Ghost in the Shell - Kritik

Kokaku Kidotai

JP/GB · 1995 · Laufzeit 85 Minuten · FSK 16 · Science Fiction-Film, Animationsfilm · Kinostart
Du
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    einfach kult...

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    • 8

      Nachdem ich in einem großen Elektromarkt durch Zufall über die Blu Ray zu nem kleinen Kurs gestolpert bin, habe ich sofort zugegriffen. Der Film hat mich schon länger interessiert. Da musste dann zuerst die (schlechtere) Realverfilmung dran glauben.

      Und nach Sichtung: Wow. Richtungweisender Anime der Spitzenklasse. Und man kann es schon fast dreist nennen, was die Wachowski Brüder oder Schwestern hier so alles geklaut haben. Von wegen innovativ.

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      • 8

        Die Blu-ray gab's bei Saturn für läppische 3€. Da habe ich natürlich zugeschlagen! Ein absoluter Klassiker. Visuell und akustisch immer noch ein Brett in seiner Sparte. Gehört auf jeden Fall in jede Anime-Sammlung.

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        • 6

          Schon allein auf Grund dessen, dass es sich hier um einen Anime handelt, ist diese Originalversion von "Ghost in the Shell" um einiges weniger massentauglich als sein zig Jahre später erschienenes Hollywood-Äquivalent. Als Nicht-Fan japanischer Zeichentrickfilme kann man sich das meiner Meinung nur wirklich schwer geben - alles kommt so fürchterlich komplex daher, aber ob der Plot tatsächlich so komplex ist oder alles nur Schein, das kann ich bis heute nicht sagen. Aber trotzdem: der Film ist stylisch und hat einen super Soundtrack.

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            ScV 28.04.2018, 15:19 Geändert 13.05.2018, 01:33

            Um mal wieder die recht abgenutzte Begrifflichkeit rauszuhauen: Meilenstein der Filmgeschichte! Hier insbesondere des Animes. Klar, echte Kenner kontern da mit Leichtigkeit ein Kilo weitere Kultstreifen aus dem Ärmel (ich sag nur Akira und was weiß ich noch alles). Aber was das Gerät alles inspiriert hat und wie es bis heute zitiert oder nun auch real verfilmt wurde, das geht ja mal auf keine Kuhhaut!

            Für mich persönlich auf jeden Fall ein ganz großer Moment des Filmschauens. 2016 konnte ich dazu (und zu Teil 2 und Patlabor) auch noch originale Architekturzeichnungen von Oshii, Ogura, Takeuchi und Watabe im Architekturmuseum bestaunen. So viel zu der Frage des "Impacts"! Man kann also gerne mit mir fachsimpeln, was an dem Streifen doch nun alles Punktabzug generiert. Aber wenn man bei einem Film mit einem solchen Wirkungsgrad (natürlich auch auf die bekannten, neueren SciFi Filme) keine 10+ spendiert, dann weiß ich auch nicht!

            PS. Super passender Soundtrack.

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              Gute Story, gute action, der FIlm zeigt was in unser Gesellschaft eines Tages Passieren wird.

