Wohl einer der besten Cast´s die jemals für eine Serie zusammengerufen wurde. Mir ist auch klar warum die Serie abgesetzt wurde, denn bei einer Westernserie erwartet man, daß die Akteure auch mal die Pistolen ziehen was leider in Deadwood so gut wie gar nicht vorkommt. Dafür 1 Punkt abzug. Es wird zwar fröhlich drauf losgemordet, aber ein bisschen geballer wäre auch nicht schlecht gewesen. Ansonsten ein absolutes Highlight.
Mir kommt es auch so vor als ob die Macher von Justified das auch so gesehen habenund dort diesen Fehler behoben haben.
Mich erinnert Justified immer an Deadwood, nur mit mehr geballer. Und siehe da, es funktioniert.
Nach " The Walking Dead" und " Game of Thrones" die beste Serie die ich kenne.
Wird von Staffel zu Staffel besser, bis zum völlig enttäuschenden Ende:(
Die Westernserie geht etwas weniger auf Gewalt, Schießerei oder ähnliche Actionelemente ein. Vielmehr sind es die Menschen von Deadwood, die in ihren Beziehung zueinander im Vordergrund stehen. Eine Art Wild-West-Intriegenspiel. Ian McShane spielt wirklich überragend. Timothy Olyphant hat leider nur sehr wenig Rollenanteil.
Bezüglich des Fluchens muss ich bisherigen Kritikern zustimmen. Die sogen. "Flüche" sind immer dieselben und dann kommt schon mal in einem Gespräch 5x der selbe Kraftausdruck vor. Da waren die Autoren scheinbar nicht sehr kreativ.
Ich hab mich auf Deadwood eingelassen und bin gespannt, wie es weitergeht. Auch wenn es eine Serie ist, wo der Suchtfaktor nicht so richtig aufkommen will.
Wer sich die Serie entgehen lässt (Serien-Abbruch hin oder her), wird definiert was verpassen, wenn man sich für (viel zu) gute Serien interessiert. An der Serie war bis zur letzten Folge der 3. Staffel schlicht alles perfekt. Besser und realistischer wurde "Western" nie dargestellt. Alle Schauspieler, wirklich alle sind durchweg grandios. Die Charaktere sind so grenzgenial ausgearbeitet, realistisch - man fiebert auch mit dem widerlichsten Gesindel teilweise mit, so epochal ist das. Keine öden Revolverhelden, kein Gut und kein Böse, keine Duells mit Revolvern und keine Verharmlosung. Von den Kostümen (Alma Garret hat in jeder Folge eine andere Garderobe an, Wahn hoch weiß nicht, ey!) und der Ausstattung will ich gar nicht erst anfangen. Ich würde meine Bude mit Einzelbildern aus der Serie zutapezieren! Und irgendwie bin ich da in den letzten Monaten richtig reingewachsen, in die Stadt Deadwood mit ihren Bewohnern. Es ist die einzigartige Atmosphäre und die anziehende Stimmung, die die Serie so magisch erscheinen lässt und für mich neben Carnivale bisher den optischen Höhepunkt darstellt, was ich an Serien gesehen habe. Wenig Action (aber wenn, dann schon sehr derbe und kurz), dafür ein Vokabular, welches einfach nur der helle Wahnsinn ist, ohne es zu glorifizieren. Die größten Highlights hat die Serie aber in den ungehaltenen Dialogen. Ob zwischen Frau und Mann, Mann und Mann oder Frau und Frau - die gehobene Wortwahl cunt, cocksucker, fuck, fuck, cunt, fucking cocksucker, stinking cunt, fuck oder stupid fucking cocksucker cunt, ist immer allgegenwärtig, immer! Ein wahres Fest! Alle die die Serie noch vor sich haben: genießt es, saugt die Bilder auf, taucht ein in diese dreckige, faszinierende Welt und erfreut euch einfach nur an der Geilheit dieser grandiosen Serie!
Wir sehen uns bestimmt bald wieder auf ein Neues, Cy Tolliver, Trixie, Joanie Stubbs, E. B. Farnum, Charlie Utter, Seth Bullock, Merrick, Ellsworth, Dan, Mr. Wu, Nigger General, Richardson, Tom, Sol Star, Alma Garret und besonders Doc Cochran (!), Calamity Jane (!! was für eine Schauspielerin !!) und natürlich, völlig untertrieben, die beste Serienfigur aller Zeiten: Al "fucking" Swearengen.
Warst du denn von der 1. Folge an direkt "begeistert" ? Ich selber habe vor kurzem die ersten 4 Folgen gesehen und obwohl das alles super aussieht und es nichts wirkliches zu bemängeln gibt will der Funke nicht überspringen und das obwohl ich dem Western Genre alles andere als abgeneigt bin.
Habe die erste Staffel gesehen und kann mich den positiven Kritiken nicht ganz anschließen. Sicher ist Deadwood insgesamt ein guter Wurf, aber Hauptproblem ist für mich, dass die Charaktere nicht so vielschichtig sind wie bspw. in Boardwalk Empire, wo Nucky, Jimmy, Nelson und Co wirklich interessant, weil ambivalent sind. Saloon-Chef Al in Deadwood ist dagegen recht eindimensional, finde ich, zumindest in der ersten Staffel gibt es kaum eine weiche, verletzliche Seite an ihm zu entdecken, auch wenn es die Autoren in der vorletzten Episode dann durch einen Monolog beim Sex nachliefern wollen. Das ständige Gefluche nervt schon auch ein wenig, weil es in dieser Frequenz für mich einfach aufgesetzt wirkt. Auch sind die Schauspielleistungen für mich nicht ganz so weit vorne wie bei anderen Serien. Insbesondere Calamity Jane, aber auch Al wirken forciert, da gefallen sich Schauspieler zu sehr in ihren Rollen, da werden die Sätze am Szenenende dann eben doch mit der üblichen Western-Genre-Coolness raus gepresst, deren Abwesenheit ja Deadwood kennzeichnen sollte.
Weitere kleine Schwachpunkte sind die im Vergleich zu Boardwalk Empire oder Breaking Bad deutlich weniger eleganten Übergänge, die selten einmal durch eine spannende Elipse bereichert werden.
Eine Serie, die den Western-Alltag zeigt, hätte mich sehr interessiert. Aber derbe Flüche, Sex und Gewalt machen für mich noch keinen Alltag aus.
