Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit - Kritik

Still Life

GB/IT · 2013 · Laufzeit 92 Minuten · FSK 12 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Total entschleunigter Film, zurecht bei DER Story. Tod und Einsamkeit sind nicht besonders beliebte Themen, so wurde hier sehr sensibel und trotzdem unterhaltsam mit dem Thema umgegangen. Wunderschön gemacht. Zum Finale hin ***SPOILER hcan .rM syaM llafnU SPOILERENDE*** zeriss es mir zuerst das Herz und ich spielte schon in Gedanken mit Punktabzug, das allerdings wird ganz zum Ende hin mehr als gut gemacht. Der Film hinterließ mich teils traurig, aber irgendwie auch glücklich mit Freudentränen. Das muss man erstmal schaffen.

    • 6
      CubicF 23.01.2018, 01:02 Geändert 23.01.2018, 01:04

      Ein bisschen langweilig (im Sinne von "langen Weilen"), aber nie so sehr, dass die Geschichte nicht doch weiter geht. Sehr ruhig, fast Zeitlupe, aber gutes Timing.
      Die Aussage lässt sich von Anfang an erahnen, wird aber überraschend gut transportiert. Hat ein sehr schönes Ende.
      Besonders gut gefiel mir, dass das Thema Tod weder religiös, noch philosophisch, weder albern noch zu ernst genommen wurde, sondern einfach authentisch.

      • 8 .5

        Ein Film mit Tiefgang und leichter Melancholie, gut inszeniert und mit einem hervorragenden Hauptdarsteller besetzt. Der Film lässt eine Weile über den Sinn des Lebens nachdenken. Wie schön, dass in unserer schnell dahinrasenden Epoche hier bei mp viele den Film ebenfalls positiv sehen.
        Man kann den Film derzeit bei arte mediathek betrachten.

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        • 9

          Ein wunderbarer, ruhiger Film mit einer starken, wahren Aussage. Kein Mensch ist überflüssig.

          2
          • 7

            Kann funktionieren, muß aber nicht. Ein leiser, feinfühliger und stiller FIlm über einen stillen Mann der keine wirkliche ausufernde Geschichte zu bieten hat sondern eben nur eine kleine Reise der Hauptfigur. Die Tristeste und Isolation der Hauptfigur strahlt der Film an jeder Stelle aus un duntermalt es zudem noch mit ständiger trauriger Pianomusik. Darüber krönt Eddie marsan der alles wilde was er manchmal in anderen FIlmen hat in seinem Gesicht restlos ausgeschaltet hat und diese kleine, traurige Figur wirklich mit Herz spielt. Es ist halt nur die Frage inwieweit man sich in diese Geschichte hereinfinden kann, inwieweit man das mitempfinden oder eben nur langweilig finden kann. Wer auf solche leisten und traurigen DInge steht kann aber mal einen Blick riskieren, zumal es beim fiesen Ende ungehemmt bedeutet: Wasser marsch!
             
            Fazit: ist es ein funktionierender FIlm oder eben einer der nur so sein will und traurig wirkt um traurig zu wirken? Muß man selber entscheiden.

            • 7

              Mr. May hat wohl einen der traurigsten Berufe der Welt, der er aber seriös, fast leidenschaftlich und pietätvoll nachgeht. Sich so um Unbekannte zu kümmern, in sein eigenes Leben zu lassen und letztlich nicht nur die Beerdigung der anonym Verstorbenen zu organisieren, sondern anhand der Informationen, die er sammelt auch noch die Grabesrede inkl. Musikauswahl zu organisieren muss man erstmal können.

              ein ruhiger und unspektakulärer (im positiven Sinn), aber auch sehr trauriger Film, mit einem Ende, das so nur Engländer konstruieren können......

              7,0/10

              • 9

                Leise, ja, aber stark!

                1
                • 8

                  Feinsinniger Film mit einem tragenden Eddie Marsan, eintauchen bis zum - für mich - sehr stimmigem Ende.

