können. Ja, schon klar, bei Horrorfilmen kommt es nur auf die Atmosphäre an. Das ist doch großer Müll!

Wenn die Darsteller total unglaubwürdig sind und die Effekte und Viecher so aussehen, als ob man sie aus Latex, Knetgummi und Plastik selbst zusammengestöpselt und anschließend Blut drübergekippt hätte, dann macht das jeden Anflug von gelungener, also unheimlicher, beklemmender und grusliger Atmosphäre kaputt! Anflüge sind nämlich sogar da, aber die werden schnell wieder zerstört. Die Filmmusik von Morricone (ja, der große Ennio) ist eine Mixtur aus typischen Klängen der 80er, viel Synthie und weiteres unschön klingendes Zeug. So unschön, dass er auch Carpenter selbst nicht so richtig gefallen hat und er selbst noch ein bisschen was beigesteuert hat – leider genauso mistig. Insgesamt ist der Soundtrack für mich so wie eine Fliege: schwirrt die ganze Zeit um einen herum, du versuchst sie zu verjagen aber sie schwirrt weiter – nervig – aber nicht unheimlich oder beklemmend! Und dieser ganze Mist in Kombination, ach nee, der ist einfach nicht gruselig, der ist lediglich (unfreiwillig?) komisch! Und wenn ein Horrorfilm nicht unheimlich ist, dann hat er sein Ziel eindeutig verfehlt.

Das gute an dem Film: er ist immerhin spannend, man weiß ja nie, wer befallen ist, wer draufgeht, wer plötzlich zu einem Monster wird. Die nächsten Schritte sind nie vorhersehbar. Und deshalb erschrickt man auch hin und wieder. Deshalb fiebert man auch mit, vor allem bei den actionlastigeren Sequenzen. Und ja, Kurt Russell ist sogar so gut (oder sind die anderen einfach so schlecht?), dass ich ihn hier als guten Schauspieler bezeichnen kann. Und die Betonung dabei liegt auf „Schauspieler“, das ist in diesem Film nicht selbstverständlich. Russell ist cool. Richtig cool. Aber was will er machen, wenns am Rest scheitert.

„Das Ding aus einer anderen Welt“ mag ja Vorbild für viele spätere Horrorfilme gewesen sein und hat damit einen wichtigen Platz in der Filmgeschichte inne. Nur: sind die neueren Filme besser? Nein, die empfinde ich als ebenso ungruselig wie diesen hier. Sorry Kollegen, aber der Film konnte mich nicht packen. Zwar durchaus phasenweise spannend und ein paar Schockeffekte, aber nie unheimlich, total blöde Story, Schauspieler bis auf den Kurti total mies und von der viel gesprochenen Beklemmung und Atmosphäre hab ich nicht viel gespürt. Ja, gesehen hab ich schon, dass sich die Männer im Film so gefühlt haben wollen. Aber es ist nichts davon bei mir angekommen, was an Optik und sehr schlechten Schauspielern liegt. Achja, und daran, dass die Penner ja nicht in der Forschungsstation bleiben müssten und sich Allem und Jedem nähern müssten! DIESE IDIOTEN! Zu dumm, ein Horrorfilm, der kein bisschen unheimlich ist, sondern stattdessen nur auf Schleim, Matsch, Blut – eben (auch noch verdammt billige) Splattereffekte setzt. Tja, ihr seht die Wertung ja selbst. Trash. Keine Kunst.

Und nur, weil er filmgeschichtlich wichtig ist und ich den Kurti sehr gerne sehe und weil er zwar nicht als Horrorfilm, aber zumindest zeitweise als ganz ordentlicher Actionfilm funktioniert, gebe ich ihm 5 Punkte. Das ist verdammt nochmal mehr als großzügig! Hätte mir den Film aber nie angesehen, wenn ihn die Titanen nicht bestimmt hätten. IHR seid Schuld!

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 69 Antworten

Martin Oberndorf

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Bei TdT wäre es am Besten, sich alle 3 anzusehen, da sie komplett verschieden sind.
Teil 1 ist ein Splatterfilm, Teil 2 eine SplatterKOMÖDIE und Teil 3 eine Fantasykomödie. Rückblickend finde ich Teil 2 am Besten.


Deathpool

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Jap Martin du hast recht alle drei Teile sind völlig unterschiedlich.
Obwohl ich finde das schon in Teil 1 der Ansatz von bösen Humor da war.Teil 3 zieht dann völlig ab(mei Liebling)^^


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Lieblingsfilm

Einer der besten (wenn nicht der beste) Horrorfilme aller Zeiten. Basta.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

stuforcedyou

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Suspiria, kenn ich noch nicht und auch wenn mich jetzt die Leute erschlagen, so richtig warm wurde ich mit Dawn nicht. Mir ist Teil 1 der Reihe der Liebste.


sidnew

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Tatsächlich kann man - finde ich - echte, gute, HORRIBLE Horrorfilme an einer Hand abzählen. Der hier gehört dazu, und die Effekte sind immer noch großartig!


_Garfield: Blogbusters

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7.0Sehenswert

1982, als der Hype um Ridley Scott's „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ allmählich verklungen war und Spielberg's „E.T. - Der Außerirdische“ zum Kassenschlager avancierte, schien kein Platz zu sein für einen Carpenter und seine Interpretation vom Horror aus dem All. Die Idee eines alles auslöschenden, parasitären Fremdlings war nicht weiter originär und der Erfolg von „E.T.“ machte es deutlich: „The Thing“ musste zwangsläufig floppen, der Zeitgeist war ein anderer. Der Faszination des Alls wurde durch Scott's wegweisendes „Alien“-Projekt zwar endgültig die Unschuld genommen und der Science-Fiction-Horror war längst Mainstream-tauglich geworden, jedoch weckte Spielberg mit seinem Familienabenteuer anscheinend verborgene Sehnsüchte nach einer Rückkehr zu jenen Zeiten, als das All noch ausschließlich als Schauplatz für groß angelegte Space-Operas und bombastische Sternenkriege fungierte. Größere Aufmerksamkeit erweckte „Das Ding aus einer anderen Welt“ (dt. Titel) erst Jahre später, als sich die auf dem '51 erschienenen „The Thing from another World“ beruhende Neuinterpretation in Fankreisen langsam als Geheimtipp etablierte. Seitdem genießt Carpenter's Body-Horror Kultstatus und gilt neben dem Slasher-Genre-begründenen „Halloween“ als Carpenter's einflussreichste Arbeit im Horrorgenre.