Einer der besten Seriencharaktere überhaupt => Mr. Swearengen ( KULT !!). Halber Spoiler !! Schade dass die Hauptstory irgendwie nicht in die gänge kommen wollte, meiner Meinung nach. Habe mir die ganze Serie nur wegen den Auftritten von Al Swearengen reingepfiffen. Die Autoren sollten sich schämen so einen Charakter (den der Schauspieler auch noch genial spielt) wegen der von Staffel zu Staffel immer lascher werdenden Story in den Sand zu setzen.
Eigentlich hätte Deadwood einer meiner lieblingsserien werden können, wäre da nicht das ende!
Da läuft alles auf einen grandiosen showdown hinaus und was bekommt man serviert? Einen grandiosen Mist. Die serie hätte einen würdigen abschluss verdient, aber das war ich nicht vergönnt.
Grossartig bleibt trotzdem die schauspielerische leistung, von Timothy Olyphant und Ian McShane
Nachdem ich schon für Firefly geheult habe und noch immer nachtrauere..schliesse ich jetzt Deadwood mit ein:( erst im August gesehen und es ging mit gemischten Gefühlen zu Ende:(
Bei meinen Recherchen auf "Moviepilot.de" bin ich auf die Serie Deadwood, gesendet von 2004 - 2006, gestoßen. Der Infotext versprach eine düstere Westernserie. Da ich grade die Wartezeit auf die neuen Staffeln von Game of Throns, Spartacus und The Walking Dead rumkriegen musste dachte ich mir es wäre eine gute Idee mal einen Blick hinein zu werfen in den Wilden Westen.
Wenn wir über Western Sprechen dann gibt es dazu mehrere Definitionen. Eine davon ist der klassische Western. Meist spielt ein gutherziger Sheriff oder Marshall die Hauptrolle und meist sind diese Western nach dem gleichen Muster gestrickt. Ein Revolverheld befreit eine Stadt von einem Skrupellosen Großgrundbesitzer... Rettet die unterdrückten Siedler vor Plünderern... usw. Wir alle kennen duzende Filme dieser Art. Einer der bekanntesten Vertreter dieses Genres ist zB. "Die Glorreichen Sieben". Die meisten Filme dieser Art sind nicht sonderlich realitätsnah... sie zielen auf eine Glorifizierung des Helden ab. Der heroische Revolverheld der aufrecht allen Versuchungen widersteht und nebenbei ganze Garnisonen voller Strauchdiebe mit seinen schweren 6-Schüssern nieder mäht...
Der andere Typus ist der "Anti-Western". Hier gibt es wenig Ehre. Es kommt selten zu großen emphatischen Handlungen... Meist strebt der Protagonist nach Reichtum. Charaktere wie Django oder Clint Eastwood als der "Namenlose" haben diese Rolle geprägt wie kaum andere. Der Anti-Western ist meist düster und behandelt mehr den täglichen Überlebenskampf.
Deadwood passt mehr in die zweite Kategorie als in die erste. Aber richtig mag sie in keine der zur Verfügung stehenden Schubladen passen.
Deadwood spielt mit beiden Elementen. Aber das ganze ist unglaublich gut miteinander verbunden. Es gibt Momente die einen an den Rand der Tränen bringen - man kann lachen und sich selbst dabei beobachten wie man die Fäuste ballt vor Wut. Das Spektrum der Emotionen ist gigantisch. Dennoch überwiegt keine der Stimmungen - alles ist im Gleichgewicht.
Aber schön der Reihe nach...
The Good, the Bad and the Ugly
Man kann das so auslegen das es keine echte Hauptperson gibt. Doch ich sehe schon eine Art roten Faden in der Storyline. Dieser rote Faden ist die Beziehung bzw. der Konflikt zwischen Mr.Bullock und Al "fucking" Swearengen.
Bullock ist ein sehr ehrenvoller Mann der von Emotionen und seinen aufbrausendem Temperament geleitet wird. Er ist der Gute in dieser Geschichte. (Sofern man jemanden wirklich gut nennen kann in Deadwood) Bullock verließ seine Heimat, in Montana, um in Deadwood neu anzufangen. Er eröffnet zusammen mit seinem jüdischen Freund Mr. Star einen Werkzeughandel in Deadwood und schon bald gerät Bullock in etliche Situationen in denen er sich immer wieder neu beweisen muss. Und zeigen welche Art Mann er ist.
Auf der anderen Seite... ein Gott des Bösen... ein Mann - ausgeschissen von der Hölle selbst - Al Swearengen. Bei Al handelt es sich um den Saloon- / Bordell-Besitzer in Deadwood. Er ist gewalttätig und handelt mitunter so wie nur ein Teufel es könnte. Dennoch liebe ich diesen Mann. Er ist Witzig und unglaublich Zynisch. Er ist die Art Arschloch das Mann zwar hasst - für fast alles was er macht - und dennoch will man jeden Satz von ihm hören. Die schauspielerische Leistung steigert sich bis auf den Schauspiel-Olymp. Aber dazu später mehr...
Bullock und Swearengen verbindet eine Beziehung die immer interessanter wird je länger man die Serie guckt. Denn Al ist zwar meistens Böse aber er respektiert Bullock und zeigt ab und an total überraschende Emotionen bzw. sagt Dinge die man von ihm nie erwartet hätte.
Die Nebenhandlungen sind nicht minder gut geschrieben. Denn wir bekommen dutzende Nebendarsteller und jeder ... jeder - ist interessant. Kaum einer wirkt komplett uninteressant. Fast jeder Charakter hat etwas vorfür es sich lohnt ihm zu zuhören. Da wäre zb. der Doktor des Dorfes, der Prediger, der Zeitungsverleger, Die Huren, Der raffgierige schmierige Hotelbesitzer usw.
Das alles haucht der Serie Leben ein - Leben, von dem andere Serien nur träumen können. Denn ob es nun darum geht das zwei Opiumsüchtige einen Chinesenkurier überfallen haben oder - um den Doktor wie er einer verkrüppelten eine Beinschiene baut damit sie wieder gehen kann... all das lenkt nicht ab von der Handlung. Alls das ist Deadwood. Denn der eigentlich Star dieser Serie ist das Dorf.
Deadwood.