                  1
                  • 7

                    Simpel, aber effektiv, zum Ende allerdings selbst mir zu viel Kitsch.

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                    • 7 .5

                      Das Ende dieses Filmes lässt mich sogar nach gut einem Jahr nicht los.
                      Ein sehr schöner kleiner Film, der einen auffordert, den Tod nicht sein Leben bestimmen zu lassen, sondern das Leben zu leben. ♥

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                      • 7 .5

                        Ich habe mich gefragt, ob es diesen Beruf wirklich gibt...
                        Wenn die letzten fünf Minuten des Films gefehlt hätten, wäre meine Bewertung sogar noch höher ausgefallen. Ein sympathischer Film.

                        • 7 .5

                          ein feiner Film über die Ungerechtigkeit des Lebens für den Menschen und den dahinter irgendwo versteckten Sinn.

                          Nach einer dreiviertel Stunde fragt man sich erstmals, wann denn endlich mal etwas Besonderes passiert, auch wenn der Hauptdarsteller in seiner Warmherzigkeit und Einsamkeit sympathisch ist.

                          Und dann dieses Drama, was sämtliche Hoffnung auf menschliche Liebe, die er sich verdient gehabt hätte, zerstört. So möge ihm die wertschätzung des Universums Lohn genug sein....aber schöner, wenn auch langweiliger wäre es gewesen, wenn auch ein kleiner Mann mal Glück gehabt hätte.

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                          • 8

                            Meiner Meinung nach ein leiser,angenehmer,ernster Film, den man eher in Ruhe schauen sollte und nicht mit der Familie (so wie ich ^^) da man eventuell das Interesse verliert. Wobei ich solche Filme jetzt nicht öfter anschauen würde, da es mir ein wenig zu unlebendig war..
                            Ich finde die Thematik sehr schön dargestellt und finde das Ende sogar am besten gelungen,bei dem dann die Moral rüber kommt.

                            • 7

                              Wäre der Film nur um eine Minute kürzer, hätte er von mir 8 Punkte bekommen. Dieser Kitsch am Schluss hätte nun wirklich nicht unbedingt sein müssen... Aufgrund des tollen Spiels von Eddie Marsan kann ich aber nicht weniger als 7 Punkte geben. Nur wie gesagt, der Schluss...

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                              • 6

                                Das Flüstern der Ewigkeit, gesellt sich zur Ruhe und Einsamkeit. Es ist die unsagbare Stille die den Film, nicht unbedingt schwermütig, aber unentwegt begleitet. Sie wirkt manchmal trostlos, aber nie verzweifelt. Die ruhige, betagte Erzählung fügt sich zu dem von Eddie Marsan getragenem leisen Kollektiv. Die leise Tragik des Films wird am Ende leider nicht würdevoll beendet. Regisseur Uberto Passolini verkitscht sein bis dato so unaufgeregtes Lebensbild von Mr. May, verschreckt dabei den Zuschauer und zerstört dezent den bis dahin so wunderbaren Filmaufbau.

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                                • 4 .5

                                  Ein Film mit einer banalen Story aber einem sehr guten Eddie Marsan. Wer ins Kino geht um der Tristess des Alltags zu entfliehen sollte diesen Film meiden. Er stellt genau dies dar. Ein realistischer sauberer Schluß, den diese Geschichte allemal verdient hätte wird durch einfache Emotionshascherei und bewußte sehr offensichtliche Manipulation der Tränendrüsen der Zuschauer zerstört. Allein der Hauptdarsteller, der diese Rolle ausgezeichnet gespielt hat und die perfekte Inszenierung eines tristen Alltags machen den Film für mich sehenswert.

