Die dunkelste Stunde - Kritik

Darkest Hour / AT: Churchill - Die dunkelste Stunde

GB · 2017 · Laufzeit 126 Minuten · FSK 6 · Drama, Historienfilm · Kinostart
Du
  • 8 .5

    Top Verfilmung von einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte. Gary Oldman ist einfach überragend , wobei auch der restliche Cast u.a. Lily James und Ben Mendelsohn überzeugen.
    Bei der Abschlussrede hatte ich Gänsehaut.

    Für jeden der gute Filme mag und sich für Geschichte interessiert absolut zu empfehlen.

    • 8

      Ein interessantes period piece über den Anfang von Churchills Amtszeit. Der Film braucht ziemlich lang, um in die Gänge zu kommen, weil die ganzen Irrungen und Wirrungen in der ersten Hälfte nicht unbedingt das mitreißendste Kino darstellen. Sobald es aber um Dunkirchen und Operation Dynamo geht, nimmt der Film enorm an Fahrt auf und wird ziemlich packend. Churchills Kampf gegen seine politischen Widersacher und seine sympathische Art und sein trockener Humor machen den Film dann äußerst kurzweilig und packend in dieser zweiten Hälfte. Die Reden sind logischerweise mit die Highlights des Films und die streitbarste (weil kitschige) Szene beim gemeinen VOlk in der Tube hat mir persönlich echt gut gefallen, weil sie dem Charakter eine interessante neue Schicht gibt, auch wenn die Szene historisch kompletter Bullshit ist. Gary Oldman (unter dem Makeup fast nicht zu erkennen, wenn man nicht auf die Augen achtet) spielt sehr stark, auch wenn ich es schade finde, dass er für diesen Film seinen Oscar bekommen hat. Ben Mendelsohn als King George war wie immer stark und endlich mal nicht getypecastet und auch Lily James hat mir wieder mal ganz gut gefallen, auch wenn sie nicht so viel zu tun hatte. Relativ generisches Biopic mit einer mäßigen ersten Hälfte und paar schlimmen Shots, aber mit einem interessanten Thema, einer guten Dramaturgie und einem stark aufgelegten Gary Oldman, der dem Zuschauer diese ikonische politische Figur gut näherbringt.

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      • 7

        Winston Churchill übernimmt 1940 den undankbaren Posten des britischen Premierministers. Voller Schrullen und Marotten, launisch und provozierend bietet er dem uneinigen Parlament und den Nazis die Stirn…

        Joe Wright zeigt den ehemaligen Premier Großbritanniens in einer Ausnahmesituation, während die nahezu gesamte britische Armee in Dünkirchen eingekesselt ist. Dabei wird Churchill als volksnaher Visionär porträtiert, was allerdings nur ein Teil der Wahrheit war. Hier macht es ihn zumindest sehr menschlich, leider aber auch etwas zu sympathisch. Bei 1:29:30 hat die Figur einen aber in einer Szene, die man so gar nicht mehr erwartet hatte. Und letztendlich ist es nun mal ein Film, und keine Dokumentation.

        Gary Oldman (sofern er es unter der Maske und dem Make-Up auch wirklich ist) brilliert hier auf ganzer Linie, inhalierte Churchills Mimiken und Gesten scheinbar über Monate und liefert eine mehr als glaubwürdige Kopie der geschichtsträchtigen Figur ab. Auch Ben Mendelsohn als King George gefiel mir ausgesprochen gut.

        Im Double mit DUNKIRK dürfte DIE DUNKELSTE STUNDE einen großartigen Sonntagnachmittag mit dem Hauch von Geschichte erfüllen und alles andere als langweilen . . .

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        • 5
          YupYum 24.09.2018, 00:09 Geändert 06.10.2018, 04:02

          All die hohen Bewertungen hier zu "Darkest Hour" (2017) kann ich nur damit erklären, dass Gary Oldman grossen Kultstatus geniesst und mit seiner äusserlichen Verwandlung (und Intonierung) zu Winston Churchill schauspielerisch bestimmt wieder hohe Massstäbe setzt (und dafür auch den Oscar gewann).