Schauspielerische Leistung
Wie in vielen anderen Vertretern des Seriengenres gibt es Glanzlichter und Darbietungen die einem eher weniger zusagen. Doch hingegen zu anderen Serien verfügt Deadwood über ausgezeichnete Schauspieler ua. auch in den Nebenrollen. Einziger Kritikpunkt ist Mr.Bullock - er ist meiner Meinung nach zu überzogen gespielt und die Mimik die Timothy Olyphant als Bullock mitunter an den Tag legt ist manchmal etwas dürftig und wirkt etwas "too-much" - dennoch ist es keine wirklich schlechte Leistung. Da gibt es noch ganz anderes...
Aber es gibt zwei Personen die alle anderen Überstrahlen... das ist Swearengen. Der einen anekelt wegen seiner Boshaftigkeit. Aber er ist so gut gespielt das man den Wunsch bekommt ihn zu verstehen. Sein Handeln zu begreifen. Und letzten Endes will man sehen welchen weg er geht. Die Mimik...die Gestik... alles stimmt. Ich lobe ungern in solchen Tönen da ich das meistens später bereue ...aber er ist für mich auf Platz 2 der Filmbösewichte aller Zeiten.
Platz 1 Heath Ledger als Joker und Platz 2 Ian McShane als Al Swearengen.
Diese Figur fesselt. Grade dann wenn man bereit ist sich vom Schwarz/Weiß-Denken der Masse zu distanzieren. Wenn man den Versuch unternimmt nicht nur in zwei Kategorien zu denken kann man deutlich mehr Spaß an der Serie haben. Ein Mensch ist nicht gut oder Böse. Er ist ein Mensch und er selber muss zeigen was er will und welchen Platz er in dieser Welt hat.
Die andere Person ist der Doktor. Gespielt von Brad Dourif. Und mal ehrlich Leute... Brad Dourif? Ist er nicht für fast all die Personifizierung eines "evil mothrfuckers"? ich kenne ihn fast ausschließlich in Rollen wo er verschlagen und Böse wirkt. Grade seine Rolle als "Grima Schlangenzunge" im "Herrn der Ringe" hat dieses Bild ungemein geprägt. Und doch... Er ist gut. Wirklich gut. Emphatisch. Aufopfernd. Liebenswert und Pflichtbewusst. Dennoch ist auch er nicht unfehlbar. Er zweifelt an sich und leidet wie alle anderen unter den eigenen Dämonen: Und doch. Er ist ein absoluter Lichtfleck im düsteren Deadwood.
Nur wegen diesen zwei Leistungen sollte man Deadwood geguckt haben. Denn so etwas großartiges in Sachen Charakterentwicklung hat nichtmal Lost hinbekommen...
Machart
Alles ist in düsteren Tönen gehalten man hat das Gefühl man könne den Matsch und den Schlamm riechen... Als könnte man den Geruch von Schweiß, Urin und verkippten Whiskey riechen - Der schwer in der Luft liegt. Und unter diesem Geruch ... diese leichte Note von Gewalt und Brutalität. Es ist eine Hard-Boiled Serie. So wie ich sie Liebe. Es wird geflucht und geschimpft als gäbe es kein Morgen. Sex wird offen gezeigt und auch Gewalttätigkeiten sind keine Seltenheit. Die Gewalt ist aber nicht der Hauptbestandteil der Serie - genausowenig wie der Sex. Er gehört halt dazu. Was will man mit einem Bordell in dem nicht gevögelt wird? Was will man mit der Waffe um die Hüfte - wenn man nicht ab und an damit schießt? Das ist der Wilde-Westen. Dreckig. Anarchistisch. Roh.
Doch trotz all dieser durchaus negativen Aspekte gibt es auch eine Menge "feel-good" Momente. Das Gleichgewicht stimmt.
Jede Folge ist knapp 60 Minuten lang. Da es insgesamt über 30 Folgen gibt - lässt sich die Serie Zeit. Und überhastet nichts. Sie ist angenehm zu gucken und verzichtet meist auf Cliffhanger. Man wird nicht gezwungen die nächste Folge zu gucken. Deadwood ist wie ein guter Wein oder Whiskey. Man genießt ihn. Trinkt ihn - aber man würde niemals die ganze Flasche in einem Zug leeren.
Fazit
Ein absolutes Muss. Für jeden. Ob Männlein oder Weiblein ... Deadwood muss man gesehen haben. Lediglich für die armen Irren unter uns die mit Western garnicht anfangen können... die sollten hiervon vielleicht die Finger lassen.
Wer richtig gutes Entertainment sucht ist bei Deadwood richtig - gebt der Serie ne Chance. Die ersten 4 - 6 Folgen muss man geguckt haben, vorher kann und darf man sich kein Urteil erlauben. Denn Deadwood entfaltet sein volles Aroma erst wenn man ein paar Schlücke genommen hat.
Wertung
10 / 10 Punkten... Auf einer Stufe mit "Lost" und "Game of Thrones".
Es erschien mir kaum vorstellbar, dass ein Serienende unbefreidigender sein könnte als das von "Firefly"... jetzt gibt es allerdings Konkurrenz im ähnlichen Gewand.
Wie oft ich allein im Opening-Trailer die Firefly melodie gesummt habe... wieder mal eine Westerngeschichte die nicht zuende erzählt werden kann. Schade!
Grossartige Schauspieler, eine unerreicht dichte Atmosphäre, Authentizität, Spannung und Witz. Nebenbei wird der Werdegang einer anarchistischen Siedlung zu einer geregelten Gesellschaft beleuchtet. Was will man mehr? Zweifelsohne eine der besten Serien überhaupt.
Diese Serie ist grosses Kino. Das übliche Schwarz-Weiss/Gut-Böse-Schema findet hier keinen Platz. Der Alltag im wilden Westen wird unverblümt dargestellt, genauso wie die Leute, die als Prototypen des US-Bürgers zu verstehen sind.
Stellvertretend für alle steht der brilliante Ian McShane in seiner komplexen Rolle als Al Swearengen, einem Saloonbesitzer, Machtmenschen und Fürsorger.
Unterhaltsame Geschichte aus einer Zeit, als das wichtigste Gadget noch nicht das Iphone, sondern das Stellmesser war, und zwielichtige Gestalten in einer rechtsfreien Zone für Recht sorgen mussten, ob sie nun wollten oder nicht. Einfach herrlich!
Ganz anders als alles was ich bisher an Western-Settings gesehen habe.
Dreckig, Blutig, Echt. Die Atmosphäre dieser ganzen Szenerie ist einfach packend, es gibt hier keine Helden, ein Charakter ist zerrissener und gebrochener als der andere, und jeder hat seine Schattenseiten. Ein Muss für Serienfreunde!
