Julio Sacchi
Julio Sacchi aus Berlin heißt Hasko Baumann, ist 41 Jahre alt. Er hat sich 2009/03/17 11:25:46 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1024 Filme bewertet und legendäre 850 Kommentare geschrieben. Regisseur, Autor, Adolf Grimme-Preis "Regie" 2006; Co-Herausgeber "Das Manifest" (www.dasmanifest.com) Mehr
| Name | Hasko Baumann |
|---|---|
| Alter | 41 |
| Stadt | Berlin |
| Geschlecht | männlich |
| Schreibt sonst für | Das Manifest |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Michael Caine, James Woods, Tomas Milian |
| Ich bin Fan von: | |
| Meine Lieblingsregisseure: | Alfred Hitchcock, William Friedkin, Walter Hill, Sam Peckinpah |
| Über mich | Regisseur, Autor, Adolf Grimme-Preis "Regie" 2006; Co-Herausgeber "Das Manifest" (www.dasmanifest.com) |
Dame König As Spion
Julio Sacchi 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/02/08 11:16:19
Zugegeben: Alfredson macht es dem Zuschauer nicht leicht. Die akkurate Darstellung von Geheimdienstlern der 70er als schweigsame Beamte in einem müden und freudlosen Alltag verlangt vor allem in der ersten Stunde einiges an Geduld. Doch was der hochtalentierte Regisseur genauso präzise auf die Leinwand bringt, ist die Grundstimmung des Kalten Krieges - das Mißtrauen, die Mißgunst, die Angst. Die totale Entmenschlichung spiegelt sich in tragischen Verlusten, die Alfredson klug, aber nicht kalt, auf Nebenschauplätzen abhandelt. Doch ganz im Regen stehen lassen will er uns glücklicherweise doch nicht und schenkt uns die schönste Coda der jüngeren Filmgeschichte.
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Aviator
Julio Sacchi 7.5 "Sehenswert" 2012/02/07 10:44:35
(...) Doch auch AVIATOR ist kein großartiger Film geworden, weil Scorsese wie in so manchen Filmen seines Spätwerks das Tempo nicht halten kann und sich in den repetetiven Anhörungsszenen allzu lange verliert: Die Luft ist raus, bevor Hughes zum letzten Mal abhebt. Was die zu diesem Zeitpunkt schon etwas klapprige Kiste zusammenhält, ist die überragende Vorstellung von Leonardo DiCaprio, der den Film zu jeder Zeit beherrscht, ob als aufgedrehter Jungspund oder weggetretener Tycoon, vom milchgesichtigen Millionär mit großen Träumen bis zum manischen Selbstzerstörer.
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Larry Crowne
Julio Sacchi 3.0 "Schwach" 2012/02/06 13:11:58
Am erschreckendsten an LARRY CROWNE ist der Gedanke, daß dem verdienten Schauspieler Tom Hanks so etwas tatsächlich gefällt. Das Drehbuch schrieb er mit Nia Varlados, deren BIG FAT GREEK WEDDING er genauso produzierte wie sämtliche ihrer Reinfälle danach, und Varlados verkocht die ohnehin schon verschwindend dünne Story mit den abgehangensten Klischees zum ungenießbaren Brei.
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Wer ist Hanna?
Julio Sacchi 6.0 "Ganz gut" 2012/02/06 08:55:58
Ein Genrefilm für Leute, die Genrefilme nicht mögen: Überkandideltes Actionmärchen, mal unglaublich prätentiös, mal auf den billigstmöglichen Effekt hin inszeniert, mit schwachen, verschníttenen Actionszenen und einem fürchterlich gestrigen Fourtothefloor-Score der Chemical Brothers, die wohl die letzten zehn Jahre unterm Stein verbracht haben. Cate Blanchett schlägt sich zunächst recht wacker als Bösewicht, verfällt zum Ende hin aber wieder in ihre heißgeliebte Grimassiererei. So ganz traut sich der Film das Märchenkonzept dann doch nicht zu; das Finish entlarvt die Göre als handelsüblichen Bourne-Klon. Totally overhyped.
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diceman 2012/02/06 09:53:04
Antwort löschenBOURNE-Klon ... hmm, kann man sogar so stehen lassen; mag den dann aber lieber als das Original. Das Märchen-Element fand ich jetzt auch nicht tragend genug, um mich daran längerfristig aufzugeilen; als nettes Gimmick okay. Verschnittene Action-Szenen? Zumindest in der Szene, wenn Eric Bana in Berlin aus dem Bus aussteigt, muß man doch aber als Purist Freudentränen vergießen ... die ist nämlich in einem Take gedreht!
