Colette - Kritik

Colette / AT: Colette - Eine Frau schreibt Geschichte

GB/US · 2018 · Laufzeit 111 Minuten · FSK 6 · Drama · Kinostart
Du
  • [...] Colette ist ein biographischer Film, der aus cineastischer Sicht vieles richtig macht. Ein gut durchdachtes Drehbuch trifft auf einen schauspielerisch überzeugenden Cast. Die Kostüme, die Maske und die Musik sorgen für dramatische Authentizität, während die Kamera auf der ästhetischen Ebene mehr Möglichkeiten gehabt hätte. Zu großen Teilen ist es das Leben Colettes selbst, das für die Spannung dieses Films sorgt. Die 20 beleuchteten Jahren vermögen es, den Zuschauer zu fesseln und ihn die 111 Minuten über zu unterhalten.

    Des Weiteren regt Colette dazu an, sich weiter mit ihrer Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Ein Mensch, der scheinbar ein bewegtes Leben geführt hat. Vor allem, da diese Biographie nicht als einzig wahres Zeugnis ihres Wirkens genommen werden darf. Ein Film ist ein Kunstwerk und nicht der Spiegel des Lebens einer historischen Person. Allenfalls ist es das Abbild dessen, was wir in dieser Persönlichkeit sehen und wie wir sie uns vorstellen.

    Wenn man sich darüber im Klaren ist und Colette als eine künstlerische Biographie einer Figur betrachtet, in die man sich auch heute noch hineinversetzen kann, dann wird man große Freude an diesem Film haben. Colette regt zum Nachdenken und Weiterlesen an und kann als eigenes Kunstwerk in den musealen Hallen cineastischer Biographien bestehen.

    • 8

      Westmoreland durchschreitet das Paris des Fin de Siècle spielerisch an der Seite seiner Protagonistin. In der Sprache wie auch in der Mode beweist der Film dabei eine erstaunliche Kunstfertigkeit.

      • 5 .5

        Alles bleibt oberflächlich und in weiten Teilen sehr gewollt. Der Film ist durchaus unterhaltsam, nett und ganz hübsch.

        • 8

          Colette ist ein flotter und vor allem frecher Kostümfilm [...].

          • 7 .5

            Das ist wie ein Stück aus der "Me too"-Debatte für die Belle Epoque.

            • 7

              „Colette“ erzählt die Geschichte der französischen Autorin Sidonie-Gabrielle Colette, deren erfolgreichen Bücher nur ihrem Mann zugeschrieben wurden. Das mag mehr als 100 Jahre her sein, ist aber bis heute ein aktuelles Thema und macht zudem trotz fehlender Emotionalität auch wegen der beiden Hauptdarsteller Spaß.

              • 6

                Colette, das muss man dem Film zugestehen, ist unterhaltsam, aber nicht aufregend oder erhellend.

                • 8

                  Porträt der Künstlerin als junge Frau: Mit zwei herausragenden Darstellern, Keira Knightley und Dominic West, erzählt der Film mit präzisem Blick für Zwiespältigkeit von den frühen Jahren der später erfolgreichen Schriftstellerin. [Barbara Schweizerhof]

                  • 6
                    Programmkino.de 22.11.2018, 12:51 Geändert 22.11.2018, 12:51

                    Mit der geschliffenen Erzählweise funktioniert Colette als pittoreskes Emanzipationsdrama mit Schauwerten des Fin de Siècle.

                    • 8

                      Seinen ernsten Themen wie Selbstbestimmung und Unterdrückung begegnet der Film trotzdem mit dem nötigen Respekt. Gute Unterhaltung ist garantiert.

                      • 8

                        [...] Knightley und West messen sich in Cleverness und Temperament für zwei Stunden und üben sich in Präzision und Schlagfertigkeit [...].

                        • 8

                          [Westmoreland] [...] wollte wohl eine Befreiungsgeschichte machen. Das ist ihm, zum Teil auf sehr bewegende Art, gelungen [...].

                          • 7

                            Colette ist ein auf Sicherheit bedachter, aber trotzdem unterhaltsamer Film über eine Frau die eine alles andere als sichere Karriere hatte. [John DeFore]

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                            • 8

                              Colette zählt zu den Filmen, für die Keira Knightley uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird. [Peter Debruge]

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