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              • 7

                >>> Achtung!!! Enthält Spoiler!!! <<<
                Ich tu mir mit der Bewertung von Animes immer ein wenig schwer, weil sie sich mit anderen Umsetzungen nicht so wirklich gut vergleichen lassen. In diesem Fall fiel es aber etwas einfacher, da die gegenständliche Umsetzung von den Schauwerten einer Realverfilmung schon relativ nahe kam. Trotz der in dieser Machart üblichen starren Mimik konnte ich die Befindlichkeiten der Protagonisten gut nachvollziehen. Der langsame, fast schon behäbige Aufbau ließ allein schon mit der gekonnten Musikuntermalung eine anheimelnde Atmosphäre aufkommen. Diese ist für mich DER Pluspunkt dieses Streifens, wird diese doch von der ersten bis zur letzten Minuten konsequent hochgehalten und damit gewinnt der Film ungemein.
                Um einen Vergleich mit der amerikanischen Realverfilmung werde ich wohl nicht herumkommen, obwohl man die beiden Filme besser getrennt betrachtet. Es ist ja interessant, wie unterschiedlich die Umsetzungen ein und desselben Themas sein können – wobei ich in aller Deutlichkeit sagen muss, dass mir beide sehr gut gefallen haben, eben jeder auf seine Art. Erstaunlicher Weise hat das amerikanische Remake das Grundthema („Was macht den Menschen aus?“) stärker beackert als der Anime und auch wenn sich die Realverfilmung den Vorwurf der Vordergründigkeit gefallen lassen muss, so wurde die Aussage meiner Ansicht nach besser dargestellt. Atmosphärisch hat jedoch der Anime die Nase vorn, vor allem die langen, von den Tsaikos-Trommeln untermalten Einstellungen wussten durch ihre schon fast philosophisch-langsame Ausdruckskraft sehr zu gefallen.
                Conclusio: Einer der wenigen Fälle, in dem das Remake bei mir stärker punktet als das Original. Ob es an der Realverfilmung lag oder an den Bildern im Allgemeinen, kann ich jetzt gar nicht mal so sagen, unter dem Strich hat mich die amerikanische Version stärker angesprochen als der Anime. Diesen möchte ich aber keinesfalls abqualifizieren, er hat unbestreitbar seine Stärken und ist allein wegen seiner hochwertigen Machart auch wirklich empfehlenswert.

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                • 8
                  J.F.Lannister 16.01.2018, 23:05 Geändert 17.01.2018, 00:06

                  Weil ich mir die Realverfilmung nicht ohne Grundlage anschauen möchte, war nun zunächst der erste der beiden Original-Animes an der Reihe.

                  Insgesamt ein guter Film mit überragendem Konzept, eindrucksvollen Bildern und einem atmosphärischen Soundtrack, quasi ein alternativer "Blade Runner", aber im Gegensatz zum Scott-Film bestehen die Dialoge fast nur aus Exposition und Erklärungen. Dadurch fühlt sich der Film mehr wie ein bebildertes Hörbuch an, eine längere Laufzeit hätte der Geschichte sicherlich mehr Luft zum Atmen gegeben.

                  8/10 Punkten verdient "Ghost in the Shell" trotzdem und wenn man beachtet, welchen Einfluss er auf das (westliche) Kino hat, gilt der Film zurecht als Kultklassiker! Neben den Wachowskis ("The Matrix") ließen sich auch Steven Spielberg ("A.I. Artificial Intelligence"), Alex Proyas ("I, Robot"), Jonathan Mostow ("Surrogates") und James Cameron ("Avatar") von diesem Anime und teilweise von dessen Fortsetzung inspirieren.

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                  • 9

                    Ich habe in meinem Leben noch nie zuvor einen Anime gesehen. Schon als Kind weigerte ich mich steht's davor. Mir gefiel der Stil einfach nicht. Für mich war und ist diese Art von Film ein Einblick in eine völlig andere Kultur, die mir, rein optisch betrachtet, nie gefiel. Da ich allerdings schon öfter über "Ghost in the Shell" gestoßen bin, gab ich mir einen Ruck ihn mir anzusehen.
                    Was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Es wird vermutlich mein einziger Film aus diesem Gebiet bleiben, aber dafür zeigt er, dass egal, welches Genre er angehört, er doch ziemlich gut sein kann.
                    "Ghost in the Shell" hat etwas, was viele Filme nicht haben - eine gute Story! Als Zuschauer hat man andauernd sogenannte mindfuck - Momente. Die Handlung ist sehr komplex und man stellt Vieles in Frage. Ähnlich wie bei der Netflix Serie "Black Mirror".
                    Fazit: absolut sehenswert!

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                    • 8

                      Wer ihn noch nicht gesehen hat: GitS gibt es jetzt bei Prime Video! :)

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                      • 8

                        Nur zur Info - die Inspiration zu Matrix hatten die Wachowskis von Ghost in the Shell...