Damit die Enttäuschung am Ende der §. Staffel nicht allzu lange anhält, empfehle ich danach Hell on Wheels (um im Western-Thema zu bleiben) oder Sons of Anarchy, wenn es auch mehr PS sein dürfen. ;)
Ich rede nicht lange um den heißen Brei. Die wohl beste Serie, die ich bisher gesehen habe. Nicht zuletzt auf Grund der vielen genial ausgearbeiteten Charaktere, die einem trotz de vielen Gräueltaten, doch ganz schön ans Herz wachsen können.
Das "Ende", von dem viele Enttäuscht waren, ist wirklich nicht die Wucht, doch durch aus verkraftbar, wenn es nach mir geht. Wer soll denn George Hearst auch ersetzen?
@duffy: und wo hast du das durchgeplante ende gesehen? ich fühlte mich schon etwas allein gelassen (evtl. meinen kommentar auf der sopranos seite kommentiern, da das hier nicht hergehört)
??? naja geschmäcker sind verschieden, ich bin nach wie vor großer fan der serie, aber ich hätte mir schon erwartet das sich die story wie ein roter faden bis zum schluss durchzieht (insbesondere die beziehung zwischen melphy und tony), das ende der sechsten staffel wird in den letzten drei episoden "schnell-schnell" zusammengeschraubt, mir kommts so vor als hätte es der regiesseur etwas eilig gehabt die serie abzuschließen...SPOILER: Tony kündigt kurzhand seine Therapie, erledigt schnell noch seinen letzten gegner und geht dann mit seiner familie essen und dann wird mitten in der laufenden szene auf ein schwarzes bild.....SPOILER ENDE
so ein ende hätte man schon bei staffel 2,3,4 oder 5 machen können, zu wenig herz und fantasie für einen serienschluss finde ich, aber wie gesagt ändert nix dran das es einer meiner lieblingsserien ist ;)
Sehr authentische Serie, die den wilden Westen atmosphärisch dicht zeigt. So, wie er wirklich war und dessen auftretende Charaktere mehrheitlich damals gelebt und Geschichte geschrieben haben. Die durchweg herausragende Leistung der Protagonisten und die dreckige Darstellung der blühenden Goldgräbersiedlung "Deadwood" machen diese Serie zu meinem absoluten Liebling des Genres, weit vor Spielbergs "Into the West"!
Wermutstropfen ist die bereits erwähnte Einstellung der Serie nach der dritten Staffel. Und das, weil der Produzent sich angeblich zeitgleich für eine "Surferserie!!" verpflichtet hat. *kopfschüttel
Jap, freu mich schon, die Serie n zweites Mal zu schauen, und werde mich garantiert wieder ärgern, am Ende der dritteln Staffel! Aber kann mich ja drauf einstellen... :D
..konnte ich übrigens nicht. Ich war genauso erschüttert wie beim ersten Mal. Allerdings geht derzeit "Hell on Wheels" in eine ähnliche Richtung. Und über den Schmerz hinweg geholfen hat mir Sons of Anarchy.. ^^
Kommentare
über Deadwood
Omniviewer Fri, 24 May 2013 11:09:17 -0000
Kommentar löschenWohl einer der besten Cast´s die jemals für eine Serie zusammengerufen wurde. Mir ist auch klar warum die Serie abgesetzt wurde, denn bei einer Westernserie erwartet man, daß die Akteure auch mal die Pistolen ziehen was leider in Deadwood so gut wie gar nicht vorkommt. Dafür 1 Punkt abzug. Es wird zwar fröhlich drauf losgemordet, aber ein bisschen geballer wäre auch nicht schlecht gewesen. Ansonsten ein absolutes Highlight.
Mir kommt es auch so vor als ob die Macher von Justified das auch so gesehen habenund dort diesen Fehler behoben haben.
Mich erinnert Justified immer an Deadwood, nur mit mehr geballer. Und siehe da, es funktioniert.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
ndwai Thu, 09 May 2013 15:54:15 -0000
Kommentar löschenNach " The Walking Dead" und " Game of Thrones" die beste Serie die ich kenne.
Wird von Staffel zu Staffel besser, bis zum völlig enttäuschenden Ende:(
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Filmegucker84 Mon, 25 Mar 2013 12:00:02 -0000
Kommentar löschenCool. Sehr Cool.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
movie.critic Tue, 05 Mar 2013 22:05:01 -0000
Kommentar löschenDeadwood - willkommen im Dreck!
Die Westernserie geht etwas weniger auf Gewalt, Schießerei oder ähnliche Actionelemente ein. Vielmehr sind es die Menschen von Deadwood, die in ihren Beziehung zueinander im Vordergrund stehen. Eine Art Wild-West-Intriegenspiel. Ian McShane spielt wirklich überragend. Timothy Olyphant hat leider nur sehr wenig Rollenanteil.
Bezüglich des Fluchens muss ich bisherigen Kritikern zustimmen. Die sogen. "Flüche" sind immer dieselben und dann kommt schon mal in einem Gespräch 5x der selbe Kraftausdruck vor. Da waren die Autoren scheinbar nicht sehr kreativ.
Ich hab mich auf Deadwood eingelassen und bin gespannt, wie es weitergeht. Auch wenn es eine Serie ist, wo der Suchtfaktor nicht so richtig aufkommen will.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Louis Cyphre Sat, 19 Jan 2013 17:45:29 -0000
Kommentar löschenWer sich die Serie entgehen lässt (Serien-Abbruch hin oder her), wird definiert was verpassen, wenn man sich für (viel zu) gute Serien interessiert. An der Serie war bis zur letzten Folge der 3. Staffel schlicht alles perfekt. Besser und realistischer wurde "Western" nie dargestellt. Alle Schauspieler, wirklich alle sind durchweg grandios. Die Charaktere sind so grenzgenial ausgearbeitet, realistisch - man fiebert auch mit dem widerlichsten Gesindel teilweise mit, so epochal ist das. Keine öden Revolverhelden, kein Gut und kein Böse, keine Duells mit Revolvern und keine Verharmlosung. Von den Kostümen (Alma Garret hat in jeder Folge eine andere Garderobe an, Wahn hoch weiß nicht, ey!) und der Ausstattung will ich gar nicht erst anfangen. Ich würde meine Bude mit Einzelbildern aus der Serie zutapezieren! Und irgendwie bin ich da in den letzten Monaten richtig reingewachsen, in die Stadt Deadwood mit ihren Bewohnern. Es ist die einzigartige Atmosphäre und die anziehende Stimmung, die die Serie so magisch erscheinen lässt und für mich neben Carnivale bisher den optischen Höhepunkt darstellt, was ich an Serien gesehen habe. Wenig Action (aber wenn, dann schon sehr derbe und kurz), dafür ein Vokabular, welches einfach nur der helle Wahnsinn ist, ohne es zu glorifizieren. Die größten Highlights hat die Serie aber in den ungehaltenen Dialogen. Ob zwischen Frau und Mann, Mann und Mann oder Frau und Frau - die gehobene Wortwahl cunt, cocksucker, fuck, fuck, cunt, fucking cocksucker, stinking cunt, fuck oder stupid fucking cocksucker cunt, ist immer allgegenwärtig, immer! Ein wahres Fest! Alle die die Serie noch vor sich haben: genießt es, saugt die Bilder auf, taucht ein in diese dreckige, faszinierende Welt und erfreut euch einfach nur an der Geilheit dieser grandiosen Serie!