Julio Sacchi 2012/02/06 10:31:49
Antwort löschenDas weiß ich auch, aber was soll's? Druck hat die Szene trotzdem keinen.
Hisayasu S 2012/02/06 14:45:38
Antwort löschen@Dice: Wenn Du auf so One-Take-Spielereien stehst: Hast Du Universal Soldier 4 gesehen? Da gibt's auch eine ziemlich lange und wahnsinnig geile.
diceman 2012/02/06 15:03:57
Antwort löschenSelbstverständlich! :-) Meintest sicherlich den Messer-Fight im Hausflur, oder? Mochte den 4ten auch sehr. Das Finale von CHILDREN OF MEN ist allerdings die Härte, was One-Take-Action angeht.
Hisayasu S 2012/02/06 15:29:46
Antwort löschenJa, den Messerkampf. Hach, toller Film. Mittlerweile schon 4xmal gesehen.
der cineast 2012/02/06 16:10:03
Antwort löschenBei CHILDREN OF MEN ist das durch digitale Effekte zustande gekommen.
der cineast 2012/02/06 16:10:45
Antwort löschenHasko, was war den an dem Film toll? Die 6 rechtfertigt so gar nix.
Mr Vincent Vega 2012/02/06 16:21:40
Antwort löschenDie Tracking Shots in CHILDREN OF MEN sind die besten aller Zeiten, dagegen nehmen sich die ausstellerischen Takes bei Sleaze-Opi De Palma wie Kindergarten aus. Digital getrickst wird mittlerweile immer. Die Szene im Auto hat Monate an Vorbereitungszeit gebraucht, zu bestaunen auf der DVD. Zu HANNA: Ultrakunst. Aber natürlich nix für Leute, die Filme gern so inszeniert haben wollen, wie sie es für "richtig" halten. Der wagt eben noch etwas: Zaghafte Poesie im Actionfilm. Und das auch noch als Entstehungsgeschichte der Zivilisation. Das Köpfchen schaut mit.
der cineast 2012/02/06 17:01:00
Antwort löschen"These sequences were extremely difficult to film, although the effect of continuity is sometimes an illusion, aided by CGI effects."
der cineast 2012/02/06 18:40:34
Antwort löschenDarf ich nicht liebevoll meine Zustimmung bekunden und Dich unterstützen? :)
Mr Vincent Vega 2012/02/06 19:59:36
Antwort löschenSo ist das eben mit den armen Säuen, die in Bochum (!) "studiert" haben.
Julio Sacchi 2012/02/06 20:07:56
Antwort löschenHaha! Du bist einfach super, ich strecke die Waffen!
Killer Elite
Julio Sacchi 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/02/04 11:01:40
Schneller, richtig praller Actionthriller mit einem fast schon aufreizend souveränen Startrio. Regisseur McKendry hat das immer weiter ausufernde Personenarsenal fest im Griff und läßt seine Protagonisten in atemloser Geschwindigkeit um die Welt rasen, ohne jemals irgendwas aus dem Ruder laufen zu lassen. KILLER ELITE braucht weder überkandidelte Schauwerte oder ausgestellte Brutalitäten, um über irgendwelche Schwächen hinwegzutäuschen; der Film setzt auf charismatische Figuren und Tempo, Tempo, Tempo. Ein ausgezeichneter Jungsfilm ohne überflüssiges Fett.
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Cowboys & Aliens
Julio Sacchi 5.5 "Geht so" 2012/02/04 10:56:45
Ein Film mit diesem Titel kann doch eigentlich entweder nur grossartig oder total scheiße sein. COWBOYS & ALIENS nordet sich aber leider in der Todeszone dazwischen ein und macht es sich allzu gemütlich. Das liegt zum einen an einem von zig Autoren kaputtgedoktorten Drehbuch, das den Reiz der titelgebenden Idee zu keiner Sekunde ausschöpft und mit dem strikten Abhaken uralter Klischees langweilt,…
Ein Film mit diesem Titel kann doch eigentlich entweder nur grossartig oder total scheiße sein. COWBOYS & ALIENS nordet sich aber leider in der Todeszone dazwischen ein und macht es sich allzu gemütlich. Das liegt zum einen an einem von zig Autoren kaputtgedoktorten Drehbuch, das den Reiz der titelgebenden Idee zu keiner Sekunde ausschöpft und mit dem strikten Abhaken uralter Klischees langweilt, zum anderen an der geradezu bocklosen Biedermann-Regie von Jon Favreau. Hier hat man einfach mal ein paar Schauspieler in eine Westernstadt gestellt und dann ein paar ziemlich unwürdig animierte Computeraliens drüberfliegen lassen, das war's: Die zwei Welten bleiben so disparat wie im Titel. Allein Daniel Craig rettet sich mit einer ausgesprochen charismatischen Darstellung aus der vor allem enttäuschenden Affäre; sehr schade.