          Doch für mich ist der ganze Film nur eine theoretisch abgehandelte, staubtrockene und zu akribisch aufgearbeitete Geschichtslektion geworden, die lediglich einen kleinen zeitlichen Fokus der strategischen Vorkomnisse zeigt, sich in den Dialogen stetig wiederholt oder durch ellenlange Reden verzettelt, daher oft langweilt und kaum wirkliche Emotionen transportiert. Die zwei einzigen Frauenrollen (mit der eigentlich grossen Kristin Scott Thomas) sind als mögliche Farbtupfer zu blass und zu nichtssagend ausgefallen. Der Film ist als Fazit einfach zu eintönig und zu langatmig, es fehlt komplett an dramaturgischer Abwechslung - und somit werden die 2 Stunden irgendwann zur Odyssée der intellektuellen Abgehobenheit und zur spannungslosen Durchhalteübung. Ich kenne den anderen Churchill-Film mit Brian Cox nicht - ist er wohl besser geworden?

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          • 7 .5

            Zurecht hat Gary Oldman für diese Leistung einen Oskar bekommen. Churchill und die Ereignisse zu dieser Zeit in England sind hochinteressant und wissenswert. Großartig ist auch Ben Mendelsohn als König, der Vater der heute noch amtierenden Queen Elizabeth II (siehe Serie "The Crown").

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            • 6 .5

              Gary Oldman war Fantastisch und die U-Bahn Szene, ist einfach Genial!

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              • Spoiler Alarm:

                Hitler verliert den Krieg.

                • 8 .5

                  Gary Oldman krönt mit dieser grandiosen Darstellung seine ohnehin schon grandiose Karriere. Als Winston Churchill zeigt er in dieser ungeheuer spannenden Geschichtsstunde das Porträts eines der größten Politiker aller Zeiten mit allen charakterlichen Schwächen und Stärken.
                  Gerade als Gegenpol zu "Dunkirk" erhält man hier die eher politische Sicht auf die damaligen Ereignisse. Besonders im O-Ton ganz stark.

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                  • 7 .5
                    Martyman 28.07.2018, 00:24 Geändert 28.07.2018, 00:25

                    Überragend gespieltes Polit-Drama mit einer begeisternden Leistung des völlig zurecht mit dem Oscar ausgezeichneten und kaum wiederzuerkennenden Gary Oldman! Klar, manchmal wird ein wenig zu viel gesprochen, aber wer das Geschehen in "Darkest Hour" konzentriert verfolgt, wird mit einem brillanten Exkurs in die Geschichte des Zweiten Weltkriegs aus der Sicht Churchills belohnt. Historical movie at its best!

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                    • 1
                      Carlyx 10.07.2018, 22:27 Geändert 10.07.2018, 22:30

                      Tut mir ja leid, der Film mag ja vielleicht halbwegs passabel sein aber es wird einiges unterschlagen.
                      Er war auch ein Kriegsverbrecher, der den Krieg wollte.

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                      • 6 .5

                        Ein gut gespielter, großartig gefilmter, aber bei weitem zu unangenehm pathetisch inszenierter Film über Churchill.
                        Nie wirklich Politdrama, aber auch nie wirklich Charakterstudie, pendelt Joe Wright mal mehr mal weniger geschickt durch die dunkelste Stunde für das Empire (bis 2016). Die Art des Filmes, wie er pathetisch daher kommt, ist genau das was die Briten gerade brauchen, aber bei weitem nicht das was der Film braucht.

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                        • 7

                          Hier mußte ich recht schnell feststellen daß mich der Film in seiner Gesamtheit stark überfordert: vor allem der historische Kontext ist für ein schlichtes Gemüt wie das meine deutlich zuviel. Immerhin kam der Film relativ knapp nach „Dunkirk“; wodurch die dort erwähnten Punkte und die Lage in Dünnkirchen einigermaßen präsent war, aber trotzdem ist mir der Gesamtzusammenhang nicht so zugegangen wie es sollte. Also mußte ich den Film auf andere Stärken in betrachten, und das kann ja am Ende nur eine sein: Gary Oldman. Als kauziger, oftmals lustiger Kerl rennt er durch den Film und schnattert sich den Mund fusselig, meist in Szenen wo in fast schwarzweißer Beleuchtung viele gewichtige Männer stehen die er mit seinen feurigen Reden in seinen Bann zieht, wobei ich das wahre Highlight in der Szene sehe in der Churchhill sich in eine normale Bahn setzt und das Volk um seine Meinung bittet. Alleine das, aber vorrangig die energiegeladene Vorstellung Oldmans machen den Film vergnüglich, interessant und selbst wenn man nicht alle Zusammenhänge soweit hinkriegt spannend. Wann kriegt man schonmal einen Kriegsfilm in dem nur geredet wird?