Wir sehen uns bestimmt bald wieder auf ein Neues, Cy Tolliver, Trixie, Joanie Stubbs, E. B. Farnum, Charlie Utter, Seth Bullock, Merrick, Ellsworth, Dan, Mr. Wu, Nigger General, Richardson, Tom, Sol Star, Alma Garret und besonders Doc Cochran (!), Calamity Jane (!! was für eine Schauspielerin !!) und natürlich, völlig untertrieben, die beste Serienfigur aller Zeiten: Al "fucking" Swearengen.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
latelow Sat, 19 Jan 2013 21:22:59 -0000
Antwort löschenWarst du denn von der 1. Folge an direkt "begeistert" ? Ich selber habe vor kurzem die ersten 4 Folgen gesehen und obwohl das alles super aussieht und es nichts wirkliches zu bemängeln gibt will der Funke nicht überspringen und das obwohl ich dem Western Genre alles andere als abgeneigt bin.
Louis Cyphre Thu, 21 Feb 2013 16:52:52 -0000
Antwort löschenNein, ich war eigentlich erst ab der 2. Folge begeistert! *g*
hrubesch Sat, 19 Jan 2013 15:31:35 -0000
Kommentar löschenHabe die erste Staffel gesehen und kann mich den positiven Kritiken nicht ganz anschließen. Sicher ist Deadwood insgesamt ein guter Wurf, aber Hauptproblem ist für mich, dass die Charaktere nicht so vielschichtig sind wie bspw. in Boardwalk Empire, wo Nucky, Jimmy, Nelson und Co wirklich interessant, weil ambivalent sind. Saloon-Chef Al in Deadwood ist dagegen recht eindimensional, finde ich, zumindest in der ersten Staffel gibt es kaum eine weiche, verletzliche Seite an ihm zu entdecken, auch wenn es die Autoren in der vorletzten Episode dann durch einen Monolog beim Sex nachliefern wollen. Das ständige Gefluche nervt schon auch ein wenig, weil es in dieser Frequenz für mich einfach aufgesetzt wirkt. Auch sind die Schauspielleistungen für mich nicht ganz so weit vorne wie bei anderen Serien. Insbesondere Calamity Jane, aber auch Al wirken forciert, da gefallen sich Schauspieler zu sehr in ihren Rollen, da werden die Sätze am Szenenende dann eben doch mit der üblichen Western-Genre-Coolness raus gepresst, deren Abwesenheit ja Deadwood kennzeichnen sollte.
Weitere kleine Schwachpunkte sind die im Vergleich zu Boardwalk Empire oder Breaking Bad deutlich weniger eleganten Übergänge, die selten einmal durch eine spannende Elipse bereichert werden.
Eine Serie, die den Western-Alltag zeigt, hätte mich sehr interessiert. Aber derbe Flüche, Sex und Gewalt machen für mich noch keinen Alltag aus.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
MrSwearengen Sat, 01 Dec 2012 22:31:21 -0000
Kommentar löschenEiner der besten Seriencharaktere überhaupt => Mr. Swearengen ( KULT !!). Halber Spoiler !! Schade dass die Hauptstory irgendwie nicht in die gänge kommen wollte, meiner Meinung nach. Habe mir die ganze Serie nur wegen den Auftritten von Al Swearengen reingepfiffen. Die Autoren sollten sich schämen so einen Charakter (den der Schauspieler auch noch genial spielt) wegen der von Staffel zu Staffel immer lascher werdenden Story in den Sand zu setzen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Zariel Tue, 09 Oct 2012 15:50:06 -0000
Kommentar löschenIan McShane ...nuff said!
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
swissroland Tue, 07 Aug 2012 16:36:47 -0000
Kommentar löschenEigentlich hätte Deadwood einer meiner lieblingsserien werden können, wäre da nicht das ende!
Da läuft alles auf einen grandiosen showdown hinaus und was bekommt man serviert? Einen grandiosen Mist. Die serie hätte einen würdigen abschluss verdient, aber das war ich nicht vergönnt.
Grossartig bleibt trotzdem die schauspielerische leistung, von Timothy Olyphant und Ian McShane
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
MarkRenton Thu, 08 Nov 2012 16:27:58 -0000
Antwort löschenEs sollten ja eigentlich auch noch zwei Filme kommen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deadwood_(Fernsehserie)
T.F.Redcow Sat, 21 Jul 2012 14:55:43 -0000
Kommentar löschenWenn es nicht wirklich wichtigeres gäbe als das, würde ich nahezu jeden Tag heulen, dass Deadwood nicht zuende gebracht wurde ;)
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
silverFF Tue, 04 Sep 2012 10:41:55 -0000
Antwort löschenNachdem ich schon für Firefly geheult habe und noch immer nachtrauere..schliesse ich jetzt Deadwood mit ein:( erst im August gesehen und es ging mit gemischten Gefühlen zu Ende:(
Tom S. Jaeger Wed, 23 May 2012 09:43:52 -0000
Kommentar löschenDeadwood
Bei meinen Recherchen auf "Moviepilot.de" bin ich auf die Serie Deadwood, gesendet von 2004 - 2006, gestoßen. Der Infotext versprach eine düstere Westernserie. Da ich grade die Wartezeit auf die neuen Staffeln von Game of Throns, Spartacus und The Walking Dead rumkriegen musste dachte ich mir es wäre eine gute Idee mal einen Blick hinein zu werfen in den Wilden Westen.