„The Thing“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich wirkliche Qualität und die absolute Hingabe eines Regisseurs für das zugrundeliegende Sujet, früher oder später durchsetzt und angemessen honoriert wird („Blade Runner“ gilt heute als Meilenstein). Fernab generischer Einheitsmixturen und unverblümter Exploitations-Orgien, schuf John Carpenter seine ganz eigene, unverwechselbare Version von „The Thing from another World“, bettet das Geschehen in eine klug gestaltete, aber nie überfrachtete Szenerie ein und stellt dem bösartigen Eindringling – wie Scott es schon bei „Alien“ tat – eine Gruppe rational denkender und überlegt agierender Wissenschaftler gegenüber. Ein Duell, das mehr oder weniger auf Augenhöhe stattfindet und dem von klischiert-blöden Teenie-Slashern frustrierten Publikum, eine enorme Identifikationsfläche bietet. So bleibt das Verhalten der ungewohnt großen Darsteller-Riege nicht nur fortwährend wohl überlegt, sondern erfährt auch eine glaubwürdige Entwicklung, die von den ersten Opfern und der zunehmenden Paranoia herrührt. Die Kontingenz der Geschichte, zum einen bedingt durch die Tatsache, dass mit Kurt Russell zwar eine Figur eine gewisse Zentrierung erfährt, jedoch fortdauernd der Bestandteil eines Kollektivs bleibt, sowie die ersten Todesfälle und deren scheinbare Willkür, sorgen für ein immenses Spannungsgefühl. Es gebührt Carpenter schon einiges an Respekt, dass es ihm selbst nach dem etwas zu frühen Auftritt des außerirdischen Parasiten gelingt, regelmäßig den nötigen Suspense zu evozieren, um im nächsten Moment wieder durch die brachial-eklige Maskenarbeit gänzlich andere Akzente zu setzen.

„The Thing“ spielt nicht – wie „Alien“ in seinem ersten Abschnitt – mit dem Verborgenen, mit der Fantasie des Rezipienten also, sondern bleibt – sich der Kommunismus-Parabel des Originals vollkommen entledigt – ein überraschend simpler und direkter Horrorspaß, der jedoch allzu schnell zur etwas platten Effekte- und Maskendemonstration gerät. Carpenter zeigt zwar abgerissene Hände, glitschige Organe und skurril gestaltete Fleischhaufen, jedoch kommt der berühmte Horror im Kopf oftmals zu kurz. Der US-Amerikaner versäumt es, sich die Fantasie des Zuschauers zu Nutze zu machen, sondern macht das Unvorstellbare sichtbar. Carpenter zeigt alles, was es zu zeigen gibt und beraubt „The Thing“ damit um einiges an Potenzial. Denn anstatt mit den Erwartungen des Zuschauers zu spielen, gängige Genre-Mechanismen gekonnt auszuhebeln, sowie ab und an auf die Vorstellungskraft des Zuschauers zu setzen, konzentriert sich Carpenter in erster Linie auf ein zwar wenig subtiles, aber immer noch eindrucksvolles Gekröse. Das ist unterhaltsam, kreativ gestaltet sowieso und fast durchgängig atmosphärisch in Szene gesetzt, aber nie all seine Möglichkeiten ausschöpfend. Dennoch bleibt mit „Das Ding aus einer anderen Welt“ ein Horrorfilm, der - überraschend gut gealtert und noch heute visuell beeindruckend - völlig zu Recht in den Kreis der bekanntesten Genre-Klassiker gezählt werden darf und bis heute nichts von seiner ursprünglichen Faszination verloren hat.

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Mr.Film: City of Cinema

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7.0Sehenswert

Es ist ja schon etwas komisch wenn man auf einmal zwei Norweger sieht, mitten in der Antarktis in der Nähe einer amerikanischen Forschungsstation, die mit Gewehren bewaffnet einem Husky hinterherrennen. Da fragen sich natürlich auch die 12 Wissenschaftler dieser Station was da los ist. Durch eine unglückliche Fügung werden die Norweger erschossen – nur der Husky bleibt. Doch die Frage nach dem, was denn mit dem Husky so verkehrt sei, dass man ihn erschießen will, bleibt erstmal aus…

Was Carpenter hier fabriziert hat ist, das kann man nicht anders sagen, beeindruckend. Damit meine ich in erster Hinsicht die Effekte die er und sein Team gebastelt haben. Und das in den 80ern. Respekt. Da war ich doch ziemlich baff, und die Aussage „Carpenter hat das Genre extrem weitergebracht“ kann ich nur bestätigen. Die hübsch anzuschauenden Specialeffects können auch heute noch mit Filmen ist aus dieser Zeit mithalten, die Crew der Tricktechnik ist mindestens genauso bewundernswert wie die Crew der 12 Forscher die mit „dem Ding“ kämpfen müssen. Und obwohl ich für diese Abteilung grade sehr viel Lob ausgeschüttet habe, muss ich zugeben dass es mich horrormäßig nicht so berauscht hat wie die Technische Leistung. Wenn ich ehrlich bin, bin ich nur einmal auf der Couch hin und her gerutscht: Nämlich als sie sich Blut abzapfen wollten und sich davor in den Daumen geschnitten haben. Horror pur.
Der Horrorfaktor blieb also zum Teil aus, doch fand ich es sehr interessant wie Carpenter mit den Urängsten der Menschen gespielt hat: Die Kulisse einer einsamen Forschungsstation mitten in der Antarktis, keine Zivilisation, ein unbekanntes, gefährliches Wesen, das von Minute zu Minute steigende Gefühl des Misstrauens. Deswegen fand ich es auch stark wie man die Persönlichkeitsentwicklungen der Forscher beobachten konnte, ich glaube jeder hat sich in irgendeinen der Wissenschaftler hineinversetzen können.

Was mich aber enttäuscht hat war, dass ich für meinen Teil keinen richtigen Spannungsbogen erkannt habe, klar die eisige Atmosphäre war ganze Zeit über präsent, jedoch wird so dermaßen mit Action imponiert, das eben diese angsterfüllende Atmosphäre mehr in den Hintergrund gedrängt wird. Da freut man sich allerdings umso mehr wenn diese zum Ende hin wieder auftaucht – und das wie! Vor allem ist es wunderbar wie die zynische Szene zum Schluss mit dem Ambiente harmoniert.
Carpenter hat einen super Cast ausgewählt, Kurt „der Bärtige“ Russel ist in Topform und sowieso zeigt jeder was er kann. „Das Ding“ konnte ich ziemlich viel abverlangen, dass überraschte mich da ich dem Sci-Fi Genre eher passiv und skeptisch gegenüberstehe. Da fragt man sich doch wirklich was heutzutage mit Carpenter los ist, „The Ward“ zum Beispiel war nämlich eine Fremdschäm-Nummer der übelsten Sorte.