                          Fazit: Mag für Nicht Historiker etwas anstrengend sein, unterhält aber bestens mit Gary Oldman in redseliger Bestform!

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                            Osmium 18.06.2018, 22:25 Geändert 19.10.2018, 21:39

                            Historiendrama mit tollen Kulissen. Die erste Hälfte hat mir gut gefallen, danach zieht es sich etwas. Es ist für mich schwierig zu beurteilen wie nahe die Darstellung von Winston Churchill tatsächlich an der Wahrheit ist und wieviel überdramatisiert wurde. Besonders das Verhalten der Menschen in der Underground Szene wirkt aber reichlich unglaubwürdig.

                            Zum einem ist es sicher die stark verkürzte Darstellung im Film, zum anderen bin ich wohl einfach ein Kind einer anderen Zeit, aber in Churchills Reden im Film kommt für mich die mehrfach betonte sprachliche Genialität einfach nicht rüber - immerhin ein zentrales Thema des Films.

                            Verschwiegen wird auch der nicht ganz unwichtige Fakt, dass in der Abschlussrede "We shall fight on the beaches" die Evakuierung bereits als unerwartet großer Erfolg (bzw. Schadensbegrenzung) feststand und damit die Grundlage für die Fortsetzung des Krieges bildete. Die Lage des Empires war weiterhin prekär, aber nicht mehr scheinbar hoffnungslos wie noch einige Tage zuvor. Churchill hat die Moral seiner Landsleute also nicht allein am Rhetorik-Zopf aus dem Sumpf gezogen wie es der Film darstellt.

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                              ***Droggelbecher's Oscar-Wallfahrt*** Part 2: Die dunkelste Stunde

                              Im Jahr 2018 mit 2 Oscars ausgezeichnet für den besten Hauptdarsteller Gary Oldman und für das beste Make-Up und die besten Frisuren.

                              Eine unglaublich starke Leistung von Gary Oldman! Der Film wird im Grunde nur von Ihm getragen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie authentisch er in die Rolle von Winston Churchill schlüpft. Und beeindruckend, gegen was für Widerstand in den eigenen Reihen ein Churchill kämpfen musste. Wäre dieser Mann nicht gewesen, dann wären die Geschichte und der Krieg vielleicht anders verlaufen.

                              Passend dazu gibt es den Film "Dunkirk", der parallel die Ereignisse im französischen Dunkerque erzählt.

                              Ich finde es gut, dass hier wirklich der Fokus auf die Politik und nicht auf den Krieg vor Ort gelegt wird. So erhält man einen guten Blick für die damaligen Ereignisse.

                              Von mir 8 von 10 Punkten für eine grandiose schauspielerische Leistung und eine authentische Erzählung, die zu keiner Zeit langweilig wird.

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                              • 7

                                Manchmal sind es eben Kleinigkeiten, die einen Film groß machen. Wenn auch nicht gänzlich unvergesslich, erweist sich "Die Dunkelste Stunde" dann halt doch wieder als eines dieser Porträts einer historisch bedeutsamen Persönlichkeit, das einen Blick hinter den öffentlichen Vorhang ermöglicht. Und eine Darstellung bietet, die durchaus die Frage aufwirft, ob der übergewichtige, kettenrauchende und saufende Winston Churchill wirklich der selbe Premier ist, der sein Volk durch den Zweiten Weltkrieg führte.

                                Joe Wright ist dabei ein Kriegsfilm an der Heimatfront gelungen, der viel von der bevorstehenden Bedrohung einer Invasion vermitteln kann. Dabei auf nachgestellte Schlachtszenen beinahe völlig verzichtet und sich eher auf den politischen Nervenkrieg daheim konzentriert.

                                Gary Oldman darf mal wieder, und zwar vollends, unter einem Make-Up brillieren, das tatsächlich als echte Errungenschaft seiner Zunft anerkannt werden muss. Hier sieht jedes Kilo zuviel natürlich aus. Ist jede Spur des Alters kaum von der Vorstellung des echten Oldman unterscheidbar. Womit "Die Dunkelste Stunde" schon einen Sieg einfährt und kaum etwas von der Schlangengrube ablenkt, in die Churchill mit dem Aufstieg ins höchste politische Amt gestoßen wird.