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                        • 10

                          Glück gehabt. Ausgerechnet das Kino welches zu Fuß bequem zu
                          erreichen ist, hat mich im Juni mit Major Kusanagi beschenkt.
                          Kopfhörer wären optimal gewesen, aber es haben sowieso fast alle
                          durchgehend die Klappe gehalten. Nach dem Anfang herrschte
                          bedächtige Stille bis zum Schluß. Im Anschluß draußen vor dem
                          Saal glotzte mich ein grenzdebiles Grinsen an. Wie dämlich sieht
                          der denn aus? Mein Gesicht an einer verspiegelten Säule... Das sah
                          zwar zum fremdschämen peinlich aus, aber ich war glücklich, nicht
                          ganz, noch im Rauschzustand mit verzerrten Gesichtsmuskeln.
                          Da reift die gesicherte Erkenntnis heran, ganz sicher NIEMALS ein
                          reaction video zu machen. Von Kenji Kawai und dem tranceartigen
                          Androidentraum weggebeamt. Die berauschende Symbiose aus
                          Klängen und Bildern spielte wieder mal unartig auf der Neurotransmitter
                          Klaviatur herum. Wie jeder weiß, sind Botenstoffe/Glückshormone vom
                          Körper produzierte Drogen. Wer nein zu Drogen sagt, müsste sich
                          demnach konsequenterweise 365 Tage im Jahr um miese Laune
                          bemühen. Ghost in the Shell macht zudem die Angebote der
                          Krankenkassen für autogenes Training überflüssig, die Kraft die aus
                          der Ruhe und den zaghaften Trommlern empor kriecht, versetzt
                          mich jedesmal in einen meditativen Ruhezustand der vollkommenen
                          Entschleunigung und Faszination. Staunen, mit ausreichend Sauerstoff
                          für 80 Minuten abtauchen und dann diese sich breitmachende, gänzlich abschirmende Gelassenheit.
                          Habe wirklich keine Idee wie ich es beschreiben soll, dies dann noch
                          mit Peter-Lorre-Froschaugen auf der großen Leinwand zu erleben. Es
                          hat gekribbelt und war jeden Cent wert. Die Intensität bei den ersten
                          Tönen ist jedesmal so überraschend elektrisierend und einnehmend,
                          schlichtweg erstaunlich dass ein über 20 jahre alter Zeichentrickfilm
                          rappelweise tolle Filme und große Namen hinter sich lässt. Immer
                          wieder ein Erlebnis, Mamoru Oshii sei Dank. Der Mann sollte wenigstens
                          eine Büste mit seinem Konterfei bekommen. Wenn ich mir jetzt gerade
                          wieder das Intro nach Kusanagis Auftritt im Lichtwellenbrecher
                          Tarnanzug ansehe, seufz, bekomme ich schon wieder Lust in dem
                          Film zu versinken. https://www.youtube.com/watch?v=sAzVt87G5Cs

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                          • 9

                            Philosophisch und aktueller denn je. Kann eine KI ein Bewusstsein über sich selbst erlangen? Und wenn ja, wie wirkt sich das aus? Diese Fragen werden unter anderem gestellt. Ich bin ja mal gespannt, wie ich den Film in zehn Jahren finde.

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                            • 4 .5

                              Irgendwann kommt man an dem Hype um diesen Film nicht mehr vorbei, daher waren meine Erwartungen auch ziemlich hoch. Die Optik ist gut aber der Rest hat mich so gar nicht mitgerissen und das Ende war für mich auch eher enttäuschend.

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                                Wahrscheinlich einfach 22 Jahre zu spät gesehen. Schnarch.

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                                • 8

                                  Das Babylon Kino in Berlin zeigt den Film am 9. Juni. Ich bin gespannt :)

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                                  • 8

                                    Anfang Juni zeigt Kazé den Film deutschlandweit auf Leinwand. Au, super!