"Endlich ne angenehme Temperatur hier im Lager. Wird sich aber nicht lange halten." - "Wir uns auch nicht."

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SoulReaver

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So isses. Carpenter will mit der Zeit gehen und sich selbst treu bleiben. Das passt einfach nicht zusammen.


Oceanic6: CinemaForever

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9.0Herausragend

Childs: I just cannot believe any of this voodoo bullshit.
Palmer: Childs, it happens all the time, man. They're falling out of the sky like flies. Government knows all about it, right, Mac?
Childs: You believe any of this voodoo bullshit, Blair?
Palmer: Childs, Childs... Chariots of the Gods, man. They practically own South America. I mean, they taught the Incas everything they know.

Einer dieser Filme, welche man immer und immer wieder sehen kann, ist John Carpenters 'The Thing' aus dem Jahr 1982.

Eklig, trashig, nervenzerfetzend, unvorhersehbar, originell sind nur einige vieler Adjektive, welche diesem Science-Fiction-Horrorklassiker absolut gerecht werden.
Die Story dreht sich um eine abgelegene US-Basis in der Antarktis, welche eines Tages von einem außerirdischen Parasiten heimgesucht wird. Brilliant inszeniert ist die Paranoia und die Ungewissheit, in welchem Mensch sich das Wesen momentan befindet. Dass dabei die Bewohner der Basis durchdrehen, sich immer weniger vertrauen, bis schließlich alles in einem heillosen Chaos endet, ist dabei nur eine Frage der Zeit.
Die Atmosphäre des Films ist unglaublich, ebenso sind die handgemachten Effekte bis heute den modernen Computereffekten voraus und unübertroffen. Dass der Film dabei bis vor zwei Jahren noch auf dem Index stand, ist ebenso verständlich, wie die Tatsache, dass es sich hierbei um ein zeitloses Meisterwerk des Horrorgenres handelt.
Die Darsteller überzeugen bis in die kleinste Nebenrolle. Würde sich nur einer in seinem Schauspiel vertun, würde er dem ganzen Film die Spannung nehmen. Daher Hut ab an die Schauspieler, allen voran Kurt Russell in einer seiner besten Rollen.
Klasse Drehbuch, super Darsteller, überragende Effekte, eine beängstigende Atmosphäre, stopp! Da fehlt doch noch was! Ganz genau! Ennio Morricones wohl ungewöhnlichster Soundtrack, war er doch ansonsten so gut wie nie im Horror-Genre tätig. Hier leistete er erneut unglaubliche Arbeit und schuf den perfekten Horror-Score!

Kurz gesagt ist 'The Thing' ein überragender Beitrag zum Horror-Genre, welcher sich mit der Reaktion von Menschen in Extremsituationen und der Naivität der Amerikaner auseinandersetzt, und dabei düster und absolut wiederlich in Szene gesetzt wurde. Und abschließed die Frage: Bist du dir auch ganz sicher, dass du den Menschen an deiner Seite vertrauen kannst?

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der cineast

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Grad sau Bock drauf-


the traveler

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Toller Kommentar, hab jetzt auch voll Bock drauf mir The Thing zum drölften Mal anzuschauen :)


Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.5Sehenswert

Manchmal erinnert der Film etwas an die Alien-Reihe. Reiht sich auch meiner Meinung nach ein in die 80er-Jahre-Horror-Klassiker wie "Die Fliege" oder "Alien". Der Film bleibt über die gesamte Dauer sehr spannend und lebt vom Effekt, daß jeder Bewohner "Das Ding" sein kann, während es immer mehr Bewohner der Polar-Station auf der Strecke bleiben. Was der Film an heutigen Maßstäben bei den Effekten nicht mehr halten kann, macht er durch diese Spannung wett. Ebenfalls erfreulich, daß viele Fragen offen bleiben anstatt Klischee-Antworten auszupacken.

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Discostu

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Ich finde auch, dass das einer der Filme aus der Zeit ist, bei dem die Special Effects echt den Test der Zeit bestanden haben. Das würde heute alles animiert werden und nur halb so realistisch aussehen wie mit der guten alten Handarbeit.


maximiZe

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Die Effekte sind wirklich unheimlich gut, vor allem die ganzen rumschwirrenden Tentakel haben mich sehr beeindruckt.


GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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10.0Lieblingsfilm

Vielleicht zollt es doch ein bißchen von Anstand und Respekt, denn so trendy Horror im Moment auch ist, blieb Carpenters Remake bisher verschont. In diesem Fall kann man auch nur verlieren, "The Thing" ist eine ungewöhnlich ausgereifte Produktion und weit mehr als ein 08/15-Creature-Movie.
In der Eröffnung wird ein putziger Husky von ein paar Norwegern aus einem Hubschrauber beschossen, bis sich das Tier in eine amerikanische Forschungsstation retten kann. Carpenter macht aus den Norwegern die eigentlichen Aliens, die unerkenntlich verpackt, mit einem unverständlichen Kaulderwelsch auf den Lippen und in seltsamen Absichten in die Station einfallen.
Und schon sind wir mitten in einem Carpenter-Film! Die Isolation der Hauptakteure rührte in "Assault on Precinct 13" aus dem Belagern einer anonymen Gefahr ausserhalb der Polizeistation. Hier geht Carpenter einen Schritt weiter und pflanzt die Bedrohung mitten in eine bereits ausgegrenzte Gruppe. Keiner kann dem anderen vertrauen, es gibt keinen Zusammenhalt und jeder kämpft für sich allein. Das Thema mit seinen Western-Aspekten liegt dem Regisseur ausserordentlich, weshalb unter den einsamen Wölfen in letzter Konsequenz auch keine Frau vorkommt. Kurt Russell entledigt sich allerdings frustriert mit einem Whiskey der Frauenstimme aus dem Schachcomputer, die bereits den Verlauf der Geschichte ahnen lässt.
Dann bricht der Virus aus - im wahrsten Sinne des Wortes. Was der gerade mal 22jährige Rob Bottin an Effekten abfackelt ist schon nicht mehr feierlich und muss eine reinste Ohrfeige für die Kinobesucher gewesen sein, die sich in jener Zeit nach Spielbergs "E.T." von einem weiteren Ausserirdischen unterhalten lassen wollten. Dass der Junge nach dem Dreh ins Krankenhaus musste scheint nicht abwegig. Stan Winston griff ihm unter die Arme und seine Einstellung zu solchen Effekten - "Mach' es düster, mach' es nass" - ist unverkennbar. Stellt sich die Frage, ob eine CGI-Version dieser Effekte ähnlich physisch und damit eindringlich ausfallen würde. Mir ist nicht mal eine bemerkenswerte Werwolf-Mutation aus dem Rechner bekannt. Aus gutem Grund? In Wisemans "Underworld" wird eine CGI-Metamorphose im Vorbeigehen abgehakt und ist erst gar nicht interessiert an den Belangen des Körperkinos. Wahrscheinlich ist es da nur bezeichnend, dass die bekanntesten Vertreter bereits mit den Effekt-Möglichkeiten in den 80ern als Remakes hinreichend abgehandelt wurden und Cronenbergs "Fliege" damit noch eine Weile unangetastet bleibt?
Trotzdem weiss das Script neben den Effekten zu glänzen. Schürt geschickt die bizzare Situation - der Bluttest etwa ist berechtigt legendär - weiss aber auch in den Details und in seinen Metaphern zu gefallen. Am Ende hab' ich mich nicht mehr gewundert, wozu eine Forschungsstation im ewigen Eis einen Flammenwerfer braucht.
"The Thing" hält seinen Pegel bis zum vermeindlichen Happy End. Es gibt keine Katharsis. Die Paranoia bleibt unter den Überlebenden bis zum bitteren Ende bestehen, während "E.T." bereits sein Heimreise antritt. Winkewinke!