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diceman 2012/02/06 21:27:32
Antwort löschenCOWBOYS AND ALIENS hätte von Freddie Wong gedreht werden sollen ... da macht dann sogar Favreau eine halbwegs gute Figur:
http://www.youtube.com/watch?v=71YsRO6G7Ks
Hostel 3
Julio Sacchi 4.0 "Uninteressant" 2012/01/27 17:44:43
Die recht gelungene Darstellung der Online-Kommerzialisierung der Folterindustrie im zweiten Teil weicht einer komplett absurden Szenerie, in der nun die Quälerei vor gutsituierten, zahlenden Besuchern stattfindet, denen leicht bekleidete Kellnerinnen die Drinks zum Grand Guignol servieren. Die Verankerung in der - überhöhten - Realität der Vorgänger, die sie auch über das unangenehme Gefühl von das-könnte-Dir-auch-passieren hinaus interessant machte, geht über Bord. So ist HOSTEL 3 vor allem eines: Langweilig.
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18 Stunden bis zur Ewigkeit
Julio Sacchi 7.5 "Sehenswert" 2012/01/23 13:53:12
Stark besetzter Katastrophenthriller, dank Richard Lesters sehr spezieller Regie trotz formelhafter Story ein echtes Kleinod. Gewitzt erzählt Lester Handlunsgabläufe parallel und schenkt wichtige Informationen auch mal aus dem Off nach. Für einen Gag oder eine Konfrontation reicht ihm mitunter der Umschnitt auf ein einziges Bild. Deswegen liegt dieser Film, in dem ein arschcooler Richard Harris eine Riege charismatischer Stars anführt, auch ein paar Knoten vor der Konkurrenz.
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Die Seewölfe kommen
Julio Sacchi 5.5 "Geht so" 2012/01/23 13:47:51
Roger Moore geht einem tierisch auf den Sack in diesem Film. Nach jedem seiner Sätze reißt er die Augen auf und glotzt sein Gegenüber an, als wolle er sagen "War das geil? War DAS geil?!" Ob nun nach der von seinem 007 gewohnten Schmierbalz (glotz: "Baby, jetzt kommst DU!"), nach einem von 007 gewohnten total ironischen Kommentar (glotz: "Verstehste? VERSTEHSTE WIE GEIL DER WAR?") oder einem von 007 gewohnten strategischen Einwurf (glotz: "Ha! Da guckste"), immer kommt der Moore-Stierblick. Gregory Peck beschränkt sich auf hektisches Kopfwackeln, nur David Niven ist mal wieder formvollendet als britscher Gentleman. Ansonsten tattern hier haufenweise abgewrackte Tommies durch ein unaufgeregtes Kriegsabenteuer. Die Wildgänse sind müde.
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Fright Night
Julio Sacchi 7.0 "Sehenswert" 2012/01/22 13:28:47
Als Remake das übliche Vergurke, vom Sex und dem genüßlichen Homo-Subtext des Originals ist genau null übrig geblieben. Aber als eigenständiger Film ist das hier ein extrem unterhaltsamer Horror-Spaß mit der gekonnt evozierten Spätsommer-Gruselstimmung der 80er, wo im fahlen Licht schöne Menschen schlimme Dinge tun (müssen). Da der Film den Zuschauer schon viel zu früh über die Nachtaktivitäten des neuen Nachbarn (schön und schön schräg: Farrell) in Kenntnis setzt, kann man nur staunen, wieviel Dampf er noch in der zweiten Hälfte macht. Und Imogen Poots. Mein Gott. Imogen Poots!