                                Allenfalls ist es natürlich wieder so ein Quentchen pathetischer Überbetonung, die an mancher Stelle die Brisanz und Bedeutung jenes herrschenden Moments zu betonen versucht. Ob nun bei den Stellen über den befürchteten Fall von Dünkirchen, die Fahrt in der U-Bahn und so manch intim gemeinte Stelle.

                                Es bleibt dennoch ein durchweg spannungsgeladener Blick auf einen streitbaren Charakter, der die große Bürde trug, den Landmännern und -frauen die Notwendigkeit des Durchhaltens und der Kriegsführung gegen die Deutschen näherzubrinngen. Natürlich muss Spannung in diesem Kontext anders definiert werden. Damit ist dann eben keine atemlose Dramaturgie gemeint, die im Minutentakt neue Zerwürfnisse und Katastrophen aufziehen lässt.

                                Spannend ist an "Die Dunkelste Stunde" vor allem die Tatsache, welche Machtspiele im Angesicht des Krieges geführt wurden und wie der knurrige Churchill oftmals mit dem Rücken zur Wand stand.

                                Womit der Film sicherlich als Charakter-Porträt nicht allumfassend und derart komplex ausgefallen ist, dass sich, auch Nicht-Kennern der Biografie, derart neuartige Erkenntnisse erschließen mögen. Allerdings funktioniert der Film schon so wie er ist. Als ein Auszug aus den Tagen, als viele Mächtige meinten, der Sturm sei noch abwendbar, wenn sie doch schon beinahe in dessen Mitte standen.

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                                • 3

                                  Unterhaltsam aber realitätsfremd as hell..die dramaturgisch stark hervorgehobene rhetorik ist zum fremdschämen..
                                  Edward bernays und co. lassen grüßen...

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                                  • 7

                                    [...] Letzten Endes unterwirft sich „Die dunkelste Stunde“ dramaturgischen Regeln und erklärt Churchill zum Helden, der er wohl nur bedingt war. Doch dass Drehbuchautor Anthony McCarten („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) eine emotionale, positive Abrundung anstrebt, ist völlig legitim. Wie kontrovers der Premierminister und seine Politik waren, scheint zur Genüge durch. Und selbst, wenn man vor den pathetischen Momenten zurückschreckt, bleibt ein entscheidendes Argument für den Film: Gary Oldman.

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                                      Für Filmliebhaber wie mich, ist es immer noch am Besten, wenn man sich nicht schon im Vorfeld über Kritiken, Trailer, Preise etc. beeinflussen lässt und somit ohne große Erwartungen ganz objektiv den Film herantritt. Zugegebenermaßen ist das manchmal nicht möglich. Hier kam es mir aber wieder zu Gute.

                                      Das Gary Oldman ein Chamäleon ist, wissen wir. Er kann sich in nahezu jede Rolle wunderbar einleben und sein Äußeres entsprechend anpassen. Ich war wirklich überrascht als ich ihn als Churchill kaum wieder erkannte.

                                      In den letzten Monaten haben wir so viele verschiedene Churchill-Darbietungen bekommen, wie nie zuvor, dürfte man meinen. So habe ich beispielsweise "The Crown" gesehen, in dem der "Trinity-Killer" John Lithgow, der mir immer noch Angst macht, den Premier-Minister mimt. Danach präsentierte man mir direkt Brian Cox in der Verfilmung des gleichnamigen Biopics. Vermutlich gab es noch einige Weitere, die mir gerade nicht einfallen wollen und im Grunde auch nichts zur Sache beitragen...

                                      Nun versucht also Gary Oldman sein Glück. Er macht das gut. Sogar richtig gut. Authentisch. Oscar-reif.

                                      Ich möchte den Film eigentlich weniger als Biographie betrachten, denn das ist er durchaus nicht. Es ist ein Drama, welches uns lediglich an der "dunkelsten Stunde" teilhaben lässt. Es ist hierbei völlig egal, ob man Churchill mag oder nicht. Es ist egal was man von ihm hält. Ob er nun ein Held oder ein Choleriker ist.

                                      Interessant ist nämlich in meinen Augen die Geschichte, die dahinter steckt. Stell' dir vor DU hast die Verantwortung für Tausende Männer, die für ihr Land kämpfen, und deren Familien, die daheim sitzen und nur noch "auf das Ende warten" können. Was würdest du tun?