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proADDY

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In diesem Fall ist "original" aber schon remake.


russel

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remake ist, glaube ich, schon in arbeit


peter-noster: Mostly Movies

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9.0Herausragend

Auch Remakes können Lieblingsfilme werden. John Carpenter auf der Zenit seines Schaffens schafft eine beklemmende und bedrohliche Atmosphäre mit fantastischen mechanischen Spezialeffekten.

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Kommentare (196) — Film: Das Ding aus einer anderen Welt


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lexgorecor

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Bewertung7.5Sehenswert

feiner 80ties horror !wirklich nett anzusehen

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Kai_Asmus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster! The Thing ist Carpenter's Bester. Düstere Stimmung, Effekte der Extraklasse und ein Kurt Russel in Hochform!

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philipp.warnke

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Meines Erachtens das beste (Horror-)Remake überhaupt. John Carpenter at his best.
Das Script ist ausgeklügelt, die Atmosphäre ist überragend und beklemmend und zu jeder Sekunde des Films weißt du, dass man niemandem trauen kannst.
Aber das wirklich grandioseste ist, dass der Film so gut gealtert ist. Egal ob ich ihn mir heute oder in 10 Jahren nochmal angucke. Die Effekte bleiben top. Ich bin ja großer Fan von Practical Effects und heilige Scheiße...der Film hat so viel und so qualitativ ansprechende davon. Alleine die Defibrilator-Szene (und Haps...weg sind die Arme). Echt gut gemacht und ich kann mir den immer wieder ansehen.
Auch wenn ich nicht ganz verstehe warum alle auf Kurt Russel, den Hubschrauberpiloten hören. Ich meine, gibts da keinen anderen der dafür besser geeignet wäre oder ist er der Anführer weil er die dicksten Eier hat und sonst eh alle abfackeln würde?
Für mich ein zeitloser Klassiker und einer der besten Horrorfilme.

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HorstStecher

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Bewertung9.0Herausragend

John Carpenter auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Bedrückende Atmosphäre - totale Spannung - die Kamera ist sehr intensiv und fängt die langsam steigende Bedrohung von innen gut ein. Wenn das Ding sich dann "zeigt" geht's blutig und technisch perfekt zur Sache. Schade, dass jemand wie Rob Bottin nicht mehr tätig ist. Die Make-up-Effekte sind wirklich bahnbrechend.

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InfiniteJest

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Bewertung9.0Herausragend

"Laut Aussagen von Mitarbeitern der Amundsen-Scott-Südpolstation werden traditionell nach Abflug des letzten Flugzeugs zu Beginn des Winters am Südpol beide Versionen von The Thing gemeinschaftlich angesehen."
- Wikipedia aus Iceman's South Pole Page, Stand 22.10.2013

Danach werden traditionell zur Sicherheit alle Haustiere getötet und verbrannt. Wer protestiert muss ebenfalls brennen, überleben heißt gründlich sein. Das geht jedes Jahr so. Polstationen sind seit der schicksalhaften ersten Filmvorführung 1982 nicht besonders beliebt. Es ist einfach nicht möglich sich des blanken Horrors und der perfiden Paranoia zu erwehren, welche John Carpenters Film jedes Jahr auch in den Forschern erweckt. Er ist einfach zu gruselig. Niemand kann gegen die Tradition aufbegehren ohne Misstrauen zu erregen. Seit mehr als 30 Jahren ist die Lage am Südpol ein einziger Ausnahmezustand, Flammenwerfer- und Bezinkosten verschlingen das Budget während die Forschung stagniert. Man kann sich nur fragen, was Carpenter sich dabei gedacht hat…

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Vaultguy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr gutes Remake des Klassikers von 1951