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Angel
Julio Sacchi 6.5 "Ganz gut" 2012/01/18 17:36:04
Schöner 80er-Sleazer von New World Pictures, sozusagen die L.A.-Version von NATALIE - ENDSTATION BABYSTRICH. Weil schoolgirl by day, hooker by night aber noch nicht reicht, treibt auch noch ein irrer Nuttenkiller sein Unwesen. Wie so oft im B-Film von damals zeichnet sich auch dieser kleine Reißer durch authentisches Millieu aus, der Hollywood Boulevard riecht nach geplatzten Träumen. Ein buntes Arsenal von Nebenfiguren (u.a. Rory Calhoun und die schrille Susan Tyrell), gelegentlich aufblitzender Dialogwitz ("What are you doing?" - "I'm dying, goddammit") und ein wenig Action möbeln die Posse ordentlich auf. Elaine Giftos hat einen überragenden Auftritt als Frau vom Jugendamt und nimmt gleich den ganzen Film mit nach Hause.
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Hisayasu S 2012/01/18 20:30:01
Antwort löschenGeilo! Guckste auch die ganzen Fortsetzungen? Ich hoffe doch!
diceman 2012/01/19 00:51:20
Antwort löschenUi, ich glaube, den will ich auch mal gucken. Uzumaki hatte den, glaube ich, zu Forums-Zeiten mal im Bilder-Rate-Thread vorgestellt.
Hisayasu S 2012/01/19 00:56:29
Antwort löschenIch glaub, ich hatte bei keinem Film in den letzten Jahren so oft die DVD in der Hand....warum ich nie zugelangt hab, weiß ich auch nicht. Aber jetzt, nachdem Obi-Wan Baumann ANGEL abgesegnet hat, lang ich wirklich zu.
diceman 2012/01/19 01:15:26
Antwort löschenGibt's den auch als Blu-Ray? :-D
Nee, Scherz beiseite. Überlege aber gerade tatsächlich, ob ich nicht direkt bei der Achor Bay-Box mit allen drei Teilen zuschlage ... Mag meinen Sleaze gerne in 16:9 und Anna-Morpf.
diceman 2012/01/19 01:31:15
Antwort löschenSo, geschehen ... wehe, ich mag die nicht!
Und mangels Forum frag ich einfach mal hier nach: kennt einer von euch zufällig folgende beiden Titel (STREETS und ANGEL IN RED) aus dem Corman-Classics-Reihe?
http://3.bp.blogspot.com/-0MR533oGrbU/TrXDsA_LcZI/AAAAAAAAArI/ej7hHFLfIT4/s1600/Streets_AngelInRedCover72dpi.jpeg
Habe gerade sowieso so 'ne Art Roger-Corman-Mini-Retro am Laufen, da würden die gut reinpassen. Ansonsten jetzt aber erstmal gute Nacht, und so.
Hisayasu S 2012/01/19 01:45:58
Antwort löschen@AB-Box: Hol ich auch. Aber: Es gibt noch einen vierten Film...
@Corman-Doppel: Da muss ich passen. Nur mal was über STREETS gelesen - soll ein Jugendrama sein.
Julio Sacchi 2012/01/19 08:39:53
Antwort löschenDie Box hab ich auch. Kostet ja nun wirklich nicht viel. Ist der vierte Teil nicht ne Mogelpackung?
Hisayasu S 2012/01/19 09:56:09
Antwort löschenNjein, offenbar ein Pilotfilm zu einer ANGEL-Serie, die nie gedreht wurde.
Hände weg von meiner Tochter
Julio Sacchi 5.5 "Geht so" 2012/01/18 15:13:57
Ganz vergnügliche Komödie, die einem damals allerdings lustiger vorkam. Stan LOVE AT FIRST BITE Dragoti hat durchaus Stil, holt aus den konservativen Kalamitäten aber auch nur das Nötigste raus. Beste Szene, wie bei den meisten US-Durchschnittskomödien der 80er, ist die Montage zu Yellos "Oh Yeah". SHE'S OUT OF CONTROL leidet hauptsächlich unter Hauptdarsteller Tony Danza; der Film hätte um einiges besser sein können, hätte ein ausgewiesener Komödiant wie Chevy Chase, Steve Martin oder vielleicht sogar James Belushi die Rolle des obsessiven Vaters gespielt.