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                                  • 6 .5

                                    [...] Sein Leben ist der Tod, er funktioniert über ihn, eine eigene Existenz, ausgerichtet nach eigenen Bedürfnissen, scheint nicht mehr möglich. Dass sich das eigentlich formelhafte Narrativ von „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“ manchmal etwas zu gefällig in das Salbungsvolle verguckt, gerade in der letzten Einstellung, kaschiert Idealbesetzung Eddie Marsan allein durch seinen mimischen Witz, der immer noch ein Schmunzeln bereitet, wo die einvernehmliche Tragik eigentlich obsiegt. Ein stiller Film, der dann etwas von sich erzählt, wenn er nicht darauf angewiesen ist, wenn er Zwischenräume füllt und Marginalien veredelt.

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                                    • 7
                                      DonChris 23.02.2015, 19:49 Geändert 23.02.2015, 19:55

                                      "Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit" ist ein Film der ruhigeren Sorte. Doch so außergewöhnlich ist das für eine Melokomödie ja nicht. In jedem Fall kommt der Film in passender optischer Aufmachung, mit sehr entsättigtem Farbprofil, daher.

                                      Der Film bietet neben dialoglastigen Szenen, auch eine ganze Menge Szenen der Ruhe. Dort spürt man wie der Protagonist förmlich in sich hineinhört - übrigens ein recht steifer Artgenosse im Versicherungsvertreter-Look, der die typischen Ticks wie der Drang nach übertriebener Sauberkeit, eine Detailversessenheit, den Tiefen Wunsch nach Ordnung, aber auch Loyalität und Zuverlässigkeit in sich trägt. Eddie Marsan spielt diesen auf Sparflamme laufenden müden Charakter aber hervorragend, vor allem hinter dem Hintergrund, dass der Charakter eine spürbare Wandlung erfährt.

                                      Die Story liest sich sicherlich nicht sonderlich spannend (ist sie auch nicht), doch das macht den Film nicht schlechter. Man sollte aber in der richtigen Stimmung sein. Doch wenn man dies ist, dann eröffnet der Film einen eine Menge Situationen, die vor allem unterbewusst wirken und obendrein auch eine Menge witziger und skurriler Szenen...Ballermann-Humor darf man hier natürlich erwarten, genauso wenig einen Party-Stimmungsfilm, dass ist klar ;).

                                      Handwerklich ist der Film solide, die Kameraarbeit von Stefano Falivene, der mir bis dato völlig unbekannt ist, zeigt einem vor allem die Welt des Protagonisten und das ein klein wenig aus seiner Sicht. Meist sind es sehr ruhige Einstellungen, mit dem Fokus eindeutig auf John May (also Eddie Marsan) und dieser bewegt sich einfach auf seine ihm eigene Art und Weise durch den Alltag. Mir sind noch die außergewöhnlich häufigen point-of-view-Shot`s mit Eddie Marsan aufgefallen, passte aber wirklich sehr gut. Untermalt wird das ganze durch ruhige melancholische Musik, die sich damit passend an die Bilder anfügt.

                                      Auch wenn der Film wirklich kein Feuerwerk abbrennt, fand ich ihn als Gesamtwerk absolut sehennswert.

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                                      • 9

                                        Wer die Menschen liebt, dem sei dieser Film im besonderen ans Herz gelegt. Obwohl die 90 min fast ausschließlich von ihrem Hauptdarsteller Eddie Marsan als John May bewältigt werden, Der Mann ist einfach unglaublich grandios in einem kleinen leisen Film, der das Leben eines jeden einzelnen huldigt. Und das ist wunderbar anzusehen.
                                        Stilistisch minimalistisch trägt "Still Life "den Betrachter durch die Welt des John May und lässt uns teilhaben an den kleinen ruhigen Dingen. Er bremst aus, lässt uns betrachten und die Zeit steht fast still. Bedächtig wandert der Blick, Nuancen im Gesicht von sagen mehr als tausend Worte.
                                        Das Szenenbild ist spitze , die Kamera dezent. Alles wirkt hier auf den Punkt perfekt ausbalanciert und toll in Szene gesetzt.
                                        Nicht zuletzt wegen der grandiosen Darstellung von Eddie Marsan.
                                        Dies ist ein kleines Filmjuwel, getragen von den perfekt besetzten Nebenrollen bis hin zu den ebenfalls kleinen Dialogen. Der Strom fließt still dem Ende zu. Selten hat uns ein Film dieses Thema so nahe gebracht. Nie sind so viele Fragen aufgetaucht, die man sich dann selber stellt? Respekt? Altern? Familie? Einsamkeit?...
                                        Wie gehst du damit um? Ein Film der Fragen aufwirft und in der Stille aufwühlt. Das sind Filme die es lohnt zu sehen. Flugunfähiger Vogel mit 4 Buchstaben." - Dodo." "Sie sind was besonderes Mr. May."" John May." So wie man kommt gegangen, wird man empfangen. Und dann, kommt man einfach gar nicht mehr. Das sind kleine goldene Geschichten.