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bestseimon

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Bewertung7.5Sehenswert

John Carpenter schuf 1982 mit THE THING einen der großen Horror-Klassiker der Filmgeschichte. Wobei ähnlich wie bei Ridley Scotts ALIEN natürlich auch noch ein nicht unwesentlicher Teil Science-Fiction mit hinein spielt. Dieser Mix funktioniert auch hier wieder prächtig. Carpenter baut die Spannung fast schon perfide langsam auf. Von Beginn an schwebt dieses bedrohliche Gefühl mit, dieses Unwohlsein, das nur wenige Filme dieser Art so hinbekommen. Für Carpenter dagegen scheint das ein Kinderspiel zu sein. Atmosphärisch ist THE THING sicherlich einer der besten Filme, die ich in diesem Genre kenne. Besonders der minimalistische, aber ungemein effektive Score von Ennio Morricone untermalt die einzelnen Szenen in absoluter Gänsehautstimmung. Besser hätte man das kaum gestalten können.
Das Besondere an THE THING ist aber auch, dass es hier von Anfang an zwei Bedrohungen gibt und man nie weiß, wann eine von diesen zuschlägt. Einerseits besteht natürlich die Gefahr durch das Alien an sich, auf der anderen Seite könnte schon jeder von diesem infiziert sein. Man weiß also nie genau, wer noch ein Mensch ist und wer schon den außerirdischen Organismus in sich trägt. Carpenter treibt die Spannung immer weiter nach oben. Auch weil der Film kaum vorherzusehen ist. Von den Wendungen ist man immer wieder überrascht, teilweise sogar schockiert. Denn wenn THE THING eines nicht ist, dann zimperlich. Allein der Einstiegssequenz verdeutlicht dies. Die Effekte sind, so ekelhaft sie auch erscheinen mögen, noch immer faszinierend. Ein grotesker, makaberer Anblick, der auch heute noch seine Wirkung erzielt, zumindest bei mir.
Die einzige Schwäche, die ich ausmachen konnte, war die oberflächliche Charakterzeichnung. Einige mögen jetzt vielleicht wieder genervt aufstöhnen, aber ich kann es einfach nicht ignorieren, wenn mir die Figuren komplett am Arsch vorbeigehen. Sicherlich ist das ein Problem, das viele Horrorfilme haben und ohne Frage ist THE THING in dieser Hinsicht noch einer der besseren Vertreter, allerdings wäre die Möglichkeit bestimmt da gewesen, ihnen noch mehr Tiefe zu geben. Zumindest ein wenig. Aber hier leben die Figuren einzig von den Spannungen in der Gruppe und dem gegenseitigen Misstrauen. Im Endeffekt bleiben sie alle etwas verschenkt und stereotyp. Einzig Kurt Russel sticht ein wenig heraus.
Am Ende ist THE THING aber dennoch ein in nahezu jeder Hinsicht gelungener Horrorstreifen mit herausragenden Bildern und einer an den Nerven zerrenden Stimmung, womit er für mich zu Recht als Klassiker gilt.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/01/the-thing-us-1982-john-carpenter-das.html

bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

nerdkiller

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Zu wenig Punkte...


bestseimon

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Wen interessieren denn schon Punkte?


MrDepad

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Bewertung7.5Sehenswert

Mit "The Thing" drehte John Carpenter 1982 ein Remake des Originals aus dem Jahr 1951.
In dem Film geht es um eine Forschungsstation in der Antarktis, die von einem außerirdischen Organismus infiltriert wird. Dieser Organismus kann menschliche Zellen kopieren und so eine Person exakt nachstellen.
Carpenter nutzt die Ausgangssituation vor allem, um die angespannte Lage zwischen den Figuren zu zeigen, da hier sich niemand gegenseitig mehr trauen kann und der Organismus jederzeit unvorbereitet zuschlagen kann. Klassischen Horror gibt es eher seltener, was für mich auch einen der größten Kritikpunkte darstellt. Effekttechnisch ist der Film allerdings absolut genial und selbst heutzutage wirken die Szenen, in denen sich Körper transformieren und in eklige, schleimige Alienwesen umformen, extrem gelungen.
Darstellerisch überzeugt vor allem Kurt Russell durch seine charismatische, raue Art. Er ist durchwegs ein deutlicher Sympathieträger und so lässt es sich leicht verschmerzen, dass die anderen Figuren etwas weniger gut gezeichnet sind.
"The Thing" ist ein Horrorfilm, der hier und da ein paar Längen hat und horrortechnisch gerne mehr aufdrehen dürfte. Die Effekte sind aber über alle Zweifel erhaben und mit Kurt Russell bekommt man einen starken Hauptdarsteller, von daher lohnt sich eine Sichtung in jedem Fall.

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FrEAk0

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Bewertung9.0Herausragend

Filmlücke geschlossen und letzter verbleibender Carpenter Film endlich gesehen ...

Blutig,Schleimig,Gruselig,Eklig...Carpenter !
Ich kann garnicht viel schreiben, so geflasht bin ich noch.
GRANDIOS !

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FrEAk0

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Eigentlich müsste ich mich schämen den so lange vor mir herzuschieben :)

So einer geht noch vorm Pennen


T00BI

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Super Film ;)


Ali34

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der beste Film von John Carpenter. Der Film wird nie langweilig und die Atmosphäre ist einfach bombastisch. Ich liebe diesen Film und ich würde es kein Stück verändert. Ganz großes Kino!

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MartinNolan

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Bewertung5.5Geht so

Carpenter exerziert in dem Remake von 1982 „The Thing“ eine regelrechte Parade an Splatterlementen und vernachlässigt dabei fast vollständig sich seinen Figuren und der Spannung unter den Menschen zu widmen. Vielmehr verkommen die Schauspieler zu Statisten, da die eigentliche Hauptrolle das mutierende, ekelerregende Alien spielt. Das Erschreckende wird dabei solchermaßen ausgekostet, wenn auch sicherlich beeindruckend, auch für heutige Verhältnisse, dass das Gefühl der tatsächlichen Bedrohung, der Horror leider größtenteils auf der Strecke bleibt. Erinnerte mich irgendwie an Ridley Scotts „Alien“ ohne den klaustrophobischen Horror. Ein solider Effektfilm, der mehr mit den Möglichkeiten der Spezialeffekte arbeitet als mit den Gefühlen des Zuschauers.

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Alex.de.Large

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dedicated to: Kobbi88

Nachdem ich 1981 "Tanz der Teufel" mit der Mutter eines Freundes sehen "mußte",(Alternative war; Gassi gehen mit den Hunden), war ich doch irgendwie angefixt auf Filme mit "Effekten".
Und das habe ich hier gekriegt.
Ich hatte mich mit meinen schmalen 14 Jahren ins hiesige Bahnhofskino "reingemüllert".
Und, das was die nächsten 2 Std. auf mich niederprasselte, war sowas wie ein früher Nerdgasm.
Das hatte sich das Mainstream-Kino bis dahin nicht getraut.
Sich eine potentielle Zielgruppe zu erschaffen.
Die Zombie-Welle war gerade mehr oder weniger ausgelatscht, aber Carpenter wußte wahrscheinlich, dass sich da eine Gelegenheit bot.
Einen Film raushauen, der optisch alles bisher Gesehene in die Tonne tritt.
Noch krasser, noch blutiger, und ja auch, noch trashiger.
Hier ist Alles nur Mittel zum Zweck, aber genau so ist das ja auch gewollt.
Ich kann echt jede Szene nachträglich abfeiern.

Die "Hundeverwandlung"
Die "Hände im Brustkorb-Szene"
Der "Spinnenkopf"
Die "Wer ist es...Blutprobe"
etc.
Das ist alles so "Over the Top", das es nur noch wohlwollend goutiert, aber doch nicht ernsthaft kritisiert werden kann.
Damals "State of the art", heute für Manchen nur noch einen Knetfiguren-Vergleich wert.