                                      Joe Wright erzählt in einer brisant dramatischen Art und Weise eine Geschichte, die auf wahren Tatsachen beruht, so spannend, dass der Zuschauer dran bleibt und nicht weg schaltet.

                                      Sehenswert.

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                                      • 5 .5
                                        jlorenz1 22.05.2018, 02:19 Geändert 22.05.2018, 02:20

                                        Als Story kann man den Film stehen lassen. Als geschichtsgetreue Darstellung historischer Ereignisse nicht wirklich. Die vielen Facetten verschwinden. Manches gerät zur Plattitüde. Zur schemenhaften Abbildung. Stößt der Film Türen auf oder verschließt er den Zugang zur Geschichte? Ich befürchte das Letzte.

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                                          Schrecklich konventionell gemachtes Bio-Pic, bei dem auf unserem Sofa zu keinem Zeitpunkt der Funke überspringen wollte. Zwar ist die Story interessant (Neville Chamberlain hätte wirklich um ein Haar die Engländer in den Abgrund diplomatisiert), aber die Person Winston Churchill kommt über abenteuerlichen Alkoholkonsum und exzentrisches Gebaren kaum hinaus. Das finden wohl nur Briten so wirklich spannend. Letztlich wird nur mal wieder eine berühmte Persönlichkeit in anekdotenhafter Weise abgefeiert.

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                                            sachsenkrieger 19.05.2018, 13:34 Geändert 19.05.2018, 13:34


                                            Als gespaltene Person hat man es oft nicht leicht. Einerseits verweigere ich jegliche Art von künstlich geschaffener Hierarchie, andererseits sind Personen wie Winston Churchill doch irgendwie interessant, vielleicht auch gerade wegen ihrer eigenen Zwiespältigkeit. Der rechte Mann zur rechten Zeit am Ort, könnte man vielleicht über ihn sagen. Angefeindet, oberflächlich betrachtet relativ erfolglos in seinem Tun. Bärbeißig, nach außen ein harter Knochen mit Neigungen zu cholerischen Ausbrüchen. Aber er organisierte gegen alle Widerstände einen unerbitterlichen Kurs der Briten gegen das Nazi-Regime und er hielt die berühmte Rede über die Kosten dieses Kurses, die letzten Endes aus jeder Menge "Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß" bestanden. Joe Wright zeigt einen Moment des Zweiten Weltkrieges, der durchaus auch seine Schauwerte hat und Gary Oldman verdient sich seinen Oscar ohne jeden Zweifel...

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                                              Der Moment, wenn Churchill in der U-Bahn mit den Bürgern spricht, zeigt der Film Mitgefühl und Emotionen, die echt wirken, doch dann bewegt sich der Film bereits auf die Zielgerade zu.

                                              Lässt sich aber sicher wundervoll zusammen mit Dunkirk schauen.

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                                                Ich habe mich lange auf diesen Film gefreut. Enttäuschung ist das Wort, dass ich nach dem über 2 Stunden langen Streifen empfinde. Weder interessant das Thema noch überzeugend die darstellerische Leistung

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                                                  Sylar81 16.05.2018, 14:52 Geändert 16.05.2018, 15:00

                                                  Kann nicht verstehen wie dieser Film 2 Oscars gewonnen hat. Zwar ging einer an Gary Oldman, aber meiner Meinung nach war diese Leistung eher mau und hätte den in anderen Filmen bekommen müssen, anstatt in diesen.
                                                  Genau wie der Oscar zum Make up. Sorry aber es gibt andere Filme wo das Make up zich mal besser war. Aber auf die Auszeichnung des Oscars kann man eh kaum noch wert legen.

                                                  Allgemein fand ich den film ehr so lala. tropft vor sich hin und man versteht zum Ende hin so gut wie nichts was er vor dem Parlament sagt. Alle jubeln und man sitzt da und fragt sich wieso? Vllt hab ich das auch nicht so wirklich verstanden alles.

                                                  PS: In de Fiilm hat mich nur eine Figur richtig interessiert und das ist die Tippse (Lily James) und das nur weil sie als einzige Figur Sympatisch rüber kommt

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                                                    Rocket Man: Movic Freakz 05.05.2018, 19:28 Geändert 21.08.2018, 19:06

                                                    [...] Und Gary Oldman als Winston Churchill ist eine schiere Wucht, der Oscar somit wohl verdient. Mehr gibt’s da nicht zu sagen. Grandios. [...]

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