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The Fighters 2: Beatdown
Julio Sacchi 1.5 "Ärgerlich" 2012/01/18 12:14:38
Eingeölte, durchtrainierte Männerkörper, die sich im gleißenden Sonnenlicht mit stählernen Sehnen bis zur Selbstaufgabe pushen; Männer, die sich umarmen, abklatschen, anlachen auf dem Weg zur nächsten Rangelei; Männer, die in den Seilen eines Boxrings hängen, wobei der eine den anderen von hinten in die Knoten drückt... Moment mal, ist das der neue David DeCoteau oder ein Screening in der Blue Oyster Bar? Nix dergleichen, hier liegt das unaufgeforderte Sequel zur Schlägergurke THE FIGHTERS vor. Die unselige Kombination aus Collegefilm und Prügel-Flick sorgt auch hier für Bauchschmerzen, homophobe Actionfans dürften sich angesichts der megagayen Bodyprahlerei unangenehm berührt im Fernsehsessel winden.
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Die Meute
Julio Sacchi 6.5 "Ganz gut" 2012/01/17 21:25:05
Gut gemachter Tierschocker, in dem nervige Tölen zu blutgierigen Bestien werden und Joe Don Baker und seinen Freunden ordentlich zusetzen. Hat was; besonders das Finish dreht die Spannungschrauben ziemlich fest nach rechts. Gehorcht grösstenteils den Vorgaben des Subgenres, aber wer würde anderes erwarten?
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Blue Heat
Julio Sacchi 7.5 "Sehenswert" 2012/01/17 21:21:05
Im Grunde ein handelsüblicher Streetnight-Actioner der 90er, der aufrechte Cops gegen fiese Anzugträger antreten lässt (in diesem Fall mit überdeutlichen Parallelen zur Noriega-Affäre). Da das Polizistenquartett aber aus dem Traumteam Dennehy/Fahey/Pantoliano/Paxton besteht und der Brite MacKenzie mit Flair und besonders berückender Ausleuchtung inszeniert, liegt THE LAST OF THE FINEST oberhalb der Schublade. Eine gute Story, der das Kraftpaket Brian Dennehy so richtig Dampf unterm Arsch macht. Die geisterhafte Version des "Star Spangled Banner" im Abspann setzt dann nochmal eins drauf.
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Karriere mit links
Julio Sacchi 4.0 "Uninteressant" 2012/01/17 14:04:03
Wie die meisten Bob Clark-Filme ist auch diese wenig plausible Justiz-Dramedy viel zu grell inszeniert. Judd Nelson ist schrecklich als ehrgeiziger Hotshot-Anwalt, dessen Kapriolen vor Gericht stets vom Auditorium bejubelt und beklatscht werden, wie auch jeder seiner "flotten Sprüche" stets das Kichern seiner Kollegen erntet. Ein Teufelskerl! Der Filou mit Yuppie-Tolle verhebt sich jedoch bald am Fall eines mordverdächtigen Professors (verschlagen: John Hurt) und schaut den eigenen Moralprinzipien ins Gesicht. Elizabeth Perkins rettet so manchen Dialog mit dem zu Recht Razzie-nominierten Nelson, der grösstenteils anstrengende und laute Film steht aber im Regen.
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Straw Dogs - Wer Gewalt sät
Julio Sacchi 5.5 "Geht so" 2012/01/17 09:36:17
Wieso muß das Remake eines Meisterwerks so aussehen? Rod Lurie hat ja ständig betont, er würde Peckinpahs "Ansichten" nicht teilen. Deswegen ist sein STRAW DOGS eine vermeintlich politisch korrekte Backwoods-Posse geworden, so weit wie möglich entfernt von der verstörenden Studie archaischer Gewalt und des territorialen Imperativs, die das Original war; frei von jeglichen Ambivalenzen…
Wieso muß das Remake eines Meisterwerks so aussehen? Rod Lurie hat ja ständig betont, er würde Peckinpahs "Ansichten" nicht teilen. Deswegen ist sein STRAW DOGS eine vermeintlich politisch korrekte Backwoods-Posse geworden, so weit wie möglich entfernt von der verstörenden Studie archaischer Gewalt und des territorialen Imperativs, die das Original war; frei von jeglichen Ambivalenzen und mit dem ganz dicken Pinsel gemalt. Als ansehbarer, durchaus unterhaltsamer Hochglanztrasher ohne die geringste Nachhaltigkeit paßt der Film somit natürlich mal wieder bestens in die heutige Zeit. Marsden bleibt blass, Woods knallchargiert sich ins Gary Busey-Limbo, aber ausgerechnet Kate Bosworth überrascht mit einer absolut herausragenden Leistung. Man kann Luries Film vergleichen mit, sagen wir mal, Paradise Losts Coverversion von "How Soon Is Now" der Smiths. Rockt schon irgendwie, der Song ist eben einfach gut, aber alle Nuancen sind weg und was Morrissey und Marr uns mit auf den Weg geben wollten, säuft in mutlos geschredderten Bratzgitarren ab.