Fazit:"I Love it"

"Ich weiss nicht, was du jetzt tust, aber ich gehe jetzt in meine Hütte, und besauf mich."

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Einar

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Bin kein Horrorfan - aber den fand ich recht passabel.


Aal.Pacino

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Also das Wort ,, Trash " tut schon fast nen bisschen weh ^^


Martin Oberndorf

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Bewertung9.0Herausragend

Willkommen zum siebten Kommentar des titanischen Trios.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, euch fortzubilden und euer Filmwissen gehörig aufzuwerten, auf dass ihr euch ab sofort Filmintelektuelle nennen könnt.
Diesmal wollen wir mal ein Remake reviewen, und zwar eines, welches von vielen Seiten als genial bezeichnet wurde.
Nach einem hochwissenschaftlichen Auswahlverfahren wurde sich nämlich auf John Carpeter's "Das Ding aus einer Welt" geeinigt.
Roll on!
...
Es sterben Hunde.
Es sterben Hunde.
Es sterben Hunde.
Es sterben Hunde.
Es sterben Hunde.
In John Carpeter's Ding aus einer anderen Welt sterben Hunde.
Nur so zur Info.
Der Schädel sieht nachher etwas anders aus.
Aber dass es ein Außerirdischer, ein "Ding", ist, dass dies vollbringt, damit könnte ich noch leben.
Aber die vierpfotigen Kameraden wird zuvor noch fleißig hinterhergeschossen.
Es hat die Person dann, sofern ich es richtig verstanden habe, wenigstens einen Grund.
Aber wie bei Der mit dem Wolf tanzt tut es mir weitaus mehr weh als wenn Menschen sterben. Seien sie noch so sympathisch und sei die Todesart noch so nah am Grenzwertigen.
Hier wäre eher das zweite angesagt. Dafür doch sehr häufig.
Nun denn, um zum eigentlichen Kommentar.
Dieser Absatz ist gewiss kein Negativpunkt, und soll zeigen, dass ich bei dem Film ein ähnlich mulmiges Gefühl hatte wie die Meisten. Trotz meiner Unfähigkeit, viel Empathie zu zeigen. Für den Homo Sapiens.

Dieser Film ist athmosphärisch so dicht wie ein Alkoholsüchtiger nach einer langen Partynacht. Auf einem Junggesellenabschied. In einer Brauerei.
Es liegt etwas in der Luft: Paranoia.
Misstauen. Misstrauen durch Paranoia, Paranoia durch Misstrauen.
Beides nicht unberechtigt. Vertrauen ist ein Luxus, den zu leisten man nicht im Stande ist.
Da wird man schonmal getötet, wenn man zu sehr auf jemand anderen setzt. Oder überhaupt.
Es ist die - eine - Hölle, durch die diese Männer hier gehen.
Bluttriefend, es befinden sich unkenntliche Teile und Fetzen auf dieser Station. Rot ist die Farbe. Alarm.
Sie haben sicher zuvor noch nie etwas vergleichbares gesehen. So viel Innenansicht.
Getrieben von Angst, Panik - aufgrund der Tatsache, dass sie das gerade gesehen haben UND der Befürchtung, fast schon des Wissens, dass sie auch so enden werden, kann es etwas Schlimmeres geben? - beobachten jeden Schritt, den ein anderer macht.
Angst vor der eigenen Gruppe. Nur sich selbst wagt man, zu trauen. Gut so.
Den Spruch mit Vertrauen und Kontrolle kennt ihr ja wahrscheinlich.

Ja, John Carpenter's Film überzeugt nicht mit Handlung. Auch mit Charaktertiefe. Auch brillante Dialogenbleiben aus. Wer das erwartet, der kann schonmal woanders suchen gehen, denn die Enttäuschung ist vorprogrammiert.
ABER es ist ja ein Crossover aus Science Fiction und Horror, bei dem letzter Teil überwiegt.
Und da kommt es auf eine Sache mehr an als auf alles andere: Atmosphäre, baby!
Und das gibt's in absoluter Perfektion. Nervenkitzelsequenzen und unerwartete Gräuel, und eben dieses PERFEKT eingefangene Gefühl der Verfolgung, des Misstrauens, des Wissens, jeden Moment in einer zu kennen geglaubten Person ein Monster zu erkennen. Spannung - immer wieder.
Und irgendwie hab ich auch das unerklärliche Bedürfnis, den mal im Autokino zu sehen.

Ich gehöre zu jenen - die eine Minderheit darstellen - die auch das Original aus den 1950ern gesehen haben. Und ich finde, dass man aus einer mittelmäßigen Filmvorlage enorm, ENORM, enorm viel herausgeholt hat. Wirklich. Denn es gab nicht viel, was das Original zu bieten hatte. Da gibt es weitaus gelungener Filme aus dieser Zeit, die Spannung oder Unbehagen signalisieren können. Und dann macht man daraus das hier. Verändert einfach mal die Eigenschaften des Dings zum Unheimlicheren und schon passt das. Das Remake schlägt das Original um Längen. Es ist ja fast so, als wäre der 1950er Streifen ein Demoband oder eine Beta-Testversion. Das trifft sicher viel Fans des Originals, aber zu denen zähle ich mich schlicht und ergreifend nicht. Das ist halt meine Meinung.

John Carpenter's "Das Ding aus einer anderen Welt" ist eine kalte Angelegenheit.
Das ist auch gut so.
Genauso wie der Film alles gut macht und somit auch gut ist.
Und mehr hab ich dazu nicht zu sagen.

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kobbi88

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Ja, duuuuu... hier sind ja noch mehr (Martin)...


Mr. Pink

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Diese Entscheidung ist überhaupt nicht einfach. Die Maus hat es nämlich nicht verdient, eher zu sterben als der Mensch, nur weil sie kleiner und schwächer ist und nicht sprechen kann. Jedes Leben ist gleich viel wert. Ich würde Tiere aber auch nicht über den Menschen stellen, denn das wäre genau derselbe Speziesismus.