Wenn wir über Western Sprechen dann gibt es dazu mehrere Definitionen. Eine davon ist der klassische Western. Meist spielt ein gutherziger Sheriff oder Marshall die Hauptrolle und meist sind diese Western nach dem gleichen Muster gestrickt. Ein Revolverheld befreit eine Stadt von einem Skrupellosen Großgrundbesitzer... Rettet die unterdrückten Siedler vor Plünderern... usw. Wir alle kennen duzende Filme dieser Art. Einer der bekanntesten Vertreter dieses Genres ist zB. "Die Glorreichen Sieben". Die meisten Filme dieser Art sind nicht sonderlich realitätsnah... sie zielen auf eine Glorifizierung des Helden ab. Der heroische Revolverheld der aufrecht allen Versuchungen widersteht und nebenbei ganze Garnisonen voller Strauchdiebe mit seinen schweren 6-Schüssern nieder mäht...
Der andere Typus ist der "Anti-Western". Hier gibt es wenig Ehre. Es kommt selten zu großen emphatischen Handlungen... Meist strebt der Protagonist nach Reichtum. Charaktere wie Django oder Clint Eastwood als der "Namenlose" haben diese Rolle geprägt wie kaum andere. Der Anti-Western ist meist düster und behandelt mehr den täglichen Überlebenskampf.
Deadwood passt mehr in die zweite Kategorie als in die erste. Aber richtig mag sie in keine der zur Verfügung stehenden Schubladen passen.
Deadwood spielt mit beiden Elementen. Aber das ganze ist unglaublich gut miteinander verbunden. Es gibt Momente die einen an den Rand der Tränen bringen - man kann lachen und sich selbst dabei beobachten wie man die Fäuste ballt vor Wut. Das Spektrum der Emotionen ist gigantisch. Dennoch überwiegt keine der Stimmungen - alles ist im Gleichgewicht.
Aber schön der Reihe nach...
The Good, the Bad and the Ugly
Man kann das so auslegen das es keine echte Hauptperson gibt. Doch ich sehe schon eine Art roten Faden in der Storyline. Dieser rote Faden ist die Beziehung bzw. der Konflikt zwischen Mr.Bullock und Al "fucking" Swearengen.
Bullock ist ein sehr ehrenvoller Mann der von Emotionen und seinen aufbrausendem Temperament geleitet wird. Er ist der Gute in dieser Geschichte. (Sofern man jemanden wirklich gut nennen kann in Deadwood) Bullock verließ seine Heimat, in Montana, um in Deadwood neu anzufangen. Er eröffnet zusammen mit seinem jüdischen Freund Mr. Star einen Werkzeughandel in Deadwood und schon bald gerät Bullock in etliche Situationen in denen er sich immer wieder neu beweisen muss. Und zeigen welche Art Mann er ist.
Auf der anderen Seite... ein Gott des Bösen... ein Mann - ausgeschissen von der Hölle selbst - Al Swearengen. Bei Al handelt es sich um den Saloon- / Bordell-Besitzer in Deadwood. Er ist gewalttätig und handelt mitunter so wie nur ein Teufel es könnte. Dennoch liebe ich diesen Mann. Er ist Witzig und unglaublich Zynisch. Er ist die Art Arschloch das Mann zwar hasst - für fast alles was er macht - und dennoch will man jeden Satz von ihm hören. Die schauspielerische Leistung steigert sich bis auf den Schauspiel-Olymp. Aber dazu später mehr...
Bullock und Swearengen verbindet eine Beziehung die immer interessanter wird je länger man die Serie guckt. Denn Al ist zwar meistens Böse aber er respektiert Bullock und zeigt ab und an total überraschende Emotionen bzw. sagt Dinge die man von ihm nie erwartet hätte.
Die Nebenhandlungen sind nicht minder gut geschrieben. Denn wir bekommen dutzende Nebendarsteller und jeder ... jeder - ist interessant. Kaum einer wirkt komplett uninteressant. Fast jeder Charakter hat etwas vorfür es sich lohnt ihm zu zuhören. Da wäre zb. der Doktor des Dorfes, der Prediger, der Zeitungsverleger, Die Huren, Der raffgierige schmierige Hotelbesitzer usw.
Das alles haucht der Serie Leben ein - Leben, von dem andere Serien nur träumen können. Denn ob es nun darum geht das zwei Opiumsüchtige einen Chinesenkurier überfallen haben oder - um den Doktor wie er einer verkrüppelten eine Beinschiene baut damit sie wieder gehen kann... all das lenkt nicht ab von der Handlung. Alls das ist Deadwood. Denn der eigentlich Star dieser Serie ist das Dorf.
Deadwood.
Schauspielerische Leistung
Wie in vielen anderen Vertretern des Seriengenres gibt es Glanzlichter und Darbietungen die einem eher weniger zusagen. Doch hingegen zu anderen Serien verfügt Deadwood über ausgezeichnete Schauspieler ua. auch in den Nebenrollen. Einziger Kritikpunkt ist Mr.Bullock - er ist meiner Meinung nach zu überzogen gespielt und die Mimik die Timothy Olyphant als Bullock mitunter an den Tag legt ist manchmal etwas dürftig und wirkt etwas "too-much" - dennoch ist es keine wirklich schlechte Leistung. Da gibt es noch ganz anderes...
Aber es gibt zwei Personen die alle anderen Überstrahlen... das ist Swearengen. Der einen anekelt wegen seiner Boshaftigkeit. Aber er ist so gut gespielt das man den Wunsch bekommt ihn zu verstehen. Sein Handeln zu begreifen. Und letzten Endes will man sehen welchen weg er geht. Die Mimik...die Gestik... alles stimmt. Ich lobe ungern in solchen Tönen da ich das meistens später bereue ...aber er ist für mich auf Platz 2 der Filmbösewichte aller Zeiten.
Platz 1 Heath Ledger als Joker und Platz 2 Ian McShane als Al Swearengen.
Diese Figur fesselt. Grade dann wenn man bereit ist sich vom Schwarz/Weiß-Denken der Masse zu distanzieren. Wenn man den Versuch unternimmt nicht nur in zwei Kategorien zu denken kann man deutlich mehr Spaß an der Serie haben. Ein Mensch ist nicht gut oder Böse. Er ist ein Mensch und er selber muss zeigen was er will und welchen Platz er in dieser Welt hat.