Ein deutsches Remake wäre interessant gewesen; im Osten angesiedelt und von Dominik Graf inszeniert.
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Final Destination 5
Julio Sacchi 6.0 "Ganz gut" 2012/01/17 09:26:26
Fraglos besser als die beiden Vorgänger, aber das sagt erstmal nicht viel; der cartooneske Digitalsplatter ist hier kaum verdaulicher als in Teil 4. Dafür hat die fünfte Sensenmann-Posse recht robusten Humor und die seit dem zweiten Teil beste Katastrophensequenz zu bieten, auch die Kills sind elaboriert, aber gottlob nicht mehr ganz so überkandidelt wie zuletzt. Leider sieht das Ganze aus wie ein leerer Kaugummiautomat und schmeckt auch so.
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Gästebuch
kahaujiko 2012/02/05 16:29:40
deine aufschlussreichen kommentare sind echt eine gute entscheidungshilfe^^ immer, wenn du einen film so richtig lobst, weiß ich: den finde ich bestimmt scheiße, und wenn du einen film so richtig verreißt: der wird bestimmt ein highlight für mich.
huggies dafür, julio, weiter so *sein glas mit bremsflüssigkeit erneut erheb*
Joeyjoejoe17 2011/11/21 13:41:48
Top Kommentare und ein ausgewählter Geschmack verleiten mich dazu, dir eine Anfrage zu schicken :>
lieber_tee 2011/10/11 02:21:15
Hallo Hasko,
mag deine Filmkritiken gerade weil wir nur einen bedingt ähnlichen (Film-) Geschmack haben. Sind gut, pointiert geschrieben.
fkfilmkritik 2011/08/09 22:40:20
HI!
Ich schicke dir mal eine Anfrage, da ich deine Kommentare mag.
Grüße. :)
hoffman587 2011/07/18 17:45:44
Da ich deine Kritiken mag und sie auf dem Dashboard sehen möchte, da schick ich dir einfach mal eine Anfrage:)
boxcarhobo 2011/03/12 17:40:50
Gegen den Strom schwimmen ist leider seit den 80ern nicht mehr cool. Und bei deinen Kritiken, so sprachlich ausgefeilt sie auch sein mögen, erhält man leider allzu oft den Eindruck, dass es dir nur darum geht: Hauptsache dagegen!
der cineast 2011/03/06 00:36:36
Ich feier deine Kritiken und werde jetzt eine Freundschaftsanfrage rausshauen, was soll aber der Adolf-Grimme Preis Regie da oben?
Hast iwie einen Deadline-Schreibstil im positiven Sinne, mal für die geschrieben?
JimiHendrix 2010/10/01 01:39:58
du wärst ein würdiger titelträger der goldenen himbeere für die schlechtesten filmkritiken^^
Real. 2010/05/01 00:46:30
Ich bekom zu dir 43%, habe aber glaube ich noch keine Kritik von dir gelesen dir mir auch nur annähernd zusagt. Allein schon das du zwei meiner Lieblingsfilme in der Luft zerrissen hast würde dafür sorgen das wir bei nem gemeinsamen Kinobesuch am Ende mit gebrochenen Nasen heimgehen ... ;)
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Hasko Baumann ist Kritiker für Das Manifest.
Hasko Baumann schreibt als Kritiker für Das Manifest.




















Grossartiger Thriller, der gleich mehrere von Hitchcocks Lieblingsmotiven in sein spannendes Mysterium einflicht und nicht zuletzt deswegen keinen Tag gealtert ist. Zu einem jazzy Score von Quincy Jones kämpft Gregory Peck gegen das Vergessen und all diese Unbekannten, die ihn durch die Straßen New Yorks hetzen. Der trockene Humor und eine ganze Reihe farbenfroher Nebenfiguren verleihen MIRAGE das gewisse Etwas; sein Spitzentrumpf ist jedoch Walter Matthau, der als wohlmeinender Privatdetektiv diesen tollen Film mit nach Hause nimmt.