Boogers666

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Bewertung5.0Geht so

Titanisches Trio Kommentarreihe Nr 5.: Das Ding
Für den Kommentar werde ich wohl heftig Kloppe kassieren aber wenn wir uns schon auf einen Film aus meinem Lieblingsgenre geeinigt haben, dann muss ich auch ehrlich sein und sagen das der Klassiker "The Thing" hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Das Problem das "The Thing" aus heutiger Sicht hat, ist sein Alter. Er ist schlecht gealtert und vieles was damals für Angst und Entsetzten sorgte, sorgt heute vielleicht für ein müdes Gähnen. Ich will dem Film in keinster Weise seinen Kultstatus oder dergleichen absprechen, denn den hat er auf jeden Fall verdient, aber seine Wirkung ging durch den Lauf der Zeit dann doch fast komplett verloren. Auch wenn sich oft wirklich eine sehr bedrohliche Atmosphäre aufbaut und das Gefühl des "Du kannst keinem Trauen" sehr authentisch vermittelt wird, bleibt die Spannung auf der Strecke, zu langamtig und oftmals passiert einfach zu wenig, als das man wirklich ins Schwitzen kommen könnte. Des weiteren wirken eben durch den Zahn der Zeit die Effekte heutzutage teilweise lächerlich, und das obwohl sie als absolutes Non-Plus-Ultra des Genres gelten. Viele meinen ja das "The Thing" einer der wenigen Filme wäre dessen Effekte auch heute noch hervorragend funktionieren würden, dem kann ich absolut nicht zustimmen. Es gibt hunderte von Filmen aus den 80ern deren Effekte auch heute noch ansehnlich wirken, aber "The Thing" gehört definitiv nicht dazu. Vielleicht liegt es auch gar nicht an den Effekten an sich, sondern an der Art "was" für Effekte hier gezeigt werden: Ein Hund der sich in ein riesiges Tentakelmonster verwandelt? Ein Kopf der sich in eine Spinne verwandelt und an der Decke läuft? Das wirkt in Verbindung mit den guten alten Puppen Effekten, leider Gottes nicht wirklich unheimlich. Doch ich will ja nicht nur auf dem Film rumhacken, er hat auch viele positive Seiten, von denen sich heutige Gernevertreter eine Scheibe abschneiden können. Da wäre zum einen das Setting, das ein herrlich kühles Ambiente zaubert und einen förmlich durch den Fernseher frösteln lässt, dann die Musik von Seniore Morricone, der hier wieder erstklassige Arbeit geleistet hat und in Verbindung mit erstgenanntem eine herrliche Atmosphäre erzeugt. Und Außerdem natürlich der komplette Cast, der hier, aller voran Kurt Russel, wirklich ordentliche Arbeit leistet. Auch wenn dann die Tatsache das die Charaktere trotz gutem Schauspiel etwas einfältig wirken diese fast schon überwiegt. Carpenter leistet zwar Pionierarbeit und setzt fette Duftmarken aber, seine anderen Filme funktionieren heute deutlich besser und gefallen mir auch aufgrund der Thematik wesentlich besser.
Alles in allem: "The Thing " ist ein Meilenstein und handwerklich sowohl von den Effekten, als auch vom Soundtrack her hervorragend gemacht, hat allerdings wie viele Filme aus alten Zeiten deutlich an Reiz und Grusel verloren. Außerdem hat der Film ungeheure Längen und Spannung kommt auch selten auf. Auch wenn viele Horror-Fans wahrscheinlich längst resigniert haben kann ich sie vielleicht wenigstens etwas beruhigen, das Remake finde ich noch nämlich viel viel schlechter.

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Dahmer

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@fonda: ich bin so alt das ich keinen krückstock mehr halten kann, geschweige denn mich künstlich aufregen.... also liebe MP community haltet schonmal den Defibrillator bereit :)) ein schoko-muffin wäre übrigens auch nicht übel zum krönenden abschluß -grins-
-
aber im ernst(?):ich verurteile niemanden wenn man,in diesem falle, anerkannte (Horror/Sci-Fi) film-klassiker individuell/subjektiv vollkommen anderst bewertet und wahrnimmt...die zeit vergeht, so auch ihre filmischen vorlieben+sehgewohnheiten, wäre ja sonst langweilig und recht unspektakulär....früher war eben arnie, sly, chuck norris u. sigourney weaver cool+angesagt, heutzutage sind es eben brad pitt, frodo, lächelnde top-models die einen auf rambo machen und schnellgeschnittene CGI gewitter....wer weiß, vielleicht gilt ja in 10 jahren ein film wie avatar od. transformers als kult...wir werden sehen -grins-


HardcoreMichi

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Massenkloppe ist übertrieben...Du kannst Ja deine Meinung frei äußern,deswegen sind wir Ja Hier ;D ..Den Film kann ausserdem jeder finden,wie er will..Aber die Special Effects sind niemals schlecht.Die find Ich heutzutage immer noch sehr ansehnlich...


The Freewheelin Fonda

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Heute am ersten Dezember, ist nicht nur der Beginn der Adventszeit, sondern auch der Tag der Zusammenarbeit bei Moviepilot!

Während die Aktion von Dareidi, razoo und Andy äußerst erfolgreich läuft und eure Dashboards mit Adventskommentaren überflutet, geht auch das Titanische Trio seiner Zusammenarbeit weiterhin nach und Kobbi Kobster, Martin, Boogers und meine Wenigkeit veröffentlichen den 7ten gemeinsamen Titankommentar!

http://www.moviepilot.de/liste/titanisches-trio-die-filme-hfonda15

Wieder einmal habe ich durch das Titanische Trio eine filmische Bildungslücke geschlossen und mir einen Klassiker angesehen, womit wir nun zu der Bewertung von John Carpenters "The Thing" kommen.

Die Antarktis, ein amerikanisches Wissenschaftlerteam in den Mitten von Schneestürmen und unübersichtlichen Weiten, völlig abgeschnitten von der Außenwelt.
Man ist abgeschieden von der Zivilisation und lebt nur mit ein paar anderen Forschern zusammen auf engstem Raum in einer Forschungseinrichtung.
Es herrscht eine Ruhe vor dem Sturm, bis eines Tages seltsame Ereignisse ankündigen, was für eine Hölle bald über das Team hereinbrechen soll!

Zwei Wissenschaftler aus einer norwegischen Station, tauchen im Lager auf und laufen Amok nachdem sie einen Hund verfolgt haben, die Amerikaner unter Kurt Russel entdecken ein abgestürztes Raumschiff mitten im Eis und haben keine Ahnung, wie diese seltsamen Ereignisse miteinander zusammen hängen.

Unerklärliche Dinge passieren in der amerikanischen Station und jeder weiß, dass irgendetwas nicht stimmt.
Ein Virus hat das Team befallen, etwas von dem abgestürzten Raumschiff, das die Norweger im Eis gefunden haben...

Das DING!

Eine außerirdische Lebensform, die das Team angreift, ihre Gestalt annimmt, die Gruppe unterwandert und sie nach und nach dezimiert, die Menschen sind völlig überfordert.
Versuchen mit Flammenwerfern gegen das Ding vorzugehen, doch wer von ihnen könnte schon infiziert sein, die Gefahr ist mitten unter ihnen, JEDER könnte selbst vom Ding besessen sein und seinen Gegenüber im nächsten Moment töten!