Die andere Person ist der Doktor. Gespielt von Brad Dourif. Und mal ehrlich Leute... Brad Dourif? Ist er nicht für fast all die Personifizierung eines "evil mothrfuckers"? ich kenne ihn fast ausschließlich in Rollen wo er verschlagen und Böse wirkt. Grade seine Rolle als "Grima Schlangenzunge" im "Herrn der Ringe" hat dieses Bild ungemein geprägt. Und doch... Er ist gut. Wirklich gut. Emphatisch. Aufopfernd. Liebenswert und Pflichtbewusst. Dennoch ist auch er nicht unfehlbar. Er zweifelt an sich und leidet wie alle anderen unter den eigenen Dämonen: Und doch. Er ist ein absoluter Lichtfleck im düsteren Deadwood.
Nur wegen diesen zwei Leistungen sollte man Deadwood geguckt haben. Denn so etwas großartiges in Sachen Charakterentwicklung hat nichtmal Lost hinbekommen...
Machart
Alles ist in düsteren Tönen gehalten man hat das Gefühl man könne den Matsch und den Schlamm riechen... Als könnte man den Geruch von Schweiß, Urin und verkippten Whiskey riechen - Der schwer in der Luft liegt. Und unter diesem Geruch ... diese leichte Note von Gewalt und Brutalität. Es ist eine Hard-Boiled Serie. So wie ich sie Liebe. Es wird geflucht und geschimpft als gäbe es kein Morgen. Sex wird offen gezeigt und auch Gewalttätigkeiten sind keine Seltenheit. Die Gewalt ist aber nicht der Hauptbestandteil der Serie - genausowenig wie der Sex. Er gehört halt dazu. Was will man mit einem Bordell in dem nicht gevögelt wird? Was will man mit der Waffe um die Hüfte - wenn man nicht ab und an damit schießt? Das ist der Wilde-Westen. Dreckig. Anarchistisch. Roh.
Doch trotz all dieser durchaus negativen Aspekte gibt es auch eine Menge "feel-good" Momente. Das Gleichgewicht stimmt.
Jede Folge ist knapp 60 Minuten lang. Da es insgesamt über 30 Folgen gibt - lässt sich die Serie Zeit. Und überhastet nichts. Sie ist angenehm zu gucken und verzichtet meist auf Cliffhanger. Man wird nicht gezwungen die nächste Folge zu gucken. Deadwood ist wie ein guter Wein oder Whiskey. Man genießt ihn. Trinkt ihn - aber man würde niemals die ganze Flasche in einem Zug leeren.
Fazit
Ein absolutes Muss. Für jeden. Ob Männlein oder Weiblein ... Deadwood muss man gesehen haben. Lediglich für die armen Irren unter uns die mit Western garnicht anfangen können... die sollten hiervon vielleicht die Finger lassen.
Wer richtig gutes Entertainment sucht ist bei Deadwood richtig - gebt der Serie ne Chance. Die ersten 4 - 6 Folgen muss man geguckt haben, vorher kann und darf man sich kein Urteil erlauben. Denn Deadwood entfaltet sein volles Aroma erst wenn man ein paar Schlücke genommen hat.
Wertung
10 / 10 Punkten... Auf einer Stufe mit "Lost" und "Game of Thrones".
bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
pufaxx Wed, 23 May 2012 10:13:16 -0000
Antwort löschenIch bin eigentlich überhaupt kein Freund von Western-Zeug. Aber nach dem Kommentar echt interessiert.
Raccoon Fri, 29 Jun 2012 08:49:07 -0000
Antwort löschenDas Thema hat mich auch erst abgeschreckt, habe Deadwood jetzt aber auf meine Merkliste gesetzt. Danke für die Review!
cpt.oneeye Fri, 30 Mar 2012 19:44:10 -0000
Kommentar löschenGrossartige Serie mit der höchsten Dichte an Kraftausdrücken. Vor allem Ian McShane als Al "Fucking" Swearengen überzeugt. Und Wu ;)
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
BAD ONI0N Wed, 07 Mar 2012 15:33:03 -0000
Kommentar löschenEs erschien mir kaum vorstellbar, dass ein Serienende unbefreidigender sein könnte als das von "Firefly"... jetzt gibt es allerdings Konkurrenz im ähnlichen Gewand.
Wie oft ich allein im Opening-Trailer die Firefly melodie gesummt habe... wieder mal eine Westerngeschichte die nicht zuende erzählt werden kann. Schade!
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
nilswachter Sun, 26 Feb 2012 21:25:46 -0000
Kommentar löschenGrossartige Schauspieler, eine unerreicht dichte Atmosphäre, Authentizität, Spannung und Witz. Nebenbei wird der Werdegang einer anarchistischen Siedlung zu einer geregelten Gesellschaft beleuchtet. Was will man mehr? Zweifelsohne eine der besten Serien überhaupt.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
nilswachter Sun, 26 Feb 2012 21:44:14 -0000
Antwort löschenHab ich noch nicht gesehen duffy :/. Bis jetzt kenn ich nur Staffel 1 :).
Jonassi Wed, 15 Feb 2012 14:06:43 -0000
Kommentar löschenWarum habe ich davon noch nie gehört? Verflucht! Hätte ich es mir sparen können mir hin und wieder das olle Walking Dead reinzuziehen.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Eigenbrötler Wed, 15 Feb 2012 14:21:11 -0000
Antwort löscheno_O "Deadwood" und "The Walking Dead" kann man nicht wirklich vergleichen. Außer, dass sie beide großartig sind... ;)
Dirtydeeds Sun, 22 Jan 2012 17:29:44 -0000
Kommentar löschenDiese Serie ist grosses Kino. Das übliche Schwarz-Weiss/Gut-Böse-Schema findet hier keinen Platz. Der Alltag im wilden Westen wird unverblümt dargestellt, genauso wie die Leute, die als Prototypen des US-Bürgers zu verstehen sind.
Stellvertretend für alle steht der brilliante Ian McShane in seiner komplexen Rolle als Al Swearengen, einem Saloonbesitzer, Machtmenschen und Fürsorger.
Unterhaltsame Geschichte aus einer Zeit, als das wichtigste Gadget noch nicht das Iphone, sondern das Stellmesser war, und zwielichtige Gestalten in einer rechtsfreien Zone für Recht sorgen mussten, ob sie nun wollten oder nicht. Einfach herrlich!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
HH_Knorke1993 Mon, 02 Jan 2012 02:02:43 -0000
Kommentar löschenGanz anders als alles was ich bisher an Western-Settings gesehen habe.