                                    http://www.kaze-online.de/news/artikel/cyberklasse-bei-den-anime-nights/

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                                      lieber_tee 05.05.2017, 15:32 Geändert 08.05.2017, 02:36

                                      Als der Manga (1989) und seine erste Verfilmung (1995) entstanden, steckten das Internet und damit die virtuelle Vernetzung von Massen noch in den Anfängen. Nahezu prophetisch setzten sich die japanische Künstler Masamune Shirow und Mamoru Oshii mit den Themen Privatsphäre, Individualität, Bewusstseinserweiterung und dem verbrecherischen Hacken von Daten auseinander.
                                      Die Anime-Perle beeinflusste nachhaltig das SF-Genre, nicht nur im Cyberpunk-Bereich. Sie schaffte es, dass japanische Zeichentrickfilme in der westlichen Hemisphäre einen erwachsenen Bekanntheitsgrad erlangten und dass Regisseure, wie die Wachowski-Schwestern und James Cameron, nachhaltig inspiriert wurden.
                                      Dabei ist der Film nicht leicht zugänglich.
                                      Zwischen hyperaktiven Action-Sequenzen und meditativer Bewegungslosigkeit, zu Chorälen und trommelnden Beats, entsteht eine suggestive Stimmung, die bis heute noch ihresgleichen sucht. Bewusst wird auf konventionellen Erzählrhytmus und Auflösungs-Erklärbär verzichtet. Die merkwürdige Mischung aus gespenstischen Bildern, nerdiger Technik-Erotik, verkopft-philosophischen Monologen und ästhetisierten Gewalt-Ausbrüchen, in einem japanischen Ghetto-Moloch, lässt den Zuschauer wie schwerelos treiben. Die Psychologisierung findet durch Bilder statt, zieht den Betrachter IN seine Figuren hinein. Die visuellen Räume erweitern sich, wie sie sich verdichten. Superrealistische Landschaften verschmelzen mit Körperbildern und philosophischen Zukunftsbetrachtungen. Geist und Körper entfremden und vereinen sich im Cyber-Raum, zu einer neuen menschlichen Entwicklungsstufe. Die Atmosphäre ist dabei ebenso mechanisch wie melancholisch. Wenn die unnahbar wirkenden Figuren ihre existenziellen Monologe aufführen ist der „Blade Runner“ immer nahe. Die eher assoziative Struktur prallt auf die Hirnrinde des optisch bereits völlig verstrahlten Zuschauer.
                                      „Ghost in the Shell“ ist inhaltlich nicht auf den ersten Blick komplett zu erfassen, visuell aber so rauschhaft, dass er dazu einlädt in dieses Sci-Fi-Universum immer und immer wieder einzutauchen.
                                      8 passende Cyberimplantate.

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                                      • 8
                                        Theokrat 28.04.2017, 00:02 Geändert 28.04.2017, 15:12

                                        Düstere Zukunftsvision, die fasziniert und zum Nachdenken anregt.
                                        Filmisch beeindruckend umgesetzt, mit einem fantastischen Soundtrack und großartigen Bildern.

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                                          Truther 17.04.2017, 21:56 Geändert 17.04.2017, 21:57

                                          Obwohl ich Animes mag, habe ich mich immer gestreut diesen anzuschauen, da mir dieses Setting nicht gefällt. Auf Empfehlung aus allen Seiten muss ich sagen, er hat mir besser gefallen als gedacht, jedoch reicht es nicht den Lobesbeeren stand zuhalten. Tiefgang wird hier klein geschrieben, ab und an langweilige Dialoge und am ende stellt sich mir die frage, wars das schon? Ich habe versucht Ihn besser zu verstehen und zu mögen, kann es aber nicht. Ansonsten kann man sich Ihn anschauen, wenn man auf das Setting steht.

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                                            Gerade der philosophische Ansatz mit genügend Raum für Interpretationen macht den Film auch heute noch so besonders. Dabei ist "Ghost in the Shell" grundsätzlich etwas zu kurz geraten, um dieser komplexen Thematik in einem vernünftigen Umfang gerecht zu werden. Atmosphärisch stechen die Eröffnungssequenz sowie der Soundtrack heraus. Das Ganze gipfelt dann in einem großartigen Finale.

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                                              Ich bin eigentlich überhaupt kein so großer Anime-Fan (ich habe zwar einige Pflichtwerke wie Akira oder Paprika im Regal stehen, aber das wars dann auch schon wieder), und habe mir hier vermutlich ein bisschen zu viel erhofft. Definitiv ein sehr interessantes, aber gleichermaßen auch unheimlich überschätztes Machwerk. Bei wirklich näherer Betrachtung ist der Film zudem nicht so tiefgründig, wie es stets von allen angepriesen wurde. Ich würde den Anime jedoch trotzdem als sehenswert einschätzen, da man hier sicherlich auch auf technischer Ebene viel fürs Auge bekommt. Und damit meine ich nicht nur Anime-Brüste.