SO sieht ein guter Horrorfilm aus, eine bedrückende Stimmung, eine ausweglose Kulisse, verzweifelte Figuren, die gegen eine unbekannte Bedrohung völlig machtlos sind, perfekte und noch heute beeindruckende Horroreffekte und bis zum Ende eine perfekt aufgebaute Spannung, die den Zuschauer noch heute mitreißt!

Wie immer vielen Dank fürs Lesen unserer titanischen Reihe und allen Moviepilotusern noch einen schönen ersten Advent!

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Martin Oberndorf

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Achso.
Es gibt zwischen uns ja auch den Unterschied, dass ich im Gegensatz zu dir ein Furry bin. Ich hab zu Tieren auch 'nen ganz anderen Bezug als du.


Andy Dufresne

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kobbi oO wie geil ist DAS denn!!! :D
Ansonsten klink ich mich gleich wieder aus, hab keine Zeit für parallele Grundsatzdispute ;)


Exitus

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Bewertung9.0Herausragend

john carpenter hats drauf!!! dieser film hat mich überzeugt das ich noch mehr von john anschauen muss,..,

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Skevinger

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Bewertung9.0Herausragend

Bin ich froh dass ich diesen Film endlich mal gesehen habe! Ein sehr guter Horrorfilm, ich liebe es einfach wie gut der Film funktioniert. Weswegen ich Horrorfilme meistens nicht mag sind die kognitiv suboptimierten Handlungsweisen der Charaktere. Hier handeln alle logisch, rational und es gibt keine nervigen "Scream-queens" und Gekreische, alle Protagonisten sind Männer. Um herauszufinden wer ein Alien ist, unterziehen sich die Charaktere einem Bluttest, der tatsächlich funktioniert! Nicht wie in anderen Horrorfilmen und dergleichen wo das Böse unbezwingbar ist und unlogisch dem Tod bzw. dem Alibi-Test entkommt nur um weitere Twists im Ärmel zu haben. Auch die Antarktis und das Wissenschaftler-Team sind ein interessantes Szenario, nicht wie heute gerne mal das Szenario verwendet wird, dass ein paar überpotente Jugendliche feiern und weiter nichts. In Kombination mit dem "The Thing" von 2011 ergibt der Film ein noch schlüssigeres Erlebnis. Wenn man dazu noch das Computerspiel spielt, welches die Fortsetzung der Reihe ist, dann hat man das ultimative The Thing-Erlebnis. Die Reihe hat für mich sogar die Alien-Reihe getoppt.

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Reaper13

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kult! Und die Effekte für die Zeit, wow! *-*

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primatemike

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Bewertung6.5Ganz gut

So, hab mir den Streifen nun mal auf Blu Ray zugelegt. Zunächst: Die Qualität des Bildes ist für einen Film von 1982 ÜBERRAGEND! Man glaubt anfangs garnicht, dass man einen so alten Film schaut. Der Spannungsaufbau und der Einsatz des Scores erinnerte mich an einigen Stellen stark an Shining (1980). The Thing hat jedoch (im Gegensatz zu Shining) einen nicht zu verachtenden Trash Faktor und es fällt teilweise schwer, die dürftigen Dialoge und die z.T. zweitklassigen Schauspieler ernst zu nehmen. Das hängt aber sicherlich auch an der damaligen Art des Schauspiels und mit Sicherheit auch an der teilweise grottenschlechten deutschen Synchro (werde mir den Film deswegen nochmal im Originalsound anschauen). Leider zerreißt dieses Manko immer wieder die aufkeimende Spannung. Nichts desto trotz vermag der Film durchaus an einigen Stellen eine bedrückende Atmosphäre (a la Alien [1979]) zu erzeugen und manche Szenen empfand ich als genial:
-ACHTUNG SPOILER-
Z.B. die Szene als der Husky in den Käfig zu den anderen Schlittenhunden kommt und die anderen sich zunächst nicht trauen sich zu bewegen.... genial!
Auch die Szenen wo die Mutationen auftauchen, sehen für heutige Verhältnisse noch sehr gut aus (zumindest zum größten Teil). Latex mit rotem Glibberschleim überzogen verfehlt seine Wirung eben nicht.
Leider sieht das Blut (das literweise spritzt) teilweise aus wie Himbeermarmelade (will heißen es ist viel zu hell).
-SPOILER ENDE-
Alles in Allem sind solche alten Schinken nur schwer zu bewerten, weil man sie eben nur schwer an heutigen Maßstäben messen kann. Ich schaue mir einfach lieber Filme an, die noch keine 30 Jahre auf dem Buckel haben (Außnahmen bestätigen die Regel) und habe mich daher auch entschlossen mir nur noch ganz wenige alte Schinken zuzulegen- es bringt schließlich nichts, die Blu Rays im Regal verstauben zu lassen.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sein alter von über 30 Jahren sieht man dem Film nur selten an,
dafür braucht er manchmal für die heutige Zeit ein wenig zu lang um in die Gänge zu kommen.
Mich persönlich stört das aber nicht denn ich habe John Carpenters
"Das Ding aus einer anderen Welt" schon sehr früh gesehen, und der Film hat mir damals wirklich Schiss gemacht.
Schiss habe ich heute zwar keinen mehr, aber er baut noch eine gute Portion Spannung und Unbehagen auf.
Die blutigen Spezialeffekte sehen für das hohe alter und für einen John Carpenter Film
(der bekanntlich nie große Budgets zur Verfügung hatte) wirklich gut aus,
mit einer gewissen Trashnote auch aus heutiger Sicht.
Auch wenn nicht alles immer unbedingt schlüssig erscheinen mag zieht die Spannungsschraube bis zum (leider zu kurzen) Finale immer weiter an.
Manchmal hätte ich mir hier und da zwar ein paar aufschlußreiche Erklärungen gewünscht, aber andererseits bleibt so einiges offen für Spekulationen.
Die Musik ist obwohl Ennio Morricone mit daran gearbeitet hat doch ziemlich Carpenter typisch und hört sich genauso an wie in fast jedem seiner Filme
(was nicht unbedingt schlecht ist, hat er doch einen ganz eigenen Stil).
Das Ding aus einer anderen Welt ist ein spannender Horrorfilm der die Zeit ganz gut überlebt hat und den man ohne große Qualitätseinbußungen auch heute noch problemlos gucken kann!

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