Dreckig, Blutig, Echt. Die Atmosphäre dieser ganzen Szenerie ist einfach packend, es gibt hier keine Helden, ein Charakter ist zerrissener und gebrochener als der andere, und jeder hat seine Schattenseiten. Ein Muss für Serienfreunde!
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
freakualizer Mon, 02 Jan 2012 18:39:45 -0000
Antwort löschenDamit die Enttäuschung am Ende der §. Staffel nicht allzu lange anhält, empfehle ich danach Hell on Wheels (um im Western-Thema zu bleiben) oder Sons of Anarchy, wenn es auch mehr PS sein dürfen. ;)
Alle 3 Antworten zeigen
HH_Knorke1993 Wed, 04 Jan 2012 16:54:01 -0000
Antwort löschenKlingen beide interessant ;-) Auf jedenfall schonmal vormerken! Danke
freakualizer Wed, 04 Jan 2012 18:06:22 -0000
Antwort löschenGerne. Ohne Tipps von hier wären beide auch noch unbekannt. ^^
pxl Mon, 07 Nov 2011 16:51:11 -0000
Kommentar löschenIch rede nicht lange um den heißen Brei. Die wohl beste Serie, die ich bisher gesehen habe. Nicht zuletzt auf Grund der vielen genial ausgearbeiteten Charaktere, die einem trotz de vielen Gräueltaten, doch ganz schön ans Herz wachsen können.
Das "Ende", von dem viele Enttäuscht waren, ist wirklich nicht die Wucht, doch durch aus verkraftbar, wenn es nach mir geht. Wer soll denn George Hearst auch ersetzen?
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
pxl Mon, 07 Nov 2011 16:53:05 -0000
Antwort löschen*enttäuscht
freakualizer Mon, 02 Jan 2012 18:36:37 -0000
Antwort löschenDann viel Spass mit Sons of Anarchy, die Serie tröstet bestimmt erstmal. ^^
Looki Tue, 06 Sep 2011 10:41:11 -0000
Kommentar löschenfällt mir schwer eine serie durchzuschaun wo ich weiß das es mich am ende nerven wird das es kein ende gibt -.-
mich hat das ende von den sopranos schon genervt aber wenn es hier noch aprupter aufhört, meide ich es lieber...
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten
Looki Tue, 06 Sep 2011 12:24:40 -0000
Antwort löschen@duffy: und wo hast du das durchgeplante ende gesehen? ich fühlte mich schon etwas allein gelassen (evtl. meinen kommentar auf der sopranos seite kommentiern, da das hier nicht hergehört)
Looki Tue, 06 Sep 2011 12:32:51 -0000
Antwort löschenklar kann das ende von den sopranos geplant gewesen sein, aber die art wie es geplant war war iwie dieser serie nicht würdig
SpiceWeasel Tue, 06 Sep 2011 13:45:13 -0000
Antwort löschenSopranos hat das perfekte Ende mMn! =)
Looki Tue, 06 Sep 2011 14:30:41 -0000
Antwort löschen??? naja geschmäcker sind verschieden, ich bin nach wie vor großer fan der serie, aber ich hätte mir schon erwartet das sich die story wie ein roter faden bis zum schluss durchzieht (insbesondere die beziehung zwischen melphy und tony), das ende der sechsten staffel wird in den letzten drei episoden "schnell-schnell" zusammengeschraubt, mir kommts so vor als hätte es der regiesseur etwas eilig gehabt die serie abzuschließen...SPOILER: Tony kündigt kurzhand seine Therapie, erledigt schnell noch seinen letzten gegner und geht dann mit seiner familie essen und dann wird mitten in der laufenden szene auf ein schwarzes bild.....SPOILER ENDE
so ein ende hätte man schon bei staffel 2,3,4 oder 5 machen können, zu wenig herz und fantasie für einen serienschluss finde ich, aber wie gesagt ändert nix dran das es einer meiner lieblingsserien ist ;)
Alle 6 Antworten zeigen
Eton Thu, 08 Sep 2011 19:40:12 -0000
Antwort löschendie szene am ende is gespickt von symbolen und zeichen, die ziemlich sicher darauf hindeuten, was das plötzliche dunkle bild zu bedeuten hat.
Looki Fri, 09 Sep 2011 11:10:00 -0000
Antwort löschendann bitte ich um aufklärung :)
freakualizer Thu, 31 Mar 2011 19:55:43 -0000
Kommentar löschenSehr authentische Serie, die den wilden Westen atmosphärisch dicht zeigt. So, wie er wirklich war und dessen auftretende Charaktere mehrheitlich damals gelebt und Geschichte geschrieben haben. Die durchweg herausragende Leistung der Protagonisten und die dreckige Darstellung der blühenden Goldgräbersiedlung "Deadwood" machen diese Serie zu meinem absoluten Liebling des Genres, weit vor Spielbergs "Into the West"!
Wermutstropfen ist die bereits erwähnte Einstellung der Serie nach der dritten Staffel. Und das, weil der Produzent sich angeblich zeitgleich für eine "Surferserie!!" verpflichtet hat. *kopfschüttel
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
Chris12zero Thu, 31 Mar 2011 22:57:48 -0000
Antwort löschenGehört auch zu einer meiner Lieblingsserien !!
Ian McShane als Al Swearengen war der absolute Knaller !! ;)
freakualizer Fri, 01 Apr 2011 16:21:08 -0000
Antwort löschenWar auch meine Lieblingsfigur!
Chris12zero Fri, 01 Apr 2011 20:13:24 -0000
Antwort löschenKonnt ich mir schon fast denken !! ^^
Alle 5 Antworten zeigen
freakualizer Fri, 03 Jun 2011 16:59:33 -0000
Antwort löschenJap, freu mich schon, die Serie n zweites Mal zu schauen, und werde mich garantiert wieder ärgern, am Ende der dritteln Staffel! Aber kann mich ja drauf einstellen... :D
freakualizer Wed, 04 Jan 2012 18:08:41 -0000
Antwort löschen..konnte ich übrigens nicht. Ich war genauso erschüttert wie beim ersten Mal. Allerdings geht derzeit "Hell on Wheels" in eine ähnliche Richtung. Und über den Schmerz hinweg geholfen hat mir Sons of Anarchy.. ^^
Deine Meinung zu Deadwood
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zur Serie Deadwood