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                                                Filmpflaume 03.04.2017, 01:48 Geändert 24.01.2018, 19:54

                                                Der originale “Ghost in the Shell” ist ein Musterbeispiel des Nachdenkens darüber, wo Identität liegt und was den Menschen zum Menschen macht. Auch wenn (gerade in der deutschen Fassung) die intellektuellen Ergüsse zum Teil etwas plötzlich und plump aus den Figuren sprudeln, ist das Werk ein herausragendes Beispiel philosophischen Fragens im Film, das sein Medium entsprechend zu nutzen weiß. Mamoru Oshiis meisterhafte Ausführung und die künstlerische Gestaltung sind es nämlich erst, die diese Gedanken in einer Atmosphäre aufgehen lassen, die ebenso meditativ wie bedeutungsschwanger ist.
                                                “Ghost in the Shell” sucht das menschliche Wesen, indem er im technologischen Gedankenexperiment alles auflöst, was man für gewöhnlich damit verwechseln könnte, und stellt, statt falsche Antworten zu geben, die richtigen Fragen: Wo das Bewusstsein aufhört oder anfängt, wenn seine äußerlichen Merkmale nahezu perfekt virtuell replizierbar sind, und welche Bedeutung der Körper noch haben kann in einer entkörperlichten, digitalen Welt - Fragen, die in über 20 Jahren nichts an Faszination eingebüßt haben. Der Film verzweifelt mit seiner Hauptfigur an der Zerbrechlichkeit menschlicher Existenz vor der Unauffindbarkeit ihrer Essenz - oder nicht? Die Ambivalenz seines Endes wird dem Niveau seines Fragens gerecht.

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                                                  Ghost in The Shell liefert eine phantastische Optik, das zeichnerische Niveau ist sehr hoch...zur damaligen Zeit!
                                                  Der Anime bietet dem Betrachter eine komplexe Story, trotz der relativ leider viel zu geringen Laufzeit. GITS ist kompleexes Kino und Sicherlich braucht man hier zwei oder gar drei Anläufe, um wirklich fast alles zu verstehen, und selbst dann bleiben noch gewisse Fragen offen. Stellenweise hat man den Eindruck, dass der Fragenkatalog arg breit gefächert ist, zumal die Antworten grösstenteils ausbleiben.
                                                  Die Charaktere haben Ihre Berechtigungen denn sie spiegeln sich perfekt in die Verlorenheit zwischen Mensch und Maschinen. Die daraus resultierenden Zweifel an der eigenen Persönlichkeit, dem Status und der Rolle in der Gesellschaft und die resultierenden Probleme, behandelt der Anime...trotzdem hätte ich gerne mehr davon gesehen.
                                                  Das Internet ist längst zu einer Erweiterung unserer Persönlichkeit geworden...mehr denn je ist unser Geist mit anderen verlinkt.
                                                  GITS hat mich zum nachdenken animiert und hat somit seine pflicht vollends erfüllt, denn ich bin gespannt wie ich ihn beim zweiten mal sichten sehen werde!!!

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                                                    Dem gefeierten Anime Klassiker "Ghost in the Shell" fehlt es in vielen Momenten an Tiefgang und weiterführenden Erklärungen. Da hilft auch nicht der eine Dialog in der Mitte des Films zwischen Major und Batou, der den philosophischen Ansatz endlich mal ausdehnt. Insofern ist es mir ein Rätsel wofür der Anime so stark geschätzt wird, zumal das Ende relativ schwach ist und in seiner Auflösung fast schon unverständlich wirkt. Der einstige Ansatz wird hiermit durch eine völlig andere Richtung vermischt und verläuft leider ins Leere.
                                                    So lässt sich "Ghost in the Shell" aufgrund der ordentlichen Technik, der rasanten Action und den gelungenen Charakteren mit gesenkten Erwartungen ganz gut ansehen. Letztendlich ist der Anime aber nur knapp über Mittelmaß einzuordnen.

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