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                                        • 9

                                          schöner leiser unaufgeregter Film ohne Hektik. Tragisches Ende, aber irgendwie doch sehr passend. Toller Film & auf jeden Fall meiner Meinung nach einer der Besten, die ich mir dieses Jahr angeschaut habe. Ich entdecke in letzter Zeit immer häufiger sehr gute Filme - jenseits von Hollywood - die viel länger im Gedächtnis bleiben.

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                                          • 7 .5

                                            Mit Anstand, Diskretion, größter Sorgfalt und großem Herzen verrichtet Mr. May seinen Job als 'Funeral Officer'. Und wirkt dabei genauso kontaktlos und isoliert wie seine verstorbenen Klienten, und ähnlich wie diese scheint er keinen Platz in dieser Welt zu haben. Dieser Meinung ist auch sein Chef, verkündet 'Beerdigungen sind für die Lebenden, die gibt es hier nicht.' und rationalisiert seinen Arbeitsplatz weg. Mr. May bleibt ein letzter Fall: Billy Stokes. Dieser führt ihn in seine direkte Nachbarschaft und bestürzt beschließt er, alles daran zu setzen, Stokes einen einsamen Abschied zu ersparen. Auf der Suche nach Verwandten, alten Freunden und Weggefährten bricht er aus seiner Monotonie und geregelten Bahn aus und findet mit jeder Bewegung mehr ins Leben zurück. Aus wunderschönen,kalten leblos-graublauen Stillleben von Tristesse und Einsamkeit werden mit wachsender Leidenschaft des Protagonisten wärmere Eindrücke und farbige Beobachtungen des Lebens, die leise und nachdrücklich soziale Kälte anmahnt. Eine feinsinnige Kontemplation übers Sterben und über Würde, mit einem anrührenden Eddie Marsan, dessen Zurückhaltung den ganzen Film bis zu seinem wuchtigen und poetischen Ende trägt.

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                                            • 7 .5

                                              Jeder Mensch will gefunden werden.

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                                              • 7 .5

                                                Eine kleine Filmperle mit einem ausgezeichneten Edie Marsan der hier wohl eine seiner besten Rollen abliefert. Ein starker Gesellschaftkritischer Film der zeigt wie kalt und abgestumpft manch Menschen geworden sind.Der unerwartete Schluss im Film, ist die Krönung des ganzen und drückt schon ziemlich auf die Tränendrüse!

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                                                • 6

                                                  also ich hatte mir da mehr von versprochen ... ich finde nach einer zeit wird es doch langweilig.

                                                  für mich ist der film wie ein stein den man über das wasser ditscht ... erst zum ende taucht man ein.... schade

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                                                    christian.dungl.5 17.02.2015, 14:52 Geändert 17.02.2015, 14:54

                                                    DER Film mit dem so genialen Hauptdarsteller Eddie Marsan...!
                                                    Von mir voll die 10 Punkte...!
                                                    Ich fand Ihn faszinierend vom Anfang bis (vor Allem) zum so genialen wundervollen Schluß-
                                                    Traurig wunder schön und für Jedem, der auch nur etwas Gefühl besitzt, ich denke nicht ohne diverse Tränen...!

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